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Archiv für die 'Vätergruppen' Kategorie

Wie sag ich’s meinem Kinde?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Dezember 2022

Bericht vom Werkstattgespräch mit Thomas Wendland zum Thema ‚Väterarbeit im Strafvollzug‘

Schon im Kontext von Familienbildung sind Angebote für Väter noch nicht ‚normal‘ in dem Sinne, dass Väter in dem Maße angesprochen und erreicht werden, wie es ihrer Bedeutung für die Entwicklung von Kindern entspricht. Diejenigen, die sich in der LAG-Väterarbeit zusammengeschlossen haben tun sich mit dem Begriff ebenfalls schwer, aber einen besseren gibt es bislang nicht.

Umso spannender war der Impuls von Thomas Wendland, der seit 17 Jahren mit Vätern in dem Kontext von Inhaftierung arbeitet. Er selbst bezeichnet seine Tätigkeit als ‚Crossover‘ Tätigkeit, das heißt Jugendhilfe und Straffälligenhilfe sind miteinander verknüpft „ein Unterfangen, das durchaus manche Hürden mit sich brachte“. Das Angebot ‚Freiräume‘ arbeitet NRW-weiteinzigartig in der Brückenfunktion von freier Straffälligenhilfe zur Kinder-Jugend- und Familienhilfe und ist Teil des Arbeitsbereichs Straffälligenhilfe.

Hintergrund der Arbeit ist, das vielfach übersehen wird, dass Kinder und Familien der Straffälligen indirekt auch Opfer sind bzw. werden. Langfristige Folgen des Fehlens eines Elternteils können später auftretende psychische Erkrankungen und Störungen bei der Entwicklung eines eigenen Elternkonzepts sein.

In einem Bericht an den Deutschen Bundestag durch das Institut für Menschenrechte wurde 2017 gefordert, gezielte Angebote für Kinder von Inhaftierten zu machen, sich mit anderen betroffenen Kindern auszutauschen und mit dem inhaftierten Elternteil in einen Beziehungskontakt treten zu können. Diesen Anspruch löst ‚Freiräume‘ ein und gibt dem inhaftierten Elternteil die Möglichkeit, ihre Verantwortung praktisch auszuüben und erfolgreich wahrzunehmen.

Die Angebote reichen von Beginn der Strafverfolgung über die Inhaftierung bis hin zur Reintegration und schließen das gesamte Familiensystem ein. Im geschlossen Strafvollzug in Bielefeld Brackwede gibt es derzeit folgende Angebote für Väter.

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Das Projekt ‚Kinderbesuchsweg‘ ist gemeinsam mit den Bediensteten der JVA durchgeführt worden, die den Weg der Kinder hin zum Besuchsraum kindgerecht gestaltet haben. Die Paarberatung kann bei Bedarf auch ohne Anwesenheit eines Beamten in Form eines „normalen Beratungssettings unter 8 Augen durchgeführt werden“. Auch das ist ein Ergebnis der jahrelangen Kooperation und des Standings des Trägers.

Für die Teilnahme an der Vater-Kind-Gruppe gibt es eine Reihe von formalen Voraussetzungen, kritisch kann es aber insbesondere dann werden, wenn die Mutter keinen Kontakt zum Vater mehr haben will und die Frage im Raum steht, ob sie es den Kindern ermöglichen möchte, den Kontakt zu ihrem Vater aufrecht zu erhalten. Auch hier bietet ‚Freiräume‘ Beratung an.

Die Ergebnisse einer internationalen Studie zu dem Thema aus dem Jahr 2012, bei der die Auswirkungen der Inhaftierung eines Elternteils auf die Kinder untersucht wurden, spricht die eindeutige Empfehlung aus: um diese negativen Folgen zu vermeiden oder zu lindern ist ein direkter, physischer und interaktiver Eltern-Kind-Kontakt erforderlich.

