Erstellt von nelles am 26. Februar 2010
Haben Sie den Geburtsvorbereitungskurs gemeinsam besucht? Wie war die Geburt für Sie, konnten Sie Ihrer Partnerin helfen? Haben Sie sich überflüssig gefühlt? Hat Sie das Geburtserlebnis einfach umgehauen? Wie haben Sie sich vom medizinischen Personal angesprochen und betreut gefühlt? Und wie war der erste Blick auf Ihr Kind?
Haben Sie Lust, anderen Vätern über das zu erzählen, was Sie bei der Geburt Ihres Kindes erlebt haben? Und natürlich auch die Zeit kurz davor und danach?
Gerade Männer, die zum ersten Mal Väter werden, wünschen sich von uns solche Berichte. Sie möchten besser wissen, worauf sie sich einstellen müssen. Helfen Sie uns mit Ihren Erfahrungen, diesen werdenden Vätern zu helfen!
Ihr Bericht wird redaktionell überarbeitet auf www.väterzeit.de veröffentlicht. Wenn es Ihnen lieber ist, können Sie auch ein kurzes Telefoninterview mit der Redaktion führen, dessen Abschrift Sie dann autorisieren. Gern können Sie auch Bilder mit schicken! Im Bericht taucht von Ihnen nur Vornamen und Bundesland auf, es sei denn, Sie möchten es anders.
Unter allen Einsendungen wird ein Babyphone, ein Kinderautositz und einen Tripp Trapp verlost.
Bitte schicken Sie Ihren Bericht per eMail an Ralf Ruhl.
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Erstellt von nelles am 16. Dezember 2009

Dr. Achim Wöckel
Ist der Vater bei der Geburt anwesend, wirkt sich das weder positiv noch negativ auf den Geburtsverlauf aus. Zu diesem Ergebnis kommt Achim Wöckel von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin.
Er wertete mit Kollegen alle aktuellen Studien zu dem Thema aus. Und insgesamt sei nicht nachweisbar, dass die Gegenwart des Partners positive Auswirkungen auf Geburtsdauer, Schmerzmittelverbrauch oder geburtsmedizinische Interventionsrate hat. Ebenso wenig ergab sich ein Nachweis für den Einfluss der Väterbegleitung auf die Komplikationsrate bei Geburten.
Haben die Väter im Vorfeld allerdings nicht nur den Paar-Vorbereitungskurs gemeinsam mit ihrer Partnerin besucht, sondern einen Kurs nur für Männer, könne das positive Folgen für Zufriedenheit des Paares haben, erläutert Wöckel. Dort können werdende Väter Fragen stellen, die sie bei anwesender Partnerin vielleicht nicht stellen würden.
Außerdem werde dann auch das Geburtserlebnis rückblickend positiv beurteilt. Entsprechend vorbereitete Männer sind sich ihrer Rolle bewusst: Sie wüssten, dass sie im Kreißsaal als Begleiter nichts steuern oder leisten, sondern nur anwesend sein müssen und auf die Kompetenz des medizinischen Personals vertrauen können.
Quelle
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Erstellt von nelles am 28. November 2009
Interessante Einblicke in die Denkweisen von Hebammen gegenüber werdenden Vätern gibt Edith Wolber vom Deutschen Hebammenverband in Karlsruhe dem dpa-Themendienst.
‚Wir lassen die Männer außen vor und machen es ihnen irgendwann zum Vorwurf’, sagte sie. Wer das ändern möchte, der nimmt den Partner besser mit in den Geburtsvorbereitungskurs. ‚Der setzt einen Denkprozess bei Frauen und Männern in Gang.’
Denn in den Kursen geht es längst nicht nur ums ‚richtige Hecheln’, erklärte Wolber. Sexualität, Partnerschaft und das Elternwerden seien genauso wichtige Themen.
‚Heute sind rund 70 bis 80 % aller Männer bei der Geburt im Kreißsaal dabei.’ Trotzdem hätten viele das Gefühl, bei der Geburt außen vor gelassen zu werden. Und oft sei unklar, welche Rolle sie dabei einnehmen sollen.
Das führe dazu, dass Männer sehr umtriebig werden – insbesondere, wenn sich das Kind Zeit lässt, erklärt Wolber. Ein typischer männlicher Gedanke sehe dann etwa so aus: ‚Macht, macht, macht – holt das Kind per Kaiserschnitt oder Saugglocke’.
Denn Männer seien traditionell Macher. Im Kreißsaal seien sie aber dazu ‚verdammt’, dabeizusitzen und geschehen zu lassen. Wissen die werdenden Väter aber, was bei der Geburt genau passiert und dass sie Zeit und exakte Beobachtung braucht, sei es für sie einfacher, damit umzugehen.
