Erstellt von nelles am 20. Januar 2010
Groß war der internationale Aufschrei, als Afghanistan im letzten Jahr ein Ehegesetz verabschieden wollte, das Frauen dazu verpflichtet, die sexuellen Wünsche ihres Ehemanns zu erfüllen. Doch so modern, wie man gerne glauben will, sind auch wir noch nicht lange. Erst seit 1958 dürfen Frauen ohne Erlaubnis des Gatten den Führerschein machen, erst seit 1977 einen Arbeitsvertrag unterzeichnen. Erst 1997 wurde Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe gestellt.
Julitta Münch fragt in der Sendung Hallo Ü-Wagen am 23. Januar, ob es auch heute noch Lebensbereiche gibt, in denen von Gleichberechtigung keine Rede sein kann.
Gäste bei der Sendung in Oberhausen, Marktstraße/ Ecke Stöckmannstraße sind:
Prof. Gerhardt Amendt Soziologe, Institut für Geschlechter- und Generationsforschung, Uni Bremen
Friedhelm van den Mond Alt- Oberbürgermeister von Oberhausen
Dr. Barbelies Wiegmann Juristin, Mediatorin
Dr. Sibylle Plogstedt Autorin
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Erstellt von nelles am 6. Januar 2010
Es ist einer der Streitpunkte innerhalb der schwarz-gelben Bundesregierung: das Betreuungsgeld für Kinder. Es soll an die Eltern ausgezahlt werden, die ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte schicken. Ab 2013 monatlich 150 Euro pro Kind. So steht es im Koalitionsvertrag.
Gleichzeitig sollen die Plätze in den Kindertagesstätten der Republik massiv ausgebaut werden. Es handelt sich also bei dem Betreuungsgeld nicht um eine Wiedergutmachungsprämie für Eltern, die keinen Krippenplatz gefunden haben, sondern um eine Anerkennung der Erziehungsarbeit zu Hause. Sagen die Befürworter des Betreuungsgeldes.
Die Gegner nennen das Ganze schlicht „Herdprämie“, weil das Betreuungsgeld den Mythos von der Mutter nähre, die für die Erziehung am besten geeignet sei und damit tradierte Rollenbilder finanziert würden. Außerdem werde das Geld in bestimmten Schichten nicht den Kindern zugute kommen, sondern in Statussymbole oder Alkohol investiert. Weshalb es zum Beispiel Hartz IV Empfängern als Gutschein ausgezahlt werden solle.
Nach einer aktuellen Studie wäre das Betreuungsgeld ohnehin weitgehend wirkungslos, weil sich die meisten Mütter wegen der 150 Euro Zuschuss nicht anders verhalten würden. Allerdings schaffe das Betreuungsgeld für Familien mit niedrigem Einkommen womöglich einen Anreiz, ihre Kinder nicht in die neu geschaffenen Betreuungseinrichtungen zu schicken. Und damit wären diese Kinder – so die Kritiker des ganzen Vorhabens – von den für die kindliche Entwicklung so wichtigen sozialen Kontakten abgeschnitten.
Eine offene gesellschaftspolitische Debatte ist entbrannt: Wie und wo sollen unsere Kinder erzogen werden?
Studiogäste der HR2 Sendung kontrovers am 2. Januar waren:
Dorothee Bär, MdB, stv. Generalsekretärin der CSU, Vorsitzende der CDU-CSU Fraktionsarbeitsgruppe Jugend und Familie
Dr. Jörg Maywald, Geschäftsführer der deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft
Die Sendung können Sie als podcast nachhören. Aber nicht darüber ärger, dass Väter bei dem Gespräch nur am Rande erwähnt werden.
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Erstellt von nelles am 8. Juni 2009
Statistisch gesehen weigern sich immer mehr junge Männer, Vater zu werden. Sie ziehen das Zusammenleben in einer kinderlosen Beziehung vor. Ist die Vaterrolle in Verruf geraten? Oder sind es ökonomische Gründe, die junge Männer davor zurück schrecken lassen, eine Familie zu gründen?
Das Bild des Vaters hat sich in mitteleuropäischen Gesellschaften während der vergangenen 200 Jahre radikal verändert. Der Mann hat seine Rolle als Pater Familias aufgegeben. Die ideale Familie des 21. Jahrhunderts ist partnerschaftlich organisiert.
Diese Veränderungen sind Resultat der politischen Frauenbewegung. Männer sind durch die aktuellen Genderdiskussionen unter Druck geraten. Ein neues Rollenverständnis ist gefragt. Wie soll der Vater der Zukunft aussehen? Woran soll er sich orientieren? Welche Pflichten muss er übernehmen und welche Rechte stehen ihm zu?
