der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Väterbilder' Kategorie

Moderne Väter sind ‚normale‘ Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Dezember 2017

„What the Facts” lautete der Titel des jüngsten Goldbach Round Tables, bei dem sich alles um Erkenntnisse und Fakten, die dabei helfen, Kommunikationsbotschaften an die Bedürfnisse und Gegebenheiten der heutigen Zeit anzupassen, drehte. Pauline Keating von Viacom International Media Networks GSA präsentierte im 25hours Hotel Wien die Erkenntnisse aus zwei Studien mit bisher noch unveröffentlichten Österreich-Ergebnissen: „Modern Dads” zeigt auf, wie sich das Vaterbild im 21. Jahrhundert verändert hat und wie man mit seiner Botschaft ins Herz der modernen Väter trifft.

Für „Modern Dads” wurden 8.290 Männer in 22 Ländern – zudem 619 davon in Österreich als zusätzliche Studie – befragt. Die Väter von heute und ihre Rollen seien geprägt von ihrem neuen „normalen” Verständnis von toleranten Einstellungen. Väter setzen heute neue Prioritäten, um mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können und profitieren von ihrer neuen Rolle: durch emotionale Nähe und ein erfüllendes Lebensgefühl. Immerhin 92 Prozent der österreichischen Männer sind gemäß dieser Studie der Ansicht “Männer können Kinder genauso gut großziehen wie Frauen”.

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Die heimische Männerwelt sticht in ihrem Engagement sogar im internationalen Vergleich positiv hervor. Sind es im globalen Durchschnitt nur 81 Prozent der Herren, die der Aussage “Heutzutage erwarte ich, dass ein Vater ebenso aktiv an der Erziehung des Kindes beteiligt ist wie die Mutter” zu – in Österreich sind es 89 Prozent und somit sind unsere Männer absolute Vorreiter – nur die schwedischen Papas sind mit 90 Prozent noch ein wenig engagierter. 98 Prozent der österreichischen Papas haben das Gefühl, dass sie eine sehr enge Beziehung zu ihren Kindern haben – auch hier liegen die Austrian Dads über dem Länderdurchschnitt (96 Prozent).

Aber die neue Einstellung stellt Männer auch vor einen Balanceakt: Die moderne Vaterrolle bringe erhöhten Druck auf die Väter. In der Ansprache von “Modern Dads” sollte sich die Vielfalt der Rollen, die Väter heute einnehmen widerspiegeln. Ein weiteres Kriterium für den Erfolg in der werblichen Ansprache ist es, Interesse zu zeigen an ihrer Meinung als Eltern. Moderne Väter darf man auch in ihrer verletzlichen oder sensiblen Seite ansprechen. Werbebotschaften, die Spiel und Spaß mit den Kindern widerspiegeln und Hilfe zur Entschleunigung und zur Erschaffung von unvergesslichen Momenten suggerieren, werden besonders erfolgreich sein. Zum Abschluss der Studienpräsentation standen dann noch die jungen Dads aus dem Hause Goldbach als Probe aufs Exempel zur Verfügung und diskutierten über ihre persönlichen Erfahrungen.

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Ein muslimischer Mann – Kein muslimischer Mann?!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. November 2017

Welche Bilder habe ich, wenn ich mir einen muslimischen Mann vorstelle? Sehen ich einen hippen, einen feinen, einen alten, einen gut aussehenden Mann oder doch in erster Linie eher einen bärtigen mit Jelabiya? Was stelle ich mir vor, geht es um die Rolle des “muslimischen” Vaters in seiner Familie? Sehe ich einen glücklichen Menschen, der sein Herz an sein Kind verloren hat, oder den Tyrannen am Wohnzimmertisch?

Das vorurteilsbeladene Bild vom muslimischen Mann ist Thema der Ausstellung von ‘Väterzeit im Ramadan’. Es wird gezeigt, was sein kann und was ist und stellt die Besucher und Besucherinnen vor die Herausforderung das eigene Bild zu hinterfragen.

