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lebe deinen Traum!

Kinder wünschen sich aktivere Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 14. März 2010

Hessische Kinder wünschen sich, dass ihre Väter mehr Interesse für ihre Probleme, ihren Freundeskreis und ihre Hobbies zeigen. Das ist ein Ergebnis einer neuen, repräsentativen Umfrage zu Einstellungen neun bis 14 Jahre alter Kinder. Dafür wurden im Winter 2008/2009 in ganz Deutschland mehr als 10.000 Kinder schriftlich befragt, darunter 728 aus Hessen. Den hessischen Länderbericht der „Kinderbarometer“ genannten Untersuchung hat Familienminister Jürgen Banzer (CDU) am 10. März in Frankfurt vorgestellt.

Die allermeisten Kinder sind der Umfragen zufolge mit dem Verhalten ihrer Väter zwar zufrieden. Jedoch meinen 22 %, dass sich ihre Väter zu wenig um ihre Probleme kümmerten. 35 % sagten, ihre Väter fragten nicht genug nach ihren Freundschaften, und 24 % gaben an, dass die Väter sich nicht ausreichend für ihre Hobbies interessierten. Dass ihre Väter sich zu wenig um die schulischen Leistungen kümmerten, gaben hingegen nur 12 % der Kinder an. Die Quote von Kindern, die meinen, ihre Väter kümmerten sich zu viel um ihre Belange, liegt zwischen 6 % bei „Problemen“ und 16 % bei den schulischen Leistungen.

Eine wichtige Rolle kommt dem Kinderbarometer zufolge den Vätern auch in der Freizeit zu. So sagten 63 % der Kinder, dass sie ein Hobby mit ihrem Vater ausübten. Bei den Müttern liegt dieser Wert bei 49 %. Ulrich Kuther, Geschäftsführer der Hessenstiftung, sagte, die Antworten der Kinder zeigten, dass ein „erweitertes Rollenverständnis“ der Väter nötig sei. „Kinder wünschen sich ganz überwiegend Väter, die sich aktiv an der Erziehung beteiligen und sich für ihre Belange engagieren.“ Die Hessenstiftung helfe Vätern, damit sie mehr Zeit und eine „qualitativ gefüllte“ Zeit mit ihren Kindern verbringen könnten. Gemeinsam Hobbies zu haben, trage zur psychischen Stabilität von Kindern bei, so Kuther.

Banzer wies darauf hin, dass sich das Rollenverständnis von Vätern in den vergangenen Jahren schon deutlich verändert habe. „Es ist völlig klar, dass Väter für ihre Kinder wichtig sind.“ Bei den Vätern habe es schon einen deutlichen Bewusstseinswandel gegeben. … Ein verstärktes Engagement von Vätern konstatierte auch Verone Schöninger, Landesvorsitzende des Kinderschutzbunds in Hessen. Zum Beispiel kämen mittlerweile mehr Väter in die Beratungsstellen. „Sie sind präsenter geworden.“

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Nichts ist so sexy wie ein guter Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 13. März 2010

„Der Testosteronmacker ist ein Auslaufmodell. Der Idealmann ist ein gleichberechtigter Partner und ein liebevoller Vater“, sagt der Bielefelder Psychologe Björn Süfke. Nur 6 % der deutschen Frauen wollen Hausfrauen sein. Alle anderen erwarten von ihrem Partner vor allem eines: Unterstützung. Männer, die auch mal das Fläschchen zubereiten, stinkende Windeln wechseln und den kleinen Schreihals ins Bett bringen – und Notfalls ein Schlaflied trällern.

Das mag unter Saufkumpanen Gelächter hervorrufen, doch Frauen finden diesen kooperativen Softie verdammt anziehend. Sie fühlt sich verstanden und ernst genommen. Beste Voraussetzungen dafür, dass sie auch ein Ohr für seine nächtlichen Wünsche hat.

