der VÄTER Blog

innovative Unternehmen nutzen die Potenziale aktiver Vaterschaft

Vater, Teilzeitmann, Chef

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. Mai 2013

„Als ich vor fünf Jahren Vater einer Tochter wurde, stand für mich außer Frage, dass ich meinen Beitrag an die Kinderbetreuung leisten wollte. Meine Partnerin und ich entschieden uns, die Erziehung zu teilen. Mindestens einen Tag pro Woche wollte ich zuhause zuständig sein und meine Tochter aufwachsen sehen. Auch für meinen Arbeitgeber, eine Bank, war ein Papa-Tag unproblematisch. Ich war nicht der erste im Team, der 80 Prozent arbeitete: Dass Präsenz auch von zu Hause aus funktioniert, musste ich niemandem mehr beweisen. So stand meinem Glück eigentlich nichts im Weg. Doch es kam alles anders.

Ari Byland – Teilzeitmann from Teilzeitmann on Vimeo.

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Vom Ernährerlohn zum Familieneinkommen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Mai 2013

Mein Kollege Walter Lochmann hat die April-Ausgabe der WSI-Mitteilungen mit dem Schwerpunktthema „Vom Ernährerlohn zum Familieneinkommen?” rezensiert und legt den Finger dabei auch an die Stellen, die beim Engagement um gleichen Lohn für gleiche Arbeit gemeinhin verschwiegen werden.

Im Wesentlichen werden Erkenntnisse aus dem Projekt der Hans-Böckler-Stiftung „Was kommt nach dem Familienlohn?” vorgestellt, mit reichlich statistischem Material unterfüttert. Es wird auf einige Entwicklungen aufmerksam gemacht, die die -eher westdeutsch- geprägte Vorstellung vom „Facharbeiter, der seine Familie ernähren kann” um weitere empirisch fundierte Lebenssituationen ergänzen.

Vor allem die Tatsachen, dass im Osten der Republik rund ein Vierter der Familien von „Familienernährerinnen” finanziert werden, dass in industriellen Kernsektoren der Metall- und Automobilbranche seltener einen „Ernährerlohn” realisieren können als Beschäftigte im Banken- und Versicherungsbereich und dass der Anteil der Beschäftigten mit Ernährerlohn auf 33% (Westdeutschland) bzw. 9% (Ostdeutschland) zurückgeht. Die regionale und „gegenderte” Darstellung kann mit Gewinn gelesen werden. Dass Frauen noch immer weitaus seltener einen „Ernährerlohn” erwirtschaften können, ist auch die Folge der langjährig stabilen Tarif- und Sozialpolitik, die am „Alleinverdiener” sich orientiert hat.

Dass die Zunahme von Niedriglohnbereichen und die Veränderungen von Familie ein neues Leitbild erfordern, wird mit diesen WSI-Mitteilungen gut belegt. Eine „Übersetzung” der wissenschaftlichen Erkenntnisse, insbesondere der reichhaltigen statistischen Belege mit Login-Regression, würde der Lesbarkeit für die eher im betrieblichen Alltag Tätigen erleichtern und den notwendigen Veränderungsprozess wahrscheinlich effektiver anstoßen. Dennoch eine lohnende Ausgabe  der WSI-Mitteilungen.

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Gleichberechtigung, Hausarbeit und Häufigkeit von Sex

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Februar 2013

Ehemänner und Väter, die zu Hause anpacken, gelten gemeinhin als Frauentraum. Weit gefehlt, sagt eine Studie, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ‚American Sociological Review‘ veröffentlicht wurde. Sie haben deutlich weniger Sex als Männer, die nach Feierabend die Füße hochlegen.

‚Unsere Ergebnisse belegen die Bedeutung sozialisierter Geschlechterrollen für die sexuelle Häufigkeit in der heterosexuellen Ehe‘, sagte der Forscher Sabino Kornrich vom Center for Advanded Studies am Juan-March-Institut in Madrid. ‚Paare, in denen Männer stärker die typischerweise von Frauen erledigten Hausarbeiten übernehmen, berichten, sie hätten weniger häufig Sex‘.

Dagegen hätten Paare, bei denen der Mann eher ‘Männeraufgaben’ wie Gartenarbeit, das Bezahlen von Rechnungen oder die Pflege des Autos übernimmt, häufiger Sex. Im Monat vor der Befragung war es in dieser Gruppe durchschnittlich fünfmal.

Offenbar gelte es in der Gesellschaft als sexuell anziehender, wenn sich jeder nach dem traditionellen Rollenbild verhalte, sagte Kornrich. Als Freibrief für Männer, die die Küchenschürze an den Nagel zu hängen, wollen die Forscher ihre Ergebnisse nicht verstanden wissen – und deuten an, dass auch dies weniger Sex zur Folge haben könnte. ‚Die Weigerung, sich an der Hausarbeit zu beteiligen, provoziert Paarkonflikte und führt zur Unzufriedenheit der Frauen‘.

