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Bundesgerichtshof stärkt Rechte von Kuckucksvätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. November 2011

Der Bundesgerichtshofs hat heute entschieden (XII ZR 136/09), dass einem Scheinvater nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtung und zur Vorbereitung eines Unterhaltsregresses ein Anspruch gegen die Mutter auf Auskunft über die Person zusteht, die ihr in der gesetzlichen Empfängniszeit beigewohnt hat.

Die Parteien hatten bis zum Frühjahr 2006 für etwa zwei Jahre in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zusammengelebt. Im Frühsommer 2006 trennten sie sich endgültig. Am 18. Januar 2007 gebar die Beklagte einen Sohn. Nachdem sie den Kläger zuvor aufgefordert hatte, die Vaterschaft für „ihr gemeinsames Kind“ anzuerkennen, erkannte dieser bereits vor der Geburt mit Zustimmung der Beklagten die Vaterschaft an. Er zahlte an die Beklagte insgesamt 4.575 € Kindes- und Betreuungsunterhalt.

In der Folgezeit kam es zwischen den Parteien zu verschiedenen Rechtsstreitigkeiten. In einem Verfahren zur Regelung des Umgangsrechts wurde ein psychologisches Gutachten eingeholt, dessen Kosten der Kläger jedenfalls teilweise zahlen musste. In einem Rechtsstreit über Betreuungs- und Kindesunterhalt verständigten sich die Parteien auf Einholung eines Vaterschaftsgutachtens.

Auf der Grundlage dieses Gutachtens stellte das Familiengericht im Anfechtungsverfahren fest, dass der Kläger nicht der Vater des 2007 geborenen Sohnes der Beklagten ist. Dementsprechend sind die Unterhaltsansprüche gegen den leiblichen Vater in Höhe des geleisteten Unterhalts auf den Kläger übergegangen. Inzwischen erhält die Beklagte von dem mutmaßlichen leiblichen Vater des Kindes auch einen monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 202 €.

Dem Kläger ist der leibliche Vater des Kindes nicht bekannt. Er möchte in Höhe der geleisteten Zahlungen Regress bei diesem nehmen. Zu diesem Zweck hat er von der Beklagten Auskunft zur Person des leiblichen Vaters verlangt. Das Amtsgericht hat die Beklagte antragsgemäß zur Auskunft verurteilt, wer ihr in der gesetzlichen Empfängniszeit beigewohnt habe. Die Berufung der Beklagten hatte keinen Erfolg.

Der Bundesgerichtshof hat nun auch die Revision der Beklagten zurückgewiesen. Die Beklagte schuldet dem Kläger nach Treu und Glauben Auskunft über die Person, die ihr während der Empfängniszeit beigewohnt hat.

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Babys machen harte Kerle weich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. November 2011

Wenn Männer zum ersten Mal Vater werden, legen Sie offenbar schlechte Angewohnheiten ab. Kriminalität, Tabak- und Alkoholkonsum würden nach dem neuen Vaterglück deutlich sinken, wie eine 19-jährige Studie der Oregon State Universität in Corvallis erklärt.

Forscher beobachteten, wie sich das Verhalten bei 200 Jungen und Männern zwischen 12 und 31 Jahren über die Zeit veränderte. Es war bereits bekannt gewesen, dass eine Ehe positive Auswirkungen auf das „schlechte Benehmen“ der Männer habe. Wie die Studie zeigt, löst eine Vaterschaft womöglich deutliche Veränderungen beim männlichen Geschlecht aus. Die frisch gebackenen Väter rauchten weniger, schränkten den Alkohol- und Drogenkonsum ein, waren seltener kriminell.

Unterschiede gab es allerdings hinsichtlich des Alters, in dem die Männer Väter wurden: Wer als Jugendlicher bis Anfang 20 zum ersten Mal Vater wurde, verzeichnete eine nicht ganz so große Besserung, wie diejenigen, die mit Ende 20 oder Anfang 30 mit Kinderglück gesegnet wurden. Offensichtlich waren die reiferen Männer emotional besser auf das Vaterwerden eingestellt und konnten noch besser mit der neuen Verantwortung umgehen.

