der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Literatur' Kategorie

Niemand wird auf dem Sterbebett bereuen, zu wenig gearbeitet zu haben

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. März 2022

Interview mit Fabian Soethof, Autor des Buchs ‚Väter können das auch!

Der Titel deines am 21. März erscheinenden Buches lautet ‚Väter können das auch!‘ Was können Väter und was können sie unter welchen Umständen lernen?

Außer mit der Brust zu stillen und Babys zu gebären – wobei auch das nur auf biologische Männer zutrifft – können sie alles, was Frauen auch können und sich schon viel zu lange viel zu oft allein darum kümmern: Care-Arbeit, Mental-Load-Übernahme, in Elternzeit und Teilzeit gehen, Karriere-„Rückschritte“ in Kauf nehmen, anwesend, aktiv und eine echte Bezugsperson sein. Viele glauben nur, es nicht zu können oder zu dürfen. Weil ihnen in ihrer Sozialisation seit Jahrzehnten nichts anderes erzählt wird. Und weil sie oft nicht gelassen werden: von der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik – und von sich selbst.

‚Es ist Zeit, Familie endlich gleichberechtigt zu leben‘ steht ebenfalls auf der Titelseite. In der Ausgangslage schreibst du dazu: ‚ich möchte mit dem Buch ein Plädoyer für eine ‚private, gesellschaftliche und politische Veränderung von Familie, Arbeit, Vereinbarkeit und Rollenbildern‘ bieten‘. Was sind die drei wichtigsten Punkte deines Plädoyers und vor allem, wie sieht der Weg der Veränderung aus?

Die drei wichtigsten Punkte auf dem Weg hin zu mehr Gleichberechtigung lauten vielleicht:

  1. Privilegien, patriarchale Strukturen, Rollenbilder und Ungerechtigkeiten erkennen: Nur wer weiß, wie vergleichsweise gut er oder sie es hat, kann dafür sorgen, dass es anderen auch mal besser geht.
  2. Es gibt kein Wissens-, sondern ein Handlungsdefizit: Fast alles, was in meinem Buch steht, ist seit Jahren bekannt. Theoretisch steht Gleichberechtigung also nichts mehr im Wege – praktisch unter anderem das, was ich auf die erste Frage hin antwortete.
  3. Das Private ist politisch (und umgekehrt): Nur wer Gleichberechtigung selbstverständlich in der Familie und von dort hinaus vorlebt, kann zu einem Rollenwandel beitragen. Und nur, wer von Politik und Wirtschaft dabei hinreichend unterstützt wird, kann sein Privatleben ändern.

In dem Buch sprichst du auch eine Einladung an Väter aus, ihr Verhalten und ihre Haltungen zu reflektieren. Was macht es für Väter attraktiv, sich weniger der Erwerbs- und mehr der Carearbeit zuzuwenden?

Zuallererst ist es der Satz: Niemand wird auf dem Sterbebett bereuen, zu wenig gearbeitet und seine Kinder nur am Wochenende gesehen zu haben. Das sage ich wohlwissend, dass gerade geringverdienende Einverdienerhaushalte oft auf jeden Cent angewiesen sind. Eine gute Bindung zu seinen Kindern erscheint mir aber nicht nur für Väter attraktiv. Kinder profitieren von mehreren engen und wichtigen Bezugspersonen und „modernen“ Vorbildern. Und die Gesellschaft profitiert von einem Rollenwandel: Frauen landen als (potentielle) Mütter nicht länger auf dem beruflichen Abstellgleis. Väter tragen den Financial Load nicht länger allein. Und die nächste Generation lernt, dass auch Männer den Haushalt schmeißen und Frauen jeden Job machen können, den sie wollen.

In dem Buch kommen eine Reihe Väterexpert*innen und Feminist*innen zu Wort. Ein Paradigma aus der feministischen Sphäre lautet ‚Don’t fix the women – fix the system‘. Auf die Väter bezogen lautet die Frage also: Welche strukturellen Rahmenbedingungen im ‚System‘ müssen thematisiert und ggf. verändert werden?

