der VÄTER Blog

innovative Unternehmen nutzen die Potenziale aktiver Vaterschaft

Archiv für die 'Elterngeld' Kategorie

Väter und Mütter beziehen größtenteils gemeinsam Elterngeld

Erstellt von nelles am 4. März 2010

Im vergangenen Jahr haben rund 86.200 Paare, bei denen sowohl der Vater als auch die Mutter im Laufe des Jahres Elterngeld erhalten haben, den Elterngeldbezug beendet. Mehr als die Hälfte dieser Paare (53%) haben laut Statistischem Bundesamt (Destatis) das Elterngeld zeitweise gemeinsam bezogen und zwar für durchschnittlich fast zwei Monate. Väter nahmen dabei im Durchschnitt Elterngeld für 2,5 Monate und Mütter für 11,4 Monate in Anspruch. 1% der Paare hat das Elterngeld über den gesamten Zeitraum zusammen in Anspruch genommen und zwar für durchschnittlich etwas mehr als sechs Monate.

Alle anderen Eltern (46%), die als Vater und Mutter im Jahr 2009 den Leistungsbezug beendeten, haben das Elterngeld nacheinander in Anspruch genommen. Die durchschnittliche Bezugsdauer von Vätern lag hier bei 2,8 Monaten und bei Müttern bei 11 Monaten.

Insgesamt haben im Jahr 2009 mehr als 800.000 Väter und Mütter den Bezug von Elterngeld beendet. Da erst ab dem Jahr 2009 die tatsächliche Bezugsdauer des Elterngeldes in den einzelnen Lebensmonaten des Kindes erfragt wird, ist für Paare, bei denen ein Elternteil im Jahr 2009 und der andere Elternteil bereits im Jahr 2008 den Bezug beendet hat, keine Aussage darüber möglich, ob das Elterngeld zeitgleich oder nacheinander in Anspruch genommen wurde.

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Männerwunsch Elternzeit

Erstellt von nelles am 21. Februar 2010

Wenn in der Öffentlichkeit über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert worden ist, standen lange Zeit die Mütter im Mittelpunkt. Erst mit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 hat sich dies geändert. Allerdings weiß man nach wie vor wenig über Väter in Elternzeit.

Es gibt nur wenige Studien für Deutschland, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Dabei handelt es sich überwiegend um qualitative Studien oder um kleine quantitative Untersuchungen, in welchen Vätern nach den Gründen befragt wurden, weshalb sie keine Elternzeit in Anspruch genommen haben. Quantitative Untersuchungen, in denen die sozialstrukturellen Merkmale von Männern in Elternzeit analysiert wurden, gab es bisher nicht. Ziel der Studie von Esther Geisler vom Max Planck Institute for Demographic Research war es, diese Lücke zu schließen.

Sie wertete dafür Daten aus dem Mikrozensus von 1999 bis 2005 aus. Insgesamt gingen 63.662 Männer mit Kindern unter 3 Jahren in die Untersuchung ein. Die Ergebnisse haben für die seit 2007 geltenden neuen Regelungen also eine nur beschränkte Aussagekraft, zumal in dieser Gruppe ‚nur’ 0,5 % der Männer Elternzeit in Anspruch genommen haben.

Einige der Ergebnisse der Untersuchung sind:

  • Es haben vorwiegend Männer Elternzeit in Anspruch genommen, die in größeren Städten leben und nicht verheiratet sind.
  • Es hat sich nicht bestätigt, dass es vorwiegend die hoch qualifizierten Männer sind, die ihre Arbeitszeit zur Betreuung der Kinder reduziert haben.
  • Bedeutend war allerdings der Bildungsunterschied zwischen den Partnern. Im Vergleich zu den Männern, in denen beide Partner gleich qualifiziert sind, ist der Anteil von Männern in Elternzeit unter den Vätern, die geringer qualifiziert sind als ihre Partnerinnen, höher.
  • Die ökonomischen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Frage ob Väter Elternzeit nehmen oder nicht.

Mit den Neuregelungen von 2007 ist ja gerade am zuletzt genannten Punkt angesetzt worden. Spannend wäre es, die Untersuchung mit der gleichen Menge an Datensätzen für den Zeitraum von 2007 bis 2012 durchzuführen. Aber darauf müssen wir wohl noch einige Jahre warten.