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Die Themen der 14 tägigen Vätergruppe im geschlossenen Vollzug, an der 6 bis 10 Väter teilnehmen, leiten sich aus den Haftbedingungen und den eingeschränkten Möglichkeiten des Vaterseins ab:

  • Vatersein in einer totalen Institution
  • Spannungsverhältnis Vaterschaft – Täterschaft
  • Wie sag ich’s meinem Kinde?
  • Distanz erschwert kindgerechten Umgang
  • Emotionales Dabeisein – Entwicklung des Kindes
  • Rollenbild als Vater verändert sich

Die Effekte der Angebote ist durchweg positiv, unter anderem steht bei der Entlassungsvorbereitung ein größeres Helfernetzwerk zur Verfügung und der Häftling hat Perspektiven für die Zeit nach der Haft. Illustriert wurde der Impuls durch Video- und Audiosequenzen mit Stimmen von Vätern und Kindern, die berichten, was sie während der Besuche erleben und was die Väterarbeit im Strafvollzug ihnen bringt.

In dem folgenden Gespräch ging es dann unter anderem um die Frage, welche Möglichkeiten inhaftierte Väter haben, einen Kontakt zu und einen Umgang mit ihren Kindern durchzusetzen, wenn die Mütter diesen nicht wollen: den sicherlich schwierigen Weg über die Jugendämter. Durch welche Angebote Angehörige unterstützt werden können, während die Kinder in der Vater-Kind -Gruppe teilnehmen. Viele haben eine längere Anreise und die JVA’s liegen außerhalb dicht besiedelter Räume.

Zu den Erfolgskriterien der Arbeit äußerte Thomas Wendland unter anderem, einen langen Atem, die Ansprache und Einbeziehung der Bediensteten, aus der Kinder gehören nicht in eine JVA Haltung hat sich seiner Meinung nach eine echte Willkommenskultur entwickelt, sowie die Tatsache dass es eine Kooperation zwischen einer JVA und einem externen Träger ist, der Kompetenzen zu (fast) allen nachgefragten Themen zur Verfügung hat.

Take away für die Väterarbeit

  • Die systemische Herangehensweise
  • Den Vätern Verantwortung geben
  • In einem schwierigen Umfeld für die Anliegen von Vätern einstehen und werben
  • Argumente aus der Wissenschaft zu Hilfe nehmen

Literaturhinweise

  • Jens Borchert, Für eine Familienorientierung im Strafvollzug, Grundlagen, Praxisansätze, Konzeptentwicklung; Freiburg 2018
  • Thomas Engelhardt, Monika Osberghaus; Im Gefängnis, Ein Kinderbuch über das Leben hinter Gittern; Leipzig 2018

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Auch die beste Freundin weiß nicht, dass der Vater in Haft sitzt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. November 2022

„Ich kam nach Hause und habe gefragt, wo Papa ist. Da hat Mama gesagt, was Sache ist. Und da war ich sehr, sehr traurig, weil ich ja gewohnt war, dass mein Vater und meine Mutter da sind.“

Rund 62.000 Inhaftierte gibt es in Deutschland, die meisten von ihnen sind Männer. Zwei Drittel, so schätzt man, haben Kinder unter 18 Jahren. Um die 100.000 Jungen und Mädchen können es sein, die damit leben müssen, dass Vater oder Mutter im Gefängnis sitzen.

Immer mehr Haftanstalten beginnen damit, auch die Angehörigen in den Blick zu nehmen. Oftmals ist diese eine Kooperation von Gefängnisseelsorge, Straffälligenhilfe und Justiz. In einigen JVA‘s gibt es inzwischen Langzeitbesuche über mehrere Stunden, Familientreffen, Vater-Kind-Treffen, Familien-Sonntage oder Väter- bzw. Müttergruppen. Nur wenige haben umfangreiche Angebote für die ganze Familie.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 36 Gefängnisse mit insgesamt ca. 16.000 Inhaftierten. Vorreiter für einen familienorientierten Strafvollzug ist die Anlaufstelle ‚Freiräume‘ der Diakonie für Bielefeld. Sie ist seit 15 Jahren Kooperationspartner des geschlossenen Vollzugs in Bielefeld-Brackwede.