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‚Mein Vater steht für Werte, die die Gesellschaft heute braucht’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 7. November 2011

Audi-Chef Rupert Stadler äußert sich im Interview mit dem Magazin brandeins über den veränderten Blick auf Arbeit von jungen Arbeitnehmern, das Verhältnis zu seinem Vater und die Frage, warum er zu Hause wenig zu melden hat.

‚… Wie entscheidend ist heute der Ruf eines Unternehmens, wenn es hochkarätige Bewerber gewinnen will?

Er wird immer wichtiger. Ein Beispiel aus dem Unternehmen: Wir fahren mit unseren Rennwagen das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Hier in Ingolstadt haben die Mitarbeiter parallel einen 24-Stunden-Lauf durchs Werksgelände initiiert und dabei Geld für einen karitativen Zweck gesammelt. Vermutlich hat der verschärfte Blick aufs Soziale viel mit der Maslow’schen Bedürfnispyramide zu tun …

… derzufolge erst die Grundbedürfnisse eines Menschen erfüllt sein müssen, bevor er sich um Selbstverwirklichung bemüht.

Genau. Wir alle stehen in dieser Pyramide weit oben. Die Organisation bewegt sich und entwickelt sich weiter. Junge Leute wollen zum Beispiel oft keine starren Arbeitszeiten mehr. Mal powern sie zwei Wochen auf einem Projekt, dann wollen sie aber auch eine längere Pause. Ich kann das verstehen, ich muss nach anstrengenden Phasen auch immer mal wieder runterkommen.

Sie haben einmal gesagt, Sie bewunderten Ihren Vater, der seinen Traum, Lehrer zu werden, aufgab, um den elterlichen Bauernhof zu übernehmen, auf dem Sie auch aufgewachsen sind. Was genau bewunderten Sie – die Pflichterfüllung, das Hintanstellen der eigenen Interessen, die Disziplin?

Genau diese drei Dinge. Für ihn war es als Landwirt kein Zuckerschlecken, dennoch hat er mit Fleiß und Ausdauer viel Gutes auf den Weg gebracht, unter anderem vier Kinder, aus denen etwas geworden ist und die heute eigene Familien haben. Er hat auf diese Weise sein inneres Lebensglück gefunden. Mein Vater steht für Werte, die die Gesellschaft heute braucht: Bodenständigkeit, Aufrichtigkeit, Anstand, Leistung aus Überzeugung.

Ihre Frau hat Ihnen, als Sie vor vier Jahren Audi-Chef wurden, das Buch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling geschenkt. Eine Anspielung auf den künftig noch häufiger abwesenden Gatten?

Ja, das war tatsächlich ironisch gemeint.

Ist es ein gutes Modell, bei Mitarbeitern mehr präsent zu sein als bei den eigenen Kindern?

Ich weiß nicht, ob es ein gutes Modell ist. Und wenn ich mir Vorwürfe mache, dann deswegen. Weiterlesen »

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Work Life Balance – ein populäres Problem!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 6. November 2011

In der aktuellen Ausgabe des Magazins „LOB- Zeitschrift für berufstätige Mütter und Väter“ findet sich ein Interview, das Ulla Keienburg mit Gerald Hüther führte.

‚An was denken Sie, wenn Sie den Terminus „Work-Life-Balance“ hören?

Ich denke: Das ist wieder so ein Begriff, der uns suggerieren soll, dass etwas zu organisieren ist, was wohl niemand wirklich organisieren kann. Er lenkt ab von dem, was tatsächlich wichtig ist. Arbeit ist nämlich Leben. Und Leben ist Arbeit!

Aus welcher Situation heraus denken Sie so?

Als Hirnforscher. Ich stelle mir vor, ich sei das Gehirn des Menschen, dem diese Frage gerade gestellt wird. Wenn der Mensch nicht bereits viele Artikel zu diesem Thema gelesen oder bereits ein Gefühl zu diesem Terminus entwickelt hat, wird sein Gehirn ratlos reagieren.