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Väter am Gängelband der Medien

Erstellt von nelles am 25. Januar 2010

Am Wochenende hat die Familienministerin ihre Pläne in Sachen Elternzeit konkretisiert: sie soll flexibler und die Partnermonate mehr werden.

Heute Morgen schreibt Felix Berth in der Süddeutschen dazu, gut dass die Zeiten des Wickelvolontariat Spotts vorbei seien, ‚fraglich bleibt aber, ob die neue Ministerin ihren Vorschlag durchsetzen kann. Denn noch hat sie nicht vorgerechnet, wie viel die zwei zusätzlichen Vätermonate kosten sollen. Und an den zusätzlichen Ausgaben könnte der sinnvolle Plan leicht scheitern. Wenn es in Köhlers Partei noch Männer mit Vorbehalten gegen die Vätermonate gibt, werden sie nun viel mit den Kosten, aber wenig mit ihren Überzeugungen argumentieren.’

Keine 12 Stunden später bestätigen die Bedenkenträger seine Befürchtung. In der Frankfurter Rundschau ist zu lesen:

‚Die Unternehmer bestreiten derweil die Umsetzbarkeit von 16 Monaten Elternzeit – 12 Monate der eine, vier Monate der andere Partner –, die Köhler anstrebt. In Zeiten einer
Rekordverschuldung sei nicht alles, was gerade wünschbar sei, auch finanzierbar, erklärte Patrick Adenauer, Präsident des Verbands der Familienunternehmer (vormals Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer) am Montag in Berlin. Die Bundesministerien sollten die “noch zu weit verbreitete Phantasie des Geldausgebens” zu Lasten der nächsten Generation besser durch eine des Sparens ersetzen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bestätigte zwar, er stehe “ganz am Anfang von Gesprächen” mit Köhler. DIHK-Vize Achim Dercks sagte der FR aber: “Bei der Diskussion über eine Ausweitung der Vätermonate müssen aber verschiedene Aspekte berücksichtigt werden: die größere Flexilibität für die Familien einerseits – andererseits aber auch die fiskalischen Lasten sowie die insgesamt längere Erwerbspause der Eltern.”’

In seinem Kommentar ‚Eltern am Gängelband’ in der Bild setzt Hugo Müller – Vogg noch einen drauf:

‚Im Klartext: Kristina Köhler (CDU) möchte mehr Väter dazu bewegen, im Beruf zu pausieren. Verdient der Vater deutlich mehr als die Mutter, dann führt diese Arbeitsteilung zu einem finanziellen Verlust. Aber das stört „Super-Nanny“ Köhler nicht. Ihr geht es ums Prinzip. Setzt Köhler sich durch, dann gibt der Staat für „Papa-Kinder“ künftig bis zu 6400 Euro mehr aus als für solche, die „nur“ von der Mama gewickelt werden. Eine Frage, Frau Ministerin: Warum sind Ihnen „Mama-Kinder“ weniger wert als „Väter-Babys“?’

Da wird die Schlacht mit Euros geschlagen ohne zu berücksichtigen, dass selbst die Väter, die sich als Ernährer der Familie sehen, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten und dazu auch Elternzeit in Anspruch nehmen.

Da kann ich Heide Ostreich zustimmen, die in ihrem Kommentar in der taz geschrieben hat: ‚Das Milieu, das ein reaktionäres Männerbild pflegt, wird zwar immer kleiner, aber es bevölkert noch immer einen großen Teil der Chefetagen in diesem Lande. Dort trifft man auf die modernisierte Variante des alten Patriarchen, den sogenannten Lifestyle-Macho. Der ist gut gestylt und in der Hochkultur bewandert, pflegt aber ein reaktionäres Geschlechterbild. Nicht wenige Chefsessel in den Medien sind mit dieser Spezies bestückt.’

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‚60 Prozent der Väter nehmen nur 4 Monate Elternzeit’

Erstellt von nelles am 18. Januar 2010

So lauten vermutlich die Schlagzeilen im Sommer des nächsten Jahres, wenn die heute von Bundesfamilienministerin Kristina Köhler in der Sitzung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen angekündigten Pläne, das Elterngeld solle einfacher und flexibler werden, Wirklichkeit geworden sind.

