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Archiv für Oktober, 2013

Wenn Mütter mehr arbeiten reduzieren Väter Arbeitszeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. Oktober 2013

Die Studie „Familienergänzende Kinderbetreuung und Gleichstellung“ die von INFRAS und dem Schweizerischen Institut für empirische Wirtschaftsforschung (SEW) der Universität St. Gallen durchgeführt wurde, gibt erstmals einen Überblick über die Versorgung mit familien- und schulergänzenden Betreuungsangeboten in der Schweiz.

Dabei zeigen sich grosse regionale Unterschiede, in erster Linie zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Unterschiede bestehen auch zwischen der Deutschschweiz und der Romandie, wo das Angebot insgesamt besser ausgebaut ist. Die Forschenden zeigen, dass sich das Betreuungsangebot direkt auf die Erwerbspensen von Müttern und Vätern auswirkt: Mütter sind vermehr Vollzeit erwerbstätig und Väter arbeiten häufiger Teilzeit. Die familienergänzende Kinderbetreuung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter.

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Jungenpolitik – Mehr Beteiligung von Anfang an!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Oktober 2013

„Junge Männer haben Lust auf Teilhabe und gesellschaftliche Mitgestaltung, fühlen sich aber häufig nicht integriert und respektiert. Wir müssen Jungen mehr als bisher an der Gesellschaft partizipieren lassen und ihre Anliegen und Vorstellungen im politischen Alltag stärker berücksichtigen.“

Zwei Sätze aus der Erklärung von Bundesfamilienministerin Schröder bei der Präsentation der Ergebnisse und Empfehlungen des Beirats Jungenpolitik Ende Juni im Berliner Mauerpark. Der Bericht ist unter dem Titel „Jungen und ihre Lebenswelten – Vielfalt als Chance und Herausforderung“ erschienen. Die Empfehlungen des Beirats geben einen guten Überblick über die Wünsche und Vorstellungen junger Männer und zahlreiche Anregungen zur Weiterentwicklung einer Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer.

Sie wollen fast alle gerne Väter werden, orientieren sich aber vielfach noch an hergebrachten Vorstellungen zu einem männlichen Berufsleben. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist noch kein Thema für junge Männer – obwohl sie gerne Zeit mit ihrer Familie verbringen möchten und männliche Bezugspersonen für Kinder wichtig finden. Auf Herausforderungen, die dadurch in Partnerschaften auf sie zukommen, sind sie ebenfalls nicht vorbereitet. Ihnen fehlen alltagstaugliche Vorstellungen zur Vielfalt moderner Lebensformen.

Jungen und junge Männer haben aber Lust auf Teilhabe und auf gesellschaftliche Mitgestaltung – das ist eine nachdrückliche Erfahrung des Jungenbeirats. Aber sie fühlen sich aktuell nicht angesprochen, nicht einbezogen und häufig nicht respektiert. Das ist eine Aufforderung die Ansprache von Jungen und Mädchen sowie Kommunikations- und Partizipationsstrukturen zu überdenken.

Jungenpolitik ist ein neues Politikfeld und die Arbeit des Beirats zielte auch darauf ab, die Konturen, Möglichkeiten und Prioritäten dafür zu erkunden und zu benennen. Dass in diesem Beirat neue Wege gegangen und nicht nur Experten und Expertinnen über Jungen, sondern Jungen als Experten in eigener Sache einbezogen wurden, macht den besonderen Wert dieses Berichtes aus. Sie beschreiben in sechs Abschnitten ihre Sicht auf relevante Themen innerhalb des neuen Politikfelds.

Moritz Sonnenberg hebt die Bedeutung von männlichen Bezugspersonen im Leben von Jungen hervor. „Meiner Ansicht nach haben männliche  Bezugspersonen einen großen Einfluss auf diverse Lebensbereiche der heutigen Jungen, exemplarisch sollen die Bereiche Schule, Familie und Freizeit bzw. Sport stehen. Ich denke die Rolle der väterlichen Bezugsperson wird in der heutigen Gesellschaft unterschätzt. Väter haben einen starken Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder …“

Sebastian Leisinger setzt sich mit der Bedeutung der Neuen Medien für Jungs auseinander und kommt dabei zu dem Ergebnis, das Politik verstärkt die Kanäle nutzen sollte, die Jungen auch erreichen. Adnan Tuncer erläutert in Interviewform, warum ihm als türkischem Jungen die Freiheit besonders wichtig ist, gerade auch beim Thema Freundschaften.

Nicht nur die Jungenpolitik, zahlreiche der in dem Bericht aufgezeigten Handlungsfelder berühren auch andere Politikressorts, kann also an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn Beteiligung von Jungen keine Eintagsfliege bleibt. Ebenso wichtig ist es, die aufgezeigten Konsequenzen in der kommenden Legislaturperiode umzusetzen und das neue Politikfeld mit ausreichenden Ressourcen auszustatten. Die inzwischen freigeschaltete Internetplattform (http://www.meintestgelaende.de/) von Jungen für Jungen war ein erster, kurzfristig umsetzbarer Schritt. Dabei darf es aber nicht bleiben.

