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lebe deinen Traum!

Archiv für August, 2016

Der Geschmack der Fremde

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 31. August 2016

Wir brechen auf, um in der Fremde bei uns anzukommen. Das Fremde konfrontiert und bereichert uns. Es schmeckt nach Meer, nach Espresso und nach Bitterkeit: Lesen Sie in der Septembernummer der Männerzeitung, was es mit dem Fremden auf sich hat. Lesen Sie im Bericht von Frank Keil, wie in Hamburg eine evangelische Kirchgemeinde ihr Gotteshaus mit einer orthodoxen Gemeinde von eritreischen Flüchtlingen teilt und vom unerwarteten Zustrom überwältigt ist. Reisen Sie mit Adrian Soller nach Italien und begleiten Sie mit ihm Flavio Venturi auf seiner Spurensuche, deren Verlauf ein herzensbrechender Nonno mitbestimmt. Erhaschen Sie mit uns einen Blick in den unablässigen Strom von raschen Handy-Aufnahmen, der die Fluchtwege von Syrien, nach Europa begleitet. Tauchen Sie mit uns in diese und viele weitere Geschichten ein – und entdecken Sie den intensiven Geschmack der Fremde.

Folgende Beiträge der Männerzeitung können Sie online lesen

Farbtöne der Fremde Im Fremden kann man ankommen, man kann sich darin verlieren. Bei den ersten Schwimmzügen im Meer des Südens kann beides sich erfüllen. Ivo Knill

Wir und die Anderen Was fremd ist, bestimmen die Mächtigen. Martin Schoch

Auf der Flucht Zwei Syrer halten ihre Flucht aus ihrem Heimatland auf Bildern fest. Ivo Knill

So also fühlt sich Fremdsein an Der Besuch eines eritreisch-orthodoxen Gottesdienstes. Frank Keil

Ein Probeexemplar der Männerzeitung können Sie hier bestellen.

Quelle

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Sportlicher Vätertreff in Dortmund

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. August 2016

Jeden Dienstag treffen sich ab 16:30 Uhr Väter mit ihren Kindern jeden Alters in der Turnhalle der Kita Humboldtsr. 61 – 63 um sich auszutauschen und um sich sportlich zu betätigen. Jeder Vater, der Interesse hat, ist herzlich willkommen!

Die Leitung des Angebots haben Christof Birkendorf und Björn Nienz übernommen.

Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Fragen können Sie sich hier beantworten lassen: buero@muetterzentrum-dortmund.de, Tel.: 0231 14 16 62

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Der Männer Kalender

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. August 2016

Für 2017 gibt der Grafiker und Verleger Utz Benkel aus Hintersee (einem der nordöstlichsten Dörfer Deutschlands; drei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt)erstmals den Kalender „Männer“ heraus. Hier wie dort geht es um die Präsentation außergewöhnlicher Persönlichkeiten, die durch beeindruckende Leistungen Herausragendes geschaffen haben oder dank ihrer je eigenen Haltung zum Vorbild geworden sind. Es ist nicht einer der üblichen Pin Up-Kalender, sondern das Gegenteil davon: Ein Kalender mit 13 Porträts von außergewöhnlichen Männern aus aller Welt, aus unterschiedlichen Lebensbereichen und verschiedenen Jahrhunderten – gemalt, gezeichnet, geschnitten von zeitgenössischen KünstlerInnen. In dieser Art bisher einmalig.

Der Kalender-Erstling wird in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren aufgelegt, ist DINA3 groß, hat eine Spiralbindung und enthält 14 Blatt: Das Titelblatt zeigt den Regisseur Rainer Werner Fassbinder – ein Linolschnitt von Utz Benkel. Das Vorwort ist von Dr. Henry Tauber (Präsident der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e.V.) und die 12 Monatsblätter mit Porträts von Albert Camus (Karoline Koeppel), Doppelporträt Andy Warhol & Jean-Michel Basquiat (Susanne Haun), Charles Bukowski (Utz Benkel), Wladimir Majakowski (Susanna Cardelli), Leonardo da Vinci (Hedwig Pauwels), Hans-Christian Ströbele (Utz Benkel), Oleg Popov (Tiko Karrasch), Raoul Wallenberg (Utz Benkel), Upton Sinclair (Utz Benkel) Alberto Giacometti (Sigrid Meggendorfer), Thomas Brasch (Norbert Salzwedel) und das Doppelporträt Willy Brandt und Egon Bahr (Andreas Raub).

