der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Vater bleiben' Kategorie

Familiengeschichte – Familiendramen!? Transgenerative Wirkungen von Familienkonflikten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. September 2019

Wieso hat dein Hans eigentlich rote Haare? Warum ist der Enkel wie sein Großvater schon jung an Krebs erkrankt? Über die genetischen Einflüsse, vor allem auf unsere Gesundheit, wird schon lange geforscht und es ist vieles bekannt. Transgenerative Effekte zeigen sich aber auch an anderer Stelle.

In unserer Zeit sind es die ‚Rosenkriege‘ nach Trennung und Scheidung mit anschließendem Kampf ums Kind, die das Leben vieler – in Loyalitätskonflikte verstrickter – Kinder durcheinanderbringen. Dabei ist nicht nur die akute Gesundheit der Kinder betroffen; Spätfolgen finden sich oft in ihren zukünftigen Familien wieder.

Doch eigentlich wollten sie es als Eltern in ihrer Familie besser machen, als es ihnen in ihrer Herkunftsfamilie vorgelebt wurde. Sie wollten sich gemeinsam um die Kinder kümmern. Vater und Mutter wollten die Fehler der eigenen Eltern vermeiden. Nach und nach schlichen sich immer mehr Konflikte ins Familienleben ein. Beginn eines oft unendlichen und zermürbenden Kampfes auf dem Rücken der betroffenen Kinder. Genau, wie sie es oft in ihrer eigenen Vergangenheit erlebt haben.

  • Warum zeigen sich Effekte von Familienkonflikten noch Generationen später?
  • Wie wirken Trennung und Scheidung der Eltern auf die zukünftigen Beziehungen ihrer Kinder?
  • Durch welche Interventionen (Mediation/Beratung/Therapie) können diese Einflüsse gemindert und der transgenerative Teufelskreis verlassen werden?
  • Welche Selbstheilungskräfte finden wir, damit es in der nächsten Generation „besser läuft“?
  • Welche politischen und rechtlichen Reformen sind notwendig, um die Familien zu unterstützen?

Diesen und weiteren Fragen wird am 9. Und 10. November beim Familienkongress 2019 des VAfK in Halle nachgegangen

Aus dem Programm

  • Auswirkungen von Krieg, NS-Vergangenheit und Vaterlosigkeit auf heutige Familien/Kinder. Prof. Dr. Angela MORÈ, Soziologisches Institut der Leibniz Universität Hannover
  • Was uns Genogramme von Trennungsfamilien verraten Dr. med. Eva KOPKA, Schussental-Klinik gGmbH, Aulendorf
  • Resilienz – Chancen trotz Aufwachsen in prekären Familienverhältnissen PD Dr. Katharina KLEES, Paar-, Sexual- und Traumatherapeutin, Aufwind-Institut Dannstadt

Workshops

  1. „Vaterlos“ – Meinen Vater habe ich nie kennengelernt 
  2. Genogramm Arbeit in der Beratung von Trennungsfamilien 
  3. Trotz Trennungsfamilie – gesund und glücklich aufwachsen. Was Trennungskinder von ihrer Familie brauchen!

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Der Geburtstag

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. September 2019

Der siebenjährige Lukas hat Geburtstag. Trotz angespannter Verhältnisse organisieren die getrennt lebenden Eltern Matthias und Anna eine große Kinderparty mit Pinata und Torte. Im Wohnzimmer toben die Kinder, in der Küche die Eltern: Der gestresste Matthias hat, mal wieder, das anstehende Vater-Sohn-Wochenende abgesagt und den versprochenen Zoobesuch verschoben.
Als die Party vorbei ist, folgt das nächste Problem: Der kleine Julius wird von seinen Eltern nicht abgeholt. Matthias will den fremden Jungen eigentlich nur loswerden, doch die Ereignisse überschlagen sich. Angetrieben von seinem erwachenden Beschützerinstinkt, übernimmt der Teilzeit-Papa Verantwortung für den hilflosen Julius und seine Augen öffnen sich schließlich auch für die Bedürfnisse seines eigenen Sohns.

