der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Zukunft' Kategorie

Neue Impulse zur Vaterschaft – Onlinekongress Väter 2018

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Juni 2018

Wer nach Anregungen zum Thema „Vater-Sein“ sucht, kann sich den Onlinekongress der Väter gGmbH vormerken. Mehr als 30 namhafte Experten aus Forschung und Praxis wollen Mitte September neue Sichtweisen und eine große Bandbreite an Väter-Wissen per Podcasts vermitteln.

Unter dem Schlagwort „Väter 2018“ werden Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in Podcasts ihre Meinungen und Erfahrungen vorstellen. Zu den Vortragenden zählen zum Beispiel der Gehirnforscher Dr. Gerald Hüther, der Bildungs- und Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Wassilios E. Fthenakis, die Pädagogen Jesper Juul und Remo Largo sowie Väterexperten wie der Autor und Psychologe Björn Süfke und Marco Krahl, Chefredakteur der Zeitschrift „Men‘s Health Dad“.

Eine Anmeldung ist jetzt schon möglich; weitere Informationen zu Programm, Termin und Ablauf des Online-Kongresses erhalten Interessierte nach ihrer Registrierung per E-Mail. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Ein Plädoyer für die 20-Stunden-Woche

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Mai 2018

blühende Technik… hat Teresa Buecker auf der diesjährigen Blogfamilia am 5. Mai in Berlin gehalten. Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Perspektiven von jüngeren Vätern und Müttern, insbesondere von denen, die marginalisierten Gruppen angehören, im politischen und gesellschaftlichen Diskurs fehlen, denn sobald man für Familienmitglieder sorgt, bleibt weniger Zeit für den Austausch mit anderen.

Darauf haben bereits 1986 Harald Seehausen und Ernest Jouhy in ihrer Schrift ‚Blühende Technik – welkende Seelen‘ hingewiesen, in der sie die Auswirkungen des technisch sozialen Wandels auf die Lebenswelt von Eltern und Kindern hingewiesen haben und eine bezahlte Freistellung von Vätern und Müttern zum Beispiel für die Tätigkeit als Elternbeiräte in Kitas gefordert haben.

Buecker greift die Gedanken von Seehausen und Jouhy auf, dass Menschen als Ausgleich für die ‚tiefgreifende Entwertung, Entfremdung und psychischen Belastungen‘ durch Arbeit ‚neue Formen der Selbstverwirklichung wie des sozialen Netzes von Beziehungen‘ brauchen:

‚Eine meiner politischen Botschaften ist also, dass wenn wir nicht bald damit beginnen, alle weniger zu arbeiten – Menschen ohne Kinder profitieren auch davon, die brennen oft auch ohne Kinder aus und haben wenig Zeit für andere sinnvolle oder schlicht wohltuende Dinge – dann hat es langfristige und schädliche Folgen für unsere Gesellschaft. Es ist nur unter sehr hohen Kosten machbar.

Auf der Strecke bleiben wir selbst als Menschen, und obwohl wir unsere Arbeit gern machen und unsere Kinder (oder pflegebedürftigen Eltern) gute Betreuung haben, leiden wir, uns fehlt die Zeit. Partnerschaften leiden und zerbrechen – ganz oft auch, weil die gesellschaftlichen Strukturen diese Partnerschaften nicht tragen können. Natürlich müssen auch endlich die Rahmenbedingungen für Alleinerziehende, Getrennt-Erziehende und Solo-Eltern besser werden, aber viele Beziehungen hätten nicht zerbrechen müssen, wenn wir endlich die Bedingungen schaffen, in denen die Menschlichkeit und emotionalen und körperlichen Bedürfnisse wieder wichtiger sind, als Produktionskraft zu sein.