Noch dazu wirkt ein zärtlicher Vater wie ein Aphrodisiakum auf Frauen. Wenn er zart das Kinderköpfchen streichelt, sehnt sie sich nach seiner Berührung. Die liebevollen Neckereien mit dem Dreikäsehoch, erinnern sie an die Zeit als frisch verliebtes Paar. Frauen finden diese Zärtlichkeiten sexy – zumindest wenn sie älter als 35 sind. Nach einer Umfrage wünschen sich 73 % in dieser Altersgruppe einen familienfreundlichen und fürsorglichen Mann. Jüngere Frauen dagegen bevorzugen Typ Macho.

Wenn dieser Wunsch bei der Partnerwahl im Vordergrund steht, hat Mann also ein Problem. Er muss seine Fürsorglichkeit verbergen und den ‚Macho’ raushängen lassen und in dem Moment wo der Nachwuchs da ist umswitchen. Keine leichte Aufgabe zumal wenn Mann sich auch im Arbeitsleben entsprechend eingespurt hat.

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Japanischer Bürgermeister nimmt für zwei Wochen Elternzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 13. März 2010

Um als gutes Beispiel voranzugehen, nimmt ein japanischer Bezirksbürgermeister Elternzeit – für ganze zwei Wochen. Hironobu Narisawa kündigte an, er werde ab April bei seinem Sohn bleiben. „Ich möchte etwas von meiner Vaterschaft haben.“ Nach dem Gesetz können in Japan Väter genauso wie Mütter bis zu ein Jahr Elternzeit nehmen und erhalten dabei eine Ausgleichszahlung von 50 Prozent ihres Gehalts. Nur 1,2 Prozent der Väter nutzen diese Regelung jedoch. Narisawa ist der erste führende Lokalpolitiker in Japan, der Elternzeit nimmt.

Er habe sich dafür entschieden, „die Freuden und Leiden der Kindererziehung zu erleben“, erläuterte Narisawa, Bürgermeister des Tokioter Bezirks Bunkyo, seine Entscheidung. Es gehe jedoch nicht nur um ihn allein, sondern er wolle andere Männer ermutigen, es ihm gleich zu tun, fügte der 44-Jährige hinzu. Er hoffe, dass sein Schritt eine Arbeitsatmosphäre fördere, in der Männer Elternzeit nehmen könnten, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.

Ich denke, das verglichen mit dem Arbeitsethos in Japan zwei Wochen in Tokio mindestens den 2 Monaten in Deutschland entsprechen.

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Bundesfamilienministerin Schröder wird Schirmherrin der „Väterkampagne“

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 12. März 2010

„Mach dich unsterblich! Werde Vater!“ Mit diesem Slogan appelliert Deutschlands älteste Bürgerinitiative, die „Aktion Gemeinsinn e.V.“ an junge Männer, sich für die Gründung einer Familie zu entscheiden. Auf dem entsprechenden Kampagnenplakat sieht man eine prominente Person, z.B. Jens Lehmann, im Hintergrund – und seinen fröhlich lächelnden Vater im Vordergrund.

Mit der Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat die Aktion Gemeinsinn nun eine Schirmherrin aus der Politik für die Kampagne gewinnen können. Sie freue sich über den „schönen Slogan“, der sehr geeignet sei, jungen Männern mehr Mut zur Vaterschaft zu geben, erklärt die Ministerin ihre Bereitschaft, das Anliegen zu unterstützen.

„Frau Schröder teilt unsere Auffassung, dass wir Väter stärker in den Mittelpunkt rücken müssen“, berichtet Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Vorsitzende der in Bonn ansässigen Aktion Gemeinsinn.

„Tatsächlich können Männer oft mit weniger Rücksicht als Mütter rechnen, wenn sie sich mehr um die Belange ihrer Familie kümmern wollen und dafür flexiblere Arbeitszeiten oder andere Unterstützungen seitens des Arbeitgebers brauchen.“ Von der Schirmherrschaft der Ministerin erhofft sich die Aktion Gemeinsinn weitere Schubkraft für ihr Werben um eine familienfreundlichere Gesellschaft.

