Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 14. Januar 2008
Spiegel Online berichtet heute über die Bemühungen des Bayer Konzerns, sich mit einer breit angelegten PR-Kampagne als „kompetenter und sachkundiger Ansprechpartner für Männer“ zu positionieren. Die Botschaft hören viele sicherlich gerne:
Bayer will eine Art Jungbrunnen für Männer ab 40 entdeckt haben: Eine Potenzpille und Testosteron sollen Blutgefäße reparieren, Bäuche schrumpfen und Muskeln wachsen lassen.
Allein, es fehlt die Wirkung. Dabei wäre vieles so einfach:
‚Die meisten Männer aber können ihre Leistung im Bett selbst beeinflussen. „In 60 bis 70 Prozent der Fälle kommen Erektionsstörungen vom Rauchen“, sagt Eberhard Nieschlag von der Universität Münster. Sei die Lunge erst einmal kaputt, „dann hilft auch alles Testosteron dieser Welt nicht mehr“. Weiterlesen »
Abgelegt unter Gesundheit | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 14. Januar 2008
Aber vorher bekommen diese noch schnell ein neues Schild an die Türe:
‚Die 374 Mutterberatungsstellen in Nieder-Österreich heißen ab sofort „Mutter-Eltern-Beratung“. Denn auch die Väter sollen in die Beratung miteinbezogen werden. Vor allem beim ersten Kind suchen Eltern die Beratungsstellen auf. Erziehung wird partnerschaftlich
Immer mehr Väter kümmern sich um die Erziehung ihrer Kinder.
Was sich früher für einen Vater nicht geschickt hat, ist heute meist selbstverständlich. Es ist nicht mehr allein die Aufgabe der Mütter, die Kinder zu betreuen.
Die Analyse ist gut, die Umsetzung aber bestenfalls ‚gut gemeint’. Denn erstens werden Väter mit der Bezeichnung ‚Eltern’ nur indirekt mitgemeint. Wenn Einladungen an ‚Eltern’ ausgesprochen werden, im Kindergarten oder in der Schule, treffen sich überwiegend Mütter und zweitens ändert sich am Personal und am Beratungskonzept gar nichts.
Väter brauchen aber (auch) männliche Ansprechpartner und wollen auch entsprechend angesprochen werden.
Wie hat das mit dem Gendern angefangen? Sprache ist wirklich entlarvend.
Quelle
Abgelegt unter Gender | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 11. Januar 2008
… und damit gegen Borussia Dortmund. Der Nationaltorhüter gab heute bekannt, dass er nicht in die Bundesliga zurückkehren wird. Damit ist sein Stammplatz im DFB-Team für die EM 2008 in Gefahr.
„Obwohl es eine sehr reizvolle Aufgabe gewesen wäre, wieder für Borussia Dortmund in der Bundesliga zu spielen, habe ich mich aus privaten Gründen gegen diesen Schritt entschieden“, wird Lehmann in einer DFB-Pressemitteilung zitiert.
In einem Interview mit der ZEIT, das unter der Überschrift ‚Und Papa steht im Tor’ im Mai 2006 veröffentlicht wurde, finden sich Erklärungen für diese Entscheidung.
Quelle
Abgelegt unter Fussi | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 11. Januar 2008
Diese Meldung über eine nachahmenswerte Aktion habe ich im Stuttgarter Wochenblatt gefunden:
;“Fußball, Filme und Fairplay“ – unter diesem Motto steht die Wochenend-Freizeit für Väter und ihre Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren vom 25. bis 27. Januar in der Sportschule Ostfildern-Ruit. Fußball ist auch in vielen Familien die schönste Nebensache der Welt.
Mit der Fußball-WM 2006 in Deutschland und der Meisterschaft für den VfB Stuttgart ist das Fußball-Fieber nochmals gestiegen. Bei diesem Wochenende im Jahr der Fußball-Europameisterschaft dürfen Väter mit ihren Kindern fußballerisch aktiv werden:
In der Sporthalle wird gemeinsam gekickt, wobei der Spaß an der Sache mehr zählt als das Gewinnen. Filme sollen Gespräche über Fußball und seine Bedeutung für das Alltagsleben und die Gesellschaft anregen. Um „Fairplay“ geht es beim Spiel, aber auch bei der Frage, wie gerecht es bei der Herstellung von Fußbällen und Sportbekleidung zugeht.’
Abgelegt unter Fussi | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. Januar 2008
‚Sie war stark, sie war schön und sie lehrte die Männer das Fürchten: Vor 100 Jahren wurde Simone de Beauvoir geboren.’
So beginnt im Spiegel ein Bericht zum Geburtstag von Simone de Beauvoir am 9. Januar 1907.

Ich finde es lohnt sich, gerade heute, wo es um die Suche nach neuen Rollenmustern für Männer und Frauen geht, ihre Werke, insbesondere ‚Das andere Geschlecht’ zu lesen.
