der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Henne oder Ei?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 6. Februar 2009

Seit Jahren liegt das Einkommen von Frauen unter dem der Männer. Üblicherweise wird diese Lohnkluft mit unterschiedlicher Qualifikation, Berufswahl und Berufserfahrung von Frauen und Männern erklärt. Eine Studie des DIW Berlin macht darauf aufmerksam, dass offenbar noch ein weiterer Faktor bei den Einkommensunterschieden eine Rolle spielt: das Ausmaß der Hausarbeit.

Männer arbeiten nach wie vor weniger im Haushalt als Frauen – vollbeschäftigte Männer in Paarhaushalten etwa eine Stunde pro Werktag, so das DIW. „Hausarbeit beansprucht Zeit und Energie, die Frauen sonst in ihren Beruf investieren könnten“, meint die Autorin und DIW-Arbeitsmarktexpertin Silke Anger. So würden vollberufstätige Frauen ohne Hausarbeit rund ein Viertel mehr verdienen als Frauen mit täglich zwei Arbeitsstunden im Haushalt.

Arbeitsteilung folgt traditionell Vorstellungen

Trotz eines Anstiegs der Erwerbsbeteiligung und Wochenarbeitszeit von Frauen hat sich an der Aufteilung der häuslichen Tätigkeiten insgesamt zwischen Frauen und Männern bislang wenig geändert, wie das DIW festgestellt hat. Selbst vollbeschäftigte Frauen verwendeten noch immer deutlich mehr Zeit auf die häusliche Arbeit. Nach wie vor bestehe eine Spezialisierung von Paaren innerhalb eines Haushalts. „Vollzeitbeschäftigte Männer nehmen mit täglich neun Stunden Erwerbsarbeit die Rolle des Hauptverdieners ein – und mähen am Wochenende den Rasen.

Vollzeitbeschäftigte Frauen, die mit ihrem Partner zusammenleben, arbeiten im Schnitt eine halbe Stunde weniger am Arbeitsplatz, dafür übernehmen sie im Haushalt häufiger Wischmopp und Kochlöffel – Tätigkeiten, die sich nicht auf das Wochenende verschieben lassen“, ist in der Studie zu lesen. Diese Tendenz sei selbst in Haushalten erkennbar, in denen beide Partner vollerwerbstätig seien.

Qualifikation schützt vor der Hausarbeitsfalle

Die Arbeitsteilung im Haushalt hängt stark von den Einkommenssaussichten beider Partner ab. Finanziell lohnt es sich für ein Paar, wenn sich der Partner mit dem schlechteren Verdienst stärker auf die unbezahlte häusliche Tätigkeiten konzentriert. Verdienen beide Partner, Mütter und Väter, etwa gleich viel, können sich beide in gleichem Maß an der Haus- und Familienarbeit beteiligen, ohne dass dadurch das Haushaltseinkommen sinkt.

Langfristig könnte eine stärkere Gleichberechtigung bei der Hausarbeit große Effekte haben: Eine geringere Belastung im Haushalt könnte Frauen ermutigen, stärker in ihre Karriere zu investieren und eine größere Nähe zum Arbeitsmarkt aufzubauen. Dadurch kann sich die Lohnkluft zwischen den Geschlechtern verringern.

Quelle

Abgelegt unter Arbeitszeiten, Frauen, Männer | Keine Kommentare »

Erst 17 und schon Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 5. Februar 2009

In der Reihe 37° zeigt das ZDF am Dienstag, 10. Februar 2009, 22.45 Uhr Annette Heinrichs Film „Erst 17 und schon Vater – Wenn Teenies Kinder kriegen„. Die Dokumentation erzählt von den Höhen und Tiefen der Vaterfreuden in sehr jungen Jahren und veranschaulicht, wie die zwei „jungen Väter“ Simon und Alexander an ihren Aufgaben wachsen und sich zu verantwortungsbewussten jungen Männern entwickeln.

„Ich war schon ziemlich geschockt, als mich meine Freundin Taotao im Urlaub vor zweieinhalb Jahren anrief und mir sagte, dass sie schwanger ist“, erinnert sich der 18-jährige Alexander aus Berlin. Auch der damals 16-jährige Simon fühlte sich überfordert, als ihn seine Freundin Tatjana vor eineinhalb Jahren mit ihrer ungewollten Schwangerschaft konfrontierte. „Ich war schlecht in der Schule, hatte keine Ausbildung in Aussicht – natürlich hab ich mich gefragt, was ich meinem Kind in der Zukunft bieten könnte und wie alles laufen sollte.“ Dennoch war sowohl für Alexander als auch für Simon klar, dass sie zu ihrem Kind und zu ihren Freundinnen stehen wollten.

