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Archiv für die 'Kultur' Kategorie

Testosteron – Kabarett von und mit Tobias Bücklein

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Januar 2009

Ein Mann denkt alle 30 Sekunden an Sex. Klar. Aber an was denkt er den Rest des Tages? Was denken die übrigen Männer? Wann ist ein Mann ein Mann? Und vor allem: Warum?

Baut man 28 Wasserstoff-, 19 Kohlenstoff- und 2 Sauerstoffteilchen richtig zusammen, dann erhält man ihn, den Stoff aus dem die Männer sind: C19H28O2 – besser bekannt als TESTOSTERON. Ihm verdankt George Clooney sein kantiges Gesicht, Arnold Schwarzenegger seine Muskelberge und ihr Ehemann seine Nasenhaare.

In seiner musikalisch-kabarettistischen Infotainment-Show nimmt Tobias Bücklein die Macker und ihre Macken auf´s Korn und macht sich für sein Publikum auf den „Weg des wahren Mannes“.

Tobias Bücklein ist in der kommenden Woche, am Freitag, den 30. Januar im Theater im Walzwerk in Pulheim zu sehen.

Soeben erfahre ich von Tobias, dass das Konzert am Freitag ausfällt und zu einem späteren Termin nachgeholt wird. Schade

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Pubertät mit 50

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Januar 2009

Jockel Tschiersch ist die Generation Patch einfach zuwider. Wenn er nur diese Patchwork-Weicheier sieht, diese Väter, die alle ganz, ganz lieb haben, dann glaubt er wieder an die unbefleckte Empfängnis.

Er kann sich nämlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer dieser Daddys je einer Frau ein Kind gemacht hat. Auch in anderen Familien sieht es ziemlich übel aus. Bei Tilmann und Annalena etwa und ihrem dicken Sohn Ernst-Ludwig, die jeden Monat über 9000 Euro raushauen, um ihr Leben coachen zu lassen. Ohne Berater geht da nix mehr. Sogar die beiden Golden Retriever werden zwei Mal die Woche im Pfötchenparadies beim Energy-Flow psychologisch aufgebaut.

Obwohl jeder solche Typen kennt, die unter der Lupe betrachtet eigentlich in die Klapsmühle gehörten, ist in Jockel Tschierschs aktuellem Programm “Pubertät mit 50” rein gar nichts normal. Zu seinem Erstaunen erkennt der vielbeschäftigte Schauspieler und Kabarettist, dass fast alle Mitmenschen, er selbst eingeschlossen, in irgendeiner Form gerade ihre zweite Pubertät durch machen. Unausgeglichenheit, starke Erregbarkeit und eine akut auftretende Protesthaltung sind dabei noch die geringsten Probleme.

Was Jockel Tschiersch da im BKA-Theater zeigt, ist wieder einmal großartiges One-Man-Kabarett-Theater. Er schlüpft in tausenderlei Rollen und Dialekte, spielt Szenen aus dem eigens erdachten Schundroman “Männer, Müll und ihre Entsorgung” wie die vom Schnauzer-Bernd und der Östrogen-Elvira.

Natürlich geht es dabei immer wieder um den Jugendwahn älterer Semester und ihre Midlife-Debilität. Dem 51-jährigen Jockel Tschiersch ist ein hintersinnig-böser Ideen-Marathon gelungen. Die Empfehlung von Ulrike Borowczyk: Sehenswert! Unbedingt hingehen!

BKA-Theater, Berlin – Kreuzberg, heute 20:00 Uhr.

Quelle

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KONZERT DER WOCHE: Rodrigo y Gabriela – Gitarrenfuror live

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. Januar 2009

Hat eigentlich nichts mit dem Thema Väter zu tun, klingt aber wunderbar:

Zwei Mexikaner, die in Irland leben, mischen die heimischen Charts auf: Rodrigo y Gabriela ist ein Gitarrenduo, das von Songwriter Damien Rice entdeckt wurde und ansetzt, die Popwelt zu erobern. Fabchannel und SPIEGEL ONLINE zeigen einen Auftritt aus dem “Paradiso” in Amsterdam.

