der VÄTER Blog

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Archiv für September, 2018

Fachforum des Bundesforum Männer ‚Wenn der Sohn mit dem Vater …‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. September 2018

Väterarbeit und Jungenarbeit finden allzu häufig nebeneinander statt oder fokussieren eher nur auf eine der beiden Seiten, wenn in der praktischen Arbeit Väter wie Kinder involviert sind. Vor diesem Hintergrund soll mit dem Fachforum der Versuch unternommen werden, die Perspektive der Väter und die der Jungen aufeinander zu beziehen und miteinander in den Austausch zu bringen: Was brauchen Männer als Väter? Was brauchen Jungen als Söhne (und Mädchen als Töchter)? Was brauchen beide voneinander? Diesen Fragen soll entlang einer Lebensverlaufsperspektive nachgegangen werden.

Ziel des Fachforums am 20. November in Frankfurt ist es, beiden Perspektiven wechselseitig Raum zu geben und explizit auf die Generationenbeziehung zu schauen. Dabei sollen sowohl Verbindungslinien wie auch Unterschiede zur Sprache kommen können. Nicht zuletzt sind Väter auch Söhne – und Söhne können selbst zu Vätern werden. Die Verschiedenheit sowohl „der“ Väter als auch „der“ Jungen soll dabei im Blick bleiben. Über den Austausch fachlicher Perspektiven aus der Väter- und Jungenforschung bzw. der Jungen- und Väterarbeit hinaus soll das Fachforum auch dazu dienen, praktische Bedarfe zu benennen und politische Forderungen herauszuarbeiten.

Eine Anmeldung zum Fachforum ist unter diesem Link möglich.

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Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Hessen gegründet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. September 2018

In Hessen machen sich viele Initiativen und Organisationen für die Väterarbeit stark. Meist lokal oder regional aktiv, bieten sie Vätern und Familien Orientierung und Unterstützung und nehmen Einfluss auf politische Prozesse. Um gemeinsam mehr Wirkung zu entfalten, hat sich auf Initiative der hessenstiftung – familie hat zukunft am 22. August 2018 in Frankfurt am Main eine landesweite Arbeitsgemeinschaft gegründet

Die neue Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Hessen versteht sich als Interessensverbund von Initiativen und Organisationen vor Ort und als Schnittstelle zu den politischen Entscheidern. Gemeinsam wollen die Mitglieder erreichen, dass Väterpolitik stärker als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe wahrgenommen wird. Laut Satzung möchte die Landesarbeitsgemeinschaft insbesondere in den Bereichen Familien- und Gleichstellungspolitik, Bildungs-, Rechts-, Arbeits- und Sozialpolitik aktiv werden.

Als Ziel nennt die Arbeitsgemeinschaft, dass Vaterschaft ein anerkannter gesellschaftlicher Wert und die Gleichstellung von Vätern und Müttern selbstverständlich werden. Politische Akteure sollen Väter ermutigen und unterstützen, sich von der alleinigen Funktion als Ernährer zu verabschieden und ihrer sozialen Funktion die Familie mehr Raum zu geben.

Für die Praxis will die Landesarbeitsgemeinschaft gelungene Beispiele von Väterarbeit austauschen und den Wissenstransfer über die Trägerorganisationen fördern. Dazu zählen funktionierende und vätertaugliche Orte und Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch der Väter über ihre familiären und beruflichen Pläne. Als Interessensverbund setzt sich die Landesarbeitsgemeinschaft für eine väterbewusste Familienpolitik und Unternehmenskultur ein, die es Vätern ermöglicht, Beruf und Vaterschaft nach dem jeweils bevorzugten Modell zu gestalten.

Gründungsmitglieder LAG_klein

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung wählten die Mitglieder den Vorstand für die nächsten drei Jahre. Zum ersten Vorsitzenden wurde Ulrich Kuther (hessenstiftung – familie hat zukunft) gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Sigel-Schönig (Männerarbeit Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck). Beisitzer wurden Alexander Miksch (Mütterzentrum Fulda), Uli Severin (Väteraufbruch für Kinder, Marburg) und Alexandros Stathopoulos (Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.).

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Späte Väter – ein Baby mit Mitte 60

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. September 2018

Ist das die Erfüllung so ziemlich aller Wünsche? Berufsleben, Erfolg, Karriere und wenn es auf die Rente zugeht, noch ein süßes Baby mit der deutlich jüngeren Partnerin? Oder etwas, das sich ereignet, das einem zustößt: ein großes Glück, eine besondere Herausforderung und ein hohes Maß an Verantwortung in den späten Lebensjahren? Strahlende Kinderaugen, das Gefühl innig und vorbehaltlos geliebt zu werden aber auch Windeln wechseln, durchwachte Nächte und langweilige Elternabende, wenn Altersgenossen ihre Zeit auf dem Golfplatz oder auf Kreuzfahrtschiffen verbringen.

Roland war 66, als seine Tochter Wilma auf die Welt kam. Er und seine Freundin Elena kannten sich da noch nicht allzu lange. Von einem Kind war in ihrer Beziehung nie die Rede gewesen. Wilma war nicht geplant. Jetzt ist sie da und wird heiß geliebt. Aber das „Entspannt-in-den-Tag-hineinleben“, geht zu Ende. Der Musiker Roland geht mit seiner Band wieder auf Tournee und Elena beginnt ein Studium in einer anderen Stadt. Wie kriegen sie das hin? Konzerte, Studium, das aufreibende Leben mit einem Kleinkind, der eine 67, die andere Ende 20. Der Film begleitet die kleine Familie in dieser aufregenden Zeit.

Auch Lisa, Petra und Gary stehen vor großen Aufgaben: Erst vor wenigen Jahren hat die Familie im Westerwald einen Reiterhof gekauft. Der wird jetzt renoviert. Alle packen mit an: die 17 jährige Lisa, ihre Mutter Petra und Gary. Der passionierte Westernreiter ist schon 82 und steht immer noch mitten im Leben: Stallarbeit, neue Koppeln anlegen, Reitstunden. Als Lisa auf die Welt kam, war er 64. Gary zeigt Lisa, wie man Traktor fährt. Das ist ihm wichtig. Denn es könnte ja sein, dass sie und ihre Mutter eines Tages noch mehr Verantwortung übernehmen müssen… Wie sieht das Mädchen ihren Vater? Was teilen Sie? Hat sie auch manchmal Angst ihn bald zu verlieren?

Zwei ungewöhnliche Väter. Beide Männer stehen mitten im Leben. Noch im Alter sind sie stark gefordert. Die späten Väter liegen im Trend. Jedes zwanzigste Kind hat heute einen Vater über 50 bei seiner Geburt. Die Tendenz ist steigend. Eine große Herausforderung für alle Beteiligten, „Echtes Leben“ in allen Schattierungen.

Der Film von Katharina Prokopy ist am Sonntag, den 23. September, um 17. 30 Uhr in der ARD Reihe „Echtes Leben” zu sehen.

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