Einige europäische Länder wie etwa Dänemark, Schweden oder die Niederlande sind viel weiter als Deutschland, was familienfreundlichen Strafvollzug angeht. In Dänemark zum Beispiel gibt es sogar Kinderbeauftragte, die Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Die dortigen Erfahrungen zeigen deutlich: Familienorientierter Strafvollzug lohnt sich auch für die Gesellschaft. Die Rückfallquoten sinken, die Resozialisierungschancen steigen. Das hat auch Robert Dammann, der ehemalige Leiter der JVA Bielefeld-Brackwede, festgestellt:

„Die Väter sehen wir nie wieder. Das ist eine wunderbare Begleiterscheinung dieses Projekt. Weil ich glaube, das haben mir auch viele Väter so gesagt, dass sie so in die Pflicht genommen worden sind, auch bezüglich ihrer Kinder, dass sie alles dransetzen, da nicht eine weitere Enttäuschung zu setzen. Da hilft dieses Projekt 100 Prozent.“

Thomas Wendland arbeitet als Sozialpädagoge in der Anlaufstelle ‚Freiräume‘. Er wird bei dem Werkstattgespräch am Montag, den 5. Dezember über seine Väter – Arbeit im Strafvollzug berichten und aufzeigen, was Kinder brauchen, deren Vater oder Mutter im Gefängnis sitzen oder gerade haftentlassen sind.

„Wir werden zwar unterstützt in dem, was wir machen. Aber es ist eben noch eine Menge Weg vor uns, um diesen Blick für die Familie wirklich ganz im Vollzug drin zu haben.“ Thomas Wendland

Hier können Sie sich zu dem Werkstattgespräch anmelden.

https://www.surveymonkey.de/r/LAG20221205

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Wie geht es Vätern, wenn das Baby zu früh auf die Welt kommt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Oktober 2018

Der Spiegel nimmt sich dieses bislang vernachlässigten Themas an und beschreibt, was Vätern und damit auch den frühgeborenen Kindern in dieser Situation hilft

Trinkt es, wächst es – überlebt es? Nach einer Frühgeburt kümmern sich alle erst mal um Baby und Mutter. Doch auch der Vater muss eine neue Rolle ausfüllen. Manche fühlen sich überflüssig, andere überfordert.

Am 29. Januar 2015 wurde Benjamin Peters Tochter mit nur 320 Gramm geboren. Der damals 32-Jährige fühlte sich ohnmächtig, er wollte alles tun, damit seine Tochter überlebte – aber er konnte kaum helfen. Anfangs durfte er sie nicht einmal in den Arm nehmen, dazu war sie viel zu klein und zart.

Als Vater eines Frühchens hatte Peters eine besondere und oft schwierige Rolle. Mutter und Kind bekamen natürlich alle Aufmerksamkeit, er fühlte sich, als stünde er in der zweiten Reihe, mitunter wie ein Zuschauer. Gleichzeitig bewegten ihn die immer neuen Fragen und Probleme genauso stark wie seine Frau, er fürchtete ebenso wie sie um das Leben der Tochter.

Eva Vonderlin, Leiterin des Bereiches Kinder und Familien an der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg, kennt dieses Problem: “Der Vater ist nach dem modernen Rollenmodell ebenso Bezugsperson für das Kind wie die Mutter und möchte darüber hinaus emotionale Unterstützung für seine Partnerin bieten.” In der extremen Situation nach einer Frühgeburt wolle er dieser Rolle natürlich besonders gerecht werden. “Wenn das nicht gelingt, kann das zu einer Überforderung werden”, so Vonderlin.

Bei vielen Vätern wird der Druck während der Wochen und Monate nach einer Frühgeburt noch dadurch verschärft, dass der normale berufliche Alltag weiterläuft. “Es gibt Mutterschutz vor und nach der Geburt, aber keine ähnliche Schutzzeit für die Väter”, sagt Vonderlin. “Viele Männer müssen neben den Strapazen in der Klinik auch noch die Arbeit bewältigen.”