Konkret sehen die Pläne ihres Ministerium für das Jahr 2010 vor, die Zahl der Partnermonate auszubauen, ‚um die Erziehungsleistung der Väter zu verbessern’. Schon jetzt nähmen 20 % der Väter die sogenannten Vätermonate in Anspruch, damit sei die gesellschaftlich kritische Schwelle überschritten, sagte Köhler.

‚Männer stehen nicht mehr unter dem Weichei – Verdacht, wenn sie sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern wollen.’ Die Ministerin kündigte darüber hinaus an, bürokratische Hürden beim Elterngeld abzubauen. Ferner ist geplant, auch das Teilelterngeld für Eltern auszubauen, die neben ihrer Teilzeitarbeit parallel Elterngeld beziehen möchten. Diese Verbesserungen sollen nach Aussage Köhlers 2011 Gesetz werden.

Diese Vorhaben sind zu begrüßen, da sie bereits lange bekannte Mängel des Gesetzes ausbügeln. Von der Durchsetzung einer paritätischen Aufteilung von Erziehungs- und Erwerbsleistung von Müttern und Vätern, also einer 8 plus 8 Lösung, sind die Pläne aber immer noch 4 Monate und eine halbe Ewigkeit entfernt.

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Das ist (fast) Spitze: Jeder vierte Münchner Vater nimmt Elternzeit

Erstellt von nelles am 11. Januar 2010

Das Elterngeld ist ein Renner – auch bei den Münchner Männern: 2009 hat jeder vierte Vater die staatlich geförderte Elternzeit beantragt. 16 984 Anträge auf Elterngeld sind im vergangenen Jahr in München bewilligt worden – das ist mehr als ein Drittel aller in ganz Oberbayern gestellten Anträge. Die Statistik des „Zentrums Bayern Familie und Soziales“ zeigt: Die Zahl der Väter, die von der 2007 eingeführten Regelung profitieren, steigt – nicht nur in Bayern.

14 200 Kinder kamen in München 2009 zur Welt. Nur, wenn sich beide Elternteile ums Kind kümmern, gibt es die Förderung 14 statt 12 Monate lang. 2007 stammten in der bayerischen Landeshauptstadt 11,4 % aller Anträge auf Elterngeld von Vätern, 2008 waren es 20,7 %, und im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2009 waren bereits 24,2 % der Antragsteller männlich. Inzwischen kümmert sich also jeder vierte Münchner Vater eine Zeit lang ausschließlich um seinen Nachwuchs.

Auch beim Städtevergleich stehen die Münchner Männer gut da. Die Vergleichszahlen stammen aus dem dritten Quartal 2009 – und da lag die Quote der Anträge von Vätern in München bei 27,9 %. Nur in Dresden beantragten im Verhältnis mehr Männer Elterngeld – 31,7 %. Die wenigsten Väter wollten sich in Frankfurt am Main eine Auszeit fürs Kind nehmen, hier stammten 510 von 2334 Anträgen, also 21,9 %, von Männern.

Auch in vielen bayerischen Landkreisen bewegte sich die Zahl der Männer, die einen Antrag auf Babypause stellten, zwischen 23 und 29 %. So wollten in Garmisch-Partenkirchen 45 Männer Elterngeld, was 23,3 % aller Antragssteller entspricht. Im Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen waren 25,3 % der Antragsteller männlich, in Starnberg sogar 29,3 %.

Die meisten Väter bleiben ihrem Job kurz fern. Bundesweit bleiben ca. 60 % aller Väter zwei Monate zu Hause, in München haben 74 % der Väter für zwei Monate Elterngeld bewilligt bekommen. Zwölf Monate lang seien 5,8 % der Männer mit Nachwuchs zu Hause geblieben. Im Schnitt war 2009 die Babypause der Münchner Väter 3,34 Monate lang. …

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Mehr Geld soll Österreichs Väter in Karenz locken

Erstellt von nelles am 30. Dezember 2009

Die Wiener Familien-Staatssekretärin Christine Marek (VP) ist zuversichtlich: Mittelfristig sei es ‚sehr realistisch’, dass 20 % der Väter in Karenz gehen, sagte sie am Montag. Die Steigerung wäre enorm, denn derzeit sind es gerade einmal 4 %.