Wolber glaubt, dass die gemeinsame Vorbereitung aber auch den Frauen hilft. ‚Die bekommen eine andere Denkhaltung.’ Und dadurch falle es ihnen auch leichter, das Kind mal an den Vater abzugeben.
Ich denke Männer sollten ihre Vorbereitung auf die Geburt selber in die Hand nehmen und neben dem gemeinsamen Kursbesuch ihre speziellen Fragen und Anliegen und ihre Rolle als Vater klären. Dann können sie nach der Geburt, bei der sie in der Tat nicht die Hauptrolle spielen, sich mit ihrer Partnerin auf Augenhöhe die Aufgaben rund ums Kind teilen.
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Erstellt von nelles am 22. November 2009
‚Väter bei der Geburt’ war ein wichtiges Thema beim Symposium ‚Gebären – Lust und Leid’ das am vergangenen Wochenende im Wissensturm in Linz stattfand. Wolf Lütje, Chefarzt der Frauenklinik in Viersen, hielt den Eröffnungsvortrag zum Thema ‚Väter und Geburt: Vom Tabu zur Omnipräsenz’ und moderierte den Workshop ‚Männer bei Schwangerschaft und Geburt’.
Im Gespräch mit der OÖN sagt Lütje: „Das hat in den Siebzigerjahren begonnen, heute sind selbst türkische Männer ganz selbstverständlich im Kreißsaal dabei“. Allerdings waren es nicht die Väter, sondern die gebärenden Frauen, die ihren Partner im Kreißsaal als vertraute Person dabeihaben wollten. „Für Männer ist das eine extreme Herausforderung. Sie sind zu dem verdammt, was sie am wenigsten können: Kontrolle abgeben und auf Hebamme, Arzt, Frau und Kind vertrauen“.
Sind sie Anwälte und Coaches der Frauen – oder eigentlich überflüssig? Für Männer im Kreißsaal gibt es keine klare Rollendefinition. „Es gibt aber Vermutungen, dass sie dem Geburtsverlauf sogar schaden, weil die Frauen neben allen anderen Dingen auch beschäftigt, ob es dem Mann gut gehe“, sagt Lütje. Auch unterschwellige Paarkonflikte, die in einer derartigen Ausnahmesituation oft herauskommen, könnten die Geburt blockieren: von Wehenschwäche bis zum Stillstand.
Umgekehrt nennen Frauen auf die Frage, wer ihnen bei der Geburt am meisten geholfen hat, gleich nach der Hebamme den Mann. „Es ist sehr positiv, dass ein Vater mitbekommt, was seine Frau leistet und dass er von Beginn an eine Bindung zum Kind entwickeln kann.“
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Erstellt von nelles am 19. Oktober 2009
Väter, die während der Geburt dabei sind, erhöhen das Risiko eines Kaiserschnitts. Das behauptet Michael Odent, leitender Geburtshelfer der Primal Health Research childbirth charity in London.
Durch die Nervosität der Väter seien die Frauen angespannter und produzierten mehr Adrenalin, was die Produktion des Hormons Oxytocin verlangsamt und die Wehen verlängert. Er glaubt, der Geburtsvorgang wäre weitaus kürzer und weniger schmerzhaft und riskant, wenn lediglich eine Geburtshelferin anwesend sei. Auch für Männer sei es besser, vor der Tür zu warten, da sie sonst eher das männliche Äquivalent einer postnatalen Depression bekämen.
Wissenschaftlich seien Odents Bemerkungen nicht haltbar, meinen Kritiker. Mary Newburn vom National Childbirth Trust: „Das Wichtigste ist, dass die Frau sich sicher fühlt und die Person dabei hat, die sie dabei haben will – egal ob Mann oder Frau.“
Noch besser ist es, wenn die Väter, die bei der Geburt dabei sind, selber gut vorbereitet in den Kreissaal gehen. Das heißt, das sie wissen, das in diesem Fall ‚dabei sein’ wirklich alles ist und hektische Aktivitäten wirklich störend sein können.
Das war auch das Ergebnis eines Fachkongresses in Berlin.
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Erstellt von nelles am 1. September 2009
Nach der ersten Tagung im März 2007 findet am 9. Oktober, wiederum im St. Josef Krankenhaus in Berlin Tempelhof, das Zweite Internationale Symposium statt.