Sprechen wir von Arbeitnehmer*innen, so müssen Männer eher gestern als morgen für Arbeitgeber*innen das gleiche „Risiko“ darstellen, wegen bevorstehendem Nachwuchs länger als nur zwei Wochen auszufallen. Damit Frauen zumindest auf dem Arbeitsmarkt nicht länger derart benachteiligt werden. Wir kommen u.a. durch längere Elternzeiten bei Vätern, mehr Männer in Teilzeit und notfalls finanzielle Anreize dahin. Folgen davon könnten eine Verkleinerung des Gender Care Gaps und des Gender Pay Gaps sein, eine positive Kettenreaktion würde in Gang gesetzt. Erst dann wäre auch keine Quote mehr nötig.

In dem Interview mit Uwe von dem Software Unternehmen SAP sagt dieser: ‚Es gibt die X- oder Y- Strategie. Gehe ich davon aus, dass alle Mitarbeiter*innen schlecht sind … oder davon, dass sie alle eigenmotivierte Individuen sind, die ich nur bei Bedarf unterstützen muss?‘ Könnte der Titel deines Buch dementsprechend auch ‚Väter wollen das!‘ lauten?

Naja. Viele Väter wollen „das“ ja nicht, zumindest nicht wirklich. Sonst würden nicht nur rund 30 Prozent aller Väter Elternzeit in Anspruch nehmen, sondern mindestens 60 Prozent. Viele behaupten, dass sie wollen, aber der Chef es ihnen schwer mache und die Familie ja auch auf „sein“ Geld angewiesen sei, oft stecken nur eine Anstrengungsvermeidung oder andere Prioritäten dahinter. Ein Teufelskreis: Mit den Argumenten und der Aufteilung bleiben wir als Familien und als Gesellschaft in puncto Gleichberechtigung noch lange da stecken, wo wir jetzt stehen: auf scheinbar gutem Weg, aber noch längst nicht so weit, wie wir sein könnten. Die Parität des neuen Kabinetts und der Koalitionsvertrag gehen übrigens mit überraschend gutem Beispiel voran. Darin lautet ein hehres Ziel: „Die Gleichstellung von Frauen und Männern muss in diesem Jahrzehnt erreicht werden“. Mark their words!

Vielen Dank für deine Antworten.

Eine Rezension des Titels finden Sie hier.

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Eine Vater und Sohn Reiselektüreempfehlung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. Juli 2020

Eine Vater und Sohn Reiselektüreempfehlung

Als Tim die weiterführende Schule mit 17 ohne Abschluss verlassen musste, bricht für Andreas Seltmann eine Welt zusammen. Nach heftigem Hadern mit der Situation packte ihn eine folgenreiche Idee: Eine Vater-Sohn-Auszeit, in Neuseeland.

Vater und Sohn gemeinsam über 3700 km 30 Tage lang 24 Stunden am Tag. Zusammen stellen sie sich als Team den Herausforderungen des Unterwegsseins. Offen und neugierig lassen sie sich auf Begegnungen und überraschende Wendungen ein. Wie von selbst ergeben sich Gespräche über das Leben und den Tod, über Familiengeheimnisse, über die Liebe und Männerfreundschaften, über Väter und Söhne.

In berührend persönlichen Briefen an die Familie und an Freunde, fiktive und verstorbene Personen, reflektiert Andreas Erlebtes, Erkenntnisse und Gefühle und hinterfragt seine Verantwortung als Vater. Den ersten Brief schreibt er aus dem Flieger an seine Frau:

„Ich habe dir nie erzählt, dass der Augenblick, als unser Sohn zur Welt kam, mein Verhältnis zu meinem Vater komplett verändert hat. In dem Moment, als Tim auf die Welt gekommen war, habe ich von einer Sekunde auf die andere tief in mir gespürt, dass nun sein Leben ganz eng mit meinem Leben verwoben sein wird. Ich habe mit einem Mal meinen Vater in einem anderen Licht gesehen. Mir wurde klar, welche Verantwortung er angenommen hatte. Mit einer ungeheuren Klarheit spürte ich, dass von nun an nichts mehr so ist, wie es vorher war.“

https://www.neuseesohnland.de/

Neuseeland ist derzeit wegen Corona nicht erreichbar, dieses Buch ist für die Vater-Sohn Wanderung durch den Harz oder das Sauerland aber genauso gut geeignet. Für die ersten Schritte reicht ein verlängertes Wochenende.