Viel schwerer fiel es den Teenagern, den Eltern von der Schwangerschaft zu erzählen. Alex und Taotao zögerten das Gespräch fünf Monate lang hinaus. Alexanders Mutter war mehr als überrascht. Gemeinsam mit ihrem Mann beschloss sie, den beiden zu helfen. Weniger Glück hatte Alexanders Freundin Taotao.

Für ihre chinesischen Eltern war die frühe Schwangerschaft ihrer Tochter eine große Schande. Als sie das Mädchen sogar zu einer Abtreibung in China zwingen wollten, reagierte Alexanders Mutter sofort und bot dem jungen Paar Alexanders kleines Zimmer an, bis Taotao schließlich einen Platz in einer betreuten Wohneinrichtung fand. Die jungen Eltern wohnen nicht weit voneinander entfernt, können sich täglich sehen und gemeinsam ihren Realschulabschluss machen.

Auch Alex ist durch die Schwangerschaft seiner Freundin und die Geburt seines Sohnes Luca vor eineinhalb Jahren ein anderer Mensch geworden. „Seit der Kleine auf der Welt ist, hat sich Alex um 180 Grad gedreht“, sagt Alexanders Mutter, „er macht nicht mehr so viel Blödsinn und ist ein liebevoller Papa.“ Trotzdem gibt es für die jungen Väter Tage, an denen es ihnen schwer fällt, so viel Verantwortung zu haben und nicht so frei und ungebunden zu sein wie die gleichaltrigen Freunde.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, TV | Keine Kommentare »

Mütterliche Übernahme

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 4. Februar 2009

Das Portal vaeter-nrw wird in diesem Jahr von einer Frau gestaltet. Eine von mir geschätzte Kollegin, die sicherlich ihr Bestes geben wird, um das Flaggschiff der Väterarbeit in NRW flott zu machen und inhaltlich weiter zu entwickeln. Aber dennoch habe ich Bauchschmerzen bei diesen Gedanken.
Eine Geschichte, die der Kollege Markus Hofer aus Österreich in seinem aktuellen Newsletter veröffentlicht, macht deutlich, was die Ursachen dafür sind:

‚In einem Interview fragte mich einmal eine Journalistin: „Herr Hofer, Sie schreiben: Männer werden zwar von Frauen geboren, aber Söhne können nicht von Müttern lernen, was es heißt Mann zu sein. Warum nicht? Das können doch Mütter auch!“ Zuerst einmal war ich sprachlos. Dann kam meine Gegenfrage: „Können Töchter von ihren Vätern lernen, was es heißt Frau zu sein?“ „Nein, das geht natürlich nicht!“, kam es wie aus der Pistole zurück. Dieses Missverständnis rührt letztlich an ein männliches Grunddilemma.

Wir alle, Männer wie Frauen, werden von einer Frau geboren. Das ist erst mal ein kleiner Vorteil für die Mädchen. Sie haben in der Mama eine weibliche Identifikationsfigur, sie können sein wie Mama, werden wie Mama oder auch nicht. Die kleinen Buben aber merken schon früh, dass es Mama und Papa gibt, dass sie nicht wie Mama sind und mit zunehmendem Alter wird ihnen immer bewusster, dass sie auch nicht werden dürfen wie Mama, weil sie kleine Männer sind. Die grundlegende Aufgabe der Buben ist eigentlich eine negative: keine Frau zu werden.

Darin wurzelt das Grunddilemma von uns Männern. Der Versuch, keine Frau zu werden, führt, gerade wenn keine starken Väter präsent sind, zu einer grundlegenden Unsicherheit in der eigenen Männlichkeit. Darum ist es auch für uns erwachsene Männer eine letztlich immer präsente Grundfrage, ob das, was wir tun, auch männlich ist. Das ganze übertriebene Männlichkeitsgehabe wurzelt in dieser existentiellen Unsicherheit. Die Bestätigung als Mann aber müssen wir uns und unseren Söhnen selbst geben, die kann nicht von Frauen oder Müttern kommen.’

