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Wir wollen Angebote für Väter machen, aber

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Januar 2024

Newsletter 2024-01

… finden einfach keine Kursleiter, die diese durchführen können.
In den letzten Monaten erreichen uns immer mehr Anfragen und Hilferufe mit diesem Inhalt. Väter in KiTas und Familienzentren fragen vermehrt nach Möglichkeiten, sich mit anderen Vätern mit und ohne Kinder auszutauschen und zu vernetzen und sich fachlich begleitet in der Familienbildung inhaltlich mit ihren Themen und Fragen auseinanderzusetzen.
Um diese Nachfrage zu bedienen gibt es momentan bei weitem zu wenig ausgebildete ‚Väterarbeiter‘. Das ist ein Hindernis, die Gründe für die Misere sind auch bekannt. Es gibt zu wenig Geld und Stellen im System und die gezahlten Honorare sind nicht Anreiz genug, in diesem Bereich tätig zu werden.
Die LAG-Väterarbeit berät und unterstützt sie dabei, diesem Dilemma zu entkommen und gute Angebote für Väter in Ihrer Einrichtung umsetzen zu können.
Darüber hinaus stellen wir in den nächsten Wochen Möglichkeiten und Angebote vor, wie sich Väter selbst Räume und Möglichkeiten eröffnen, digitale im Netz und auch reale. Lassen Sie sich überraschen.

Die Vaterschaftsfreistellung lässt weiter auf sich warten

Das ‚Familienstartzeitgesetz‘, das eigentlich zum 1. Januar 2024 in Kraft treten sollte, lässt weiter auf sich warten. Mit dem Gesetz, dass die in der EU Vereinbarkeitsrichtlinie von 2019 vorgesehene, und auch im Koalitionsvertrag vereinbarte ‚Vaterschaftsfreistellung‘ umsetzen, eine partnerschaftliche Aufgabenteilung in Familien fördern, Erwerbstätigkeit von Müttern erhöhen, sowie die Regeneration der Mutter nach der Geburt unterstützen soll, ist immer noch in der Ressortabstimmung.
Wir sind der Überzeugung, dass eine Freistellung nach der Geburt ohne finanzielle Einbußen für Väter eine nachhaltige Wirkung im Sinne von mehr Gleichberechtigung ausgeht. Vor und unmittelbar nach der Geburt eines Kindes stellen Paare zentrale Weichen für ihre Aufgabenteilung bei Familien- und Erwerbsarbeit. Da diese Aufteilung für lange Zeit beibehalten wird, hat die Entscheidung große Tragweite für die weitere Erwerbsbiografie, die Partnerschaftsqualität und die Beziehung von Vätern zu ihren Kindern.

Änderungen beim Elterngeld

Um die Sparvorgaben zu erfüllen und eine Kürzung des Elterngeldes für alle Eltern zu verhindern, haben sich die Koalitionsfraktionen auf folgende Änderungen beim Elterngeld verständigt:
Die Grenze des zu versteuernden Einkommens, ab der der Anspruch auf Elterngeld entfällt, wird zum 1. April 2024 für Personen mit gemeinsamen Elterngeldanspruch auf 200.000 Euro festgelegt. Zum 1. April 2025 wird die Einkommensgrenze für Paare noch einmal moderat auf 175.000 Euro gesenkt.
Die Möglichkeit für Väter und Mütter, das Elterngeld parallel zu beziehen, wird ebenfalls neu geregelt. Ein gleichzeitiger Bezug ist künftig nur noch für maximal einen Monat bis zum 12. Lebensmonat des Kindes möglich. Ausnahmen für den parallelen Bezug gibt es beim ElterngeldPlus, beim Partnerschaftsbonus sowie bei Mehrlingen und Frühchen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vaterwelten – ein Ort zum Ankommen, Verstehen und dem Austausch für Väter

‚Wir sind der Zunder, der das digitale Lagerfeuer entfacht‘ Die Mission der drei Gründer Heiner Fischer, Martin Noack und Gunter Beetz ist es, Väter auf ihrem Weg zur aktiven Vaterschaft zu unterstützen und dabei zu beraten, ihre Balance zwischen Beruf und Familie zu finden.
Sie engagieren sich leidenschaftlich dafür, Männer in ihrer Vaterrolle zu stärken, damit ihre Partnerinnen ebenfalls ihre berufliche Entwicklung verfolgen können. Vaterwelten ist ein Ort für Vernetzung, Austausch, Wachstum und so viel mehr.

Welche Angebote sie in den letzten beiden Jahren dazu entwickelt haben, welche Rolle Familienbildung und -beratung dabei spielt und wie auch die Mitglieder und Partner der LAG-Väterarbeit von dem Angebot profitieren können, haben Heiner und Gunter am 6. Dezember im letzten Werkstattgespräch dieses Jahres präsentiert.

Einen kurzen Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier, wenn Sie die Videoaufzeichnung sehen möchten und mehr über Vaterwelten erfahren möchten, klicken Sie bitte hier.

