der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Perfekt abgestimmt – Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Juni 2017

Vaterschaft und Vatersein haben sich in den zurückliegenden Jahren grundlegend verändert. Die Rahmenbedingungen auf privater, gesellschaftlicher und unternehmerischer Seite haben dazu beigetragen, dass Väter immer wieder, sprichwörtlich, in aller Munde sind. Dies unterstützt die Entwicklung und Veränderung: aktive Vaterschaft wird gewünscht, gefordert und gelobt.

In Dresden gibt es eine bundesweit einmalige Situation, mit der Geburtenhauptstadt über längere Zeit und den kulturellen und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Neuen Bundesländer. In Dresden leben viele Väter, Kinderbetreuung ist eine Normalität und ca. 60% der Kinder kommen außerhalb der Ehe zur Welt.

Modernes Elternsein und insbesondere Vatersein steht hier, aber auch anderswo vor enormen gesellschaftlichen Herausforderungen. Für Paare und Familien, aber auch für Unternehmen:

  • Die Situation der Umgestaltung von Familienformen. Patchworkfamilien beinhalten heute leibliche ebenso, wie eine soziale Vaterschaft. Die Einbindung in Familiensystemen unterscheidet sich dabei individuell.
  • Verfügbarkeit und Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt führen zu späteren bis ganz verschobenen Kinderwünschen. Dies puscht den Demografischen Wandel und hat Auswirkung auf den Fachkräftemangel.
  • Der Fachkräftemangel selbst wird uns die nächsten Jahre vor große Herausforderungen der Fachkräftebindung stellen.
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für immer mehr und vor allem junge Menschen ein wichtiger Anstellungsfaktor bzw. Auslöser, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen.
  • Vereinbarkeitsthemen hängen vom Alter der Kinder ab und werden mehr und mehr von beiden Elternteilen wahrgenommen.
  • Die Unternehmenskultur und das Engagement zum Vereinbarkeitsthema in den Führungsetagen haben großen Einfluss auf deren Realisierung.

Der Fachtag in Dresden bietet einen Rahmen um die Vereinbarkeit für Väter zu veranschaulichen, gibt einen Überblick zu vorhandenen Angeboten in Dresden und nimmt die Erreichbarkeit von Vätern in den Blick. Nach den Inputvorträgen werden in den Werkstattgesprächen unterschiedliche Themen intensiver bearbeitet. Das Programm entnehmen Sie bitte dem Faltblatt.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis 1. September 2017 per E-Mail an fachtagung@dresden.de mit dem Betreff 11.09.2017. Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro und ist vor Ort in bar zu entrichten.

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Zertifizierte Weiterbildung zur Fachkraft für die Arbeit mit Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Juni 2017

Im kommenden Jahr startet der zweite Durchgang der zertifizierten Weiterbildung zur Fachkraft für die Arbeit mit Vätern in Berlin

Die Entwicklung des Kindes wird in hohem Maße vom Vater beeinflusst. Für weibliche und männliche Fachkräfte im sozialpädagogischen Bereich stellen sich viele Fragen: Wie ticken Väter eigentlich? Was brauchen Väter? Wie kann ich Väter in meinem Arbeitskontext besser einbeziehen? Wie erreiche ich Väter? Kann ich als Frau überhaupt Ansprechpartnerin sein? Und wie positioniere ich mich als Mann?

Die Weiterbildung vermittelt zentrale Kenntnisse und Fähigkeiten für die Arbeit mit Vätern. Sie

- konzentriert sich auf die Praxis in unterschiedlichen Institutionen und Settings

- fokussiert sowohl theoretische als auch alltagsnahe Aspekte von Väterlichkeit

- hat einen systemischen und ressourcenorientierten Blick

- legt besonderen Wert auf die Herausbildung und Reflexion der persönlich-professionellen Haltung gegenüber Vätern

- wird von erfahrenen und renommierten Praktikern dieses Arbeitsfeldes geleitet.

