der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Auszeichnungen' Kategorie

Die 50 besten Arbeitgeber für Väter in den USA

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. Juni 2018

In diesem Jahr hat Fatherly bereits zum vierten Mal das jährliche Ranking „50 Best Places to Work to Work for New Dads” erstellt. In dieser Zeit wurden bei den erfolgreichsten amerikanischen Unternehmen eine ermutigende Anzahl positiver Änderungen an den Unterstützungsangeboten für Eltern vorgenommen. Dies hat zu einer Reihe von Änderungen und Ergänzungen in der Liste geführt. Diese Änderungen sind auch das Ergebnis von Anpassungen der Beurteilungskriterien, die nun besser darauf ausgerichtet ist, die Erfahrungen neuer Väter widerzuspiegeln und nicht mehr nur die Anzahl der Vergünstigungen. Was bedeutet das? Kurz gesagt, dass dieses Ranking den Vaterschaftsurlaub berücksichtigt, aber auch Unternehmen mit Wiedereinstiegsangeboten, flexiblen Arbeitszeiten und, noch wichtiger, Kinderbetreuungsangeboten hervorhebt.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass alle Unternehmen auf dieser Liste ihren Mitarbeitenden außergewöhnliche Angebote machen und sich sehr um die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter und deren Familienangehörigen bemühen. Es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Tatsache, dass diese Unternehmen diese Angebote machen, auf das Fehlen einer national bezahlten Elternurlaubspolitik und den Mangel an Vaterschaftsvergünstigungen für amerikanische Arbeitnehmer zurückzuführen ist.

Diese Liste ist auch ein Grund zur Hoffnung. Die meisten der auf dieser Liste aufgeführten Unternehmen haben in den Jahren 2017 und 2018 ihre Sozialleistungspakete für neue Väter oder Mütter aktualisiert. Die Erfahrungen von Fatherly zeigen, dass auch viele Unternehmen, die es nicht auf die Liste geschafft haben, Vätern Angebote machen. Es ist ein kultureller Wandel im Gange und das ist eine gute Nachricht für berufstätige Väter.

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Dachdecker Michael Jakobs engagiert sich für junge Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Februar 2018

DachdeckerJakobsVon wegen, das geht doch nur in großen Betrieben:

In der dritten Generation führt Michael Jakobs den Dachdeckerbetrieb, den sein Großvater 1966 gründete. Nicht nur er und seine Frau Stefanie arbeiten im Betrieb. Auch Mutter Ute ist mit an Bord und betreut unter anderem die Buchhaltung. Alle drei wissen, wie schwer es derzeit ist, gute Fachkräfte oder Auszubildende zu finden.

Ihre Lösung: Sie gehen eigene, individuelle Wege: „Als Familienunternehmen mit Familie weiß ich genau, wie schwer es ist, Familie und Beruf zu vereinbaren“, so Michael Jacobs. Schon 2015 ließ er sich von saaris als „Familienfreundliches Unternehmen“ zertifizieren und erhielt jetzt gerade seine Rezertifizierung.

„Unser Ziel ist es in den nächsten Jahren, vor allem die jungen Väter zu unterstützen und ihnen die Lebensphase mit kleinen Kindern etwas einfacher zu machen. Wir versuchen, die Arbeitszeiten kurzfristig und flexibel an die Familienbedürfnisse individuell anzupassen. Arztbesuche mit Kindern, Krankheiten oder Krankenhausaufenthalte von Kindern oder Angehörigen sind bei uns kein Problem.“

Dass das schon immer intuitive, familienfreundliche Verhalten bei Dachdecker Michael Jakobs erfolgreich ist, zeigt das Beispiel von Jürgen Bares. Der Dachdecker begann schon bei Vater Jakobs in den 70ern. Sohn Janosch, der während des Studiums in den Ferien aushalf, entschied sich, dieses abzubrechen und ebenfalls Dachdeckerei zu lernen. Heute steht er kurz vor der Meisterprüfung.

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Drei Kienbären bekommen ein neues Zuhause

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. September 2017

kienbaerBald ist es wieder soweit. Am Freitag den 6. Oktober 2017 ab 16:00 Uhr wird der Väterpreis des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf – „KienBär“- vergeben. Wie der Name schon vermuten lässt, war die Verbindung zur IGA in diesem Jahr im Bezirk Marzahn Hellersdorf, bereits mit seiner Premiere im Jahr 2015 bewusst gewählt. Bei der ersten Verleihung mit vielen beeindruckenden Vätern und Männern des Bezirkes im Juni 2015, konnte die Spannung auf die diesjährige Verleihung initiiert werden. Nun möchten wir allen Besuchern, Teilnehmern, Freunden des Preises weitere verdienstvolle, liebevolle und stark engagierte Väter des Bezirkes Marzahn Hellersdorf vorstellen. Die Ehrung der diesjährigen Preisträger, wird wie angekündigt auf dem Gelände der IGA auf der Bühne am koreanischen Garten stattfinden.

