der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Vater werden' Kategorie

Der Klassiker der Papa-Handbücher in neuer Auflage

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Juli 2020

Das Papahandbuch von Robert Richter und Eberhard Schäfer begleitet werdende und gewordene Väter seit 15 Jahren in den neuen Lebensabschnitt in einer Familie zu Dritt und der Erfahrungsschatz der beiden Autoren ist heute genauso wertvoll wie in der ersten Auflage

Sie ermutigen Väter von Anfang an dabei zu sein und sich gemeinsam mit ihrer Partnerin vorzubereiten. Dazu geben die Beiden den werdenden Vätern in zahlreichen Checklisten wertvolle Hinweise und bereiten sie auch darauf vor, dass es anders kommen kann als geplant.
Worauf es für Väter im Kreißsaal ankommt und warum sie wichtig sind, beschreibt der wohl erfahrenste Gynäkologe in Deutschland, Prof. Abou Dakn im Gespräch mit den Autoren: ‘Insbesondere die, ein ‘Ruhepol’ für die Frau zu werden. Männer, die ihre Frau in ihrer Autonomie bestärken – das heißt, sie einfach nr positiv unterstützen -, helfen, das Geburtserlebnis zu verbessern und weniger Interventionen notwendig zu machen.’

Die 18 Euro für das Handbuch sind in jedem Fall eine lohnende Investition für den Start ins Familienleben, die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann

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Die Geburt eines Vaters

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Juni 2020

Es wird viel über Väter gesprochen – was aber, wenn sie selber zu Wort kommen? Der erste Schweizer Dokumentar-Film über Väter rund um die Geburt ist jetzt online. Nach den vier öffentlichen Filmpremieren mit anschließenden Live-Chats gibt es die fünf Episoden jetzt auf YouTube zu sehen.

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Wie beschreiben Sie die Rolle des Vaters?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. Juni 2020

„Die Väter der Zukunft sitzen mit ihren Kindern am Fluss und sehen zu wie alles vergeht …“ Der Publizit Björn Vedder entwirft im Philosophischen Radio Bilder der ‚Väter der Zukunft‘. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Vaterrolle unklar ist, und das hat Folgen. Der Vater – ist vor allem ein abwesender Vater. Braucht es neue Väter der Zukunft?

(C) Hella Mittrücker

Schon in den 1960er Jahren etablierte der Psychologe Alexander Mitscherlich den Begriff der “vaterlosen Gesellschaft”, in der es an vorbildhaften Vaterfiguren mangelt. Heute ist das Problem noch viel drängender und konkreter sichtbar: Leibliche Väter sind oftmals abwesende Väter; sei es, weil Beziehungen zerbrochen sind, sei es, weil sie über die Maßen im Arbeitsprozess gefordert sind. Hinzu kommt: Es existiert im Grunde keine Idee, was eine gute Vaterschaft in diesen Zeiten überhaupt ausmacht. Zeiten, in denen es auch darauf ankommt, dass so eine Idee mit Genderdiskursen und Geschlechtergerechtigkeit vereinbar ist. Geht das überhaupt?

Klarheit, sagt der Philosoph Björn Vedder, gab es in der Frage des Vaterbildes höchstens zu Zeiten des Patriarchats, das mit seinen Vorstellungen von Vaterschaft im Prinzip allerdings seit der Französischen Revolution abgeschafft sei. Trotzdem hallen und wirken noch viele Aspekte dieser Zeit nach, gerade in der Frage der Vaterschaft. Und zum Teil werden sie im Zuge aktueller Wertediskussionen von konservativen Bewahrern sogar wieder zunehmend reaktiviert. Björn Vedder setzt alldem seinen Vorschlag eines demokratischen Vaters entgegen, der nicht formelle Autorität ausübt aus Prinzip, sondern seinen Kindern unterstützend Rahmen und Räume bietet, damit sie selbst ihren Weg in ein gutes Leben finden können. Dazu brauche es: Reflexion, Mut, Demut, Verzicht, Nähe – und natürlich: Liebe.

Die Sendung können Sie hier nachhören.

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…von Anfang an

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Juni 2020

Väter können unmittelbar nach der Geburt eine Beziehung zu ihrem KInd aufbauen …

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Das sind Frühe Hilfen …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Juni 2020

Der dreiminütige Kurzfilm erklärt anschaulich, was Frühe Hilfen sind und wie Schwangere und Familien mit Unterstützungsbedarf die Angebote erhalten können.

Er richtet sich neben Eltern auch an Fachkräfte, die Mütter und Väter begleiten und beraten.

