der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

‚So oder so …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 19. November 2006

die Erde wird rot‘, sang Wolf Biermann unter anderem bei seinem Kölner Konzert vor 30 Jahren. Eine Eineindeutigkeit, die sich so nicht bewahrheitet hat, es sei denn die Farbe rot steht für die steigende Temperaturen auf der Erde.

In der Frage von Arbeit und Leben, Karriere und Kinder lautet die Frage immer noch zu oft ‚entweder oder‘ du musst dich entscheiden. Wie diese Entscheidung ausfällt lässt sich an der demografischen Entwicklung ablesen. Das sei eine ‚deutsche Frage‘ war im Economist im Januar zu lesen. Eine erste Erweiterung dieser einengenden Perspektive ist das ’sowohl als auch‘ die Zulassung beider Möglichkeiten, also zum Beispiel ‚Kinder und Karriere‘.

Der Kommunikationsberater Marcus Knill analysiert in der Online-Zeitschrift Persönlich das Thema anhand des umstrittenen Buchs von Eva Hermann Das Eva-Prinzip.

Mir sind auch zwei Möglichkeiten zu wenig. Heinz von Foerster hat es im Gespräch mit Bernard Pörksen einmal so ausgedrückt: ‚Mein Ziel ist es vielmehr, den Begriff der Wahrheit selbst zum Verschwinden zu bringen, weil sich seine Verwendung auf eine entsetzliche Weise auswirkt. Er erzeugt die Lüge, er trennt die Menschen in jene, die recht haben, und jene, die – so heißt es – im Unrecht sind. Wahrheit ist, so habe ich es einmal gesagt, die Erfindung eines Lügners.‘

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Job und Familie nicht vereinbar

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 19. November 2006

Eine repräsentative Umfrage, die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Software-Anbieters WebEx durchgeführt hat, brachte folgendes Ergebnis:

86 % der Befragten sind der Meinung, dass sich Job und Familie in Deutschland „eher schwierig“ oder „sehr schwierig“ vereinbaren lassen. Schuld daran sind nach Ansicht der Berufstätigen Politik und Wirtschaft. So sind 80 % aller Befragten, die nicht zu Hause arbeiten, der Überzeugung, ihr Arbeitgeber sei wenig flexibel und würde Heimarbeit erst gar nicht erlauben. Und 59 Prozent der Erwerbstätigen erwarten, dass Unternehmen Mitarbeitern mit Kindern auch in Zukunft nicht mehr entgegenkommen werden.

Auch gesetzlichen Regelungen stehen die Befragten skeptisch gegenüber. Dabei vertreten 58% der deutschen Erwerbstätigen die Meinung, die dreijährige Elternzeit erschwere den Wiedereinstieg von Frauen in das Berufsleben: 42% davon sind der Meinung, nach drei Jahren sei man zu lange aus dem Beruf heraus.

Trotzdem sind viele der Betroffenen gezwungen, die vollen drei Jahre in Anspruch zu nehmen, weil die Kinderbetreuung zu teuer ist oder schlicht fehlt: Die mangelnde Kinderbetreuung ist für jeden Zweiten berufstätigen Bundesbürger dabei der Hauptgrund für die Unvereinbarkeit von Job und Familie. 9 % der Befragten müssen ihren geplanten Erziehungsurlaub sogar verlängern, weil die Betreuungsmöglichkeiten fehlen.

Wie schwer sich Job und Familie vereinbaren lassen, zeigt auch, dass nur 15 % der Befragten nach der Geburt ihres Kindes flexiblere Arbeitszeiten von ihrem Arbeitgeber zugestanden bekommen; nur verschwindende 4 % der Arbeitnehmer mit Nachwuchs können vom Home-Office aus arbeiten – und das, obwohl die Vorteile moderner Technologien wie Internet oder Webkonferenzen Arbeitgebern hinlänglich bekannt sind.

So ist die überwältigende Mehrheit der Befragten der Ansicht, dass ihnen diese Technologien helfen würden, Arbeit und Familie besser zu vereinbaren. Frauen beweisen sogar mehr Technik-Affinität als Männer: 78 % der Frauen sind von Internet & Co. überzeugt, bei Männern sind es nur 72 %.

Die Auftraggeberin der Studie möchte gerne Software Anwendungen und Homeoffice Lösungen verkaufen, daher zielen die Fragen in diese Richtung. Das Ergebnis macht aber dennoch deutlich, dass die Praxis in den allermeisten Unternehmen noch weit von den Bedürfnissen aktiver Vaterschaft entfernt sind. Flexibilität wird immer noch einseitig an vordergründigen und kurzfristigen betrieblichen Anforderungen definiert.

Es ist noch ein weiter Weg von den Verlautbarungen zu einer Wirklichkeit, die Müttern und Vätern eine partnerschaftliche Navigation zwischen Arbeit und Leben bzw. Beruf und Familie erlaubt.

