Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. August 2010
Einspruch Herr Kollege! Erich Lehner äußert sich im Interview mit dieStandard zur aktuellen Diskussion um die gemeinsame Obsorge in Österreich und die Erfordernisse der Gleichstellungspolitik. Eine der Kernaussagen ist, dass ‚Männerpolitik einer Frau unterstellt sein muss’. Ich bin kein Psychoanalytiker wie Lehner, aber eindeutig der Auffassung, dass eine dialogorientierte Männerpolitik niemandem unterstellt werden kann, ebenso wenig wie die Frauenpolitik. Männer- und Väterpolitik braucht keine ‚Übermutter’
‚… dieStandard.at: Was schlagen Sie für mehr Gerechtigkeit in diesen Bereichen vor?
Lehner: Ich halte die Verteilung von Berufsarbeit und Familienarbeit als einen der Schlüsselpunkte für Geschlechtergerechtigkeit. Das heißt zunächst Frauen im Beruf zu fördern. Allerdings verweise ich hier gerne auf den Ausspruch der schwedischen Feministin Eva Moberg, dass Frauen nicht Gleichstellung im Berufsleben erlangen, solange sie alleinverantwortlich für die Familie sind. Moberg forderte zu Recht eine größere Präsenz von Männern in der Familie. Ich bin deshalb sehr dafür, dass die Karenzzeit aufgeteilt wird. Eine Hälfte sollte ausschließlich dem Vater, die andere Hälfte ausschließlich der Mutter zur Verfügung stehen. Es sollte gesellschaftlich klar sein, dass beide Elternteile sowohl für die materielle Versorgung als auch für die psychosoziale Betreuung der Kinder zuständig sind. Aufgabe der Politik wäre es hier, die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen.
dieStandard.at: Kürzlich wurde berichtet, dass Männer von Mobbing betroffen sein können, wenn sie in Karenz gehen Ist die Karenz-Scheu der Männer also berechtigt?
Lehner: Natürlich gibt es das, aber das sind Extreme. Grundsätzlich sagen alle Umfragen, dass es eine hohe Bereitschaft unter Männern gibt, mehr bei ihren Kindern zu sein. Allerdings gilt auch, wenn es Widerstand zur Väterkarenz gibt, dann eher von Seiten männlicher Kollegen, jedoch ist dieser Widerstand nicht immer extrem. Ein Großteil der Karenzväter berichtet dennoch, dass sie auch unter männlichen Kollegen Anerkennung für ihre Entscheidung bekommen haben. Es zeigt aber, dass die Bereitschaft zu größerem familiären Engagement der Männer von der Politik aufgenommen und unterstützt werden muss. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. August 2010
Frauen werden heutzutage meistens genauso gut bezahlt wie Männer, zeigt eine Studie des Chartered Management Institute. Das größte Problem für ist, dass die hoch bezahlten Stellen immer mehr Arbeitsstunden verlangen, meint Camilla Cavendish in einem Beitrag für die konservative Tageszeitung The Times:
“The men-only model of achievement is alive and well in ‘extreme jobs’ that leave no time for life outside work. …
Globalisierung bedeutet, dass immer mehr Menschen über verschiedene Zeitzonen hinweg arbeiten und es mit unersättlichen Kunden zu tun haben, die nie schlafen. Menschen in beratenden Funktionen wie Rechtsanwälte, Buchhalter und Informationstechniker sind gegenüber den Forderungen von Kunden, die selbst immer mehr Überstunden machen, besonders anfällig. …
Der Arbeit verschrieben zu sein, bedeutet, sich nicht dem Partner, den Kindern oder Verwandten verschreiben zu können. Karrieremänner können ein Date absagen und beeindrucken. Karrierefrauen können ein Date absagen und das war’s – Kinder zu haben ist noch schwieriger. …
Frauen haben die meisten Hürden am Arbeitsplatz genommen. Aber das Machomodel der extremen Arbeit ist eine große Herausforderung. Der Kampf um Gehälter ist weitgehend vorbei. Der Kampf um Stunden hat erst begonnen.”
Und in diesem Kampf stehen Frauen, Mütter und Väter auf einer Seite, extreme Arbeitszeiten und eine weiterhin vorherrschende Anwesenheitskultur hindern auch aktive Väter daran, ihre Vorstellungen von Familienleben umzusetzen und auch mit reduzierten Stundenzahlen Erfolg im Beruf zu haben.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. August 2010
- Wann ist ein Mann ein Mann?
