der VÄTER Blog

lebe deinen Traum!

Archiv für Januar, 2007

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 31. Januar 2007

,Humor ist keine Stimmung, sondern eine WeltanschauungLudwig Wittgenstein.

Der Wiener Psychoanalytiker Alfred Kirchmayr empfiehlt im Gespräch mit der Zeitschrift ‚Der Standard’, wir sollten uns in Situationen, in denen wir unter Druck stehen, der Wirkung eines humorvollen Umgangs miteinander erinnern.

Standard: Sie haben einen bemerkenswerten Satz geprägt: Lachen – und nicht alles mitmachen! Wie meinen Sie das?

Kirchmayr: Der Doppelsinn sagt es: Man muss einiges „mitmachen“ im Sinne von „im Arbeitsleben durchmachen und erleiden“. Aber man soll nicht alles „mitmachen“, was „man“ – also der Zeitgeist – von einem erwartet. Aber „man“ ist eine Großmacht! Denken Sie nur an den Strom von Rezepten für die Unternehmensführung, denen unter Aufgabe eigenen Denkens auf der Stelle nachgeeifert wird. Oder an „man“ denkt so, kleidet sich so, fühlt so, bewundert Reichtum, Erfolg, Macht. Und strebt danach. Aber was ist wirklich wichtig, tut einem gut, entspricht auch den realen Möglichkeiten?

Ein Sponti-Spruch bringt es auf den Punkt: „Lass dich aus der Rolle fallen, damit du aus der Falle rollst!“ Rollen und die damit verbundenen Erwartungen sind des „mans“ wichtigste Erfüllungsgehilfen. Es ist aber möglich, sich ein Stück weit frei zu lachen und nicht nach, sondern mit den Rollenerwartungen zu leben. Humor und Witz fördern diese Rollendistanz. Sie führen zur Selbstdistanz, dem wichtigsten Element eines weniger angespannten, mehr selbst- als fremdbestimmten Lebens!

Das ganze Interview können Sie hier lesen.

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Einige Männer halten den Druck nicht aus

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Januar 2007

Der moderne Vater muss die Familie versorgen, sich um die Kinder kümmern und dabei noch sexy sein. Die Soziologen Andrea Bambey und Hans-Walter Gumbinger haben in einer Studie untersucht, wie Männer diese Aufgaben meistern.

Im Interview mit der Süddeutschen erklärt Hans-Walter Gumbinger, wie Männer die gesellschaftlichen und eigenen Erwartungen in der Realität umsetzen.

… sueddeutsche.de: Aber von dem neuen Vater wird auch einiges abverlangt: Er soll Geld verdienen, sich um die Kinder kümmern und dabei noch sexy sein.

Gumbinger: In der Tat ist der Druck, der auf den modernen Vater ausgeübt wird, groß. Und einige Väter halten ihn auch nicht aus und scheitern daran. Wie der unsichere, gereizte Vater-Typ. Er nimmt zwar überdurchschnittlich oft den Erziehungsurlaub, weil er eben gern ein moderner aufgeschlossener Vater sein will. Aber dann ist er überfordert mit dieser Situation. Er ist verblüfft, was es heißt, zu Hause zu sein und die Kinder erziehen zu müssen.

sueddeutsche.de: Welcher Vater meistert die Rolle des modernen Vaters am besten?

Gumbinger: Der egalitäre Vater. Er wurde zum Teil selber sehr stark traditionell erzogen, aber er hat sich bewusst von der eigenen Erziehung abgewendet und nach einem eigenen Vaterbild gesucht. Zwar muss er auch das Geld verdienen, aber dieser Vater hat es gleichzeitig geschafft, Familie und Beruf in einem neuen Praxismodell gut unterzubringen. Gemeinsam mit der Frau hat er aktiv nach Antworten gesucht: Wie wollen wir denn leben? Auch mit den Kindern diskutiert er viel. Der egalitäre Vater sieht es als Gewinn, sich für die Familie einzusetzen und er schätzt diese Erfahrungen, die er auf keinem anderen Gebiet machen kann.

sueddeutsche.de: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und Vater-Typ?