Bei dieser zweiten Veranstaltung soll abermals der Fokus auf die Väter rund um die Geburt gerichtet werden. Dabei wird es zunächst einen historischen Blick auf die veränderte Rolle der Väter geben. Vertiefende Einblicke in Praxiserfahrungen und Studien bieten einen Update zum ‘State of the Art’ in Forschung und Praxis zur Rolle des Vaters rund um die Geburt.
Auf dem Programm stehen unter anderem:
- Was bringen Väter im Kreissaal? Recherche der evidenten Literatur. Achim Wöckel, Berlin
- Das Wochenbett des Mannes – Psychologische Befunde zur Erstvaterschaft. Ulrike Ehlert, Zürich
- Väter und Gewalt – Möglichkeiten der Prävention. Andreas Eickhorst, Heidelberg
Den Flyer mit weiteren Informationen und Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.
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Erstellt von nelles am 23. Januar 2009

(C) Azucena Rios
Online-Foren fördern den Austausch von Müttern und wirken ihrer gesellschaftlichen Isolation rund um die Geburt entgegen. Zugleich drängen sie jedoch auch die Erzieherrolle des Vaters zurück. Das besagt eine im Journal of Advanced Nursing veröffentlichte Studie der University of British Columbia und der University of Victoria.
Sie analysiert die Online-Kommunikation von 40 kanadischen Frauen, die innerhalb eines Jahres ein Kind bekamen und ein eigenes Online-Forum gründeten. Die Studie belegte zahlreiche positive Effekte für die Mütter. Väter waren in dem von einer Hebamme moderierten Forum nicht vertreten und waren auch nicht in die über das Forum vereinbarten Treffen eingebunden.
„Schon in der Schwangerschaft sind Foren für viele Frauen eine wichtige Anlaufstelle“, betont Hanna Ojus, Hebamme und Moderatorin eines Elternforums.
Viele Frauen seien mit ärztlichen Diagnosen allein gelassen, die sie beängstigen. „Viele suchen dann über die Suchmaschinen-Eingabe im Internet nach Rat. Hebammen können hier Antwort geben“, so Ojus. Foren erleichterten den Kontakt zwischen ratsuchenden Müttern und Hebammen sehr durch Aufklärung und psychosoziale Unterstützung, die andernfalls ausbleiben würde.
Neben vielen Vorteilen des Forums deckt die Studie auch unerwünschte Nebenwirkungen der Kommunikation über Foren auf. „Mehre Mütter berichteten von Kommentaren ihrer Partner über das hohe Zeitausmaß, das sie am Computer verbrachten. Zudem schlossen die im Forum organisierten Treffen die Väter in der Regel aus“, bestätigt Studienautorin Wendy Hall.
Das beeinträchtige die Rolle der Väter in der Erziehung. Ojus bestätigt, dass Väter auch im von ihr betreuten Forum weniger als ein Zehntel der Teilnehmer ausmachen. „Es wäre gut, wenn mehr Väter in den Foren aktiv wären. Sie sehen Dinge von einer ganz anderen Seite, stellen gute Fragen und hinterfragen auch mehr“.
Da für die Bindung der Väter an Familie und Kind schon vor der Geburt Weichen gestellt werden, ist es besonders wichtig, sie bereits zu diesem Zeitpunkt ins Boot zu holen und dies auch in den Foren zu thematisieren.
Quelle
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Erstellt von nelles am 6. Oktober 2008
Men’s Health möchte Geburtshilfe leisten und gibt Tipps für werdende Väter:
‘So unterstützen Sie Mutter und Kind vor, während und nach den Wehen
Wehen beginnen: Proviant mitnehmen! “Der hilft Ihnen im Kreißsaal bei Kreislaufproblemen”, so Regine Knobloch vom Bund Deutscher Hebammen in Karlsruhe.
Baby kommt: Der Frau gut zureden: “Diese Wehe noch, das schaffst du.” Achtung! Manche Frauen mögen kurz vor der Geburt keine Berührungen.
Kamera läuft: Der stolze Papa darf Bilder machen, aber bitte erst nach der Entbindung. Blitzlicht vermeiden!
Verwandtschaft quengelt: Die Expertin: “Halten Sie die Verwandtschaft, also Stress, für etwa drei Wochen fern.” Die Mutter braucht jetzt Zeit mit ihrem Kind – und mit Ihnen.’

Ist die Geburt erst vorbei, kann Ruhe einkehren
Mein Tipp: Fragen Sie im Krankenhaus oder die Hebamme nach einem Geburtsvorbereitungskurs speziell für Väter. In Hamburg, Berlin, Köln … gibt es solche Angebote schon und bei entsprechender Nachfrage demnächst auch woanders.
Quelle
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