Nomen est Omen? Die Präsentation fand bei strömenden Regen im Strandbereich des Cafés Schönwetter statt.

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Väteraufbruch für Kinder wird 25

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Oktober 2013

Der ‚Väteraufbruch für Kinder‚ feiert in Berlin seit 25jähriges Bestehen. Thomas Gesterkamp, der auch schon bei der Gründungsversammlung 1988 in Köln dabei war, berichtet im Gespräch mit Thomas Koch in ‚Neugier genügt‘im WDR 5 über die Geschichte der erfolgreichen Initiative

Als sich 1988 Väter zusammenschlossen, um den „Aufbruch“ zu wagen und ihre Interessen zu formulieren und zu vertreten, ging es in erster Linie um das Recht der Väter in Scheidungs- und Trennungskonflikten. Das Thema ist auch nach einem Vierteljahrhundert noch präsent, und viele Männer suchen gerade in dieser Situation die Unterstützung des Vereins.

Doch Väter wollen heute mehr: Denn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte nicht nur im Interesse der Frauen und Mütter liegen: Die Wichtigkeit eines anwesenden Vaters für das Erwachsenwerden der Kinder ist gar nicht zu unterschätzen.

Den Beitrag können Sie hier nachhören

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Vater Sohn Filme – Exit Marrakech

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. Oktober 2013

Als der 17-jährige Ben (Samuel Schneider) seinen Vater Heinrich (Ulrich Tukur), den gefeierten Regisseur, der in Marrakesch an einem internationalen Theaterfestival teilnimmt, besucht, beginnt für ihn kein Märchen aus Tausend und einer Nacht.

Seine Umgebung ist ihm genauso fremd wie sein geschiedener Vater mit dem er zum ersten Mal seit langer Zeit wieder seine Sommerferien verbringen soll. Während die beiden immer weiter auseinanderdriften, öffnet sich Ben mehr und mehr dem ihm fremden Land und sucht sich, fernab von Vaters Luxushotel, seine eigenen Wege in der unbekannten Welt.

Er verliebt sich in die junge Karima (Hafsia Herzi) und folgt ihr in ihr entlegenes Heimatdorf im Atlasgebirge. Als Ben sich tagelang nicht meldet, macht sich Heinrich erst widerwillig, dann zunehmend besorgt, auf die Suche nach seinem verschwundenen Sohn. Während sie beide das ihnen fremde Land bereisen, scheint alles möglich zu sein: sich endgültig zu verlieren oder einander wieder neu zu finden …

Der Film startet am 24. Oktober in den Kinos

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Werdende Väter im Kreißsaal – Eigentlich die natürlichste Sache der Welt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. Oktober 2013

Es ist die natürlichste Sache der Welt: die Geburt eines Kindes. 40 Schwangerschaftswochen lang können sich Frauen auf diesen Tag vorbereiten, mit ihren Gynäkologen darüber sprechen, die Hebamme, das Krankenhaus und den Kreißsaal ihres Vertrauens wählen. Und sich vor allem mit ihrer besten Freundin darüber austauschen, wie wohl die Entbindung wird. Männer hingegen gehen größtenteils unvorbereitet in die Geburt ihres Kindes.

Eine seltsame Mischung aus Vorfreude, Nervosität und Hilflosigkeit begleitet sie dabei, denn was sie in den Geburtsvorbereitungskursen erfahren haben – wenn sie denn überhaupt welche besucht haben – ist, dass sie ihre Frau in einer absoluten Ausnahmesituation erleben werden. Auch, was die Geräusche angeht. Dass ihre Frauen sie vielleicht ausschimpfen oder sogar aus dem Kreißsaal raus werfen werden. Und, dass manche Männer beim Anblick ihrer leidenden Frauen in Ohnmacht fallen. Vor allem aber auch, dass sie Teil des absolut unvergleichlichen Momentes werden, wenn ein Kind geboren wird, ein Teil von ihnen selbst und sie dennoch keine Ahnung hat, wie es aussehen wird.

Eine Dokumentation von Iris Bettray für 37grad im ZDF. Sendetermin: Dienstag 22.10.2013, 22:15 – 22:45 Uhr.

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Väter in New York

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Oktober 2013

… reflektieren ihre Rolle

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Für die Generation Y ist die Lohntüte nicht (allein) entscheidend

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. Oktober 2013

ABSOLVENTA_Pressegrafik_Lohntuete-300x228Für drei Viertel der jungen Akademiker in Deutschland sind andere Kriterien als die Summe in der Lohntüte entscheidend, wenn sie ins Berufsleben starten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Absolventa Jobnet, an der 900 Absolventen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Demnach antworteten lediglich 27 % der Befragten, dass das Gehalt der entscheidende Faktor ist, wenn sie ihre Karriere beginnen.

Auf dem zweiten Platz stehen für akademische Nachwuchskräfte, vielfach auch als Generation Y bezeichnet, mit jeweils 22 % der Antworten die berufliche Perspektive sowie die spezifische Aufgabe, die mit dem Job in einem Unternehmen verbunden ist – kurz dahinter: die Arbeitsatmosphäre mit 21 %. Offenbar weniger wichtig für die junge Generation sind flexible Arbeitszeiten (6 %) sowie das soziale Engagement des Arbeitgebers (2 %).

