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lebe deinen Traum!

Bischof degradiert Männer zu Zeugungsmaschinen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 23. Februar 2007

Das hat Bischof Mixa zwar so nicht gesagt, lässt sich aber aus seinen unsäglichen Vorwürfen gegenüber einer Familienpolitik, die den Namen auch verdient und Müttern und Vätern, die Erwerbs- und Familienarbeit vereinbaren möchten, schlussfolgern.

Der Widerspruch auf seine verbale Entgleisung, ‚Frauen würden zu Gebärmaschinen degradiert‘ ist Gott sei Dank so, wie er ausfallen muss.

Auch von den KirchenkollegInnen selber wird er kritisiert: Die evangelische Landesbischöfin aus Hannover Margot Käßmann  sagte der „Passauer Neuen Presse„, sie könne die Kritik in keiner Weise nachvollziehen. Auch die christlichen Kirchen sollten alles tun, um Deutschland kinderfreundlich zu machen. Die Bischöfin verwies darauf, dass 2013 erst Krippenplätze für jedes dritte Kind zur Verfügung stehen würden.

Auch der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, äußerte sich kritisch. Er plädierte für mehr Ruhe und Sachlichkeit in der familienpolitischen Debatte. Eltern müssten eine echte Wahlfreiheit erhalten und sich frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren während der Arbeitszeit in eine Betreuungseinrichtung geben. „Wir brauchen mehr Respekt für die Entscheidung der Eltern“, sagte Vesper.

Der ZDK Präsident Meyer präzisiert „Eltern haben nur dann wirkliche Wahlfreiheit, wenn für ihre Kinder solche Angebote erreichbar und in ausreichender Zahl vorhanden sind“.

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Ein (nicht) geheimer Vater (-schafts) Test

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 22. Februar 2007

Die Rollenverteilung in der Familie hat sich geändert. Traditionelle Strukturen brechen auf, und es bilden sich fließende Übergänge, stellt Harald Werneck, Koautor des Buchs ‚Aktive Vaterschaft‚ fest. Der Entwicklungs- und Familienpsychologe aus Wien hat sich auf Väterforschung spezialisiert. Im Rahmen seiner Studien hat er Änderungen der Vaterrolle in verschiedenen Ausprägungen nachgewiesen, von 100-prozentiger Umsetzung bis zu Verunsicherung.

Moderne Väter sind offener, bemühen sich mehr um ihren Nachwuchs und sind ihm emotional näher. Doch niemand wird als Vater oder Mutter geboren. „Der viel zitierte Mutterinstinkt weckt falsche Erwartungen, denn auch Frauen verfügen nicht sofort und automatisch über ihn – so wie nicht alle Männer Vätergefühle zeigen“, gibt der Psychologe zu bedenken.

Gemeinsam mit dem Focus hat er einen kleinen Vater-Test entwickelt, der Vätern Anhaltspunkte für den Aufbau einer eigenständigen Beziehung zum Kind liefert. 

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Sie bekommt ein Baby – und er die Krise

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 20. Februar 2007

In der letzten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verfasste Karen Krüger einen lesenswerten Artikel über die Generation ‚Neue Väter’.

Die Schlussfolgerungen der Autorin finde ich bedenkenswert:

‚Der amerikanische Männerforscher Michael Kimmel hat unlängst festgestellt, dass ein anderes Mann-Sein nur Bestand haben kann, wenn die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft.

Das im Januar eingeführte Elterngeld ist gewiss ein erster Schritt in diese Richtung. Doch Emanzipation funktioniert nur, wenn der Mann nicht nur als Behandelter, sondern auch als Handelnder auftritt.

Anders als in Skandinavien wird die Gleichstellungs- und Familienpolitik in Deutschland überwiegend von Frauen gemacht, die auf dem langen Weg zu mehr Gleichstellung gelernt haben, Wünsche zu definieren und flexibel auf Rollenerwartungen zu reagieren.