Austausch bei Facebook

Wenn sich alle vornehmlich um Mutter und Kind kümmern, braucht auch der Mann jemanden, mit dem er reden kann. Sebastian Behrens fehlte dieser Austausch. Erst zwei Jahre später wurde er auf einen Verein aufmerksam, in dem er sich mit Gleichgesinnten unterhalten konnte. Weil ihm das so gut tat, hat er eine Facebook-Gruppe gegründet. Obwohl erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufen, hat sie bereits mehr als 90 Mitglieder. Behrens sagt:

Eva Vonderlin empfiehlt, zusätzlich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: “In fast jeder neonatologischen Station in Deutschland gibt es auf Anfrage eine psychologische Beratung und einen Sozialdienst, der bei wichtigen Fragen hilft.” Dabei könne bei allen möglichen Themen Unterstützung empfohlen werden – für die Geschwisterbetreuung, für das Kochen in den ersten Wochen zu Hause, für die bürokratischen Anforderungen wie die Beantragung von Kindergeld.

“Wer Hilfe annimmt, hat mehr Zeit für die Familie”, so Vonderlin. “Und wenn es gar nicht mehr anders geht und man stark unter dem Stress leidet, muss man sich für ein paar Tage krank schreiben lassen.” Jeder müsse seine eigenen Grenzen kennenlernen.

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Papapool bündelt Angebote für Väter und Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Juni 2018

Dass Familie auch heute oft noch „ein Frauending” ist, Väter im Rahmen von Angeboten gar nicht angesprochen werden, das soll laut Ulrich Kuther von der Hessenstiftung „Familie hat Zukunft” künftig durch die Einführung der Internet-Plattform Papapool geändert werden. „Hier wollen wir Angebote für Väter und Kinder hessenweit bündeln”, erklärte er. Dazu zählten die Bereiche Vater-Bildung, Vater-Kind-Aktivitäten, Informationsveranstaltungen zu den unterschiedlichen Kindesaltern sowie Themen rund um Vaterschaft und Familienleben mit nützlichen Tipps und Hintergrund-Informationen. Der Startschuss für die Internet-Plattform fiel am Sonntag, bei dem durch die Hessenstiftung initiierten „Hessischen Vätertag”.

Die Intention von Papapool zielt nach Angaben der Organisatoren vor allem darauf ab, Vätern mehr Möglichkeiten zu bieten, in Kontakt mit ihren Kindern zu kommen. Dabei ist es egal, ob die Väter Teil eines Elternpaars oder alleinerziehend sind.

Kuther betonte, es sei wichtig für Väter, ihre Kinder zu unterstützen und Dinge mit ihnen gemeinsam zu unternehmen. Reißer ist der Meinung, mögliche Termine mithilfe von Papapool künftig direkt angezeigt zu bekommen, sei gerade für Väter hilfreich, denen aus verschiedenen Gründen die Zeit fehle. „Das gab es vor 20 Jahren noch nicht”, resümierte er.

Papaseiten

Die neue Internet-Plattform startete zeitgleich auch in Dresden. Getragen wird Papapool von Papaseiten im VSP Dresden – finanziert mit Mitteln der Landesdirektion Sachsen des Ministeriums für Gleichstellung und Integration und der Hessenstiftung.

Das sächsische und das hessische Angebot machten im Konzept von Papapool den Anfang der bundesweiten Plattform, die nun nach und nach weitere Regionen erschließen werde, so die Initiatoren. Die Hessenstiftung als Regional-Administratorin für Hessen ruft weitere Einrichtungen, Vereine und Verbände auf, sich mit ihren väterspezifischen Angeboten zu beteiligen.