Wir müssen arbeiten und von diesem Einkommen gut leben können, ohne dass ständig alles zu viel ist, ohne dass wir gesundheitliche und seelische Grenzen überschreiten. Man kann es nicht schönreden, so, wie viele von uns leben und leben müssen, ist krank. Es macht krank. …‘

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Vereinbarkeit – erst simulieren, dann leben

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. März 2018

Alle reden von der Work-Life-Balance. Und viele bleiben auf der Suche nach dem Gleichgewicht, nach der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, doch erfolglos. Den Begriff Work-Life-Balance hält der Arbeitssoziologe Stefan Paulus allerdings für einen schwammigen Begriff. Der suggeriere, dass Arbeit nur Erwerbsarbeit sei, nur Job, und dass im wahren Leben gar keine Arbeit stattfände. ‚Das ist ein Unsinn. Kinderbetreuung, Pflege der Angehörigen, sich generell um Menschen und sich selber zu kümmern, ist auch Arbeit. Wir nennen es Sorgearbeit‘, sagt Paulus.

Das alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht. Vor allem junge Väter haben Mühe mit der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben. Und auch viele alleinerziehende Mütter landen in einem Burn-out, auch weil ihnen schlicht ein Partner fehlt, der zum Einkommen beiträgt. Gequält werden zudem viele wegen der dauernden Erreichbarkeit. «In einem Forschungsprojekt haben wir das Switchen genannt. Dieses ewige Hin und Her im Kopf. Laufend werden uns Informationen zugetragen, die wir verarbeiten müssen. Die Erreichbarkeit zwingt uns, dauernd zwischen verschiedenen Kontexten hin und her zu switchen. Das führe oft in Handlungswidersprüche. Ein Vater will einerseits ein guter Mitarbeiter sein, andererseits aber auch ein fürsorglicher Vater, der seine Kinder aufwachsen sieht.

‚Insbesondere Väter haben Mühe, über ihre ­Vereinbarkeit zu sprechen‘, sagt Paulus. Schwierig machen es ihnen Rollenbilder, in denen es besser ist, von einem Marathonlauf zu erzählen als vom Besuch des Kasperli-Theaters mit seinen Kindern. Nur kein Softie sein und als halber Mann zu gelten.

Für Paulus ist nicht nur die ständige Erreichbarkeit, sondern auch die Beschleunigung ein Problem. ‚Wir müssen immer mehr leisten innert kürzerer Zeit. Das führt zu einer Dynamik, die nicht mehr zu steuern ist. Die einen schaffen es, die Notbremse für sich zu ziehen, die anderen fallen in ein Burn-out‘, sagt Paulus.

Soziologen der Fachhochschule St. Gallen um Stefan Paulus haben deshalb einen Vereinbarkeits-Simulator entwickelt. Mit dem Vereinbarkeits – Simulator soll der Nutzer erkennen, was seine Belastungen und Wünsche sind. Der Simulator zeigt den Nutzern Konflikte, Unzufriedenheiten und messbare Belastungen, vor allem Zeitbelastungen. Anschließend schlägt der Simulator einen Plan vor, wie man vom Ist-Zustand zu einem erwünschten Soll-Zustand kommen kann.

Die Nutzer zeigen den Plan zuerst ihrer Familie, um dort eine Vereinbarung zu treffen. Danach ist der Zeitpunkt gekommen, um mit dem Chef darüber zu reden. Vielleicht um ein neues Arbeitsorganisationsmodell zu gestalten. Sollte weder mit der Familie noch mit den Vorgesetzten eine Einigung erzielt werden, kann der Nutzer damit noch einmal den Simulator füttern und einen erneuten Versuch machen.

Ein Gleichgewicht kann laut Paulus nur hergestellt werden, wenn man das Leben mit Erwerbsarbeit und Privatem als Ganzes betrachte.