Ausstellungseröffnung am 01.12.2017, 18 bis 19:30 Uhr im Pöge Haus Hedwigstraße 20 04315 Leipzig. Weitere Öffnungszeiten: 2.12., 8.12., 9.12., 14.12. und am 20.12. jeweils von 16 bis 19 Uhr.

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Väter wollen heute mehr vom Kind mitkriegen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Oktober 2017

Paula-Irene Villa, Professorin für Allgemeine Soziologie und Gender Studies am Institut für Soziologie der LMU München, im Gespräch mit Marlene Grunert in der FAZ über Väter und insbesondere das, was sich verändert und was schon lange gilt.

„… Sie sagen, dass sich die Vaterrolle weniger geändert hat, als gemeinhin angenommen wird. Woran machen Sie das fest?

Deskriptiv-statistische Untersuchungen nehmen etwa in den Blick, wie viel Elternzeit Väter nehmen, in welchen Monaten nach der Geburt und in welcher Jahreszeit. Skandinavische Studien zeigten, dass Väter dort vor allem in den Sommermonaten Elternzeit nahmen, wenn die Familie in den Urlaub fährt. Das hat sich aber auch dort geändert. Auch in Deutschland ist es nicht unüblich, während der Elternzeit des Vaters zu reisen, anstatt einen Alltag zu etablieren. Über die statistischen Untersuchungen hinaus finden in der Forschung vielfach Gespräche mit jungen Vätern statt, in denen es etwa um diese Fragen geht: Wie ist der Tagesablauf, wer holt das Kind von der Krippe ab, wer steht nachts auf, wie organisiert ihr eure Freizeit?

Sind Väter heute emotionaler?

Das Idealbild von Männlichkeit hat sich verändert. Zu einem positiven Bild von Männlichkeit gehört immer mehr auch Fürsorgefähigkeit. Es ist nicht mehr automatisch unmännlich, sich zu einem Kind hinabzubeugen, sich auf Augenhöhe zu begeben. Es geht nicht mehr nur darum, ein Kind zu haben, das gut gedeiht, sondern auch darum, gerührt zu sein, wenn das Kind sich eine Schramme holt oder wenn es Angst vor Monstern unterm Bett hat. …

Spielt der Vater für Kinder deshalb heute eine wichtigere Rolle?

Wenn ich an Romane, Sachbücher oder historische Quellen denke, dann ist die Vaterfigur für Kinder auch historisch, mindestens in der Moderne, ganz wichtig gewesen, die Anerkennung durch ihn, die Auseinandersetzung mit ihm. Der Vater verkörpert gesellschaftliche Normen. Heute ist das sicher anders, könnte man trivialerweise sagen: Der Vater ist heute auch ein Individuum mit Emotionen und Bindungen. Dass er wichtiger ist, glaube ich aber nicht.

Wie wirken sich die Veränderungen auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern aus?

Die meist undramatische alltägliche Auseinandersetzung zwischen den Partnern wird essentiell, das bekommen auch die Kinder mit. Wenn es eine geteilte Elternschaft geben soll, müssen sich die Partner darüber einigen, wer gerade mehr Zeit hat, den Müll runterzubringen oder zum Elternabend zu gehen. Diese Verhandlungen sind bisweilen anstrengend, aber sie bedeuten erst mal eine große Freiheit. Und auch eine Lust!

Wie neu sind die neuen Väter eigentlich?

Sie begleiten mich, seitdem ich 1988/89 angefangen habe zu studieren. Dass die Debatte bis heute andauert, zeigt, dass sich langsamer etwas tut, als man meint. Das liegt auch daran, dass es nicht allein um individuelle Entscheidungen geht, sondern strukturelle berufliche oder ökonomische Fragen entscheidend sind. Auch habituelle Muster, derer sich Eltern nicht bewusst sind, spielen eine große Rolle.“

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Bald erscheint die neue DAD

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Oktober 2017

0117_MH_Dad10. Oktober kommt die nächste Ausgabe von Dad in den Handel. „Nicht nur Leser und Werbewirtschaft beurteilen das Heft positiv, auch Mediaexperten halten unser neues Konzept für ausgezeichnet“, erklärt Marco Krahl, Redaktionsleiter von Men’s Health Dad. So hat das neue Männermagazin vom ICMA, einem weltweiten Grafik-Design-Wettbewerb, den Award of Excellence in der Kategorie Zeitschriften Extra (Cover und Coverstory) verliehen bekommen.