Gumbinger: Das haben wir vermutet und sind überrascht worden. Wir dachten, dass die engagierten Väter, also der egalitäre und der partnerschaftliche Vater-Typ auch einen höheren Bildungsabschluss haben. Das ist bei den partnerschaftlichen Vater, der sich stark um die Erziehung kümmert, aber nicht der Fall. Da war ein größerer Anteil Hauptschüler. Während der egalitäre Vater tatsächlich einen höhere Abschluss hat.  …

Das ganze Interview können Sie hier lesen.

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Frauen führen (nicht) besser?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Januar 2007

Frauen sind die besseren Führungskräfte, sie sind teamorientierter und können besser motivieren, heißt es.

Diese weit verbreitete Einschätzung widerlegt eine aktuelle Umfrage des Ifak-Instituts unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sowohl in der generellen Bewertung des Führungsstils als auch in der Bewertung einzelner Eigenschaften zeigen sich keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Ob Chef oder Chefin – auch in der Zufriedenheit mit den Vorgesetzten gibt es keine Unterschiede.

Das differenzierte Urteil über den Chef oder die Chefin wurde an Hand von 32 Einzelkriterien ermittelt. Auch hier zeigen sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede: Betrachtet man etwa den Aspekt „Kommunikationsstärke“, dann zeigt sich, dass die Aussagen „informiert mich rechtzeitig und umfassend über alles Wichtige“ und „hält mich stets über das Firmengeschehen auf dem Laufenden“ gleichermaßen auf Chefs und Chefinnen zutreffen.

Selbst im zwischenmenschlichen Umgang werden weibliche Führungskräfte nicht besser bewertet als ihre männlichen Kollegen: „gibt mir die notwendige Unterstützung in schwierigen Situationen“, „hat immer ein offenes Ohr für mich und meine Anliegen“, „zeigt Interesse an meiner Person als Mensch“, „zeigt Interesse für meine Arbeit und Leistung“, „gibt mir das Gefühl, dass meine Arbeit bedeutsam ist“ oder „setzt sich für mich ein“ – das gilt ebenso für weibliche wie männliche Vorgesetzte.

Und auch die Fähigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren oder gar zu begeistern, ist keine typisch weibliche Begabung. In diesem Punkt zeigen sich generell große Defizite. Nur acht Prozent der Befragten geben an: Der Chef bzw. die Chefin „kann mich begeistern“.

Befragt wurden in einer repräsentativen Umfrage vom 9. Oktober bis zum 13. November 2006 bundesweit 664 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahre.

Quelle

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Starker Familienzusammenhalt keine Frage der sozialen Schicht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Januar 2007

Vor dem Hintergrund der aktuellen „Unterschicht – Debatte“ untersuchte das FORUM FAMILIE STARK MACHEN e.V., wie sich das Zusammenleben von Familien in den gesellschaftlichen Schichten un­terscheidet. An Vorurteilen gegenüber den Menschen aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen mangelt es nicht in Zeiten von „Super Nanny“, „Viagra-Kalle“ und vernachlässigten Kindern in sozialen Brennpunkten. Aber welche Einstellung zur Familie haben die verschiedenen Milieus tatsächlich?

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Im Auftrag des FORUM’s FAMILIE STARK MACHEN nahm das Institut für Demoskopie Allensbach eine Teilauswertung der Studie GENERATIONENBAROMETER 2006 vor. Analysiert wurden die Antworten von 1.790 Personen im Alter von 16 bis 59 Jahren. Das Kernergebnis: Ein starker Familienzu­sammenhalt und eine positive Einstellung zur Familie bestimmen das Leben der großen Mehrheit quer durch die Gesellschaft.