Kampagnen und Initiativen, an denen Männer sich maßgeblich beteiligen, sind dagegen rar. Anstatt sich selbst zu engagieren, reagieren viele Männer träge oder fühlen sich in die Defensive gedrängt.‘

Daran kann Mann/ muss Vater doch etwas ändern, oder?

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Neues vom deutschen Mann

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 20. Februar 2007

Die Familienpolitik der Bundesregierung verfolgt nach Ansicht des Berliner Professors für Kommunikationstheorie Norbert Bolz zwei Ziele: ‚die Verstaatlichung der Kinder und die Umerziehung der Männer. Was das für die Seelen der Kinder bedeutet, wird man wohl erst in Jahrzehnten beurteilen können. Aber die Folgen für die Männer liegen schon heute auf der Hand. Zum ersten Mal seit sich der moderne Staat als Anstalt der Daseinsfürsorge versteht, sollen erwachsene Menschen umerzogen werden. Es geht um die „reeducation“ des Machos zum fürsorglichen Mann.

In der modernen Gesellschaft erwerbstätiger Frauen genügt es offenbar nicht, wenn sich ein Vater als Versorger seiner Familie versteht. Aus dem Versorger soll ein Fürsorger werden. Dieses familienpolitische Programm richtet sich im Kern gegen die sexuelle Arbeitsteilung. Also gegen das Modell: die Frau zu Hause, der Mann auf der Jagd nach dem Profit.’

Diese und weitere Thesen hat Bolz heute Morgen im Deutschlandradio Kultur verbreitet.

Er ignoriert dabei die ihm sicherlich bekannten, nach seiner Ansicht wohl unter ‚erpresserischen Umständen’ zustande gekommenen Umfrageergebnisse, die seit Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts den wachsenden Wunsch von Vätern zum Ausdruck bringen, eben nicht mehr nur der Versorger der Familie zu sein sondern der Erzieher ihrer Kinder.

Bolz ist bereit, für seine Ansichten den Kampf gegen Rocky Balboa, äh nein wie Rocky wieder aufzunehmen. Wenn das live übertragen wird, schaue ich es mir an, echte Machos müssen sich ja schließlich prügeln!

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Der recycelte Mann

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 17. Februar 2007

Barbara Dribbusch setzt sich heute in der taz mit dem Entwurf des neuen Unterhaltsrechts und dem ‚Gebrauchswert’ geschiedener Männer auseinander:

‚ … Es wird ungemütlicher. Mehr erwerbstätige Frauen erhöhen auch für die Männer den Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt. Zugleich müssen sich Männer zu Hause mehr um die Kinder kümmern, denn die Gattin im Büro verfolgt ihre Karriere – auch um im Falle einer Scheidung nicht als Depp dazustehen.

Dabei geht es im Kampf um Chancengleichheit gar nicht nur um eine Verteilungsfrage zwischen Männern und Frauen. Wie Väterinitiativen schon festgestellt haben, sparen geschiedene Männer durch das neue Recht kein Geld: Es wird nur anders zwischen ihren Erst- und Zweitfrauen verteilt. SPD-Justizministerin Brigitte Zypries hat denn auch erklärt, mit dem neuen Gesetzentwurf lediglich den real existierenden Beziehungsverhältnissen gerecht zu werden. Durch die hohen Scheidungsquoten werden Männer, zynisch gesprochen, öfters recycelt. Es geht daher darum, auch den „gebrauchten“ Mann noch ökonomisch attraktiv zu halten.’

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Väter sind keine Weicheier

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 17. Februar 2007

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich im Interview mit der Welt unmissverständlich hinter die Familienpolitik von Ursula von der Leyen gestellt. Die im Rahmen der neuen Elterngeldregelung vorgesehenen ‚Vätermonate’ sieht er als ‚bescheidenen Schubs’ an:

… Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass wir eine Gesellschaft sind, in der Männer immer noch Probleme haben, zu erklären, dass auch sie Kinder betreuen wollen. Meine eigene Lebenserfahrung ist – und bei meinen Söhnen wird das noch intensiver sein -, dass man die Kinderbetreuung mitleben will. Mit den „Vätermonaten“ hat der Staat jetzt einen bescheidenen Hinweis gegeben, dass der Mann nun in seinen Betrieb gehen und diese Zeit auch einfordern kann, statt sich als Weichei zu fühlen. Viele, die das jetzt machen, sind ganz dankbar, damit beim Personalchef auftreten zu können. Denn der Personalchef muss sich ändern! Das ist nicht radikal. Es ist ein kleiner Schubs in Richtung Partnerschaft.

