der VÄTER Blog

innovative Unternehmen nutzen die Potenziale aktiver Vaterschaft

Archiv für die 'Vater werden' Kategorie

Uneheliche Kinder sind nicht vaterlos

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. August 2010

In fast allen Staaten Europas ist die Nichtehelichenquote zwischen 1990 und 2007 zum Teil deutlich gestiegen. In Deutschland fallen die starken Ost-West-Unterschiede im Niveau und in der Entwicklungsdynamik der Nichtehelichenquote auf. Im Osten ist der Anteil nichtehelicher Geburten von einem im europäischen Vergleich hohen Niveau aus nochmals deutlich angestiegen. Der Zuwachs im Westen war trotz des relativ niedrigen Ausgangsniveaus dagegen unterdurchschnittlich.

Als Ursachen des Anstiegs der Nichtehelichenquote sind der gesellschaftliche Wertewandel, insbesondere in Fragen der Sexualmoral, die Individualisierung und Säkularisierung sowie die Emanzipation der Frau anzusehen. Die Geburt eines nichtehelichen Kindes ist längst keine „Schande“ mehr, insbesondere in Skandinavien und den Beneluxstaaten. In Deutschland ist die Akzeptanz unverheirateter Familien im Osten höher als im Westen.

Auffällig sind die Diskrepanzen zwischen der eigenen Beurteilung einer Elternschaft unverheirateter Paare und der Einschätzung der gesellschaftlichen Reaktion darauf. Für viele Europäer hat die Unehelichkeit ihren moralischen Makel verloren, insbesondere seit vor dem Gesetz nicht mehr zwischen legitimen und illegitimen Kindern unterschieden wird. Viele Menschen sind jedoch überzeugt, dass Vorurteile gegen uneheliche Kinder gesellschaftlich noch tief verwurzelt sind.

Nichteheliche Geburten werden häufig fälschlich mit ungewollten Schwangerschaften und allein erziehenden Müttern assoziiert. Viele uneheliche Kinder sind heute jedoch gewollt und geplant. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist für eine große Zahl von Paaren eine Schwangerschaft zudem kein triftiger Heiratsgrund mehr. Weiterlesen »

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Sächsischer Justizminister für Stärkung der Väterrechte

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Juli 2010

Der sächsische Justizminister Jürgen Martens (FDP) unterstützt ausdrücklich den Vorschlag der Bundesjustizministerin, die Rechte lediger Väter in Deutschland zu stärken. Danach sollen unverheiratete Eltern künftig von Anfang an ein gemeinsames Sorgerecht für ihr Kind erhalten.

„Die bisherige Benachteiligung lediger Väter muss endlich ein Ende finden. Ich bin mir sicher, dass die von der Bundesjustizministerin vorgeschlagene Widerspruchslösung die Situation der betroffenen Kinder und ihrer Väter verbessern wird. Erkennt der Vater seine Vaterschaft an, soll er auch automatisch die gemeinsame Sorge für das Kind erhalten. Nur wenn die Mutter widerspricht, muss das Gericht ihre Einwände gegen die gemeinsame Sorge überprüfen und im Sinne des Kindeswohls entscheiden. Diese Lösung ist gerecht, unbürokratisch und entspricht der Lebenswirklichkeit in unserer Gesellschaft.“

Im letzten Dezember hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass die Bevorzugung von unverheirateten Müttern gegenüber den Vätern ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot ist.

Quelle

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Koalition will Rechte lediger Väter stärken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Juli 2010

Die Berliner Regierungskoalition will laut einem Bericht der Passauer Neuen Presse (PNP) mit einer Reform des Sorgerechts die Rechte lediger Väter stärken und so das Urteil der Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umsetzen.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lasse derzeit entsprechende Eckpunkte erarbeiten, berichtete die “Passauer Neue Presse” am Samstag. Die FDP-Bundestagsfraktion plädiere für die sogenannte Widerspruchslösung, sagte ihr Familienrechtsexperte Stephan Thomae. Danach würden unverheiratete Eltern von Anfang an das Sorgerecht gemeinsam ausüben, “es sei denn, die Mutter legt Widerspruch ein und erhält beim Familiengericht Recht”.

Im Herbst solle ein entsprechender Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden. “Kinder haben einen Anspruch darauf, dass Väter Verantwortung übernehmen und über wichtige Dinge in ihrem Leben mitentscheiden”, sagte der FDP-Politiker Thomae. Die Koalition stehe “zu ihrem Wort, die Situation lediger Väter verbessern zu wollen”. Weiterlesen »

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Werdende Väter nicht unvermittelt mit Schwangerschaft konfrontieren

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Juli 2010

… das rät die Hamburger Paartherapeutin Barbara Standke-Erdmann schwangeren Frauen:

‚Eine Schwangerschaft ist meistens Grund zur Freude. Doch nicht jeder werdende Vater bricht sofort in Jubelstürme aus, wenn er von den anderen Umständen seiner Partnerin erfährt.

