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Archiv für August, 2015

Familienväter – Familienmütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 31. August 2015

Am Samstag, den 12. September 2015, um 16 Uhr, wird die Ausstellung mit den Portraits von Verena Jaekel in der Galerie im Tempelhof Museum in Berlin eröffnet. Der Schwerpunkt ihrer fotografischen Arbeit liegt auf dem Thema Familie. So auch bei ihrem aktuellen Projekt mit dem Titel Familienväter – Familienmütter. Die Portraitserie zeigt Männer und Frauen, die erst später in ihrem Leben Väter oder Mütter geworden sind. Verena Jaekel hat diese Arbeit deutschlandweit fotografiert und stellt sie nun erstmalig aus.

Familienväter-Familienmütter

(C) Verena Jaekel

Das Spektrum der Ausstellung wird durch die Serie Neue Familienportraits – New Family Portraits (2005 – 2006), die auf das Thema gleichgeschlechtliche Elternpaare fokussiert und um Auszüge aus dem Langzeitprojekt Junge Väter (seit 2007 fortlaufend) erweitert. Intention der Fotografin ist es, die Diversität aktueller Familienkonstellationen sichtbar zu machen und begleitende kulturelle wie soziale Faktoren visuell zu erkunden.

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… Vater sein dagegen sehr

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. August 2015

„Mache ich das gut?“ In der Mai Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins zum Thema „Ziele“ schildert ein Vater, 39 Jahre, ein Sohn (4) und eine Tochter (1) seinen Alltag und beschreibt seine Erziehungsziele:

„ … Wir stehen um sechs Uhr auf, frühstücken gemeinsam, dann bringt meine Partnerin die Kinder in die Kita. Ich fahre eine Stunde zur Arbeit, und so gegen 18 Uhr bin ich zum Abendbrot wieder zu Hause. Es bleibt ein wenig Zeit zum Spielen, und ich lese jeden Abend die Gute-Nacht-Geschichte vor. Um halb neun sind die Kinder im Bett, dann beseitigen wir in unserer Zweizimmerwohnung zumindest das größte Chaos. Anschließend habe ich noch ein wenig Zeit für mich, aber nur in der Theorie, oft schlafe ich ein.

Ein Leben neben Beruf und Kindern habe ich eigentlich kaum noch. Ich spiele nur noch meine Rolle als Arbeitnehmer und Vater. Auch die Wochenenden werden voll um die Kinder herum geplant. Manche Kollegen und Bekannte ohne Kinder schauen mich deswegen manchmal mitleidig an, doch wo sollte ich Abstriche machen? Teilzeit wäre nicht möglich, und weniger Zeit mit den Kindern kommt nicht infrage, schon allein weil ich dann meiner Partnerin neben ihrem Beruf noch mehr aufbürden würde.

Ein guter Vater zu sein bedeutet für mich vor allem, dass ich viel Zeit mit meinen Kindern verbringe und wirklich an ihrem Leben teilnehme. Ich möchte, dass sie eigenständige, glückliche Menschen werden. Dazu müssen sie die üblichen Regeln lernen, vor allem aber möchte ich ihnen Werte mitgeben. Ehrlichkeit und Verlässlichkeit etwa sind mir viel wichtiger, als dass sie beim Essen nicht die Füße auf den Tisch legen. Dazu braucht es Zeit, und ich gebe ihnen alle Zeit, die ich habe. …“

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Jeder zweite Vater würde lieber weniger Zeit im Job verbringen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. August 2015

Nachdem die zahlenmäßigen Ergebnisse der Zeitverwendungsstudie 2012/13 schon im Mai veröffentlicht wurden, gab es heute eine Pressekonferenz auf der erste Auswertungen präsentiert wurden: demnach sind 32 % der Väter sowie 19 % der Mütter in Deutschland waren 2012/2013 der Meinung, nicht ausreichend Zeit für ihre Kinder zu haben. „Das bedeutet: Jeder dritte Vater und jede fünfte Mutter wünschte sich mehr Zeit für die Kinder“, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), auf der Pressekonferenz „Wie die Zeit vergeht – Ergebnisse zur Zeitverwendung in Deutschland 2012/2013“. Für Erwerbsarbeit wünschten sich 7 % der erwerbstätigen Väter und 28 % der erwerbstätigen Mütter mehr Zeit. Dagegen würde jeder zweite erwerbstätige Vater und jede vierte erwerbstätige Mutter lieber weniger Zeit mit dem Job verbringen.