Der Film und eine Suche nach Frühen Hilfen stehen ebenfalls auf der Seite elternsein.info zur Verfügung.

Weitere Informationen: Grundlagen der Frühen Hilfen

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Wird väterliches Engagement generationsübergreifend weitergereicht?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Mai 2020

Sozialwissenschaftler untersuchten Daten von 2.970 US-Familien und fanden heraus, dass Väter, die im Alter von einem Jahr am Leben ihres Kindes beteiligt waren, Kinder hatten, die im Alter von neun Jahren von einer besseren Vater-Kind-Beziehung berichteten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Muster der Vater-Beteiligung und der Vater-Kind-Beziehungen über Generationen hinweg weitergegeben werden. 

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Der Ausschluss von Vätern bei der Geburt schadet Müttern, Vätern und den Kindern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. April 2020

Der Ausschluss eines Vaters vom Geburtsvorgang schadet seiner Bindung zu Mutter und Baby, argumentiert Dr. Andrew Mayers, ein Experte für perinatale psychische Gesundheit an der Universität Bournemouth (BU). Dies hat negative Auswirkungen auf die sich entwickelnde psychische Gesundheit des Säuglings und gefährdet auch die psychische Gesundheit beider Elternteile.

In den letzten Wochen während der Coronavirus-Krise Covid-19 gab es eine Reihe von Berichten über Krankenhäuser, die Vätern oder Partnern schwangerer Frauen verbieten bei der Geburt dabei zu sein. Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Entscheidungen von Krankenhäusern, die sich darauf konzentrieren, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ernst genommen und mit den besten Absichten getroffen werden. In der Tat wurde in Aussagen einiger Krankenhäuser darauf hingewiesen, wie schwierig dies für die Mutter ist. Doch die jüngste Forschung von Dr. Mayers zeigt, dass der Ausschluss des Vaters vom Geburtsvorgang sowohl der psychischen Gesundheit des Vaters als auch der Mutter und des Kindes schaden kann.

Diese neue Studie wurde kürzlich in BMC Schwangerschaft und Geburt veröffentlicht. Sie wurde von Dr. Mayers zusammen mit der BU-Kollegin Dr. Emily Arden-Close und Emily Daniels, einer ehemaligen Studentin der BU, auf deren Projektarbeit diese Studie basierte, verfasst.

Dr. Mayers: „Die Forschung hat gezeigt, dass Männer nach der Geburt eines Kindes genauso unter Depressionen leiden können wie Frauen unter postnatalen Depressionen. Es gibt Risikofaktoren für Depressionen, die mit einem Neugeborenen einhergehen können – wie eine Verringerung des Einkommens und eine veränderte Beziehung, die Väter dem Risiko einer Depression aussetzen. Unsere Erkenntnisse zeigen, dass das Erleben einer traumatischen Geburt ebenfalls ein bedeutender Risikofaktor ist und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Männer eine schlechte psychische Gesundheit erleben”.

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Die Geburt eines Vaters

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. April 2020

Der erste Schweizer Dokumentar-Film über Väter rund um die Geburt kommt in die Deutschschweiz. Es ist ein Projekt der Waadländer Hochschule für Gesundheit (Haute Ecole de Santé Vaud, HESAV) in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Schweizer Männer- und Väterorganisationen männer.ch, unterstützt durch Gesundheitsförderung Schweiz.

Es wird viel über «neue» Väter gesprochen – was aber, wenn sie selbst zu Wort kommen? Ein Forschungsteam sowie ein Filmemacher haben 18 Väter sowie 14 Fachpersonen interviewt. «Die Geburt eines Vaters» zeigt erstmals ungeschminkt, was werdende und frischgebackene Väter rund um die Geburt wirklich bewegt.

Aus den Interviews sind 5 Episoden von je 12 Minuten entstanden, die Einblick geben in die Gefühlswelten und Erlebnisse von Vätern rund um die Geburt – emotional berührend und wissenschaftlich fundiert:

  • Neun Monate, um Vater zu werden
  • Der Vater während der Geburt
  • Die Anfangszeit als Vater 
  • Vielfältiges Vatersein
  • Was Fachpersonen über (zukünftige) Väter zu sagen haben

Vaterwerden ist kein Selbstläufer

Der Film macht deutlich: Wie Männer das Vaterwerden erleben, ist vielfältig und facettenreich. Offensichtlich wird jedoch auch: Väter werden mit ihren Fragen und Bedürfnissen immer noch häufig «übersehen». Empfehlungen im Film zeigen auf, was es braucht, dass sich dies ändern. Und an den Online-Filmpremieren mit Live-Chat erfährst du mehr darüber, wie es gelingen kann, dass Väter von Beginn weg ihren Platz finden.  