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Was begeistert Sie an Ihrer Vaterschaft?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Februar 2017

Was bedeutet Ihnen Vaterschaft, was ist Ihnen wichtig und wo sehen Sie die größten Herausforderungen? Was können Sie besonders gut und wo lassen Sie sich nicht reinreden? Bloggen und posten Sie Ihre Erfahrungen unter #WasDuDrausMachst. Bei der Blog-Parade geht es darum, dass Sie einen Blog- oder Facebook-Artikel schreiben, in dem es um Ihre persönliche Vaterschaft geht. Auch Mütter sind herzlich eingeladen, an der Blog-Parade teilzunehmen.

Wie lange läuft die Blog-Parade?

Die Blog-Parade startete am 14.02.2017 und läuft 21 Tage. In diesem Zeitraum kann jeder bzw. jede an der Blog-Parade teilnehmen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

Wie funktioniert die Teilnahme?

  1. Sie schreiben einen Blog-Artikel oder Facebook-Post zu dem oben genannten Thema.
  2. Bitte nutzen Sie den Hashtag #WasDuDrausMachst.
  3. Sie weisen im Artikel auf die Blog-Parade hin und setzen einen Link auf diese Seite und/oder auf die Facebook-Seite von vaeter.nrw
  4. Wir verlinken Ihre Beiträge im Rahmen unseres Blog-Beitrags von Janni Orfanidis

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Dead Man Working – Die schöne neue Welt der toten Arbeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. März 2013

Dead Man WalkingDer Kapitalismus wird immer seltsamer. Während das ‚Zeitalter der Arbeit‘ zu Ende geht, wird die Arbeit immer präsenter – wir leben in einer Arbeitsgesellschaft, der sich niemand entziehen kann. Der Arbeiter heute fühlt sich leer und tot.

Das Buch ‘Dead Man Working‘ von Carl Cederström und Peter Flemmingerzählt die Geschichte des toten Menschen, von den erniedrigenden ‚Teambildungsübungen‘ und den peinlichen Begegnungen mit dem hippen Boss, der vorgibt, den Kapitalismus zu hassen, und seine Untergebenen auffordert, ‚authentisch‘ zu sein.

In dieser Gesellschaft wird Arbeit als lebendiger Tod erfahren. Und doch ist der ‚Dead Man Working‘ gezwungen, ein nettes Lächeln aufzusetzen, Begeisterung vorzutäuschen und zwischendurch einen faden Witz zu machen. Wenn die Unternehmen das Leben bis in unsere Träume hinein kolonisiert haben, dann wird die Frage nach dem Entkommen umso drängender

Ein ganz anderes Szenario entwickelt das Fraunhofer Institut in seinem Projekt ‚Office 21’bei dem unter anderem im Rahmen einer Delphi-Studie, mehr als 130 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu 48 Schlüsselthesen über die Zukunft der Arbeit befragt wurden.

Darunter finden sich Thesen zur Vereinbarkeit und zur Life-Balance genauso wie zu technologischen und organisatorischen Entwicklungen und zu globalen Megatrends. Eine Kernaussage dieser Szenariostudie lautet:

Die Integration von Arbeit und Freizeit wird sich weiter verbreiten, Personen und Geräte werden sich umfassend vernetzen, Büroarbeit wird sich individueller organisieren und gestalten lassen.

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Die Zukunft mit Kindern neu denken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. Oktober 2012

Mythen und Legenden rund um die Themen Geburtenraten und Fruchtbarkeit haben ausgedient: Die interdisziplinäre Akademiengruppe „Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung“ hat ihre Ergebnisse veröffentlicht. Im demografischen Wandel stellt sich die Frage nach einer Zukunft mit Kindern dringlich – aber die Wissenschaft hält nicht die Zahl der Kinder, sondern die Lebensqualität von Kindern, Vätern und Müttern für entscheidend.

Dies ist das Ergebnis einer fundierten Analyse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die Empfehlungen der Wissenschaftler zeigen auf, was sich in unserer Gesellschaft ändern muss, damit Eltern und Kinder sich wohl fühlen – heute und zukünftig.

