der VÄTER Blog

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26 Wochen Elternzeit für alle Väter und Mütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Februar 2017

Im April 2016 kündigte Etsy, eine internationale Handelsplattform für den Kauf und Verkauf von handgemachten Produkten, Vintage und Künstlerbedarf an, allen Beschäftigten, unabhängig von Geschlecht, Land, Wohnsitz oder Familienstand 26 Wochen bezahlte Elternzeit zu gewähren.

Nach neun Monaten wurde eine erste Bilanz gezogen: 48 Beschäftigte haben die Möglichkeit genutzt, jeweils zur Hälfte Männer und Frauen (der Frauenanteil bei Etsy beträgt 54%). Die Inanspruchnahme der Elternzeit hatte einen überwiegend positiven Einfluss auf die berufliche Entwicklung: 35% sind seit April 2016 befördert worden, von ihnen 41% auf das Level eines Direktors oder höher.

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Teilnehmende für Untersuchung zur ‚Väterzeit‘ gesucht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. Januar 2015

Teresa Heinze schreibt ihre Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie der RWTH Aachen. Sie möchte in ihrer Arbeit den Zusammenhang von Einstellungen zu Geschlechterrollen und der zur „Väterzeit“ untersuchen. Desweitern interessiert es sie, wie sich Frauen und Männer in diesen Einstellungen unterscheiden. Hierzu möchte sie Personen zu befragen, die sich schon mit dem Thema Elternzeit, insbesondere Väterzeit, auseinandersetzen mussten. Die Befragung nimmt circa 10-15 Minuten in Anspruch. Für Rückfragen steht Ihnen die Studierende gerne zur Verfügung

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Väter in der Schweiz – Alter 34, Rest unbekannt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Januar 2014

In dem aktuellen Newsletter äußert sich Markus Theunert, Präsident von männer.ch, über den Forschungsstand zu Vätern und zur Einführung einer Väterzeit in der Schweiz:

“29 Jahre alt war der Schweizer Durchschnittsvater im Jahr 1979 bei der Geburt seines ersten Kindes. Im Jahr 2012 ist er bereits 34 Jahre alt. Diese Information veröffentlichte das Bundesamt für Statistik (BfS) Anfang Dezember.

Dass Männer in der Schweiz immer länger warten bis zur Vaterschaft erstaunt kaum. Dass das BfS diese Daten im Jahr 2013 zum ersten Mal veröffentlich umso mehr. Nicht nur die späte Erhebung dieser Daten spricht Bände – auch die Art der Datenerhebung ist skandalös: Die Daten gelten nur für die Gruppe der verheirateten Väter. Über die ledigen Väter gibt es keine Angaben.

Das heißt: Die Schweiz ist ein echtes Entwicklungsland, was das Wissen über die Väter angeht.

  • Wie viele Väter gibt es insgesamt im Land?
  • Wie viele Kinder hat der durchschnittliche Vater?
  • Wie viele Männer haben Kinder mit verschiedenen Frauen?
  • Wie groß ist der Abstand zwischen Erst- und Zweitgeborenem?

All das wissen wir nicht. Entsprechend lausig sind vertiefende qualitative Fragen untersucht, beispielsweise jene nach den Gründen für oder gegen eine Vaterschaft.

männer.ch wird sich der Frage annehmen, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Und hoffen, dass der Bund zumindest in dieser Frage etwas Sensibilität für Väter zeigt. Die bundesrätliche Position in Sachen Vaterschaftsurlaub lässt allerdings wenig Gutes hoffen: Obwohl die Regierung in ihrem Bericht Ende Oktober acht spannende Varianten für Vaterschaftsurlaub und Elternzeit aufzeigt, will sie keine einzige davon weiter verfolgen.

Der Bundesrat, so lässt er verlauten, sei der Ansicht, dass die Einführung eines Vaterschafts- oder Elternurlaubs zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht erste Priorität hat. Für uns schon.”

Ich bin mir nicht sicher, ob die aufgeworfenen Fragen für Väter in Deutschland zu beantworten sind.

