Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 3. April 2007
US Firmen schätzen deutsche Mitarbeiter als zuverlässig und sehr genau ein. Doch in den USA ist das nur zweitrangig. Dort setzt man auf andere Eigenschaften.
So das Ergebnis des aktuellen „Business Barometers“ der Boston Consulting Group (BCG). Demnach nehme man in den USA die deutschen Tugenden zwar zur Kenntnis – doch auf Kriterien, wie Engagement und Eigeninitiative, Teamfähigkeit oder auch Verantwortungsbereitschaft werde mehr Wert gelegt. Befragt wurden 180 US-Unternehmen im Auftrag der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham).
Gerade bei diesen von vielen US-Firmen geforderten Soft Skills, den „weichen“ Eigenschaften eines Mitarbeiters, zeigen beispielsweise die fachlich hervorragend ausgebildeten deutschen Ingenieure und Informatiker der Studie zufolge große Schwächen. Amerikanische Investoren würden sich von ihren deutschen Angestellten zudem mehr Flexibilität, Mobilität und Interdisziplinarität wünschen, sagt BCG-Geschäftsführer Martin Koehler. Vor allem sei mehr Eigeninitiative gefragt.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 3. April 2007
Am Montag, den 2. April, ist das neue NZZ Folio zum Thema: „Heiraten – warum tun wir das?“ erschienen. Die Beiträge sind auch Online zu lesen. Eine Auswahl aus dem aktuellen Heft:

Willst du mit mir gehen?
Persönliche Überlegungen zum Heiratsantrag. Von Mikael Krogerus
Das Ja-Wort
Warum schwören sich zur Hochzeit selbst Ungläubige in der Kirche ewige Liebe?
Unbequeme Ansichten einer Pfarrerin. Von Anja Jardine
Die Hochzeitsnacht
Egal, was in dieser Nacht passiert – Sie werden es nie vergessen.
Eine Kurzgeschichte. Von Ruth Schweikert.
«Mir gefällt, dass er morgens pfeift»
Vier Paare verraten das Geheimnis ihrer Ehe. Von Daniele Muscionico
Wie man eine Löwin bändigt
Was Ehepartner von Dompteuren lernen können. Von Michael Miersch
Hoffentlich tödlich
Trennung, Tod oder Mord – wie Ehen enden. Von Till Raether
Hätte ich das gewusst…
Fragen, die Sie sich vor der Heirat stellen sollten.
Seit der März-Nummer können Sie NZZ Folio auch hören. In Partnerschaft mit der führenden Audioplattform Audible.de bieten wir die Schwerpunktartikel und ausgewählte Kolumnen als Podcast an.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 2. April 2007
Winand von Petersdorff betrachtet in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den heute in Berlin stattfindenden Gipfel der Krippen – Spiele (r) unter dem Blickwinkel des ökonomischen Prinzips:
Knappe Güter, und das sind Kinder in Deutschland, seien teuer, heißt es. Es gibt das bemerkenswerte Phänomen in Deutschland, dass die Gesellschaft als Ganzes lautstark ihre Sehnsucht – ökonomisch gesprochen: ihre Nachfrage – nach Kindern formuliert, während die einzelnen Glieder dieser Gesellschaft gegen Kinder votieren. Denn sonst hätten sie ja welche.
Dienstleistung Kinderkriegen?
In dieser Betrachtungsweise verlangt die Öffentlichkeit den jungen Müttern eine Dienstleistung ab: Bekommt Kinder, lautet die kaum verhohlene Forderung, die etwas Abgeschmacktes hat. Denn im Vordergrund steht nicht der Kinderwunsch, sondern das Bestreben, die Sozialversicherungen zu stabilisieren.
Besonders naheliegend und geradezu natürlich ist vor diesem Hintergrund, dass die jungen potentiellen Eltern für die Erbringung dieser Dienstleistung Geld verlangen. Der Staat zahlt die Krippen und bekommt dafür Kinder. So sieht ein Geschäft aus.
Aber …
… was wirklich geschehen wird, ist unklar, selbst wenn 500.000 Kinderkrippenplätze kämen. Könnte ja sein, dass tüchtige, kluge Frauen trotzdem gegen Kinder und für Karriere votieren.
Da ist sie also wieder, die ‚deutsche Frage‘, auch unter ökonomischen Gesichtspunkten ist die Verknüpfung Kinder und Karriere, für Mütter und Väter sinnvoller. Kinder kann die Gesellschaft nämlich nicht kaufen, sie kann die Rahmenbedingungen gestalten und eine Kultur der Kinder- und Familienfreundlichkeit pflegen. Das sind hierzulande schon zwei riesige Aufgaben.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 2. April 2007
Spiegel Online berichtet über einen ’neuen‘ Trend, der uns aus den USA und Großbritannien erreicht:
Der Trend, so viel steht fest, ist nicht mehr wegzureden. Personalplaner in den USA sorgen sich schon um ihre Leistungsträger. Marketingstrategen basteln bereits an „Lessness-Produkten“ für die wachsende Zielgruppe.