Ausführliche Informationen zur aktuellen Väterkampagne der Aktion Gemeinsinn finden Sie hier.

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Kinder, Küche und Karriere unter einen Hut bringen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 11. März 2010

… das können Männer und Väter genauso gut wie Frauen und Mütter. Immer mehr Männer und Väter entscheiden sich, gezielt ihre Fähigkeiten ausgiebiger für Kinder, Haus- und Kocharbeit zu nutzen. Sie haben sich von den Erwartungen an den typischen Mann verabschiedet und sind aufgebrochen zu neuen Ufern. „Der neue Vater-Spirit fördert die Leistungskraft der Familie, der Gesellschaft und der Wirtschaft“, hebt Prof. Dr. Ulrike Detmers anlässlich der 5. Verleihung des „Mestemacher Preises Spitzenvater des Jahres“ hervor. Die Unternehmerin, Wirtschaftsprofessorin und Frauenrechtlerin hat den vielbeachteten Preis 2006 aus der Taufe gehoben.

Heute haben in Berlin Marcel Oettrich und Dieter Greis die mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhalten. Sie haben sich von den traditionellen Erwartungen an den Mann und Vater losgelöst. Beide beweisen mit ihren Ehefrauen und Kindern, dass es ihnen gelingt, Kinder, Küche und Karriere zu vereinen.

Für Marcel Oettrich gibt es weder Frauen- noch Männerarbeit, sondern schlichtweg Aufgaben ohne typische Geschlechtszuweisung. Aber er ist geradezu erschrocken, wie andauernd die typischen Rollenvorstellungen von Männern beim Thema Frauenarbeit sind und wie langsam sich das Männerbild zugunsten einer gleichberechtigten Partnerschaft in Beruf und Familie wandelt. Er kümmert sich mit Begeisterung um die gemeinsamen Kinder Hannah und Paul, Küche, Karriere von Ehefrau Dr. Yvonne Ziegler und die eigene Karriere

Marcel Oettrich ist Verwaltungsangestellter an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Er arbeitet in der Stabstelle Marketing und Wissensmanagement.

Der zweite Preisträger ist Dieter Greis. Er hat den Beruf des Maschinenschlossers erlernt und sein handwerkliches Talent kommt der Familie und seinem Arbeitgeber zugute. Beide Preisträger sind davon überzeugt, dass es wichtig ist, von der Geburt ihrer Kinder an Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung der Kinder.

Ebenso ist es für beide selbstverständlich, dass die Mutter ihrer Kinder ein Recht auf eine eigene berufliche Karriere, ein eigenes Einkommen und eine selbst erwirtschaftete Altersvorsorge hat. Aus dieser Überzeugung heraus handeln beide und schaffen damit bestmögliche Voraussetzungen für das praktizierte partnerschaftliche Ehe- und Familienmodell.

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Väter müssen auf moderne Frauen setzen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 10. März 2010

time. / photocase.com

time. / photocase.com

Die Gleichstellung der Geschlechter sei in Deutschland noch nicht erreicht. Das liege auch an den Frauen selbst, schreibt Tina Groll zum Weltfrauentag in der Zeit. Der Aufbruch der jungen Väter könne daran etwas ändern und Frauen sollten auf diese Väter setzen.

Nach dem dann in den Artikeln zum Frauentag üblichen Lamento, was sich in den letzten 100 Jahren noch nicht aber in den nächsten Jahren auf jeden Fall ändern müsste, kommt Groll dann zur Sache:

‚Die Geschlechterstereotypen sind so manifest, dass sie auch auf die Partnerwahl durchschlagen. Männer suchen Frauen, die zwar erwerbstätig und unabhängig sein sollen, aber die ihnen nicht überlegen sind. Frauen suchen Männer, die zumindest für eine kurze Zeit die Rolle als Ernährer erfüllen können. Weil die Strukturen der Arbeitsgesellschaft so angelegt sind, dass Kinderbetreuung und Vollzeit-Erwerbsarbeit in den ersten Lebensjahren eines Kindes nur schwer möglich sind, ist es am Ende eine private und ganz wirtschaftliche Entscheidung: Sie steigt eine Weile aus oder reduziert die Arbeitszeit im Job, weil er mehr verdient und sich das Paar das Projekt Familie anders nicht leisten kann. …

