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Archiv für die 'Kinderbetreuung' Kategorie

Was die Beteiligung von Vätern an der Erziehung ihrer Kinder stärkt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Februar 2017

Colette Fagan und Helen Norman von der Manchester University haben erforscht, welche Faktoren die Beteiligung von Vätern an der Erziehung ihrer Kinder stärken. Ihre Ergebnisse:

Die Möglichkeit für den Vater, Vaterschafts- und Elternurlaub zu nehmen, ist von entscheidender Bedeutung, ebenso wie die Förderung von Arbeitszeiten für Männer, die ihnen ein aktives Familienleben ermöglichen, also insbesondere eine kürzere Vollzeit. Bei der Elternzeit kommt es darauf an, dass die Monate für den Vater reserviert sind

Die Forscherinnen fanden zudem heraus, dass ein Vater eher an der Kinderbetreuung beteiligt ist, wenn die Mutter Vollzeit beschäftigt ist. Daher sind Maßnahmen, die es allen Frauen ermöglichen, eine sanfte Wiederaufnahme der Beschäftigung nach der Geburt zu ermöglichen, zu einer gleichberechtigteren Gleichstellung der Geschlechter förderlich. Eine qualitativ hochwertige, erschwingliche und flexible Kinderbetreuung ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung.

Schließlich sei es auch wichtig, das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu reduzieren. Wenn Mütter weniger verdienen und deshalb in Teilzeit wechseln reduziert dies die Wahrscheinlichkeit, dass der Väter an der Betreuung ihrer Kinder beteiligt sind.

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Betreuung der Kinder erleichtert Vätern die Vereinbarkeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. September 2015

Wie erleben Volksschulkinder in Österreich ihre außerhäusliche Betreuung? Dieser Fragestellung widmete sich eine quantitativ-qualitativ orientierte Studie mit Kindern im Alter zwischen 8 und 10 Jahren. Kinder und ihre Eltern wurden gefragt, welche Betreuungsarrangements sie aktuell nutzen und wie sie diese beurteilen.

Im Rahmen dieser Untersuchung wurden die Eltern auch gefragt, inwieweit ihnen die “Nachmittagsbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb erleichtert”. Dieses Statement sollten sie in einer vierpoligen Skala (”stimme voll zu” bis “stimme gar nicht zu”) für ihre Situation bewerten.

Insgesamt sagen rund zwei Drittel (64,5%), dass ihnen die Vereinbarkeit damit sehr erleichtert wird (”stimme sehr zu”). Ein weiteres Viertel stimmt “eher zu” (25%). Aber auch etwa jeder zehnte Befragte gibt an, dass die Nachmittagsbetreuung “eher” oder “gar nicht” die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb erleichtere (aggregierte 10,5% “stimme voll zu” + “stimme eher zu”).

Betreuung_Vereinbarkeit

Wenn man einen Blick auf die verschiedenen Subgruppen wirft, zum Beispiel was die Familienform, das Einkommens- und Bildungsniveau sowie die Geschlechtervariable angeht, zeichnet sich das folgende Bild ab: Besonders positiv – im Sinne einer erfahrenen Entlastung – antworten hier Alleinerziehende, Eltern mit (nur) einem Kind und Personen höherer Bildungsschichten (mindestens Matura). Jedoch antworten nicht Mütter, sondern Väter zustimmender, was die Vereinbarkeit angeht.

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Zahlvater trotz Wechselmodell

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Juni 2015

Wenn sich Eltern trennen, ist das immer auch schwierig für die Kinder. Immer mehr Väter wollen sich gleichberechtigt mit der Mutter um die Kinder kümmern. Doch statt den Betreuungsaufwand anzuerkennen, werden engagierte Väter vom Gesetzgeber ausgebremst.

Das Wechselmodell: Die Kinder werden abwechselnd von beiden Elternteilen betreut – und niemand müsste Unterhalt zahlen. Möchte man meinen. Doch das Unterhaltsrecht macht engagierten Vätern wie zum Beispiel bei Paul Brandstätter einen Strich durch die Rechnung. Denn es gibt einenUnterschied: Die Mädchen verbringen bei ihrer Mutter eine Nacht mehr, die Betreuungszeit ist nicht exakt “50 zu 50″. Damit gilt plötzlich die klassische Regel: Der eine betreut, der andere zahlt. Ein Wahnsinn!