Dabei zeigten die Befunde jedoch keineswegs nur eitel Sonnenschein: Fast zwei Drittel der Befragten in der einfachsten Schicht sind unzufrieden mit ihrem Leben. 63 Prozent wünschen sich vieles anders. „Wir haben manchmal finanzielle Probleme“, sagen 52 Prozent. In einem sozialen Umfeld, in dem 30 Prozent der Menschen arbeitslos sind, hat der Beruf eine deutlich geringere Bedeutung als in den oberen Schichten. Von den vergleichsweise wenigen Berufstätigen erklären nur 50 Prozent: „Mein Beruf bedeutet mir viel.“ In der Oberschicht erleben das immerhin 64 Prozent der Berufstätigen.

Die wirtschaftlichen Belastungen wirken sich auch auf das Zusammenleben aus. Es gibt häufiger Streit ums Geld (bei 21 Prozent) als in den Bevölkerungsgruppen mit besseren Einkommen (dort bei 12 Prozent). Und auch der Umgang ist rauer: 45 Prozent in der unteren Schicht haben bei ihrer Erziehung auch körperliche Strafen erlebt. Im oberen Viertel der Gesellschaft teilen solche Erfahrungen nur 23 Prozent.

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Familiensplitting kommt …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. Januar 2007

… im CDU Parteivorstand gut an. Die Wirtschaftswoche meldet, der Parteivorstand habe einen entsprechenden Vorschlag für die Modernisierung des CDU-Grundsatzprogramms mit klarer Mehrheit unterstützt, sagte Generalsekretär Ronald Pofalla. Demnach sollen Eltern in Zukunft steuerlich besser gestellt werden als kinderlose Paare.

Pofalla wirbt in der Union schon seit längerem für eine Reform des Ehegattensplittings. Er tritt für ein Familiensplitting ein, um die Förderung von Kindern zu stärken. Das Erwerbseinkommen im Haushalt soll nach seinen Plänen steuerlich nicht nur auf die beiden Ehepartner, sondern auf alle Familienmitglieder verteilt werden. Dadurch würden Familien mit Kindern begünstigt.

Mit seinem Vorstoß hatte er vor einigen Monaten in der Führung der Unions-Fraktion, in der Schwesterpartei CSU und beim Koalitionspartner SPD heftigen Widerstand ausgelöst. Kanzlerin Angela Merkel hat darauf verwiesen, dass das Thema derzeit nicht zur Entscheidung anstehe. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will trotzdem noch in diesem Jahr einen konkreten Reformvorschlag machen.

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Männer als Erzieher?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. Januar 2007

Väter, die die Erziehung ihrer Kinder übernehmen?

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Ein immer noch seltenes Bild und  für Männer oft schwer zu realisieren. Aus diesem Grund haben die Hauptabteilungen Seelsorge und Seelsorgebereiche des Erzbistums Köln eine Initiative für „väter- und großväterfreundliche Kindertageseinrichtungen“ ins Leben gerufen. Kern der Bemühungen ist es, erziehende Männer vielschichtiger, konkreter und kompetenter an den Lebenswelten ihrer Kinder zu beteiligen – nicht nur zum Vorteil der Kinder, sondern auch als Entlastung für Partnerschaft und Ehe.

„Väter- und Großväterfreundlichkeit“ als Qualitätsmerkmal von Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Köln: Dazu wurde ein Maßnahmenpaket zur Beratung und Begleitung entwickelt, das auf Anfrage als örtliches Projekt auf Gemeinde- oder Seelsorgebereichsebene durchgeführt werden kann. So soll das jeweilige Mitarbeiterteam für die Beziehungen zwischen Kindern und ihren (Groß-) Vätern sensibilisiert werden oder den Eltern helfen, dass Partnerschaften und Ehen entlastet und zugleich gestärkt werden. Geplant ist auch eine Zertifizierung von teilnehmenden Kindertageseinrichtungen als Orte gelebter Väter- und Großväterfreundlichkeit.