Die Frauenbewegung tritt aber auch auf der Stelle, weil die Männer zu zaghaft sind. Natürlich gibt es sie, die Männer in Frauenberufen, die Väter, die ihren Kinder zuliebe auf die Karriere verzichten. Das Elterngeld, durchgesetzt und eingeführt von einer Kanzlerin und einer Familienministerin, hat dazu einen Beitrag geleistet. Die Zahl der Männer in Elternzeit ist seit Einführung auf 20 Prozent angestiegen.

Die jungen Väter suchen eine neue Rolle – als Mann und als Vater. Sie sind die neuen Vorbilder. Sie erobern sich Teilhabe an den weiblichen Bereichen der Gesellschaft. Von diesen Vorbildern gibt es jedoch noch viel zu wenig. Solange die Männer sich nicht auf den Weg machen, werden die Frauen mühsam auf der Stelle treten.’

Ich denke (auch) umgekehrt wird ein Schuh draus. Solange Frauen Partner suchen, die bereit sind die alleinige finanzielle Verantwortung für das Projekt Familie zu übernehmen und selbst von dieser Anstrengung Abstand nehmen zu können, wird sich an den bestehenden Karrieremustern und Erwartungen der Wirtschaft nichts ändern. Die ‚Nomaden’ wie Familienministerin Schröder sie genannt hat, ziehen mit der Karawane weiter. Weiterlesen »

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Deutschland sucht den ‚Super-Papa’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 9. März 2010

Die Fachtagung am 23. und 24. April 2010 in der Fachhochschule Köln, eine Gemeinschaftsveranstaltung des Männer Väter Forums in Köln, des Forums Männer, des Gunda Werner Instituts und des SPI an der Fachhochschule möchte Impulse für eine moderne Väterpolitik setzen.

Auf den zahlreicher gewordenen öffentlichen Veranstaltungen der letzten Jahre zum Thema Väter stand die Suche nach den Impulsen für die professionelle Arbeit mit Vätern im Vordergrund. Wie sich die Träger von Betreuungs-, Beratungs- und Bildungsangeboten auf die wachsende Präsenz einer neuen Zielgruppe einstellen, ist sicher ein wichtiges Thema.

Vernachlässigt werden bisher aber sowohl die Rolle und politische Bedeutung der bisherigen Väterforschung als auch die Frage nach den wünschenswerten Zielen einer „Väterpolitik“. Diese greift als integratives Moment auch in der kommunalen Politik, Bedürfnisse und Interessen von Vätern auf und gibt Anregungen und Impulse für eine emanzipatorische (Verwaltungs-)Arbeit und politische Praxis.

Auf kommunaler Ebene sind politische Entscheidungen an der Tagesordnung, die nachhaltig die Geschlechterverhältnisse, den Umgang zwischen Männern und Frauen, Mädchen und Jungen beeinflussen. Nicht nur im Jugendhilfeausschuss kann die Frage sinnvoll sein, in welchem Ausmaß jeweils Mädchen und Jungen, Mütter und Väter hierbei von den Entscheidungen profitieren und ob Jungen, Männer oder Väter dabei angemessen berücksichtigt oder auf eine aktive Vaterrolle orientiert werden.