In der neuen Ausgabe erwarten die Leser unter anderem diese Themen:

  • Muss ein guter Vater immer beim Kind sein? Nein, sagen diese drei Männer. Statt zu Hause zu sein, stehen sie oft auf der Bühne, sind auf dem Deck eines Schiffes unterwegs – oder im Knast. Men’s Health Dad hat sie porträtiert
  • Die spannendsten Dadventures Fische angeln, Pilze suchen, Äpfel ernten: Mit diesen Tipps, Tricks und Tools wird es garantiert ein echtes Abenteuer für Kerle und Knirpse. Raus mit euch, Männer!
  • Karrierekick statt –knick Erst Elternzeit, dann Teilzeit: Men’s Health Dad sprach mit einem Elternpaar, das sich Kinder und Karriere ganz gerecht teilt. Plus: kleiner Job-Guide, der auch den eigenen Boss überzeugt
  • Endlich wieder richtig schlafen! Gelöst: die 10 häufigsten Schlafprobleme von kleinen und großen Kindern. Inklusive 12 brandneuer Tools, mit denen nachts endlich Ruhe einkehrt. Na dann, gute Nacht!
  • Wann Drohen, Anschreien & Co. erlaubt sind Die Nerven verloren? In Men’s Health Dad berichtet ein Vater von seinem langen Weg auf der Suche nach Absolution. Diese Erziehungs-Fauxpas sind gar keine!
  • Warum Väter anders trauern Gestorben in der 38. Schwangerschaftswoche: Ein Leser erzählt, wie er den Verlust seines Kindes verarbeitet hat – und warum er sich mehr Mitgefühl wünscht
  • 24 coole Dad-Hacks Wie macht man Schränke kindersicher? Wohin mit angelutschten Lollis? Womit entfernt man Wachsmal-Kunst auf weißen Wänden? Wir haben die Lösungen!

Das Heft hat einen Umfang von 112 Seiten und kostet € 4,50. Den Verkaufsstart von Men’s Health Dad begleitet eine große Printkampagne, die Werbemotive hat die Hamburger Agentur KNSK entwickelt.

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Drei Kienbären bekommen ein neues Zuhause

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. September 2017

kienbaerBald ist es wieder soweit. Am Freitag den 6. Oktober 2017 ab 16:00 Uhr wird der Väterpreis des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf – „KienBär“- vergeben. Wie der Name schon vermuten lässt, war die Verbindung zur IGA in diesem Jahr im Bezirk Marzahn Hellersdorf, bereits mit seiner Premiere im Jahr 2015 bewusst gewählt. Bei der ersten Verleihung mit vielen beeindruckenden Vätern und Männern des Bezirkes im Juni 2015, konnte die Spannung auf die diesjährige Verleihung initiiert werden. Nun möchten wir allen Besuchern, Teilnehmern, Freunden des Preises weitere verdienstvolle, liebevolle und stark engagierte Väter des Bezirkes Marzahn Hellersdorf vorstellen. Die Ehrung der diesjährigen Preisträger, wird wie angekündigt auf dem Gelände der IGA auf der Bühne am koreanischen Garten stattfinden.

Der Aktionskreis „KienBär“, hat in freier, ehrenamtlicher Tätigkeit und mit viel Freude die Preisträger auswählen, die sinnbildlich für alle eingereichten Vorschläge stehen und werden sie Ihnen mit einem bunten Rahmenprogramm vorstellen. Die Auswahl war nicht einfach, da viele den Preis verdient hätten. Aber es kann nur drei geben.

Momentan werden die letzten Details für die Veranstaltung vorbereitet. Soviel kann aber schon gesagt werden: Der Kinder und Jugend Zirkus Cabuwazi und die Musikschule Marzahn werden mit begeisterten Darbietungen vertreten sein. Für einen kleinen Imbiss und Getränke wird ebenfalls gesorgt. Mit Abwechslung, Spaß, Freude und dankbarer Anerkennung möchten wir Sie zu dieser besonderen öffentlichen Ehrung verdienstvoller Väter des Bezirkes herzlich einladen.