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Väter, Arbeit und Familie

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Januar 2013

Der Berufsalltag ist für viele Deutsche eine Hetzjagd. Jeder zweite Beschäftigte leidet häufig unter starkem Termin- und Leistungsdruck. Das geht aus dem „Stressreport 2012” hervor, den Arbeitsministerin Ursula von der Leyen am 29. Januar in Berlin vorstellte. Politik und Gewerkschaften wollen gegensteuern. Doch die Arbeitgeber ziehen nicht mit. In einer Erklärung begründet Arbeitgeberpräsident Hundt dies folgendermaßen:

„Arbeit hat in aller Regel einen sehr positiven Effekt auf die psychische Gesundheit. Berufstätigkeit schafft Selbstbestätigung und Anerkennung. Deshalb leiden Beschäftigte auch seltener an psychischen Erkrankungen als Nichtbeschäftigte. Daher ist es auch falsch, psychische Erkrankungen vorrangig auf Arbeit zurückzuführen, das Gegenteil ist richtig.“

Ein Spot des Deutschen Caristasverbands im Rahmen der Jahreskampagne 2013 ‚Vater, Burnout, Kind‘ zeigt einen subjektiven Blick auf diese Zusammenhänge.

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Väter gehen häufiger Einkaufen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Januar 2013

Die Lücke zwischen Frauen und Männern bei der wöchentlichen Einkaufszeit hat sich deutlich verringert. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und der Bergischen Universität Wuppertal.

Die Untersuchung zeigt, dass in den vergangenen Jahren insbesondere Familienväter zunehmend mehr Zeit im Supermarkt verbrachten. Betrug der Abstand zwischen Frauen und Männern bei der wöchentlichen Einkaufszeit im Jahr 1996 noch 140 Minuten, sank er bis zum Jahr 2009 auf unter 40 Minuten.

Auch bei der Zahl der unternommenen Einkaufstrips gab es bei Familien mit Kindern eine deutliche Annäherung: Während Frauen 1996 wöchentlich durchschnittlich 6 und Männer 3,5 Einkaufstouren machten, unternahmen 2009 beide Partner rund 4. Insgesamt hat die Zeit, die Familien mit Kindern wöchentlich beim Einkaufen verbringen, zwischen 1996 und 2009 von 350 auf 310 Minuten abgenommen.

Bei kinderlosen Paaren lässt sich keine Differenz beim Einkaufsverhalten zwischen beiden Partnern belegen. Insgesamt verbringen diese Paare durchschnittlich mehr Zeit mit Haushaltsbesorgungen und gehen häufiger einkaufen als Familien mit Kindern.

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Teilzeitmann – halber Kerl?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. Dezember 2012

Herd und Wickeltisch sollen nicht länger eine Frauendomäne sein. Immer mehr Väter wollen sich an der Familienarbeit beteiligen. Noch fehlen Teilzeitjobs und Akzeptanz. Ist der Teilzeitmann Zukunftsmusik? Wird er das Image des halben Kerls los und welche Chancen bietet ihm die Wirtschaft?

Am 27. November war das Thema im SRF Club.

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So sag ich’s meinen Vorgesetzten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. Dezember 2012

Ein neuer Leitfaden hilft Müttern und Vätern, Elternzeit, Wiedereinstieg und flexible Arbeitsmodelle erfolgreich mit dem Arbeitgeber abzustimmen.

Mutter oder Vater zu werden, bedeutet einen Einschnitt in den beruflichen Alltag. Und so gilt es, Elternzeit, Wiedereinstieg sowie familienbewusste Arbeitszeiten sorgfältig zu planen und mit den Vorgesetzten abzustimmen. Der neue Leitfaden „So sag ich’s meinen Vorgesetzten“ von „Erfolgsfaktor Familie“ unterstützt Beschäftigte dabei, gemeinsam mit der Chefin oder dem Chef gute Lösungen für eine familienbedingte Auszeit oder ein flexibles Arbeitszeitmodell zu finden.