Andreas Seltmann, NeuseeSOHNland, Wie aus 30 Tagen Auszeit unsere allerbeste Vater-Sohn-Zeit wurde, Verlag Sorriso GmbH, 26,90 €

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#papaslesenvor

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Mai 2020

Derzeit erleben viele Familien einige ungekannte Herausforderungen. Doch zugleich stellt die Coronasituation viele Chancen dar. Bspw. die (wieder) besonders intensive Zeit in Familie, mit den Kindern bewusst zu gestalten. Dazu gibt beispielsweise ein uralten Zauber: Das Vorlesen.

Hört Euch gern die Aufnahmen von Lewis Carrolls “Alice im Wunderland” gemeinsam an. Bestenfalls greift Ihr danach selbst zu einem Buch, denn für Kindern gibt es keine schöneren Stimmen als die von Papa, Mama, Opa und Oma. Der Brachvogel im dritten Kapitel fasst es gut zusammen “Man kann es am besten erklären indem man es macht”.


Alle weiteren Folgen gibt es hier.

Eine Initiative von Papaseiten – Väterzentrum in Dresden

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Christian Meyn-Schwarze für herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung ausgezeichnet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. November 2018

In Berlin wurde Christian Meyn-Schwarze, begeisterter Papabüchersammler und -vorleser, mit dem 1. Platz des Deutschen Lesepreis 2018 in der Kategorie „herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung“ ausgezeichnet.

Die ‚Stiftung Lesen‘ und die Commerzbank-Stiftung haben den Deutschen Lesepreis am 21. November im Berliner Humboldt Carré an 16 Personen und Einrichtungen verliehen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen. Die Auszeichnung, die unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters (Staatsministerin für Kultur und Medien) steht und mit 25.000 Euro dotiert ist, wird in sechs Kategorien vergeben, u.a. für »Herausragendes individuelles Engagement«. Und hier hat der Hildener ‚Erfinder der literarischen Papa-Zeit‘ und Leiter eines mobilen Mitmachzirkus Christian Meyn-Schwarze den 1. Preis entgegennehmen dürfen. Herzlichen Glückwunsch, Christian!

Die aktuelle Papa-Lese-Liste gibt es hier.

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Die Männerzeitung macht ERNST

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. März 2017

ERNST ist ein unabhängiges Gesellschaftsmagazin für den Mann. In seinen Reportagen, Portraits und Analysen geht die monothematische Publikation nahe ran und stellt politische und gesellschaftliche Fragen zur Diskussion. In seinen Rubriken analysiert das vierteljährlich erscheinende Magazin mit einer Auflage von rund 4500 Exemplaren insbesondere Gleichstellungs-, Geschlechter- und Familienpolitik.

Die Redaktion besteht aus einem Kern von festen Mitarbeitern und ist zudem in ein grosses Netz von freien Journalisten, Autoren und Bloggern eingebunden.  ERNST wird getragen vom Herausgeberverein Männerzeitung und finanziert sich durch Abos und Inserate. Der Herausgeberverein wurde am 15. August 2005 in Bern gegründet. Sein Sitz ist in Burgdorf.  ERNST ist aus der Männerzeitung heraus entstanden.