Darüber hinaus stellte Roderich Egeler weitere Ergebnisse zur Zeitverwendung in Deutschland vor:

  • Väter und Mütter leisten pro Woche knapp 10 Stunden mehr bezahlte und unbezahlte Arbeit als Personen ohne Kinder. Dies ist vor allem auf ein höheres Pensum an unbezahlter Arbeit zurückzuführen.
  • Mütter wenden mit 1 Stunde 45 Minuten pro Tag etwa doppelt so viel Zeit für die reine Kinderbetreuung auf wie Väter (51 Minuten).
  • 40 % der Bevölkerung ab 10 Jahre sind ehrenamtlich oder freiwillig engagiert. Männer sind am häufigsten beim Sport aktiv, Frauen dagegen im religiösen Bereich.
  • Fast drei Viertel der Schulkinder unter 10 Jahren nehmen Betreuungsangebote in der Schule oder im Hort in Anspruch (wie beispielsweise Mittagessen oder Hausaufgabenbetreuung).
  • Menschen in Deutschland verbringen 6 Stunden am Tag mit Freizeit. Die zeitlich bedeutendsten kulturellen Aktivitäten sind Fernsehen und Lesen. Seniorinnen und Senioren sind hier Spitzenreiter.
  • Die Zeitverwendung für Mediennutzung ist in den letzten 11 Jahren gestiegen. Mit sozialen Kontakten wird dagegen etwas weniger Zeit verbracht.

Die Zeitverwendungserhebung 2012/2013 gibt Aufschluss darüber, wie viel Zeit Menschen in Deutschland für verschiedene Lebensbereiche verwenden. Enthalten sind auch Fragen zum subjektiven Zeitempfinden. Von August 2012 bis Juli 2013 wurden gut 5 000 Haushalte auf freiwilliger Basis befragt. Über 11 000 Haushaltsmitglieder ab zehn Jahren dokumentierten an drei vorgegebenen Tagen in detaillierter Form ihren Tagesverlauf.

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mannTV – Nicht nur für Männer!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. August 2015

Männer haben Muskeln. Männer sitzen immer breitbeinig da. Männer gehen gern in den Baumarkt. Moment mal – alles Klischees? Männer sind anders! Aber wie? Was heißt Mann-Sein heute?

Männer sind für uns Mitstreiter, sie sind Partner, Inspiration & ganz viel Herausforderung! Zeit also, ihnen eine Sendung zu geben! Was denken Männer über Liebe, Familie, Treue, Sex oder Karriere? – Das fragt frauTV in mannTV, am Donnerstag, den 3. September 2015, von 22.00 – 22.30 Uhr.

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Väter sind unverzichtbar!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. August 2015

Lasst Väter Vater sein‘ lautet der Titel der aktuellen Veröffentlichung von Barbara Streidl, die noch mit dem Zusatz ‚Eine Streitschrift‘ versehen ist. Als jemand, der selbst Vater von drei erwachsenen Kindern ist und sich seit fast 20 Jahren beruflich mit dem Thema Vaterschaft in ihren unterschiedlichsten Facetten in Politik, Gesellschaft und Unternehmen, aber auch auf der privaten Ebene beschäftigt, kommt mir als erstes die Frage in den Kopf: Was ist daran strittig, Väter Vater sein zu lassen?

Ist es die Tatsache, dass sich mit Barbara Streidl eines der Alphamädchen und Mitbegründerin des Blogs ‚Mädchenmannschaft‘ für Väter schreibt und zum Umdenken aufruft? Sind es ihre neun Forderungen am Ende des Buches für eine bessere Zukunft? Oder die Sichtweisen, die sie in Gesprächen mit Autoren wie Thomas Gesterkamp und Reinhard Winter und anderen Vätern zusammenträgt? Ich denke daran ist nichts Spektakuläres. Auch die Fakten über die Bedeutung und Unersetzbarkeit von Vätern die Paul Raeburn in seinem Band ‚Do Fathers Matter? What Science is telling Us About the Parent We’ve Overlooked‘ zusammengetragen hat und von denen sie einige Wenige anführt machen noch nicht die Provokation aus, die eine ‚Streitschrift‘ hervorruft.