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder betont, dass die Zahl der Betriebe, die Familienfreundlichkeit in ihre Unternehmenskultur integrieren, wächst. „Dennoch fühlen sich noch zu viele Eltern unwohl, wenn sie ihren Arbeitgeber von der bevorstehenden Mutter- oder Vaterschaft informieren wollen oder sich mehr Zeit für ihre Familie nehmen möchten. Dieser Leitfaden zeigt: Gemeinsam mit dem Arbeitgeber lassen sich gute Lösungen finden, durch die der Wiedereinstieg und familienfreundliche Arbeitsmodelle gelingen.“

In der Broschüre steht zum einen die Planung der Elternzeit und des Wiedereinstiegs im Mittelpunkt. Beschäftigte erhalten Tipps, wie sie sich auf das Personalgespräch vorbereiten und welche eigenen Ideen und Vorschläge sie einbringen können, um Elternzeit und Wiedereinstieg erfolgreich zu gestalten. Zudem erfahren Leserinnen und Leser in Kurzporträts, welche Lösungen andere Eltern mit ihrem Arbeitgeber gefunden haben und was dabei besonders wichtig war.

Familienbewusste und flexible Arbeitsmodelle bilden einen zweiten Schwerpunkt des Leitfadens. Die Broschüre gibt einen Überblick über die gängigsten Modelle und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie berufstätige Mütter und Väter mithilfe von Elternnetzwerken ihre Interessen im Unternehmen voranbringen können.

In allen Kapiteln geben Checklisten und Infokästen einen schnellen Überblick. Auch die wichtigsten Termine und Fristen zum Wiedereinstieg und zur Elternzeit sind enthalten.

Den neuen Leitfaden „So sag ich’s meinen Vorgesetzten“ können Sie hier herunterladen.

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Ganze Männer arbeiten auch mal weniger

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. November 2012

TeilzeitmannBei der heutigen Medienkonferenz zum Start des Projekts ‚Teilzeitmann‘ erklärte Markus Theunert, Präsident von männer.ch, dem Dachverband der Schweizer Männer und Väterorganisationen:

‚Neun von zehn Männern möchten Teilzeit arbeiten – aber nur einer von zehn wagt es. Das männer.ch-Projekt DER TEILZEITMANN will Rückendeckung geben und Karrierephasen mit Teilzeitarbeit zur Normalität in der männlichen Erwerbsbiografie machen. Als Zielvorgabe setzt sich der Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen ein ehrgeiziges Ziel: eine Männer-Teilzeitquote von 20 Prozent bis ins Jahr 2020. …

Untersuchungen und internationale Erfahrungen zeigen, dass das Haupthindernis einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Angst vor einem Karriereknick und den schrägen Blicken der männlichen Kollegen ist. Deshalb braucht es ein Umdenken in den Unternehmen und in der Gesellschaft. Es gilt auch, mit negativen Vorurteilen aufzuräumen:

Teilzeitmänner sind – entgegen des Klischees – nicht weniger produktiv und leistungsorientiert als ihre Vollzeitkollegen.

Aus männerpolitischer Perspektive geht es nicht darum, den Teilzeitmann zur neuen Norm zu erheben. Vielmehr engagiert sich männer.ch für eine Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle im Lebensverlauf. Nach einer Hocherwerbsphase nach Abschluss der Ausbildung soll eine Tieferwerbsphase zum Zeitpunkt der Familiengründung oder während einer intensiven Weiterbildung ebenso möglich sein wie ein berufliches Durchstarten zu einem späteren Zeitpunkt. …

Es sind viele kleine und größere Hürden, die Männer bewältigen müssen, wenn sie sich entscheiden, nicht mehr der Vollzeitnorm entsprechen zu wollen. Dafür braucht es auch Mut.‘

Mut macht die Personalpolitik der Robert Bosch GmbH, die der Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Christoph Kübel heute in einem Beitrag skizzierte. Dort gibt es ein Programm, bei dem Führungskräfte gezielt die angebotenen Arbeitszeitmodelle ausprobieren, um ihrer ‚Vorbildfunktion gerecht zu werden. ‚Die Resonanz war überwältigend; Führungskräfte aller Hierarchieebenen und Funktionsbereiche berichten von ihren positiven Erfahrungen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Präsenzkultur in deutschen Unternehmen. Deshalb hat die Bosch-Geschäftsführung auch entschieden, dass „MORE“ weiter ausgebaut wird.‘

Außerdem werden Familienzeiten bei der Karriere berücksichtigt: Denn die Familienzeit, also die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, ist eine wertvolle Lebenserfahrung, die Sozialkompetenz und die Fähigkeit, Komplexität zu managen, vermittelt. Um diese Kompetenzen stärker anzuerkennen und familiäre Verpflichtungen bei der Laufbahnplanung vermehrt zu berücksichtigen, kann die “Familienzeit” einen für die Beförderung erforderlichen Karrierebaustein wie z.B. Auslandsaufenthalt, Geschäftsbereichs- bzw. Funktionswechsel, ersetzen.