Die ganze Meldung finden Sie hier.

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Väter und Mütter als Verlierer im Arbeitsrecht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 16. November 2006

Der Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beginnt mit ketzerischen Fragen, der folgende Bericht über das 3. Ludwigsburger Rechtsgespräch macht aber deutlich auf die Widersprüche zwischen den Sonntags- und ‚Montagsreden‚ von der Bedeutung der Familie und dem Rechtsalltag in den Unternehmen  und weist dem Recht und den Sozialpartnern eine Mitverantwortung  an der demografischen Entwicklung in Deutschland zu.

‚Wer hat es im Arbeitsalltag schwerer – der Gehbehinderte oder die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern? Wer verdient mehr Diskriminierungsschutz – der 50 Jahre alte Homosexuelle oder der junge Familienvater? Sind Mütter und Väter die Verlierer des modernen Arbeitsrechts? Den Wettstreit um die „knappe Ressource der gesetzgeberischen Aufmerksamkeit“ hätten Eltern jedenfalls verloren, behauptet Volker Rieble, Direktor des Zentrums für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen (ZAAR) in München.

Ob in Gesetzen, Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen: Quer durch das Arbeitsrecht sei die Benachteiligung von Eltern oder zumindest eine Gleichgültigkeit gegenüber ihren Bedürfnissen erkennbar. Darin waren sich die Referenten einig, die zum 3. Ludwigsburger Rechtsgespräch des ZAAR angereist waren. „Kinderlose Doppelverdiener erhalten im Kündigungsfall für ihre Gatten die gleiche Zahl von Sozialpunkten wie ein Familienvater, dessen Frau sich in Vollzeit um drei Kinder kümmert“, rechnete Rieble vor.‘

Den gesamten Beitrag finden Sie hier

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Exzellenz kennt kein Geschlecht! Oder?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 15. November 2006

Das Online Portal ‚CIO IT-Strategie für Manager‚ legt da ein anderes Szenario auf:

‚Immer weniger Frauen arbeiten in der IT. Laut den Analysten von Gartner könnte sich das negativ auf Projekte und Geschäftsergebnisse von Unternehmen auswirken. Um das zu verhindern, müssen IT-Organisationen den Beitrag von Frauen am Arbeitsplatz stärker anerkennen.

Unternehmen sollten allerdings bedenken, dass ihnen dadurch die Stärken ihrer weiblichen Mitarbeiter verloren gehen. So sind dynamische Veränderungen in der Geschäftspraxis, hervorgerufen durch Globalisierung, Beziehungen, Communities und kollektive Entscheidungsprozesse, für Frauen einfacher zu bewältigen als für Männer.

„Aus der Psychologie wissen wir, dass Frauen den Männern im Aufbau von Vertrauen und in der auf Beziehungen basierenden Zusammenarbeit überlegen sind“, sagt Mark Rasinko, Research Vice President bei Gartner. Frauen würden sich durch eine starke Ausprägung kommunikativer und sozialer Kompetenzen auszeichnen. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen würden sie besser zuhören und sich leichter in die Lage anderer versetzen.‘

Aus Erfahrung wissen wir, dass Empathie eine der sozialen Kompetenzen ist, die durch aktive Vaterschaft gestärkt werden kann. Einer der Gründe, warum einige Unternehmen in Schweden bei der Besetzung von Führungspostionen von den Bewerbern einen Nachweis aktiver Erziehungszeiten verlangen.

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Lesemüde Väter lesemüder Söhne …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 15. November 2006

Die ZDF-Journalistin Kathrin Müller-Walde beschäftigt sich in dem Buch „Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können“ mit dem Phänomen der zunehmenden Leseunlust von Jungen. Anstoß für ihren Entschluss, ein Buch zu schreiben, waren nicht zuletzt ihre Erfahrungen als Mutter eines zeitweise lesemüden Sohnes. Das Buch ist eine gute Einführung in die Problematik und gibt  Eltern sinnvolle Hintergrundinformationen und Anregungen, wie sie ihren Sohn zum Lesen verführen können. Sehr wichtig ist die Erkenntnis, wie dringend Jungen männliche lesende und vorlesende Vorbilder brauchen.

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Müller-Walde verweist in ihrem Sachbuch immer wieder auf die Schwierigkeit von Jungen angesichts eines stark verändernden Rollenideals, einen für sich passenden männlichen Weg einzuschlagen. Jungen brauchen Vorbilder und die weiblich dominierte Lese- und Genderdomäne männlichen Zuwachs, wenn das Thema Jungenförderung wirklich ernst genommen wird. Müller-Waldes Appell an alle Väter, sich ein Buch zur Hand zu nehmen, kann hier also nur unterstützt werden. Es fehlt an Männern, die sich der Leseförderung von Jungen verschreiben.