- Wie war der erste Kuss?
- Was war der größte Fehler im Leben?
Das sind nur einige der Fragen, die Mona Lisa fünf Prominenten stellt: dem Star-Entertainer Udo Jürgens, dem Schauspieler und Drehbuchautor Dominic Raacke, Bayerns Umweltminister Markus Söder, dem “enfant terrible” der Modeszene Harald Glööckler und dem frisch gebackenen Vater und MTV-Moderator Joachim Winterscheidt.
Fünf Männer aus ganz unterschiedlichen Bereichen sprechen in den “ML Mona Lisa-Männergesprächen” offen über ihre Kindheit und die Eltern, über Pubertät und erste Liebe, über die Rolle der Frau, die Bedeutung von Freundschaft und über ihren Glauben. Die Antworten sind originell, heiter, ernst und oft überraschend.
Wer weiß schon, dass Markus Söder als Kind gerne Zoodirektor werden wollte? Doch sein Traum von diesem Beruf endete jäh, als er zum ersten Mal von einer Biene gestochen wurde. Dies habe zu “einer großen Zurückhaltung für diesen Berufswunsch geführt”. Außerdem verrät er, dass er immer ein Bild seiner verstorbenen Mutter in der Geldbörse bei sich trägt: “Ihr Tod war der verzweifeltste Moment, den ich bislang erlebt habe.”
Der international gefeierte Komponist und Sänger Udo Jürgens gesteht, dass seine erste Liebe tiefe Spuren bei ihm hinterlassen hat: “Das war der größte Schmerz, den man sich überhaupt nur vorstellen kann, und ich habe wirklich ernsthaft gedacht, ich werde sterben an gebrochenem Herzen.” Heute bewundere er Frauen dafür, dass sie Kinder bekommen können: “Ich möchte nicht als Frau wiedergeboren werden. Ich wäre einer Geburt nicht gewachsen, ganz eindeutig.”
MTV-Moderator Joachim Winterscheidt erzählt, wie die Geburt seiner Tochter sein Leben auf den Kopf stellt und warum er sich mit 31 Jahren erst so richtig erwachsen fühlt. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. August 2010
Das ZDF Magazin 37 Grad beleuchtet am 10 August ein spannendes Thema: was passiert in einer Partnerschaft und in den Köpfen von Männern und Frauen, wenn SIE mehr verdient als ER und gewohnte Rollenmuster ins Rutschen kommen?
“Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl, gebraucht zu werden und eine sinnvolle Arbeit zu tun.” Lutz ist Hausmann. Seine Frau Alexandra verdient das Geld. Ein Rollentausch. Die Zahnärztin Alexandra hat drei Kinder mit in die Ehe gebracht, um die sich Lutz kümmert.
Jeden Morgen um kurz nach 07:00 Uhr geht Alexandra in die Praxis. Sie ist mittlerweise hoch schwanger und trägt die finanzielle Verantwortung für eine bald sechsköpfige Familie. “Ich bin eine starke Frau”, sagt die Zahnärztin. Sie hat sich noch nie “von einem Mann aushalten lassen. Ich habe mein Leben immer gemeistert. Und das schaffe ich auch.”
Lutz fühlt sich zwar wohl in seiner neuen Rolle als Hausmann, doch er arbeitet inzwischen auch im “homeoffice” für einen Nebenjob. Ein bisschen Selbstständigkeit und eigenes Geld ist schon wichtig. Doch wie wird es werden, wenn erst das Baby geboren ist und rund um die Uhr Betreuung braucht? “Bis auf Stillen kann ich alles”, meint Lutz zuversichtlich, und das ist auch gut so: Alexandra wird schnell wieder in ihre Zahnarztpraxis gehen, um die Familie zu finanzieren.
In Deutschland erwirtschaften mittlerweile in jedem zehnten Familienhaushalt die Frauen das Haupteinkommen. Die 37 Grad-Sendung “Meine Frau zahlt” beleuchtet ein soziales Phänomen unserer Zeit. Einerseits sind Frauen immer besser ausgebildet und verdienen mehr Geld, andererseits verlieren verdienende Männer immer schneller ihren Arbeitsplatz. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. Juli 2010
Die Handelskammer Hamburg hatte die Studie ‚Wie leben und arbeiten Hamburgs Eltern?’ des HWWI für die Hamburger Allianz für Familien in Auftrag gegeben und finanziert. Die Ergebnisse wurden bereits am 11. Mai 2010 anlässlich des Internationalen Tags der Familie in der Handelskammer Hamburg präsentiert und diskutiert. Die taz Hamburg berichtet heute mit der Überschrift ‚Mütter bleiben zu Hause’ über die Untersuchung.