Layout 1

Im Kalendarium sind die Geburts- und Sterbetage von 365 außergewöhnlichen Männern verzeichnet. Der Kalender kostet 19.50 Euro (inkl. 5 Euro Versandkosten) er kann direkt bestellt werden per E-Mail bei: grafik-benkel@t-online.de

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… das Alles und was Rio Reiser noch nicht werden wollte

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. August 2016

eine Erinnerung an den König von Deutschland finden Sie hier

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Populistische Luftnummern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. August 2016

Statt Väter ihren Wünschen entsprechend zum Beispiel durch das Wechselmodell zu ermöglichen, auch nach einer Trennung oder Scheidung mehr Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen und die eigentlich gewollte partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zu stärken, machen die SPD-PolitikerInnen Maas, Schwesig und Gabriel zum Thema Unterhaltsrecht nicht durchdachte Vorschläge. Mehr noch, die Idee des Führerscheinentzugs für nicht zahlende Väter ist blanker Populismus.

Frank Wahlig, SWR Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio kommentierte die Ankündigen gestern in der Tagesschau folgendermaßen:

„Es ist typisch für diese Art von Sozialdemokraten: Mit Strafe drohen – und Erziehung meinen. Auch typisch: Nur von Vätern zu reden, die den Unterhalt prellen. Machen Mütter so etwas nicht? Nur die Männer? Sonst sind diese Funktionäre doch bis aufs Komma so korrekt.

Manuela Schwesig als strenge Mater Dolorosa aller alleinerziehenden Frauen. Väter prellen Unterhalt – die Ministerin weiß das ganz genau. Eigentlich ist diese Wortwahl schon feministischer Unsinn. Unterhalt nicht zahlen, ist schon ein Kunststück. Der Staat pfändet Gehalt im Interesse der Mutter. Nur: Wo vom Vater nichts oder zu wenig zu holen ist, muss der Staat einspringen. Das ist halt so. Die Gründe prüft das Amt. Und das ziemlich genau.

Wenn kein Unterhalt pfändbar ist, dann ist der biologische Vater wohl ein armer Tropf oder noch in Ausbildung. Ihm das Auto oder den Führerschein wegzunehmen, macht den Vater noch ärmer, als er schon ist. Dann ist erst recht kein Unterhalt zu erwarten.

Im Sinne der Gleichberechtigung könnte der Unterhalt an die Mutter auch gestrichen werden, wenn sie den Umgang des Kindes mit dem Vater verhindert. Oder der Führerschein entzogen werden. Alleinerziehende Mütter sind ja nur gut. Aber das ist für die Ministerin erst gar kein Thema. Würde sich mit ihrer Frauenpolitik auch gar nicht vertragen.

Die SPD-Funktionäre und ihre populistische Luftnummer: Wo steht’s geschrieben? In der „Bild“-Zeitung. Da werden morgen schon Fish and Chips eingewickelt.“

Den Kommentar können Sie auch nachhören.

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10 Jahre VäterBlog – Es ist (fast) alles gesagt, aber noch nicht getan.

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. August 2016

hgn_1.4.2008_72In den vergangenen Tagen habe ich noch einmal in den Anfängen des Blogs, der heute 10 Jahre alt wird, herumgelesen und habe Beiträge gefunden, die auch in den vergangenen Wochen geschrieben sein könnten. Das ist einerseits zwar ein wenig traurig, für mich als Berufsoptimisten aber Anlass genug, das zweite Jahrzehnt des Blogs weiter zu gestalten und mindestens bis zur Volljährigkeit die gesellschaftliche Entwicklung rund um Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für Väter an dieser Stelle zu dokumentieren. Aber lesen Sie selber:

Paschas, Nestflüchter? – der neue Mann im Spiegel der Zeitverwendungsstatistik

Von Welt bis Frankfurter Rundschau, vom Handelsblatt bis zu Brigitte, eine Frage beschäftigt sie alle: Ist der neue Mann nun auch statistisch nachweisbar oder gilt das alte Beck Zitat von der verbalen Aufgeschlossenheit und der Verhaltensstarre immer noch?