Warum entscheiden sich Menschen für Kinder? Und warum erfüllen sich nicht alle ihren Kinderwunsch? Fragen wie diese hat die fachübergreifende Akademiengruppe „Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung“ systematisch untersucht. Dabei ging sie auch Mythen nach, die in der Öffentlichkeit kursieren, z. B.:

  • „Niedrige Geburtenraten sind eine Folge weiblicher Erwerbstätigkeit.“
  • „Bis Anfang/Mitte vierzig können Frauen problemlos schwanger werden.“
  • “Die Samenqualität des Mannes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verschlechtert.“

Solchen nicht belegbaren Aussagen stellt die nun publizierte Studie „Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung“ wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse gegenüber. Zugleich geben die international hochrangigen Experten unserer Gesellschaft und politischen Entscheidungs-trägern Empfehlungen an die Hand, wie das Wohlbefinden von Eltern und Kindern gesteigert und gesichert werden kann.

Wie sieht ein familienfreundlicher Alltag aus? Wie können Fürsorge-, Bildungs- und Erwerbszeiten innerhalb des Lebenslaufs auf neue Weise kombiniert werden? Mit innovativen Modellen zur Zeit-, Geld- und Infrastrukturpolitik setzt „Zukunft mit Kindern“ wichtige Impulse, wie insbesondere die Arbeitswelt verändert werden kann, um das Leben von und mit Kindern positiv zu gestalten. Dazu gehört zum Beispiel

  • Familienzeit in Gestalt eines Familienzeitkredits über den ganzen Lebenslauf hinweg abzusichern;
  • eine Kindergrundsicherung zu gewähren, die transparent, unbürokratisch und verlässlich ist;
  • ein Familien-Mainstreaming einzuführen, d. h. gesetzliche Vorhaben sowie öffentliche Aufträge dem Grundsatz anzupassen, das Wohlbefinden von Kindern und Eltern zu fördern.

Die Broschüre ‚ZUKUNFT MIT KINDERN, Mythen, Kernaussagen und Empfehlungen zu Fertilität und gesellschaftlicher Entwicklung‘ kann hier kostenfrei als pdf Datei heruntergeladen werden.

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Zukunftsängste von Vätern und Müttern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. September 2012

Kinder zu haben ist für viele das größte Glück. Doch mit dem Nachwuchs beginnen auch schon die kleineren und größeren Sorgen: Sind die Kleinen gesund? Macht man bei der Erziehung alles richtig? Sind die Kinder allen gesellschaftlichen Herausforderungen gewachsen, die später einmal auf sie zukommen?

Das Apothekenmagazin “Baby und Familie” hat anlässlich seines 50. Geburtstags 524 Mütter und Väter in Deutschland von der GfK Marktforschung zu ihren größten Zukunftsängsten im Hinblick auf ihre Kinder befragen lassen. Das Ergebnis: Väter und Mütter fürchten sich am meisten davor, dass ihre Söhne oder Töchter Opfer von Kriminalität beziehungsweise von körperlicher oder sexueller Gewalt werden könnten (56,2 %).

Nahezu ebenso groß (54,0 %) ist die Angst, die Kinder könnten bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt werden. Für jeden Zweiten (48,0 %) zählt eine unheilbare Krankheit zu den größten Bedrohungen ihrer Kinder. Gut ein Drittel nannte auch die drohende Umweltzerstörung (36,3 %), eine spätere Arbeitslosigkeit der Kinder (36,2 %) sowie wirtschaftliche Notlagen (35,1 %). Drei von Zehn (28,4 %) fürchten, die Kinder könnten psychische Probleme bekommen, weil sie z. B. dem Leistungsdruck der Gesellschaft einfach nicht standhalten können.

Nur jeder Neunte ist relativ gelassen: 11,1 % der Mütter und Väter sagen, sie machten sich wegen keinem der aufgeführten Punkte Sorgen.