Also Sie, Roland Koch, begrüßen das Ende des Alphatiers?

Das Alphatier ist doch längst nicht mehr männlich. 

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Sind Hausmänner Rabenväter?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 16. Februar 2007

Die Absurdität der Debatte, die ‚konservative‘ Familienpolitiker und Politikerinnen derzeit inszenieren wird deutlich, wenn Mann es auf diese Frage zuspitzt.

Davon heben sich die Aussagen von Philipp Mißfelder (Bundesvorsitzender der Jungen Union), der sich selbst auch als Konservativ bezeichnet, erfrischend ab. Im Interview mit der Frankfurter Rundschau erklärt er unter anderem:

Herr Mißfelder, Sie sind jung genug und verdienen genug – wenn Sie Vater werden, sollte ihre Frau denn zu Hause bleiben?

So eine Entscheidung trifft man nur gemeinsam. Meine Frau studiert Medizin. Sie will nach dem Examen in ihrem Beruf arbeiten. Wir sind daher dringend darauf angewiesen, dass die Betreuungsangebote in Deutschland deutlich besser werden. Das ist die richtige Wahlfreiheit: Zu Hause bleiben oder Familie und Beruf vereinbaren. Aber ohne ausreichend Angebote zur Kinderbetreuung gibt es keine Wahlfreiheit. Ich will niemandem etwas vorschreiben, aber ich will auch niemanden in seinen Möglichkeiten begrenzen. …

… Eine Volkspartei, zu der auch konservative Kräfte in unserem Land selbstverständlich zählen, muss für sich in Anspruch nehmen, moderne Politik zu machen. … Ich halte mich für einen Konservativen. Aber ich nehme selbstbewusst für mich in Anspruch, in meiner persönlichen Lebensplanung Berufstätigkeit und Familie vereinbar zu machen.

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Die bessere Hälfte

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 15. Februar 2007

Während konservative Heckenschützen in der CDU der Familienministerin v.d. Leyen vorwerfen, sie wolle mit ihren Vorstößen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf ‚die DDR wiederauferstehen lassen‘ und pflege einen unheilvollen ‚Staatsdirigismus‘, und dabei die reale Familienwirklichkeit völlig ignorieren, rückt Ulrike Sosella in ihrem Kommentar in der Financial Times Deutschland die erforderlichen Maßnahmen in die richtige Reihenfolge:

Die Debatte um ein familienfreundliches Deutschland verhakt sich an der Frage, wie viele Kita-Plätze wir brauchen. Doch das greift zu kurz – die größere Verantwortung liegt bei den Unternehmen.

Bisher neigen Unternehmen dazu, den positiven Beitrag von Rückkehrerinnen ,und einiger weniger männlicher Rückkehrer nach der Elternzeit, zu unterschätzen. Dabei ist offensichtlich: Weiterlesen »

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Frisch gebackene Väter gesucht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 15. Februar 2007

Für einen Beitrag zum Thema Elterngeld in einer der nächsten Ausgaben von karriere sucht die Redaktion junge Eltern, die ihre Erfahrungen rund um das Beantragungsprocedere bei dieser neuen Form der Elternfinanzierung schildern möchten:

War es kompliziert oder ganz unbürokratisch? Sind Sie durch die Berechnungsformeln gestiegen? Haben Sie schon Bescheid bekommen? Wie war die Beratung? Ihre Beschreibungen und Hinweise werden gerne aufgegriffen und Ulrike Heitze aus der karriere – Readktion freut sich über Ihre E-Mail.

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Kuckuckskinder fliegen jetzt eher auf

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 14. Februar 2007

Kuckuckskinder_klein.jpg

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