Termine

Block 1 9. und 10. März 2018

Block 2 4. und 5. Mai 2018

Block 3 15. und 16. Juni 2018

Block 4 7. und 8. September 2018 (Outdoor)

Block 5 9. und 10. November 2018

Block 6 7. und 8. Dezember 2018

Anmeldung bis 10. Februar 2018

Leitung Eberhard Schäfer, Dipl.-Politologe, Leitung Väterzentrum, System. Berater

Marc Schulte, Dipl.-Sozialpädagoge, Projektentwickler im Väterzentrum Berlin

Kosten 950,- EUR, inkl. Unterkunft und Verpflegung für das Outdoor-Modul

Koordination Mechthild Schuchert, KHSB, mechthild.schuchert@khsb-berlin.de

Die ausführliche Modulbeschreibung und weitere Informationen finden Sie hier: www.khsb-berlin.de/weiterbildung

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75 Prozent der Väter sind mit ihren Arbeitszeiten unzufrieden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Januar 2017

Betriebe haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob sich Mütter und Väter mit kleinen Kindern die Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilen. Viele Eltern, insbesondere Väter, streben eine stärker egalitäre Aufteilung von Erwerbs- und Elternzeiten an. Mütter und Väter können diesen Wunsch aber oft nicht realisieren. Angst vor beruflichen Nachteilen und fehlende Angebote an flexiblen Arbeitszeitmodellen stehen im Weg. Auch finanzielle Möglichkeiten der Paare begrenzen die Chancen einer Umverteilung bezahlter Arbeit.

Das zeigt eine WZB-Studie, die am 24. Januar gemeinsam von WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgestellt wurde. Sie hat erstmals die Rolle von Betrieben für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Aufgaben untersucht. Befragt wurden mehr als 1.700 zusammenlebende Mütter und Väter, deren Kinder jünger als 13 Jahre alt sind.

Insgesamt wünschen sich 42 Prozent der Väter und 35 Prozent der Mütter annähernd gleiche Wochenarbeitszeiten. Der Wunsch variiert allerdings erheblich nach der aktuellen beruflichen Situation der Partner. So möchte die große Mehrheit der Paare mit egalitären Erwerbsmodellen (beide Vollzeit oder beide Teilzeit) auch in Zukunft eine egalitäre Aufteilung beibehalten. Auch die Mehrheit der Paare, in der die Frau Haupt- oder Alleinverdienerin ist, wünscht sich eine ausgewogene Aufteilung der Erwerbsarbeitszeiten. Wenn der Mann Haupt- oder Alleinverdiener ist, spricht sich hingegen nur eine Minderheit der Mütter und Väter für einen ähnlichen Erwerbsumfang beider Eltern aus.

Mehr als die Hälfte der befragten Mütter (52 Prozent) und Väter (56 Prozent) geben an, ihre Arbeitszeit aus finanziellen Gründen nicht reduzieren zu können. Außerdem verhindern betriebliche Gründe eine Arbeitszeitverringerung: Knapp jeder zweite Vater (46 Prozent) und knapp jede dritte Mutter (30 Prozent) haben derzeit keine passende Stelle mit weniger Stunden in Aussicht. 36 Prozent der befragten Väter geben an, dass Teilzeit für Männer in ihrem Betrieb unüblich ist; 34 Prozent sagen, dass die oder der Vorgesetzte dagegen ist. Jede fünfte Mutter (19 Prozent) gibt Vorbehalte des Vorgesetzten als Hinderungsgrund für Teilzeit an. Weiterlesen »

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Bilder von Vater und Sohn

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Oktober 2016

(C) Sami Parkkinen

Am kommenden Donnerstag, den 3. November, wird um 19 Uhr im Finnland-Institut in Berlin die Fotoausstellung „Sami Parkkinen Vater/ Sohn“ mit musikalischen Beiträgen des Vokalensembles Tuuletar eröffnet. Sie ist kuratiert von Ritva Röminger-Czako und Sami Parkkinen wird anwesend sein.

So einzigartig wie jedes Vater-Sohn-Verhältnis ist diese Serie des finnischen Fotografen Sami Parkkinen. Die Hauptrolle in Vater/Sohn spielt Sami Parkkinens Sohn Arvi, der nicht nur als Modell, sondern auch bei der Bearbeitung der Fotos mitgewirkt hat.

