Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 7. September 2007
Mit diesem Vorschlag machte EU Sozialkommissar Spidla im Juli Schlagzeilen. Die Süddeutsche berichtete darüber unter der Überschrift: ‚Brüssel will Männer an den Wickeltisch zwingen‘.
Hintergrund ist der nach wie vor bestehende Gehaltsunterschied für Männer und Frauen. Dieser hat sich in Deutschland im Vergleich zur letzten Untersuchung sogar von 21% auf 22% vergrößert.
Emma greift das Thema in ihrer aktuellen Ausgabe noch einmal auf und liefert eine Menge Hintergrundinformationen:
‚Mit der Väterzeit will die EU im „Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle“ den berufstätigen Müttern das Leben erleichtern. Denn während die Beschäftigungsrate bei Frauen ohne Kinder EU-weit im Jahr 2005 des europäischen Statistikamtes Eurostat bei 76 Prozent lag, waren nur 61 Prozent der Mütter beschäftigt. In Deutschland liegt die Beschäftigungsquote von Müttern sogar nur bei 56 Prozent.
Im Gegensatz dazu sind im EU-Durchschnitt mehr Väter voll beschäftigt als kinderlose Männer, Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 6. September 2007
Väter, die erst gegen 22 Uhr aus dem Büro nach Hause kommen und Akten für das Wochenende mitbringen, Mütter, die tagelang auf Dienstreise sind, samstags bis 20 Uhr an der Supermarktkasse oder spätabends noch über Excel-Tabellen am Computer sitzen, nachdem die Hausaufgaben der Kinder durchgesehen, Geschichten vorgelesen und die Küche aufgeräumt sind – das ist heute für viele Familien Normalität, aber in den seltensten Fällen wirklich gewünscht.
Familien leben im 21. Jahrhundert in Zeiten einer doppelten Entgrenzung. Einerseits wird die klare räumliche und zeitliche Abgrenzung der Arbeitswelt von der familiären Privatsphäre zunehmend aufgehoben. Andererseits verwischen auch die Konturen der traditionellen Form von Familie mit miteinander verheirateten Elternteilen und gemeinsamen leiblichen Kindern. Die Zahl alleinerziehender Familien und komplexer Patchwork-Konstellationen wächst kontinuierlich.
Das alte Vereinbarkeitsmodell mit dem Mann als Vollzeiternährer und der Frau als Teilzeitzuverdienerin funktioniert nicht mehr. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 4. September 2007
Heute bin ich auf ein Umfrageergebnis gestoßen, das zwar schon ein paar Monate alt, aber dennoch aktuell ist. Ich stelle mir immer wieder die Frage, was passiert eigentlich, dass diese Wünsche so effektiv unterdrückt werden.
Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie„, durchgeführt von der GfK Marktforschung, Nürnberg bei 1.990 Personen ab 16 Jahren, darunter 246 20-29-Jährige brachte im Frühjahr folgendes Ergebnis:
Der Wunsch nach einer intakten Familie mit Vater, Mutter und Kindern ist bei den 20 bis 29-Jährigen mit 84,8% besonders hoch. Zwei von drei Deutschen (66,0%) in dieser Altersgruppe möchten unbedingt noch eines oder mehrere eigene Kinder haben. Eine Eheschließung vor Traualtar oder Standesamt gehört jedoch nicht zwangsläufig zum Familienidyll: Nur die Hälfte (52,1%) von ihnen möchte auf jeden Fall heiraten.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 2. September 2007
Männer legen Wert auf eine schnelle Steigerung ihres Gehalts und der zugehörigen Boni. Außerdem zählt der Aufstieg im Unternehmen. Frauen sehen dagegen die persönliche und fachliche Akzeptanz als wichtigstes Kriterium für ein erfülltes Berufsleben.
Dies gilt sogar unabhängig von Position und vorhandenen Aufstiegschancen, so eine aktuelle Studie der US-Unternehmensberatung Personnel Decisions International (PDI) unter 1.500 Angestellten in den USA.
Die Zahl der Frauen, die als Kollegin geschätzt werden wollen, liegt etwa 20 Prozent über der Anzahl der männlichen Mitarbeiter, die Akzeptanz und Anerkennung als wichtigsten Wert ansehen.
Die unterschiedliche Schwerpunktsetzung von Männern und Frauen in Beruf und Karriere wird im Personalmanagement von Unternehmen bisher aber unterschätzt.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 2. September 2007
Österreichische Wissenschaftler glauben entdeckt zu haben, warum Männer jüngere Frauen und Frauen ältere Männer als Partner bevorzugen: Es verbessert ihre jeweiligen Chancen auf Kinder.
