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lebe deinen Traum!

Väter gewinnen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 13. April 2008

In der aktuellen Diskussion um den demografischen Wandel und eine passende Personalpolitik rückt auch die veränderte Rolle der Väter in den Vordergrund.
Betriebe werden zunehmend mit dem Wunsch von Vätern konfrontiert, auch in der Familie aktiv sein zu wollen.

Dies macht auch der steigende Anteil der Väter an der Elternzeit deutlich. Unternehmen und Familien können dabei gewinnen, wenn sie den Blick auf diese ‚Auszeiten‘ ändern. Aktive Väter sind motivierte Mitarbeiter und erwerben durch ihre Arbeit in der Familie Kompetenzen, die durch Schulungen kaum vermittelbar sind.

Am 23. April findet zu diesem Thema bei der Sparkasse KölnBonn ein Praxis – Workshop statt. Nähere Informationen zum Ablauf und Veranstaltungsort finden Sie hier.

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Raus aus der Zwangsjacke

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 12. April 2008

Dagmar Dehmer berichtet in der heutigen Ausgabe des Tagesspiegel über ein interessantes ‚Experiment’.

Die damalige norwegische Ministerin für Kinder und Gleichstellung, Karita Bekkemellem, hatte 32 Männer berufen, um „über ihre mangelnden Rechte zu diskutieren“. Sie stellte im Sommer 2007 fest, dass Männer im Bildungssystem immer mehr zurückfallen, dass sie nur selten das Sorgerecht für ihre Kinder bekommen, wenn sie sich scheiden lassen, und dass sie ganz anderen Gesundheitsgefahren ausgesetzt seien als Frauen.

Bekkemellem forderte die 32 Politiker, Künstler, Sportler und anderen prominenten Panel-Mitglieder auf, ihre Forderungen zu formulieren, denn „es wird Zeit, dass die Männer selbst über ihre mangelnden Rechte diskutieren. Das können die Frauen schließlich nicht für sie übernehmen.“ Weiterlesen »

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Die ganze Einstellung muss sich ändern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 11. April 2008

Das Münchener Familienportal 1-2-3family hat heute ein Interview mit mir veröffentlicht.

1-2-3family: Vor mehr als einem Jahr trat das neue Elternzeit-Gesetz in Kraft. Sind Sie glücklich über das Engagement der Väter?

Hans-Georg Nelles: Ich bin sehr zufrieden. Ich ärgere mich bloß, wenn Journalisten immer wieder schreiben: „Nur zehn Prozent der Väter gehen in Elternzeit. Ist das nicht viel zu wenig?“ Diese Zahl fällt ja jetzt schon viel höher aus, als die Politiker je zu träumen gewagt hätten. Das sieht man auch daran, dass das Budget für 2007 schon um mehrere 100 Millionen Euro überzogen wurde. Niemand rechnete damit, dass so viele Väter so früh in die Elternzeit gehen würden. weiterlesen

Dies ist der Auftakt zu einer weitergehenden Kooperation in Sachen Väter. Über die Einzelheiten kann ich in der kommenden Woche an dieser Stelle berichten.

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TVA Kinderserie Rollentausch – Wenn Väter Elternzeit nehmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 10. April 2008

Rollentausch beim Kollegen Matthias Walk. Seit rund einem Jahr ist der Sportreporter Papa. Bis Mitte März hat sich – ganz traditionell – seine Frau um Töchterchen Verena gekümmert. Jetzt ist Matthias Walk an der Reihe.
Für zwei Monate hat er Elternzeit genommen, während seine Frau wieder in ihren alten Beruf eingestiegen ist. Wie es der Familie ergeht? Seine Redaktionskollegen haben nachgefragt.

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Zukunftspläne häufigster Trennungsgrund

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. April 2008

Fremdgehen, Frust im Bett und nervige Routine sind nicht die häufigsten Gründe für das Scheitern von Beziehungen. Bei einer Umfrage für die Zeitschrift „freundin“ nannten 24 % der befragten 25- bis 65-jährigen Frauen und Männer, ihre letzte Beziehung sei daran gescheitert, „dass sich unsere Zukunftspläne nicht vereinbaren ließen“.

Am zweithäufigsten (23 %) war entscheidend, „dass wir uns im Laufe der Zeit auseinander gelebt haben“. Und 22 % nannten, „dass wir charakterlich einfach zu verschieden waren“. 17 % meinten, es habe in sexueller Hinsicht nicht gepasst, und 16 % brachte zu viel Streit auseinander. Erst dann folgt Untreue (13 %).

Da tut Mann und Vater gut daran rechtzeitig über das Thema Vereinbarkeit zu sprechen bevor die Zukunft(spläne) unvereinbar ist (sind).

Quelle

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Tendenz zum Zweitjob verstärkt sich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. April 2008

Immer mehr Arbeitnehmer werden künftig auf einen Zweitjob angewiesen sein. Das prognostiziert das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Von rund 30 Millionen abhängig Beschäftigten in Deutschland gehe heute schon etwa eine Million regelmäßig zusätzlich einer weiteren Beschäftigung nach.

Diese Tendenz verstärke sich. Betroffen seien vor allem Menschen mit geringer Qualifikation.