Die geplante Fachtagung setzt insbesondere auf dieser Ebene an und soll vielfältige Impulse geben für eine politische und Verwaltungspraxis, die Väter mehr und anders als bisher in den Blick nimmt. Sie richtet sich an:

  • EntscheidungsträgerInnen und Akteure in Verbänden und der (kommunalen) Verwaltung, z.B. aus Stadt- und Gemeinderäten, Familienverbänden, Jugendämtern, Jugendhilfe und Schule
  • PolitikerInnen von kommunaler und Landesebene
  • geschlechterpolitische PraktikerInnen, z.B. Engagierte und Initiativen aus der Frauen-, Männer-, Kinder- und Jugendpolitik, Gleichstellungsbeauftragte

Nähere Informationen zum Programm sowie eine Anmeldemöglichkeit gibt es hier.

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‚Das Ziel ist, ganz einfach, der emanzipierte Mann’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 8. März 2010

Dieser Ansicht ist Christian Füller, taz Redakteur und Vater von zwei Söhnen, der den Titelbeitrag der 12 Sonderseiten ‚Männer’ der taz zum internationealen Frauentag, geschrieben hat. Vorher hat er dem Vorhaben, Männer zu ‚Feministen’ zu erklären eine klare Absage erteilt. Das sei ein Widerspruch in sich und Männer müssten ihre neue Rolle schon selbst beschreiben.

Als Leitplanken dazu definiert Füller sieben Thesen.

‚… 4. Wir möchten ein neues Verhältnis zur Erwerbsarbeit definieren. Diejenigen, die den emanzipierten Frauen im Wege stehen, behindern ja auch uns: Die Chefs und Betriebskulturen, die eine Babypause bei Frauen nicht wertschätzen und eine Elternzeit von Männern schlicht ablehnen. Nein wir laufen vor Arbeit und Karriere nicht davon, nur lassen wir uns nicht mehr von ihnen übermannen. …

5. Wir wollen unseren Kindern beim Aufwachsen helfen. Zu einer neuen Arbeitsteilung gehört, dass Frauen Kinder nicht mehr als ihr Eigentum betrachten und sie den Männern entziehen. …

6. Pinguinmänner vor! … Wenn die Rollen nicht mehr fixiert sind, dann wird es eher komplizierter. … Zu glauben, die moderne Frau wisse scho, wie das neue Modell auszusehen habe, ist naiv. Erstens weiß sie es nicht. Zweitens müssen wir Männer die eigene Rolle entdecken und ausgestalten – weil es sie erst in Ansätzen gibt. …’

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Die Thesen von Frau Dr. Schröder zum Weltfrauentag

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 7. März 2010

Die traditionelle Aussprache des Bundestags zur Situation der Gleichstellung in Deutschland nutzte die für das Thema zuständige Bundesministerin um ‚ein paar grundsätzliche Bemerkungen zur Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern, Vätern und Müttern in der beruflichen Entwicklung’ zu machen. Dabei herausgekommen sind Gedanken, die den seit langem in einer Sackgasse befindlichen Dialog neu befruchten können.

‚Meine These ist, dass Strukturen und Kulturen in der Arbeitswelt nicht nur Frauen benachteiligen, sondern zu einer Benachteiligung von Menschen, von Männern und Frauen, führen, wenn sie Fürsorgeaufgaben in der Familie übernehmen. Deshalb sehe ich mich hier sowohl als Familienministerin als auch als Gleichstellungsministerin in der Pflicht.

Wir kritisieren zu Recht, dass Frauen immer noch deutlich weniger verdienen als Männer. Wir kritisieren zu Recht, dass auf höheren Hierarchieebenen, in Führungspositionen, insbesondere in Vorständen und Aufsichtsräten sehr wenige Frauen vertreten sind. Aber warum reden wir so wenig über die kulturellen und strukturellen Ursachen in der Arbeitswelt, die diesen Beobachtungen zugrunde liegen? Ich glaube nicht, dass Gehaltsunterschiede und die fehlende Präsenz von Frauen in den Führungsetagen immer noch das Ergebnis bewusster, schenkelklopfender Diskriminierung ist. Vielmehr glaube ich, dass wir es mit kulturellen und strukturellen Ursachen zu tun haben. …