Der Aktionskreis „KienBär“, hat in freier, ehrenamtlicher Tätigkeit und mit viel Freude die Preisträger auswählen, die sinnbildlich für alle eingereichten Vorschläge stehen und werden sie Ihnen mit einem bunten Rahmenprogramm vorstellen. Die Auswahl war nicht einfach, da viele den Preis verdient hätten. Aber es kann nur drei geben.

Momentan werden die letzten Details für die Veranstaltung vorbereitet. Soviel kann aber schon gesagt werden: Der Kinder und Jugend Zirkus Cabuwazi und die Musikschule Marzahn werden mit begeisterten Darbietungen vertreten sein. Für einen kleinen Imbiss und Getränke wird ebenfalls gesorgt. Mit Abwechslung, Spaß, Freude und dankbarer Anerkennung möchten wir Sie zu dieser besonderen öffentlichen Ehrung verdienstvoller Väter des Bezirkes herzlich einladen.

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Aktionstag 2016 – Väter und Großväter in Verantwortung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Mai 2016

Am Dienstag, den 7. Juni 2016, ab 17:00 Uhr laden das Projekt Väterarbeit und die Bezirksstadträtin für Jugend, Familie, Weiterbildung und Kultur Juliane Witt zum Aktionstag in die Güterstation der Alten Börse Marzahn.

In einem offenen Dialog drehen sich die Themen um die Bedarfe von Vätern im Bezirk. Was könnte nach Meinung der Väter verbessert werden? Was fehlt im Bezirk? Wo sind schon gute Ansätze zu sehen? Worauf lässt sich aufbauen? Was sollte in den nächsten fünf Jahren an Ideen umgesetzt werden?

Mittelpunkt des Aktionstages werden Kurzvorträge und Gespräche mit folgenden Personen sein:

  • Christoph Mönnikes, Mitinitiator des “Aktionskreis KienBär, der Väterpreis in Marzahn Hellersdorf” mit Rückblick und Ausblick zum nächsten Preis in 2017
  • Hans-Georg Nelles vom Bundesforum Männer
  • Philipp Günther, Leiter des Projektes Väterarbeit in Marzahn-Hellersdorf

Eingeladen sind Erzieherinnen und Erzieher aus KiTa’s und Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Pädagoginnen und Pädagogen, Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus Sportvereinen, Ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer sowie natürlich Väter und Großväter aus dem Bezirk.
Getränke und Bratwurst werden durch das Team der Alten Börse angeboten. Natürlich können Besucher auch ihre Kinder mitbringen.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein diskussionsfreudiger Abend mit anderen Vätern und Großvätern, um eine Anmeldung per Mail wird gebeten

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Web-App für Väterbildung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. Februar 2016

die hessenstiftung – familie hat zukunft ist Finalist bei der Google Impact Challenge Deutschland 2016 und könnte 10.000,- € erhalten zur Realisierung ihres Projekts Web-App für Väterbildung. Mit Hilfe aller, die bis zum 24.02.2016 für das Projekt der Hessenstiftung abstimmen, können wir eine Web-Lösung für ziel- und passgenaues Auffinden von Angeboten der Familienbildung anbieten, die auch zur Bewertung und Verbesserung der Angebote beitragen kann.

Die Web-App Väterbildung und Väterberatung der hessenstiftung soll Vätern und Anbietern von Väterkursen helfen. Anstatt einer Vielzahl von Programmheften unterschiedlicher Träger der Familienbildung soll die App eine orts- und zielgruppenspezifische Bündelung und Auswahl der Angebote zur Väterbildung und Väterberatung bieten. Den (werdenden) hessischen Vätern mit Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren soll damit eine Orientierung über die verschiedenen Möglichkeiten der Kompetenzerweiterung geboten werden.

Zu den Zielen der Web-App sagte der Geschäftsführer der hessenstiftung – familie hat zukunft Dr. Ulrich Kuther : „Wir wollen erreichen, dass in drei Jahren insgesamt mehr Männer die für sie passenden Väterkurse und Väterberatungen finden, besuchen und bewerten. Damit können die hessischen Träger und Anbieter von Väterkursen und Väterberatungen ihre Angebote besser an die Bedarfe der Väter anpassen und höhere Buchungszahlen ihrer Kurse und Beratungen mit geringerer Ausfallquote erreichen.“

Hier geht es zur Abstimmung.