Kurzumfrage Väterpolitik

Positive Einstellungen von Männern zu Gleichstellung haben seit 2015 von 79% auf 84% nochmals zugenommen. Jedoch sind nur 14% der Männer der Überzeugung, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern bereits erreicht ist. Im Gegenteil, mehr als zwei Drittel der Männer sind der Ansicht, dass sich Gleichstellungs- und Familienpolitik zu wenig mit den Bedürfnissen und Anliegen von Männern und Vätern befasst. Wie schätzen Sie das ein?

https://de.surveymonkey.com/r/vaeterpolitik

Aktuelles aus der (Väter-) Forschung

Vatersein in Österreich – Eine empirische Untersuchung im multi-methoden Design

Die Basis der vorliegenden Studie bilden eine Befragung von 500 Vätern, 250 Müttern und 250 Jugendlichen sowie Fokusgruppen und eine Aufarbeitung des Forschungsstandes. Aktive Vaterschaft wurde durch Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und das tatsächliche Engagement gemessen. Die Analyse umfasst das Ausmaß, begünstigende und hinderliche Faktoren aktiver Vaterschaft sowie Wünsche an und von Vätern und an die Politik.

Kinderwunsch und Lebenszufriedenheit – Zur Bedeutung eigener Kinder für ein erfülltes Leben

Basierend auf Gruppendiskussionen und biographischen Interviews mit Frauen und Männern analysiert diese Studie soziale Normen und individuelle Bedeutungen rund um Lebenszufriedenheit und eigene Kinder. Sie zeigt, dass der Kinderwunsch normativ erwartet und mit Normen guter Mutterschaft und Selbstverantwortung verknüpft ist. Dies zieht ungleiche Herausforderungen für Frauen und Männer nach sich.

Arbeitsteilung in Partnerschaften

Wie teilen Paare die Haushaltstätigkeiten auf? Welche Vorstellungen haben Jugendliche? Und weshalb kann man auch mit einer als ungerecht empfundenen Aufteilung zufrieden sein? Dazu wurden in einer Online-Erhebung 1.577 Personen zwischen 16 und 88 Jahren befragt.

Quelle

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»Wege und Möglichkeiten erkunden, wie Vaterschaft auch unter widrigen Umständen gelingen kann.«

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Dezember 2023

Der MännerWege Fragebogen – beantwortet von Hans-Georg Nelles

Ein Bild, das draußen, Himmel, Schuhwerk, Person enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Fotos: Ahmed Akacha, pexels.com

Was war oder ist dein persönlich-biografischer Zugang zur Väterthematik? Was dein politisch-thematischer Zugang?
Ich habe drei Zugänge zur »Väterthematik«. Der erste sind meine persönlichen Erfahrungen und Auseinandersetzung mit meinem Vater und meinem Großvater mütterlicherseits und der Entschluss, zumindest zu versuchen, es »besser« zu machen. Der zweite Zugang war dann meine eigene Vaterschaft. Ich wollte auf jeden Fall Vater werden; da es unerwartet schnell »geklappt« hat, bin ich dann mit 27 Jahren, mitten im Studium, zum ersten Mal Vater geworden. Der dritte Zugang war dann eine interne Stellenausschreibung meines damaligen Arbeitgebers, es wurde ein Mann für das Projekt »situationsgerechte und passgenaue Qualifizierung für Mütter und Väter im Erziehungsurlaub« gesucht. Ich habe die Stelle bekommen und konnte die »Mütterzentrierung« dieses Themas Stück für Stück irritieren und bin heute einer der »Dienstältesten« in diesem Feld.

Was waren damals und sind heute deine zentralen Themen in der Beschäftigung mit Vätern?
1997 und in den Jahren unmittelbar danach ging es zunächst darum, in Unternehmen und Gesellschaft Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Väter mehr wollen als Ernährer zu sein. Während die erste Männer-Studie von Helge Pross aus dem Jahr 1978 noch belegte, dass alles in traditioneller Butter ist, machte die sieben Jahre später durchgeführte Brigitte-Studie »Der Mann« schon deutlich, dass sich zumindest ein Teil der Männer und Väter auf den Weg gemacht hatte. Davon zeugt auch »Das Väterbuch« aus dem Jahr 1982. Aber trotz dieses, auch durch die Einführung des Erziehungsurlaubs im Jahr 1979 beflügelten ersten Aufbruchs der Väter hat es noch weitere 20 Jahre gedauert, bis die Diskussion im Mainstream angekommen ist. Ich habe aber den Eindruck, dass – ähnlich wie in einer KiTa, in der jedes Jahr die gleichen Themen neu diskutiert werden – auch das Bewusstsein und vor allem die Haltungen zur Bedeutung von Vätern und Vaterschaft nur langsam durchsickert und immer wieder neu begründet werden muss.