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Wenn einer fehlt, den man nicht kennt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. Juli 2017

Die einen leiden unter der Abwesenheit ihres Vaters, die anderen erkennen in der Lücke im Leben keinen Makel. Vier Menschen erzählen in diesem Zeit Artikel, wie es ist, ohne Vater aufzuwachsen. In diesen Geschichten fehlen vier Männer. Einer ist weggeblieben, einer verleugnet seine Vergangenheit, einer kehrte nie heim und einer hat eine seltsame Leere hinterlassen.

Mediziner, Psychologen, Soziologen und Historiker beschäftigen sich schon lange mit der Frage: Welche Folgen hat die Abwesenheit des Vaters für die Kinder und späteren Erwachsenen, für die Gesellschaft? Von zwei vaterlosen Generationen ist die Rede: Da sind die unzähligen, die nur von ihren Müttern – und anderen Familienmitgliedern – großgezogen wurden, weil die Väter aus dem Krieg nicht heimkehrten. Und da sind die Scheidungskinder, Kinder aus Affären und Romanzen, die Patchwork-Kinder von heute. Viele von ihnen werden trotzdem von zwei Eltern erzogen, versorgt, geliebt. Anderen wird der abwesende Elternteil fremd.

Wenn von den vaterlosen Generationen die Rede ist, geht es meist um die negativen Folgen, die der Verlust für die Betroffenen bedeutet. Im Buch Das Drama der Vaterentbehrung legt der Psychoanalytiker Horst Petri dar, dass auffällig viele kriminelle Jugendliche ohne Vater aufgewachsen sind. Auch Drogenprobleme, Beziehungsstörungen, mangelnde Empathie und schlechtere schulische Leistungen treten bei diesen Kindern und Jugendlichen ihm nach häufiger auf.

Wie sich diese Symptome später im Erwachsenenleben auswirken, zeigen Petri und anderen Experten zufolge die Schwierigkeiten, welche diese “Kinder des Krieges” als Partner und Familienväter hatten und haben. Eine Langzeitstudie an der Mannheimer Normalbevölkerung ergab, dass jene, denen in den ersten sechs Lebensjahren der Kontakt zum Vater fehlte, noch über 50 Jahre später ein deutlich höheres Risiko für psychische Störungen aufwiesen als Kinder, die Kontakt zum Vater hatten.

“Was man nicht kennt, das kann man nicht vermissen. Das habe ich jahrelang gesagt, wenn ich nach meinem Vater gefragt wurde”, sagt Laura Dunne. “Mittlerweile weiß ich, dass das nicht stimmt.”

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Junge Männer wollen nicht wie ihre Väter sein

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Juni 2017

Im Interview mit dem Handelsblatt berichtet die Soziologin Jutta Allmendinger über die neue Einstellung der Deutschen zur Arbeit, was der Job für das Sozialleben bedeutet und wie sich das Karrieredenken von Männern gewandelt hat.

“Frau Allmendinger, Sie haben Interviews mit mehr als 3000 Deutschen ausgewertet, um herauszufinden, wie sie leben und was ihnen wichtig ist. Was haben Sie dabei gelernt?
Das klingt jetzt alles andere als sexy, aber ein zentrales Ergebnis ist: Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir sind gerne im Kreis von Leuten, die wir schätzen, die uns etwas bedeuten. Dann geht es uns gut.

Was ist mit Karriere, mit Statussymbolen, mit teuren Autos und großen Häusern?
Erwerbstätigkeit ist neben der Nähe zu anderen für fast alle Menschen ein sehr hohes Gut. Für viele ist es sogar wichtiger, als zum Beispiel Kinder zu bekommen. Das liegt nicht nur daran, dass die Menschen Geld zum Leben brauchen. Knapp 60 Prozent der Befragten würden sogar arbeiten, wenn sie dafür keinen Lohn bekämen. Die Studie zeigt: es geht den Menschen auch hier um Nähe, um ein Leben außerhalb der eigenen vier Wände, um Selbstentfaltung.