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‚Bei meinem Mann ginge das gar nicht‘ – Neues vom ‚Rabenvater‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 14. November 2006

In der vergangenen Woche habe ich über den neuen Elternblog berichtet. Inzwischen hat sich der ‚Rabenvater‘ gemeldet und stellt Gedanken in den Raum, die  zum Nachdenken anregen:

… „Verdienen Sie denn nicht genug, dass Ihre Frau arbeiten muss? Hausarbeit und Kind, das ist doch nichts für einen Mann.“ Gleichzeitig fallen mir Bemerkungen meines Vaters ein, wie: „Hast Du schon wieder frei?“. Oder der Kollege, als ich vor einem Jahr meine Teilzeitstelle antrat: Er habe gehört, da werde einer anfangen, der kürzer treten wolle.

Das neue Vaterbild, das so viel gepredigt wird, ist meiner Meinung nach kaum in den Köpfen der Deutschen angekommen. Als Vater hat man(n) in Deutschland Karriere zu machen und das Geld nach Hause zu bringen. So denken auch viele Mütter, denen ich auf dem Spielplatz oder in Krabbelgruppen begegne. Ihre Fragen sind ähnlich subtil wie die der Nachbarin: „Verdient Deine Frau überhaupt genug?“, „Geht das in Deinem Beruf?“ oder „Hat Deine Frau denn genug von Eurem Sohn?“. Und im weiteren Gespräch höre ich dann oft den Satz: „Bei meinem Mann ginge das gar nicht.“

Die bewährten Rollenbilder sind natürlich nicht nur um mich sondern auch in mir: Darf ich als Vater meine Karriere und damit die finanzielle Zukunft unserer Familie gefährden?‘

Sind wir wirklich noch nicht so weit? Alleine von Beruf wegen bin ich ja bislang ein Optimist, auch wenn ich kein Prediger bin.

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Alles nur bla bla?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 13. November 2006

Marcel Widmer weist in seinem JobBlog auf die Studie ‚Key Trends in Human Capital 2006‚ von PriceWaterhouseCoopers hin.

Dort wird unter anderem der Klassiker unzähliger Unternehmensleitbilder – “Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital” – als Worthülse entlarvt. Sehr interessant sind aber auch die Aussagen zur ‚Work-Life-Balance‘:

‚Die Debatte darüber, was eine gesunde Aufteilung zwischen Arbeitszeit und Freizeit darstellt, hat sich 2004 vertieft. Das angelsächsische Modell wird im Norden und in den USA bevorzugt und legt den Schwerpunkt auf Arbeit (d.h. höhere Produktivität, hohe Arbeitsethik, längere Arbeitszeit, Pflichtbewusstsein). Das soziale Modell anderer europäischer Nationen sieht mehr Zeit für Familie, Entspannung, längere Ferien, weniger Arbeitszeit etc. vor und wird in grundsätzlich unterschiedlichen Lebenseinstellungen sichtbar.

… Einige Kommentatoren heben hervor, dass von den Unternehmen jene, die „familienfreundliche“ Politik und Arbeitspraktiken vertreten, ihre Konkurrenz ausstechen. … Die 25% der besten Performer in jeder Branche verfügen über die fortschrittlichsten Work – Life – Balance Maßnahmen.‘

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Väter sind Volltrottel

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 12. November 2006

Mit dieser Headline berichtete Roland Mischke im  Hamburger Abendblatt in der vergangenen Woche über eine Studie des österreichischen Sozialministeriums zum Thema ‚Männer in den Medien‘.

‚Der Blödmann aus der „Media Markt“-Werbung ist harmlos. Er grinst dämlich und sondert einen Spruch ab, das war’s. Ein echter Trottel, da gibt’s nichts zu lachen.

Wer aber darauf achtet, was uns sonst noch in TV-, Zeitungs- und anderer Werbung an Männerrollen zugemutet wird, kommt – vor allem als Mann – ins Grübeln. Die Werber gehen nicht zimperlich mit dem „starken“ Geschlecht um. Da wird ein gestandenes Mannsbild in einer Autowerbung aus dem fahrbaren Untersatz geworfen, als würde er mit den Krümeln herausgekehrt. Die durchschlagende Wirkkraft von Reinigungsmitteln wird demonstriert, wenn Männer im Wisch-und-Weg-Verfahren verschwinden. Andere werden vom Stier niedergetrampelt, vor der Tür vergessen, und Väter ziehen gegenüber ihren Söhnen stets den Kürzeren.‘

Die voluminöse Studie (342 Seiten Umfang) steht als pdf Datei zum Download bereit. Wem das zu viel ist, es existiert auch eine Kurzinfo zur Studie. Hier formulieren die AutorInnen als Resultat ihrer Untersuchungen unter anderem folgende Konsequenzen:

  • ‚Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für diese medialen Muster, reflektierter Umgang mit dem Kinder- und Jugendprogramm sowie Kinder- und Jugendfilmen durch Erziehungsverantwortliche
  • Erarbeitung eines Katalogs für Erziehungsberechtigte
  • Film- und Fernsehkritiken, die nicht nur inhaltliche, dramaturgische und schauspielerische Qualitäten berücksichtigen, sondern auch genderpolitische Aspekte, um auch erwachsene Rezipienten für diese Muster zu sensibilisieren
  • Erarbeitung und Förderung positiver und/oder realistischer Vatersujets (inklusive der Patchwork- und Scheidungsväter)
  • Achtung auf Genderfairness in der Werbung; Verzicht auf polarisierende Gendersujets
  • Initiierung und Förderung des Aufbaus von männlichen Gegenimages, unterstützt durch mediale Opinion Leader

Denn  es gibt auf beiden Seiten noch viel zu lernen:

  • Bindung und Beziehung sowie Werte sind die wichtigste Grundlage zur Identitätsbildung
  • Männerdomänen sind notwendig, Frauen haben sie auch
  • Frauen sollen die männliche Welt verstehen und akzeptieren lernen
  • Medien sind ein wichtiger Spiegel, doch sie haben nur die Macht, die wir ihnen geben. Deswegen gilt es zu lernen, mit ihnen umzugehen‘

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Frauen sind besser – Männer aber auch

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 10. November 2006

Kristina Allgöwer stellt sich heute in der Financial Times Deutschland eine Frage:

‚Seit einem Jahr regiert in Deutschland eine Frau. Viele fragen sich: Was konnten Männer noch mal so viel besser?‘ Zehn Antworten für verunsicherte Zeitgenossen:

1. Männer sind zielorientierter
2. Männer sind platzsparender
3. Männer sind belastbarer
4. Männer sind gelassener
5. Männer sind risikofreudiger
6. Männer sind robuster
7. Männer sind unsinkbarer
8. Männer sind mobiler
9. Männer sind brutalstmöglicher
10. Männer sind gutgläubiger

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Fred’s Tagebuch

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 10. November 2006

Fred ist verheiratet und hat zwei Kinder, dass unterscheidet ihn noch nicht wesentlich von anderen Männern in seinem Alter. Die Tatsche, dass er sich die Erwerbs- und die Familienarbeit partnerschaftlich mit seiner Frau aufteilt, ist schon eher ein Unterscheidungsmerkmal. Damit andere an seinen Erfahrungen partizipieren und vielleicht auch ermutigen lassen können, berichtet er wöchentlich in einem Tagebuch über seine Erfahrungen.

In seinem ersten Beitrag schildert er den Prozess der Findung des passenden Arbeitszeitmodells. Verschiedene Varianten standen zur Auswahl:

  1. ‚Jeder arbeitet einen halben Tag und ist die andere Hälfte des Tages bei den Kindern.
    Diese Variante wurde jedoch direkt wieder verworfen. Zum einen aufgrund der räumlichen Entfernung zur Arbeitsstätte meiner Frau, zum anderen aufgrund unserer beider Tätigkeiten, die eine punktgenaues Verlassen der Arbeitsstätte nicht zulassen. Aus den Erfahrungsberichten aus unserem Freundeskreis ist man bei diesem Modell eigentlich immer zu spät dran und rennt nur der Zeit hinterher. Insbesondere für die Kinder ist diese Variante auch sehr hektisch.
  2. Tageweiser Wechsel.
    Diese Variante schied für mich aus. Ich sah dies unter dem Motto „Kaum habe ich mit etwas begonnen, muss ich es wieder loslassen“. Und viele meiner beruflichen Aktivitäten sind nicht an einem Tag zu erledigen. Desweiteren sahen wir bei diesem Modell zu viele Konfliktpunkte bei der Übergabe des Haushaltes.
  3. Aufteilung der Woche, d.h. eine Woche mit 3 Kinder- und 2 Arbeitstagen und eine Woche mit 2 Kinder- und 3 Arbeitstagen.
    Diese Variante erschien uns zwar eine etwas verbesserte Variante gegenüber Nr. 2 zu sein, aber ideal war sie für uns immer noch nicht.

Nach einiger Überlegung kam für uns deshalb eigentlich nur ein wochenweiser Wechsel zwischen Arbeitszeit und Kinderzeit in Frage. Dies erschien uns die beste aller Varianten und sie hat sich mittlerweile mehr als bewährt.
Nach Abstimmung mit unseren Arbeitgebern stellten wir unsere Voll- auf Teilzeitbeschäftigungen um, bei mir noch ergänzt um Heimarbeit.‘

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