Wie hat sich dein Engagement für Väter entwickelt, ggf. verändert?
Mein Engagement in diesem Themenfeld hat sich im Laufe der Zeit von der unmittelbaren Arbeit mit Vätern in den verschiedensten Zusammenhängen hin zu einer »Lobby- und Beratungsarbeit« für Väterthemen entwickelt. Als Referent in der Geschäftsstelle der LAG Väterarbeit NRW und in der Koordination des Verbundprojekts »Jugendliche Väter im Blick« stehen außerdem Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung im Vordergrund.

Das für dich nachhaltigste gesellschaftliche/historische Ereignis – auch im Kontext deiner Arbeit?
Das nachhaltigste Ereignis war die Ankündigung von Renate Schmidt im Herbst 2004, in der nächsten Legislatur einen »Vätermonat« nach schwedischem Vorbild einführen zu wollen. Nach der NRW-Wahl 2005 kam alles anders, und nach einer vorgezogenen Bundestagswahl brachte Ursula von der Leyen als neue Familienministerin zwei Partnermonate ins Spiel und die gesellschaftliche Diskussion in Sachen Väter entwickelts eine bis dahin ungeahnte Dynamik, die uns »Väterarbeitern« einen kräftigen Rückenwind und nach der Einführung des Elterngeldes zum 1. Januar 2007 auch eine große mediale Aufmerksamkeit bescherte.

Eine wichtige persönliche Erfahrung im Zusammenhang mit deinen privaten und/oder beruflichen Beziehungen?
Männer können ja angeblich nicht reden, erst recht nicht über ihre Gefühle, so die landläufige Zuschreibung. Im Rahmen meines ersten Väterprojektes habe ich in verschiedenen NRW-Unternehmen Väterrunden organisiert. Väter aus diversen Branchen kamen in einer verlängerten Mittagspause zusammen und haben über Herausforderungen ihrer Vaterschaft gesprochen. Am Ende der 90 Minuten, die wie im Fluge vergingen, waren alle jedes Mal erstaunt, dass Mann – obwohl sich alle vorher nicht kannten und es nichts (Alkoholisches) zu trinken gab – so intensiv ins Gespräch gekommen ist und auch über Sorgen, Nöte und Schwächen geredet hat.

Drei Eigenschaften, die dich in deiner Arbeit oder Beziehungen zu anderen ausmachen?
Ausdauer, Optimismus und Kooperationsbereitschaft.

Was ist für dich »Erfolg« in deiner Auseinandersetzung mit Väterthemen? Hast du Beispiele?
Wenn ein Vater – auch gegen eigene Zweifel und/oder Widerstände aus dem familiären oder betrieblichen Umfeld – sich die (Eltern)Zeit nimmt, die er haben möchte, und gestärkt durch die eigenen Erfahrungen auch andere (werdende) Väter in seinem Umfeld dazu inspiriert und ermutigt.

Was gibt dir persönlich Sinn und Erfüllung in deinen beruflichen und privaten Beziehungen?
Dass ich eigene Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben kann und durch die Arbeit mit den Vätern permanent dazulerne und auch selber in Frage gestellt werde. Das gilt insbesondere auch in der Beziehung zu meinen Kindern und den Enkel*innen.

Was ist dir (mit) gelungen, worauf bist du (zusammen mit anderen) vielleicht auch stolz?
Da fallen mir zuerst die drei thematischen Netzwerke ein, die ich mit engagierten Kollegen gegründet habe: 2005 das Väter-Experten-Netz VEND-eV. Gemeinsam mit Eberhard Schäfer und Martin Rosowski haben wir dann 2007 angefangen, Partner und potenzielle Mitglieder für ein Bundesforum Männer zusammenzubringen; im November 2010 gab es dann die offizielle Gründung. Das dritte Netzwerk ist die schon genannte LAG Väterarbeit NRW, die wir gemeinsam mit 22 Organisationen nach zwei Jahren Vorarbeit im Januar 2016 gründeten.

Mit welchen Institutionen und Personen warst du gerne beruflich oder privat verbunden oder bist es noch?
Außer den bereits genannten Netzwerken und Personen ist für meine Arbeit mit Vätern Harald Seehausen aus Frankfurt besonders wichtig, er beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit Väterarbeit und mit dem Aktionsforum Männer und Leben haben wir im Zeitraum 2005 bis 2016 sechs Impulstagungen in Frankfurt organisiert. Ein weiterer Kollege, den ich über die Arbeit in der Fachgruppe Väter des Bundesforum Männer kennen und schätzen gelernt habe, ist Holger Strenz aus Dresden. Er hat mir Zugänge zu den Anliegen und Sichtweisen von Vätern in den »neuen« Bundesländern eröffnet.

Was hat die Männer/* ausgemacht, mit denen du gerne zusammengearbeitet oder Zeit verbracht hast?
Diese Kollegen hatten ebenfalls Interesse daran, Anliegen von Vätern voranzubringen, Väter zu ermutigen und sie bei ihrem Vatersein zu unterstützen – und weniger daran, sich damit selbst zu profilieren und in den Vordergrund zu stellen.