Regisseur Carlos Morelli inszeniert in bestechenden Schwarz-Weiß-Bildern eine scheinbar alltägliche Familiensituation. Doch „Der Geburtstag“ enthält all das, was man von einem Kindergeburtstag am wenigsten erwartet: Unwetter, Streit und lange Gesichter. Nach seinem Langfilmdebüt „Mi Mundial“, in seiner Heimat Uruguay zweitgrößter nationaler Box-Office-Erfolg, liefert Morelli mit „Der Geburtstag“ einen originellen Film Noir über einen Teilzeit-Vater, der über Nacht erkennt, was wirklich wichtig ist.

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Steigende Zahl alleinerziehender Männer in Niedersachsen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Juli 2019

Im Jahr 2017 lebten in Niedersachsen 244.400 Alleinerziehende, wovon 202.800 bzw. 83,0 Prozent Frauen waren. Im Fünfjahreszeitraum erhöhte sich die Gesamtzahl um 3,6 Prozent. Dabei blieb die Zahl der Mütter fast konstant, die Zahl der alleinerziehenden Männer erhöhte sich dagegen um fast ein Viertel (7.900; 23,4 Prozent). Der Väteranteil vergrößerte sich damit um 2,7 Prozentpunkte auf 17,0 Prozent, wie der Bericht zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN 2019) zeigt.

Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern machten 2017 mit 144.800 Müttern und Vätern 59,2 Prozent an allen Alleinerziehenden aus. Sie sind in der Regel mit einem höheren Betreuungs-, Erziehungs- oder Pflegeaufwand konfrontiert als diejenigen mit erwachsenen Kindern. Fünf Jahre zuvor waren es noch mehr als zwei Drittel, ihre Zahl sank seitdem um 5,9 Prozent. Im Jahr 2017 lebten bei den alleinerziehenden Elternteilen insgesamt 208.000 Kinder, das war etwas weniger als jedes sechste Kind unter 18 Jahre (15,8 Prozent).

Unterschiede zu allen Alleinerziehenden zeigen sich in Bildung und Einkommen: Die Schulbildung und tendenziell auch die berufliche Qualifikation sind bei Alleinerziehenden minderjähriger Kinder etwas besser als bei den Alleinerziehenden mit erwachsenen Kindern. Dies ist insbesondere auf ihr niedrigeres Lebensalter in Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel, der Gleichstellung und der steigenden Höherqualifizierung zurückzuführen.

Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern mussten allerdings mit einem niedrigeren Nettoeinkommen auskommen als der Durchschnitt aller Alleinerziehenden. Während 38,7 Prozent der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern mit höchstens 1.500 Euro auskommen mussten, waren es bei den Alleinerziehenden insgesamt (nur) 29,1 Prozent. Bei den höheren Einkommen waren die Verhältnisse umgekehrt: 2.600 Euro und mehr hatte mehr als jede vierte aller alleinerziehenden Personen (27,8 Prozent) zur Verfügung, bei denen mit minderjährigen Kindern nur jede sechste (16,3 Prozent).

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Es geht um die Beseitigung von Nachteilen, für Väter und Mütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. März 2019

Mein Kommentar zu dem Vorschlag von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), das Unterhaltsrecht zu reformieren:

Die Möglichkeit von Frauen ein eigenes Konto zu führen und ohne Erlaubnis des Ehemanns eine berufliche Tätigkeit auszuüben, … – in den vergangenen Jahrzehnten hat es zahlreiche wichtige Anpassungen des Rechts an gesellschaftliche Wirklichkeiten gegeben. Die nun von der Familienministerin angekündigte Anpassung der im BGB formulierten Betreuungs- und Barunterhaltsverpflichtungen „Einer betreut – einer zahlt“ ist längst überfällig. Viele Väter übernehmen – auch nach einer Trennung – Betreuungsaufgaben und -leistungen, die bei der Festlegung des Barunterhalts bislang unberücksichtigt bleiben. Eine Änderung haben sowohl der Familiengerichtstag als auch der Deutsche Juristentag angemahnt.