Konnten Sie bei Ihrer Untersuchung Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen, was das Arbeiten betrifft?
Karriere machen wollen alle in einem gewissen Rahmen. Männer wie Frauen verabschieden sich aber von Karrieren, die darauf basieren, dass eine Person 60 Stunden arbeitet und die andere einkaufen geht, putzt, kocht und die Kinder großzieht.

Was genau ändert sich?
Frauen drängen immer stärker auf den Arbeitsmarkt. Aber, und das sagten Frauen schon vor vielen Jahren, sie wollen keine klassisch männliche Karriere hinlegen, sondern auch mit 35 oder 40 Stunden Arbeit in der Woche verantwortungsvolle Jobs machen.

Und die Männer?
Ihnen wird klar, dass sie kein zweites Leben haben, in dem sie auch mal ihre Familie bei Tageslicht sehen können. Mit 60, 70 Jahren merken sie, dass sie sich zu wenig um ihre Kinder gekümmert haben. Sie haben dadurch zwar viel erlebt, aber ganz wichtige Dinge im Leben verpasst. In dieser Hinsicht wollen heutige Männer nicht wie ihre Väter werden: Immer mehr Männer nehmen Elternzeit und schieben gerne den Kinderwagen. …”

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Ein Schatz von 170.000 Fotos gehoben

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. Mai 2017

In a database called Photogrammar, Yale has just released 170,000 searchable photos of the Great Depression. Previously stored away in the government archives, these are the unseen images taken by great photographers such as Dorothea Lange, Walker Evans, and Arthur Rothstein, all of whom were assigned by the Farm Security Administration to document the effects of the declining economy on the population. The database consists of a nation-wide map with clickable counties, each one leading to a gallery of snapshots from the region. Using the information from the Lot Number and Classification Tags systems developed by Paul Vanderbilt in 1942, the collection is searchable by photographer, lot number, and subject heading.

great depression

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Vaterschaftskonzepte und Verhalten von Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Mai 2017

Im Gespräch mit Jochen Metzger berichtet Wassilios Fthenakis über seine für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführte Studie ‚Die Rolle des Vaters in der Familie‘ aus dem Jahr 2002

Herr Fthenakis, Sie haben vor einigen Jahren das Selbstbild der Väter untersucht. Wie sehen sich die Väter denn?

Etliche Forscher haben immer wieder gefragt: Wie viele Stunden verbringt der Vater mit den Kindern? Welche Aufgaben übernimmt er in der Familie? Von welcher Qualität ist die Vater-Kind-Beziehung? Mich hat dagegen das Idealbild, die subjektive Konstruktion von Vaterschaft interessiert, das Vaterschaftskonzept aus der Sicht der Väter und der Mütter. Und da habe ich mit meiner Kollegin Beate Minsel in der Tat etwas Überraschendes festgestellt: Zwei Drittel der Männer zwischen 22 und 45 Jahren definieren sich selbst im Sinne einer sozialen Vaterschaft. Das heißt: Nicht mehr das Brotverdienen steht an erster Stelle, sondern das Interesse an und die Beschäftigung mit den Kindern und der Familie. Das war ein völlig neuer Befund, den man bis dahin in dieser Form nicht kannte. Nur 33 Prozent haben das traditionelle Bild von Vaterschaft vertreten – nämlich das als Brotverdiener.

Dieses Vaterschaftskonzept entsteht, sobald sie Väter werden?

Nein, das beginnt schon deutlich früher. Dieses Idealbild von der sozialen Vaterschaft findet man bereits bei jungen Männern Anfang 20, die noch gar keine Kinder haben. Es entwickelt sich also sehr früh und bleibt dann im weiteren Familienverlauf bestehen.

Was erwarten denn die Frauen von ihren Partnern?

Auch das hat uns überrascht: Die Frauen waren mit den Männern einer Meinung. Die meisten hatten das Idealbild einer sozialen Vaterschaft – nur ein Drittel der Frauenvertrat ein traditionelles Ideal und sah ihren Partner in erster Linie als Brotverdiener.