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Ein Vatertag, der Kindern hilft

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Mai 2018

Die hessenstiftung – familie hat zukunft hat den „Hessischen Vätertag“ am 17. Juni unter das Motto „Angebote für Väter“ gestellt. Viele Einrichtungen und Organisationen haben die Zielgruppe der Väter neu in den Blick genommen. Schließlich weiß man inzwischen, welche tiefgreifende Bedeutung ein Vater für die emotionale und soziale Entwicklung des Kindes hat. Trotz dieser Erkenntnis zielen immer noch die meisten Programme für Eltern in der Regel vorrangig oder gar allein auf Mütter.

Der Geschäftsführer der Hessenstiftung Ulrich Kuther sagte dazu: „Die Väter frühzeitig in Bildung und Beratung, auch in die Frühen Hilfen einbinden, erschließt den Kindern eine weitere Ressource. Gezielte Väterarbeit ist ein wichtige Präventionsansatz für die Kinder. Teurer ist es immer, später die Schäden reparieren zu müssen, als früh deren Auftreten verhindert zu haben.“ Deswegen freue er sich auch, dass einige der Verantwortlichen für die Aktionen sich auch in den Reihen derer wiederfinden, die derzeit die Gründung einer Landesarbeitsgmeinschaft Väter vorantreiben.

Die zehn prämierten Aktionen stehen beispielhaft für Möglichkeiten, Väter gezielt anzusprechen und mit ihnen sinnvolle Aktivitäten für und mit den Kindern zu entwickeln. Im Mehrgenerationenhaus „Kinder im Zentrum Gallus“ wurden Väter eigens befragt, um Angebote an den Wünschen und Bedürfnissen der Papas zu orientieren. „Papa[plus]“ hat sich dort zum Ziel gesetzt, die Kind-Papa-Beziehung positiv zu begleiten. Dabei steht das plus zunächst einmal für die Kinder, aber auch für jede positive Motivierung eines glücklichen Zusammenlebens. Passend zur Fußball-WM heißt die Sport- und Spielaktion am Hessischen Vätertag „Der Ball ist rund – die Welt auch!“ Die Erfahrung von Spielregeln wird in einem anschließenden Erziehungsworkshop reflektiert und auf Erziehungsregeln übertragen.

Das Mütterzentrum Fulda macht schon viele Jahre regelmäßige Väterangebote. Der Vätertag wird 2018 genutzt, um eine Fotoaktion durchzuführen, in die auch die Festgäste zum 30jährigen Jubiläum eingebunden werden. Klassisches Naturerleben steht im Mittelpunkt die KiTa Wichtelburg in Burg-Hohenstein. In Weilburg gibt es eine inklusive Väteraktion.-Im Kindergarten der Lebenshilfe treffen sich Väter mit Kindern mit und ohne Behinderungen, um ein Hochbeet zu bauen und zu bepflanzen. Mobil zu Kindertagesstätten unterwegs ist seit einigen Jahren das feuerrote Papamobil der Evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck. Am Hessischen Vätertag machen sie Station in der katholischen KiTa in Sontra.

Wenn in den Städten jede zweite Ehe geschieden wird und davon Kinder zu Zigtausenden betroffen sind, ist entscheidend, dass eine den Kindern zugewandte Eltern- und Vaterschaft auch nach der Trennung aktiv gelebt werden kann. Hier ist ein wichtiger Förderpartner der Väteraufbruch für Kinder, der mit einer Aktion in Frankfurt dabei ist. Dass Vatersein manchmal auch unter erschwerten Bedingungen gelebt sein will, zeigt auch die Aktion der Justizvollzugsanstalt Weiterstadt. Ein „Familiennachmittag“ erlaubt es inhaftierten Vätern, eine verlängerte Besuchszeit mit ihren Kindern zu verbringen.

