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Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Hessenstiftung bündelt Väterangebote zum Hessischen Vätertag

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 31. Mai 2019

Nach dem Vatertag ist vor dem Vätertag. Die hessenstiftung – familie hat zukunft und die Landesarbeitsgemeischaft (LAG) Väterarbeit in Hessen begnügen sich nicht mit Christi Himmelfahrt, sondern greifen die angelsächsische Tradition des 3. Sonntag im Juni auf, an dem mit mehreren Aktionen der „Hessische Vätertag“ gefeiert wird.

Bei den jetzt von der Hessenstiftung prämierten Aktionen geht es um die individuelle und gesellschaftliche Wertschätzung väterlicher Zuwendung zu Kindern. „Bei allen Aktionen geht es darum, Väter mit Kindern zusammenzubringen, und um ein Dankeschön für Papa“, sagt Stiftungsgeschäftsführer Ulrich Kuther, der zugleich Vorstandsvorsitzender der LAG Väterarbeit Hessen ist. „Wir haben leider in den letzten Wochen unsägliche Dankeschöns im Werbevideo eines Discounters erlebt. Darin werden Väter und Mütter verunglimpft. Uns geht es um moderne Rollen beider Eltern, bei denen die aktive Zuwendung des Papas gar nicht hoch genug geschätzt werden kann.“

Erfreulich ist, dass eine der Aktionen in der diesjährigen Familienstadt Fulda stattfindet. Die Fortführung des Väterbuchs der Vater-Kind-Gruppe aus dem Mütterzentrum Fulda e.V. schlägt schon einen Bogen zum Hessischen Familientag am 14.09.2019. Mobil zu Kindertagesstätten unterwegs ist seit einigen Jahren das feuerrote Papamobil der Evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck. Am Hessischen Vätertag machen sie Station in der Evangelischen Kita Friedenskirche in Kassel. Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund Marburg-Biedenkopf lädt der Väteraufbruch für Kinder – Kreisverein Marburg e.V zu einem Spiele-Aktions-Tag für Papas und ihre Kinder ein und informiert zum Thema: „Vater sein von Anfang an.“ Einen Erlebnistag im Kanu auf der Lahn für Väter mit ihren Kindern veranstaltet die Aktion-Perspektiven für Junge Menschen und Familien e.V. Eine „Vater-Kind-Olympiade findet sowohl in Butzbach auf dem Spielplatz Degerfeld“ statt, organisiert vom Quartiersmanagement „Soziale Stadt“, wie auch in Hohenstein im Taunus, wo der Kindergarten Wichtelburg verantwortlich zeichnet. Für die vielen Sport und Freizeitvereine, die Väter gezielt bei ihren Aktivitäten mit Kindern ansprechen, steht der Aero-Club Odenwald e.V. in Michelstadt mit seinem Aktionsthema „Papa, wir geh’n fliegen!“.

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45 Prozent der Väter würden gerne weniger arbeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. April 2019

Fast jeder zweite Vater in Österreich würde gerne weniger arbeiten. Doch auch Frauen und Männer ohne Kinder hätten gerne mehr Freizeit.
45 Prozent der Väter und 33 Prozent der Mütter würden gerne weniger arbeiten als sie das derzeit tun. Und selbst 36 Prozent der kinderlosen Männer und 30 Prozent der Frauen ohne Nachwuchs hätten gerne mehr Freizeit. Von den Teilzeit-Frauen sind 72 Prozent mit der Arbeitszeit zufrieden, bei den Männern 55 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten, die mehr arbeiten will, ist hingegen sehr überschaubar.

Dies geht aus dem Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hervor, der heute präsentiert wurde. Neben mehr Freizeit wird der geringere Zeitdruck geschätzt, dafür sehen sich Teilzeitkräfte weniger sozial anerkannt und auch bei den Aufstiegschancen fühlen sie sich benachteiligt. Unterm Strich sind aber 72 Prozent der Frauen in Teilzeit mit ihrer Stundenanzahl zufrieden, bei den Männern sind es 55 Prozent.
Die höchste Teilzeitquote hat der Gesundheits- und Sozialbereich mit 50 Prozent, gefolgt vom Erziehungs- und Unterrichtssektor mit 40 Prozent. Am körperlich besonders fordernden Bau sind es hingegen nur 12 Prozent.
Auffallend ist der eklatante Unterschied in der Zufriedenheit zwischen Arbeitnehmern mit Lehr- und Pflichtschulabschluss. So sind erstere zu 68 Prozent mit ihren Rechten als Beschäftigte zufrieden, bei den Mitarbeitern mit der geringsten schulischen Qualifikation sind es hingegen nur 54 Prozent.

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‘Kinder brauchen Varianz’ – Väter und Bindung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. April 2019

Andreas Eickhorst bei vaetertv zur Bedeutung von Vätern für die Entwicklung von Kindern.