Soviel vorweg, es gilt ein entschiedenes sowohl als auch und was dem männerfreundlichen Soziologen recht ist, reicht der engagierten Frauenrechtlerin noch lange nicht. Der Politologe Peter Döge vom Berliner Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunfts­forschung hat die Daten der so genannten Zeitbudget-Analysen des Statistischen Bundesamts analysiert. Danach wenden Männer im Durchschnitt pro Woche knapp eine halbe Stunde mehr für Haushalt und Familie auf als noch vor zehn Jahren, Frauen hingegen rund fünf Stunden weniger.

Auch für die Kinderbetreuung nehmen sich Männer mehr Zeit: Väter verbringen heute durchschnittlich eine Stunde pro Woche mehr mit ihrem Nachwuchs, während sich die Frauen eine Stunde weniger um ihre Kinder kümmerten. Die Zeit für ihre Kinder sparten die Väter aber nicht bei ihrem Beruf ein, sondern in anderen Bereichen. Brigitte traut der Studie wohl nicht und fragt Ihre LeserInnen: „Hat ihr Partner Hausmannqualitäten??” weiterlesen

1:0 für die Familie – Manager oft zwischen Job und Familie

Mit seiner Entscheidung auf den Posten als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft zu Gunsten seiner Familie zu verzichten, weist Jürgen Klinsmann auf ein Problem vieler Manager hin: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in gehobenen Positionen.

Beruf und Familie scheinen gerade im Management über weite Strecken unvereinbar zu sein bzw. nötigen zur “entweder-oder Entscheidung”. Jürgen Klinsmanns Abgang als Trainer der Nationalelf zeigt einmal mehr, dass in höheren Etagen von Sport, Wirtschaft und Politik nur mehr wenigen eine Kombination aus Karriere und Kinder gelingt. „Mit seiner Entscheidung für die Familie spricht der Bundestrainer vielen Betroffenen aus der Seele, denn immer mehr Männern und Frauen fällt es schwer Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren”, äußert Joachim E. Lask, Leiter des WorkFamily-Instituts, und verweist auf zahlreiche Studien.

Vor allem Menschen, die beruflich viel unterwegs sind zerreißt dieser Spagat. „Um dieser Falle zu entgehen, ist ein Umdenken in Richtung Vereinbarkeit von Beruf und Familie notwendig”, attestiert Lask und entwickelt an seinem Institut seit drei Jahren neue Ansätze für eine bessere WorkLife- bzw. WorkFamily-Balance. Viele Führungskräfte sehnen sich nach guten Lösungen. Sie sind des Kämpfens müde und machen sich Sorgen um ihre wertvollsten Güter: … weiterlesen

Nur 2% wollen für Job auf Familie verzichten

Für den Traumjob würden mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer (37 Prozent) in Deutschland einen Ortswechsel in Kauf nehmen, 23 Prozent eine neue Fremdsprache erlernen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von stellenanzeigen.de unter 3054 Beschäftigten. Fast ein Fünftel (19 Prozent) war bereits für den Traumjob auf Freizeit zu verzichten. Für 18 Prozent kämen Abstriche beim Gehalt in Frage. Aber nur zwei Prozent waren bereit, für den Job auf eine Familie zu verzichten.

Jetzt müssen die 98% nur noch ihre Arbeitgeber überzeugen, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Familie und Beruf für Väter und Mütter in einer partnerschaftlichen Aufgabenteilung zu verwirklichen sind.

(K) ein Traum!

Partnerschaftlich kann eine Beziehung nach Auffassung von Gesine Schwan nur sein, „… wenn beide berufstätig sein können, wenn beide neben der Familie Interessen außerhalb des Hauses haben. Und natürlich weiß ich, dass da die Schwierigkeiten anfangen … für junge Paare mit kleinen Kindern … Deshalb träume ich davon, dass wir unser Bild von Biografien langsam verändern. Dass von Leuten nicht mehr erwartet wird, den Karrierehöhepunkt mit 45 Jahren zu erreichen, sondern ruhig erst mit Mitte, Ende 50 – zur größeren beruflichen Verantwortung käme dann auch mehr Lebenserfahrung.” … weiterlesen

24 Stunden bleiben 24 Stunden

Die Frage ‘Wird die Zeit knapp?’ beantwortet sich Alexander Greisle im future blog mit einem zweifachen ‘Nein!’. Erstens: siehe oben und ‘Zweitens werden wir lernen müssen, mit unseren schlechten Gewissen umzugehen, wenn im verfügbaren Zeitbudget eine Arbeit nicht zur vollständigen eigenen Zufriedenheit erledigt wurde. Nur dann klappt es mit den Zeitbudgets und die nicht-beruflichen Belange behalten ihren Stellenwert.’ Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema bietet das Bulletin des Deutschen Jugendinstituts.