Ich begrüße es, dass die Ministerin dieses heiße Thema nun aufgreift. Es geht meiner Meinung nicht darum, jemanden besser zu stellen, sondern um einen fairen Ausgleich der erbrachten Leistungen. Auch ist dies ist kein Sparmodell: zwei Kinderzimmer nach einer Trennung kosten mehr Geld als in einer gemeinsamen Wohnung. Neue Lebenswirklichkeiten brauchen passende Rahmenbedingungen wie zum Beispiel qualitativ hochwertige und wohnortnahe Kinderbetreuungsangebote und Anreize im Steuerrecht, die eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit unterstützen – von Anfang an.

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Redezeit – Getrennt leben, gemeinsam erziehen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. März 2019

Wenn sich Ehepaare trennen, droht Streit um die Kinder. Wer soll oder darf in Zukunft das Sorgerecht ausüben? In Deutschland ist das meist die Mutter. Doch das Familienmodell nachdem die Mutter zu Hause bleibt und sich um die Erziehung kümmert, während der Vater für den Unterhalt sorgt, ist überholt.

Wäre es nicht besser, beide Eltern könnten sich auch nach der Scheidung gleichberechtigt um die Kinder kümmern? Muss das Sorgerecht dafür reformiert werden? Hat sich der Alltag von Scheidungskindern verändert? Was ist für sie das Beste?

Am Donnerstag, 28. Februar 2019 begrüßte NDR Info Moderator Andreas Kuhnt folgende Gäste

Dr. Stefan Rücker
Diplom Psychologe, Leiter der Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“

Uwe Koch
Fachanwalt für Familienrecht und Mitglied bei Väter e.V.

Daniela Jaspers
stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V.

Die Sendung kann hier nachgehört werden.

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Eltern bleiben trotz Trennung – Fachtagung am 16. Januar in Düsseldorf

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. Dezember 2018

Immer mehr Eltern wünschen sich eine partnerschaftliche Aufteilung ihrer Erziehungsverantwortung – auch nach einer Trennung oder Scheidung. Den Kontakt mit beiden Elternteilen zu halten, sich nicht zwischen ihnen entscheiden zu müssen, das ist auch ein elementares Bedürfnis der Kinder.

Die Fachtagung, zu der Joachim Stamp, Familienminister in NRW einlädt, greift viele Fragestellungen rund um das Doppelresidenzmodell auf.

  • Welche Chancen bietet dieses Modell?
  • Welche Risiken bestehen?
  • Wie könnte eine mögliche Reform aussehen?

Dabei werden juristische und sozialwissenschaftliche Expertisen ebenso einbezogen wie die Perspektiven aus der Praxis.

aus dem Programm

09.00 Uhr Stehkaffee

09.30 Uhr Eröffnung und Einführung Staatssekretär Andreas Bothe MKFFI NRW

09.50 Uhr Überblick über bestehende rechtliche Grundlagen: Bürgerliches Recht Dr. iur. Oda Cordes Juristin, Autorin

10.30 Uhr Sozialrecht Dr. Wolfgang Conradis Rechtsanwalt, Fachanwalt für Sozialrecht, Autor

10.50 Uhr Aktuelle Forschung zum Wechselmodell Dr. Stefan Rücker Leiter der Forschungsgruppe PETRA, Leiter der Arbeitsgruppe Kindeswohl an der Universität Bremen

11.10 Uhr Kaffeepause

11.25 Uhr Erfahrungen in der Praxis: Interviewrunde

Dr. phil. Marc Serafin Jugendamtsleiter der Stadt Sankt Augustin Dr. Wolfgang Conradis Rechtsanwalt, Fachanwalt für Sozialrecht, Autor Cornelia Spachtholz Verband Berufstätiger Mütter e.V. (VBM) Nicola Stroop Verband alleinerziehender Mütter und Väter NRW Hans-Georg Nelles LAG Väterarbeit NRW, Düsseldorf

12.40 Uhr Mittagspause, Infomarkt mit Stand.Punkten

14.10 Uhr Videoimpuls

14.20 Uhr Gemeinsam getrennt erziehen – Eltern- und Kindesperspektive Brigitte Meyer-Wehage Direktorin des Amtsgerichts Brake Theodor Brocks Dipl. Sozialarbeiter und Gestalttherapeut