Quelle

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Was Sie als Vollzeitvater beachten müssen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Januar 2007

Men’s Health gibt in der Rubrik ‚Business Aktuell‘ Tipps und Informationen für ‚echte Kerle‘:

Das ist doch babyeierleicht! Wir beantworten Ihnen die vier wichtigsten Männerfragen zum neuen Elterngeld

Kann mein Boss sich weigern?
Wenn Sie sieben Wochen vor Beginn Ihrer Elternzeit den Antrag einreichen, muss die Firma Ihnen frei geben. Das können bis zu drei Jahre sein. Geld gibt es allerdings nur bis zum 14. Monat. Eine Teilzeitregelung kann Ihnen der Chef verweigern.

Bin ich dann von Frauen umzingelt?
Ja, ausschließlich! Nein, im Ernst: Am besten nehmen Sie die ersten zwei Monate als Vollzeitpapi mit Ihrer Frau zusammen. Und die führt Sie dann in die Krabbelgruppen und Spielplatzrituale ein. Entweder Sie freunden sich dann mit den Damen an oder Sie suchen die Gesellschaft echter Kerle – und deren Babys!

Muss ich nun den Haushalt führen?
Ja, wer denn sonst? Sie sollten es wenigstens hinbekommen, dass Ihre Frau nach dem Job noch die Haustür aufstoßen kann. Generell gilt: Nutzen Sie besonders in den ersten Monaten den Babyschlaf für eigene Nickerchen, auch am Tage. Vielleicht kommt für Sie auch eine Haushaltshilfe in Frage. Mit der Zeit kriegen Sie Haushalt und Baby in den Griff.

Und was kommt nach der Auszeit?

Sie gehen wieder arbeiten. So nutzen Sie Ihre knappe Zeit mit dem Racker:

  1. Lieber dreimal zehn Minuten mit dem Kind spielen als einmal eine Stunde.
  2. Können Sie mittags nach Hause? Kinder müssen früh ins Bett. Gehen Sie morgens zeitiger zur Arbeit, dann haben Sie abends mehr vom Kind.
  3. Reservieren Sie einen Tag am Wochenende als Familientag.

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Schlafmangel ist ein Leistungskiller

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Januar 2007

Der führende Schlafforscher der USA, Harvard – Professor Charles Czeisler, warnt vor Fehlentscheidungen, wenn Top-Manager zu viel arbeiten.

Unternehmen sollten Schlafrichtlinien für ihre Mitarbeiter und Top-Manager einführen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und Fehlentscheidungen zu verhindern. Charles Czeisler, schlägt im Interview in der neuen Ausgabe der WirtschaftsWoche vor, dass auch Führungskräfte nicht zu viel arbeiten dürfen, weil sonst die Quote von Fehlentscheidungen zu hoch wird.

„Die meisten Entscheidungsträger erkennen nicht einmal, dass Schlafmangel ihre Leistungsfähigkeit reduziert. Weil ihre Produktivität dadurch sinkt, arbeiten sie noch länger und bekommen so wiederum weniger Schlaf. Das ist ein gefährlicher Teufelskreis und die Antithese zu intelligentem Management,“ warnt der Harvard-Professor.

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‚Ohne Macht wird nur gelacht‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Januar 2007

Im Gespräch mit dem Manager Magazin äußert sich Michael Domsch zu Karrierefragen und Chancengleichheit.

mm.de: Herr Domsch, laut einer Hoppenstedt-Studie ist der Anteil der weiblichen Manager in Deutschland seit 1995 zwar kontinuierlich gestiegen, aber mit rund 10 Prozent aller Führungspositionen im Management weiterhin gering. Woran liegt das?

