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Archiv für September 7th, 2006

„Papa, was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. September 2006

Am 20. September findet der diesjährige Weltkindertag statt, der in vielen Kommunen mit Aktionen und Straßenfesten begangen wird. In Berlin gibt es in diesem Jahr etwas Besonderes:

Den Weltkindertag im Betrieb – Kinder besuchen ihre Eltern am Arbeitsplatz .

Ihre Kinder wollen wissen, wo Sie arbeiten und was Sie den ganzen Tag machen? Beim Aktionstag „Mama / Papa bei der Arbeit“, initiiert vom Berliner Bündnis für Familie, können sie es erfahren: 11 Berliner Unternehmen und Institutionen werden rund um den Weltkindertag am 20. September ihre Türen für die Kinder ihrer Beschäftigten öffnen und ihnen einen Einblick in die Arbeitswelt ihrer Eltern gewähren.

Die Unternehmen ermöglichen den direkten Besuch am Arbeitsplatz und haben darüber hinaus umfangreiche Aktionen für die Kinder im Grundschulalter vorbereitet: Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund können die Kinder einen spannenden Rundgang durch die Poststelle machen, in der Kantine essen und eine Feuerlöschübung mit der Berliner Feuerwehr mitmachen. Bei der Johanniter Unfallhilfe steht ein kindgemäßer Erste Hilfe-Kurs auf dem Programm und der DGB-Bundesvorstand lädt zum Parcours durchs Haus und zum Grillfest, bei dem der DGB-Vorsitzender Sommer persönlich den Kindern eine Urkunde überreichen wird.

„Wir beteiligen uns an dieser Aktion, weil wir unsere Beschäftigten auch als Eltern unterstützen wollen und sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Tag auch untereinander anders erleben können; das stärkt die Zusammenarbeit“, so der Tenor der aktiven Unternehmen.

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Die richtigen Fragen …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. September 2006

… stellt Reinhard Kahl heute in seinem Beitrag ‚Was der Gesellschaft fehlt, wenn die Kinder fehlen‘ in der Welt.

In dem panikhaften und teilweise apokalyptisch anmutenden Diskurs über den vermeintlich drohenden Kollaps der sozialen Subsysteme der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes kommen Kinder, vor allem die bereits geborenen nicht vor.

Wer würde die Kinder vermissen, wenn es die anderen ‚Probleme‘ aufgrund von wundersamen Erscheinungen oder technischen Lösungen nicht mehr gäbe?

Kahl insistiert:“Nochmals: Warum werden die Kinder selbst so wenig vermisst? So wie sie sind. Wie sie einfach da sind. Hier und heute. Ohne weitere Gründe, außer dem einen, dass wir sie mögen. Ohne Kinderwunsch bleibt das Alarmieren und Drohen unfruchtbar, ja es erweist sich als ein Teil des beklagten Problems.

Kinder stören. Sie unterbrechen Routinen. Sie sind geniale Unterbrecher und Neuanfänger. Und genau dieses Unterbrechen und Neuanfangen fehlt der Gesellschaft insgesamt. Wo ist die Unruhe im Uhrwerk? Unterbrechen und Neuanfangen ist ebenso wichtig wie das Weitermachen, dessen Gefährdung so häufig beschrieben wird. Dieser Sinn für eine offene, nicht limitierte Zukunft, für Kontingenz und Unverfügbarkeit ist in Deutschland schwach.“

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