Involvierte Väter und Co-Parenting von Anfang an ermöglichen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Beteiligung von Männern/Vätern während der Schwangerschaft, bei der Geburt und nach der Geburt als vorrangiges Ziel erklärt. Denn wissenschaftliche Studien belegen mehr als deutlich: Männer, die vor, während und nach der Geburt eingebunden sind, tragen dadurch kurz-, mittel- und langfristig zur Verbesserung der Gesundheit der gesamten Familie bei.

Bei Elternpaaren, die partnerschaftlich unterwegs sind, sind nicht nur die Väter im Schnitt deutlich zufriedener, sondern auch die Partnerinnen und Mütter. Es lohnt sich also, sich den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen und für einen guten gemeinsamen Start in die Familie zu sorgen. 

«Die Geburt eines Vaters» – nicht nur Dok-Film, sondern auch Forschungsprojekt

Der Dokumentar-Film zeigt nicht nur Stimmen von Väter und Fachpersonen, sondern bilanziert auch, wie Väter besser einbezogen werden können. Best-Practice-Erfahrungen sowie Studienergebnissen werden in 15 Empfehlungen zusammengefasst.  

Nächste Vorführungen

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Hebammenverband kritisiert Kreißsaalverbote für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. April 2020

Der Deutsche Hebammenverband hat örtliche Kreißsaalverbote für werdende Väter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie vehement kritisiert. „Eine Geburt ist für die ganze Familie ein existenzielles Ereignis“, betonte Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer. „Die Familie ist eine Einheit, deren Trennung während und nach der Geburt weitreichende Folgen für die Familienbindung und Familiengesundheit hat.“

Auch die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, urteilt: „Ist die Begleitperson nicht augenscheinlich mit Corona infiziert, überwiegt der Nutzen der Begleitung das minimale Risiko einer Infektion von ärztlichem und Pflegepersonal.“ Voraussetzung sei natürlich, dass die Klinik ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt sei.

Die beiden Verbände verweisen auch darauf, dass Frauen unter der Geburt in vielen Kliniken nicht durchgängig von einer Hebamme betreut würden. „Da macht sich die prekäre Personalsituation ganz deutlich bemerkbar“, betonte Andrea Ramsell, Präsidiumsmitglied im Deutschen Hebammenverband. „Wir haben keine standardmäßige 1:1-Betreuung. Wir haben oft die Situation, dass eine Hebamme drei, vier Frauen gleichzeitig betreut. Die Frauen sind dann ohne Begleitung allein im Kreißsaal, das ist eine Zumutung.“

Im Zuge der Besuchsverbote zur Bekämpfung der Corona-Epidemie hatten bundesweit Kliniken auch werdenden Vätern den Zutritt verweigert. Viele davon hoben entsprechende Verbote inzwischen wieder auf. Andere lassen die Väter beziehungsweise andere Bezugspersonen zwar zur Geburt zu, verbieten aber anschließend Besuche auf der Wöchnerinnenstation. Wie viele Kliniken dies jeweils so handhaben, ist laut Deutscher Krankenhausgesellschaft nicht erfasst und ändert sich laut Hebammenverband nahezu täglich. (dpa)

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Die Freiheit sich für ein Leben ohne (eigene) Kinder zu entscheiden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. April 2020

Radikal zu sein bzw. vorzugehen bedeutet, an die Wurzel der Dinge zu gehen, gründlich und vollständig, ohne Kompromisse auch rücksichtslos und mit einer gewissen Härte. Das zweite Buch von Verena Brunschweiger ‚Die Childfree Rebellion‘ hat den Untertitel ‚Warum >zu radikal< gerade radikal genug ist. Die Autorin bezeichnet sich als ‚Ökofeministin‘ und in der Entscheidung für ein kinderfreies Leben sieht sie den konsequentesten Schutz zur Erhaltung der natürlichen Lebensbedingungen. Mit dem im Untertitel formulierten Anspruch wird aus meiner Perspektive schon vom Titelblatt her deutlich, dass sie über das Ziel hinausschießt bzw. ihrem Anspruch Menschen davon zu überzeugen, Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten zu übernehmen, nicht ganz gerecht wird.

Widersprüchlichkeiten, Ambivalenzen sind menschlich, gehören meines Erachtens ebenso wie Freude und Genuss auf der einen und Schmerz und Leid auf der anderen Seite zum Leben dazu. „Ich möchte, dass heutige Schülerinnen und Schüler auch in gut zwanzig Jahren, wenn sie so alt sind wie ich jetzt (39), noch ein schönes Leben haben.“ schreibt Brunschweiger. Ich denke da etwas weiter. Als Vater von drei erwachsenen Kindern und zwei Enkelkindern, möchte ich, dass dies auch noch in 60 Jahren möglich ist.