Die Studie zeigt, dass ein großes Arbeitskräfte Potenzial ungenutzt bleibt. 66 % der nichterwerbstätigen Väter und rund 39 % der nichterwerbstätigen Mütter in Hamburg würden gerne arbeiten, finden aber aus unterschiedlichen Gründen keinen Arbeitsplatz oder bleiben aus Betreuungsgründen zu Hause. Unter den nichterwerbstätigen Elternteilen sind über 37.000 Personen mit guter bis sehr guter Ausbildung.
Die Analyse hat auch ergeben, dass die Mehrheit der über 286 000 Väter und Mütter in Hamburg nach wie vor nach dem traditionellen Familienmodell lebt. Die geringste Erwerbstätigenquote bei den Frauen haben verheiratete Mütter, die nur zu 60,3 % arbeiten. Verheiratete Väter erreichen dagegen mit 87,8 % die höchste Erwerbstätigen-Quote aller Männer. Darüber hinaus dominieren bei allen erwerbstätigen Müttern Teilzeitbeschäftigungen. Die mit 72 % höchste Teilzeitquote erreichen Mütter mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Als Hauptgrund für die Teilzeittätigkeit führen die Mütter an, dass sie sich um ihre Kinder oder um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern. Nur knapp 20 % der Mütter möchten ihre Arbeitszeit aufstocken.
Um die ungenutzten Fachkräftepotenziale aktivieren zu können, müssen junge Frauen deshalb weiter motiviert werden, eine eigenständige Berufsperspektive für sich zu entwickeln. „Teilzeit sollte auch stärker von Vätern in Anspruch genommen werden. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. Juli 2010
Andere Länder, andere Sitten. Folgende Geschichte habe ich eben in der Financial Times Deutschland gefunden:
‚Der Metzger ist entsetzt, als er das Kind sieht. Eigentlich ist seine Wursttheke der letzte Zufluchtsort. Mailand erlahmt vor Hitze. Geradezu sinnlich, was man da in dem kühlen Geschäft fühlt. Man möchte sich an den Glasvitrinen reiben, sich mit schneeweißem Ricotta und saftigem Prosciutto Cotto die Wangen kühlen.
“Principessa!”, ruft er mit vorwurfsvollem Blick. “Was machst du denn hier? Warum bist du denn nicht bei der Oma am Strand?” Die Kleine blickt bestürzt, doch der Papa neben ihr kann aufklären. Sie werde schon bald weg sein. Man spürt die Erleichterung im Laden. Frauen und Kinder haben im Sommer in der Stadt nichts zu suchen.
Mailand hat wenig mit dem archaischen Leben Süditaliens gemein. Doch auch hier gibt es Anhänger eines traditionellen Gesellschaftsmodells. Männer arbeiten. Frauen kümmern sich um Kinder, Alte, Kranke und den Rest. Das führt dazu, dass Männer den frühen Sommer über allein in der Stadt verharren, während Frauen und Kinder schon längst am Meer sind.
Das Modell hat seine Vorteile. Soziale zuerst. Im Sommer pflegen Männer wie Frauen außerehelichen Abenteuern nachzugehen. Einer Studie zufolge hilft es aber auch der Konjunktur. Väter geben im Sommer 60 Euro mehr aus, wenn sie allein in der Stadt sind. Es profitieren Wäschereien und Restaurants.
Die Konjunkturspritze wird nicht lange wirken. Im August werden auch die Väter die Arbeit niederlegen, der Metzger sein Geschäft schließen, die Stadt verwaisen. Wer dann überleben möchte, muss zwangsläufig ans Meer.’
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Juli 2010
Frauen sind mit niedrigeren Einkommen zufrieden als Männer. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Untersuchungen von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz. Demnach meinen Frauen, dass ihnen “gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern”. Dieses Ergebnis dürfte die Debatte über hohe Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland antreiben.