Abgelegt unter Mütter, Väterbilder | Keine Kommentare »

Das Schweigen der Führungskräfte

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 4. Februar 2009

Das Thema Elternzeit für Väter ist bislang zu wenig in den Betrieben und bei den Führungskräften angekommen. Theoretisch können Mutter und Vater sich die Elternzeit zwar mittlerweile aufteilen, wie sie wollen. Doch die Männer reden in der Firma zu wenig darüber, und ihre Chefs wissen viel zu wenig über dieses Thema. Das sagen Personalverantwortliche unterschiedlicher Branchen bei einer Veranstaltung in Lüneburg.

„Die Chefs kümmern sich um die Aufträge, und die männlichen Mitarbeiter sprechen das Thema nicht an“, sagt Susanne Bockelmann von der Vereinigung der Unternehmerfrauen im Handwerk. Sie und ihr Mann wurden mit der Elternzeit für Väter zum ersten Mal konfrontiert, als ein Angestellter sieben Wochen vor dem Termin mit seinem Wunsch auf sie zukam – kurz vor Ende der gesetzlichen Anmeldefrist. „Im Handwerk ist das Thema noch nicht angekommen“, resümiert Bockelmann.

Aber nicht nur dort. An der Leuphana Universität gibt es seit Kurzem überhaupt erst die Stelle einer Personalentwicklerin. Und diese sagt: „Bei den Männern hapert es noch.“ An der Uni komme das Problem der zahlreichen befristeten Verträge hinzu. Dr. Kathrin Becher: „Das Problem ist, selbst die Führungskräfte wissen wenig darüber. Wer zum Beispiel für drei Jahre an einer wissenschaftlichen Arbeit schreibt, wie soll der für einige Monate aussteigen? Wir wissen es nicht.“ Becher wünscht sich Kontakt mit anderen Personalverantwortlichen, um Informationen und Tipps auszutauschen. …

Aber eben nicht in den Unternehmen. „Während die Mütter offen über ihre Probleme sprechen, reden die Väter nicht darüber. Oft wissen die Unternehmen nicht einmal, dass ein Mitarbeiter Vater geworden ist.“

Wie sagt doch eine alte Volksweisheit, ‚denen die reden kann geholfen werden’.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elternzeit, Unternehmen | Keine Kommentare »

Trauernde Männer gesucht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 4. Februar 2009

Für eine wissenschaftliche Studie an der Universität Würzburg werden Männer gesucht, die eine ihnen nahe stehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern. Anhand von zwei Fragebögen sollen sie im Internet anonym Fragen im Zusammenhang mit ihrem Verlust beantworten. Der Zeitaufwand beträgt etwa 15 Minuten.

Wenn es um die Begleitung, Beratung und Therapie von Menschen in Trauer geht, steht Deutschland gut da. Anders verhält es sich mit dem Gebiet der Trauerforschung; diese wird in Deutschland kaum betrieben.

Dies zeigt sich unter anderem darin, dass es keine wissenschaftlichen Untersuchungsverfahren zur Erfassung des Trauerns gibt, wie sie in englischer Sprache seit langem in Gebrauch sind. Dabei könnten derartige Verfahren zu einem deutlich besseren Verständnis des Trauerverlaufs beitragen; mit diesem Wissen ließe sich die Situation der Betroffenen spürbar verbessern.

Dieses Defizit wollen Wissenschaftler nun beheben: In einem Projekt am Institut für Psychologie der Universität Würzburg, das gemeinsam mit der Praxis für Psychologische Diagnostik und Beratung in Würzburg und des Trauerzentrums Frankfurt/M. durchgeführt wird, sammeln sie gegenwärtig Informationen von Menschen, die eine ihnen nahe stehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern.

Da sich bisher überwiegend Frauen an der Umfrage beteiligt haben, sind nun besonders Männer mit einem Verlusterlebnis gesucht. Männer, die sich selbst als Trauernde betrachten, auch wenn der Verlust schon lange zurückliegen mag, werden gebeten, via Internet an der Befragung teilzunehmen. Der Zeitaufwand beträgt etwa 15 Minuten.

Quelle

Abgelegt unter Männer | Keine Kommentare »

Zweiter Frühling – Späte Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 3. Februar 2009

Durchaus nicht alltäglich, aber auch weit davon entfernt ein Einzelfall oder die Ausnahme zu sein. 5 % der in Deutschland geborenen Kinder haben einen Vater, der älter als fünfzig Jahre ist.