Die Darstellung von Mutter und Kind zählt zu den großen Themen der Kunstgeschichte. Viel seltener aber wurde die Beziehung zwischen Vater und Kind dargestellt. In seiner Serie Vater/Sohn behandelt Sami Parkkinen dieses wenig fokussierte Thema auf beeindruckende Weise. Wie für ihn typisch, kombiniert der Künstler mit einfühlsamer, reduzierter Bildsprache die Methoden dokumentarischer und inszenierter Fotografie. Seine Protagonisten sind er selbst und sein Sohn Arvi. Die Aufnahmen erzählen einerseits über das vom Künstler – in seiner Rolle als Vater – persönlich Erlebte und Empfundene, verwenden andererseits aber gleichzeitig eine Sprache, die jeden Betrachter anspricht.

Die Fotos zeigen sehr unterschiedliche Motive, Situationen und Stimmungen. In den Bildern begegnen sich mal unkonventionell und spielerisch, mal still, nachdenklich, gar melancholisch die geordnete und durchgeplante Welt des Erwachsenen und die unbekümmerte, unschuldige Welt des Kindes. Einige Fotos beispielsweise zeigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Künstlers, die der Sohn mit Buntstiften „künstlerisch bearbeitet“ hat. Sogar das Gesicht des Vaters wurde vom Sohn mit Farbstiften bemalt. Auf einem Foto sitzt Arvi dem Betrachter und dessen Erwachsenenwelt den Rücken zukehrend in einem Einkaufswagen. Die sicherlich eindringlichste Aufnahme Arvi zeigt das Porträt des damals zweijährigen “kleinen Mannes”, der, in den riesigen Wollmantel des Vaters gehüllt, ernst in seinen eigenen Welt versunken, in die Ferne schaut. In einer Welt, wo so vieles aus dem Lot geraten ist, wirkt dieses Bild wie ein Manifest gegen Gewalt und Terror.

Quelle

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Fachkongress ‚Bewegte Zeiten für Väter’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. September 2016

IMG_5730(Nicht nur) das Familienministerium in NRW möchte, dass Väter, die sich die Familien- und Sorgearbeit mit ihrer Partnerin teilen oder auch ganz übernehmen wollen, zu einer Selbstverständlichkeit werden. Um Väter zu ermutigen dies zu tun, soll verdeutlicht werden, dass aktive Vaterschaft allen Beteiligten nutzt: Vätern, Müttern, Kindern und Unternehmen.

Im Rahmen des Fachkongresses „Bewegte Zeiten für Väter“ werden die unterschiedlichen Perspektiven näher beleuchtet und diskutiert. Der Fachkongress „Bewegte Zeiten für Väter“ findet am Montag, 24. Oktober 2016, von 9.30 Uhr – 16.00 Uhr, in der Stadthalle in Bielefeld statt.

Key Notes zu Zukunftstrends in Familie und Arbeitswelt sowie zu Perspektiven aus Kinder- und Vatersicht und Workshops zu gelingender Partnerschaft, Arbeit der Zukunft, Vätern und Vereinbarkeitswünschen, Netzwerke für Väter und der vätergerechten Gestaltung von Familien- und Arbeitswelt stehen im Mittelpunkt des Fachkongresses. Darüber hinaus bieten Themeninseln wichtige inhaltliche Impulse für Ihre Arbeit und sind ein offenes Format, das viel Raum für Diskussionen, Austausch und Vernetzung bietet.

Der Kongress wird auf Januar 2017 verlegt. Weitere Informationen in Kürze an dieser Stelle.

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Wieviel Vater braucht das Kind?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Januar 2016

Die Studie ‚Zur Situation berufstätiger Mütter und ihrer Kinder‘ von Uma M. Röhr-Sendlmeier ist zwar schon im Oktober 2015 veröffentlicht worden, bislang aber noch wenig diskutiert worden. Im Interview mit der Badischen Zeitung erläutert die Autorin die Ergebnisse ihrer Untersuchung:

„BZ: Ein Fazit Ihrer Studie lautet: Das egalitäre Modell – Mutter und Vater arbeiten, teilen sich Kindererziehung und Haushalt – tut den Kindern gut. Welche Forderung ergibt sich daraus für Politik und Wirtschaft?

