Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. September 2010
… gibt es im Donau-Ries-Kreis. Der Landkreis liegt bayernweit an der Spitze. Im Bundesvergleich liegt der Landkreis Donau-Ries auf Platz drei. Laut Bundesamt hat er bei den Vätern, die im Zeitraum von Januar 2008 bis März 2010 Elternzeit beziehungsweise Elterngeld beanspruchten, einen Anteil von 34,7 Prozent.
Landrat Rößle: „Dass die Zahl der Väter, die aufgrund ihres neugeborenen Kindes Elternzeit in Anspruch nehmen, in unserem Landkreis bayernweit am höchsten ist, ist ein Hinweis dafür, dass der Landkreis Donau-Ries dem bundesweiten Trend hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereits einen Schritt voraus ist. Dies unterstreicht auch die kürzlich veröffentlichte Nachricht, dass unser Landkreis entgegen der allgemeinen rückläufigen Entwicklung einen Geburtenzuwachs verzeichnen kann.“
Der Landkreis dürfe sich nun zwar nicht zurücklehnen und müsse auch weiterhin offensive Familienpolitik betreiben: „Im Hinblick auf das bisher Erreichte dürfen die politisch Verantwortlichen im Kreis aber durchaus auch ein klein wenig stolz sein.“
Vorbilder wirken: Bekanntlich ist Rößle mit gutem Beispiel vorausgegangen und hat selbst schon zwei Monate Elternzeit genommen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. September 2010
Das Thema soziale Kontakte und drohende Vereinsamung ist für viele Väter ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung über die Dauer der Elternzeit. Viele Kontakte und Netzwerke sind über den Beruf geprägt und bei einer längeren Abwesenheit vom Job sehen sich viele Väter abgehängt. Tagsüber sind die ehemaligen Kumpels kaum für längere Gespräche erreichbar.
Vaeter-nrw hat mit einem Vater gesprochen, der im Februar für 2,5 Jahre in die Elternzeit gegangen ist:
‚ … vaeter-nrw.de: Haben sich durch die Elternzeit neue soziale Kontakt entwickelt?
Volker Reimann: Teilweise schon. Ich führe jetzt weiter, was meine Frau in ihrer Elternzeit mit unserer Tochter begonnen hat. Zum Beispiel gehe ich regelmäßig zu einem Babykurs und treffe mich mit einer Kollegin meiner Frau, die zur etwa gleichen Zeit ein Kind bekommen hat. Dort hat unsere Tochter Kontakt zu Gleichaltrigen. Bis vor kurzem traf ich mich auch einmal in der Woche mit einem anderen Vater in Elternzeit. Wir haben beim gemeinsamen Frühstück Erfahrungen ausgetauscht und sind dann mit den Kindern auf einen der umliegenden Spielplätze gegangen.
Doch dieser Vater ist inzwischen wieder an seinem Arbeitsplatz. Mir ist es nicht so wichtig, ob ich mich mit einem Mann oder einer Frau austausche. Es kommt immer auf den einzelnen Menschen an und ob der mir liegt. Außerdem ist meine Zeit ja begrenzt, denn auch Einkäufe und Hausarbeiten nehmen eine gewisse Zeit in Anspruch.’
Das ganze Interview können Sie hier lesen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. September 2010
Väter brauchen keine Gebrauchsanleitung für das Vatersein. Vater sein, das ist eine Herausforderung, ein Abenteuer, in das man sich mit Lust stürzen sollte und das man prima meistert, weil man mit Leidenschaft herangeht. So sieht es der Schauspieler Hans-Werner Meyer, der in seiner Eigenschaft als Botschafter der Karl-Kübel-Stiftung am 26. August das Papa-Café im Papaladen besuchte.
Seine Begeisterung für das Abenteuer Vatersein konnte man spüren: Der zweifache Vater unterhielt sich engagiert mit den Besuchern des Papa-Cafés über den Alltag des Vaterseins.
Zu Beginn des Papacafés hatte Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl-Kübel-Stiftung, hervorgehoben, dass die Bewerbung des Papaladens um den mit 50.000 Euro dotierten Karl-Kübel-Preis besonders willkommen sei: „Der Papaladen ist ein ganz besonderes Netzwerk. Wir brauchen Leuchttürme wie den Papaladen, um auch andere zu motivieren.”
Die Preisverleihung findet am 6. September in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt statt. Außer dem Papaladen sind fünf weitere Projekte nominiert. Es bleibt also bis zuletzt spannend, denn es kann nur maximal drei Preisträger geben.