Wahnsinn_ Zahlväter trotz Wechselmodell

Der Elternteil, der die Kinder auch nur minimal weniger betreut, muss in der Regel vollen Unterhalt zahlen. Meistens ist das der Vater. Der andere gilt vor dem Gesetz als alleinerziehend. Mit finanziellen Vorteilen: Die Kinder haben ihren Lebensmittelpunkt automatisch bei dem betreuenden Elternteil. Dieser bekommt dann Sozialleistungen wie Kindergeld und die bessere Lohnsteuerklasse. Und in der Regel den vollen Unterhalt für die Kinder.

Dabei haben beide Elternteile in etwa die gleichen Fixkosten: Urlaub, Essen und Kleidung ebenso wie Spielsachen und Kuscheltiere. Ein Widersinn: Väter tragen nach einer Trennung für ihre Kinder zunehmend Verantwortung, doch das Unterhaltsrecht zielt in die entgegengesetzte Richtung:

“Entweder es gibt ein Wechselmodell, das ist dann wirklich 50 zu 50 oder es gibt das Hausfrauenmodell. Dazwischen gibt es keine Abstufungen. Man kann nicht sagen, ok, ich betreue zu 40, der andere zu 60 Prozent, oder der eine 45 der andere 55 oder 30 zu 70, das ist alles gar nicht vorgesehen. Es gibt eben Unterhalt oder nicht, und das muss geändert werden. Da muss der Gesetzgeber was tun, das Gesetz ist hier von jahrzehntealten Familienmodellen ausgegangen, die nicht mehr der Lebenswirklichkeit entsprechen und die viele Eltern frustrieren.”

Hildegund Sünderhauf-Kravets, Familienrechtlerin, Evangelische Hochschule Nürnberg

Am Hebel wäre nun die Politik. Familie und Arbeit sollen für Vater und Mutter vereinbar sein – schöne Worte. Doch nach einer Trennung scheinen die nicht mehr zu gelten. Weder im Bundesfamilienministerium noch Justizministerium sieht man Handlungsbedarf.

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Europäische Kinderbetreuungskulturen im Vergleich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. September 2014

In dem neuen Working Paper Nr. 82 des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) werden die unterschiedlichen Kinderbetreuungskulturen für Kinder unter sechs Jahren in Österreich, Deutschland, Frankreich und Schweden untersucht – vier Länder mit teilweise sehr unterschiedlichen Schwerpunkten in ihrer familienpolitischen Ausrichtung.

Im Fokus der Studie stehen die jüngsten Reformen in den Kinderbetreuungspolitiken der vier Länder sowie deren Auswirkungen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden beleuchtet und dabei ergänzend auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur familialen Betreuung (Elternkarenz) in die Analyse einbezogen. Diese Publikation ist eine Aktualisierung des 2007 erschienenen Working Papers Nr. 57 „Kinderbetreuungskulturen in Europa“.

Download: Working Paper Nr. 82

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Kinder, Karriere, Liebe und…

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. Februar 2014

über den aufreibenden Spagat zwischen Familie und Beruf diskutierten heute Vormittag Volker Baisch, Geschäftsführer der “Väter gGmbH” und Maya Dähne, Journalistin und Autorin im Radiofeuilleton des Deutschlandradio Kultur.

Eltern, die Familie und Job unter einen Hut bringen wollen, geraten oft an den Rand der Belastbarkeit. Als Paar bleiben sie mitunter auf der Strecke. Wie können Mütter und Väter die Welten Beruf, Kind und Beziehung besser miteinander vereinbaren?

“Das ganze Leben ist doch eigentlich getaktet nicht nach den Bedürfnissen von Familien oder Kindern, sondern das Leben ist getaktet nach dem, was die Arbeitswelt vorgibt“, sagt die Journalistin und Autorin Maya Dähne. „Und da muss sich alles reinpressen lassen. Also: Das Büro fängt um 8 Uhr an, die Kita öffnet leider erst um 9 Uhr – schlecht. Die Kita wird auch leider schon um 16 Uhr wieder geschlossen, das Büro leider noch nicht. Wir diskutieren unheimlich viel, aber in den Betrieben, habe ich das Gefühl, geht es zu wie in den 60er-Jahren: Präsenzarbeitszeit ist alles! Karriere wird nach 18 Uhr gemacht, und Teilzeit ist was für Weicheier oder für Mütter, denen ihr fieberndes Kleinkind wichtiger ist als die Vorstandssitzung.“

Die meisten Firmen definieren Familienfreundlichkeit aus Müttersicht“, sagt Volker Baisch, Geschäftsführer der “Väter gGmbH” in Hamburg. Der Soziologe berät Unternehmen, wie sie besonders auch aus Vätersicht familienfreundlicher werden können

“Die junge Vätergeneration tickt anders, auch Väter wollen sich nicht mehr zwischen Beruf und Kindern entscheiden müssen.” Er plädiert auch dafür, die Elternzeit flexibler zu gestalten: „Beide Partner sollten zum Beispiel durchgehend, also 14 Monate lang, gemeinsam Teilzeit arbeiten können. Zwei Vätermonate sind inzwischen Standard. Jetzt sollte eine echte Kulturveränderung folgen. Teilzeit und flexible Arbeitszeiten müssen Normalität werden, auch in Führungspositionen.“

Die Sendung kann hier nachgehört werden.