Ihr Selbstverständnis beschreiben die Macher in folgendem Manifest: «ERNST macht guten Journalismus. Und das steht bei uns an erster Stelle. Wir produzieren nicht nur Content, sondern schauen hin und nehmen teil. ERNST ist dabei, wenn zwei Brüder mit dem Klappervolvo in den Osten fahren, ERNST setzt sich in die Stube zum LGBT-Paar oder zum Hausmann und ERNST diskutiert über Teilzeitarbeit und Elternzeit. ERNST nimmt das Leben eben ernst. So wie es ist. ERNST will dich nicht besser machen und er will niemandem etwas beibringen. Denn ERNST weiss nicht viel, ist aber wissbegierig. ERNST ist unabhängig, tritt aber für die Würde des Menschen ein, er ist Anwalt aller Widersprüchlichkeiten und Brüche, die das Leben ganz machen. Mit ERNST wird das Leben nicht besser, aber es gewinnt an Farbe, Volumen und Glanz. Wer ERNST abonniert, bekennt sich. Wer ERNST abonniert, will mehr als publizistischen Massenfood. Wer ERNST abonniert, will einen Journalismus, der lebt, und der inspiriert, weil er lebt. Und, im ernst: ERNST macht Freude.»

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Jahrhundertelang hatten wir es lässig

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Dezember 2012

… sagt der rumänischer Projektmanager von cafebabel.com, dem mehrsprachigen Europamagazin, an seinem letzten Arbeitstag mit dem nostalgischen Nachgeschmack eines Dosenbier-saufenden, im Bademantel durch den Supermarkt schlappenden „Dude“ in Big Lebowski. Aber wohin weiter? Irgendwo zwischen Schmerzensmann und übersexuell wurde in den letzten Jahren eifrig immer wieder an neuen Begriffen gebastelt, um den postmodernen Mann in eine Schublade zu stecken, die nicht mehr so richtig einrasten will.

Feminismus und Konsumkultur haben das traditionelle Bild des ‘balzenden Bringers und Brotverdieners’ aus den Fugen gehoben. Aber bedeutet dies das „Ende des Mannes“, wie es die Journalistin Hanna Rosin in ihrem kürzlich erschienenen ‘The End of Men’ proklamiert?

‚Männer‘, ein Dossier von Frauen und Männern bei cafebabel.com.

Männlichkeit 2012: 50 Shades of Mann Am Anfang war 1994 David Beckham. Bereits 17 Jahre ist es her, dass der englische Journalist Mark Simpson den Begriff ‘metrosexuell’ prägte. Seitdem sind unzählige Attribute zur Beschreibung des Mannes aufgekommen, die den Mann in eine Schublade stecken wollen. Immer darauf bedacht, sich von Homosexualität und Verweibung abzugrenzen. Befeuert hat dieses linguistische und soziologische Spiel die Kulturindustrie. Haben wir jemanden vergessen? Ach ja, die Rolle der modernen Frau.

Pick-Up Artists: Männer zwischen Führung und Verführung FMAC mit HB nach der 3s Rule? Pick-Up ist nicht etwa – wie oft in Presse und wissenschaftlichen Studien behauptet – eine frauenfeindliche Aufreißtaktik unter (teurer) Anleitung, sondern die Lehre vom erfolgreichen Umgang mit sich selbst und mit Frauen, sagt zumindest unser Autor und Mitglied der PU-Community.

Gewalt an Männern: Falschanzeigen und Machtlosigkeit Beim Thema Gewalt scheint die Rollenverteilung oft eindeutig: Männer sind Täter, Frauen Opfer. Dass auch Männer Gewalt seitens ihrer Partnerinnen erfahren, ist im öffentlichen Bewusstsein weniger präsent. Gerade in Spanien, wo frauenfeindliches Verhalten dank eines geschlechtsspezifischen Gesetzes, das in der EU einzigartig ist, besonders hart bestraft wird, verhallt die Stimme von männlichen Opfern. Die Kehrseite ambitionierter Gleichstellungs- und Schutzmaßnahmen von Frauen zeigt der Fall des Spaniers Rafael.

Adopte un mec: Anmach-Discounter aus Frankreich Adopteunmec.com [Adoptiere einen Typen] ist eine Art Online-Dating-Supermarkt, wo Frauen einkaufen und Männer Charme senden. Das Erfolgsrezept der Franzosen? Hier haben die Frauen das Sagen. Der Untertitel der Webseite lautet „männliche Objekte zum Streicheln“ [*hommes-objets à câliner]. Seit Februar 2012 darf auch in Italien und Spanien gestreichelt werden. Zwischen Hyperfeminismus, Ironie und Konsumrausch, hier der Erfahrungsbericht von 3 Männern auf der Einkaufsliste.