Personalchefs kennen das Phänomen: In Gehaltsverhandlungen treten Frauen bei gleicher Kompetenz vorsichtiger und zurückhaltender auf als Männer. Die Studien von Stefan Liebig, Jürgen Schupp und Thomas Hinz liefern nun einen empirischen Beleg dafür, dass dieser Eindruck korrekt ist. Die Wissenschaftler befragten im Rahmen des “sozio – ökonomischen Panels” 10.000 Erwerbstätige, ob sie ihr eigenes Einkommen für gerecht halten. Wer sein eigenes Einkommen als ungerecht einstufte, sollte angeben, welchen Betrag er (oder sie) angemessen fände.
Das Ergebnis überraschte die Wissenschaftler. Dem bekannten Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen – er liegt in Deutschland bei mehr als zwanzig Prozent – entspricht auch ein Unterschied der Ansprüche. “Das Einkommen, das Frauen für sich als gerecht ansehen, liegt sogar unter dem Einkommen, das die Männer real erzielen”, sagt Jürgen Schupp vom DIW. Die Zurückhaltung der Frauen zeigte sich bei ungelernten Hilfskräften ebenso wie bei Akademikerinnen: Stets war das von Frauen als gerecht angesehene “Wunschgehalt” niedriger als das reale Gehalt vergleichbar qualifizierter Männer.
Politisch brisant sind diese Ergebnisse, weil sie einen neuen Akzent in der Diskussion über die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen setzen. Bisher wird die Einkommenskluft meist als Diskriminierung der Frauen durch Unternehmen gesehen.
Die neuen Ergebnisse machen es gleichwohl schwierig, die Schuld für Einkommensunterschiede alleine den Unternehmen zuzuschreiben: Firmen sind am Entstehen niedriger Frauengehälter zwar stark beteiligt, was sich auch in ihrem Zögern zeigt, die Gehaltsunterschiede von sich aus zu verringern oder Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Beteiligt sind freilich auch Frauen, die sich mit weniger zufriedengeben als Männer. Der Eindruck, dass die Arbeit von Frauen weniger wert ist als die von Männern, ist offenbar in der gesamten deutschen Gesellschaft verbreitet: bei Männern und Frauen, bei Angestellten und Chefs.
Ein Befund der Forscher deutet darauf hin, dass das Thema trotz der neuen Ergebnisse ein Politikum bleibt: Die überwiegende Mehrheit der Befragten war der Meinung, dass das Geschlecht eines Menschen die Höhe seines Einkommens nicht beeinflussen sollte. Den wenigsten Befragten war dabei wohl bewusst, dass ihre abstrakten Prinzipien den eigenen konkreten Urteilen über niedrige Frauengehälter widersprachen.
Die Ergebnisse der Studien werden am Mittwoch, den 7. Juli, im Wochenbericht des DIW, Heft 27-28, veröffentlicht.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Juli 2010
‚Das waren noch Zeiten, als David Beckham allen zeigte, was einen metrosexuellen Mann auszeichnet: Die Augenbrauen akkurat gezupft, die Haut frisch gepeelt und einbalsamiert. Von Kopf bis Fuß perfekt gepflegt und gestylt. Ein Look, den der in diesem Jahr verstorbene Modeschöpfer Alexander McQueen für den englischen Fußballspieler erfunden hat.
Davon hält einer wie Schauspieler Ben Barnes nicht viel. Die Haare stets unfrisiert und durchgewuschelt, trägt er Dreitagebart zum Seidenschal. Und dann dieser scheue Blick. ‚Bishonen’ werden die neuen sanften Männer Hollywoods genannt. Der Begriff orientiert sich an besonders schönen Männern aus den japanischen Manga-Comics. Vorreiter des Trends waren Schauspieler Ben Whishaw und Jared Leto.
Eine junge Garde folgt ihnen. Robert Pattinson, Vampir-Held aus der „Twilight“-Saga etwa oder auch der irische Schauspieler Robert Sheehan. Sie überlassen das Mannsein „den Armleuchtern“, so Leto. Und Robert Pattinson, immerhin 23 Jahre alt, ergänzt: „Ich bin noch ein kleiner Junge.“
Statt mit Personaltrainern intensiven Körperkult zu betreiben, trinken die Bishonen Malventee und sinnieren über das Leben. Sie wirken schüchtern und ähneln, blutarm und still, den Elfen aus der Triologie „Herr der Ringe“.’