Ende 2004 gaben 48 % der Amerikaner an, dass sie in den zurückliegenden fünf Jahren freiwillig ihre Arbeitszeit verringert, eine Beförderung abgelehnt oder ihre Ansprüche und Berufsziele heruntergefahren hätten.In England änderten laut einer Umfrage bereits zweieinhalb Millionen Briten ihr Leben radikal. Dieses Jahr will sich schätzungsweise eine weitere Million aus dem Überstundentrott befreien.
Und obwohl auch fast allen Deutschen wichtig ist, ihren Job als sinnvoll zu erleben, verspüren auch 87 % Beschäftigten keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Tätigkeit, fand das Gallup-Institut heraus. 39 % der Deutschen ist der tägliche Kampf während der Arbeit sogar zu hart, fand das Meinungsforschungsinstitut TNS Ende März heraus.
Anfällig für die Idee des Runterschaltens sind vor allem Karrieristen, denen beim Aufstieg der Sinn abhanden gekommen ist. Sie schrubben 80-Stunden-Wochen, jetten um die Welt, regenerieren wochenends in Wellnessoasen und bewundern ihre Liebsten auf den zugesimsten Handy-Fotos. Bis sich irgendwann die Frage nicht mehr verscheuchen lässt: Was soll das alles?
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 2. April 2007
Mitnichten, wohl eher schöner Schein: Seit Beginn der menschlichen Evolution suchen sich Frauen immer die schönsten und fittesten Männer als Väter ihrer Kinder aus, schreiben Wissenschaftler der Universität Newcastle im Fachmagazin Heredity.
Demnach müssten mittlerweile alle Menschen besonders attraktiv sein. Warum es trotzdem so große Unterschiede gibt, glauben die Forscher nun geklärt zu haben. Jede menschliche Zelle verfügt über ein biochemisches System, das DNA-Mutationen repariert.
Frauen, denen Fotos von Männern vorgelegt wurden, bevorzugten ausgerechnet diejenigen, bei denen diese Werkstatt nicht sonderlich effizient arbeitet. Die ‚Schönlinge’ weisen mehr DNA-Mutationen auf und der ebenfalls mutationsfreudige Nachwuchs entwickelt sich nicht wie vorgesehen.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, sagt doch schon eine alte Volksweisheit.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 30. März 2007
In Spiegel Online hält Tobias Kaufmann, Autor des Buches „Trostbuch für versklavte Eltern“ ein Plädoyer für mehr Kinder. Für ihn liegt der Grund für die niedrige Geburtenzahl hierzulande vor allem an dem schlechten Image, das Kinder in Deutschland haben.
‚… Sicher, gerade Männer werden etwas merkwürdig, wenn sie sich in die Spezies „moderner Vater“ verwandeln. Sie werden peinliche Beschützer, die morgens feststellen, dass auf dem Hemd von gestern ein Bäuerchen-Fleck ist – und es genau deshalb noch mal anziehen. Sie haben das Kicken und die Kneipen aufgegeben, zumindest vorübergehend, und stehen morgens extra eine Stunde früher auf, um vor der Arbeit noch ihr Baby anziehen und füttern zu können. Zu diesem Klub gehöre ich. Aber ich sehe nicht ein, warum mir das peinlich sein sollte.
Eine Errungenschaft der freien Welt ist, dass Frauen wie Männer die Möglichkeit haben, sich der „Zeugungspflicht“ zu entziehen, egal warum. Weder moralische Zeigefinger noch Geschenke und Geschlechterdebatten sollen oder können das ändern. Trotzdem braucht eine Gesellschaft, die vital sein möchte, eine Mindestzahl von Menschen, die sich für Kinder entscheiden. Dass diese Zahl derzeit nicht erreicht wird, liegt nicht an falschen Männer- oder Frauenrollenbildern. Schuld ist unser Kinderbild.
Niemand sehnt sich danach, ein Produkt im Haus zu haben, das ein vollkommen mieses Image hat. Warum sollte das ausgerechnet bei etwas so grundlegendem wie Kindern anders sein? Doch gerade dieses Produkt hätte es verdient, dass man endlich mal positiv über es debattiert, statt darüber, wie man all das Negative abfangen kann, was mit ihm verbunden ist. …’
Dem brauche ich nichts hinzufügen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 29. März 2007
Je religiöser Menschen sind, desto mehr Kinder haben sie. Dies stellt eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) fest, über die die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer gestrigen Ausgabe berichtet.