15.00 Uhr Prof. Dr. Jörg Maywald Geschäftsführer Deutsche Liga für das Kind Markus Witt Sprecher des Bündnisses doppelresidenz.org

15.40 Uhr Podium „Impulse für mögliche Reformansätze“ Regina Vogel MKFFI NRW Prof. Dr. Jörg Maywald Geschäftsführer Deutsche Liga für das Kind Prof. Dr. Hildegund Sünderhauf-Kravets Professorin für Recht an der Evangelischen FH Nürnberg Brigitte Meyer-Wehage Direktorin des Amtsgerichts Brake Dr. Katharina Klees Akademische Therapeutin, Dipl. Erziehungswissenschaftlerin

16.30 Uhr Abschluss

Moderation der Veranstaltung: Lena Reuter

Die Tagung findet am 16. Januar im Radisson Blu Scandinavia Hotel, in Düsseldorf Golzheim, statt. Anmelden können Sie sich bis zum 9. Januar 2019 verbindlich bei Herrn Laurenz Poll. Den Flyer können Sie hier herunterladen.

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Eltern bleiben trotz Trennung – Fachtagung zum Doppelresidenzmodell

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Dezember 2018

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen veranstaltet in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit am 16. Januar eine Fachtagung zum Doppelresidenzmodell: ‚Eltern bleiben trotz Trennung‘

Tagung 16.1.2019

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Väteraufbruch für Kinder wird 30

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Dezember 2018

Von Anfang an als Vater präsent und unersetzlich sein und nach einer Trennung auch bleiben. Dies war 1988 der Wunsch der ‚Gründerväter‘ des Vereins. Sie wollten nicht nur eine Randerscheinung oder ferne Erinnerung im Leben ihrer Kinder sein, wie damals häufig üblich. Seitdem hat sich vieles getan.

Am 5. November 1988 fanden sich in Köln eine Hand voll Väter zusammen, die vor allem einen Wunsch hatten: Vater sein und bleiben in einer Zeit, in der von einem gemeinsamen Sorgerecht nach einer Trennung nur geträumt werden konnte und auch das Umgangsrecht sich im besten Fall auf alle 14 Tage am Wochenende beschränkte. Das Familienrecht orientierte sich an tradierten Rollenmodellen: Als Vater hatte man hauptsächlich zu zahlen, betreuen und erziehen sollte die Mutter. Damit wollten sich die Gründungsväter des Vereins jedoch nicht zufriedengeben. Sie wussten, dass auch sie für ihre Kinder bedeutsam waren, und sie wollten weiterhin nach der Trennung ihre Vaterrolle in der Erziehung wahrnehmen. Die Gründung des Vereins Väteraufbruch für Kinder e.V. war damit beschlossene Sache.

Aus dieser Initiative ist mittlerweile der größte bundesweite Verein geworden, der auf ehrenamtlicher Basis Selbsthilfe und Beratung anbietet und sich dabei zunehmend nicht nur an Väter, sondern auch an Mütter und andere Mitbetroffene, Großeltern, neue Partner/innen wendet.

Schon früh engagierte sich der Verein auch gesellschaftlich und politisch. Die Bedeutung der Väter und die Forderung nach dem gemeinsamen Sorgerecht waren seit jeher wichtige Ansinnen, der Erhalt des Kontaktes zu beiden Eltern Grundgedanke der gemeinsamen Arbeit. „Unser Motto ‚Allen Kindern beide Eltern‘ ist uns dabei sowohl Ansporn als auch Verpflichtung“, verdeutlicht Uli Severin, Mitglied im Bundesvorstand des ‚Väteraufbruch für Kinder e.V.‘ das Motto des Vereins.