Das Thema ist im Augenblick aber in aller Munde. Wir hören es so oft, dass wir tatsächlich meinen, auch wir „brauchen“ dieses Problem. Schließlich möchte man ja doch einmal dasselbe Problem haben wie die Menschen, die sich im direkten Umfeld befinden. Dann kann man mitreden und hat auch was zu sagen, wenn Lehrer, Vorgesetzte, Kollegen, Freunde oder Medien darüber verhandeln. Dann bin ich auch wichtig – weil ich dieses „Work-Life-Balance-Problem“ habe.

Wie stufen Sie Ihre persönliche Situation bezüglich „Work-Life-Balance“ ein?

Ich arbeite gerne.  Es gibt mir das Gefühl, meinem Leben Bedeutung zu verleihen. Ich bin auch sehr gerne mit meiner Familie zusammen. Früher habe ich mich selbst beschimpft, wenn zu viele Termine in meinem Kalender standen. Inzwischen habe ich begriffen, dass Selbstärger nichts bringt. Er verwirrt  nur und macht mich ohnmächtig. Ich empfehle auch denen, die das bemängeln: Freue dich, dass du den Termin da stehen hast.

Was an Ihrer Situation halten Sie aus der Sicht eines Hirnforschers für änderbar? Weiterlesen »

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Väter müssen Arbeitszeiten mitbestimmen können

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 5. November 2011

‚Zeit für Familie’ lautet der Titel des achten Familienberichts, der Ende Oktober vorgelegt wurde. Ein Ergebnis: Eltern wünschen sich mehr Zeit mit ihren Kindern – stärker als mehr Geld oder eine bessere Kinderbetreuung. Professor Hans Bertram, Leiter des Lehrstuhls für Mikrosoziologie an der Humboldt-Universität Berlin und Vater von drei erwachsenen Söhnen, spricht im Interview mit der der Berliner Morgenpost darüber, wie diese Zeit aussehen könnte.

‚… Berliner Morgenpost: Apropos Rollenmodell: Was halten denn Kinder davon, dass Papa sich im Haushalt beteiligt und Mama arbeiten geht?

Professor Hans Bertram: Da sind die Kinder weiter als wir Erwachsene. Den Kindern ist es egal, wer welche Aufgaben verrichtet. In den 60er-Jahren haben Männer übrigens etwa eine Stunde pro Woche im Haushalt geholfen. Heute arbeiten sie 16 bis 17 Stunden im Haushalt. Das ist zwar noch deutlich weniger als bei den Frauen mit 32 bis 35 Stunden pro Woche, aber immerhin etwas. Und wenn die Mutter beides managt – Haushalt und Job – macht es Kinder stolz. Sie sehen und schätzen auch die ökonomische Sicherheit, die sich daraus ergibt. Die typisch deutsche Debatte über das schlechte Gewissen wegen des Arbeitens kann man sich sparen – so lange genug aktive Eltern-Kind-Zeit übrig bleibt.

Berliner Morgenpost: Hat sich denn der Spagat zwischen Job und Familienleben nicht verschärft?

Professor Hans Bertram: Mit Sicherheit. Das liegt an den flexiblen Arbeitszeiten. Sie haben sich richtiggehend in die Familienzeit „reingefressen“. Wer noch um 20 Uhr als Verkäuferin arbeitet, kann eben nicht mit der Familie gemeinsam am Abendbrottisch sitzen. Die Liberalisierung will ja keiner mehr missen, aber man muss sich bewusst werden, dass dies zu einem Managementproblem in den Familien führt. Noch liegt die Zeitsouveränität beim Arbeitgeber. Das muss sich ändern. Mütter und Väter müssen über die Arbeitszeit und die Arbeitsorganisation mitbestimmen dürfen.

Berliner Morgenpost: Wie kann das aussehen?

Professor Hans Bertram: Es gibt viele gute Ideen. Eine große US-Softwarefirma bietet zum Beispiel an, dass die Kinder die Sporteinrichtungen und die Mensa auf dem Unternehmensgelände mitbenutzen. Das ist praktisch für die Eltern und für die Kinder. Beim Hessischen Rundfunk betreuen pensionierte Redakteure Kinder von Mitarbeitern. Die Betriebe müssen Ideen entwickeln und umsetzen – so, wie sie für die individuellen Bedürfnisse passen.