Es gibt nichts Gutes außer Mann und Frau tun es, gemeinsam und partnerschaftlich! Das heißt nicht, dass Jeder zu jedem Zeitpunkt das Gleiche macht, obwohl auch dass eine spannende Herausforderung ist. Wichtig dabei sind nach meiner Auffassung zwei Kompetenzen, die teilweise schwer zu ertragen sind: Der Umgang mit Ambivalenzen und die Ambiguitätstoleranz. Es nutzt nichts, Widersprüche dadurch auflösen zu wollen, indem ich meine Erwartungen ausblende. Ich habe sie und erlebe täglich, dass sie sich nicht alle erfüllen lassen. Und auch meine Entscheidungen führen manchmal zu Ergebnissen, die ich schwer ertragen kann, und trotzdem treffe ich sie. Und das gilt es auszuhalten.

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Kann Mann als Spitzenpolitiker auch ein sorgender Vater sein?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. August 2016

balancierenAuf den WDR Beitrag „Papa an der Macht“ habe ich an dieser Stelle ja bereits hingewiesen. Quasi als „Abschrift“ haben Von Julia Friedrichs und Nicol Ljubic einen umfangreichen Beitrag in der ZEIT veröffentlicht, in dem sie auch auf Hintergründe zu dem Dreh eingehen.

„… Die kurze Antwort, das sagen alle, die sich für diese Reportage interviewen ließen, lautet: Nein, eigentlich nicht. Mehr noch als Spitzenjobs in Wirtschaft und Verwaltung verlangt die Politik nach permanenter Anwesenheit und Verfügbarkeit. Dienstreisen, Nachtsitzungen, ständige Erreichbarkeit gehören zum Alltag. Wissenschaftler des Münchner ifo Instituts schätzen einer bisher unveröffentlichten Umfrage zufolge, dass die Arbeitszeit von Spitzenpolitikern in ruhigen, also Nicht-Wahlkampf- und Nicht-Krisenzeiten, bei mehr als 80 Wochenstunden liegt. Das führt zu zwei Absurditäten: Während die Politik seit Jahren daran arbeitet, dass in diesem Land Job und Familie vereinbar sein sollen, haben ausgerechnet die Politiker selbst extrem wenig Raum für Kinder, für ein Privatleben. Und obwohl viele Deutsche ihren Spitzenpolitikern vorwerfen, dass sie in einer Blase leben, abgekoppelt vom normalen Leben und von den Sorgen des Alltags, trauen sich viele Politiker auch aus Angst vor der Wut des Wählers nicht, mehr Zeit für die Familie einzufordern.

Dabei wären die Zeiten für Veränderungen günstig: Im Kabinett Merkel saßen noch nie so viele Minister, die Eltern kleiner Kinder sind. Während aber die Frauen wie Manuela Schwesig (Mutter von Julian, 9, und Julia, die im März geboren wurde) oder Andrea Nahles (Mutter von Ella Marie, 5) oft gefragt werden, ob die Kinder daheim die Mutter nicht vermissen, interessiert die Frage kaum, wie es die Männer schaffen, Politiker und Vater zu sein.“

In dem Beitrag wir oft von Zwängen gesprochen, ich sehe diese als Entscheidungen an. Dass PolitikerInnen nicht in der Lage, oder Willens sind, die Rahmenbedingungen unter denen sie wirken (wollen) auch entsprechend zu gestalten, ist weniger als ein Armutszeugnis und lässt die Forderung ‚Deutschland muss kinderfreundlicher werden‘ als hohle Phrase erscheinen. Leider!

