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lebe deinen Traum!

Archiv für Juni, 2017

Rolle vorwärts – Vom PR-Manager zum Vollzeitvater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Juni 2017

Väter wollen heute mehr Zeit für die Kinder. So konsequent wie Sebastian sind jedoch die wenigsten: Seinen Job als PR-Manager für eine Whiskeymarke gab er vor der Elternzeit auf. Statt um Events mit Rockstars und Festival-Aktionen kümmert er sich seitdem um Kind und Haushalt.

Anfangs war die Umstellung groß. „Der Alltag mit Kind ist fremdbestimmt. Privatsphäre oder etwas Zeit, um mal eine Serie zu gucken, hat man erst, wenn der Lütte im Bett liegt“, sagt er. Auch der Austausch mit Kollegen und die Herausforderungen im Job fehlten ihm manchmal – gerade in der Zeit als sein Sohn noch nicht sprechen konnte. Für Sebastian allerdings kein Grund zu hadern. „Auch wenn die geistigen Herausforderungen und der Berufsalltag mir schon manchmal fehlen, habe ich keine Minute der Elternzeit bereut. Die Chance das Aufwachsen so hautnah zu begleiten, gibt einem keiner wieder.“

Die Entscheidung, seine Karriere hinten anzustellen fiel ihm leicht: „Ich habe mich als Mann noch nie über eine klassische Versorgerrolle definiert. Ich stand auch früher schon oft in der Küche und habe im Haushalt geholfen.“ Klingt toll und total modern. Allerdings steckt Sebastian H. jetzt in einer Position, von der Frauen seit Jahrzehnten dringend abgeraten wird. Denn sie birgt Gefahren: Altersarmut und wirtschaftliche Unsicherheit, falls die Ehe zerbricht.

Eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit erscheint auf den ersten Blick ‚stressiger‘, birgt aber für Väter und Mütter die Chance, das Aufwachsen der Kinder unmittelbar mitzuerleben und zur Wirtschaftlichen Absicherung beizutragen. Der eigenen und der der Familie.

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Junge Männer wollen nicht wie ihre Väter sein

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Juni 2017

Im Interview mit dem Handelsblatt berichtet die Soziologin Jutta Allmendinger über die neue Einstellung der Deutschen zur Arbeit, was der Job für das Sozialleben bedeutet und wie sich das Karrieredenken von Männern gewandelt hat.

„Frau Allmendinger, Sie haben Interviews mit mehr als 3000 Deutschen ausgewertet, um herauszufinden, wie sie leben und was ihnen wichtig ist. Was haben Sie dabei gelernt?
Das klingt jetzt alles andere als sexy, aber ein zentrales Ergebnis ist: Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir sind gerne im Kreis von Leuten, die wir schätzen, die uns etwas bedeuten. Dann geht es uns gut.

Was ist mit Karriere, mit Statussymbolen, mit teuren Autos und großen Häusern?
Erwerbstätigkeit ist neben der Nähe zu anderen für fast alle Menschen ein sehr hohes Gut. Für viele ist es sogar wichtiger, als zum Beispiel Kinder zu bekommen. Das liegt nicht nur daran, dass die Menschen Geld zum Leben brauchen. Knapp 60 Prozent der Befragten würden sogar arbeiten, wenn sie dafür keinen Lohn bekämen. Die Studie zeigt: es geht den Menschen auch hier um Nähe, um ein Leben außerhalb der eigenen vier Wände, um Selbstentfaltung.

Konnten Sie bei Ihrer Untersuchung Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen, was das Arbeiten betrifft?
Karriere machen wollen alle in einem gewissen Rahmen. Männer wie Frauen verabschieden sich aber von Karrieren, die darauf basieren, dass eine Person 60 Stunden arbeitet und die andere einkaufen geht, putzt, kocht und die Kinder großzieht.

Was genau ändert sich?
Frauen drängen immer stärker auf den Arbeitsmarkt. Aber, und das sagten Frauen schon vor vielen Jahren, sie wollen keine klassisch männliche Karriere hinlegen, sondern auch mit 35 oder 40 Stunden Arbeit in der Woche verantwortungsvolle Jobs machen.

