Väter brauchen bessere Rahmenbedingungen für Sorgearbeit
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Juli 2026
Der kürzlich veröffentlichte Bericht „State of the World’s Fathers 2026: Stretched to the Breaking Point“ von Equimundo zeigt: Väter möchten sich weltweit stärker an der Sorgearbeit beteiligen und erleben diese als bereichernd. Gleichzeitig geraten viele Familien durch wirtschaftlichen Druck und unzureichende Unterstützungsstrukturen an ihre Belastungsgrenzen.
Für den Bericht wurden 8.000 Eltern und Sorgeverantwortliche aus 16 Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Hälfte der Väter zusätzliche Jobs annimmt, um die Familie finanziell abzusichern, und drei von vier Vätern sich große Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft machen.
Zugleich wünschen sich viele Eltern bessere öffentliche Unterstützungsangebote und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen. Mehr als 60 Prozent der befragten Väter sprechen sich sogar für höhere Steuern aus, wenn damit der Ausbau öffentlicher Sorgeinfrastruktur finanziert wird. Der Bericht macht deutlich: Nicht nur die Bereitschaft zur Sorgearbeit ist entscheidend – sondern auch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die sie ermöglichen.
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