… und das hat was mit der (fehlenden) Zeit von Vätern zu tun! Dies macht ein Kommentar von Michael Baleanu am 29. März deutlich:

‚… Zwischen dem Wunsch eines Vaters, Zeit mit seinem Kind zu verbringen und den gesellschaftlichen Randbedingungen klaffen doch Welten. Weiterlesen »

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Mutmacher für Männer

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 7. April 2008

Als Volker Baisch vor sieben Jahren zum ersten Mal Vater wurde und überlegte, seine neue Rolle eine Zeit lang in Vollzeit auszufüllen, stand er mit seinen Fragen allein auf weiter Flur: Wie sage ich es dem Chef? Mit welchen Reaktionen, auch seitens der Kollegen, muss ich rechnen? Und wie geht es nach der Auszeit weiter?

Kompetente Berater waren ebenso wenig zu finden wie Vorbilder. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war damals – stärker noch als heute – ein reines Frauenproblem, Vatersein auf den Feierabend beschränkt.

Die ersten Wochen zu Hause waren für ihn ein „Kulturschock“, sagt Baisch: Keine Termine, keine Meetings. Und ob auf dem Spielplatz oder beim Kinderarzt – stets war er der einzige Mann. Vernetzung tut Not – das war seine Erkenntnis. Weiterlesen »

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Die geheimen Wünsche der Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 6. April 2008

Mit familienfreundlichen Firmen ist es in Deutschland anscheinend nicht weit her: die Studie „Anforderungen von Vätern an einen familienfreundlichen Arbeitgeber“, die die Kölner IGS Organisationsberatung im Auftrag der Hessenstiftung „Familie hat Zukunft“ durchgeführt hat, zeigt, dass 70 % der Väter negative Folgen im Job fürchten, falls sie Eltern- oder Teilzeit nehmen – und deshalb ihre Wünsche gar nicht erst äußern. 360 Väter, jeder zweite davon in einer Führungsposition, gaben Auskunft.

Das Ergebnis: Nicht nur Mütter, auch Väter fühlen sich heute zwischen Job und Kindern zerrissen. Lediglich 2 % erleben keinen Konflikt zwischen beruflichen und familiären Anforderungen. Gerade mal 14 % sagen, in ihrem Betrieb sei es selbstverständlich, dass Väter familienfreundliche Angebote nutzten. Nur 25 % bescheinigen ihrer Firma Väterfreundlichkeit. 40 % aber sprechen ihrem Arbeitgeber diese gänzlich ab. Weiterlesen »

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Eine Veränderung, die Männer als Väter erfasst

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 5. April 2008

Zu beobachten sei diese Entwicklung seit Ende der neunziger Jahre. Das Elterngeld habe nun die Rahmenbedingungen verändert, und diese veränderten Bedingungen kämen den „neuen Vätern“ entgegen, glaubt der in Griechenland geborene Pädagoge und Psychologe Fthenakis.

Zwei Drittel der Männer wollten heute eine engagierte, soziale Vaterschaft, sagt Fthenakis und verweist auf entsprechende Untersuchungen. Dieses Phänomen gebe es sowohl unter noch kinderlosen Männern und werdenden Vätern als auch unter Vätern von kleinen Kindern oder Teenagern.

Dass nach wie vor wesentlich weniger Männer als Frauen eine längere berufliche Auszeit nehmen, liege daran, dass Familien rational ökonomisch entschieden. Noch immer gehe eben der Besserverdienende arbeiten. Noch wichtiger als das Geld sei aber die Arbeitswelt der Männer, die Einstellung des Chefs und der Stress, dem Väter in ihrem Beruf ausgesetzt sind.

Männer, die im Büro sehr unter Druck stünden, beteiligten sich weniger aktiv am Familienleben. „Die gesamte Gesellschaft muss Väter genauso wichtig nehmen wie Mütter.“ Trotz Elterngeld werde sich an der Rolle der Väter erst dann wirklich etwas ändern, wenn sich die Arbeitsbedingungen wandeln.

Quelle

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Nur wenige bekommen über 1.000 Euro

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 4. April 2008

Im vergangenen Jahr wurden 570.000 Anträge auf Elterngeld bewilligt. Männer haben 10,5 % davon gestellt und im Schnitt deutlich mehr Geld als Frauen bekommen.

Jeder zehnte erfolgreiche Antrag auf Elterngeld stammt von einem Vater. Der zeitliche Anteil der Väter fällt allerdings geringer aus: Etwa 4,6 % des gesamten Elternzeit-Volumens ging 2007 an Männer. Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe hat die Daten des Statistischen Bundesamtes zum Elterngeld im Detail ausgewertet.

Frauen bekommen nach Schröders Kalkulation im Schnitt 584 Euro im Monat, ein auffällig großer Anteil von ihnen nur den Mindestbetrag von 300 Euro. Besonders viele Mütter mit wenig Geld leben im Osten, in Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland.

Bundesweit erhalten lediglich 12,9 % der Frauen für ihre berufliche Auszeit ein Elterngeld von 1.000 Euro und mehr. „Ich finde es überraschend, wie wenige Frauen vor der Geburt ein gutes Gehalt beziehen. Schließlich sind für 1.000 Euro Elterngeld nicht mehr als 1.500 Euro Nettogehalt gefordert“, sagt  Schröder.

Das Elterngeld der Männer fällt in der Regel ebenfalls nicht üppig aus: Für sie gibt es im Schnitt 946 Euro. Jeder dritte Vater bekam maximal 500 Euro, in Berlin gilt das sogar für jeden zweiten. In Bayern hingegen haben rund 60 Prozent der Elterngeld-Väter über 1.000 Euro erhalten.

Quelle

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