Und die Männer?
Ihnen wird klar, dass sie kein zweites Leben haben, in dem sie auch mal ihre Familie bei Tageslicht sehen können. Mit 60, 70 Jahren merken sie, dass sie sich zu wenig um ihre Kinder gekümmert haben. Sie haben dadurch zwar viel erlebt, aber ganz wichtige Dinge im Leben verpasst. In dieser Hinsicht wollen heutige Männer nicht wie ihre Väter werden: Immer mehr Männer nehmen Elternzeit und schieben gerne den Kinderwagen. …“

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Vätertag 2017 – What Scottish dads told us

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Juni 2017

Zum internationalen Vätertag mal ein Blick über die Grenzen: Väter in Schottland sind vor dem 18. Juni vom Fathersnetwork nach ihrem tatsächlichen Engagement in Familie und Haushalt gefragt worden. Ein Ergebnis:

Väter engagieren verstärkt zuhause

As activist Gloria Steinem famously predicted, “women are not going to be equal outside the home until men are equal in it” – and our research shows plenty of progress in that department, with dads now taking an increasing share of the caring and domestic roles once stereotyped as female.

childcare

More than 50 per cent of dads now do at least half of the childcare, including 11 per cent who do most or all.

Cleaning

… and more than 50 per cent of dads say they now do at least half of the laundry, ironing and cleaning in the home.

Dazu äußert sich Sam Pringle, director of Fathers Network Scotland, fogendermaßen “We know that dads today do more than previous generations, but they’ve sometimes been criticised for just doing the fun bits like playing with the kids. Now we’re seeing more of the housework in there too!”

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Perfekt abgestimmt – Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Juni 2017

Vaterschaft und Vatersein haben sich in den zurückliegenden Jahren grundlegend verändert. Die Rahmenbedingungen auf privater, gesellschaftlicher und unternehmerischer Seite haben dazu beigetragen, dass Väter immer wieder, sprichwörtlich, in aller Munde sind. Dies unterstützt die Entwicklung und Veränderung: aktive Vaterschaft wird gewünscht, gefordert und gelobt.

In Dresden gibt es eine bundesweit einmalige Situation, mit der Geburtenhauptstadt über längere Zeit und den kulturellen und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Neuen Bundesländer. In Dresden leben viele Väter, Kinderbetreuung ist eine Normalität und ca. 60% der Kinder kommen außerhalb der Ehe zur Welt.

Modernes Elternsein und insbesondere Vatersein steht hier, aber auch anderswo vor enormen gesellschaftlichen Herausforderungen. Für Paare und Familien, aber auch für Unternehmen:

  • Die Situation der Umgestaltung von Familienformen. Patchworkfamilien beinhalten heute leibliche ebenso, wie eine soziale Vaterschaft. Die Einbindung in Familiensystemen unterscheidet sich dabei individuell.
  • Verfügbarkeit und Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt führen zu späteren bis ganz verschobenen Kinderwünschen. Dies puscht den Demografischen Wandel und hat Auswirkung auf den Fachkräftemangel.
  • Der Fachkräftemangel selbst wird uns die nächsten Jahre vor große Herausforderungen der Fachkräftebindung stellen.
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für immer mehr und vor allem junge Menschen ein wichtiger Anstellungsfaktor bzw. Auslöser, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen.
  • Vereinbarkeitsthemen hängen vom Alter der Kinder ab und werden mehr und mehr von beiden Elternteilen wahrgenommen.
  • Die Unternehmenskultur und das Engagement zum Vereinbarkeitsthema in den Führungsetagen haben großen Einfluss auf deren Realisierung.

Der Fachtag in Dresden bietet einen Rahmen um die Vereinbarkeit für Väter zu veranschaulichen, gibt einen Überblick zu vorhandenen Angeboten in Dresden und nimmt die Erreichbarkeit von Vätern in den Blick. Nach den Inputvorträgen werden in den Werkstattgesprächen unterschiedliche Themen intensiver bearbeitet. Das Programm entnehmen Sie bitte dem Faltblatt.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis 1. September 2017 per E-Mail an fachtagung@dresden.de mit dem Betreff 11.09.2017. Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro und ist vor Ort in bar zu entrichten.