Wie gut passt das väterliche Ideal zu dem, was in den Familien tatsächlich passiert?

Da sehen wir, dass das Selbstbild in keiner Weise mit der Realität übereinstimmt. Väter und Mütter sagen zwar: Wir wollen beide für die Kinder da sein. Wenn dann aber das erste Kind geboren wird, geht der Vater weiter arbeiten – und zwar in Vollzeit, nicht selten mit Überstunden. …

Der Mann verdient das Geld, die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder – dieses Modell hat über viele Generationen funktioniert. Was soll daran schlecht sein?

Es macht die Frauen unzufrieden, vor allem jene, die eigentlich gut ausgebildet sind und weiterarbeiten wollen, aber wegen der Kinder zu Hause bleiben. Diese Gruppe war in unseren Untersuchungen besonders unglücklich.

Die Männer haben damit kein Problem?

Doch, natürlich. Die Väter erleben denselben inneren Konflikt, den man von berufstätigen Müttern kennt. Es fällt ihnen schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Das gilt für mehr als ein Drittel der Väter. Neuere Studien bestätigen diesen Befund.

Welchen Einfluss hat das für Familie und Partnerschaft?

Wir haben darin die wichtigste Quelle für Probleme innerhalb der Elternbeziehung entdeckt. Wenn ein Mann ein egalitäres Selbstbild vertritt, Beruf und Familie vereinbaren möchte, seine Frau aber zu Hause bleibt und ein eher konservatives Konzept vertritt, dann kann man sehen, dass dadurch das Wohlbefinden des Mannes beeinträchtigt wird, Konflikte in der Partnerschaft entstehen und seine Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber der Frau leidet. Dies erfolgt aber nicht in gleicher Weise, wenn die Frau ebenfalls egalitär ausgerichtet ist.

Wie bewusst ist den Vätern ihr eigenes Selbstbild?

Das ist unterschiedlich. Es gibt eine Gruppe von Männern, die das reflektieren. Die meisten erleben es jedoch unbewusst. Sie kommen in eine diffuse Situation hinein, in der sie sich irgendwie unwohl fühlen. Aber sie können sich nicht rational erklären, woran das eigentlich liegt.

Sie sagen: Wenn Vater und Mutter unterschiedliche Idealvorstellungen von Vaterschaft haben, ergeben sich Konflikte. Was raten Sie Vätern konkret?

Ein guter Vater sollte sehr viel Zeit und Energie in die Qualität seiner Partnerschaft investieren. Wie gut er und seine Partnerin sich verstehen, ihre Beziehung auf gegenseitige Wertschätzung aufbauen – das sind die Dimensionen mit der stärksten Vorhersagekraft für die Entwicklung der Kinder. Vereinfacht gesagt: Glückliche Paare sind in der Regel auch gute Eltern. …“

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Väterliche Praxis hat sich grundlegend verändert

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. Februar 2017

Das sozialwissenschaftliches Nachrichtenportal Soziopolis hat ein Interview veröffentlicht, in dem der Soziologe und Erziehungswissenschaftler Michael Meuser im Interview mit Anna Buschmeyer u.a. über den Wandel von Männlichkeit spricht.

„… Sie haben ja in den vergangenen Jahren viel über die ‚neuen‘ oder engagierten Väter geschrieben. Werden die tatsächlich immer mehr?…

Auf den ersten Blick scheint der Anstieg von 3,5 Prozent Elternzeit nehmender Väter im Jahre 2006 auf mittlerweile 34 Prozent dafür zu sprechen, dass sich mit der Novellierung des Elterngeldgesetzes das Verständnis von Vaterschaft stark verändert hat. Allerdings nimmt die große Mehrheit der Väter, die in Elternzeit gehen, nämlich 78 Prozent, lediglich die zwei Monate, die das Gesetz dem Elternpaar seit 2007 zusätzlich finanziert, wenn beide Partner Elternzeit nehmen. Diese Novellierung des Elterngeldgesetzes hat bewirkt, dass eine wachsende Zahl von Vätern das beansprucht, was zusätzlich möglich ist. Das allein scheint mir aber kein Indikator dafür, dass sich die väterliche Praxis grundlegend verändert hat.