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Vatertag der Vielfalt in Köln

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. April 2018

VdV-Plakat

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‚Achtung – Väter – Los’ – Fortbildungen und interkulturelle Väterarbeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. März 2018

Das Projekt des Landes Niedersachsen „Achtung – Väter – Los” wird mit thematisch gezielten Angeboten zur Väterarbeit in 2018 neu aufgelegt. Durch Teamfortbildungen werden Fachkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren unterstützt, die Väterarbeit in ihrer Einrichtung konzeptionell verankern möchten. Unter dem Titel “Baba, Dad und Papa – vielfältige Begegnungen zwischen Vätern mit unterschiedlichen Wurzeln” können auch interkulturelle Väterabende als direkte Form der Väterarbeit im Rahmen des Projekts gebucht werden. “Achtung – Väter – Los” ist ein Projekt von mannigfaltig e.V. – Institut für Jungen -und Männerarbeit, und wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Die Angebote des Projekts “Achtung – Väter – Los”:

Baba, Dad und Papa – vielfältige Begegnungen zwischen Vätern mit unterschiedlichen Wurzeln

Immer wieder wird betont und beschrieben, dass Familien aus verschiedenen Heimatregionen dieser Welt unterschiedliche Vorstellungen haben. Ist das wirklich so? An einem Abend der Begegnung wird es um die Männer(welten), insbesondere um die der Väter gehen. Mit welchen Bildern von Väterlichkeit sind wir als jetzige Väter groß geworden? Was haben unsere Väter uns beigebracht, was haben sie uns vorgelebt? Was ist uns davon heute noch wichtig? Wie hat sich mein eigenes Vaterbild verändert? Welche Entscheidungen habe ich für mein Vater-Sein getroffen? Miteinander ins Gespräch kommen, sich annähern und Gemeinsamkeit entdecken, ist das Anliegen eines Väterabends im Projekt.

Fortbildungen für Teams oder Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Die Teamfortbildungen richten sich an Hebammen, Kita-Leiterinnen und -leiter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Tätige in Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen, Personalverantwortliche, Väterbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Kommunen, Schulen, Universitäten, Verbände, Vereine und Kirchen.

  • Wie wird meine Organisation, meine Einrichtung, meine Firma väterbewusster?
    Die Rolle des Mannes als Vater wird unterschätzt. In Bildungseinrichtungen und Firmen wird der Vater oft wenig wahrgenommen. Hier setzt die Fortbildung an: Es sollen die Lebenssituationen der Väter fokussiert und die besonderen Herausforderungen in speziellem Arbeitsumfeld thematisiert werden. Was macht Väter zu einer Zielgruppe? Was macht meine Einrichtung für Väter attraktiv? Was fehlt mir am Arbeitsplatz zu einer gelingenden Väterarbeit?
  • Wie kann ich Anliegen von Vätern konzeptionell verankern?
    Sie haben schon Ansätze von Väterarbeit, suchen aber noch ein geschlechterbezogenes Gesamtkonzept für ihre Einrichtung. Sie wünschen sich ein eigenständiges Profil und wollen es nach innen und außen kommunizieren. Die Fortbildung begleitet diesen Prozess und gibt neue Impulse für die konkrete Situation vor Ort.

Durchgeführt werden die Veranstaltungen von mannigfaltig e.V. – Institut für Jungen- und Männerarbeit. Bewerbungen müssen bis zum 6. April 2018 dort eingegangen sein. Auch nach dem ersten Bewerbungsschluss können noch Bewerbungen abgegeben werden, um weitere Angebote später zu realisieren.

Pro gebuchtem Angebot ist eine pauschale Kostenbeteiligung von 50 Euro bei bis zu drei Stunden und eine Kostenbeteiligung von 100 Euro bei mehr als drei Stunden zu zahlen. Im Rahmen des Projektes werden die Kosten für den Dozenten vom Projektträger übernommen. Die Einrichtung vor Ort ist verantwortlich für Raum, Material und Verpflegung.

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Web-App für Väterbildung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. Februar 2016

die hessenstiftung – familie hat zukunft ist Finalist bei der Google Impact Challenge Deutschland 2016 und könnte 10.000,- € erhalten zur Realisierung ihres Projekts Web-App für Väterbildung. Mit Hilfe aller, die bis zum 24.02.2016 für das Projekt der Hessenstiftung abstimmen, können wir eine Web-Lösung für ziel- und passgenaues Auffinden von Angeboten der Familienbildung anbieten, die auch zur Bewertung und Verbesserung der Angebote beitragen kann.