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Familienzeit für Väter gilt (nicht) als Karriere-Knick

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. April 2011

Riskiert ein Schweizer seine berufliche Karriere, wenn er zugunsten seines Kindes das Arbeitspensum reduziert? Angesichts der lebhaften öffentlichen Diskussion von Vaterschaftsurlaub und Elternzeit wollte es das Magazin Reader’s Digest genau wissen und beauftragte das Meinungsforschungsinstitut Isopublic. Das Ergebnis: Mit 52,6 % glaubt mehr als die Hälfte der Befragten nicht, dass eine Auszeit für die Familie das berufliche Weiterkommen gefährde. 41,8 % haben diese Befürchtung schon.

Beträchtlich fallen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern aus: Während 46,4 % der befragten Männer die Baby-Pause als ein berufliches Risiko einschätzen, sind nur 37,3 % der befragten Frauen dieser Ansicht. Vielmehr sind 57,1 % der Frauen der Überzeugung, die Entscheidung, für den Nachwuchs da zu sein, stelle keine Gefahr für die Karriere des Mannes dar; bei den Herren glauben das zumindest 48 %.

Deutlich auseinander driften die Meinungen zwischen Deutschschweizern und Westschweizern: 51,7 % der Romands sind der Meinung, ein Mann riskiere seine berufliche Karriere, wenn er eine Baby-Pause einlegt. 44,9 % sehen darin keine Probleme. In der Deutschschweiz sind mit 55,1 % mehr als die Hälfte der Befragten so zuversichtlich. Nur 38,6 % hätten Angst um ihren Job. Weiterlesen »

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VäterZeit an der Heinrich-Heine Universität

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. April 2011

Wie lässt sich Familie mit beruflichen Zielen vereinbaren? Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels beschäftigen sich nicht nur ExpertInnen in Medien und Politik immer stärker mit dieser Frage. In den meisten Fällen wird dabei allerdings erklärt, wie Mütter die Doppelbelastung zwischen Kindern und Karriere bewältigen können.

An der Heinrich-Heine-Uni (HHU) stehen jedoch auch Väter im Fokus. Das Projekt ‚VäterZeit’ ist ein Angebot an Studierende und alle Angehörigen der Uni, die in ihrer Vaterrolle ebenso aktiv sein wollen wie an der Hochschule.

Schwerpunkt der Initiative ist ein umfassendes Beratungsangebot für alle Lebenslagen. Werdende Väter bekommen von Fachkräften Hilfestellung bei der Familienplanung, Väter, die in Trennung und Scheidung leben, beispielsweise Informationen zum Sorgerecht. “Beim Thema Kinderbetreuung und Elterngeld ist der Beratungsbedarf derzeit am größten”, sagt Stefan Pischke, Diplom-Pädagoge und Projektleiter von “Väterzeit”.

Die HHU reagiert mit ihrem Projekt auf einen gesellschaftlichen Trend. “Väter wollen heute nicht mehr ausschließlich Ernährer sein”, beobachtet Pischke. “Stattdessen wird es ihnen immer wichtiger, an der Entwicklung ihres Kindes teilzuhaben.” Um das zu unterstützen, bieten die Pädagogen neben der Beratung vielfältige Aktivitäten an, bei denen Kinder mit ihren Vätern gemeinsam kochen und klettern oder auch die Welt der Wissenschaften entdecken können. “Väter gehen anders mit ihren Kindern um als Mütter”, sagt der Sozialpädagoge. Sie seien auch dafür da, mit ihrem Nachwuchs Abenteuer zu erleben. Pischke: “Normalerweise kommt das in der Erziehung zu kurz.”

Am kommenden Samstag, den 30 April, findet die Veranstaltung ‚EntdeckerZeit’ statt, eine Entdeckungsreise in die Welt der Sinne.

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Nach einem Jahr Väterzeit war der Job weg

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Oktober 2010

Das Familienministerium wirbt nach wie vor dafür, dass auch Männer in Elternzeit gehen. Schlechte Beispiele wie dies, heute von der ‚Bild’ dokumentierte, wirken da eher demotivierend.

