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Archiv für die 'Dialog' Kategorie

Wie wollen wir leben? Und arbeiten?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Oktober 2014

mehr LebenNach der ersten Impulstagung ‚Väter – ein Gewinn für Unternehmen?!‘ im Jahre 2003 hat sich das Aktionsforum ‚Männer & Leben – Vereinbarkeit von Familie und Beruf‘ als Netzwerk von Männern und Frauen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern gebildet und das Thema seitdem in der Rhein-Main Region durch zahlreiche Impulse und Aktionen vorangebracht.

Mit dieser Jubiläumsveranstaltung unter der Überschrift: ‚Männer, Väter, Frauen – Impulse für neue Geschlechter- und Arbeitsverhältnisse‘ wird eine Zwischenbilanz gezogen und die Auswirkungen der sich rasant verändernden Arbeitsbedingungen auf Familien und der veränderten Rollen von Männern beleuchtet. Im Mittelpunkt der 5. Impulstagung am 19. November, im Haus am Dom, in Frankfurt, stehen die Herausforderungen und Aushandlungsprozesse, die Männer und Frauen heute führen müssen, um ihre Vorstellungen einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit verwirklichen zu können.

Prof. Dr. Wassilios Fthenakis, wird in seinem Beitrag auf die Bedeutung von Vaterschaftskonzepten für die Aushandlungsprozesse und die Herausforderungen für eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit eingehen und neue Perspektiven skizzieren.

In fünf WorkCafés werden Impulsbeiträge aus der Praxis und zukunftsweisende Arbeitsansätze für die Handlungsfelder aktive Vaterschaft und Beruf, Engagement und Teilhabe von Männern, Vätern und Erziehern in Bildungseinrichtungen, Männer mit Pflegeaufgaben, Kulturelle Vielfalt in der Männlichkeit sowie die Kooperation von Frauen- und Männern in Netzwerken, erarbeitet.

Am Ende der Tagung werden in einer Diskursrunde Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, und Albert Reicherzer, Commerzbank AG, Bereichsvorstand Organisation & Security Konsequenzen für Akteure in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aufzeigen.

Hier können Sie sich anmelden: http://www.impulstagung.de/anmeldung

Den Tagungsflyer erhalten Sie hier: http://www.impulstagung.de/downloads/impulstagung-2014_web.pdf

Details zum Programmablauf finden Sie auch an dieser Stelle: http://www.impulstagung.de/ablauf

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Mann muss in Alternativen denken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Juni 2012

Jesper Juul im Gespräch mit Victoria Schneider vom Kölner Stadt Anzeiger über Schieflagen nach Trennungen und Väter die Unternehmenskulturen verändern.

‚… Oft genug entsteht aber auch eine Art Schieflage, Mutter und Kind gegen Vater und umgekehrt.

JUUL Das ist natürlich furchtbar. Viele Eltern sind ja super-super-super-egoistisch, wenn es zur Trennung oder zur Scheidung kommt. Da spielt natürlich das Geld auch eine Rolle.

Und man will sein Kind behalten. Meistens geht das zugunsten der Mutter aus, ändert sich das vielleicht in Zukunft?

JUUL Ja, mehr und mehr Väter übernehmen Verantwortung. Das gilt auch für das Zusammenwohnen. Wenn ein Vater immer alles seiner Frau überlässt und nur Polizist spielt, dann hat er möglicherweise gesetzlich das Recht, seine Kinder zu sehen. Aber er hat sich nicht als Vater qualifiziert. Und das erleben viele dieser Wochenend-Väter. Sie fühlen sich nicht wohl mit ihren Kindern. Man kann nur so und so oft in den Zoologischen Garten gehen oder dieselben Disneyfilme ansehen. Und dann? Was macht man? Viele Väter sind in der Praxis unfähig. Die haben das Potenzial zur Erziehung, aber sie haben das nie gemacht. Und dann stehen natürlich die Frauen da und sagen: Okay, ich habe mit dem 15 Jahre zusammengelebt und ich war immer eine alleinerziehende Mutter. Er hat das Geld verdient und alles, aber natürlich gehören die Kinder mir. Weil er keine Qualifikationen hat. Unsere Gesellschaft ist außerdem sehr maskulin geprägt. Nur nicht dann, wenn es dazu kommt, dass Väter eigentlich fünfzig Prozent der Familien haben sollten. Ich glaube, dafür müssen die Männer sich qualifizieren.

