der VÄTER Blog

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Archiv für April, 2019

45 Prozent der Väter würden gerne weniger arbeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. April 2019

Fast jeder zweite Vater in Österreich würde gerne weniger arbeiten. Doch auch Frauen und Männer ohne Kinder hätten gerne mehr Freizeit.
45 Prozent der Väter und 33 Prozent der Mütter würden gerne weniger arbeiten als sie das derzeit tun. Und selbst 36 Prozent der kinderlosen Männer und 30 Prozent der Frauen ohne Nachwuchs hätten gerne mehr Freizeit. Von den Teilzeit-Frauen sind 72 Prozent mit der Arbeitszeit zufrieden, bei den Männern 55 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten, die mehr arbeiten will, ist hingegen sehr überschaubar.

Dies geht aus dem Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hervor, der heute präsentiert wurde. Neben mehr Freizeit wird der geringere Zeitdruck geschätzt, dafür sehen sich Teilzeitkräfte weniger sozial anerkannt und auch bei den Aufstiegschancen fühlen sie sich benachteiligt. Unterm Strich sind aber 72 Prozent der Frauen in Teilzeit mit ihrer Stundenanzahl zufrieden, bei den Männern sind es 55 Prozent.
Die höchste Teilzeitquote hat der Gesundheits- und Sozialbereich mit 50 Prozent, gefolgt vom Erziehungs- und Unterrichtssektor mit 40 Prozent. Am körperlich besonders fordernden Bau sind es hingegen nur 12 Prozent.
Auffallend ist der eklatante Unterschied in der Zufriedenheit zwischen Arbeitnehmern mit Lehr- und Pflichtschulabschluss. So sind erstere zu 68 Prozent mit ihren Rechten als Beschäftigte zufrieden, bei den Mitarbeitern mit der geringsten schulischen Qualifikation sind es hingegen nur 54 Prozent.

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‘Kinder brauchen Varianz’ – Väter und Bindung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. April 2019

Andreas Eickhorst bei vaetertv zur Bedeutung von Vätern für die Entwicklung von Kindern.

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Junge Väter ticken anders

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. April 2019

In einem ausführlichen Bericht geht die Stuttgarter Zeitung auf die Bedeutung von Väternetzwerken bei Unternehmen wie SAP und Bosch ein:

„… Es geht beim Netzwerk aber auch darum, sich gegenseitig zu bestärken, diese Chance auch zu nutzen. „Wir müssen Väter ermutigen, selbstbewusst aufzutreten und zu sagen: Ich sehe nicht ein, dass es meine Karriere torpediert, wenn ich ein, zwei Jahre bei meinen Kindern zu Hause bleibe.“

Das Elterngeld soll es Müttern wie Vätern ermöglichen, für eine bestimmte Zeit aus dem Beruf auszusteigen, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Auch Männer können das Elterngeld bis zu zwölf Monate in Anspruch nehmen. In den Köpfen vieler sei aber verhaftet, dass sie Anspruch auf nur zwei Vätermonate haben, sagt der Düsseldorfer Sozialwissenschaftler Hans-Georg Nelles. „Auch unsere sozialversicherungs und steuerrechtlichen Regeln begünstigen es, dass es einen Vollverdiener gibt und der Partner zu Hause bleibt. Diejenigen, die es anders machen wollen, müssen sich durchsetzen, müssen sich erklären.“

Nelles beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem Thema und beobachtet inzwischen einen langsamen Bewusstseinswandel. 2017 meldete das Statistische Bundesamt, dass mehr als 35 Prozent der Väter Elterngeld in Anspruch nehmen. Allerdings bilden sie damit eben auch eine Minderheit. Drei von vier Vätern bleiben zudem nur zwei Monate zu Hause – möglicherweise auch aus Angst vor finanziellen Einbußen. …“

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Warum Väter lange Elternzeit nehmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. April 2019

Die meisten Väter nehmen die für sie vorgesehenen 2 Monate Elternzeit in Anspruch. Welche Erfahrungen machen Männer, die mehr Partnermonate in Anspruch nehmen. In Bento berichten drei Väter:

Dave „Meine Frau und ich haben den gleichen Job gelernt, sie wurde aber deutlich besser bezahlt. Daher habe ich mich dann vor drei Jahren entschieden, nicht nur in Elternzeit zu gehen, sondern voll Hausmann zu werden. Gewundert hat das niemanden: Ich war mit 16 Jahren schon Betreuer bei den Pfadfindern, mit 18 für zwei Jahre als einer der wenigen männlichen Au Pair in den USA. Ich konnte also schon immer gut mit Kindern umgehen. Daher gab es auch keine blöden Sprüche.