Eine überraschende statistische Zahl, die man zunächst nicht vermutet. Die Väter haben schon meist älteren Nachwuchs aus einer früheren Phase. Jetzt im reifen Alter akzeptieren und begrüßen sie die Möglichkeiten, die sich aufgrund einer neuen Konstellation ergeben. Sie holen nach, was sie aufgrund familiärer Gegebenheiten oder die Inanspruchnahme durch den Beruf, nach ihrer Auffassung versäumt haben.

Eine nachvollziehbare Situation, aber in der überraschenden Häufigkeit, dass jedes zwanzigste bei uns geborene Kind einen Vater jenseits der 50 hat.
In einer 60 minütigen „stern-TV-Reportage“ werden die Lebensläufe und die momentane Situation unter dem Motto „Zweiter Frühling – Später Vater“ anhand von Beispielen dargestellt.

Sendetermin: Dienstag 3.2.2009, VOX, 22:10 Uhr

Quelle

Abgelegt unter Vater werden | 1 Kommentar »

Die Wissenschaft hat festgestellt …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 2. Februar 2009

Ich finde es ja interessant, das jedes Jahr, vorzugsweise im Januar, ‚das neue Bild vom Vater’ ein GEO Artikel aus dem Jahre 2001 durch die Community’s gereicht wird. Aber auch wenn der Beitrag und die Ergebnisse der dort zitierten Forschung mittlerweile 8 Jahre alt sind, er ist immer wieder lesenswert und enthält für Viele wohl auch immer noch neue Erkenntnisse.

‚Familienforscher haben herausgefunden: Die Wichtigkeit der Mutter bei der Kindererziehung wird reichlich überschätzt. Ohne Väter ist kein Nachwuchs richtig fit fürs Leben

Ein Psychologenteam um Karin Grossmann und Heinz Kindler von der Universität Regensburg hat wissenschaftliche Aufzeichnungen ausgewertet, die den Umgang verschiedener Väter mit ihren Kindern über viele Jahre hinweg dokumentieren. Die bisherigen Erkenntnisse der Forscher: Die Feinfühligkeit des Vaters beim Spiel, etwa mit Zweijährigen, korreliert extrem stark und eindeutig mit dem Bindungsverhalten der Kinder noch im Alter von 16 und 22 Jahren. Je sensibler der Vater das Kleinkind behandelt, desto sicherer geht der junge Erwachsene mit emotionalen Bindungen um.

Mehr noch: Als Erwachsene reproduzieren die Kinder in ihren Beziehungen ziemlich genau jenes Verhalten, das die Väter ihnen gegenüber im Spiel gezeigt haben. Ist der Papa dem Kind gegenüber geduldig, aufmerksam und zugewandt, so sind es 22-Jährige ihren Partnern gegenüber auch; sie vertrauen ihnen mehr, sind offener, emotional erfüllter und wenden sich öfter an Mitmenschen um Hilfe und Zuspruch. Kinder von unsensiblen Vätern haben dagegen weit mehr Probleme in Partnerschaften, sind zugeknöpfter, misstrauischer. Und noch ein Ergebnis: Die Spiel-Feinfühligkeit der Mutter spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Die Suche nach der Wahrheit über das Wesen des Vaters ist schwer. Zu viele Vorurteile verstellen den Blick: vom angeblich abwesenden, faulen, säumigen, gewalttätigen Vater, vom Versager – Vater, vom Zerfall der Familie, vom Ende der Elternschaft… ‚

weiterlesen

Abgelegt unter Allgemein, Väterbilder | Keine Kommentare »

Gleiche (Sorge-) Rechte für Väter und Mütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 29. Januar 2009

‚Gestern war ein Freudentag für alle Väter in der Schweiz, insbesondere aber für die getrennt oder geschiedenen Väter. Mit der Publikation des Gesetzesvorschlages für das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall hat der Bundesrat eine längst überfällige Gesetzeslücke angegangen.‘ sagt Oliver Hunziker, Präsident von GeCoBi, der Schweizer Vereinigung für gemeinsame Elternschaft.

Heute wird das Sorgerecht bei Unverheirateten zunächst automatisch und ausschließlich der Mutter zugesprochen. Nur wenn sie sich einverstanden erklärt, darf der Lebenspartner mitreden. Bei Scheidungen herrschte bis anhin ebenfalls eine Art Monopol für Frauen. In jüngster Vergangenheit zeigt die Statistik indes eine Tendenz hin zum gemeinsamen Sorgerecht: Anfang des Jahrzehnts einigten sich 1200 Paare im Scheidungsprozess, die Verantwortung für die Kinder zusammen zu tragen, vor zwei Jahren war dies fast 5000 Mal der Fall. Gegenüber 8850 Scheidungen mit alleinigem Sorgerecht der Mutter und 745 gescheiterten Ehen, in denen dieses Recht dem Vater übertragen wurde.