Andererseits belegen gerade die Zeitbudget-Studien, die vom Statistischen Bundesamt alle zehn Jahre durchgeführt werden, dass zwar nach wie vor die Mütter deutlich mehr Zeit für Kinderbetreuung aufwenden als die Väter – egal ob sie berufstätig sind oder nicht. Dennoch ist der Anteil der Väter nicht zu vernachlässigen. Etwa 30–35 Prozent der Aufgaben der Kinderbetreuung werden von den Vätern übernommen. Sie sind keineswegs die abwesenden Väter, von denen lange Zeit in der Medienberichterstattung die Rede war. Umfragedaten zeigen, dass die allermeisten jungen Männer an der Kinderbetreuung beteiligt sein wollen. …

Dennoch sollte man die Wünsche der Väter nicht als reine Lippenbekenntnisse abtun, wobei die Umsetzung dieses Wunsches durch verschiedene Faktoren erschwert wird. Insbesondere besteht immer noch ein hoher Widerstand aufseiten der Arbeitgeber. Eine eigene aktuelle Studie hat ergeben, dass Väter, die mehr als zwei Monate Elternzeit in Anspruch nehmen wollen, was ihnen ja rechtlich zusteht, nach wie vor mit großen Schwierigkeiten kämpfen müssen. Zwei Monate werden mittlerweile akzeptiert, für die Unternehmen stellt sich das dar wie ein längerer Urlaub, das kann man managen. Geht es aber um mehr als zwei Monate, wird vielen dieser Väter klar gemacht, dass das eigentlich nicht gewollt ist. …

Es verändert sich also durchaus etwas. Neu ist gegenwärtig jedenfalls die Anforderung, neben der Ernährerposition auch noch die Position des aktiven Vaters auszufüllen. Der Vater ist nicht aus seiner „Pflicht“, Ernährer zu sein, entlassen worden, sondern es ist diese zusätzliche Anforderung hinzugekommen.

Insgesamt nimmt noch nicht einmal die Hälfte der Väter Elternzeit. Schließlich haben sie auch die Möglichkeit, es nicht zu tun, während Frauen fast immer wie selbstverständlich mindestens für ein halbes Jahr aus dem Beruf aussteigen. Nutzen Männer ihre Verhandlungsposition anders?

Ja. Nach wie vor ist es für Männer leichter, nicht in Elternzeit zu gehen, als für Frauen. Andererseits hat eines meiner Forschungsprojekte auch gezeigt, dass eine durchaus nicht geringe Zahl von Müttern gar nicht möchte, dass der Vater längere Zeit in Elternzeit geht. Eine große Zahl von Müttern scheint ihre Position in der Familie gegenüber Bestrebungen von Vätern, stärker beteiligt zu sein, gewissermaßen zu verteidigen. Eine engagierte oder involvierte Vaterschaft zieht schließlich eine Veränderung im Machtgefüge innerhalb der Familie nach sich. Etablierte Positionen und Einflusszonen müssen dann neu verhandelt werden.

Die Mehrzahl der Väter, die sich in der Kinderbetreuung nachhaltig (wenn auch meist nicht zu gleichen Teilen wie die Mütter) engagieren, akzeptiert allerdings die Position der Mutter als primary caregiver. Ein stillschweigendes Einverständnis zwischen Vater und Mutter über diese Rollenverteilung scheint recht verbreitet zu sein. Aufseiten der Mütter bedeutet das nicht unbedingt, dass sie die Väter nicht dabeihaben wollen. …

Nicht zuletzt muss man neben der Konstellation Vater, Mutter, Kind auch das weitere Umfeld betrachten. In der Schule etwa adressieren die Lehrkräfte die Mütter und nicht die Väter. Auch wenn der Vater das Kind noch so regelmäßig von der Schule abholt, wird die Mutter als primäre Erziehungsperson angesehen. All das spielt eine Rolle.“

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