Jens L. (43) wollte ein besonders guter Vater sein und kümmerte sich ein Jahr lang seine beiden Kinder. Als er nach der Elternzeit an seinen Arbeitsplatz beim Computerriesen Dell in Halle zurückkehrte, war sein Job war nicht mehr da. Jens L. „Ich kam am 1. September ins Büro. Da saß plötzlich ein Neuer. Er hatte gerade seinen ersten Tag bei uns.“

Jens L. fragte beim Chef nach. „Mir wurde gesagt, man habe ja nicht so lange auf mich warten können. Ich sollte eine andere Position mit 20 Prozent weniger Gehalt und ohne Personalverantwortung übernehmen. Mit dem Betriebsrat sei schon alles abgesprochen. Eine Frechheit!“ Der Diplom-Ingenieur war bis zur Elternzeit Teamleiter, hatte beste Noten in einem firmeninternen Bewertungssystem erhalten. Er verklagte Dell, diese Woche soll das Arbeitsgericht entscheiden.

„Ich wollte mir das einfach nicht gefallen lassen. In meinem Team habe ich werdende Väter immer ermuntert, Elternzeit zu nehmen. Von mehreren Frauen im Unternehmen weiß ich aber auch, dass sie nach der Elternzeit nicht ihre alten Arbeitsstellen zurückbekommen haben …“ Bereut hat der Doppelpapa seine Entscheidung trotzdem nie. Weiterlesen »

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Besonders viele Väter in Elternzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. September 2010

… gibt es im Donau-Ries-Kreis. Der Landkreis liegt bayernweit an der Spitze. Im Bundesvergleich liegt der Landkreis Donau-Ries auf Platz drei. Laut Bundesamt hat er bei den Vätern, die im Zeitraum von Januar 2008 bis März 2010 Elternzeit beziehungsweise Elterngeld beanspruchten, einen Anteil von 34,7 Prozent.

Landrat Rößle: „Dass die Zahl der Väter, die aufgrund ihres neugeborenen Kindes Elternzeit in Anspruch nehmen, in unserem Landkreis bayernweit am höchsten ist, ist ein Hinweis dafür, dass der Landkreis Donau-Ries dem bundesweiten Trend hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereits einen Schritt voraus ist. Dies unterstreicht auch die kürzlich veröffentlichte Nachricht, dass unser Landkreis entgegen der allgemeinen rückläufigen Entwicklung einen Geburtenzuwachs verzeichnen kann.“

Der Landkreis dürfe sich nun zwar nicht zurücklehnen und müsse auch weiterhin offensive Familienpolitik betreiben: „Im Hinblick auf das bisher Erreichte dürfen die politisch Verantwortlichen im Kreis aber durchaus auch ein klein wenig stolz sein.“

Vorbilder wirken: Bekanntlich ist Rößle mit gutem Beispiel vorausgegangen und hat selbst schon zwei Monate Elternzeit genommen.

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In meiner ‚neuen Tätigkeit’ bewege ich mich jetzt überwiegend unter Frauen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. September 2010

Das Thema soziale Kontakte und drohende Vereinsamung ist für viele Väter ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung über die Dauer der Elternzeit. Viele Kontakte und Netzwerke sind über den Beruf geprägt und bei einer längeren Abwesenheit vom Job sehen sich viele Väter abgehängt. Tagsüber sind die ehemaligen Kumpels kaum für längere Gespräche erreichbar.

Vaeter-nrw hat mit einem Vater gesprochen, der im Februar für 2,5 Jahre in die Elternzeit gegangen ist:

‚ … vaeter-nrw.de: Haben sich durch die Elternzeit neue soziale Kontakt entwickelt?

Volker Reimann: Teilweise schon. Ich führe jetzt weiter, was meine Frau in ihrer Elternzeit mit unserer Tochter begonnen hat. Zum Beispiel gehe ich regelmäßig zu einem Babykurs und treffe mich mit einer Kollegin meiner Frau, die zur etwa gleichen Zeit ein Kind bekommen hat. Dort hat unsere Tochter Kontakt zu Gleichaltrigen. Bis vor kurzem traf ich mich auch einmal in der Woche mit einem anderen Vater in Elternzeit. Wir haben beim gemeinsamen Frühstück Erfahrungen ausgetauscht und sind dann mit den Kindern auf einen der umliegenden Spielplätze gegangen.