Es ist vielmehr die Klarheit in der Gedankenführung und die Konsequenz, mit der Streidl Dinge benennt, die scheinbar unstrittig sind, aber zu einer permanenten Abwertung von Vätern und väterlichem Engagement führen. Diese wird auch in der deutschen Übersetzung des Bandes von Paul Raeburn ‚Väter! Warum sie trotzdem wichtig sind‘ lautet der übersetzte Titel.

„Ich bin sicher: Ohne Väter geht es nicht. … Väter sind unverzichtbar, weil Eltern sein zu zweit nicht nur leichter ist, sondern auch besser. Für alle Beteiligten! Mama ist nicht genug …“ Diese Haltung ist der rote Faden von Barbara Streidl und ist vielleicht für Manche der strittige Punkt. Aber es kommt nicht nur auf individuelle Haltungen, sondern auch auf gesellschaftliche Werte, die ihren Ausdruck in gesetzlichen Regelungen, Anerkennung und Wertschätzung finden, an. Diese zeigen sich insbesondere an Regelungen und Konsequenzen bei Krisen- und Konfliktsituationen wie z.B. Trennung und Scheidung. „Trennungsväter benötigen Unterstützung und zwar nicht nur aus ihren engen familiären Beziehungen. … Wenn eine geschiedene Mutter fast schon zur Heiligen verklärt wird, weil sie sich aufopfernd um ihr Kind kümmert, das ja nun niemanden mehr hat als sie …“ „Ein Kind, das ohne Vater aufwächst, wird dadurch seelisch beschädigt. Mal mehr, mal weniger…“ „Wir brauchen mehr Empathie, mehr Verständnis für Väter, die ebenso schwer unter ‚Kindesentzug leiden können wie Mütter…“ Es sind solche Aussagen von Streidl, die Widerspruch hervorrufen werden und die Diskussion um Getrennterziehende und einer neuen, gleichen Aufteilung von elterlicher Verantwortung nach einer Trennung hoffentlich beleben werden.

Dass Mütter und Väter Zeit brauchen, neue Arbeitszeitmodelle wie Familienarbeitszeit dabei hilfreich sind, darüber gibt es Interessenkonflikte zwischen Beschäftigten und ihren Arbeitgebern, die müssen und können ausgehandelt werden. Die Zuschreibung von Autorität, Anerkennung und Vertrauen in väterliches Handeln und die Fähigkeiten von Vätern kommt von außen. Ohne sie wird vielen Vätern der Weg zu einer eigenen Väteridentität und der Nutzung der Väterchance verschlossen bleiben. Dafür lohnt es sich zu streiten.

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Aushandlungen von Paaren zur Elternzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. August 2015

Zwischen den Wünschen von Vätern, mehr Zeit in Familie bringen zu wollen und der tatsächlichen Reduzierung von Arbeitszeit nach der Geburt eines Kindes oder der Inanspruchnahme von längeren Elternzeiten klafft immer noch eine Lücke. Zur Erklärung dieser Widersprüche gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Untersuchungen und Studien, die gute Gründe und Erklärungen liefern, nach Ansicht der Tübinger Wissenschaftlerin Almut Peukert aber zu kurz greifen.

Sie setzt sich in ihrer kürzlich veröffentlichten Dissertation kritisch mit den vorliegenden Quantitativ empirischen Studien zur Inanspruchnahme von Elternzeit durch Väter auseinander. Neben der jeweiligen Datenbasis und fehlender Vergleichsgruppen gibt sie insbesondere zu bedenken, dass in allen Studien mit theoretischen Modellen es (neo-) utilitaristischen Paradigmas gearbeitet wird, welche als Handlungsmodell der rationalen Wahl voraussetzen. Dies ist ihrer Meinung nach ‚unterkomplex‘.

Sie hält es für erforderlich, den Blick stärker auf die innerpartnerschaftlichen Aushandlungen im Übergang zur Elternschaft zu richten. Auf der Grundlage der von ihr mit 9 Paaren geführten Partner- und Einzelinterviews entwickelt sie anhand des Aspekts „Wer betreut das Kind?“ vier zentrale Begründungsfiguren, die sich in der Selbst- und Fremdzuschreibung von Betreuungsverantwortung und –aufgaben unterscheiden:

„1. ‚Hegemonic Mothering‘: Beide Elternteile sehen selbstverständlich und einvernehmlich die Mutter in der Betreuungsverantwortung, während der Vater als (deutlich) weniger kompetent und verantwortlich positioniert wird.