Röhr-Sendlmeier: Flexiblere Arbeitsmodelle müssen besser möglich gemacht werden. Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern mehr vertrauen. Ich habe persönlich damit sehr gute Erfahrungen gemacht – fast alle meiner Mitarbeiter haben Kinder und arbeiten flexibel. Mütter und Väter sollten so viel arbeiten, wie ihnen gut tut. Die Kinderbetreuung muss ausgebaut werden, vor allem muss an den Qualitätsstandards gearbeitet werden. Erzieher müssen eine bessere pädagogische und auch akademische Ausbildung erhalten. Das ist in anderen Ländern längst Standard. Und Väter, die sich auch in der frühkindlichen Erziehung einbringen, müssen gesellschaftlich besser akzeptiert werden.“

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Männerzeitung.ch wird international

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. Dezember 2015

Am 12. Dezember 2015 sind in Burgdorf die Weichen für die Internationale Männerzeitung gestellt worden. Das Vorhaben ist ehrgeizig: Die Männerzeitung wird ein länderübergreifendes Projekt mit einer schweizerisch-deutsch-österreichischen Redaktion!

Wie bisher wird jede Nummer der Männerzeitung ein Schwerpunktthema aufgreifen. Neu erscheint für die Schweiz, für Deutschland und Österreich je ein Länderbund, der über aktuelle Themen und Diskussionen im jeweiligen Land berichtet.

Mit diesem Schritt erweitert sich das Redaktionsteam der Männerzeitung um profilierte und spannende Journalisten aus Deutschland und Österreich. Sie gewinnt an Kompetenz, Vernetzung und Ressourcen, um relevante Themen aufzugreifen und in gut recherchierten Berichten, interessanten Reportagen und starken Interviews zu beleuchten.

Das ist es also, was die Männerzeitung vermehrt auszeichnen wird: Guter, grader, gediegen gedruckter Journalismus. Beherzt, männlich und offen für die Welt.

Das Team der Gründungssitzung zur Männerzeitung International am 12.12.2015

Auf dem Bild: Alexander Bentheim (D), Hans-Georg Nelles (D), Adrian Soller (CH), Benedikt Treschnitzer (Ö), Luca Bricciotti (CH), Peter Anliker (CH), Ivo Knill (CH), Jens Janson (D), Frank Keil (D), Rene Setz (CH), Thomas Gesterkamp (D) und Martin Schoch (CH) (Foto © Simone Hirsbrunner).

Sie vertreten und vernetzen:

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Männerzeitung goes Istanbul

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. September 2015

… und macht spannende Erfahrungen: Es ist zwei Uhr nachts, in den Straßen lärmen die Katzen, und es wird wahr, was es heißt: Dass man in Istanbul den Schlaf fernzuhalten versucht mit allen Mitteln. Auf unserer Dachterrasse ist es noch warm, über die Lichter der Stadt sieht man zum Bosporus mit seinen Schiffen. Aber die Woche geht zu Ende, die Texte sind angeschrieben, entworfen oder schon ausgeführt, und wir hoffen, dass wir die Vielfalt abbilden können, der wir hier begegnen. Denn Vielfalt und Leben: Das ist Istanbul.

Wir saßen im Büro des würdevollen Theologieprofessors, wir diskutierten mit Genderfachleuten und sprachen mit einer Frauenaktivistin über Ehrenmorde. Wir sprachen mit Männern und Frauen, die biografisch zwischen Istanbul und der Schweiz und Deutschland pendeln.

Wir sprachen über die Bedeutung von Geschlecht und Rolle in einer Gesellschaft, die vom Westen her gesehen eng und patriarchal zu sein scheint. Im Hinterkopf hatten wir unsere Reise nach Schweden mit ihrem Vorzeigemodell von Vereinbarkeit und Diversität. Wir brachten auch Fragen mit, an denen sich im Westen die Geschlechterdebatte entzündet: Scheidung, Militärdienst, Beschneidung.

Unsere Erkenntnisse: Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind in jedem Moment greifbar. Frauen und Männer bewegen sich an unterschiedlichen Orten, sie sind seltener in Paaren als in Gruppen anzutreffen, viele, gerade auch junge Frauen tragen Schleier. Aber die Frau im Schleier spaziert Arm in Arm mit ihrer Freundin im kurzen Rock – und beide halten das Handy griffbereit. Es gibt noch die Männer, die unter sich im Café sitzen, und es gibt Männer, die im Ausland studiert haben und gegen Sexismus in der Sprache bloggen. Die Kategorie «Mann» oder «Frau» verliert angesichts der Vielfalt der Lebensentwürfe an Trennschärfe – und das ist sehr wohltuend. Istanbul ist eine Stadt, die Gegensätze in Vielfalt verwandelt.

und sonst noch online zu lesen:

Es gibt keine Rechtfertigung für Mord an Frauen Die türkische Anwältin und Frauenaktivistin Ipek Bozkurt wehrt sich in ihrem Heimatland gegen Ehrenmorde. Ihr Ziel: Den türkischen Rechtsstaat zu stärken.