Eine weitere Änderung sieht der Bundesrat im Strafgesetz vor. Nach seinem Vorschlag riskiert eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, wer einen Elternteil daran hindert, das Besuchsrecht auszuüben. Wie Felix Schöbi vom Bundesamt für Justiz ausführt, vereitelten Mütter teilweise die Ausübung des väterlichen Besuchsrechts. Diese Frauen riskierten keinerlei Sanktionen, während ein Vater, der das Kind nicht zurückbringe, strafrechtlich belangt werden könne. Mit der geplanten Gesetzesänderung solle auch in diesem Punkt Gleichberechtigung herrschen.

Und was ist mit den Vätern, die ihre Sorgepflicht nicht wahrnehmen, den Sprössling nicht besuchen? Laut Felix Schöbi kann gegen solche Nachlässigkeit schon nach geltendem Recht vorgegangen werden, mit dem Entzug des Sorgerechts sowie der Verpflichtung zu höheren Alimentenzahlungen. «Weitergehende Sanktionen hingegen wären nach unserem Rechtsverständnis übertrieben», findet er.

Gleiche Rechte bedeutet auch gleiche Pflichten, das ist einerseits selbstverständlich, andererseits liegt es jetzt an den Vätern, dies jetzt auch zu leben.

Quelle

Abgelegt unter Rechtssprechung, Trennungsväter | 1 Kommentar »

Ausstellung in Münster zeigt Väter und ihre Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 28. Januar 2009

Die Vaterrolle im gesellschaftlichen Wandel – was sich trocken anhört, wird lebendig und emotional in der Ausstellung „Zusammen wachsen – Väter und ihre Kinder“. Sie ist noch bis zum 28. Februar im Gesundheitshaus an der Gasselstiege 13 zu sehen (Mo – Fr, jeweils von 8 bis 22 Uhr).

Ein Besuch lohnt sich, vor allem für die, die noch immer keinen passenden Kalender für 2009 gefunden haben. Denn die aussagekräftigsten Bilder sind in einem Foto-Kalender zusammengestellt. Sie zeigen sehr persönliche Momente aus der Vater-Kind-Beziehung, festgehalten von Fotografen, Müttern und Freunden. Der Kalender ist zum Preis von 14 Euro erhältlich.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Väterbilder | Keine Kommentare »

Papa bleibt öfter beim kranken Kind

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 27. Januar 2009

Wenn die Kinder krank sind, bleiben inzwischen auch in Baden-Württemberg öfter die Väter zuhause. Nach einer Statistik der DAK Baden-Württemberg stieg der Anteil der Männer, die für ihre kranken Kinder einen „blauen Schein“ eingereicht haben, in der Summe zwischen 2005 und 2007 um fast 20 %. Insgesamt lag der Männeranteil vor vier Jahren noch bei 5,4 %, zwei Jahre später schon bei 6,4 %, teilte die Kasse am Dienstag in Stuttgart mit. Im Jahr 2007 wurden bei der DAK 6735 Anträge auf Kinderkrankengeld eingereicht, davon stammten 432 stammten von Vätern. Allerdings hinkt Baden-Württemberg im Bundesvergleich noch hinterher.

Grund für den Trend könnte nach Ansicht der DAK die wachsende Zahl berufstätiger Mütter sein. „Wenn man dies als Indiz für fortschreitende Gleichberechtigung sehen möchte, dann sind wir in Baden-Württemberg zwar auf einem guten Weg, haben aber noch etwas Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Ländern“, sagte DAK-Landeschef Markus Saur.

Denn trotz der Steigerung wird die Betreuung kranker Kinder in kaum einem anderen Bundesland derart häufig den Müttern überlassen. Nur in Rheinland-Pfalz ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern noch deutlicher. In Brandenburg sind dagegen fast zwölf Prozent derjenigen, die für kranke Kinder von der Arbeit fern bleiben, Männer.

Generell zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für zehn Arbeitstage pro Kalenderjahr und Kind das Kinderpflege-Krankengeld. Bei Alleinerziehenden gilt dies für 20 Arbeitstage. Anrecht auf die Zahlung haben nur gesetzlich versicherte Eltern mit Kindern bis zu zwölf Jahren.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Gesundheit | Keine Kommentare »