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Junge Väter ticken anders

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. April 2019

In einem ausführlichen Bericht geht die Stuttgarter Zeitung auf die Bedeutung von Väternetzwerken bei Unternehmen wie SAP und Bosch ein:

„… Es geht beim Netzwerk aber auch darum, sich gegenseitig zu bestärken, diese Chance auch zu nutzen. „Wir müssen Väter ermutigen, selbstbewusst aufzutreten und zu sagen: Ich sehe nicht ein, dass es meine Karriere torpediert, wenn ich ein, zwei Jahre bei meinen Kindern zu Hause bleibe.“

Das Elterngeld soll es Müttern wie Vätern ermöglichen, für eine bestimmte Zeit aus dem Beruf auszusteigen, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Auch Männer können das Elterngeld bis zu zwölf Monate in Anspruch nehmen. In den Köpfen vieler sei aber verhaftet, dass sie Anspruch auf nur zwei Vätermonate haben, sagt der Düsseldorfer Sozialwissenschaftler Hans-Georg Nelles. „Auch unsere sozialversicherungs und steuerrechtlichen Regeln begünstigen es, dass es einen Vollverdiener gibt und der Partner zu Hause bleibt. Diejenigen, die es anders machen wollen, müssen sich durchsetzen, müssen sich erklären.“

Nelles beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem Thema und beobachtet inzwischen einen langsamen Bewusstseinswandel. 2017 meldete das Statistische Bundesamt, dass mehr als 35 Prozent der Väter Elterngeld in Anspruch nehmen. Allerdings bilden sie damit eben auch eine Minderheit. Drei von vier Vätern bleiben zudem nur zwei Monate zu Hause – möglicherweise auch aus Angst vor finanziellen Einbußen. …“

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Warum Väter lange Elternzeit nehmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. April 2019

Die meisten Väter nehmen die für sie vorgesehenen 2 Monate Elternzeit in Anspruch. Welche Erfahrungen machen Männer, die mehr Partnermonate in Anspruch nehmen. In Bento berichten drei Väter:

Dave „Meine Frau und ich haben den gleichen Job gelernt, sie wurde aber deutlich besser bezahlt. Daher habe ich mich dann vor drei Jahren entschieden, nicht nur in Elternzeit zu gehen, sondern voll Hausmann zu werden. Gewundert hat das niemanden: Ich war mit 16 Jahren schon Betreuer bei den Pfadfindern, mit 18 für zwei Jahre als einer der wenigen männlichen Au Pair in den USA. Ich konnte also schon immer gut mit Kindern umgehen. Daher gab es auch keine blöden Sprüche.

Marc „Mit meiner Entscheidung bin ich daher ein echter Exot: Schon bei meinem Sohn habe ich 13 Monate Elternzeit genommen. Es war eine großartige Erfahrung, die ich dringend weiterempfehlen würde. Darum habe ich nun bei meiner Tochter auch wieder zwölf Monate Elternzeit beantragt. Dass Kindererziehung so anstrengend sein würde, hatte ich damals nicht gedacht. An meine letzte durchgeschlafene Nacht kann ich mich zumindest nicht erinnern. Flasche geben, wickeln, trösten, spielen, diskutieren und ’nebenbei‘ den Haushalt zu regeln kostet viel Energie. Trotzdem ist es das Schönste auf der Welt.“

Timo „Für mich gehört es zum ‚männlich sein‘ einfach dazu, dass ich mich Zuhause einbringe und Verantwortung übernehme. Dass ich mich dem nicht entziehe. Ich glaube aber auch, dass in vielen Berufen schnell dumme Sprüche kommen. Ich arbeite als Erzieher, da war es zum Glück anders. Vielleicht lebe ich da aber auch in einer Filterblase.

Auf jeden Fall würde ich mich hart ärgern, wenn ich mich gegen die Elternzeit entschieden hätte. Am Anfang war ich zwar etwas unsicher und habe gehadert, wenn mein Sohn nicht aufhören wollte zu schreien. Dann habe ich meine Freundin auch mal angerufen. Aber das ist doch vollkommen normal. Auch Mütter sind unsicher, auch Mütter haben Probleme.“

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Vereinbarkeit geht nur gemeinsam

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. April 2019

Hanna Drechsler hat bei EditionF beschrieben, wie eine partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit gelingen kann. Sie und ihr Mann teilen sich ihre Familien- und Arbeitszeit gleichberechtigt auf. Ihre Quintessenz „Vereinbarkeit ist eine Frage von Prioritäten und Haltung.“ Auf der Basis ihrer Erfahrungen formuliert sie 11 Punkte, die zum Erfolg ihres Modells beigetragen haben:

„1. Überprüft eure Werte als Paar Was ist euch wirklich, wirklich wichtig und wie wichtig ist es euch, Arbeits- und Betreuungszeit gleichberechtigt aufzuteilen? …

2. Macht das zufriedene Familienleben zu eurer Priorität Sucht euch verständnisvolle Arbeitgeber*innen und passende Arbeitsstunden bzw. -zeiten und wartet nicht darauf, dass man sie euch anbietet. …

3. Zeigt Haltung und schafft feste Verantwortlichkeiten Überprüft, wie ihr Arbeits- und Betreuungszeit bewertet. …

4. Redet, redet, redet Kommunikation ist alles! Ja, man muss, vor allem am Anfang, alles absprechen und dauernd klären, wer jetzt eigentlich gerade für was zuständig ist …

5. Betreibt „Familienmanagement“ Es gibt viele Termine zu organisieren, jede Woche ist anders und muss mal mehr, mal weniger geplant werden …

6. Lasst euch helfen Bekanntlich braucht es ja ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Schafft euch dieses Dorf und baut euch ein Netzwerk an Unterstützung auf. …

7. Seid achtsam miteinander Solange wir im Hier und Jetzt sind, geht alles leichter! Wir haben gelernt, zusammen Pausen zu machen und die gemeinsame Zeit zu genießen …

8. Nehmt den Druck raus Gerade als Mutter habe ich mir am Anfang wahnsinnig viel Druck gemacht …

9. Plant bewusste Auszeiten – einzeln und als Paar Jeden Monat planen wir uns eine „Date-Night“, oft sogar mit ganzer Nacht und ausschlafen …

10. Seid nicht zu streng mit der Idee von 50/50 Nicht jede*r ist in jeder Lebensphase gleich belastbar und einsatzbereit. …

11. Findet euren eigenen Weg Erlaubt euch, ein Familienmodell zu erträumen, so wie es für euch vollkommen ideal wäre. …“

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Warum werden Männer Väter?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. Juni 2018

Wie verändern sich Körper und Gehirn eines Mannes, wenn er Vater wird? Die Evolutions-Anthropologin Dr. Anna Machin hat für ihr Buch ‚The Life of Dad‘ Väter untersucht und diskutiert im Rahmen ihrer Väterforschung wie sehr die Gene eines Mannes bestimmen, was für ein Vater er sein wird.

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Anliegen von Vätern sichtbar machen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. April 2018

Im Gespräch bleiben, offen sein für neue Ideen, kleine Lösungen schnell umsetzen, Vorbild für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein: Damit haben Unternehmerinnen und Unternehmer gute Erfahrungen gemacht, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Das waren einige Ergebnisse der Tagung, zu der das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie am 1. März 2018 nach Hannover eingeladen hatte. Kirsten Frohnert, Projektleiterin im Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie, hat anschließend im Interview mit dem Niedersächsischen Väterportal die Aspekte „Väterfreundlichkeit von Unternehmen“ und „Vereinbarkeit für Väter“ genauer in den Blick genommen.

Was motiviert ein Unternehmen dazu, sich mit dem Thema Väterfreundlichkeit zu beschäftigen?

Unternehmen stehen unter großem Druck im Hinblick auf das Thema „Fachkräfte finden und Fachkräfte binden“. Und Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgeber aufstellen wollen, nehmen alle Zielgruppen in den Blick, wenn es darum geht, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Da rücken auch die Väter in den Blick. Bewerber treten heute auch mit klaren Erwartungen auf den Arbeitsmarkt, gerade die jungen Männer sagen heute: „Für uns ist es kein Entweder Oder“, sondern sie haben auch Vereinbarkeitswünsche, die oft genauso wichtig sind wie das Gehalt. Im Bewerbungsgespräch wird die Frage formuliert: „Wie kann ich vereinbaren? Welche Möglichkeiten bieten Sie mir, zum Beispiel flexibel zu arbeiten?“. Wir wissen aus unseren Studien, dass beispielsweise 51 Prozent der Väter sich eine Reduzierung der Arbeitszeit wünschen für mehr familiäres Engagement. Und in der Gruppe der jungen Väter zwischen 18 und 29 Jahren wünschen sich sogar 69 Prozent mehr Zeit für die Familie und würden dafür auch gern die Arbeitszeit reduzieren. Wenn der Fachkräftebedarf auf der einen Seite zusammentrifft mit diesen neuen Erwartungen von jungen Vätern, dann rücken die Väter in den Fokus der Vereinbarkeit.

Welche Angebote gibt es in der Praxis und wo liegen die Unterschiede?