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Wenn Mütter mehr arbeiten reduzieren Väter Arbeitszeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. Oktober 2013

Die Studie “Familienergänzende Kinderbetreuung und Gleichstellung” die von INFRAS und dem Schweizerischen Institut für empirische Wirtschaftsforschung (SEW) der Universität St. Gallen durchgeführt wurde, gibt erstmals einen Überblick über die Versorgung mit familien- und schulergänzenden Betreuungsangeboten in der Schweiz.

Dabei zeigen sich grosse regionale Unterschiede, in erster Linie zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Unterschiede bestehen auch zwischen der Deutschschweiz und der Romandie, wo das Angebot insgesamt besser ausgebaut ist. Die Forschenden zeigen, dass sich das Betreuungsangebot direkt auf die Erwerbspensen von Müttern und Vätern auswirkt: Mütter sind vermehr Vollzeit erwerbstätig und Väter arbeiten häufiger Teilzeit. Die familienergänzende Kinderbetreuung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter.

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Väterarbeit in Kindertagesstätten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. März 2013

In einem Interview äußert sich Prof. Dr. Stephan Höyng, Leiter der Koordinationsstelle “Männer in Kitas” über die Väterarbeit in den ESF-Modellprojekten und darüber, wie sie langfristig in den Alltag von Kitas integriert werden kann.

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Familiengenossenschaft in Münster – Maklerin für Väter und Mütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. Februar 2013

Wenn die Stadt es nicht richtet, kann es die Wirtschaft vielleicht besser? Eine neugegründete Familiengenossenschaft im Münsterland soll Eltern von Kleinkindern oder Angehörigen von Pflegebedürftigen helfen. Das teilte der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) mit. Bei der Vermittlung kann es neben der Kinderbetreuung und Ferienfreizeiten auch um Pflege und Hilfe im Haushalt gehen. Die Hilfe steht Mitarbeitern der Mitglieds-Unternehmen zur Verfügung – überwiegend kleine und mittlere Betriebe aus der Region. Es soll dazu beitragen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren.

Gründungsmitglieder sind der IT-Dienstleister GAD Münster, die Firma Westfleisch und die Volksbanken Gronau-Ahaus und Oelde-Ennigerloh-Neubeckum. Das Projekt ist das erste seiner Art in NRW. Vorbild für dieses Projekt ist eine Familiengenossenschaft, die vor etwa sieben Jahren im Rhein-Neckar-Kreis aufgebaut wurde – allerdings haben sich in diesem Fall Tagesmütter zur ersten Familiengenossenschaft der Metropolregion Rhein-Neckar zusammengeschlossen und nicht Unternehmen, erläutert Stefanie Pfennig, die Vorsitzende der Familiengenossenschaft Münsterland.

Die betriebsübergreifende Familienhilfe funktioniert folgendermaßen: Mehrere Mitgliedsunternehmen beteiligen sich an einem der Angebote der Familiengenossenschaften, beispielsweise der haushaltsnahen Dienstleistungen oder der Betreuung von Kindern durch Tagesmütter. Auch die Pflege von Menschen mit Demenz gehört zu den Leistungen der neuen Familienhilfe. Die Partnerunternehmen entrichten dafür eine Jahresgebühr, die abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter im Betrieb ist: Unternehmen mit 20 Mitarbeitern beteiligen sich beispielsweise mit 250 Euro jährlich. Betriebe, die profitieren wollen, müssen nicht selbst einer Genossenschaft angehören. Für jede erfolgreiche Vermittlung ist eine Vermittlungsgebühr fällig.

“Die Mitarbeiter der Partnerunternehmen wenden sich mit ihrem Bedarf unmittelbar an uns”, sagt Pfennig. Das heißt, sie müssen nicht den Umweg über die Betriebe gehen, in denen sie beschäftigt sind. Dabei unterhält die Familiengenossenschaft Münster mit ihren zwei Teilzeitkräften selbst keine Kindertagesstätten oder Pflegedienste. Vielmehr vermittelt sie Adressen, stellt Kontakte zwischen den Ratsuchenden und den Tagesmüttern, Pflegepersonal oder Haushaltshilfen her.