Die Web-App Väterbildung und Väterberatung der hessenstiftung soll Vätern und Anbietern von Väterkursen helfen. Anstatt einer Vielzahl von Programmheften unterschiedlicher Träger der Familienbildung soll die App eine orts- und zielgruppenspezifische Bündelung und Auswahl der Angebote zur Väterbildung und Väterberatung bieten. Den (werdenden) hessischen Vätern mit Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren soll damit eine Orientierung über die verschiedenen Möglichkeiten der Kompetenzerweiterung geboten werden.

Zu den Zielen der Web-App sagte der Geschäftsführer der hessenstiftung – familie hat zukunft Dr. Ulrich Kuther : „Wir wollen erreichen, dass in drei Jahren insgesamt mehr Männer die für sie passenden Väterkurse und Väterberatungen finden, besuchen und bewerten. Damit können die hessischen Träger und Anbieter von Väterkursen und Väterberatungen ihre Angebote besser an die Bedarfe der Väter anpassen und höhere Buchungszahlen ihrer Kurse und Beratungen mit geringerer Ausfallquote erreichen.“

Hier geht es zur Abstimmung.

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Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Februar 2016

Die pädagogischen Angebote für Väter mit Migrationshintergrund entwickeln sich in NRW bereits seit längerer Zeit sehr positiv: Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) NRW existiert seit 2008 die Arbeitsgruppe „Väter mit Migrationshintergrund“, die seit 2013 in einen „Facharbeitskreis für interkulturelle Väterarbeit NRW“ umgewandelt wurde. Die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) koordiniert den Facharbeitskreis seit 2014.

Obwohl sich ressourcenorientierte Väterangebote zunehmend etablieren, ist ihre Zahl noch gering. Bis zu einer flächendeckenden Versorgung mit fachlich guten Väterangeboten bleibt noch viel zu tun. Dennoch machen die Ergebnisse der Arbeit des Facharbeitskreises und die dokumentierten Beispiele guter Praxis deutlich, dass es gute Chancen für weitere Schritte der Professionalisierung und der nachhaltigen Sicherung dieses Handlungsfeldes gibt.

In dem Evaluationsprojekt „Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW“ untersuchte das ZfTI, inwiefern die beteiligten Väterprojekte ihre Ziele erreichen und wie die Ansätze weiter entwickelt werden können. Die Ergebnisse dieses Evaluationsprojektes werden im Rahmen eines Pressegespräches in Anwesenheit der Mitglieder des Facharbeitskreises für interkulturelle Väterarbeit in NRW vorgestellt.

Das Pressegespräch findet am Donnerstag, 11. Februar 2016, um 11:00 Uhr in den Räumlichkeiten des ZFTI in der Altendorfer Str. 3, 45127 Essen statt.

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Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in NRW gegründet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. Januar 2016

IMG_1607„Eine ressourcenorientierten Förderung von Vätern in Erziehung, Arbeitswelt, sozialem Engagement, Gesundheit und Bildung als unverzichtbare Voraussetzung für geschlechtergerechte Verhältnisse.“ Das ist ein Ziel der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Nordrhein Westfalen, die am 8. Januar von 35 Männer und Frauen aus 21 Organisationen in Düsseldorf gegründet wurde.

Hans-Georg Nelles (Väterexpertennetz Deutschland) als Vorsitzender, Stephan Buttgereit (Sozialdienst Katholischer Männer) als stellv. Vorsitzender sowie Erol Celik (Elternnetzwerk NRW), Jürgen Haas (Ev. Kirche von Westfalen) und Jürgen Kura (Väter in Köln) als Beisitzer bilden den Gründungsvorstand. Durch ihr Wirken möchte die LAGV die Akteure der Väterarbeit in NRW vernetzen und Männer ermutigen, ihre Rolle als fürsorgliche Väter wahrzunehmen und als positive Vorbilder und verlässliche Bezugspersonen für Jungen und Mädchen zur Verfügung zu stehen.

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