Ihr Konzept hat Brunschweiger in ihrem ersten Werk ‚Kinderfrei statt kinderlos‘ beschrieben und in der Childfree Rebellion geht es zunächst um die Reaktionen, die sie auf ihr erstes Buch erfahren hat. Diese beschreibt sie mit ‚Komplexe Frontverläufe‘. Da ist zunächst ihre Arbeitgeberin, das ‚Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus‘ die sie zu einem ‚Tribunal‘ einbestellt hat. „Ein nicht existententes dafür zu bedauern, dass es in diese Welt hineingeboren werden könnte – eine Grenzüberschreitung.“

Das sind die Künsterler*innen am Theater in Regensburg, die , mitbringen „was für eine offene, demokratisch verfasste Gesellschaft unabdingbar ist: die Möglichkeit, Widersprüche auszuhalten … sich progressiven und >umstürzlerischen< Ideen auszusetzen, sich davon berühren zu lassen, ohne sofort in Abwehr und Panik auszubrechen. Und da sind auf der anderen Seite die AFDler, Klimaleugner, Maskulisten und Antifeministen, denen sie und ihre Forderung nach Kinderfreiheit ein „Dorn im Auge“ ist.

Änderungen bei Ernährung, Mobilität und Wohnen reichen ihrer Ansicht nicht aus, das Klima zu retten. Dazu ist nur der individuelle Beitrag der Kinderfreiheit in der Lage. „Welche Ängste sorgen dafür, dass die Augen diesbezüglich verschlossen bleiben? Welche Grenze wird überschritten, wenn man diesen Zusammenhang benennt? Geht es um die Sorge, andere Leute zu bevormunden? Fakt ist, dass Menschen ihr Leben letztlich immer nach den eigenen Wünschen ausrichten.“

Diese Debatte zu befeuern, Grenzen zu überschreiten und Männer und Frauen zu bewegen, sich auch mit diesem provozierenden Thema auseinanderzusetzen ist radikal im besten Sinne des Wortes. Den Kinderwunsch hingegen, insbesondere wenn er nicht in Erfüllung geht als „zutiefst egoistischen, narzisstischen“ zu bezeichnen, ist für mich zutiefst rücksichtslos.

Als Feministin setzt sich Brunschweiger selbstverständlich für das reproduktive Selbstbestimmungsrecht von Frauen ein und weist zurecht auf den antifeministischen Backlash hin, der Frauen auf die Rolle als Mutter am heimischen Herd reduzieren möchte. Sie fragt auch zurecht danach, wie kinderfreie Männer angesehen werden und ob sich diese auch rechtfertigen müssten.

Am Ende des Buches widmet sie Männern, mit und ohne Kindern ein ganzes Kapitel, in dem die Autorin auf der Basis ich kenne da jemanden und ein Vater aus der Klasse sich sehr oberflächlich mit dem Ringen der letzte drei Vätergenerationen, ihrer Bedeutung als Vater gerecht zu werden, auseinandersetzt. Familiengründung ist häufig mit einer (Re-) Traditionalisierung verbunden, aber werdende Väter (und Mütter) haben dazu genauso wenig Lust drauf wie ihre kinderfreien Pendants.

An dieser Stelle auch Conell und Bourdieu zu zitieren ist klug, die strukturellen Rahmenbedingungen und die vermeintlichen Zwänge sowie die alltäglichen Zuschreibungen und Erwartungen sind mindestens ebenso bedeutend. Auch Väter wollen übrigens interessante Gespräche mit ihrer Partnerin führen und ja, einige Männer bleiben im ungeliebten Job, weil sie der ihnen zugeschriebenen finanziellen Verantwortung gerecht werden wollen bzw. müssen. Und nein, Männer ohne Kinder verkürzen ihre Arbeitszeit häufiger als Väter. … Ich beschäftige mich seit 25 Jahren hauptberuflich mit Vätern, ihren Wünschen sowie den politischen und gesellschaftlichen Regelungen und Rahmenbedingungen die es ihnen ermöglichen bzw. verhindern, diese zu realisieren.

Und zuletzt noch eine Anmerkung aus der eigen Familienhistorie. Meine Mutter hatte zwei Schwestern, die beide das kinderfreie Leben genossen haben. Eine war auch Lehrerin in einer anderen bayerischen Großstadt. Wenn Corona Geschichte ist würde ich die beiden gerne ins Gespräch bringen.

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