Das Wichtigste ist – egal, ob es Angebote für Frauen oder für Männer sind – die Arbeitszeitflexibilität. Das hören wir immer wieder, egal in welcher Vereinbarkeitssituation jemand ist, ob als Mann oder als Vater beziehungsweise Sohn, ob als Mutter, Tochter oder pflegende Angehörige – Arbeitszeitflexibilität ist ein ganz wichtiges Instrument. …

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Stellenausschreibung Väterarbeit und WebAPP

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Februar 2018

Die Papaseiten.de sind ein Projekt des VSP e.V., dass sich seit 2015 für die Väter und ihre Themen in Dresden engagiert. Neben der Beratung, Vätergruppen und Vater-Kind-Wochenenden, starten wir Kampagnen für eine aktive Vaterschaft und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aktuell beteiligen wir uns an der Entwicklung einer vätergerechten Familienbildung. Als Projekt sind wir regional und bundesweit vernetzt. Wir arbeiten basisdemokratisch und subjektorientiert.

Wir suchen ab sofort eine sozialpädagogische Fachkraft mit Kenntnissen in der Umsetzung von Joomla im Rahmen unseres WebAPP Angebotes für Väter.

Arbeitsaufgaben:

  • Arbeit mit Multiplikator_Innen im sozialen Bereich, in der Familienbildung, in Netzwerken, in Unternehmen und mit Vätern
  • Analyse und Bedarfserhebung/Aufbau und Etablierung des Onlineangebotes
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Vernetzung
  • Umsetzung in Joomla
  • Projektorganisation/konzeptionelle Arbeit/Qualitätssicherung

Sie sollten mitbringen:

  • abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit oder vergleichbarer Abschluss
  • praktisches Wissen in der Arbeit mit Vätern – Beratung, Begleitung, (Familien-)Bildung
  • Anwendungswissen zu Joomla
  • Zusatzqualifikationen im Bereich der geschlechtersensiblen Arbeit sind erwünscht
  • eigenständiges Arbeiten und Arbeiten in einem selbstverwalteten Team

Die Stelle ist eine Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden und bis zum 31.12.2018 befristet (Verlängerung möglich, HzE als Erweiterungsoption). Die Finanzierung erfolgt entsprechend dem Tarif des VSP e.V.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen postalisch/per E-Mail an: Papaseiten.de ein Projekt des VSP e.V. Dresden Förstereistraße 35 01099 Dresden kontakt@papaseiten.de. Für weitere Informationen können Sie Herrn Strenz unter 0351-65888331 oder 0162-8464351 erreichen.

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Handlungskonzept ‚Zukunftsorientierte Väterpolitik in Niedersachsen‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Februar 2018

Das Niedersächsische Sozialministerium hat in enger Zusammenarbeit mit dem Landesarbeitsforum „Aktive Vaterrolle“ das Handlungskonzept „Zukunftsorientierte Väterpolitik in Niedersachsen“ entwickelt. Das Handlungskonzept umfasst fünf relevante Handlungsfelder der Väterpolitik. Die darin beschriebenen Ziele und Maßnahmen sollen die Aufmerksamkeit für die Rolle der Väter in der Erziehung stärken und für mehr Akzeptanz in der Arbeitswelt sorgen. Das Handlungskonzept war 2013 im Koalitionsvertrag vereinbart worden und soll als fachliche Grundlage für die zukünftige Väterarbeit in Niedersachsen dienen.

Ein Expertenforum mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis, Jugendhilfe, dem Bildungssektor und der Wirtschaft hatte im Herbst 2016 konkrete Ziele und Umsetzungsvorschläge für fünf Handlungsfelder erarbeitet, in denen eine aktive Väterpolitik in Niedersachsen vorangebracht werden soll:

  • Jungen- und Väterarbeit: Schulprojekte zu Lebensplanung und Berufsorientierung, sozialpädagogische Begleitung von jungen Vätern im Alter von 14 bis 21 Jahren, Unterstützung von Vätern in Trennungs- und Ein-Eltern-Familien
  • Geschlechterbezogene Bildung unter besonderer Berücksichtigung der Väter: Konzeption und Ausbau von Fortbildungsangeboten für Väterbildungsarbeit, stärkere Verankerung eines Bildes von fürsorglicher Vaterschaft in Ausbildungscurricula und Bildungsplänen, mediale Vermittlung positiver Rollenbilder
  • Väter und Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Werbung für väterfreundliche Arbeitsorganisation und Unterstützung aktiver Vaterschaft sowie für Möglichkeiten betrieblicher Kinderbetreuung in Unternehmen
  • Migrationssensible Väterarbeit: Verankerung von aktiven Vaterschaftsmodellen in den Lehrmaterialien im Bereich Deutsch als Fremdsprache, Weiterentwicklung des Informationsangebotes für Väter mit Migrationshintergrund, Sensibilisierung für aktive Vaterschaftsmodelle
  • Genderforschung: Untersuchungen zum Rückfall von Vätern und Müttern in traditionelle Rollenmuster nach der Geburt eines Kindes und im Kontext „Rund um die Geburt“

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