2. ‚Sameness Taboo‘: Beide Elternteile verstehen sich auf Paarebene als potenziell egalitäre Betreuungspersonen. Der Vater versucht jedoch implizit über geschlechterdifferenzierende Annahmen seine Betreuungsverantwortung zu minimieren.

3. ‚Maternal Gatekeeping‘: Die Mutter schreibt sich selbst die Hauptverantwortung für die Betreuung des Kindes zu und versucht das Engagement des Vaters zu begrenzen. Der Vater hingegen versteht sich als egalitärer Elternteil und widersetzt sich dem ‚Maternal Gatekeeping‘.

4. ‚Equally Shared Parenting‘: Beide Elternteile sehen sich selbstverständlich, einvernehmlich und im gleichen Maße in der Betreuungsverantwortung.“

Auch bei der Frage, „Wer nimmt wie lange Elternzeit?“ weist die Autorin anhand der von ihr untersuchten Paare nach, dass nicht nur die Nominalwerte der Erwerbseinkommen und die beruflichen Rahmenbedingungen maßgeblich sind. „Vielmehr handelt es sich bei den Aushandlungen um eine Konstruktion von Realität, durch die Handlungsoptionen … wahrgenommen werden.“

Die vier Begründungsfiguren spielen auch bei der Elternzeitaufteilung eine Rolle. Peukert weist systematische Unterschiede darin, welche Erwerbstätigkeiten, Karriere(n) und Einkommen in den Aushandlungen der Paare zur Elternzeit relevant bzw. nicht relevant gemacht werden, nach. Weiterlesen »

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Weichenstellungen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. August 2015

EntscheidungsgründeWie teilen sich Paare nach der Geburt ihrer Kinder die Aufgaben in Familie und Beruf auf? Was war für diese Entscheidung wichtig? Konnten sie die gewünschte Aufteilung verwirklichen? Und was erwarten sie von der Politik? Hierzu wurden mehr als 3.000 Mütter und Väter, die als Paare mit ihren Kindern unter 6 Jahren zusammenleben, bei einer vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Untersuchung des Instituts für Demografie in Allensbach repräsentativ befragt.

Wesentliche Ergebnisse: Während Männer und Frauen vor der Geburt des ersten Kindes zu 71 Prozent beide Vollzeit erwerbstätig sind, reduzieren Mütter danach ihre Erwerbstätigkeit. Die durchschnittliche Stundenzahl der Berufstätigen verringert sich bei den Männern von 43 auf 42 Stunden unmittelbar nach der Elternzeit, weil auch ein Teil der Väter den Arbeitsumfang reduziert. Bei den berufstätigen Frauen verringert sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 37 auf 25 Wochenstunden (von 37 auf 23 in Westdeutschland und von 38 auf 31 in Ostdeutschland). Die meisten Elternpaare entscheiden sich nach der Geburt weiterer Kinder für die gleiche Erwerbskonstellation, die sie beim ersten Kind gewählt haben.

Die meisten Eltern hatten von vornherein feste Vorstellungen, wie eine solche Aufteilung aussehen könnte (58 Prozent). Paare, bei denen nach der Elternzeit oder den Elternzeiten der Vater in Vollzeit und die Mutter ebenfalls in Vollzeit oder in längerer Teilzeit arbeitet, haben mehr Planungsbedarf als andere. Ihre Festlegungen erfolgten etwas später und werden von mehr Erwägungen und Gesprächen begleitet.

Nach den Ergebnissen der vertiefenden Intensivinterviews beschäftigen sich die gemeinsamen Überlegungen oft damit, für wie lange die Mutter in Elternzeit geht und mit wie vielen Stunden sie später in den Beruf zurückkehrt. Für Väter wird dagegen die Beibehaltung der Vollzeitberufstätigkeit in der Regel vorausgesetzt. Im Hinblick auf die Väter diskutieren die Partner eher darüber, ob diese Elternzeit beanspruchen sollten und wie stark sie sich an der Kinderbetreuung und der übrigen Familienarbeit beteiligen. Dabei stimmten die grundsätzlichen Vorstellungen von Männern und Frauen meist überein. Die Aufgabenteilung verlief für 87 Prozent ohne Kontroversen, als das gemeinsame Prüfen von Alternativen und Realisierungsmöglichkeiten.