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Väter sind wichtig dafür, dass Mädchen sich für Technik interessieren

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Juli 2012

Hans-Jürgen von Wensierski, Professor am Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpolitik der Universität Rostock, leitet eine Feldstudie zur Frage, weshalb sich so wenig junge Frauen für einen technischen Beruf entscheiden. Im Gespräch mit der Zeitschrift Technology Review spricht er über erste Erkenntnisse der Untersuchungen:

Technology Review: Sie untersuchen das Verhältnis von Frauen zu technischen Berufen. Was sind Ihre Erkenntnisse?

Hans-Jürgen von Wensierski: Wir stecken noch mitten in der Feldarbeit – gegenwärtig befragen wir 3000 Gymnasiasten. Außerdem lassen wir uns die Lebensgeschichten von jungen Frauen erzählen, die im ersten Semester Elektrotechnik oder Maschinenbau studieren. Der empirische Forschungsstand ist bisher nicht zufriedenstellend. Es gibt höchstens Vermutungen, warum so wenige Frauen den Weg in die Ingenieursstudiengänge finden.

TR: Welche ist die plausibelste?

Von Wensierski: Schwer zu sagen. Gar nicht einleuchten will mir zum Beispiel die These, dass die Studiensituation junge Frauen abschreckt. In unseren Interviews zeigt sich: Die Ingenieurstudentinnen fühlen sich in den männerdominierten Studiengängen sehr wohl. Diskriminiert werden sie jedenfalls nicht.

TR: Welche Rolle spielt die Schule?

Von Wensierski: Verglichen mit den Vätern eine sehr verhaltene. In unseren bisher 25 biografischen Interviews kamen Lehrer nicht als prägende Bezugspersonen vor. Allerdings zeigen Mädchen von Anfang an eher wenig Interesse und teilweise auch geringere Leistungen in technikrelevanten Fächern – mit Ausnahme der Mathematik. Sie ist ein großes Einfallstor für das Interesse an Technik. …

Und was hat nun den größten Einfluss auf die Interessen junger Frauen? Wahrscheinlich die Familie. Technikaffine Bezugspersonen, insbesondere Väter, sind offenbar dafür wichtig, dass Mädchen sich für Technik und Naturwissenschaften interessieren. …

TR: Was halten Sie von speziellen Angeboten nur für Mädchen und Frauen, zum Beispiel von “Girls Days”?

Von Wensierski: Solche Angebote produzieren eine falsche Pädagogik und Didaktik – nicht, weil sie geschlechtsspezifisch, sondern weil sie eine Form von Kurzzeitpädagogik sind, die keinen nachhaltigen Einfluss hat. …

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Schweizer Väter sind entspannter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Mai 2012

Schweizer Väter und Mütter blicken optimistischer in die Zukunft als ihre deutschen Nachbarn. Das ergab eine Umfrage der Allianz Suisse unter Müttern und Vätern mit Kindern bis vier Jahre, für die rund 1.500 junge Familien in beiden Ländern befragt wurden.

Vor allem die Angst vor sozialem Abstieg ist in Deutschland wesentlich ausgeprägter. Eltern in der Schweiz sichern ihre Nachkommen hingegen besser für die Zukunft ab. Dafür befürchten sie stärker, dass ihr Kind bereits früh Mobbing ausgesetzt sein könnte.

Ein kleines Kind verändert bei den Eltern in der Regel den Blick auf die Welt. Das gilt in der Schweiz ebenso wie in Deutschland. Und meistens werden die Sorgen nach der Geburt des kleinen Lebewesens in beiden Ländern größer. Was, wenn das Kind krank wird oder wir unseren Arbeitsplatz verlieren? Eine länderübergreifende Umfrage der Allianz Suisse zeigt gemeinsame Ängste und Sorgen der Eltern aber auch Unterschiede auf: Grundsätzlich sehen 69 % der jungen Eltern in der Schweiz ihre persönliche Zukunft optimistisch, die ihrer Kinder beurteilen zwei Drittel als positiv. Dem stehen deutsche Eltern mit 65 bzw. 64 % kaum nach.