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Braucht es (noch) einen Väterpreis?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Februar 2015

Um die Antwort vorweg zu nehmen: JA! Als 2006 zum ersten Mal der Preis ‚Spitzenvater des Jahres vergeben wurde, haben sich viele darüber lustig gemacht oder den Vorgang einfach ignoriert. Über die „Partnermonate“ wurde zwar schon im Bundestag debattiert, aber viele waren der Überzeugung, dass es kein Wickelvolontariat brauche und Männer auch mit der Peitsche(Claus Kleber) nicht an den Herd gezwungen werden könnten. Ein Jahr zuvor war in der Frankfurter Allgemeinen in einem Kommentar zu lesen, Väter seien ein „Schwarzbrotthema“. Es gäbe viel zu kauen und zahlreiche Nachwirkungen. Von daher ist es wohl kein Zufall, dass dieser Preis 2015 zum 10ten Mal von einem Schwarzbrotproduzenten verliehen wird.

Mit dem Kienbär soll ebenfalls beispielhaftes väterliches Verhalten ausgezeichnet werden. Die möglichen Preisträger leben und wirken mit ihrer Haltung in Marzahn-Hellersdorf, sind also vor Ort wirksam und können anderen Männern und Vätern als Rollenmodelle dienen. Auch wenn Berlin bundesweit schon, was die Inanspruchnahme von Elternzeit angeht, zu den Spitzenreitern zählt, Vaterschaft endet nicht nach zwei, sieben oder zwölf Monaten. Die große Differenz zwischen denen, die sich im täglichen Alltag eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit wünschen (60%) und denen, die sie tatsächlich verwirklichen (14%), macht deutlich was noch zu tun ist. Kienbär, ihr Einsatz!

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Die Arbeit an den Bedürfnissen von Vätern und Müttern ausrichten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 31. Mai 2013

Die Berufswelt nimmt wenig Rücksicht auf Mütter und Väter. Die Grünen-Politikerin Franziska Brantner schreibt in einem Gastbeitrag für die ZEIT darüber, was neben einer qualitaiv guten Kinderbetreuung in Sachen ‚Verenbarkeit‘ noch größere Bedeutung hat

‚Die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird in Deutschland meistens mit dem Ruf nach flächendeckender und besserer Betreuung der Kleinen beantwortet. Die Debatte zeigt auch Wirkung. Trotzdem bleibt noch viel zu tun, denn selbst mit dem besten Betreuungssystem der Welt wird das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht gelöst. Was noch immer fehlt, ist das gesellschaftliche Zugeständnis, dass sich die Arbeit in erster Linie nach der Situation der Betreuenden richten muss – nicht umgekehrt. …

Wo sind die Grenzen der Verfügbarkeit im Arbeitsleben? Welche Ansprüche und Gewohnheiten sind wir bereit aufzugeben, um eine echte Vereinbarkeit zu ermöglichen? Und wollen wir wirklich, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Chefs oder auch Politikerinnen Kinder haben, um die sie sich auch kümmern können? Wenn wir das so wollen, dann müssen wir unsere Erwartungen an sie ändern! …

In unseren Institutionen und Arbeitswelten glaubt man immer noch, dass derjenige am meisten oder am effizientesten arbeitet, der am längsten im Büro ist. Auch dieser Irrglaube trägt zur Unvereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel Dänemark. In der Regel verlassen alle das Büro, wenn die Kita schließt. Dem Vater, der um sieben Uhr noch im Büro sitzt, kann es passieren, dass ihn Kollegen fragen, ob ihm seine Familie nicht wichtig sei. …‘

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Auszeichnungen für engagierte Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. März 2013

Am Donnerstag wurden in Berlin drei „Spitzenväter 2013” ausgezeichnet. Die Väter aus Berlin und Braunschweig halten ihren Frauen den Rücken für eine berufliche Karriere frei und organisieren das Familienleben. „Es geht uns um neue männliche Rollenbilder”, sagte Ulrike Detmers von der Fachhochschule Bielefeld. Die Professorin gehört zu der Leitung des Familienunternehmens Mestemacher, das den mit je 5000 Euro dotierten Preis seit 2006 stiftet.

„Für mich gab es keine Rollenmodelle und auch keine Bücher, die mir hätten helfen können”, erzählte Mahomed Saleh Abba Omar (52). Er stammt aus einer traditionell muslimisch-indischen Familie und hatte eine leitende Stellung in Kapstadt, bevor er mit seiner zweiten Frau nach Braunschweig ging, damit sie eine wissenschaftliche Karriere einschlagen konnte. Das Paar hat drei Kinder im Schulalter.