Im Rahmen des allseits diskutierten Mangels an Fachkräften in Deutschland sind gerade akademische Nachwuchskräfte besonders gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen tun also gut daran, neben einer leistungsgerechten Bezahlung auch die anderen Präferenzen der potenziellen Bewerber und Bewerberinnen ernst zu nehmen.

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Karriere machen die Falschen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Oktober 2013

Eine aktuelle Untersuchung der Outplacement-Beratungsfirma Lee Hecht Harrison (LHH) bringt an den Tag, was manche wussten und viele ahnten: Wer es (in der Schweiz) zum Manager bringen will, muss 100 % arbeiten, bereits im Unternehmen arbeiten und zudem mit dem Chef gut auskommen. Teilzeitkräfte bleiben ebenso wie Branchenfremde außen vor.

Die Konsequenz in den Augen der Beratungsfirma: Unternehmen, die weiter so konservativ befördern wie bisher, landen in der Sackgasse. Wie der Aufstieg in die Teppichetage vor sich geht, entspreche nicht mehr der allgemeinen Entwicklung der Lebensweise. Befördert werde nur, wer mehr als 100 % arbeite und arbeiten wolle – Teilzeit ist kaum möglich.

Das schließt Bewerber aus, die andere als traditionelle Familienformen leben wollen, und versperre den Unternehmen den Zugang zu kreativen Kräften und Köpfen. Nicht die Besten werden befördert, sondern die zu 100 Prozent Verfügbaren, beklagt LHH.

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Wege in eine(r) aktive(n) Vaterschaft

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. Oktober 2013

Unter dieser Überschrift findet am 5. November eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Männer im Gespräch“ in Kooperation mit dem Männernetzwerk Dresden e. V. anlässlich des „Welttages des Mannes“ im Haus An der Kreuzkirche in Dresden statt.

Hans-Georg Nelles, Väter & Karriere Düsseldorf, wird die Veranstaltung mit einem Input eröffnen und sich anschließend gemeinsam mit den anderen Podiumsgästen:

Johannes Schulz, Mitarbeiter im Kulturamt der Stadtverwaltung Dresden und „Elternzeitler a. D.“

Dr. Matthias Stiehler, Buchautor (u. a. „Väterlos: Eine Gesellschaft in der Krise“);

Sascha Möckel, Männernetzwerk Dresden e. V., Projekt „Was Väter brauchen – Wege in eine(r) aktive(n) Vaterschaft“ und

Maria Groß, Deutscher PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband LV Sachsen e. V. – Referentin Kindertagesbetreuung / Projektleitung „Mehr Männer in Kitas“

im Gespräch u. a. zu folgenden Rahmenbedingungen und Themen austauschen:

  • „Elternzeit – der Spagat zwischen Beruf und Familie“,
  • „Worauf ich stolz bin – was Kinder von ihren Vätern lernen und in die Welt tragen“,
  • „Alltag gestalten, Freiheiten behalten – eine Herausforderung“ und
  • „Ein richtiger Vater – Selbstbild und Erwartung“.

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Familienbilder und Familienformen heute

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Oktober 2013

Was ist Familie heute, in welchen Beziehungen stehen die Familienmitglieder zueinander und wie werden die Beziehungen zueinander gelebt? Nur wer sich mit den tatsächlichen Lebensverhältnissen auseinandersetzt, kann wissen, wie man allen Beteiligten gerecht werden kann und in welcher Situation Kinder die besten Entwicklungschancen erhalten.

Familienbilder und Familienformen sind heute vielfältig: Neben der klassischen Familie gibt es – ausgelöst durch die Globalisierung der Lebens- und Arbeitswelt, die Liberalisierung der Paarbeziehungen und die Zunahme von Trennungen und Scheidungen mit betroffenen Kindern- eine zunehmende Zahl an „Regenbogenfamilien“, „Patchworkfamilien“ und „Alleinerziehenden“, und immer mehr Eltern erziehen ihre Kinder in einem „Wechselmodell (Paritätische Doppelresidenz)“.

Im Rahmen der Beratungsarbeit trifft man noch immer auf tradierte Rollenvorstellungen, die der veränderten Lebensrealität nicht mehr gerecht werden. Dies wird besonders nach einer Trennung deutlich, weil die Vorstellungen „was für Kinder gut ist“ noch immer von alten Rollenklischees und ideologischen Prägungen geleitet werden und die aktuellen Lebensverhältnisse und damit auch Bedürfnisse der Kinder oft übersehen werden.

Auf dem diesjährigen Familienkongresses am 16. Und 17. November in Halle will sich der Väteraufbruch für Kinder (VAfK) mit diesen grundlegenden Fragen, die sicher kontrovers diskutiert werden, auseinandersetzen und hofft damit für die zukünftige Beratungsarbeit, aber auch für die Weiterentwicklung der Familienpolitik einen Beitrag zu leisten.

Auf der Web-Seite der Tagung finden Sie aktuelle Informationen zu Ablauf und Anmeldemöglichkeiten.

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