Eine kleine Leseprobe:
Die Frau verfolgt einen Traum der Selbstaufgabe und der Mann einen Traum der Entfremdung. Die Unauthenzität zahlt sich nicht aus. Jeder verübelt dem anderen das Unglück, das er sich zugezogen hat, indem er der Versuchung des bequemen Weges nachgab. Was einer am anderen hasst, ist das offensichtliche Scheitern der eigenen Unaufrichtigkeit und der eigenen Feigheit …
Es ist die Aufgabe des Menschen, dem Reich der Freiheit inmitten der gegebenen Welt zum Durchbruch zu verhelfen. Damit dieser höchste Sieg errungen werden kann, ist es unter anderem notwendig, dass Männer und Frauen über ihre natürlichen Unterschiede hinaus unmissverständlich ihre Geschwisterlichkeit behaupten. …’
Mann kann auch einmal die Kernaussage des zweiten Bandes „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ für seine eigenen Rollenzuschreibungen überdenken.
Abgelegt unter Frauen, Männer | 2 Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. Januar 2008
In der heutigen Ausgabe der Frankfurten Allgemeinen Zeitung FAZ analysiert Rüdiger Schulz, die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführte Vorwerk Familienstudie.
Die Einstellungen von Männern und Frauen zur Verwirklichung eines Kinderwunschs spielen neben der materiellen Absicherung durch das Elterngeld und der fehlenden Kinderbetreuungsplätze die entscheidende Rolle bei der Frage, ob die Geburtenzahlen in Deutschland in den nächsten Jahren wieder steigen oder doch zumindest stabilisiert werden können.
‚Besonders deutlich unterscheiden sich Eltern und Kinderlose bei den von ihnen wahrgenommenen Vorzügen, die mit einem Leben mit Kindern verbunden sind. Dies gilt vor allem für Männer.
Während Väter das Vatersein in einem hohen Anteil auch mit „viel Freude“ und „lieben und geliebt werden“ verbinden und Weiterlesen »
Abgelegt unter Demografisches, Mütter, Väterbilder | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Januar 2008
Die Führungskräftestudie 2007 des Verbands Deutscher Führungskräfte (ULA) ist online. Sie bietet ein umfassendes Bild der beruflichen, familiären und sozialen Situation der Gruppe der angestellten Führungskräfte.
Die Studie, in die Daten von mehr als 3500 Führungskräften eingeflossen sind, widmet sich unter anderem den politischen Grundhaltungen in wichtigen gesellschaftlichen, arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, der Einkommenssituation sowie der Altersvorsorge und der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko.
Das sich auch in dieser Gruppe der Beschäftigten ein Wertewandel vollzieht, wird am Beschäftigungsanteil der Ehepartner deutlich:

Während in der Gruppe der über 60-Jährigen fast 60 % nicht erwerbstätig sind, sind bei den unter 40-Jährigen 77 % der Partner berufstätig, davon 43 % mit einer Vollzeitbeschäftigung.
Abgelegt unter Führung | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Januar 2008
Immer mehr Schweizer Firmen führen einen Vaterschaftsurlaub ein.
Während sich die Politiker zurückhaltend geben, wird die Liste der Schweizer Unternehmen, die einen Vaterschaftsurlaub einführen, immer länger.
Seit Januar 2008 gewähren Coop und Helvetia ihren Mitarbeitern im Falle des Vaterglücks einen bezahlten Urlaub von einer Woche. Globus bietet gar zwei Wochen an – ebenso wie die SBB, Swiss Re oder Swisscom.
Ähnliche Beispiele finden sich beim Chemiekonzern Ciba, den Payot-Buchhandlungen sowie dem Gastronomieunternehmen SV Schweiz. Selbst die Bundesverwaltung führte auf Initiative von Bundesrätin Doris Leuthard per 1. Januar bis zu fünf Ferientage ein.
Der Schweizer Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse will nun eine gesetzliche Regelung des Vaterschaftsurlaubs, welcher in ihren Augen mindestens 20 Tage betragen soll.
weiterlesen
Abgelegt unter Unternehmen, Väterbilder | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Januar 2008
Väter erkranken häufiger an Prostatakrebs als kinderlose Männer. Verblüffenderweise sinkt das Risiko jedoch, je mehr Sprösslinge ein Vater hat.
Schon seit Längerem häufen sich die Anzeichen dafür, dass es einen Zusammenhang zwischen Vaterschaft und Prostatakrebs gibt. Kristian Jørgensen und seine Kollegen vom Statens-Institut in Kopenhagen sind der Sache nun in einer großen epidemiologischen Untersuchung nachgegangen. Dazu werteten sie die Daten sämtlicher Männer aus, die zwischen 1935 und 1988 in Dänemark zur Welt gekommen sind.
Das Ergebnis: Kinderlose Männer haben ein um 16 Prozent niedrigeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken als Väter. Weiterlesen »
Abgelegt unter Gesundheit | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 7. Januar 2008
Fathers Direct, seit über acht Jahren der Think Tank bei Forschung, Politik- und Unternehmensberatung und Schulung zu Väterfragen in Großbritannien, ist seit dem 1. Januar das Fatherhood Institute.
Damit möchten die britischen Kollegen die gewachsene Bedeutung ihrer Arbeit mit und zu Vätern unterstreichen. Ihrer Vision kann ich nach wie vor voll und ganz zustimmen:
‚Our vision is for a society that gives all children a strong and positive relationship with their father and any father-figures; supports both mothers and fathers as earners and carers; and prepares boys and girls for a future shared role in caring for children.‘
An der Verwirklichung müssen auch wir noch hart arbeiten.
Abgelegt unter Väterbilder | Keine Kommentare »