Allerdings sind die Abstiegssorgen in Deutschland wesentlich ausgeprägter. Neben schweren Krankheiten (51 %) und Verlust des Partners (50 %) steht bei konkreten Gefahren für die Zukunft die Angst vor Armut und dem damit verbundenem sozialen Abstieg bei 40 % der Befragten bereits an dritter Stelle. Zwar ist die Angst vor Krankheiten (45 %) oder den Verlust des Partners (49 %) auch in der Schweiz führend, an den sozialen Abstieg denken aber deutlich weniger Mütter und Väter (28 %).

Die Sorge um die finanzielle Absicherung im Alter (31 %) und die Angst vor dem eigenen Tod (30 %) sind noch stärker. Auch die Furcht vor Arbeitslosigkeit ist in Deutschland (31 %) wesentlich ausgeprägter als in der Schweiz (21 %). „Das Sicherheitsempfinden ist in der Schweiz offensichtlich größer”, sagt Roland Umbricht, Leiter Produkte bei der Allianz Suisse.

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Wovon Kinder (in Hessen) träumen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Februar 2012

Die meisten Kinder in Hessen fühlen sich wohl. Für eine Studie haben Jungen und Mädchen darüber gesprochen, was ihnen Spaß macht und wovor sie Angst haben. Eine Erkenntnis aus der Umfrage: Kinder wollen selbst einmal Kinder bekommen. 66 % sagen danach gefragt Ja, 31 % der Neun- bis 14-Jährigen antwortet mit „Weiß ich noch nicht“, gerade einmal drei % haben sich bereits für ein Leben ohne eigenen Nachwuchs entschieden.

„Ganz wichtig ist den Kindern, dass sie sich später mit ihrem Partner die Arbeit im Haushalt und die Zeit für die Kinderbetreuung teilen“, berichtet Anja Beisenkamp vom Institut Prosoz, das das Kinderbarometer erstellte.

Wie wichtig es ist, Kinder selbst zu fragen, um etwas über ihr Leben zu erfahren, macht Professor Wassilios Fthenakis, der die Studie wissenschaftlich begleitet, an einem Beispiel deutlich. „Wenn Eltern getrennt sind und man fragt, ob der Vater noch zur Familie gehört, sagen die Mütter in nur 5 % der Fälle Ja“, sagt Fthenakis. „Aber 55 % der Kinder.“

Insgesamt, so das Fazit der Studie, fühlen sich Kinder in Hessen wohl. Auf einer Skala von 0 bis 7 bekommt der Freundeskreis dabei 6,4 Punkte, dort also fühlen sich die Befragten am wohlsten. Die Familie bekommt 5,9 Punkte, und die Schule immerhin noch 5,2. „Das ist immer noch klar im positiven Bereich“, wie Anja Beisenkamp sagt.

Was sich Kinder wünschen

Der Vater soll weniger arbeiten und mehr zu Hause sein. Das wünscht sich jedes dritte Kind. Bei der Mutter sieht das etwas anders aus – was vor allem daran liegt, dass die Mütter weit häufiger zu Hause sind als die Väter. So soll bei 13 % der Befragten die Mutter sogar mehr arbeiten gehen, 67 % aber finden deren Arbeitszeit „genau richtig“. Recht verbreitet ist der Wunsch, die Eltern mögen doch mehr Zeit mit dem gemeinsamen Spiel mit den Kindern verbringen (39 %). Ein Drittel möchte häufiger gemeinsam mit den Eltern Sport treiben. Auffallend gering scheint das Konfliktpotenzial beim Fernsehen zu sein. 69 % finden, dass das gemeinsam mit den Eltern sehr gut funktioniert.

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