„Im weltweiten Vergleich haben religiöse Menschen 2,1 und nicht religiöse 1,6 Kinder. Überzeugte Atheisten begnügen sich mit 1,5 Kindern“, zitiert die FAZ aus der Studie. Gleiches gelte für das Beten: „Wer häufig betet, hat in Deutschland durchschnittlich zwei Kinder. Wer nie betet, hingegen nur 1,3 Kinder.“
Muslime bekämen in der ganzen Welt im Durchschnitt 2,3 Kinder, Christen und Buddhisten 2,0 Kinder und nicht gebundene nur 1,5 Kinder.
Autor Dominik Enste hat für die Studie „Ora et Labora“ 260.000 Interviews aus 82 Ländern ausgewertet, die zwischen 1981 und 2004 für den „World Value Survey“ durchgeführt wurden.
Die Studie geht nicht tiefer auf die Ursachen für den Zusammenhang von Religiosität und Kinderreichtum ein. Es wird aber erwähnt, dass „unterschiedliche Wertorientierungen“ zwischen gläubigen und nicht gläubigen Personen dafür verantwortlich seien.
Ich frage mich nur, warum in den ‚katholischen Ländern‘ Europas, wie zum Beispiel Spanien, Italien oder Polen die Geburtenrate am niedrigsten ist.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 28. März 2007
Einer Untersuchung der Unternehmensberatung Accenture zu Folge reduzieren weltweit 23 % der berufstätigen Mütter ihre Arbeitszeit für die Familie, während dazu nur zwölf Prozent der Männer bereit sind.
Dagegen sagen 46 % der Väter und nur 29 % der Mütter, dass ihre Familie keinerlei Einfluss auf ihre Arbeitszeit habe. Auch in Deutschland lastet die Kinderbetreuung immer noch auf den Frauen: Für 44 Prozent der deutschen Männer hat sich ihre Arbeitszeit auch mit Kindern nicht verändert. Dieser Aussage stimmen nur 13 Prozent der Frauen zu.
Anders ausgedrückt bei 56 % der Männer verändert sich die Arbeitszeit, hat die Familie also einen Einfluss. Das ist so etwas mit dem Blick auf das Glas Wasser.
Eine Vollzeitkarriere bevorzugen im weltweiten Vergleich übrigens vor allem die Frauen in Kanada und China. Dabei ist gerade in China die Identifikation der Frau mit ihrem Job am größten: Für 72 Prozent der Frauen, aber auch für 95 Prozent der chinesischen Männer, hat ihr Beruf höchste Priorität.
Die Studie Expectations and Achievement können Sie hier downloaden.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 27. März 2007
Der Wettbewerb der Unternehmen um kluge Köpfe wird in den kommenden Jahren deutlich härter. Denn diese wollen mehr als nur Geld.
Focus Online berichtet über eine aktuellen Umfrage der Frankfurter Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC):
Qualifizierte Mitarbeiter werden in den kommenden Jahren immer begehrter, das Gehalt allein reicht nicht mehr für die Mitarbeitergewinnung aus. Die heutige Generation der Studienabsolventen setzt laut der Erhebung neben guten Arbeitsbedingungen zunehmend Aspekte, wie Work-Life-Balance und Unternehmenskultur voraus. Befragt wurden 165 Personalverantwortliche internationaler Unternehmen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 26. März 2007
… männlicher Kindheit sind am kommenden Mittwoch
– Dr. med. Martin Schlaud, Fachgebiet „Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, Präventionskonzepte“ am Robert Koch-Institut Berlin
– Gerlinde Gehl, Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe im Diakonischen Werk Hamburg
– Maik Becker, Bugenhagenschule der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
– Dr. Ralf Radizi, Kinder- und Jugendpsyciatrische Praxis in Hamburg Barmbek
im Rahmen einer Veranstaltung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) und der Evangelischen Akademie Hamburg im Gemeindehaus der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern.
Die Veranstalter gehen von folgenden Hypothesen aus:
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit drohen viele Kinder, darunter überdurchschnittlich viele Jungen, ins soziale und gesundheitliche Abseits zu geraten. Zerrissen zwischen männlichen Rollenerwartungen wie Härte, Konkurrenz- und Dominanzstreben einerseits und vorwiegend weiblicher Umwelt in Familie, Kindergarten und Schule andererseits ziehen Jungen sich zurück, spielen Computer, verweigern sich den Anforderungen oder flüchten sich in Hyperaktivität und Aggressivität.
Erste Ergebnisse einer vom Robert Koch-Institut in Berlin erarbeiteten bundesweiten Erhebung speziell über die gesundheitliche Entwicklung von Kindern zeigen allgemeine Fehlentwicklungen und besondere Risikogruppen auf.
Welches Ausmaß haben diese Probleme tatsächlich? Wieweit sind sie im Verhalten begründet? Und welche Konsequenzen aus den vorhandenen sozialepidemiologischen Daten können wir ziehen? Wie stärken wir Familien und familiennahe Institutionen? Welche politischen Instrumente erscheinen geeignet, sie hierbei zu fördern?
Nähere Informationen gibt es hier.
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