Hast du eine Lebensphilosophie, ggf. ein Lebensmotto?
Es ist immer besser, mehr als zwei Möglichkeiten zu haben.

Wo liegen für dich die hartnäckigsten Widerstände gegen dein Verständnis vom Umgang mit Väterthemen?
Die größten Widerstände sehe ich für mich in einer nach wie vor »mütterzentrierten« Familienpolitik, die die Bedeutung von Vätern für die Entwicklung von Kindern nicht sieht oder sogar leugnet. Dies fängt bei der Anerkennung der Vaterschaft an und hört bei der Erwerbsobliegenheit beim Unterhalt noch lange nicht auf.
Dieser «Mindset« erschwert es Vätern (und Müttern), gleichberechtigte und geschlechtergerechte Vaterschaft nicht nur zu wollen, sondern auch zu leben.

Was treibt dich – trotz manchmal widriger Umstände – weiter in deiner Arbeit an?
Mein (fast) unerschütterlicher Optimismus und die Erfolge, die ich im Rückblick auf über 25 Jahre doch beschreiben kann.

Welches Projekt würdest du gerne noch umsetzen, wenn du die Möglichkeiten dazu hättest? Und was möchtest du gegen Ende deines Lebens erreicht haben?
Mit meinen gut 66 Jahren bin ich ja schon in der »Verlängerung«, um die laufenden Projekte gemeinsam mit den Kollegen gut abzuschließen. Ich kann mir gut vorstellen, im Anschluss daran gemeinsam mit Vätern in und aus prekären Lebenslagen in einem Projekt Wege und Möglichkeiten zu erkunden, wie Vaterschaft auch unter widrigen Umständen gelingen kann. Und ja, zufrieden bin ich, wenn paritätische Elternzeiten als Katalysator für eine gleichmäßige Aufteilung von Mental Load und Financial Load wirken, Care und Erwerbsarbeit also geschlechtergerecht aufgeteilt sind bzw. aufgeteilt werden können.

Quelle

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‚… ich brauche keine Hilfe, würde aber total gerne Teil der Community sein‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. November 2023

Interview mit Felix Ladstätter

Felix hat einen 13 Monate alten Sohn Emil und war 5 Monate in Elternzeit. In dieser Zeit hat er ManyDads, ein Väternetzwerk in Düsseldorf, gegründet.

Was war der Anlass für dich, ManyDads zu gründen?

Der Anlass war, dass ich gemerkt habe, dass Väter meistens alleine unterwegs sind. Als ich im Zoopark unterwegs war, habe ich gemerkt, dass viele Väter, die mit dem Kind unterwegs sind, die Zeit maximal nutzen wollen und sich viele Podcasts anhören. Viele Väter haben Ohrstöpsel drin und laufen mit dem Kinderwagen durch die Gegend. Manchmal kommt ein müdes Lächeln, wenn ein anderer Vater entgegenkommt. Aber im Prinzip bleiben Väter irgendwie immer alleine. Und Mütter, die sich schon aus den Vorbereitungskursen kennen, sind wesentlich kommunikativer. Deshalb wollte ich einfach eine Plattform anbieten, auf der sich Väter vernetzen können. Nur diese Angebote, die es derzeit gibt, sind gut, aber es gibt viel mehr für Frauen. Und die sprechen die Männer nicht an. Insofern wollte ich einfach eine Möglichkeit anbieten, wo sich Väter vernetzen können.

Wie bist du dabei vorgegangen?

Ich habe es zunächst zwei, drei befreundeten Vätern vorgeschlagen, um Feedback zu bekommen, ob das Sinn macht oder nicht. Dann habe ich ganz einfach eine Website gebaut und eine WhatsApp-Gruppe dahinter geschaltet und habe dann Minikärtchen verteilt und verschiedenen Leuten Bescheid gesagt: „Könnt ihr das bitte den Männern, die jetzt gerade Väter geworden sind, geben?“ Und das hat Anklang gefunden. Auf einmal kamen dann 10 und dann 20 Leute dazu. Mit der Rheinischen Post ist das Ganze auf über 100 hochkatapultiert. Mittlerweile macht das Jugendamt Werbung für uns mit ihrem Besuchsdienst. Die nehmen das in ihre Listen auf und bieten es den neuen Vätern an. Aber viel mehr zählt eigentlich diese Mund-zu-Mund-Empfehlung. Wenn irgendwer da schon drin ist oder wenn irgendwer irgendwen kennt, dann schicken sie Leute vorbei, und wir haben wöchentlich neue Väter in der Runde.

Das klingt wie ein toller Schneeballeffekt. Was sind jetzt die praktischen Erfahrungen? Springen die Väter darauf an? Rennen die dir die Bude ein? Beziehungsweise, das Ganze läuft ja online, sind die Zahlen auch entsprechend explodiert?