Bedeutsam dafür, dass Väter von der Elternzeit Gebrauch machen, ist auch das Erwerbsverhalten der Mutter: Dort, wo die Mütter nach der eigenen Elternzeit mit höherer Stundenzahl berufstätig sind, entscheiden sich Väter deutlich häufiger für eine eigene Elternzeit (29 Prozent) als dort, wo die Mütter mit einer kürzeren Teilzeit in den Beruf zurückkehren (21 Prozent) oder gar nicht berufstätig sind (17 Prozent). Wenn Mütter ihre Erwerbstätigkeit für längere Zeit unterbrechen, gilt in vielen Familien die durchgehende Berufstätigkeit des Vaters für die materielle Sicherung als notwendig. Weiterlesen »

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Netflix lockt Talente mit Elternzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. August 2015

Netflix lockt Talente mit Elternzeit

Väter und Mütter können im ersten Jahr nach der Geburt bei Netflix ab sofort bei voller Bezahlung so viel (oder wenig) arbeiten, wie sie wollen. Mit diesem Angebot ruft der Videostreaming-Dienst in den USA Stürme der Begeisterung hervor. Bezahlte Elternzeit, Parental Leave ist dort eine Seltenheit und gesetzlich nicht geregelt

„Wir wollen, dass unsere Angestellten die Flexibilität und Gewissheit haben, um die Bedürfnisse ihrer wachsenden Familien zu balancieren, ohne sich um Arbeit oder Finanzen kümmern zu müssen“, schreibt Netflix in einem Blogeintrag:

Starting Now at Netflix: Unlimited Maternity and Paternity Leave

At Netflix, we work hard to foster a “freedom and responsibility” culture that gives our employees context about our business and the freedom to make their own decisions along with the accompanying responsibility. With this in mind, today we’re introducing an unlimited leave policy for new moms and dads that allows them to take off as much time as they want during the first year after a child’s birth or adoption.

We want employees to have the flexibility and confidence to balance the needs of their growing families without worrying about work or finances. Parents can return part-time, full-time, or return and then go back out as needed. We’ll just keep paying them normally, eliminating the headache of switching to state or disability pay. Each employee gets to figure out what’s best for them and their family, and then works with their managers for coverage during their absences.

Netflix’s continued success hinges on us competing for and keeping the most talented individuals in their field. Experience shows people perform better at work when they’re not worrying about home. This new policy, combined with our unlimited time off, allows employees to be supported during the changes in their lives and return to work more focused and dedicated.

Tuesday, August 4, 2015 –Tawni Cranz Netflix’s Chief Talent Officer

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Macht das erste Kind unglücklich, kommen seltener Geschwister

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. August 2015

Elterliche Glücks-Einbußen nach der ersten Geburt helfen zu erklären, warum viele ihren Wunsch nach zwei Kindern nicht umsetzen. Je unzufriedener Eltern mit ihrem Leben unmittelbar nach der Geburt des ersten Kindes werden, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie noch ein zweites Kind bekommen. Dies belegt eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock nun erstmals für Deutschland. Der Effekt ist besonders stark für ältere und gebildetere Mütter und Väter.

Die Analyse rührt an einem Tabu: Dass Eltern durch die Geburt ihres ersten Kindes zumindest zunächst unglücklicher werden, wird öffentlich selten thematisiert. Dabei zeigt sich nun, dass die Zufriedenheit im Jahr nach der ersten Geburt sogar stärker fällt als etwa durch Arbeitslosigkeit, Scheidung oder den Tod des Partners.
Das berichtet Mikko Myrskylä, Demograf und neuer Direktor des MPIDR, zusammen mit Rachel Margolis vom Institut für Soziologie an der University of Western Ontario jetzt im Wissenschaftsjournal „Demography“.

„Die Erfahrung der Eltern während und nach der ersten Geburt bestimmen mit, wie groß die Familie am Ende wird“, sagt Mikko Myrskylä. „Politiker, die sich Sorgen um niedrige Geburtenraten machen, sollten darauf achten, dass es den jungen Eltern schon beim ersten Kind gut geht – und zwar rund um die Geburt und danach.“

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