Und was sagen die Autorinnen der WELT dazu? ‚Zugegeben: Etwas muskulöser könnten sie sein. Doch die Bishonen überzeugen durch ihre sensible Aura und Intelligenz. Sie verschonen uns mit Diätplänen, blockieren keine drei Stunden das Badezimmer und brauchen dabei unsere teure Antifalten-Maske auf. Und mit ihnen zusammen wird man auf einer Party sicher nicht gefragt, ob der Mann an der Seite der schwule Freund sei.’
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Juli 2010
Von wegen starkes Geschlecht: Freud und Leid in Liebesbeziehungen setzen jungen Männern emotional weit heftiger zu als gleichaltrigen Frauen. Eine Studie widerlegt das Vorurteil, Frauen reagierten auf Krisen in der Partnerschaft besonders empfindlich. Dies berichten Soziologen der amerikanischen Wake Forest Universität im „Journal of Health and Social Behavior“.
Sie hatten mehr als 1.000 Teilnehmer im Alter von 18 bis 23 Jahren befragt. Demnach verbergen viele junge Männer zwar nach außen hin ihre Gefühle unter einer rauen Maske. Aber unter der Oberfläche brodelt es offenbar. „Überraschenderweise reagieren junge Männer stärker auf die Qualität laufender Beziehungen“, sagt Studienleiterin Robin Simon.
Kriselt es in der Partnerschaft, so reagieren die Geschlechter unterschiedlich: „Frauen drücken emotionale Belastung eher in Form von Depression aus, während Männer eher zu Alkohol- und Drogenproblemen neigen“, sagt sie.
Die größere Empfindsamkeit junger Männer erklärt die Forscherin damit, dass romantische Beziehungen für sie oft die einzige Quelle von Intimität seien. Frauen pflegten dagegen generell engere Beziehungen zu Familie und Freundinnen. Zudem kratze eine kriselnde Partnerschaft möglicherweise besonders stark an Identität und Selbstwertgefühl junger Männer.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Juli 2010
In ihrem aktuellen Newsletter kommentieren die Kollegen von Männernet.at in Vorarlberg die Präsentation des Frauenberichts durch die zuständige Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek am 28. Mai in Wien.
‚Nach dem Vorliegen des neuen Frauenberichtes, waren die Männer im Visier der Frauenpolitikerinnen. Doch, wenn man Männer zu einer Veränderung bewegen will, macht auch der Ton die Musik.
Der Frauenbericht 2010, der Ende Mai präsentiert wurde, ist 540 Seiten dick und besteht aus statistischem Zahlenmaterial, das verständlicherweise kaum jemand liest oder lesen kann. Also muss so ein Bericht medial aufbereitet werden. Das geschieht manchmal sehr differenziert, manchmal allerdings auch äußerst plakativ. Da waren so dumme Sätze zu lesen wie: “Nichts hat sich geändert.” Und das zum Beispiel angesichts der Tatsache, dass es heute mehr Akademikerinnen gibt als Akademiker.
Wenn die Frauenministerin sagt, “Die Männer reden wie Paradefeministen, handeln aber wie Alltagsmachos!”, dann ist das genauso geschmackvoll, wie wenn ich sagen würde: “Die Frauen reden wie Paradefeministinnen, handeln aber wie Alltagsglucken!” Und wenn eine Journalistin schreibt: “Freiwillig werden die Männer nichts hergeben”, so ist das eine sprachliche Kriegserklärung.
Die altfeministischen Kampfparolen haben sich, aus meiner Sicht, genauso überlebt wie die Machosprüche vom Stammtisch – und sie sind nicht mehr zielführend. Männer gewinnt man, wenn man sie würdigt. Wenn man nur auf uns herumhackt, nur fordert, dann ziehen wir uns eher zurück. Allen Kampfparolen fehlt die grundsätzliche Achtung vor dem anderen Geschlecht. Die Grundlage für das Teilen von Verantwortung und Arbeit ist aber die gegenseitige Würdigung. Man hilft einander auch gerne, wenn es anerkannt wird.
Statt sich gegenseitig Schuld zu geben, statt sich nur jeweils die Schwächen und Defizite aufzurechnen, könnten wir uns doch auch zu einem gemeinsamen Richtungswechsel aufmachen. Nicht zuletzt, weil wir Männer wie Frauen im selben Boot sitzen.’
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