‚Schwangere sollten die erste Reaktion ihres Mannes auf die große Neuigkeit nicht überbewerten’, häufig treffe die Information den Partner mehr oder weniger unvorbereitet. Von freudiger Überraschung bis hin zu Entsetzen und Schock seien in diesem Augenblick verschiedenste Gefühlsbekundungen möglich. Eine schroffe Reaktion sei oft der Ausdruck von Überforderung.

‚Davon sollte man sich nicht beunruhigen lassen’, nach etwas Bedenkzeit könne sich die Haltung des Partners zum Thema Schwangerschaft nämlich auch durchaus noch ins Gegenteil verkehren. Wer erst Zweifel hatte, freut sich dann doch noch ganz ausgelassen über das Kind – und wer im ersten Moment begeistert war, wird später vielleicht von Ängsten geplagt.

Die Paartherapeutin empfiehlt Frauen, ihrem Partner so früh wie möglich von der Schwangerschaft zu berichten. «Eine aufwendig inszenierte Überraschung ist eher ungünstig», sagt sie. Am besten sage man es gleich, wenn man eine Schwangerschaft vermute.’

Und ich war der Überzeugung, dass heute die allermeisten Kinder geplant auf die Welt kommen, Weiterlesen »

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Über die Rolle der Väter während der Geburt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Juni 2010

Dr. Michael Abou-Dakn beschreibt in einem kurzen Viedeobeitrag, wie wichtig die Aufgaben von Vätern während der Geburt sind und wie sie sich darauf vorbereiten sollten.

Dr. med. Michael Abou-Dakn, ist Chefarzt der Klink für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus Berlin.

Dr. med. Michael Abou-Dakn

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Doppelte Belastung für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Mai 2010

den Anspruch, gleichzeitig traditioneller Versorger und fürsorglicher Vater zu sein. Diese These stellt Clara Ott in der Zeit auf und belegt sie mit zwei aktuellen Studien.

Ein Schweizer Forscherteam am Zentrum Gender Studies der Universität Basel erforscht derzeit die Krux zwischen alten Männlichkeitsnormen und neuen Ansprüchen. Die Wissenschaftler um Andrea Maihofer haben 60 männliche Akademiker befragt: Wieso bekommen manche Männer Kinder und andere nicht?

Das Ergebnis der dreijährigen Studie: Viele Männer wissen nicht, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen sollen. “Die Festlegung auf eine Familie ist für viele unserer Befragten ein Thema, das mit Ängsten und Ambivalenzen verbunden ist.” Heute muss ein Mann gleichzeitig als Vater präsent und aktiv, aber auch noch Versorger und liebevoller Ehemann sein. Für diesen neuen Mann fand man in Basel eine Umschreibung: Der “emotional involvierte, präsente Ernährer-Vater”. Dieser Anspruch steht im Widerspruch mit dem freien und unabhängigen Leben, das vor der Familienplanung als Ideal galt. Weiterlesen »

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Bundesfamilienministerin Schröder wird Schirmherrin der “Väterkampagne”

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. März 2010

„Mach dich unsterblich! Werde Vater!“ Mit diesem Slogan appelliert Deutschlands älteste Bürgerinitiative, die „Aktion Gemeinsinn e.V.“ an junge Männer, sich für die Gründung einer Familie zu entscheiden. Auf dem entsprechenden Kampagnenplakat sieht man eine prominente Person, z.B. Jens Lehmann, im Hintergrund – und seinen fröhlich lächelnden Vater im Vordergrund.

Mit der Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat die Aktion Gemeinsinn nun eine Schirmherrin aus der Politik für die Kampagne gewinnen können. Sie freue sich über den „schönen Slogan“, der sehr geeignet sei, jungen Männern mehr Mut zur Vaterschaft zu geben, erklärt die Ministerin ihre Bereitschaft, das Anliegen zu unterstützen.

„Frau Schröder teilt unsere Auffassung, dass wir Väter stärker in den Mittelpunkt rücken müssen“, berichtet Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Vorsitzende der in Bonn ansässigen Aktion Gemeinsinn.

„Tatsächlich können Männer oft mit weniger Rücksicht als Mütter rechnen, wenn sie sich mehr um die Belange ihrer Familie kümmern wollen und dafür flexiblere Arbeitszeiten oder andere Unterstützungen seitens des Arbeitgebers brauchen.“ Von der Schirmherrschaft der Ministerin erhofft sich die Aktion Gemeinsinn weitere Schubkraft für ihr Werben um eine familienfreundlichere Gesellschaft.

Ausführliche Informationen zur aktuellen Väterkampagne der Aktion Gemeinsinn finden Sie hier.

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Väterzeit sucht Geburtsberichte von Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Februar 2010

Haben Sie den Geburtsvorbereitungskurs gemeinsam besucht? Wie war die Geburt für Sie, konnten Sie Ihrer Partnerin helfen? Haben Sie sich überflüssig gefühlt? Hat Sie das Geburtserlebnis einfach umgehauen? Wie haben Sie sich vom medizinischen Personal angesprochen und betreut gefühlt? Und wie war der erste Blick auf Ihr Kind?