Es läuft gut an, wir haben mehrere Aktionen daraus gebaut. Zum Beispiel gibt es auch eine Kooperation mit dem DRK, dort gibt es ein Väterfrühstück. Dann gibt es einige Väter, die zum Beispiel zu Sportaktivitäten aufrufen. Es gibt jemanden, der bei Regentagen in die Stadtbibliothek einlädt, dass er dann dort vor Ort ist. Und dann treffen sich die Leute. Es wird sich auch viel ausgetauscht, was der beste Kinderwagen ist, oder wo man bei Regen mit den Kindern hingehen kann. Daraus ist zum Beispiel eine Ausflugsliste entstanden.

Ich muss aber auch sagen, die Beteiligung war sehr hoch, als die Kinder noch nicht in der Kita waren, also so ungefähr vor August. Da war viel los. Da waren viele Männer, die wahrscheinlich auch die Eingewöhnung übernehmen, auch in Elternzeit. Das sind typischerweise diese zwei Monate. Und danach ist die Aktivität ein bisschen zurückgegangen. Aber ich glaube, dass die bald wieder hochgeht. Und es gibt natürlich auch viele Väter, die immer sehr gerne mitlesen, was man denn so alles machen kann, aber jetzt nicht den aktiven Part in der Community haben.

Was erleichtert Vätern in der Community mitzumachen oder eben andersrum, was meinst du, was hindert sie daran, aktiv zu werden?

Ich glaube, das sind die ganz einfachen, unkonventionellen Angebote, bei denen man sich nicht drei Wochen vorher anmelden muss. Oder bei denen es den Vätern auch leicht gemacht wird. In eine ganz neue Gruppe reinzukommen und sich vorzustellen, ist für viele bestimmt ein Schritt aus der Komfortzone heraus. Also es muss, glaube ich, viele Events geben, bei denen man unkonventionell vorbeischauen kann und dann einfach Teil der Gruppe ist.

Gibt es auch Faktoren, wo du meinst, okay, wenn man die wegräumen würde, dann wird es den Vätern auch leichter fallen?

Ich experimentiere gerade ein bisschen mit der Sprache. Weil ich glaube, dass die Art und Weise, wie Dinge heutzutage angeboten werden, Väter nicht anspricht. Ganz oft wird von ‚Hilfe‘ gesprochen. Und das ist etwas, wo viele Väter sagen „Nein, ich brauche keine Hilfe, ich würde aber total gerne Teil der Community sein.“ Oder ganz oft wird auch eine sehr starke Sprache, die für Mütter sehr passend ist, genutzt. Das ist für Väter aber nicht so passend. Ich habe noch nicht wirklich die Sprache gefunden, die funktioniert. Aber ich glaube, man muss da ein bisschen rumexperimentieren und kann dann die Angebote besser beschreiben.

Was meinst du, brauchen ‚frischgebackene‘ Väter, um ins Vatersein gut reinzukommen?

Ganz viele haben gerade am Anfang sehr viele Fragen, sei es so pragmatische Sachen, wie, wie komme ich eigentlich in die Elternzeit rein? Welche Formulare muss ich ausfüllen? Aber viele sind natürlich auch dann gerade in diesen zwei Monaten vor der Kita-Eingewöhnung dabei und fragen sich, wie läuft das eigentlich? Wie viel Zeit muss ich da einplanen? Also, es sind sehr pragmatische Fragen rund um die Planung.

Dazu kommt sowas wie, man will nicht allein mit dem Kind draußen sein und trifft sich gerne mal mit ein, zwei Vätern. 

Wir haben in unserer Community sehr unterschiedliche Charaktere. Und vielleicht muss man auch so seine zwei, drei Leute finden, mit denen man sehr gut klarkommt und die in der Nähe wohnen.

Die Nähe ist übrigens sehr, sehr wichtig. Wir haben diese Community zunächst für ganz Düsseldorf aufgemacht. Aber jemand, der in Bilk wohnt, fährt nicht mal eben zum Nordpark, um dort für ein, zwei Stunden zu sein. Das ist ja meistens so dieses Zeitfenster mit ganz jungen Kindern. Das bedeutet, es muss eigentlich sehr lokal sein. Es hat sich so eine Gruppe rund um den Zoopark aufgebaut. Dann Leute eher im Stadtzentrum. Und es entstehen gerade weitere Gruppen in Oberkassel, in Unterrath auch. Und mittlerweile gibt es auch jemanden, der das für Köln vorgeschlagen hat.

Wenn du jetzt drei Wünsche offen hättest, was wären deine Wünsche?

Ich würde mir wünschen, dass Arbeitgeber Väter noch stärker in die Elternzeit pushen. Väter scheuen oftmals zu fragen, ob man auch mehr als zwei Monate in Elternzeit gehen kann. Dabei müsste man ja eigentlich gar nicht fragen. 

Weitere Angebote für Väter wären ebenfalls super. Sowas wie das Frühstück. Ein Väter-Grillen oder so ein Treff. Also weitere Angebote sind, glaube ich, sehr, sehr gut. Das würde sehr gut angenommen werden. 