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Zertifizierte Weiterbildung zur Fachkraft für die Arbeit mit Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Juni 2017

Im kommenden Jahr startet der zweite Durchgang der zertifizierten Weiterbildung zur Fachkraft für die Arbeit mit Vätern in Berlin

Die Entwicklung des Kindes wird in hohem Maße vom Vater beeinflusst. Für weibliche und männliche Fachkräfte im sozialpädagogischen Bereich stellen sich viele Fragen: Wie ticken Väter eigentlich? Was brauchen Väter? Wie kann ich Väter in meinem Arbeitskontext besser einbeziehen? Wie erreiche ich Väter? Kann ich als Frau überhaupt Ansprechpartnerin sein? Und wie positioniere ich mich als Mann?

Die Weiterbildung vermittelt zentrale Kenntnisse und Fähigkeiten für die Arbeit mit Vätern. Sie

– konzentriert sich auf die Praxis in unterschiedlichen Institutionen und Settings

– fokussiert sowohl theoretische als auch alltagsnahe Aspekte von Väterlichkeit

– hat einen systemischen und ressourcenorientierten Blick

– legt besonderen Wert auf die Herausbildung und Reflexion der persönlich-professionellen Haltung gegenüber Vätern

– wird von erfahrenen und renommierten Praktikern dieses Arbeitsfeldes geleitet.

Termine

Block 1 9. und 10. März 2018

Block 2 4. und 5. Mai 2018

Block 3 15. und 16. Juni 2018

Block 4 7. und 8. September 2018 (Outdoor)

Block 5 9. und 10. November 2018

Block 6 7. und 8. Dezember 2018

Anmeldung bis 10. Februar 2018

Leitung Eberhard Schäfer, Dipl.-Politologe, Leitung Väterzentrum, System. Berater

Marc Schulte, Dipl.-Sozialpädagoge, Projektentwickler im Väterzentrum Berlin

Kosten 950,- EUR, inkl. Unterkunft und Verpflegung für das Outdoor-Modul

Koordination Mechthild Schuchert, KHSB, mechthild.schuchert@khsb-berlin.de

Die ausführliche Modulbeschreibung und weitere Informationen finden Sie hier: www.khsb-berlin.de/weiterbildung

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Geburt eines Vaters – Birth of a Father

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. Juni 2017

In diesem berührenden Video zeigt Monet Nicole, wie Väter schwitzen, leiden, hoffen, bangen und weinen. Vor Schmerz und vor Glück, wenn sie dann ihr neugeborenes Baby in Händen halten.

birthoffather

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Wenn die Kinder aus dem Haus gehen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Juni 2017

„Wie wird es wohl, wenn die Kinder nicht mehr da sind? Wenn sie zum Studieren, zum Arbeiten oder für eine Ausbildung in eine andere Stadt ziehen, vielleicht sogar in ein anderes Land oder einfach nur das elterliche Heim verlassen?“

Diese Fragen begegneten Christina Stefanou und Andrea Krahl-Rhinow immer wieder in Gesprächen mit Freunden, bei Treffen mit anderen Eltern. Sie ereilt alle Eltern früher oder später. Ja, wie geht es uns dann wohl? Werden wir traurig in der leeren Wohnung sitzen und das verlassene Kinderzimmer beweinen? Werden wir uns neue Aufgaben suchen, nochmal – oder endlich – durchstarten? Wie wird sich die Partnerschaft verändern, die sich lange Jahre auch nach den Kindern gerichtet hat? Wie geht es den Alleinerziehenden, deren Leben sich intensiv auf den Nachwuchs konzentrierte und die damit nicht selten an den Rand ihrer Kräfte kamen? Wird alles besser oder schlimmer? Auf jeden Fall wird es anders. aber „wie“ anders?

Viele Eltern haben diese Situation schon erlebt. Sie sind mehr oder weniger gut damit zurechtgekommen. Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Welche Tipps können sie denen mitgeben, die diesen Lebensabschnitt noch vor sich haben?

Die beiden Autorinnen aus Stuttgart suchen Ihre Geschichte für ein Buchprojekt:

  • Wie haben Sie es erlebt, als Ihr Kind das Haus verlassen hat und ins eigene Leben gestartet ist.
  • Welche Gefühle haben Sie begleitet,
  • welche Sorgen tauchten auf und wie haben Sie die Zeit empfunden?

Ihr Bericht sollte zwischen 1.000 und 3.500 Zeichen lang sein und kann an folgende Mailadresse geschickt werden: wenn-kinder-gehen@web.de

Quelle

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