Haben Sie Lust, anderen Vätern über das zu erzählen, was Sie bei der Geburt Ihres Kindes erlebt haben? Und natürlich auch die Zeit kurz davor und danach?

Gerade Männer, die zum ersten Mal Väter werden, wünschen sich von uns solche Berichte. Sie möchten besser wissen, worauf sie sich einstellen müssen. Helfen Sie uns mit Ihren Erfahrungen, diesen werdenden Vätern zu helfen!

Ihr Bericht wird redaktionell überarbeitet auf www.väterzeit.de veröffentlicht. Wenn es Ihnen lieber ist, können Sie auch ein kurzes Telefoninterview mit der Redaktion führen, dessen Abschrift Sie dann autorisieren. Gern können Sie auch Bilder mit schicken! Im Bericht taucht von Ihnen nur Vornamen und Bundesland auf, es sei denn, Sie möchten es anders.

Unter allen Einsendungen wird ein Babyphone, ein Kinderautositz und einen Tripp Trapp verlost.

Bitte schicken Sie Ihren Bericht per eMail an Ralf Ruhl.

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Frischgebackene Väter klagen über zu wenig Sex

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Februar 2010

In den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt eines Kindes haben Eltern meist ganz andere Dinge im Kopf, als es sich kuschelig und romantisch im Schlafzimmer gemütlich zu machen. In vielen Partnerschaften in Deutschland wird die Unlust auf Lust allerdings zum Beziehungsproblem.

Jeder vierte Vater beschwert sich, die größten Partnerschaftsprobleme in der ersten Zeit mit Baby seien auf zu wenig Sex zurückzuführen. Bei den jungen Müttern haben deutlich weniger solche Sorgen: Von ihnen beklagt rund jede Sechste, sie und ihr Partner hätten zu wenig Sex. Dies berichtet die Apotheken Umschau in ihrer aktuellen Ausgabe.

Wertvolle Hinweise, wie diese ‚Durststrecke’ überwunden werden kann, liefern Robert Richter und Eberhard Schäfer in ihrem Papa Handbuch. Dort heißt es unter der Überschrift ‚Am Ball bleiben und im Gespräch bleiben: Was Sie tun können’ unter anderem:

‘Wenn Sie oder Ihre Partnerin sich körperlich und sexuell vernachlässigt fühlen, überlegen Sie gemeinsam, was und wie viel an Sexualität beiden gut tun würde. Dabei ist es wichtig, sich weder zu drängen noch für Wünsche zu verurteilen. Versuchen Sie beide so offen wie möglich miteinander zu sein. Stellen Sie Ihr Gespräch unter das Motto: „Alle Wünsche sind okay. Das heißt aber nicht, dass ich sie befriedigen muss!“ Schaffen Sie sich regelmäßig gemeinsamen Raum für Ihre Sexualität, und nehmen Sie sich Zeit, sich langsam und behutsam wieder aneinander heranzutasten.’

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Männer an den Start

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Februar 2010

maenner_an_den_startEine Broschüre über Väter und solche, die es werden wollen, ist der Titel einer neuen Veröffentlichung der Stadt Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit dem Kreis Ludwigsburg und der Ludwigsburger Kreiszeitung. In elf Kapiteln bildet die Broschüre Aspekte des Themas Vaterschaft und hiermit verbundene Rollenbilder und -erwartungen sowie deren Veränderungen ab.

Im Einzelnen befassen sich die Kapitel mit den Themenbereichen „Vater werden“, „Vatersein und Elternzeit“, „Vatersein in Führungsposition“, „Vatersein in Teilzeit“, „Vatersein und Arbeitslosigkeit“, „Vatersein und Ehrenamt“, „Vater mit Migrationshintergrund“, „Vater und Hausmann“, „Tagesvater“, „Vatersein nach Trennung und Scheidung“ sowie „Vatersein im historischen Wandel“.

Neben Porträts und Fotos von Vätern aus Stadt und Kreis Ludwigsburg finden sich themenbezogene Infokästen, die rechtliche Aspekte und statistische Daten sowie Hinweise auf weiterführende Literatur und Internetseiten enthalten. Ein Adressteil zu Angeboten in Stadt und Kreis Ludwigsburg vervollständigt die Broschüre.

„Heute äußern zunehmend auch Männer den Wunsch, Anforderungen in Beruf und Familie partnerschaftlich zu teilen“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigsburg Susanne Brückner. „In der praktischen Umsetzung hapert es aber noch häufig. Neben familienbezogenen Leistungen, flexiblen Arbeitszeitmodellen und dem Ausbau der Kinderbetreuungsangebote bedarf es vor allem auch männlicher Rollenvorbilder, die alternative Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Hier kann die vorliegende Broschüre Denkanstöße liefern.“

Die Broschüre steht als pdf Datei zum Download bereit.

Quelle

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