Heute hat sich die Situation der Väter im Vergleich zur Situation vor 30 Jahren deutlich verbessert. Während sich die Politik eher zögerlich verhielt, haben vor allem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Bundesverfassungsgericht, auch unter Mitwirkung unseres Vereins, dafür gesorgt, dass die gemeinsame elterliche Sorge und Betreuung nach einer Trennung zunehmend die Regel sind. Auch die Akzeptanz von sorgenden Vätern in der Familie gewinnt an Bedeutung, was sich an der sehr erfreulichen Entwicklung der Inanspruchnahme des Elterngeld Plus ablesen lässt.

Im Rahmen seiner Jubiläumsfeier am 8. Dezember werden im Maternushaus in Köln noch einmal die wichtigsten Stationen der Vereinsentwicklung vorgestellt und ein Einblick in die heutige Arbeit des Vereins gegeben.

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Jetzt auch in Augsburg – Papa-Laden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. November 2018

Für Mütter gibt es viele Möglichkeiten sich auszutauschen, Angebote für Väter sind da eher rar. Der Verein „Papagen“ in Augsburg bietet seit vier Jahren eine solche Anlaufstelle für Erziehungsfragen, rechtliche Probleme und gemeinsame Aktivitäten.

Krabbelkurse, Mama-Fit-Kurse oder Babyschwimmen – für Mütter gibt es viele Möglichkeiten, sich zu treffen und auszutauschen. Aber was ist mit den Vätern? Die sind zwar seit der Einführung der Elternzeit auch immer mehr gefragt, aber für sie gibt es viel weniger Angebote.

papagen

Austausch und Beratung

Das Modell „Papa“ hat in den letzten Jahren weitreichende Veränderungsprozesse durchlaufen: Väter gehen in Elternzeit, unterstützen ihre berufstätige Frau oder kommen auch vermehrt als alleinerziehender Papa klar. Das alles ist nicht immer einfach zu stemmen, sagt Helga Holland. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins „Papagen“ und war früher in der Beratungsarbeit tätig. Dort hat sie festgestellt, dass es nur wenig spezielle Beratungs- oder Hilfsangebote für Männer gibt.

Mit und ohne Kinder

Seit fast fünf Jahren bietet der Verein Aktivitäten, Austausch und Unterstützung für Väter in und um Augsburg. „Papagen“ will ein Angebot machen für Väter, die am Wochenende Spielgefährten für die Kinder suchen, die neu in der Stadt sind oder deren Bekannte keinen Nachwuchs haben. Neben Radltouren, Kanufahrten oder gemeinsamem Kochen gibt es für die Väter aber auch einen monatlichen Stammtisch.

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Das Recht des Kindes auf Familie nach Trennung der Eltern gewährleisten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. November 2018

Geteilte Elternschaft im Wechselmodell nach einer Trennung oder Scheidung, Kinderrechte und die Aufgabe der Staaten bei der Sicherstellung des Kindeswohls sind die zentralen Themen der 4. Internationalen Konferenz über geteilte Kinderbetreuung, die am 22. und 23. November 2018 unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates stattfindet.

Aufgrund der historisch niedrigen Heiratsraten, der verhältnismäßig hohen Zahl gescheiterter Ehen und Beziehungen sowie des Wandels des Wesens und der Definition der Familie ist die Debatte über geteilte Elternschaft besonders aktuell.

Die Konferenz wird hauptsächlich vom „Internationalen Rat für die Paritätische Doppelresidenz“ (ICSP) organisiert. Dem ICSP zufolge sind allein in Frankreich rund 200 000 Kinder pro Jahr von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, und 73 % der Kinder leben nach der Scheidung bei der Mutter und besuchen den Vater jedes zweite Wochenende. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass bei Kindern, die nach einer Trennung abwechselnd und zu annähernd gleichen Zeitanteilen bei beiden Elternteilen leben, ein besseres Wohlbefinden und eine bessere psychische Gesundheit zu beobachten sind als bei Kindern, welche die meiste Zeit oder ausschließlich bei einem Elternteil leben.

Die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, Gabriella Battani-Dragoni, erklärte in ihrer Eröffnungsrede: „Es herrscht eine offenkundige und zunehmende Übereinstimmung darüber, dass im Rahmen der Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen die geteilte Elternschaft nach dem Wechselmodell möglichst gefördert werden sollte.“

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