Und ein dritter Wunsch wäre, dass es Unterstützung von weiteren Organisationen gibt. Also sei es monetär, dass man vielleicht auch mal hier und da ein bisschen mehr Werbung machen kann. Oder auch mal eine noch bessere Community-Seite in die Hand nimmt, vielleicht mal eine App baut, etc. Es wäre gut, wenn man Subventionen bekäme. Aber auch generell, zum Beispiel mit euch, mit Väterarbeit in NRW, dass wir uns da gegenseitig bekannt machen. Das Interview wird dann ja auch wieder bei ManyDads gepostet. Und das Angebot in Kooperation mit dem  DRK, das funktioniert super. Es gibt aber noch weitere Organisationen. Ich glaube, wir müssen uns alle so vernetzen, dass es ein Ökosystem wird. Dass es egal ist, ob der Vater bei ManyDads ist oder an einem anderen Event teilnimmt. Es muss ein Ökosystem von guten Angeboten für Väter sein. Sodass man nicht immer zwei Monate bis zum nächsten Event warten muss.

Das ist eine schöne Vision, vielen Dank für das Gespräch.

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Angebote für Väter vor Ort – Väternetzwerke in NRW

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Oktober 2023

Vaterschaft wird zunehmend zu einer individuellen Option, die immer weniger vorgegebenen sozialen Normen folgt. Diese Entwicklung führt auch dazu, dass ein Mann im Verlauf seines Lebens Vaterschaft in verschiedenen Familienformen, in unterschiedlichen Partnerschaften und auch mit Kindern erleben kann, die einen anderen biologischen Vater haben. Diese Möglichkeiten sind mit Herausforderungen verknüpft, auf die Väter oft nicht ausreichend vorbereitet sind.

Es fehlen ihnen Möglichkeiten zur Vergemeinschaftung der individuellen Lebenslagen in ihrer Vielfalt, zum Austausch mit anderen Vätern über die Situation zum Beispiel als ‚aktiver‘ Vater, als Vater in Elternzeit, als Vater mit einem partnerschaftlichen Verständnis von Kindererziehung usw. Diese Möglichkeiten zur Verständigung und das Erleben der Bedeutsamkeit als Vater sind von großer Bedeutung für ein geschlechtergerechtes Verständnisses von Vaterschaft.

Väter benötigen also Orte und Gelegenheiten, an denen sie sich über ihren Alltag als Väter verständigen und austauschen können, wo wie sich vernetzen und den Gedanken der aktiven Vaterschaft weitertragen, sich informieren und einander in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit begegnen können.

Diese Orte und Angebote bieten Mitglieder der LAG-Väterarbeit in NRW und zahlreiche weitere Initiativen in NRW, die wir an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge vorstellen möchten. Beginnen wollen wir mit zwei ‚Urgesteinen‘, die auch zu den Gründern der LAG-Väterarbeit gehören.

Evangelische Kirche von Westfalen – Vater-Kind-Agentur

Die ‚Vater-Kind-Agentur‘ wurde Im Jahr 2006 gegründet, um die Angebote für und die zunehmenden Nachfragen von Vätern besser zu vernetzen. In Kooperation mit der Evangelischen Hochschule in Bochum werden dazu Vater-Kind-Trainer©, meist engagierte Väter, ausgebildet, die mit Vätern und Kindern Aktionen und Angebote durchführen. Die Ausbildung in sieben Modulen bereitet sie praktisch und theoretisch vor. Die so ausgebildeten Trainer werden auch nach der Fortbildung durch ergänzende Angebote kontinuierlich weiterqualifiziert.

Das Institut für Kirche und Gesellschaft der westfälischen Landeskirche bietet seit vielen Jahren in enger Kooperation mit Familienzentren, Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Gemeinden und anderen Partner*innen Angebote für Väter und Kinder, wie z.B. Erlebnis-Wochenenden und Vater-Kind-Nächte durch. Jährlich finden über 100 Vater-Kind-Wochenenden und 300 Väterabende statt. Väter sind an deren Planung aktiv beteiligt und bringen ihre Erfahrungen und die Wünsche der Kinder mit ein.

Alle Angebote der Vater-Kind-Agentur finden Sie hier.

Väter in Köln e.V.

wurde im Jahr 2010 von Vätern für Väter gegründet und macht seitdem Vätern vielfältige Angebote zur Vernetzung, Freizeitgestaltung und Selbst-Realisierung. Der Verein, der seit 2012 als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe anerkannt ist, versteht seine Arbeit als proaktiv, präventiv, inklusiv, interkulturell, systemisch und gleichstellungsorientiert.

Das Angebot ist umfangreich und wird kontinuierlich weiterentwickelt:

  • ein wöchentliches Vater-Kind-Café
  • Geburtsvorbereitung für Väter
  • Vernetzung von Elternzeit-Vätern über Mailingliste und WhatsApp
  • Vater-Kind-Wochenenden und -Events
  • Väter-Gruppe „PapaPalaver“
  • Väterarbeit in Kitas
  • Coaching-Gruppe für Väter

Neben diesen Angeboten für Väter unterstützt der Verein auch Fachkräfte und Einrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten für Väter. Alle Angebote finden Sie auf der Webseite der Väter in Köln e.V.

