Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Juli 2011
… und TeleZüri hat den Präsidenten von männer.ch bei seinem Auftritt beim 2. Antifeminismus Treffen Ende Juni in Winterthur begleitet. In seinem Vortrag unter der Überschrift ‘Männerpolitik statt Antifeminismus. Eine Provokation’ kam er zu folgendem Fazit:
Die Entwicklung einer Buben‐, Manner‐ und Väterpolitik ist Pionierarbeit. Bisher galt Männerpolitik als unnötig, weil Politik sowieso Männersache und Politik konsequenterweise eh Männerpolitik war. Diese Zeiten sind vorbei. Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben erledigen und unsere Lebensperspektiven und –wünsche als Männer formulieren.
Die Bedingung dafür ist ein kraftvolles Fundament, eine solide Identität, das Daheimsein in unseren Männerkörpern und –seelen, die Solidarität unter Geschlechtsgenossen auch. Wir müssen mit Mut und Stolz unsere Wahrnehmungen äußern, die Dinge beim Namen nennen, für uns einstehen.
Aber: Diese Kraft ist nicht Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Beziehung – zu anderen Männern, zu Kindern, zur Umwelt, zu Frauen. Mannsein ohne Bezogensein ist nicht mutig, sondern ärmlich. männer.ch steht für den Dialog, auch für den Geschlechterdialog. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. April 2011
Ist ein Dialog mit Antifeministen möglich und darf sich männer.ch auf einen solchen einlassen. Die Einladung des Präsidenten von männer.ch. Markus Theunert, auf dem 2 Antifeminismus Kongress im Juni einen Vortrag zu halten, hat eine intensive Debatte ausgelöst.
Nachdem der Vorstand zu dieser Frage intensiv diskutiert hatte und sich ein Patt abzeichnete, wurden die Mitglieder befragt. Innerhalb von 5 Tagen beantworteten knapp 80 Mitglieder die Frage, ob männer.ch die Einladung der IG Antifeminismus annehmen sollte oder nicht.
Am Schluss haben genau so viele für wie gegen die Teilnahme votiert. In dieser Situation erklärt Markus Theunert, er halte es für seine Aufgabe als Präsident, ‚die Verantwortung für eine Wahl zu treffen, die in jedem Fall die eine oder die andere Hälfte der Mitglieder enttäuscht. Aufgrund meiner ganz persönlichen Lebenseinstellung, auf der Basis unserer männer.ch – Dialogkultur und aus politisch-taktischen Überlegungen habe ich mich für das Risiko einer Teilnahme entschieden. Der Titel meines Referats vom 25. Juni 2011 wird «Männerpolitik statt Antifeminismus. Eine Provokation» lauten.
Die Risiken sind mir und uns wohl bewusst. Wir können euch versichern, mit proaktiver Kommunikation gegenüber Partnerorganisationen und Medien deutlich zu machen, dass diese Teilnahme in keiner Weise als Zeichen der Zustimmung zur Weltanschauung der Antifeministen gewertet werden darf. Diese grundlegenden Differenzen werde ich auch am Anlass selbst deutlich machen. Auch das ist männer.ch – Kultur: selbstbewusst in der Abgrenzung und respektvoll ohne Ausgrenzung.’
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