Möglich machen soll diesen Anstieg vor allem eine Neuerung: das einkommensabhängige Kindergeld mit 80% des Letztverdienstes (höchstens 2000 Euro) – beziehbar auch rückwirkend für Geburten ab dem 1. Oktober 2009. Insgesamt gibt es jetzt fünf Varianten mit flexiblen Zuverdienstgrenzen. Damit Väter und Mütter den Überblick behalten, gibt es einen Online-Vergleichsrechner.

Der neue ‚Kindergeld – Rechner’ ist ein schneller, sehr effizienter Weg, um festzustellen, wie viel man monatlich dazuverdienen darf. Er ist sehr benutzerfreundlich. Es bedarf weniger Daten (wie z.B. das Jahresgehalt), und nach fünf Minuten ist klar, wie viel monatlich erwartet werden darf – vorausgesetzt, es gibt nur Einkünfte einer Art (etwa nur unselbständig oder nur selbständig).

Bei Mischformen wirft der Rechner nur die Jahres – Zuverdienstgrenze aus, bei der monatlichen Berechnung scheint er überfordert zu sein. Außerdem fragt er bei selbständigen Tätigkeiten und solchen aus Land- und Forstwirtschaft oder Gewerbe nach den vorgeschriebenen SV-Beiträgen.

Was der Rechner nicht verrät, ist die Tatsache, dass sich gegenüber 2008 Entscheidendes verändert hat: Wer die Zuverdienstgrenze in einem Monat überschreitet, muss nur mehr für diesen besagten Monat Karenzgeld zurückzahlen – nicht mehr, wie 2008, für das gesamte Jahr.

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Beruflicher Erfolg trotz Elternzeit

Erstellt von nelles am 2. Dezember 2009

Viele Unternehmen versprechen den Erhalt des Arbeitszplatzes nach genommener Elternzeit, doch kommt man aus der Elternzeit, sieht es in der Realität unter Umständen ganz anders aus.

Welche Erfahrungen, Probleme und Auswirkungen die Elternzeit beim Wiedereinstieg haben kann, erfasst die angehende Wirtschaftspsychologin einer Kölner Hochschule anhand eines Fragebogens in ihrer Bachelorarbeit.
Darin werden Unterschiede zwischen Frauen und Männern untersucht, die Elternzeit genommen haben und wieder berufstätig sind.

Haben Sie als Vater Elternzeit in Anspruch genommen und möchten bei diesem interessanten Thema mitreden? Dann nehmen Sie sich bitte 5-10 Minuten Zeit und beantworten den anonymen Fragebogen.

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Elternzeit wirkt als Türöffner für Väter

Erstellt von nelles am 13. November 2009

Am Freitag sind im Energieforum in Berlin die Ergebnisse der Studie zu Erfahrungen und betrieblichen Nutzungsbedingungen von Vätern in den ersten zwei Jahren nach Inkrafttreten der Neuregelung des Elterngeldes vorgestellt worden.

Die Verfasser, Stefan Reuyß und Svenja Pfahl, verfolgten bei ihrer explorativen Untersuchung folgende Leitfragen:

  1. Wie ist das Interesse bei Vätern und Müttern an der neuen gesetzlichen Regelung insgesamt?
  2. Welche Väter aus welchen Betrieben, Betriebsteilen und Branchen mit welchen Partnerinnen machen von der bezahlten Elternfreistellung Gebrauch?
  3. Welche Veränderungen ergeben sich aus der neuen Elterngeldregelung für die Nutzung der bezahlten wie der unbezahlten Elternfreistellung durch bzw. für Mütter?
  4. Welche Reaktionen zeigen sich in den Betrieben gegenüber einer Inanspruchnahme des neuen Elterngeldes durch Väter? Wie verhalten sich die betrieblichen Akteure hinsichtlich der zwei “Partnermonate”, wie im Hinblick auf eine längere Nutzung durch Väter?
  5. Welche betrieblichen Rahmenbedingungen unterstützen oder hemmen eine Inanspruchnahme durch Väter?
  6. Welche Möglichkeiten einer Kombination von Elterngeldnutzung und Teilzeitarbeit bestehen für Väter und Mütter?