Ich drücke dem Papaladen schon jetzt ganz fest die Daumen und werde die Entscheidung am kommenden Montag hautnah miterleben.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. August 2010
Vor kurzem habe ich an dieser Stelle über die Studie ‘The New Dad – Exploring Fatherhood Within a Careers Context’ berichtet. Im August Newsletter des Sloan Work and Family Research Network at Boston College äußert sich einer der Autoren der Studie, Brad Harrington, zu den Konsequenzen aus der Untersuchung für weitere Forschungsansätze und für Arbeitgeber.
‚ … What additional research about dads would be useful?
There are so many possible avenues to pursue; it would be tough to nail a few down. We would love to see more exploration of fathers’ experiences with children at different life stages (e.g., school age, teenagers, college students). We would be interested to learn more about single fathers as well as to study the experience of stay-at-home fathers.
They are still a small minority—only about 5% of stay-at-home parents are men in the U.S. But they are an interesting group to study because they can tell us a lot about how men function in caregiving roles. As one of our colleagues says, being an effective caregiver or parent isn’t about gender, it’s about competencies.
… How can workplaces support today’s dads and working families?
… First, recognize how much the equation for families and fathers has changed. Second, promote work-life programs in gender-neutral fashions. Stop making only women the role models for your work-life initiatives. For the culture to change, we need to really send a strong emphatic message that men are 50% of the equation. Finally, provide forums where men and fathers can talk about their work-family challenges. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. August 2010
In der Wochendausgabe der Times beschreibt William Leith, selbst Trennungsvater, die Leiden der Väter, die ihre Kinder nicht oft genug sehen können. Die Väter, Prominente wie Bob Geldorf und Dougray Scott, aber auch Väter aus der Nachbarschaft beschreiben eindrucksvoll ihre Gefühle, die Sie bei den Momenten mit ihren Kindern haben und die Sorgen und Nöte, die die Trennung verursacht hat.
‘… And then I would hear Billy’s voice. My son! There was always a rush of emotion, a balloon expanding in my chest. As a father, when you are separated from your child, you feel vulnerable, even if you see him a lot. It’s the separation. It’s the sense of not belonging. You stand on the doorstep, and you hear your son’s voice, and you feel two things, the tremendous rush of love for your son existing inside the hollow pang of separation. The door opens. Now you must say something. It’s not surprising that your voice sounds weird. …
When you have children, the centre of your world changes. To have them taken away from you is incredibly painful and disorientating. I look at the world in a different way now. Lots of things have been tarnished. I’ve found it difficult to meet someone else and to trust another person. …’
Die Schlussfolgerungen, die Dougray Scott aus der Trennungssituation zieht, machen die Parallelen zur aktuellen Diskussion um Sorgerecht hierzulande deutlich:
‘I would like to see my children more often than I do. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. August 2010
Das Männernetzwerk Dresden e.V. führt einen Fotowettbewerb mit dem Titel “VäterBilder” durch. Sie können uns noch bis zum 31. August Ihre Schnappschüsse zusenden, die Väter heute zeigen. Am 1. Oktober findet um 17 Uhr in den Räumen des Männernetzwerks Dresden die Preisverleihung der besten sieben Fotos, sowie die Ausstellungseröffnung mit einer Auswahl von Fotos und Texten zum Thema statt. Bis dahin sind alle eingesendeten Bilder auf unserer Homepage schon im Vorfeld zu bewundern.
Ein Fotokalender für das kommende Jahr wird ab Herbst die schönsten Fotos vereinen und über uns zu bestellen sein. Anfang 2011 werden ausgewählte Bilder in einer Fotoausstellung im „Leonardo“ im Dresdner Hechtviertel zu sehen sein.
Hintergrund dieser Aktion ist ein Projekt für Väter und Unternehmen zu dem Thema “Väter in Elternzeit”. Wir möchten Väter ermutigen, sich der Bedeutung der Elternzeit und der Vaterrolle für ihre Kinder bewusst zu werden. Väter sind wichtig für die Erziehung ihrer Kinder. Sie sind nicht nur Ernährer, sondern Vorbilder und wichtige Bezugspersonen zugleich.
Jeder, der einen Vater knipsen möchte, sollte schnell zur Kamera greifen und die Fotos per Mail an das Männernetzwerk Dresden schicken.
Neben fotografischem Ruhm gibt es auch wertvolle Preise zu gewinnen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. August 2010
Das Boston College for Work & Family hat die Studie ‘The New Dad – Exploring Fatherhood within a Career Context’ vorgelegt, in der zahlreiche neue Erkenntnisse darüber, wie Väter die Erwartungen der Arbeitswelt und ihre Vorstellungen von aktiver Vaterschaft zu vereinbaren suchen, offengelegt werden. Die Autoren bezeichnen sie als ‚stealth approaches’, also einer Vorgehensweise, die für Außenstehende nicht sichtbar wird.