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Die Dinge gehen einem durch den Kopf, wenn man Kinder hat

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Januar 2009

Im Interview mit Martin Schulz in der Frankfurter Rundschau äußert sich Depeche Mode – Sänger David Gahan sehr offen über die Entfremdung von seinen Kindern:

Auf der letzten Tour war ich drei ganze Monate von meiner Familie, von meinen Kindern getrennt. Darunter habe ich sehr gelitten. Einmal hatte ich meine siebenjährige Tochter am Telefon. Sie hatte es gründlich satt, dass ich so lange weg war. Irgendwann fragte sie mich: “Wie oft muss ich noch schlafen, bis du wieder da bist?” Ich sagte: “Noch 48 Mal!”

Für ein Kind eine Ewigkeit.

Ja, sie hat sich von mir zurückgezogen. Das hat mir das Herz gebrochen. Nach der Tournee haben wir als Familie eine lange Zeit gebraucht, um wieder zusammenzufinden. Ich will die Verbindung zu meiner Familie nicht verlieren. Das wäre ein zu großes Opfer für mich, das würde ich nicht machen. Weil ich aus meiner Familie meine Lebensenergie ziehe, ohne sie könnte ich solche mehrmonatigen Tourneen gar nicht mehr machen.

Andere Kollegen nehmen ihre Kinder einfach mit auf Tournee, wäre das für Sie keine Option?

Normalerweise gehen sie in die Schule. Aber manchmal, während der Ferien, begleiten sie mich.

Und was sagen Ihre Kinder, wenn sich der Papa vor 60 000 Zuschauern in einen Zampano mit nacktem Oberkörper verwandelt, der die Massen mit Erlöserposen auf seine Musik einschwört?

Meine neunjährige Tochter mag das nicht wirklich. Sie sagt oft, ich sei dann gar nicht mehr wie der Vater, den sie kennt. Aber kürzlich sagte sie dann: Jetzt will ich auch Musik machen.

Sind Sie darüber erfreut oder erschrocken?

Ich werde sie darin unterstützen, so gut ich kann. Wenn sie es denn wirklich will. Sie ist ja erst neun. Ich möchte vor allem, dass sie sich sicher und geborgen fühlt. Ich selbst kannte das als Kind nicht. Was jetzt nicht die Schuld meiner Mutter war. Aber dieses Gefühl nicht wirklich dazuzugehören, scheint einfach in mir drin zu stecken. Ich habe 46 Jahre gebraucht, bis ich sagen konnte: Ich bin zufrieden mit mir. Meistens jedenfalls. …

Wir suchen nach etwas, mit dem wir uns identifizieren können, um uns mit der immer verwirrender werdenden Welt verbunden fühlen zu können. “Peace” beschreibt diese Sehnsucht nach Frieden, “Wrong” das ganze Gegenteil davon. Das sind eben Dinge, die einem durch den Kopf gehen, wenn man Kinder hat. Man fragt sich: Was ist das für eine Welt, in die ich sie hineingebracht habe?

Quelle

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Was bewegen Sie im neuen Jahr?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Januar 2009

Welcher Trend zieht Sie an?

Das Trendbüro aus Hamburg skizziert in seinem Silvester Newsletter die wichtigsten Trend, die wir in 2009 mit gestalten können. Ich habe die sechs der vierzehn Trends ausgewählt, die meiner Ansicht nach am meisten mit dem Themen dieses Blogs zu tun haben:

‚Silver Sex – Zweite Pubertät statt Midlife-Crisis

… Die Sache hat freilich einen Haken. Man wird trotz aller Anti-Aging-Parolen auch in Zukunft älter. Die alterslose Gesellschaft bleibt eine Sehnsucht der Konsumenten und ein Marketing-Märchen zugleich. Spätestens wenn man anfängt, zu den neuen Alten zu gehören, begreift man das. Es geht also um die individuelle und aktive Gestaltung eines längeren Lebens und der Chancen, länger zu lieben, und sei es, sich selbst.