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

  • Die Elterngeldregelung wirkt als “Türöffner” für eine familienorientierte Arbeits(zeit)gestaltung.
  • Väter nutzen die Regelung in vielfältiger Art und Weise, je nach individuellen, partnerschaftlichen und betrieblichen Anforderungen.
  • Es zeigt sich sehr deutlich, dass gesetzliche Änderungen umfassende gleichstellungsorientierte Reaktionen in der Arbeitswelt haben können.
  • Viele Väter nutzen die Elterngeldzeit in Teilzeit (24 %) und weitere Väter würden dies gern tun. Diese Väter fordern die bestehende Betriebskultur am stärksten heraus.
  • Als wesentlicher Erfolgsfaktor erweisen sich die Rahmenbedingungen und Reaktionen am Arbeitsplatz; eine besondere Rolle kommt dabei den Führungskräften zu.
  • Väter entwickeln neue Ansprüche und Forderungen gegenüber ihren Betrieben, mit teilweise überraschendem Erfolg, von dem dann auch die Frauen im Betrieb profitieren und sie tragen ihre Ansprüche über die Elterngeldmonate hinaus.
  • Betriebliche InteressenvertreterInnen aber auch die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten treten bei der Realisierung der Elterngeldzeit durch Väter bisher noch selten in Erscheinung.

Die Studie ist als Band 239 in der edition der Hans Böckler Stiftung erschienen, eine Zusammenfassung kann bei mir angefordert werden.

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Väter Karenz – Deutschland als Vorbild

Erstellt von nelles am 19. September 2009

Familienstaatssekretärin Christine Marek rechnet damit, dass das neue Kindergeld-Modell rund 20 Prozent der Väter in Karenz locken wird. Als Beleg für diese Prognose nennt die ÖVP-Politikerin im KURIER – Gespräch das Beispiel Deutschland.

Dort habe sich gezeigt, dass “höhere Geldleistungen ein Anreiz ” für die Väter sei. Auch in Österreich würden die Männer derzeit am häufigsten die Kindergeld-Variante mit dem höchsten Betrag (800 Euro) wählen: “Da haben wir schon eine Väterbeteiligung von zehn Prozent”, berichtet Marek.

Die Deutschen können seit 2007 einkommensabhängiges Elterngeld beziehen. Sie erhalten 67 Prozent des Netto – Letztbezuges, maximal 1800 Euro pro Monat. Die Bezugsdauer beträgt 14 Monate, davon mindestens zwei der zweite Partner. Der Anteil der Väter stieg bei den Nachbarn von 3,5 Prozent (2006) auf 18,4 Prozent (1. Quartal 2009). …

Eines kann man in Deutschland aber auch beobachten: Die überwiegende Mehrheit der Frauen beziehen das Elterngeld ein Jahr lang, die meisten Männer (75 Prozent) nur zwei Monate. Wird das auch in Österreich so sein? Marek dazu: “Mir ist lieber, ein Mann geht zwei Monate in Karenz als gar nicht.”

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Die Väter sollen gelockt werden

Erstellt von nelles am 16. September 2009

Die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) hat die Einigung zwischen Familien-Staatssekretärin Christine Marek und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in der Kindergeld-Frage begrüßt. “Das neue einkommensabhängige Kindergeldmodell ist ein wichtiger Beitrag zur Väterbeteiligung in der Kindererziehung”, würdigte KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer die Entscheidung in einer Presseaussendung.

Die Katholische Männerbewegung hatte im Juni 2008 die Einführung eines einjährigen 100-prozentigen Vätergeldes verlangt. “Wir sind sehr zufrieden, dass künftig 14 Monate lang 80 Prozent des Nettobezuges bezahlt werden – mindestens 1.000 Euro, maximal 2.000 Euro”, so Wimmer.

Im Mai 2009 haben in Österreich nach Angaben der KMBÖ insgesamt 164.445 Personen Kinderbetreuungsgeld bezogen. Nur 4,5 Prozent davon – 7.442 Personen – waren Männer. Laut dem KMBÖ-Vorsitzenden sind politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen unabdingbar, “damit Männer ernsthaft ihren Vaterpflichten nachkommen können”.

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