Die Wahrscheinlichkeit, möglichst viel Nachwuchs zu bekommen, ist nämlich bei Frauen dann am größten, wenn ihr Partner etwa vier Jahre älter ist als sie, zeigt die Auswertung einer Datensammlung von mehr als 11 000 Männern und Frauen.
Für Männer ist der Fortpflanzungserfolg hingegen mit einer um sechs Jahre jüngeren Partnerin maximal. Warum gerade Beziehungen mit diesem Altersunterschied die fruchtbarsten sind, können die Forscher allerdings nicht sagen.
Martin Fieder und Susanne Huber von der Universität Wien stellen ihre Studie in der Fachzeitschrift «Biology Letters» der britischen Royal Society vor.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 31. August 2007
Die Grenze zwischen Privatleben und Arbeitszeit sinkt unter die Wahrnehmungsgrenze, schreibt Jochen Mai in seinem Jobwelt Blog. Er bezieht sich dabei auf eine aktuelle Untersuchung des Personaldienstleisters Robert Half.
Für 14 % der weltweit befragten Finanzmanager ist es demnach undenkbar, ohne ihren Laptop oder PDA in den Urlaub zu fahren. Außerhalb der Urlaubssaison ist es für 12 % der Mitarbeiter Realität, sich jedes Wochenende für die Arbeit zu engagieren.
Knapp ein Viertel nutzt die modernen Kommunikationshelfer auch in der Freizeit. Aber auch im Alltag rufen noch 22 Prozent der Manager abends ihre E-Mails ab oder führen geschäftliche Telefongespräche. 44 Prozent arbeiten gar für Projekte auch nach Geschäftsschluss von Zuhause weiter, 26 Prozent widmen jedes zweite Wochenende, sieben Prozent jedes Wochenende zum Teil ihrem Job.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 29. August 2007
titelte Spiegel Online gestern und bezog sich auf eine Untersuchung der George Mason University in Northern Virginia.
Über 17.000 Personen in 28 Ländern wurden für die Studie befragt. Sie ergab die für manche Ehefrau womöglich wenig überraschende Erkenntnis heraus, dass unverheiratet in einer Partnerschaft lebende Männer sich an der Arbeit im Haushalt aktiver beteiligen als Gatten dies tun.
Im letzten Abschnitt wird die Behauptung allerdings schon wieder stark relativiert:
Die Ergebnisse sind allerdings mit Vorbehalt zu betrachten: Verglichen wurde gewissermaßen ein Schnappschuss zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ob sich das Putz- und Räumverhalten der Paare tatsächlich verändert, wenn aus einer wilden eine amtlich bestätigte Ehe wird, haben die Forscher nicht untersucht.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Einen guten Einblick in die Aufgabenteilung in Deutschland gibt die Untersuchung von Peter Döge ‚Männer – Paschas und Nestflüchter‚ in der die Zeitverwendung von Männern analysiert wird.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 23. August 2007
Die Wirtschaftswoche beschreibt in ihrer Online Ausgabe heute einen neuen Trend:
Friedlich und malerisch wirkt die Landschaft rund um den Kibbuz Tuval in Galiläa. Den nicht mehr ganz so juvenilen Frauen und Männern, die etwas ungelenk Strickleitern und Kletterwände emporkraxeln, läuft schon morgens um halb zehn der Schweiß in Strömen den Nacken herunter. Kein Wunder: Normalerweise sitzen sie in gut klimatisierten Büros. Ihre Arbeitgeber – namhafte Unternehmen … haben sie in die Kibbuz-Kommune geschickt.
In der rauen Natur eines israelischen Kibbuz sollen Führungskräfte lernen, als Team zu funktionieren und Konfliktsituationen im knallharten Geschäftsleben zu meistern. Das wirkt auf den ersten Blick reichlich absurd. Doch nicht nur Israelis kommen zum Teamgeist-Tuning in diese abgeschiedene Ecke Galiläas.
Wie wäre es denn, wenn die gestressten Führungskräfte einfach mal etwas früher das Büro verlassen und ins ‚Trainingslager Familie‘ wechseln, das liegt näher und die Wirkung ist mit Sicherheit nachhaltiger.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 22. August 2007
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 21. August 2007
Der Mangel an Fachkräften kostet Deutschland bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das sind alleine in diesem Jahr mehr als 20 Milliarden Euro.
Das geht aus einer von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Auftrag gegebenen Studie zum Arbeitskräftemangel hervor, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Montagausgabe berichtete.
„Der aus den nicht besetzbaren Stellen resultierende Wertschöpfungsverlust liegt nach vorläufigen Berechnungen im zweistelligen Milliardenbereich. Dieser könnte bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen“, heißt es .
Hintergrundinformationen zur politischen Diskussion dieser Meldung liefert heute die Wirtschaftswoche.
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