Doch dieser Vater ist inzwischen wieder an seinem Arbeitsplatz. Mir ist es nicht so wichtig, ob ich mich mit einem Mann oder einer Frau austausche. Es kommt immer auf den einzelnen Menschen an und ob der mir liegt. Außerdem ist meine Zeit ja begrenzt, denn auch Einkäufe und Hausarbeiten nehmen eine gewisse Zeit in Anspruch.’

Das ganze Interview können Sie hier lesen.

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Im Niemandsland zwischen Väterzeit und der Welt danach

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. September 2010

In den vergangenen Jahren habe ich an dieser Stelle regelmäßig Nathan Hegedus aus deinem Blog Daddyland zitiert. Dort hat er die Erlebnisse seiner mehrjährige Elternzeit und die schwedische Väterpolitik aufgearbeitet.

Heute ist für ihn eine neue Zeitrechnung angebrochen, mit dem Kauf einer neuen Monatskarte für die U-Bahn hat er Daddyland verlassen. In seinem gestrigen Blogbeitrag beschreibt er seine Schwierigkeiten beim Einchecken in die Arbeitswelt.

‚Tomorrow I leave Daddyland.  The border check will be when I buy my monthly subway pass, I suppose.  For now, I am in a kind of no-man’s land – two days of alone time, waiting around for any emergency calls from my son’s daycare.

… But I’m not cleaning because two days of silence is to be treasured.  I had plans but instead I have just laid in bed, not depressed, but reveling in it.  The silence was stressful, actually, my head spinning in the sudden freedom of my thoughts, uninterrupted by a toddler holding a book or a preschooler wanting to play “dead fish” (that game is way cooler than it sounds, a NK original).

I’ll actually have more personal space when I leave Daddyland.  But somehow in the chaos of my 18 months here (between two kids over three years) I’ve come to a sort of spiritual peace, I’ve prioritized my life in a way that soothes me, not producing anxiety or doubt, I’m fascinated by the whole idea of redefining masculinity and fatherhood, and I started really writing again. …’

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Stay At Home Dads – der Film

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Mai 2010

Nicht nur in Deutschland geht die leise Revolution, die Veränderung des Verhaltens von Vätern weiter:

The Dad Revolution is a straight forward look at what it’s like to be a man at home, taking care of his children in the 21st century. Along the way, you will be introduced to the reasons why men become stay at home dads, our thoughts and feelings on daycare centers, male/female stereotypes, cherised moments with raising children, pet peeves and many more; made specially for fellow stay at home dads in mind.

The production of the film began in late October, 2009 and was completed in May, 2010.  While the film has had it’s “premiere” on Facebook, the film will be released online on Archive.org by July 2010.  The film will also be available for a free download on the same site and DVD prints will be made, free of charge, upon request.

The director Mike Denning is a 27 year old stay at home dad who has been home with his two children for the last two years. A former underground pin-up illustrator, writer and long time aspiring filmmaker, Mike decided to make this film after feeling that what few online documentaries on the subject did not give the entire story of what it’s like to be a stay at home dad. “The few things I’ve seen didn’t go into all the details and presented eveything in this warm, overly-sentimental, Oprah Winfrey melodramatic like manner. I felt there needed to be somthing that was more subjective and more in-depth, but also something that would also be a guy’s kind of movie without the goofy Hollywood explosions and bogus male machismo.” This is Mike’s first film, aside from re-editing his wife’s old family videos and is already considering making a follow-up film.

Alle Informationen und Neuigkeiten zu dem Projekt gibt es auch bei Facebook. Der Film ist insbesondere für Väter interessant, die mit dem Gedanken spielen, länger als 2 Monate Elternzeit zu nehmen, aber alle anderen dürfen ihn natürlich auch sehen.

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