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‚Echte Väter‘ aus Herne regen zum Nachmachen an

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. November 2018

Am 8. Oktober 2018 veranstalteten Väter in Köln e.V. und die Fachstelle Väterarbeit NRW in Kooperation mit dem Interkulturellen Dienst des Bezirksjugendamtes Ehrenfeld eine Fachtagung zum Thema „Arbeit mit Vätern“. Vorgestellt wurde unter anderem das Projekt „Echte Väter“ aus Herne, welches das Fachpublikum mit seiner Erfolgsgeschichte begeisterte.

© Jürgen Kura

© Jürgen Kura

Praxisnah voneinander lernen und im Austausch miteinander Anregungen für die eigene Arbeit vor Ort finden – unter diesem Gedanken trafen sich Fachkräfte, Interessierte sowie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen zum Thema „Interkulturellen Väterarbeit“ im Bürgerzentrum Ehrenfeld in Köln. Das erfolgreiche Praxisbeispiel „Echte Väter“, das Initiator Gürkan Uçan persönlich vorstellte, bot Einblicke in gelingende Väterarbeit und diente als Ausgangspunkt für die anschließende Diskussion. Den thematischen Rahmen setzte in seiner Einführung Dr. Michael Tunç, Experte für emanzipative, rassismuskritische Männer- bzw. Väterarbeit und -politik.

Das Bild von der Rolle des Vaters in der Familie hat sich in der deutschen Gesellschaft stark gewandelt – doch nicht nur dort. Auch immer mehr Männer mit Migrationshintergrund überdenken die traditionellen Einstellungen aus ihren Herkunftsländern. Gürkan Uçan, Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Herne, erkannte die Herausforderungen, die dadurch für Väter entstehen können, und gründete 2007 das Projekt „Echte Väter“. Ziel des Projektes ist, die Männer auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis zu unterstützen, denn „Echte Väter“ möchten Vorurteile abbauen, Väter aktivieren, sich gegenseitig entlasten und ihre Potenziale in der Väterarbeit nutzen.

Das Projekt „Echte Väter“ wurde im Jahr 2007 konzipiert und mit der Zeit immer weiter ausgebaut. Gürkan Uçan bewies dabei einen langen Atem. Nachdem zum ersten Treffen nur drei Männer erschienen waren, lud er zum nächsten Termin nicht mehr per Flugblatt ein, sondern sprach die Väter direkt an. Die Idee ging auf und schon bald versammelten sich 20 interessierte Männer, um sich in die Väterbildungsgruppe einzubringen. Mittlerweile ist das Projekt so erfolgreich, dass es in Herne derzeit zehn parallel laufende Vätergruppen gibt, die überwiegend in Herner Grundschulen stattfinden. …

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Aufruf zur Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft Väter(arbeit) in Hessen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. März 2018

Die hessenstiftung – familie hat zukunft verfolgt das Ziel, in Hessen eine Landesarbeitsgemeinschaft Väter(arbeit) aufzubauen. Dabei wird die Stiftung die Rolle des Moderators zur Gründung übernehmen und den weiteren Prozess entlastend für die anderen Mitglieder vorantreiben. Ein Treffen zur Konstituierung wird am 23. Mai 2018 um 15 Uhr in Frankfurt stattfinden. Für eine stabile Struktur ist an die Gründung als Verein gedacht. Organisationen wie Familienzentren, Träger der Familienbildung, Sportvereine etc. sind herzlich aufgerufen, ihr Interesse an einer Mitgliedschaft gegenüber der hessenstiftung jetzt schon zu bekunden.

In der Praxis wird es um Know-How-Transfer, Sammlung von gelungenen und übertragbaren Beispielen sowie mittelfristig um die Organisation von Workshops für Multiplikatoren gehen. In Anlehnung an die LAG Väterarbeit in NRW wird Selbstverständnis in folgende Richtung formuliert werden:

„Die Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Hessen hat das Ziel, Väterarbeit im umfassenden Sinn reflektiert und praxisnah zu stärken. Sie versteht sich als Schnittstelle zwischen den Initiativen und Organisationen vor Ort und den politischen Entscheidern. Wir wollen erreichen, dass Väterpolitik stärker als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe wahrgenommen wird. Insbesondere in den Bereichen Familien- und Gleichstellungspolitik, Bildungs-, Rechts-, Arbeits- und Sozialpolitik möchte die LAG aktiv werden.