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1873 Väter haben Partnerschaftsbonus beantragt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. August 2016

Zu viel Zeit im Job, zu wenig für die Kinder. Junge Mütter und Väter fühlen sich zunehmend überlastet und beklagen Zeitknappheit. Jeder zweite Vater und jede vierte Mutter in Deutschland würde gern weniger Zeit mit Erwerbsarbeit verbringen, um dafür mehr Zeit für Kinder und Familie zu haben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. 65 Prozent der berufstätigen Eltern geben an, sie könnten ihre Arbeitszeit entgegen ihren Wünschen nicht reduzieren, weil sie auf die Einkünfte angewiesen seien.

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Diese Angaben finden sich auch in auch in der AOK-Familienstudie: Auch dort äußert etwa die Hälfte aller Eltern, dass sie sich im Alltag zwischen Job und Familie durch Zeitmangel gestresst fühlen. 2010 lag der Anteil der überlasteten Eltern erst bei 40 Prozent.

Während Väter sehr häufig Vollzeit arbeiten, gehen die meisten erwerbstätigen Mütter einer Teilzeitbeschäftigung nach. Dies trifft den Zahlen der Regierung zufolge auch dann noch zu, wenn die Kinder bereits älter sind. Rund 2,5 Millionen vollzeiterwerbstätigen Vätern mit Kindern zwischen acht und 14 Jahren standen 2014 nur rund 700.000 vollzeittätige Mütter gegenüber, wie aus der Regierungsantwort hervorgeht. Auch Väter von Kindern zwischen drei und acht Jahren arbeiteten viermal häufiger Vollzeit als die Mütter. Dagegen war der Teilzeitanteil von Vätern der bis zu Dreijährigen im Vergleich zum Teilzeitanteil der Mütter gering: 500.000 teilzeitbeschäftigten jungen Müttern in Paarbeziehungen standen 21.000 Teilzeit-Väter gegenüber.

Mit wirklichen Zeitbedürfnissen hat das wenig zu tun, wie das Papier zeigt. 28 Prozent der erwerbstätigen Mütter wünschen sich mehr Zeit für den Job. Zwar wollen das nur sieben Prozent der Väter, aber 79 Prozent von ihnen hätten gern mehr Zeit für die Familie. „Gut 60 Prozent der Eltern, deren jüngstes Kind zwischen einem und drei Jahre alt ist, wünschen, dass beide Partner im gleichen Umfang erwerbstätig sind und sich gleichermaßen um Haushalt und Familie kümmern.“ Auch 47 Prozent der Eltern älterer Kinder „würden idealerweise eine Konstellation wählen, in der beide Partner gleich oder annähernd gleich lange ihrem Beruf nachgehen“.

2015 wurde neben dem ElterngeldPlus ein Partnerschaftsbonus eingeführt: Eltern, die sich die Betreuung des Kindes teilen und beide mindestens 25 Wochenstunden arbeiten, bekommen vier zusätzliche Elterngeld-Monate. Doch bislang fruchtet das kaum: „Von den 42.772 Personen, die im vierten Quartal 2015 Elterngeld bezogen und Elterngeld plus beantragt haben, haben 1873 auch den Partnerschaftsbonus beantragt“, das sind 4,38 Prozent.

Die Grünen-Fraktionsvize Katja Dörner äußert zu der Antwort der Bundesregierung: „Eltern wollen mehr Zeit für ihre Kinder. Und sie wollen sich Erwerbs- und Familienarbeit gerecht untereinander aufteilen. Elterngeld und Elterngeld plus reichen nicht, um Eltern dies zu ermöglichen.“ Sie plädiert dafür, die Subventionierung der Familienzeit deutlich auszuweiten und an die Bedürfnisse der Eltern anzupassen.

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Papa an der Macht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. August 2016

Eine große Mehrheit der Deutschen wirft Spitzenpolitikern vor allem eines vor: Sie leben in einer Blase. Abgekoppelt vom normalen Leben. Weit weg von den Sorgen des Alltags. die story erzählt die andere Seite, erzählt von Ministern und Abgeordneten, die gerne ein Privatleben jenseits der Blase hätten, weil sie nicht nur Politiker, sondern auch Väter sind. Weil Kinder da sind, die auf sie warten, die fragen: Papa, wann kommst Du?

www_ardmediathek_de_tv_die-story_Papa-an-der-Macht

Die männliche Vereinbarkeit von Familie und Politik aus WDR-Sicht. Mit Hermann Gröhe, Sigmar Gabriel, Robert Habeck  & Ole Schröder Die Sendung  ist bis zum 3. August 2017 in der Mediathek verfügbar