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Ratgeber für junge Eltern – Den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. September 2012

Haushalte, in denen der Vater arbeitet und die Mutter zuhause bleibt, sind mittlerweile in der Schweiz in der Minderheit. Drei Viertel aller Mütter und fast alle Väter arbeiten heute. Dieser Spagat zwischen Beruf und Familie ist für junge Mütter und Väter anspruchsvoll. Gleichzeitig müssen Mütter und Väter heute verschiedensten Ansprüchen bezüglich Familienformen und Arbeitsteilung genügen. Unterstützungsangebote für Eltern sind aber noch gering. Darum lancierte die Stiftung Pro Juventute den ersten Elternratgeber der Stiftung zur Vereinbarkeit Familie und Beruf. Das Angebot richtet sich an werdende Eltern und Fachpersonen wie Mütterberaterinnen – und an Unternehmen.

«Eine nachhaltige Unterstützung von Familien gelingt, wenn sie sich ab der Schwangerschaft informieren können, wie sie das Familienleben angehen wollen», sagt Stéphanie Kebeiks, Leiterin der Pro Juventute Elternbriefe. Mit der Lancierung des Extrabriefs «Vereinbarkeit von Familie und Beruf» will Pro Juventute einen aktiven Beitrag zur Begegnung der Herausforderungen der heutigen Berufs- und Familienwelt leisten. Der Ratgeber unterstützt Eltern zu den Themen Erwerbsarbeit und Familienleben, zum Arbeitsrecht, zur familienergänzenden Betreuung oder zu Familienorganisation und Zeitmanagement.

«Die Thematik Familie und Beruf betrifft nicht nur die Eltern, sondern auch die Arbeitgeber», sagt Kebeiks. «Dieses Denken etabliert sich nun auch bei den Firmen.» Neben umfassenden Informationen dient das Angebot daher auch als Leitfaden für eine familienfreundliche Personalpolitik. Das wird für Unternehmen verstärkt zu einem Fokus. Denn: Eine Familie zu managen, verlangt Fähigkeiten wie Organisationstalent, Belastbarkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit. Alles Voraussetzungen, die auch im Berufsleben sehr gefragt sind. Mütter und Väter sind ideale Arbeitskräfte und bedeuten ein Potenzial für Unternehmen. Leute, die Teilzeit arbeiten, sind in der Regel hoch motiviert.

Der Extrabrief „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ kann im Pro Juventute Shop bestellt werden.

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Wenn die Väter mitspielen, wird der Wiedereinstieg der Partnerin leichter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. April 2012

Der Übergang von der Partnerschaft zu einer Familie mit Kind bedeutet oft das Ende der ursprünglichen Absicht der Partner, sich familiäre Pflichten und Erwerbsarbeit partnerschaftlich aufzuteilen. Schleichend werden Männer dann zu Familienernährern und Frauen bleiben bei den Kindern zuhause. Eine qualitative Studie im Auftrag der hessenstiftung – familie hat zukunft und des Bundesfamilienministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass der ursprüngliche Lebensentwurf von Frauen und Männern umso leichter aufrecht erhalten bleiben kann, je länger Väter eine eigene Elternzeit in Anspruch nehmen.

„Der Weg aus der Familienzeit ins Erwerbsleben ist nicht immer leicht. 80 % der nicht erwerbstätigen Frauen in Hessen wollen spätestens in den Beruf zurück, wenn die Kinder größer sind. Die Wiedereinstiegsquote liegt aber nur bei 13 %. Wiedereinsteigerinnen brauchen insbesondere die Unterstützung des Partners,“ sagte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper aus dem Hessischen Sozialministerium bei der Vorstellung der Studie am Mittwoch in Wiesbaden.

„Eine vollzeitnahe und qualifikationsadäquate Rückkehr nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung gelingt leichter und besser mit aktiver Unterstützung der Ehemänner“, bekräftigte Eva-Maria Welskop-Defaa, Leiterin der Abteilung Gleichstellung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zusammen mit der Hessenstiftung hatte das Bundesministerium den Blick auf die Männer beim beruflichen Wiedereinstieg der Partnerin gelenkt.

Der Autor der gemeinsam geförderten Studie „Väter und der Wiedereinstieg der Partnerin“, Hans Georg Nelles stellte vor einem Fachpublikum die Hauptaussagen vor. „Väter sind bereit, Veränderungen im Familiensystem beim Wiedereinstieg der Partnerin mitzutragen und gegebenenfalls ihre eigene Arbeitszeit zu reduzieren. Allerdings muss diese Bereitschaft rechtzeitig abgerufen werden“, erläuterte Nelles. Wesentlich sei die Bereitschaft der Partnerin, ihre Verantwortung für das Familieneinkommen zu übernehmen. Ein Wiedereinstieg „auf Probe“ etwa mit geringer Stundenzahl sei kein Signal der Verantwortungsübernahme. Weiterlesen »

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