Vaterschaft soll ein anerkannter gesellschaftlicher Wert und die Gleichstellung von Vätern und Müttern selbstverständlich werden. Wir wollen, dass politische Akteure Väter ermutigen und unterstützen, sich von der alleinigen Funktion als Ernährer zu verabschieden und ihrer sozialen Funktion für die Familie mehr Raum zu geben. Dazu brauchen Väter Orte und Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung mit anderen Vätern über ihre Vorstellungen und Probleme. Sie benötigen eine väterbewusste Familienpolitik und Unternehmenskultur, die es ihnen ermöglicht, Beruf und Vaterschaft nach ihrem bevorzugten Modell zu gestalten.“

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Papas@work im Gespräch

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. April 2017

„Hans-Georg Nelles betreibt den wohl umfangreichsten Blog zum Thema Vatersein im deutschsprachigen Raum: den Väterblog. Er ist Sozialwissenschaftler, Erwachsenenbilder und Organisationsberater und hat viele Projekte im Themenfeld „Vereinbarkeit von Arbeit und Leben“ durchgeführt. Er ist Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern.“

Stefan Mantel hat mit mir über die Entwicklung der Elternzeit und des Elterngeldes, den Unterschied zwischen Deutschland und anderen Ländern im Bezug auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie und über Aushandlungprozesse auf Paarebene gesprochen. Der erste Teil des Interviews las Podcast ist hier zu hören.

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Mitarbeiter für Interkulturelles Väterbüro gesucht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Mai 2014

Die Stadt Wolfsburg (123.000 Einwohnerinnen und Einwohner) sucht für den Geschäftsbereich Jugend, Abteilung Beratung, zur Entwicklung und Umsetzung von Angeboten für Väter im Rahmen des neu zu eröffnenden interkulturellen Väterbüros zum nächstmöglichen Termin zur Besetzung von 1,5 Stellen

Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter

Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen

oder Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation

Die Arbeit des Väterbüros wird in enger Abstimmung mit dem Wolfsburger Netzwerk „Interkulturelle Väterarbeit“ geplant und umgesetzt.

Die Stadt Wolfsburg ist als familienfreundliches Unternehmen Mitglied im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ und engagiert sich im lokalen Bündnis für Familien. Für ihr vorbildliches Betriebliches Gesundheitsmanagement wurde die Stadt Wolfsburg 2011 mit dem Sonderpreis „Fit in die Zukunft“ durch den BKK Bundesverband ausgezeichnet.

Die Tätigkeiten umfassen:

  • Koordination und Weiterentwicklung des Netzwerks Interkulturelle Väterarbeit
  • Öffentlichkeitsarbeit zu väterrelevanten Themen
  • Erstberatung und/oder Vermittlung von Vätern zu bestehenden Beratungsangeboten
  • Entwicklung und Durchführung von interkulturellen Vätergruppen
  • Entwicklung und Durchführung von innovativen Angeboten für Väter
  • Begleitung und Anregung von Selbstorganisation von Vätern
  • Konzeptionelle Weiterentwicklung der Interkulturellen Väterarbeit
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Wir erwarten:

  • ein abgeschlossenes Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik mit staatlicher Anerkennung oder eine vergleichbare  Ausbildung
  • Interkulturelle Kompetenz Weiterlesen »

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Vernetzung erfahren – Erfahrung vernetzen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Juni 2012

Am Dienstag, den 5. Juni findet der 1. Väter-Stammtisch der Aachener Hochschulen statt. Er ist ein offenes Angebot an Väter oder interessierte Männer jeden Alters und soll eine Plattform studierender, promovierender und angestellt arbeitender Väter sein, die Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglicht und darüber hinaus die Möglichkeit bietet eigene Themen und Ideen einzubringen.

Nach einem kurzen inhaltlichen Input bleibt vor allem genug Raum für Gespräche, Diskussionen und ein nettes Beisammensein.

Gastvorträge gibr es zu Beginn von:

  • Philipp Schaps, Gleichstellungsbüro der RWTH Aachen
  • Timur Bozkir, Integrationsbüro der StädteRegion Aachen
  • Moderation: David Manamayil

Der Stammtisch beginnt um 19:30 Uhr in der Kita Pusteblume, Schillerstr. 10 in Aachen. Kontakt und weitere Informationen gibt es hier.

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Väter im Quartier aktiv

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. Februar 2011

Seit 2009 gibt es zwei aktive Elterngruppen im Quartier ‚Weiße Siedlung’ in Berlin, eine für Mütter und eine für Väter. Damit wurde der Wunsch von ca. 40 Müttern und Vätern aufgegriffen sich für eine bessere Entwicklung im Kiez engagieren zu wollen.

Unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam für unsere Kinder eine schönere Zukunft in der Sonnensiedlung aufbauen“ treffen sich beide Gruppen regelmäßig, um gemeinsam Projekte und Aktionen für Kinder und Eltern zu planen und umzusetzen. Dabei gibt es auch Gelegenheit, sich zu Fragen der Bildung und Erziehung auszutauschen und sich auch von Fachleuten beraten und unterstützen zu lassen.

Haben auch Sie Interesse in einer Elterngruppe mitzumachen? Die Vätergruppe trifft sich samstags ab 16 Uhr, die Müttergruppe sonntags ab 14 Uhr im Jugendtreff Sunshine Inn. Sie können sich auch im Quartiersbüro informieren.

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