Mein Name ist Boy, ‘Oh Boy’: der Anti-James-Bond Seit Jahren suggerieren uns die Medien, dass unser Männerbild ins Wanken geraten ist. Der Macho-Mann soll Vergangenheit sein – aber ein neues Ideal ist noch nicht gefunden. Jan-Ole Gersters Debütfilm Oh Boy zeigt Männerbilder im Jahr 2012.

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Väter als Lese-Botschafter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Juli 2012

Trotz Xbox, iphone und Facebook wird in drei von fünf deutschen Familien immer noch regelmäßig vorgelesen. Väter greifen allerdings viel seltener zum Buch. Das wird sich jetzt ändern: Mit dem Projekt „Mein Papa liest vor” will die Stiftung Lesen mehr Männer für das Vorlesen begeistern.

Die Organisation setzt deshalb beim Arbeitsplatz der Väter an: Die Stiftung stellt niedersächsischen Unternehmen künftig kostenlos Vorlese-Geschichten zur Verfügung. Diese sollen dann wöchentlich ins Firmen-Intranet eingestellt werden und zum Download verfügbar sein.

„Viele berufstätige Väter schildern, dass ihnen vor allem die Auswahl geeigneten Lesestoffs Probleme bereitet, weil ihnen dafür die Zeit fehlt. ‚Mein Papa liest vor!‘ bietet Eltern direkt am Arbeitsplatz einen einfachen und schnellen Zugang zu attraktiven Geschichten. Das Angebot ist bereits auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mädchen und Jungen sowie Altersgruppen abgestimmt und berücksichtig auch kulturelle Hintergründe. Nach dem gelungenen Auftakt sind wir davon überzeugt, dass sich noch viele weitere Unternehmen beteiligen werden und den Kindern ihrer Mitarbeiter so neue Zugänge zum Lesen eröffnen“, sagte Kulturministerin Wanka.

Auch für den Arbeitgeber bietet die Teilnahme an „Mein Papa liest vor!“ viele Vorteile. Martin Kind, Präsident des Sportvereins Hannover 96, betont: „Vorlesen erzeugt Nähe und vertieft die gegenseitige Vertrautheit. Durch unsere Teilnahme am Projekt und die wöchentlichen Vorlese-Geschichten im Intranet möchten wir unsere Mitarbeiter dazu animieren, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und ihnen vorzulesen. Damit setzen wir uns nicht nur für die Leseförderung, sondern auch gleichzeitig für eine familienfreundliche Arbeitskultur ein. Deshalb möchte ich ‚Mein Papa liest vor!‘ auch anderen Unternehmen sehr ans Herz legen.“

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So fühlt es sich an, ein Mann zu sein

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Oktober 2011

‚Geben Sie eine Frau, ganz gleich, ob sie gebildet oder ungebildet ist, und unabhängig davon, welcher Kultur und Ethnie sie angehört, einmal folgende Anweisung: „Du darfst keine Freunde und Vertraute haben; du musst jedes Bedürfnis, jede Schwäche oder zärtliche menschliche Regung unterdrücken; du darfst andere Frauen nicht ohne einen stichhaltigen Grund berühren; du darfst nicht weinen, du sollst nicht deiner inneren Intuition folgen, sondern nur Autoritäten und bedeutenden Menschen vertrauen, und du darfst dich fortan nur noch durch deine Rollen, Titel, Autos, durch Haus, Geld und Erfolg definieren. Andere Menschen sind für dich entweder Verbündete oder sie stellen eine Bedrohung dar – ansonsten sind sie einfach nicht von Interesse.“

Und dann sage ihr: „Genau so fühlt es sich die meiste Zeit an, ein Mann zu sein.“’

In dem Buch ‚Die Männerbibel – Meditationen auf dem Weg zur Freiheit’ hat Joe Durepos, enger Mitarbeiter von Richard Rohr mit 366 Impulsen die Quintessenz aus der mehr als 30jährigen Arbeit mit Männern zusammengetragen, die den Weg der Männer raus aus den Rollenklischees und den falschen Erwartungen, einer Dualität, die nur Gewinner und Verlierer kennt, täglich begleiten können.