Ein Radiokolleg im OE1, Montag, 8. Juni bis Mittwoch, 10. Juni 2009, jeweils 9:05 Uhr
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Erstellt von nelles am 17. März 2009
Wer würde nicht gerne einem ganz besonderen Klub angehören? Einem, der in ganz Vorarlberg nicht einmal 200 Mitglieder hat? Ganz einfach, gehen Sie, wenn Sie Vater sind, doch einfach mal in Elternzeit – so wie David Breznik.
David Breznik, Politik-Redakteur bei Radio Vorarlberg, hat sich getraut und sich in jenem illustren Klub der Väter in Karenz eingeschrieben. Er wird die nächsten drei Monate mit seinem Sohn Theodor verbringen, um direkt, live, in Farbe und vor Ort zu recherchieren, was wirklich Sache ist.
Wie das so läuft, was die beiden alles erleben und ob es vielleicht nicht doch einen Grund dafür gibt, warum relativ wenige Männer sich für die Vater-Karenz entscheiden, erfahren Sie hier.
Erster Eintrag: 17. März 2009
Das war er also: Der erste Tag in Karenz, an dem Theo und ich nun allein zu Hause waren. Seit heute weiß ich, wie es ist, wenn man keine Privatsphäre mehr hat.
Theo ist immer da. Egal, was ich mache, Theo ist immer da. Und es gibt nichts, was ihn davon abhalten kann, nicht dorthin zu kommen, wo ich gerade hingegangen bin. Nicht einmal ein Schokoladenei. Na gut, das hätte ich wissen müssen, dass der kleine Stöpsel so ein Ei locker im Laufen auswickelt, während er laut nach mir ruft. Aber es war einen Versuch wert.
Eigentlich ist es ja toll und wunderschön, wenn dein Kind immer bei dir sein will. Nur, wenn Theo auch auf dem stillen Örtchen alles sehen muss, dann wäre ich manchmal doch lieber allein und wenn es nur für zwei Minuten wäre …
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Erstellt von nelles am 9. Februar 2009
Väter gelten als prägend für ihre Söhne. Jungen brauchen ihre Väter, um den raueren, abenteuerlustigen Aspekt ihrer Männlichkeit zu entwickeln. Was aber bedeuten Väter ihren Töchtern?
Nicht nur in der Fachliteratur findet diese Beziehung weniger Beachtung. Für die Töchter sind deren Mütter zuständig, für die Väter bleibt da kein Platz. Dabei brauchen Mädchen ihren Vater ebenso wie ihre Mutter. Väter gelten als prägend für die Ausbildung der weiblichen Identität und sogar für die Partnerwahl der Töchter. Der Vater ist der erste Mann im Leben eines Mädchens.
In der Pubertät beginnt die Zeit der Abgrenzung zwischen Tochter und Vater. Sexuelle Tabuisierung stellt scheinbar Distanz her, die Reifezeit stellt das Verhältnis zwischen Vater und Tochter auf eine Probe. Ist das der Grund dafür, dass das Vater-Tochter-Verhältnis so wenig Aufmerksamkeit erhält? Tatsächlich lieben Töchter beide Elternteile und suchen ihren Lebensweg in der emotionalen Bindung zwischen Vater und Mutter.
Was ist das Besondere an der Vater-Tochter-Beziehung – warum ist sie anders als das Verhältnis zwischen Vater und Sohn? Und wie hat sich dieses Verhältnis über die Generationen bis heute verändert?
Sie können sich an der Sendung, Lebenszeit im Deutschlandfunk am Freitag, den 13.02.2009, zwischen 10:10 und 11:30 Uhr, beteiligen: Per Telefon 00 800 4464 4464 oder per Mail dlf.Lebenszeit@dradio.de
Gäste in der Sendung sind:
Mariele Millowitsch, Schauspielerin und Tochter von Willy Millowitsch
Julia Onken, Psychotherapeutin, St. Gallen, Schweiz, Autorin des Buches “Vatermänner – Ein Bericht über die Vater-Tochter-Beziehung”
Liane Dirks, Schriftstellerin aus Köln
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Erstellt von nelles am 16. Dezember 2008

Dieter Thomä
Wer meint, die Krise der Väter sei ein neueres Phänomen, täuscht sich. Dies belegt Dieter Thomä, Philosophieprofessor an der Universität St. Gallen in seinem Buch: «Väter: Eine moderne Heldengeschichte». Seiner Ansicht nach währt diese Krise seit drei Jahrhunderten.
In der Moderne finden sich massenhaft Symptome für die Allergie gegen den Vater. Die väterliche Autorität wurde immer wieder in Frage gestellt, und auch die Väter dachten über ihre Rolle nach.
Die Abschaffung des Vaters löste aber immer wieder die Sehnsucht nach ihm oder nach Ersatzfiguren aus. Der Philosoph Dieter Thomä zeigt, womit diese Pendelbewegungen bis heute zusammenhängen. Er zeigt auch, dass wir auf die Väter nicht verzichten können.