Kidults – Die selbstbewusste Art, unreif zu bleiben

Erwachsensein nach bisherigen Vorstellungen besitzt keine Attraktivität mehr. … Wohin sollten sich Mittdreißiger auch flüchten, wenn über 60-Jährige ihr Junggebliebensein demonstrieren und Verbindlichkeiten immer seltener werden: Frauen heiraten durchschnittlich mit 33, Beziehungen fallen flexiblen Arbeitsbedingungen zum Opfer, Kinder werden später gezeugt, und 50 Prozent der 21- bis 25-Jährigen leben in Deutschland noch bei ihren Eltern. Was früher abwertend als „kindisch“ bezeichnet wurde, ist heute ein Gesellschaftsphänomen von beträchtlichem Ausmaß.

Prokrastination – Verschiebetaktik: „Ich will mich definitiv nicht entscheiden“

Die multioptionale Gesellschaft leidet unter Entscheidungsdruck. Von der Generation Praktikum bis zum Kurzzeitmanager liegt im Aufschieben von Entscheidungen die Taktik: immer bereit, auf Unvorhergesehenes zu reagieren, hoffend, dass nötige Informationen noch eintreffen, die die Lage wieder anders beleuchten, oder sich das Problem durch neue Umstände von selbst aus der Welt schafft. Die Verschiebetaktik suggeriert, alle Optionen für die Zukunft aufrechtzuerhalten. … In der Gesamtheit verstärkt diese Aufschiebetaktik jedoch die allgemeine Ungewissheit. Einziges Mittel gegen die Verschiebetaktik: Vertrauen, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Female Shift – Frauen werden das starke Geschlecht

Unsere Gesellschaft wird weiblicher. Frauen sind selbstbewusster und unabhängiger als je zuvor, was in direkter Konsequenz auch veränderte Ansprüche an Partnerschaften mit sich bringt. Frauen treffen 80 Prozent der Kaufentscheidungen und werden künftig auch in der Berufswelt wesentlich stärker auf Mitspracherecht drängen. … Das lässt beide Geschlechter ihre jeweiligen Positionen neu ausloten und eröffnet Frauen wie Männern neue Perspektiven und eine noch individuellere Lebensführung. Weiterlesen »

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Testosteron – die CD

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Dezember 2007

Seit Herbst 2007 ist Tobias Bücklein mit seiner neuen musikalisch-kabarettistischen Infotainment – Show ‚TESTOSTERON – Der Stoff aus dem die Männer sind’ unterwegs. Jetzt hat er die Songs und einige Texte für Fans und alle, die es werden wollen, auf CD herausgebracht.

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Eigene und zu eigen gemachte Lieder von Udo Jürgens bis Bert Brecht, von Rilke bis Roger Cicero präsentiert der Konstanzer Entertainer auf dieser ca. 40-minütigen CD.

Unterhaltsam und dennoch tief und hintergründig ist seine Auswahl, bissig gerade auch die eigenen Texte und Songs. Es ist eine CD ohne große technische Schnörkel: Ein Mann, ein Klavier, eine Stimme. Zum Zuhören eben.

Weitere Informationen zum Kabarettprogramm und der CD gibt es im Internet.

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Das Unvorhersehbare im Männerleben

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. Oktober 2007

Am 3. November ist Weltmännertag.

Der Weltmännertag (Men’s World Day) findet seit dem 3. November 2000 einmal jährlich statt. Dieser soll laut Aussage des Schirmherren Michail Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern, da Männer weltweit im Durchschnitt 7 Jahre eher sterben als Frauen.

In das Leben gerufen wurde der erste Weltmännertag von Andrologen der Universität Wien.

Eine schöne Veranstaltung dazu findet in Augsburg in der Kulturfabrik statt. Improvisationstheater zum Thema ‘das Unvorhersehbare im Männerleben’.
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Denn erstens ist ER anders und zweitens als SIE denkt!