Die wesentlichen Ergebnisse der Studie sind:
- Most fathers in the study confirmed that their self-image at work increased in a positive way after having children, with many fathers reporting that their new role as parents had enhanced their reputation, credibility, and even career options.
- Although new fathers felt supported by their bosses regarding work-life flexibility, most did not arrange formal flexible work arrangements as new mothers often do. Instead, these fathers used more informal, sometimes “stealth” approaches to balancing work and family issues.
- In many cases the men were not prepared for how much work it can be to take care of a young child. They choose to spend time with their children, often at the expense of personal activities they previously enjoyed. Often their priorities changed to focus more on family and less on work. In some cases they adjusted their ambitions for professional advancement and career to take into account their new responsibilities and joys.
- It is clear that after many years of struggle, women have earned legitimacy in both the home and work spheres. For the most part, moving from one sphere to another, or having a foot in each for some periods of time, is now considered both legitimate and commonplace. In terms of stay-at-home dads, however, men have not experienced a similar revolution in terms of their role in the home and family sphere.
Die Studie gibt es als pdf Dokument zum herunterladen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. August 2010
Uly Foerster ist in guter Gesellschaft: Charly Chaplin, Clint Eastwood, Franz Beckenbauer und Rod Steward, alles Männer, die jenseits des erwarteten Durchschnittsalters Väter geworden sind. ‚Alte Väter’, wie Foerster sein Buch betitelt, in dem er vom Glück der späten Vaterschaft berichtet.
Er möchte sich dabei ausdrücklich von jenen Kollegen der schreibenden Zunft unterscheiden, die die Vätermonate nutzen, um über ihre Gefühle und Betroffenheiten zu berichten, nach dem Motto, ‚sie bekommt das Baby und ich die Krise’. Foerster setzt sich sehr offen und mit großem Humor und Selbstironie mit seinen Erfahrungen als ‚alter Vater’ auseinander.
Diese sind natürlich geprägt durch die Auseinandersetzung mit der Frage, möchte ich, kann ich und darf ich mit knapp 60 Jahren noch einmal Vater werden, kann ich der Verantwortung gerecht werden und was kommt alles auf mich zu?
Foerster konfrontiert den Leser auf den verschiedenen Etappen dieser, seiner persönlichen Lebensgeschichte mit seinen Klischees und Vorurteilen und eröffnet zahlreiche Gelegenheiten, diese humorvoll aufzulösen. Er beschreibt mehrfach Situationen, in den er Kinderwagen schiebend, alleine oder mit seiner Frau, wahlweise missmutig als Vater oder wohlwollend als Opa angesehen wird. Eine Studie in Deutschland stellte fest, das nur 10% der befragten Männer Erstväter über 55 in Ordnung finden, die Obergrenze des gerade noch akzeptierten liegt bei 50 Jahren.
Um die Verwirrung um den Opapa aufzulösen haben Foerster und seine Frau den ‚Triumphkuss’ erfunden, mit dem sie jegliche Zweifel spontan beseitigen. Diese lustvoll beschriebenen Szenen bieten den Hintergrund für die Auseinandersetzung zum Beispiel mit der Frage, wie gehen wir eigentlich mit dem Jugendwahn in unserer Gesellschaft angesichts einer alternden Bevölkerung um, einer Gesellschaft in der bald schon mehr Rollatoren als Kinderwagen abgesetzt werden. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. August 2010
Wie stressanfällig ein Mann im Alltag ist, hängt von seiner Kindheitsbeziehung zum Vater ab: Je liebevoller es im Elternhaus zugegangen ist, desto weniger macht erwachsenen Männern später Stress etwas aus.
“Most studies on parenting focus on the relationship with the mother. But, as our study shows, fathers do play a unique and important role in the mental health of their children much later in life,” Mallers said during a symposium focusing on social relationships and well-being.
Das hat jetzt eine Studie von Melanie Mallers, PhD, an der California State University-Fullerton belegt. Doch nicht nur herzliche Väter wirken sich auf die emotionale Stabilität der Söhne im Erwachsenenalter positiv aus.
Dasselbe gilt für fürsorgliche Mütter. Töchter profitieren ebenfalls von einer harmonischen Beziehung zu ihren Eltern, wie die Experten auf einer Psychologen-Tagung in den USA berichtet haben
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