Eine Tochter der Revolution In ihrem Film «Mon père, la révolution et moi» erzählt die türkischstämmige Filmemacherin Ufuk Emiroglu die Geschichte ihres Vaters, eines ehemaligen Berufsrevolutionärs in der Türkei.

Die türkische Genderdenkfabrik Die türkische Eliteuniversität Sabanci bietet ein «Purple Program» an. Die Seminarwoche will Mittelschullehrer und -lehrerinnen auf Genderfragen sensibilisieren.

Endlich mehr Papizeit Schon mehrere hundert Väter unterstützen die «Papizeit»-Aktion der Gewerkschaft «Travail Suisse». Samuel Steiner hat mit vier von ihnen gesprochen.

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Vatersuche

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Dezember 2014

Im Editorial der aktuellen Männerzeitung zum Thema ‚Vatersuche’ schreibt Ivo Knill:

„Der Bauch der Mutter, in dem wir heranwachsen, ist unsere erste Heimat. Der Vater ist irgendwo draußen. Er markiert den fernen und damit geheimnisvollen Ursprung unserer Existenz.

Vielleicht speisen sich die großen Mythen des mächtig abwesenden Vaters aus diesem biologischen Umstand.

Ob die Ferne des Vaters auch eine alltägliche Realität ist? Ich zweifle daran, seit meine Tochter im Aufsatz beschrieb, wie Mutter kochte und Vater zum Essen nachhause kam. In Wahrheit war es gerade umgekehrt. Ich kochte für die Kinder, die Mutter war über Mittag weg. Aber im Schulaufsatz war die mythische oder vielleicht auch stereotype Wahrheit beschrieben.

Väter und Ferne, das gehört in unserem Denken zusammen – und darum geht es in diesem Heft.

Der produktive Umgang mit der Ferne des Vaters ist das Erzählen. Das zeigen die Vätergeschichten, wie sie am diesjährigen Vatertag gesammelt wurden. Viele Geschichten beschreiben Augenblicke einer unerwarteten Nähe, zum Beispiel bei einem improvisierten Picknick auf dem Montmartre oder als der mächtige Vater plötzlich im Spital liegt. Viele handeln von Momenten, die bedeutsam wurden, weil sie einen Vater jenseits seiner Rollen und Stereotypen zeigen. Insofern sind die Vätergeschichten eine Einladung, sich als Vater aus der Ferne der Rollenmuster in die alltägliche Nähe der kindlichen Lebenswelt zu begeben.

Aber was ist, wenn die Ferne und das Fehlen des Vaters unwiderruflich sind? Davon handeln die Essays von Martin Dean und Dayna Brayshaw. Die beiden Autoren beschreiben die Lücke, die der Vater hinterlässt, als einen Raum, der gefüllt werden will. Sie antworten auf das Fehlen ihrer Väter mit Spekulation, mit Imagination, mit Anekdoten, mit Botschaften aus Träumen, mit dem großen Unterfangen einer Spurensuche oder dem erzählerischen Geflecht eines ganzen Romans – und all diese Antworten sind sehr lebendig.

Das heißt: Die Ferne der Väter bringt uns dazu, dorthin zu gehen, wo sie waren. Ins Leben hinaus. „

Online gibt es folgende Beiträge zu lesen:

Der Mann, der mein Vater war Vor 16 Jahren brach Martin R. Dean auf, um seinen Vater zu suchen. Gefunden hat der Basler Schriftsteller einen Mann, der seit einem Hirnschlag nicht mehr sprechen konnte.

Vätergeschichten Der Vätertag 2014 war ein Erzähltag: In St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau, Zug und Bern sammelten Männer- und Väterorganisationen Geschichten über Väter und das Vatersein. Die Männerzeitung druckt eine Auswahl dieser Geschichten ab.

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Väter in Mexiko

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Juni 2014

eine schöne Zusammenstellung von Fotos mexikanischer Väter und ihrer Kinder

Väter in Mexiko

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