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Aktive Väter leben länger!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. November 2006

Es lohnt sich nicht nur der Kinder wegen, sich um den ‚Nachwuchs’ zu kümmern.

Dies belegte bereits 1998 ein Forschungsergebnis von Wissenschaftlern des California Institute of Technology. Der Leiter der Studie, John Allman nahm als Grundlage seiner Studie ein weltweites Phänomen:

In den Kulturkreisen, wo der Vater keine tragende Rolle in der Kindererziehung und Betreuung hat, wird er statistisch von der Frau überlebt. Einen Zusammenhang fand der Biologe auch bei einer speziellen Art der Gibbon-Affen, dem Siamang-Affen. Bei den Siamang-Affen übernehmen die Männchen die Obhut über den Nachwuchs. Sie tragen die Neugeborenen und kümmern sich um die Fütterung.

Sie stellten fest, dass die Siamang-Männchen länger leben als die Weibchen. Allman begann die Lebenserwartung der Amerikaner zu analysieren. Diese liegt durchschnittlich bei 78 Jahren für die Frauen und bei 73 Jahren für die Männer. Der Biologe stellte fest: Die Lebenserwartung von Männern erhöht sich, sobald der Mann traditionelle Aufgaben von Frauen, wie der Kinderbetreuung, übernimmt.

Als Grund für diese Kopplung von Lebensalter und Sorge um die Kinder vermuten die Forscher hormonelle und neurochemische Abläufe, die sich auf die Überlebensfähigkeit des Organismus auswirken.

Quelle

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‘Out of the Box’ und mehr Bauchgefühl

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. August 2006

Roger Schawinsky, Geschäftsführer von SAT 1 erklärt heute in der Wirtschaftswoche, warum er sich in Zukunft nur noch auf sein Bauchgefühl und nicht mehr auf die Analysen von Programmforschern verlassen möchte:

Vor gut einem Jahr habe ich mich wegen eines sehr positiven Testergebnisses dazu überreden lassen, eine Serie zu produzieren, die im Berlin des Jahres 1906 spielt. Ich selbst war mir nicht sicher, ob die Zuschauer das … wirklich so sehr interessierte. Mein Bauch war eigentlich dagegen, aber die Zahlen der Programmforscher sprachen dafür. Also haben wir es ausprobiert – und es wurde ein Flop. Daraus habe ich den Schluss gezogen, meine Entscheidung nie wieder von einem Konzepttest abhängig zu machen, sondern stärker auf mein Bauchgefühl zu vertrauen.

Als ich mit der Idee kam, an diesem Abend zwei Lizenzserien hintereinander zu bringen, haben viele den Kopf geschüttelt, … Tatsächlich haben wir mit der neuen Programmstruktur unseren Marktanteil glatt verdoppelt … Mein Schluss daraus: aus Fehlern lernen und „out of the box“ denken, also aus gewohnten Schemata ausbrechen.”

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‘Angst essen Seele auf’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. August 2006

So lautet der Titel eines Fassbinder Films aus dem Jahr 1974.

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Aber nicht nur das, Angst kostet auch viel Geld. Die Unternehmen nämlich, die ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch Stellenabbau in Angst um ihre Arbeitsplätze, ihre Existenz versetzen. “Gerüchte über Stellenabbau verbreiten sich meist so schnell wie ein Lauffeuer. Die Angst läuft mit, fast gleich schnell. Sie strömt in jeden Raum – und hat sich bald festgesetzt; in den Gedanken, den Gesprächen, den Augen der Mitarbeiter.” Die Arbeitslesitung sinkt um durchschnittlich 20%.

Dies sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie von Winfried Panse und Wolfgang Stegmann von der Fachhochschule Köln, über die heute in der Welt berichtet wird. Dort wird der Schaden für die deutsche Wirtschaft insgesamt auf 100 Milliarden Euro beziffert.

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