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AOK Familienstudie untersucht Belastungen und Bewältigungsstrategien von Vätern und Müttern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. August 2016

Väter sind traditionell erwerbstätig. Seit vielen Jahren steigt auch der Anteil der erwerbstätigen Mütter. Die zuverlässige und nachhaltige finanzielle Absicherung eines Haushaltes ist heute nur noch durch die Erwerbstätigkeit beider Eltern möglich. Zudem ist jungen Frauen inzwischen eine berufliche Karriere fast genauso wichtig wie vielen jungen Männern. Hierdurch ergeben sich neue Herausforderungen für die Organisation des Familienalltags. Mütter und Väter müssen die Ansprüche von Hausarbeit und Kinderbetreuung mit denen von Beruf und Karriere in Vereinbarung bringen.

Die Studie kommt zu vier wichtigen Ergebnissen:

1. Der größte Anteil von Müttern und Vätern ist heute erwerbstätig, wobei in Paarfamilien der Anteil bei den Vätern deutlich höher als bei den Müttern. Mütter bevorzugen Erwerbstätigkeit in Teilzeit, Väter in Vollzeit. Auch Alleinerziehende sind mehrheitlich erwerbstätig. Alle beruflich aktiven Eltern, sowohl die aus Paarfamilien als auch die Alleinerziehenden, stehen ihrer Erwerbstätigkeit positiv gegenüber und betrachten sie als einen wichtigen Bestandteil ihrer Lebensführung.

2. Die befragten Eltern sehen deutlich die Belastungen, die durch ihre Erwerbstätigkeit für das Familienleben und besonders die Betreuung und Erziehung der Kinder entstehen. An erster Stelle werden zeitliche Belastungen genannt, gefolgt von finanziellen, psychischen, gesundheitlichen, körperlichen und partnerschaftlichen. Die zeitlichen Engpässe werden demnach heute als ganz besonders belastend empfunden. Die Belastung der Frauen in Paarfamilien ist dabei noch um einiges größer als die der Männer in Paarfamilien.

3. Besonders stark ist die Belastung auf allen untersuchten Ebenen bei den Alleinerziehenden. Bei ihnen fallen auch die finanziellen Belastungen stärker ins Gewicht als bei den Paarfamilien. Stehen Alleinerziehende unter zeitlichen Belastungen, dann wirken sich bei ihnen auch alle anderen Ausprägungen von Belastung stärker aus.

4. Zur Bewältigung ihrer Belastungen greifen die befragten Mütter und Väter vor allem auf regenerative Strategien zurück: „Sport treiben“ und „Hobbys nachgehen“ stehen an erster Stelle, gefolgt von Auszeiten. Ansätze der strukturellen Bewältigung der Herausforderungen, wie etwa eine Verbesserung der Haushaltsorganisation oder des Angebotes von außerfamiliärer Kinderbetreuung, werden hingegen wenig genannt. Konkrete mentale Stressbewältigungsstrategien werden nicht berichtet. Daraus lässt sich schließen, dass die Eltern die Belastungen, die sich aus der von ihnen befürworteten Erwerbstätigkeit ergeben, in erster Linie durch eine Regulierung und Kontrolle der persönlichen Stressreaktion zu mildern versuchen. Darüber hinaus stellen sie sich gewissermaßen persönlich der Verantwortung, die sie mit ihrer Entscheidung für die Gestaltung des Familienlebens getroffen haben.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie veranschaulichen, dass die heutige junge Generation von Eltern nicht nur vor neuartigen, sondern vermutlich auch vor größeren Anforderungen an die Bewältigung des Familienalltags steht als frühere Generationen. Im Prinzip werden heute alle Entscheidungen des Familienlebens in die Verantwortlichkeit der Eltern gelegt, ohne dass die strukturellen Bedingungen hierfür im gleichen Ausmaß verbessert werden.

Für die aktuelle AOK Familienstudie hat das Forschungsinstitut produkt + markt 1.000 Eltern von Kindern im Alter von vier bis siebzehn Jahren befragt. Die Befragten waren im Durchschnitt 42,6 Jahre alt und stammten zu etwa 80 Prozent aus Paarfamilien, ein Anteil von knapp 20 Prozent waren Alleinerziehende.

Quelle

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