Zeit für einen Rollentausch?

JUUL Ich war gerade in Schweden, da ist mein „Mann und Vater“ Buch herausgekommen. Die Schweden sind anderen Ländern da Jahre voraus. Dort gibt es diese Väter schon seit Jahren mit großer Selbstverständlichkeit. Damit ändert sich auch die Kultur in Unternehmen. Wir bekommen Führungskräfte, die ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr mit dem Kind zu Hause waren. Sie haben feminine Werte. Denn diese Männer sagen: „Jetzt habe ich etwas über Menschen gelernt, jetzt weiß ich viel mehr über das Leben.“ Und ich habe mit ein paar Unternehmensberatern in Stockholm geredet, die sagten, sie sehen, dass die Stimmung in Sitzungen ganz anders sei. Die Top-Manager sind plötzlich auch Väter, das ist gut.’

Quelle

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Markus Theunert brachte Leben in den Antifeminismus Kongress

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Juli 2011

… und TeleZüri hat den Präsidenten von männer.ch bei seinem Auftritt beim 2. Antifeminismus Treffen Ende Juni in Winterthur begleitet. In seinem Vortrag unter der Überschrift ‚Männerpolitik statt Antifeminismus. Eine Provokation‘ kam er zu folgendem Fazit:

Theunert-TelezueriDie Entwicklung einer Buben‐, Manner‐ und Väterpolitik ist Pionierarbeit. Bisher galt Männerpolitik als unnötig, weil Politik sowieso Männersache und Politik konsequenterweise eh Männerpolitik war. Diese Zeiten sind vorbei. Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben erledigen und unsere Lebensperspektiven und –wünsche als Männer formulieren.

Die Bedingung dafür ist ein kraftvolles Fundament, eine solide Identität, das Daheimsein in unseren Männerkörpern und –seelen, die Solidarität unter Geschlechtsgenossen auch. Wir müssen mit Mut und Stolz unsere Wahrnehmungen äußern, die Dinge beim Namen nennen, für uns einstehen.

Aber: Diese Kraft ist nicht Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Beziehung – zu anderen Männern, zu Kindern, zur Umwelt, zu Frauen. Mannsein ohne Bezogensein ist nicht mutig, sondern ärmlich. männer.ch steht für den Dialog, auch für den Geschlechterdialog. Weiterlesen »

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Dialog mit Antifeministen?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. April 2011

Ist ein Dialog mit Antifeministen möglich und darf sich männer.ch auf einen solchen einlassen. Die Einladung des Präsidenten von männer.ch. Markus Theunert, auf dem 2 Antifeminismus Kongress im Juni einen Vortrag zu halten, hat eine intensive Debatte ausgelöst.

Nachdem der Vorstand zu dieser Frage intensiv diskutiert hatte und sich ein Patt abzeichnete, wurden die Mitglieder befragt. Innerhalb von 5 Tagen beantworteten knapp 80 Mitglieder die Frage, ob männer.ch die Einladung der IG Antifeminismus annehmen sollte oder nicht.

Am Schluss haben genau so viele für wie gegen die Teilnahme votiert. In dieser Situation erklärt Markus Theunert, er halte es für seine Aufgabe als Präsident, ‚die Verantwortung für eine Wahl zu treffen, die in jedem Fall die eine oder die andere Hälfte der Mitglieder enttäuscht. Aufgrund meiner ganz persönlichen Lebenseinstellung, auf der Basis unserer männer.ch – Dialogkultur und aus politisch-taktischen Überlegungen habe ich mich für das Risiko einer Teilnahme entschieden. Der Titel meines Referats vom 25. Juni 2011 wird «Männerpolitik statt Antifeminismus. Eine Provokation» lauten.

Die Risiken sind mir und uns wohl bewusst. Wir können euch versichern, mit proaktiver Kommunikation gegenüber Partnerorganisationen und Medien deutlich zu machen, dass diese Teilnahme in keiner Weise als Zeichen der Zustimmung zur Weltanschauung der Antifeministen gewertet werden darf. Diese grundlegenden Differenzen werde ich auch am Anlass selbst deutlich machen. Auch das ist männer.ch – Kultur: selbstbewusst in der Abgrenzung und respektvoll ohne Ausgrenzung.’

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