Das hat wenig mit individuellen Denk- und Verhaltensmustern zu tun. Wenn Paare sich freiwillig für dieses Modell entscheiden, dann ist das ihre Privatsache. Aber in vielen Fällen ist es nicht so. Viele Paare heute wünschen sich eine gleichberechtigte Partnerschaft. In den Führungsetagen vieler Unternehmen gibt es eine strukturell familienfeindliche Kultur, die diese häusliche Arbeitsteilung zementiert. Ich glaube, dass genau das das Problem ist. Diese Arbeitskultur ist von einer Leistungselite geprägt, die sich deshalb so kompromisslos ihrer Karriere widmen kann, weil sie die Zuständigkeit für Kinder und Küche weitgehend outgesourct hat. Dazu lasse ich gern einen Mann zu Wort kommen. Ich zitiere aus einem Artikel über Managerehen, der schon vor einiger Zeit in der Wirtschaftswoche erschienen ist. Der moderne Manager sei ein „familienferner Lebensnomade,“ …

„Seine Firma verlangt den ganzen Mann, rund um die Uhr und rund um den Globus, dafür wird er schließlich bezahlt, und nicht nur er, auch seine Frau und seine Kinder stehen auf der Gehaltsliste der Firma, als entfernte Angestellte gewissermaßen, weil auch sie ihr Leben dem Job unterordnen, ganz klar, … “

Ich glaube, die Luft für Frauen in den Führungspositionen ist auch deshalb so dünn, weil sie keine familienfernen Lebensnomaden sein wollen. Weiterlesen »

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Aktualisierte Auflage des ‚Väterkompass’ erschienen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 6. März 2010

Titelseite Väterkompass

Jedes Jahr sind in Deutschland allein 230.000 Kinder von der Trennung und Scheidung ihrer Eltern betroffen.

Zerbricht eine Beziehung und verlieren Kinder den Zusammenhalt ihrer Eltern, dann bricht für sie eine Welt in ungeahntem Ausmaß zusammen. Sie müssen sich mit extremen Gefühlen und Verlustängsten, mit vermeintlichen Schuldgefühlen und vielem mehr auseinandersetzen.

Auch für Väter gibt es bislang nur wenige Unterstützungsangebote. Aus diesem Grund hat der „Väteraufbruch für Kinder Leipzig e.V.“ einen umfassenden Ratgeber für Väter herausgegeben, der nun in einer zweiten überarbeiteten Auflage erschienen ist.

Der Väterkompass wendet sich an Väter, die sich in der Situation vor, in oder nach einer Trennung befinden und der diesen dabei helfen soll, den Kontakt zu ihren Kindern zu bewahren und auszubauen. Dabei beschäftigt sich der Ratgeber nicht nur mit juristischen Punkten, sondern auch mit Fragen neben Jugendamt und Gericht und berücksichtigt die seit dem 01. September 2009 durch das neue FamFG geänderte Familienrechtsprechung.

Die beiden Autoren, der Rechtsanwalt Hans-Thomas Leib und Martin Eschenburg, greifen in der 155-seitigen Publikation die Problemlage der zwar sorgevollen, aber längst nicht immer sorgeberechtigten, oftmals auch ausgegrenzten Väter auf. Ebenso wird auf Missstände eingegangen, die dadurch entstehen, dass Mütter und Väter in Deutschland noch immer juristisch ungleich behandelt werden. Der „Väterkompass“ gibt Hinweise und Ratschläge für den richtigen Umgang mit einer solchen Situation unter vorrangiger Beachtung der Kinder.

Es wird das gesamte Spektrum vom Beginn einer Partnerschaft bis zu einer eventuellen Trennung beleuchtet auf Grundlage der aktuellen Rechtslage sowie juristischer, anwaltlicher und persönlicher Erfahrungen der Autoren. Ergänzt wird die Darstellung durch Zitate betroffener Väter.

Auf der Homepage www.vaeter-kompass.de wird der „Väterkompass“ vorgestellt und der Ratgeber zum Preis von 9,80 € bestellt werden.

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