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Eine Hommage an Mütter …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 7. Juni 2019

wollte Tanya Neufeld mit ihrem vierten Buch ‚Mütter aus Deutschland‘ schaffen. Neufeld ist Schauspielerin, Autorin und Mutter. Unter dem Pseudonym Lucie Marshall publizierte sie drei Bücher und war als Kolumnistin unter anderem für die taz. die tageszeitung und das Frauenmagazin FREUNDIN tätig. Ihr Blog Lucie Marshall gilt als „Sex and the City für Mütter”. Seit April dieses Jahres ist Tanya Neufeldt Tandem-Geschäftsführerin der Social Moms GmbH, einem sozialen Netzwerk für Mütter.

Für das Projekt ‚Mütter‘ ist sie durch ganz Deutschland gereist und hat Gespräche mit 30 Müttern geführt: Mütter, die früh Kinder bekommen haben, späte Mütter, verheiratete, alleinerziehende, in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften lebende. Mütter, die Vollzeit arbeiten, Mütter, die sich entschieden haben, ihre Zeit ganz den Kindern und der Familie zu widmen, Mütter, die hadern, kämpfen, Mütter, die glücklich sind mit dem, was ist. Mütter mit den unterschiedlichsten Herkunftsgeschichten, Mütter, die ihre Kinder adoptiert haben oder selbst adoptiert wurden. Mütter mit Kindern, die besondere Unterstützung brauchen. Interessiert haben sie dabei insbesondere drei Leitfragen:

  • Was wünschen sich Mütter?
  • Was haben Mütter für Bedürfnisse?
  • Wie ist es, eine Mutter in Deutschland zu sein?

Das Ergebnis der Gespräche sind 30 beeindruckende Portraits von Frauen, die deutlich machen, worauf es Ihnen ankommt bzw. angekommen ist. Da ist z.B. Deborah, die mit 21 Mutter werden wollte und diesen Wunsch zunächst gegen den Willen des Vaters durchzieht. „Irgendwann kam er dann von allein. … Und eigentlich ist es jetzt genau so, wie ich es immer wollte, und er ist der liebevollste Papa der Welt.“

Oder Jennifer, die 12 Monate nach der Geburt wie vereinbart wieder an den Arbeitsplatz zurückkehrt und über ihren Vater sagt: „Mein Vater ist bei uns der absolute Superopa! Meine Mutter arbeitet noch, mein Vater ist Frührentner und schart alle Kinder und Enkelkinder um sich.“ Väter und Großväter haben in dem 111seitigem Band, für den Mujo Kazmi sehr persönliche Fotoportraits der Mütter gemacht hat, ihren jeweils eigenen persönlichen Stellenwert.

Das Fazit der Autorin am Ende: „Habe ich Antworten auf die Fragen bekommen, mit denen ich meine Reise angetreten bin? Zum Teil. Vor allem hat es sich aber gezeigt, wie komplex das Thema ist, und dass es keine einfache Antwort gibt. Ein Wandel wird nur stattfinden, wenn alle bereit sind, ihn mitzugestalten und ihren Beitrag zu leisten – Gesellschaft, Politik, Arbeitgeber – und jeder Einzelne.“

Mein Resümee, Tanya Neufeld ist es gelungen das breite Spektrum von Müttern und Mütterlichkeit einzusammeln und in den kurzen Beiträgen die unterschiedlichen Leitbilder und Lebenskonzepte der Frauen authentisch darzustellen.

Die Erlöse aus dem Verkauf des auch für (werdende) Väter absolut lesenswerten Buches gehen übrigens an das Projekt Care Forward. Hier erhalten geflüchtete Frauen die Möglichkeit, Berufsorientierungskurse zu besuchen, um danach eine Ausbildung zur Altenpflegerin, Erzieherin oder Krankenschwester zu absolvieren, in der Kinderbetreuung oder als Haushaltshilfe zu arbeiten.

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