Berliner Morgenpost: Aber wird denn etwas passieren, so lange es politisch keinen Druck gibt?

Professor Hans Bertram: Natürlich sollte auch die Politik etwas tun. Das Kernproblem ist doch, dass die Arbeitswelt am männlichen Lebensverlaufsmodell orientiert ist. Und da kommt das Kinderkriegen und -versorgen nicht vor. So lange sich das nicht ändert, gibt es auch keine Lösung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Berliner Morgenpost: Was schlagen Sie konkret vor? Weiterlesen »

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Wünsche und Wirklichkeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 4. November 2011

Die Legende von den ‚neuen Vätern’ hält sich nach Ansicht von Lisa Erdmann hartnäckig. In einem Beitrag in Spiegel Online zitiert sie zahlreiche Studien, die die Abstände zwischen ausgesprochenen Wünschen und gelebten Wirklichkeiten deutlich machen. Ihrer Ansicht nach bleiben trotz Elterngeld und Vätermonaten die meisten Väter in ihrer alten Rolle stecken: Papi geht gern mal auf den Spielplatz mit, aber die Wäsche macht er noch lange nicht. Dabei macht genau das alle unglücklich: Männer, Frauen – und Kinder.

Treffen sich zwei Männer auf einem Spielplatz in Hamburg. Typ Großstadt-Mittelschicht im Freizeitdress: grüne Barbourjacke, beige Cordhose. Der eine seit einem Jahr Vater, der andere werdender Vater. Sagt der eine: „Weißt du denn schon, welchen Kinderwagen du haben willst?“ Sagt der andere: „Auf jeden Fall soll er geländegängig sein. Und Luftreifen und Scheibenbremsen will ich haben.“ Männergespräche im Jahr 2011.

Da sind sie nun also – die beiden Kinderwagenexperten, unsere ‚neuen Väter’. Ambitioniert, interessiert, engagiert. Sie füttern, windeln und bespaßen ihre Kinder. Und sie halten ihrer Partnerin den Rücken frei. Soweit möglich. Aber das ist leider nicht so oft. Denn davor steht der Job. In Wahrheit unterscheiden sich die ‚neuen Väter gar nicht so sehr von ihren Vorgängern. Sie sind höchstens mit einem Software-Update bestückt. Die Hardware hält sich hartnäckig. Genauso wie bei den Müttern.

Auch viele von denen, die mit Begeisterung Papa geworden sind, rutschen in frühere Verhaltensmuster zurück. Was soll man schon tun, wenn mal wieder eine Sitzung erst um 17 Uhr beginnt oder ein Projekt unbedingt noch heute fertig werden muss?

Und oftmals sind es auch ihre Frauen, die Schwierigkeiten haben, die Hälfte abzugeben. Wenn Papa dreimal auf dem Weg von der Arbeit nach Hause die ihrer Meinung nach falschen Gläschen mitgebracht hat, dann geht er beim vierten Mal vielleicht gar nicht mehr los. Zum Selbstverständnis vieler Frauen gehört noch immer die Vorstellung, den Laden zu Hause am Laufen halten zu müssen, sagt Väterforscher Rost. „Nach wie vor wollen auch viele Frauen die traditionelle Rolle leben und ihre Kinder nicht so früh allein lassen.“

Diese Einschätzung bestätigt auch die Statistik. Denn trotz Elterngeld und windelnwechselnder Väter arbeiten heute weniger Mütter in Vollzeitjobs als vor 15 Jahren. Weiterlesen »

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Moderne Frauen suchen sich ganze Männer

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 3. November 2011

Aktive Väter sind nach Ansicht von Christine Haderthauer keine Softies, sondern ganze Männer. „Moderne Frauen suchen sich ganze Männer“, sagte Haderthauer anlässlich des Welttages des Mannes.