Marc „Mit meiner Entscheidung bin ich daher ein echter Exot: Schon bei meinem Sohn habe ich 13 Monate Elternzeit genommen. Es war eine großartige Erfahrung, die ich dringend weiterempfehlen würde. Darum habe ich nun bei meiner Tochter auch wieder zwölf Monate Elternzeit beantragt. Dass Kindererziehung so anstrengend sein würde, hatte ich damals nicht gedacht. An meine letzte durchgeschlafene Nacht kann ich mich zumindest nicht erinnern. Flasche geben, wickeln, trösten, spielen, diskutieren und ’nebenbei‘ den Haushalt zu regeln kostet viel Energie. Trotzdem ist es das Schönste auf der Welt.“

Timo „Für mich gehört es zum ‚männlich sein‘ einfach dazu, dass ich mich Zuhause einbringe und Verantwortung übernehme. Dass ich mich dem nicht entziehe. Ich glaube aber auch, dass in vielen Berufen schnell dumme Sprüche kommen. Ich arbeite als Erzieher, da war es zum Glück anders. Vielleicht lebe ich da aber auch in einer Filterblase.

Auf jeden Fall würde ich mich hart ärgern, wenn ich mich gegen die Elternzeit entschieden hätte. Am Anfang war ich zwar etwas unsicher und habe gehadert, wenn mein Sohn nicht aufhören wollte zu schreien. Dann habe ich meine Freundin auch mal angerufen. Aber das ist doch vollkommen normal. Auch Mütter sind unsicher, auch Mütter haben Probleme.“

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Vereinbarkeit geht nur gemeinsam

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. April 2019

Hanna Drechsler hat bei EditionF beschrieben, wie eine partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit gelingen kann. Sie und ihr Mann teilen sich ihre Familien- und Arbeitszeit gleichberechtigt auf. Ihre Quintessenz „Vereinbarkeit ist eine Frage von Prioritäten und Haltung.“ Auf der Basis ihrer Erfahrungen formuliert sie 11 Punkte, die zum Erfolg ihres Modells beigetragen haben:

„1. Überprüft eure Werte als Paar Was ist euch wirklich, wirklich wichtig und wie wichtig ist es euch, Arbeits- und Betreuungszeit gleichberechtigt aufzuteilen? …

2. Macht das zufriedene Familienleben zu eurer Priorität Sucht euch verständnisvolle Arbeitgeber*innen und passende Arbeitsstunden bzw. -zeiten und wartet nicht darauf, dass man sie euch anbietet. …

3. Zeigt Haltung und schafft feste Verantwortlichkeiten Überprüft, wie ihr Arbeits- und Betreuungszeit bewertet. …

4. Redet, redet, redet Kommunikation ist alles! Ja, man muss, vor allem am Anfang, alles absprechen und dauernd klären, wer jetzt eigentlich gerade für was zuständig ist …

5. Betreibt „Familienmanagement“ Es gibt viele Termine zu organisieren, jede Woche ist anders und muss mal mehr, mal weniger geplant werden …

6. Lasst euch helfen Bekanntlich braucht es ja ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Schafft euch dieses Dorf und baut euch ein Netzwerk an Unterstützung auf. …

7. Seid achtsam miteinander Solange wir im Hier und Jetzt sind, geht alles leichter! Wir haben gelernt, zusammen Pausen zu machen und die gemeinsame Zeit zu genießen …

8. Nehmt den Druck raus Gerade als Mutter habe ich mir am Anfang wahnsinnig viel Druck gemacht …

9. Plant bewusste Auszeiten – einzeln und als Paar Jeden Monat planen wir uns eine „Date-Night“, oft sogar mit ganzer Nacht und ausschlafen …

10. Seid nicht zu streng mit der Idee von 50/50 Nicht jede*r ist in jeder Lebensphase gleich belastbar und einsatzbereit. …

11. Findet euren eigenen Weg Erlaubt euch, ein Familienmodell zu erträumen, so wie es für euch vollkommen ideal wäre. …“

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