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Wie ich ein guter Vater wurde

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Oktober 2011

… und warum es viel schwieriger ist, eine gute Mutter zu sein. In der Welt am Sonntag ist ein Vorabdruck von ‚Mann sein für Anfänger’ des amerikanischen Autors Michael Chabon zu lesen.

‚Das Praktische am Vatersein ist die so erbärmlich niedrige Qualitätsmesslatte. Vor ein paar Jahren nahm ich meinen jüngsten Sohn mit zum Supermarkt um die Ecke in Berkeley, Kalifornien – eine Stadt, in der Väter meiner Einschätzung nach im Allgemeinen gute Arbeit leisten und einige es sogar etwas übertreiben. Ich hatte meinen zwanzigmonatigen Sohn auf dem Arm und packte mit der freien Hand den Inhalt des Einkaufswagens auf das Kassenband. Ich weiß nicht mehr, an was ich in dem Moment gedacht habe, aber es kann genauso gut der Honey-Nut-Cheerios-Werbesong aus dem Jahr 1979 gewesen sein wie die Bedürfnisse und Ansprüche meines Sohnes oder das unbeschreibliche Wunder, das er für mich ist. Vielleicht dachte ich auch an überhaupt nichts. Ich fragte mich, warum die Frau hinter uns – als ich sie bemerkte – unentwegt so liebevoll zu uns hinüberlächelte. Sie trug Leggings in Regenbogenfarben, und ich dachte, sie wäre vielleicht ein bisschen verrückt und würde deshalb jeden anstrahlen. “Sie sind ein wirklich guter Vater”, sagte sie schließlich. “Das sehe ich.”

Ich schaute auf meinen Sohn. Er kaute auf dem Papierüberzug eines Drahtverschlusses. Zweifelsohne bestand Erstickungsgefahr; auch hätte der Draht seine Lippe oder Zunge durchbohren können. Seine Frisur tendierte zum satirisch überzeichneten Extrem der Einstein-Skala. Sein Gesicht war leicht verschmiert. Nein, es war schmutzig.

Man hätte sogar versucht sein können, das Wort “verkrustet” zu verwenden. “Oh, das ist gar nicht mein Kind”, gab ich zurück. “Das hab ich da hinten gefunden.” Nein, in Wirklichkeit habe ich mich natürlich bedankt. Ich ging mit meinem Sohn und einer Tüte Lebensmittel im Arm davon, und zu Hause angekommen, stellte ich eine Schale mit Honey Nut Cheerios vor ihn und checkte meine E-Mails. Ich war ein wirklich guter Vater. …’

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Coole Kalender für Väter von The New Yorker

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Dezember 2010

Wer noch auf der Suche nach einem originellen Jahreskalender für das kommende Jahr ist bzw. einem Vater (oder einer Mutter) ein witziges Geschenk machen möchte, sollte sich die Cartoon-Kalender vom legendären Magazin The New Yorker anschauen.

Unter den Kalendern von The New Yorker gibt es auch spezielle Wand- und Taschenkalender für Eltern und zwar jeweils einen für DADS 2011 und jeweils einen für MOMS 2011. Die Taschenkalender kommen mit Spiralbindung, sind mit den beliebtesten Cartoons vom The New Yorker Magazine zu den Themen Vaterschaft und Mutterschaft bebildert. Auch zu anderen Themen gibt es vom The New Yorker witzige Jahreskalender.

Das Magazin “The New Yorker” wurde 1925 von Harold Ross gegründet. Es ist bekannt für seine Short Storys,  Kritiken, Essays und Cartoons sowie für seinen Journalismus und hat den Ruf, das intellektuellste Stadtmagazin der Welt zu sein. Der Gründer umschrieb das Selbstverständnis des Magazins mit den Worten “It has announced that it is not edited for the old lady in Dubuque” (es sei also nicht für biedere Leser mit provinziellen Vorstellungen gedacht).

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