Domsch: Es gibt Ressentiments. Die kann man nicht wegdiskutieren. Zwar wird im Zuge der Political Correctness immer wieder betont, wie nötig Frauen in Unternehmen sind. In Wahrheit aber gibt es versteckte Hindernisse.

mm.de: Was sind die schlimmsten Feindbilder und Hindernisse, gegen die Frauen sich beim Aufstieg durchsetzen müssen?

Domsch: Immer wieder tauchen folgende Argumente auf: Frauen wollen gar nicht in den Führungsbereich, es fehle also an der Nachfrage. Frauen würden schwanger und kündigen, seien damit eine Fehlinvestition, Planungssicherheit gäbe es nicht. Frauen würden nicht die nötige Härte für das Management besitzen, sie hätten dafür nicht die notwendigen Kompetenzen. Außerdem gäbe es genug qualifizierte Männer, Frauen würden ihnen deshalb Karrierechancen wegnehmen und so weiter, und so weiter.

mm.de: Die meisten Topmanager haben ihre Frau samt Kindern zu Haus. Welche Rolle spielt diese familiäre Prägung der Männer in den Chefetagen? Weiterlesen »

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Je besser, desto weniger

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Januar 2007

In einem Gespräch mit dem Online Magazin changeX äußert sich der Familienforscher Hans Bertram zu gängigen Meinungen zum Thema ‚Demographie und Männer‘ und skizziert Möglichkeiten.

Immer mehr Männer in Deutschland wollen keine Kinder und die Frauen verwenden trotz ihrer geringeren beruflichen Präsenz nicht mehr Zeit für Kinder auf als Frauen in den Nachbarländern. Stehlen sich die Deutschen aus der Verantwortung?
Ich weiß nicht, ob die Männer keine Kinder mehr wollen oder ob sie einfach keine Gelegenheit mehr haben – das ist ein Unterschied. In Europa ist die Zeitverwendung in den Haushalten recht ähnlich; und da bleibt nicht sehr viel zusätzliche Zeit zu investieren. Man sollte solche Fragen mit ihren moralischen Implikationen vorsichtig beantworten.

Woran liegt es dann, wenn die Geburtenrate so niedrig ist?
Es ist eindeutig, dass in den modernen Berufen, zum Beispiel in der Informationstechnologie, im Bankenwesen und in anderen Dienstleistungsberufen, die Partner- und Kinderlosigkeit eine ganz normale Lebensform geworden ist. In der Publizistik zum Beispiel sind rund 70 Prozent der 40- bis 50-jährigen Männer kinderlos – aber die Strafe folgt auf dem Fuße: 40 Prozent haben auch keine Partnerin. Wenn man dagegen Industriebetriebe oder den Fachhandel betrachtet, sind Partner und Kinder die Regel. Bei Frauen sieht das ähnlich aus …
die Lebenssituationen sind einfach so geworden, dass keine Zeit für Liebe und Kinder da ist. …

Was kann man tun, wenn man etwas verbessern will?
Wir haben es in Deutschland vollkommen versäumt, darüber nachzudenken, wie man die Lebenszeit von jungen Erwachsenen vernünftig organisiert  … Die dritte Möglichkeit ist, zu überlegen, wie man die Väter an der Fürsorge für Kinder beteiligen kann – denn das ist keine genetische Differenz, sondern eine kulturelle. Fürsorge ist nicht etwas Weibliches, sondern eine Gesellschaft kann das auch ganz anders organisieren, wie zum Beispiel der Zivildienst junger Männer zeigt. Man wird sehen, ob hier die Elternmonate etwas bewirken, oder ob man vielleicht zu anderen Lösungen greifen muss. Zum Beispiel erwarten amerikanische Finanzdienstleister von ihren Mitarbeitern, dass sie sich einen Nachmittag pro Woche sozial engagieren – was dazu geführt hat, dass die Bereitschaft, Fürsorge für andere zu übernehmen, deutlich gestiegen ist.

Das ganze Interview können Sie hier lesen.

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