„Die Zeiten, in denen der Mann die Familie ernährte und die Frau die Familienarbeit leistete, sind zum Glück vorbei“, sagte Haderthauer gestern in München. Viele moderne Väter hätten dieses alte Rollenbild aufgebrochen und erkannt, dass sie für ihre Kinder unersetzbar und nicht austauschbar seien. „Sie wollen nicht mehr nur Gast im Familienleben zu sein, sondern Familienglück und -alltag persönlich erleben und ihre eigenen Spuren in Kopf und Herzen ihrer Kinder hinterlassen – und zwar nicht nur auf dem Fußballplatz. Wickeln, Basteln, Vorlesen und zum Elternabend gehen, auch mal eine Träne trocknen – all das ist genauso wichtig, um den eigenen Kindern zu einem erfolgreichen Start ins Leben zu verhelfen.

Für mich ist klar: Aktive Väter sind ganze Männer! Und moderne Frauen sind auf der Suche nach ganzen Männern. Dabei ist der Macho ebenso out wie der Softie. Frauen ist wichtig, dass ihr Mann als gleichverantwortlicher Partner in allen Lebensfragen auftritt und sie gemeinsam die Balance zwischen Karriere und Kinderwagen finden. Leider werden Männer hierzulande allzu oft noch belächelt, wenn sie wegen eines Elternabends oder eines Arztbesuchs ihres Kindes mal früher nach Hause gehen.

Dann kommt dann oft: ‚Ist Deine Frau denn nicht zuhause?‘. Hier müssen auch die Unternehmen endlich mal umdenken: Wenn sie jungen Eltern nicht individuelle Lösungen am Arbeitsplatz und eine familiengerechte Arbeitsorganisation ermöglichen, werden sie morgen in die Röhre schauen. Denn gute Fachkräfte suchen sich ihre Arbeitgeber schon lange nicht mehr allein nach dem Gehalt aus. Hier können wir uns ein Beispiel an Skandinavien nehmen. Dort wird auch von Führungskräften verlangt, dass sie sich ausgiebig um ihre Familien kümmern. Sonst gelten sie als Minderleister – und als Risiko für die Firma!“

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Die ohnmächtige Wut der Scheidungsväter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 2. November 2011

Nicht nur in der Schweiz haben geschiedene Väter kaum Rechte. Im Schweizer Mamablog beschreibt ein Vater sehr persönlich aber anonym, um die Beziehung zu seiner Ex Frau nicht weiter zu belasten, wie er diese Situation erlebt.

‚Papa werden ist ein unbeschreibliches Erlebnis und mehr noch Papa sein. Das hört ja nicht mit der Geburt des Kindes auf. Im Gegenteil, es fängt erst an. Ein neues Ich entfaltet sich, neue, noch nie empfundene Gefühle eröffnen sich, bedingungslose Hingabe erfährt eine tiefere Qualität, Verantwortung wird zur Bereicherung.

Schön, wenn man diese Gefühle und den Zustand gemeinsam im Alltag verfolgen und teilen kann. Aber nicht jedem ist das Glück vergönnt, diese Dreiheit (es ist unser erstes Kind) gemeinsam zu leben, zum Beispiel Eltern, die keinen gemeinsamen Haushalt haben. Damals, als es um die Regelung in der gemeinsamen Erziehung und des Besuchsrechtes ging, unterschrieb ich zusammen mit der Mutter meines Kindes eine Abmachung. Solche Regelungen sind sinnvoll, gerade mit einem Kind ist Planung unumgänglich.

Einfach ist das nicht. Auch ein Vater hat zuweilen das Bedürfnis, seinen Sohn außerhalb dieser abgemachten und unterzeichneten Besuchszeiten zu sehen. Ein Begriff, der irgendwie an den Knast erinnert und nicht an das, was ich mir unter einer Familie vorstelle. Leider besteht je nach Beziehungsstatus mit der Mutter kaum Raum für spontanes Begegnen. Wenn sie gerade Bedarf hat, das Kind abzugeben, um zu putzen oder Büroarbeiten zu erledigen, darf der Papa den Kleinen zu sich nehmen. Sonst kaum.