Die Sendung ‘Kontext’ von Angelika Schett des Schweizer Radio DRS können Sie am Dienstag, den 16. Dezember, von 23.33-00.00 Uhr auf DRS 4 hören oder auch als mp3 herunterladen.
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Erstellt von nelles am 27. August 2008
Ein Hörspiel von Tom Peuckert.
Eine Gruppe von Vätern: Junge Väter, alte Väter, Väter in den besten Jahren. Sie stehen unter Druck, sie sind nicht mit sich im Reinen, sie haben zu klagen. Über die Mühen des Vaterseins. Über brüchige Rollen und instabile Ordnungen. Über die kaum zu ertragende Spannung zwischen Freiheitsdrang und Bindungspflicht. Über eine Gesellschaft, die den Genuss heiligt, aber von den Vätern Entsagung fordert.
Es geht um Vegetarismus und Terror, politisch korrekte Ganzkörperrasuren, eine Zeitmaschine als letzte Rettung vorm Erziehungsurlaub. Um Frauen mit “Kalaschnikow-Physiognomie”, demontierte Patriarchenherrlichkeit und Männer, die auf ihre Zähmung auch noch stolz sind. Um Kinder, die zu früh kommen, und Kinder, die zu spät kommen … Komische Leidensgeschichten moderner Väter. Die Klagelieder der aktuellen Saison.
Das Hörspiel steht nach der Ausstrahlung befristet zum kostenlosen Download im Internet bereit.
Sendetermin: Donnerstag 27. August, WDR 3, 22:00 bis 23:00 Uhr.
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Erstellt von nelles am 1. Juli 2008
Im ‚Doppelpunkt Forum’ der gesellschaftskritischen Diskussionsrunde im DRS geht es am kommenden Dienstag, den 8. Juli ab 20 Uhr ‚Live’ um das Thema ‚Der benachteiligte Mann?’
Diskutieren weren unter anderen Thomas Daum, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband, Bänz Friedli, Kolumnist Migros-Magazin, Walter Hollstein, Soziologe und Buchautor, Markus Theunert, Präsident von männer.ch, dem Schweizer Dachverband der Männer- und Väter – Organisationen sowie weiteren Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik.
Das Publikum kann sich selbstverständlich auch an der Gesprächsrunde beteiligen.
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Erstellt von nelles am 12. Juni 2008
So lautet der Titel der nächsten Hallo Ü-Wagen Sendung am kommenden Samstag in Olpe. Auf dem Podium wird neben mir unter anderen auch Robert Richter, Autor des Papa Handbuchs und ein weiterer aktiver Vater sitzen.
Im Ankündigungstext der Sendung heißt es: ‚„Sag du doch auch mal was!“ Ein Satz, von dem viele Mütter träumen, dass er nie mehr gesagt werden müsste. Müsste er auch nicht, wenn Väter sich gleichberechtigt und gleich verpflichtet tagtäglich auch um Hausaufgaben, Zähneputzen, Aufräumen und den ganzen Alltagskram im Leben mit Kindern kümmern würden.
Oder sind die neuen Väter und die neuen familienfreundlichen Arbeitsplätze längst schon da? Heißt es heute schon öfter mal „Warte, bis Mama nach Hause kommt!“? Hallo Ü-Wagen mit Julitta Münch am 14. Juni aus Olpe zu einem Thema, bei dem sich ganz langsam eine kleine Revolution anbahnt.’
Da werden wir was draus machen. Die jüngsten Zahlen von der ‚Revolutionsfront’ sprechen ja für sich.
Übertragen wird die Sendung life auf WDR 5 von 11:05 bis 13:00 Uhr.
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Erstellt von nelles am 28. Mai 2008
Immer mehr Kinder leben in Patchworkfamilien. Das häufigste Organisationsmodell sieht so aus: im Wochenrhythmus pendelt der Nachwuchs zwischen Vater und Mutter, der Existenzmittelpunkt ist aufgeteilt auf zwei Familien und zwei komplett ausgestattete Kinderzimmer. Neben Stiefgeschwistern hat man Stiefmütter oder Stiefväter, die im Laufe der Jahre manchmal wechseln. Gut möglich, dass ein pubertierender Teenager bereits zwei oder drei Ersatzelternteile hinter sich hat.
In Irina Wusts Feature „Vom Leben in zwei Kinderzimmern“ erzählen Väter, Mütter und Kinder zwischen 6 und 21 Jahren von ihrem Leben als Patchwork-Existenzen. Wie sich das alles ganz praktisch bewältigen lässt und welche seelischen Konsequenzen im Guten wie Bösen sich daraus ergeben.
Das Feature ist am Samstag, den 31. Mai, um 9:05 Uhr im Kulturradio vom RBB zu hören
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