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Vaterschaft ist keine reine Privatsache

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Februar 2013

Am 3. März stimmt die Schweiz über den neuen Familienartikel in der Bundesverfassung ab. männer.ch wirbt gemeinsam mit alliance F, dem Bund Schweizerischer Frauenorganisationen in einem Mediencommuniqué für ein JA zum Familienartikel:

‚… Gelingende Vereinbarkeit von Familie mit Beruf und Ausbildung ist eines der wichtigsten Anliegen heutiger Mütter und Väter und eine zentrale Forderung der Frauen- und Männerorganisationen. Junge Frauen und Männer sollen und wollen nicht auf Kinder verzichten, nur weil es an den notwendigen Rahmenbedingungen fehlt. Elternschaft ist keine reine Privatsache.

Die grosse Mehrheit aller Eltern ist heutzutage berufstätig, meist aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Damit Frauen und Männer trotz Familie den Anschluss im Berufsleben nicht verpassen, muss Weiterbildung auch in dieser Phase möglich sein. Die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt nach Mobilität und Flexibilität lassen sich nur unter einen Hut bringen, wenn Mütter und Väter durch familienfreundliche Strukturen wie Mittagtische, Kinderhorte etc. unterstützt werden. Diese sind aber noch nicht in allen Kantonen und Gemeinden in genügender Quantität und Qualität vorhanden. Dies zwingt die Eltern zu improvisierten Lösungen und oft auch zu Verzicht oder Überbelastung. Der Bund soll deshalb die Kompetenz erhalten, um gesamtschweizerische Vorgaben zu erlassen für ein bedarfsgerechtes Angebot in allen Kantonen. …

alliance F und Männer.ch begrüssen den Verfassungsartikel Familienpolitik, weil damit in der Schweiz ein weiterer Schritt in Richtung echter Wahlfreiheit des Familienmodells gemacht würde. Zusammen mit Bund und Parlament sind sie überzeugt, dass eine Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf grossen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen bringt.‘

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Kita Väter – Zeit für Kinder und Gespräche – unter Männern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Januar 2013

„Wir Väter sind nicht nur Erzeuger. Wir haben auch eine Verantwortung unseren Kindern gegenüber“, sagt Eric Pfister. Der 36-Jährige ist Vater von zwei Kindern und Erzieher in der Kita Spatzennest. Und eines seiner ersten Projekte, die er 2009 in Angriff nahm, war es, die „Väterarbeit“ auf die Beine zu stellen. „Denn die spielt in vielen Einrichtungen noch keine große Rolle“, sagt Pfister.

Mit dem Projekt „KitaVäter“ will Pfister Vätern hilfreiche Anregungen mit auf den Weg geben und einen Rahmen schaffen, in dem sich Väter über ihre Kinder sowie Erziehungsfragen und -probleme unterhalten können. Und er will klassische Rollenbilder, die es nach wie vor gebe und mit denen viele Väter aufgewachsen seien, aufbrechen. „Um unserer Verantwortung gerecht zu werden, ist das unabdingbar“, sagt Pfister.

Die Väterarbeit in den Kitas Spatzennest und Rurpiraten besteht aus zwei Bausteinen: den Väterabenden und den Väteraktionen. Bei den Väteraktionen geht es darum, dass Väter etwas mit ihren Kindern unternehmen. Bei den Aktionen steht immer ein abwechslungsreiches Programm an: Das kann ein Treffen auf dem Bolzplatz sein, ein Rodelnachmittag oder eine Bauaktion.

„Endlich gibt es auch mal ein Angebot für uns und nicht nur für die Mütter“, zitiert Pfister die Reaktionen der Väter. Es hat sich für Pfister gezeigt, dass es leichter ist, die Männer zu erreichen, die sich ohnehin schon sehr für ihre Kinder einsetzen und Zeit mit ihnen verbringen. Mehr Männer für die „Väterarbeit“ zu begeistern ist sein Ziel – zum Wohl der Kinder.

Die Aktionen sollen in erster Linie Spaß machen und verbinden. Vor allem aber für Väter, die im Alltag wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen, sollen die Väteraktionen auch Anleitung sein. In fröhlicher Gesellschaft gibt es Anregungen, wie sich Väter mit ihren Kindern beschäftigen können, wie man zusammen spielen und Spaß haben kann. Bei den Väterabenden, die alle drei Monate stattfinden, bleiben die Kinder zu Hause. Dann wird in geselliger Runde in der Kita gesprochen – über die Kinder, über Erlebnisse, über Sorgen und Ängste und Meinungsverschiedenheiten mit den Müttern.

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