Eric Freywald (40) aus Berlin ermöglicht seiner Frau eine Karriere im technischen Dienst der Feuerwehr und kümmert sich – neben dem eigenen Job im mittleren Feuerwehrdienst – um die drei Töchter. Während seine Frau deutschlandweit unterwegs und meist nur am Wochenende daheim ist, hält er in Berlin den Laden am Laufen.

Der zweite Berliner Spitzenvater”, Christoph Mönnikes, erhielt einen Sonderpreis. Er ist gerade wieder in Elternzeit: Das jüngste der vier Kinder ist kaum älter als ein Jahr. Seine Frau ist die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Sigrid Nikutta (43). Er werde wieder in Teilzeit gehen, doch die Rollenaufteilung hätten sie schon früh festgelegt.

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Väterehrung am Frauentag

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. März 2012

‚Schröder sucht den Superdaddy‘ (Handelsblatt), ‚Das sind die Spitzenpapas‘ (News.de), ‚Neue Väter braucht das Land‘ (Spiegel) und ‚Bäckerei kürt Deutschlands Super-Väter‘ (Focus). So lauteten einige Schlagzeilen nach der Auszeichnung der ‚Spitzenväter‘ am 8. März in Berlin. Die taz hatte eine andere Ausrichtung und fragte unter der Überschrift ‚Frau Schröder, das war … Spitze!‘ ob die Familienministerin tollpatschig oder einfach nur unsensibel sei, am Weltfrauentag Väter zu ehren.

Einmal abgesehen davon, dass die Ministerin gar nicht persönlich anwesend war und ihr Grußwort lediglich ausgelegt wurde, deutlicher kann der Zusammenhang zwischen den beiden Themen nicht dargestellt werden. Ziel des Preises ‚Spitzenvater des Jahres‘, der 2006 zum ersten Mal verliehen wurde ist mit den Worten der Initiatorin, Frau Prof. Detmers, Väter zu Mit-Gestaltern der Erziehung der Sprösslinge und Mit-Gestaltern der Haushalts- und Familienwelt, zu machen und dadurch ihre Partnerin bei der Erziehungs- und Familienarbeit zu entlasten.

Da dies ja zunehmend Realität wird, wird von den Spitzenvätern erwartet, dass sie durch die Übernahme der Erziehungs- und Hausarbeit auch die berufliche Entwicklung ihrer Partnerin unterstützen. Im Ergebnis können Mütter wie Väter Beruf und Familie im Doppelpack besser unter einen Hut bringen.

Die Existenz dieses Preises macht ebenso wie der von der Mestemacher – Gruppe verliehene Preis ‚Spitzenmanagerin des Jahres’ deutlich, dass dieses Modell zunehmend Wirklichkeit wird und die Möglichkeiten von Frauen und Männern erweitert, wir aber gleichfalls noch einen Mangel von Frauen wie aktiven Vätern in Führungspositionen haben. Wenn dies Normalität geworden ist, braucht es solche Auszeichnungen nicht mehr.

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Nichts muss bleiben, wie es ist

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. September 2011

Er bringt Männer zum Weinen und sie kämpft gegen brutale Traditionen in ihrer Heimat Guinea: Kazim Erdogan und Hadje Kaba sind die taz-Panter-Preisträger 2011.

Am Ende waren es zwei Helden, die nicht in Deutschland geboren sind, aber in diesem Land Unglaubliches leisten: Die diesjährigen Panter Preise gehen an Kazim Erdogan, der den Preis der Jury entgegennahm, sowie Hadje Kitagbe Kaba, die von den taz-LeserInnen ausgezeichnet wurde. Er, weil er in seinen türkischen Männergruppen in Berlin-Neukölln Väter zum Weinen bringt. Sie, weil sie, weit entfernt von ihrem Heimatland Guinea, gegen die brutale Tradition der weiblichen Beschneidung kämpft.

Das Preisgeld von jeweils 5.000 Euro fließt in die ehrenamtliche Arbeit der zwei Gewinner. “Ich danke allen Nominierten, weil ein Projekt schöner ist als das andere”, sagte Kazim Erdogan.

In seiner Laudatio lobte der Kabarettist und Journalist Martin Stankowski Kazim Erdogan als Vorreiter: “Erdogan glaubt nicht an die verpflichtenden Gebote dieser Welt, die auch immer von Männern formuliert und kontrolliert werden. Sein Projekt sollte auf die ganze Republik ausgeweitet werden.”

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