Um den Kontakt trotzdem zu pflegen, greift man aus Verlegenheit auf den telefonischen Kontakt zurück. Da ich den Dreijährigen nicht selber anrufen kann, habe ich wiederum mit der Mutter zu tun. Dann fallen in vorwurfsvollem Geplänkel Sätze wie: „Ich will und muss nicht DIE GANZE ZEIT erreichbar sein.“ Aber sollte nicht genau das der Fall sein, wenn man ein gemeinsames Kind hat? Wir haben diese Entscheidung zusammen gefällt und diese bindet uns. Auch wenn es vielleicht nicht immer gerade passt. Weiterlesen »

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Männer können Gleichstellung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 1. November 2011

Aus Anlass des Welttag des Mannes am kommenden Donnerstag erklärt Martin Rosowski, Vorsitzender des Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.:

„Wir freuen uns, dass auch die Bedarfslagen von Jungen, Männer und Vätern in der Gleichstellungspolitik mehr und mehr ernst genommen werden. Seit einem Jahr gibt es das Bundesforum Männer, den Interessenverband für Jungen, Männer und Väter als Ansprechpartner für die Politik. Aber auch Jungen, Männer, Väter und Großväter brauchen verlässliche Ansprechpartner. Mehr Männer als Gleichstellungsbeauftragte wären daher ein wichtiges Signal.“

Seit zehn Jahren regelt das Bundesgleichstellungsgesetz, dass in der Bundesverwaltung Gleichstellungsbeauftragte gewählt werden müssen. Aber nur Frauen können Gleichstellungsbeauftragte werden und wählen. Das Bundesforum Männer sieht es an der Zeit diese rigide Regelung zugunsten paritätisch besetzter Teams aufzugeben. Unserer Ansicht nach können Frauen und Männer am besten gemeinsam wirkliche Gleichstellung erreichen und bestehende Diskriminierungen wegen des Geschlechts beseitigen. Auch um die Vereinbarkeit von Familie, d.h. sowohl Pflege von Kindern als auch von kranken oder alten Angehörigen, und Erwerbstätigkeit für Männer und Frauen zu verbessern, müssen Männer und Frauen gemeinsam Maßnahmen entwickeln.

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Zeit mit Papa

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 31. Oktober 2011

Zeit mit PapaAm 19. November erscheint ein Familienplaner in Form eines Fotokalenders, der mittlerweile im 7. Jahr die Thematik „Väter und ihre Kinder“ in Bildern dokumentiert und durch das Jahr begleitet. Der Kalender wird ab Januar 2012 durch eine Foto-Wanderausstellung begleitet und erscheint erstmalig als Kalender und Familienplaner.

Das Vater-Kind-Kalender-Projekt möchte mit dem Kalender zeigen, dass Vater-Kind-Gespanne ebenso natürlich schön aussehen können, wie das bei Müttern und ihren Kindern der Fall ist. Dreizehn Väter und deren Kinder aus Berlin und anderen bundesdeutschen Städten wurden dafür in 2011 von Fotografen sowie Müttern und Freunden der Väter und Kinder fotografiert.

Ausgangspunkt für das Kalenderprojekt war und ist der gesellschaftliche Wandel, der dazu führt, dass Männer ihre Vaterrolle zunehmend stärker wahrnehmen wollen – und können! Der aktive, partnerschaftliche Vater ist demzufolge heutzutage längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Väter leisten sich Gefühlsoffenheit, Weichheit, Zärtlichkeit, Fürsorglichkeit und auch Schwäche gegenüber ihren Kindern. Väter bevölkern Spielplätze, kennen die Kinderkleidergrößen ihres Nachwuchses, gehen zum Babyschwimmen, zu PEKiP-Kursen, fahren im Team mit ihren Kindern Carrerabahn und verbringen ihre freie Zeit immer öfter und gerne mit ihren Kindern.

Der Kalender und Familienplaner versucht nicht nur das Schöne, Wichtige und Bindende einer Vater-Kind-Beziehung bildhaft ausdrücken. Dieses Mal gibt es außerdem in einem aufwendig gestalteten Kalendarium Platz zum Eintragen von Terminen und Aktivitäten für die ganze Familie, vor allem aber für die „Zeit mit Papa“. In einer entsprechenden Kalenderspalte gibt es täglich nicht nur die Möglichkeit, eigene Ideen, Verabredungen und Termine einzutragen.

Es gibt zahlreiche Tipps, Angebote und Reisevorschläge für 2012, die als Anregungen für die Väter und Kinder bereits recherchiert wurden und eingetragen sind.

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