der VÄTER Blog

lebe deinen Traum!

Archiv für September, 2010

Hessens Väter bekommen gute Karten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. September 2010

Postkartenkalender haben es in sich. Ein ansprechendes Motiv kann herausgetrennt und mit kleinem Gruß versehen an Freunde oder Bekannte verschickt werden. Zur Geburt des Babys gibt es jetzt die Möglichkeit, einem frisch gebackenen Vater etwas mit auf den Weg zu geben. Die hessenstiftung – familie hat zukunft bietet humorvolle Motive über aktive Vaterschaft in einem Postkartenkalender an. „Hessens Väter bekommen gute Karten“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Ulrich Kuther im Blick auf die Versandmöglichkeit der Kalendermotive.

In Schulen und Hochschulen hatte die hessenstiftung – familie hat zukunft 2009 einen Plakatwettbewerb ausgeschrieben. Um das neue, erweiterte Rollenverständnis von Vätern darzustellen, sollte ein griffiger Slogan und ein pfiffiges Plakat gestaltet werden. „Wir wollten nicht einfach einen Auftrag an eine Agentur vergeben“, erläutert die Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Frau Staatssekretärin Petra Müller-Klepper aus dem Hessischen Sozialministerium. „Vielmehr sollten die Wünsche der jungen Leute zum Ausdruck kommen, die sich mit dem Spannungsfeld von Familie und Beruf auseinandersetzen. Dabei sind kreative und frische Bilder vom Familienvater entstanden, mal als starker Kerl, mal als Familienmanager.“

Der nun angebotene Kalender bildet die ausgewählten Plakate in Postkartengröße ab. Die Motive zeigen auf sympathische Weise, worum es bei einem Wandel im männlichen Rollenverständnis geht: sich mehr Zeit für Kinder zu nehmen. Weiterlesen »

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Kinder verstehen die Ironie der Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. September 2010

Einer neuen Studie der University of Montreal zufolge sollten Eltern im Umgang mit ihren Worten vorsichtig sein, denn schon ab vier Jahren sind Kinder in der Lage Ironie zu verstehen. Ältere wissenschaftliche Forschungen waren der Ansicht, dass Sarkasmus erst mit zehn Jahren verstehbar sei, dies wurde nun widerlegt.

Untersucht wurde in der Studie bei 39 Familien die Verwendung von Übertreibungen, Beschönigungen, Sarkasmus und rhetorischen Fragen. Fast alle Kinder konnten eines der sprachlichen Mittel enttarnen. Am besten gelang dies mit 22 Fällen bei ironischen Bemerkungen.

Des Weiteren wurde herausgefunden, dass die Sprachmuster in unterschiedlichen Situationen gebraucht werden, Übertreibungen und Ironie in positiven Situationen, rhetorische Fragen und Beschönigungen eher in negativen. Mütter bevorzugen eher rhetorische Fragen, während Väter zum Sarkasmus neigen.

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Jugend ohne Vater lässt Mädchen früher reifen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. September 2010

Fehlt der leibliche Vater im Haushalt, kommen die Töchter häufig früher in die Pubertät – dieses Studienergebnis stellt Forscher vor Rätsel. Über die Gründe können sie nur spekulieren: Ist es der fehlende Rückhalt in der Familie oder die verstärkte Kontaktsuche zu fremden Männern?

Wissenschaftler haben die Daten von 444 Mädchen analysiert. Doch das Ergebnis ihrer Auswertung ist ein Mysterium: Wachsen Mädchen ohne ihren leiblichen Vater auf, kommen sie meist früher in die Pubertät als andere Gleichaltrige. Die Brüste wachsen eher, ebenso die Schambehaarung. Das ist für die betroffenen Mädchen nicht zuletzt mit Gesundheitsgefahren verbunden. So erhöht eine vorzeitige Pubertät etwa das Risiko, später an Brustkrebs oder anderen Krebsarten der Fortpflanzungsorgane zu erkranken.

Zwei Jahre lang hatten sich die jungen US-Amerikanerinnen, die ab einem Alter von sechs bis acht Jahren an der Kohortenstudie „Young Girls‘ Nutrition, Environmental and Transition“ teilnahmen, begleiten lassen. 80 von ihnen, die in dieser Zeit ohne leiblichen Vater lebten, erreichten die Pubertät meist besonders früh. Am stärksten ausgeprägt war der Effekt, wenn die Mädchen aus einem relativ wohlhabenden Haushalt mit einem Jahreseinkommen von mindestens 50.000 US-Dollar stammten und einen afroamerikanischen Hintergrund hatten, berichten die Forscher im Fachblatt „Journal of Adolescent Health„.

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Wenn die Familie vorgeht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. September 2010

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Beschäftigte – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – wichtiger als Unternehmen denken. Das belegt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Sie liegt dem Handelsblatt exklusiv vor. Befragt wurden 300 Personalentscheider und mehr als 3 000 Beschäftigte zwischen 25 und 49 Jahren.

Ein Fazit: Mehr als Dreiviertel der Eltern zwischen 25 und 39 Jahren würden für mehr Familienfreundlichkeit ihren Job wechseln. Über ein Viertel der Befragten hat dies bereits getan. Den anderen mangelt es offensichtlich nur an Alternativen.

„Firmen, die keine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, schaden nur sich selbst“, warnt Schneider, Direktor des Forschungszentrums für familienbewusste Personalpolitik an der Steinbeis-Hochschule Berlin. „Mitarbeiter fehlen länger oder können nicht den vollen Einsatz bringen.“ Letztlich bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Firma zu verlassen – Wissen geht verloren. Familienfreundlichkeit zahlt sich für Firmen ökonomisch aus, das konnte Schneider in einer Studie bereits belegen.

Tatsache ist, dass die Gesellschaft altert und qualifizierte Mitarbeiter immer knapper werden. Umso stärker können familienbewusste Arbeitgeber punkten. Denn selbst 70 % der kinderlosen Beschäftigten achten bei der Jobwahl auf Familienfreundlichkeit: Sie ist ihnen genauso wichtig oder sogar wichtiger als das Gehalt.

In vielen Firmen jedoch bleibt Familienfreundlichkeit ein Lippenbekenntnis. Die wirklichen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter kennen sie kaum:

  • Irrglaube Nummer eins, das zeigt die Umfrage: Familienfreundlichkeit interessiert nur Mütter.
  • Irrglaube Nummer zwei: Familienfreundlichkeit ist nur Mitarbeitern mit kleinen Kindern wichtig. Betriebskita schön und gut – das Betreuungsproblem endet aber nicht mit der Einschulung. Doch nur jeder zweite Personalchef glaubt, dass das Thema auch Beschäftigten über 40 Jahre wichtig ist.
  • Irrglaube Nummer drei: Familie gleich Kinder. Die Umfrage zeigt, dass sich schon von den 25- bis 49-Jährigen Beschäftigen fast jeder zehnte nebenher um einen älteren bzw. kranken Angehörigen kümmert. Zwei Drittel von ihnen tun dies zusätzlich zur Kinderbetreuung – die Generation „Sandwich“.

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Erwerbstätigkeit der Partnerin und Sicherheit des Arbeitsplatzes entscheidend für Elternzeit von Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. September 2010

Die Ergebnisse der heute veröffentlichten Studie des Hamburger Weltwirtschafts Instituts (HWWI) „Who Cares? Determinants of the Fathers‘ Use of Parental Leave in Germany“ zeigen, dass die Entscheidung der Väter, die Elternzeit in Anspruch zu nehmen, auffallend stark von Erwerbsstatus und Einkommen der Partnerin abhängt. Ist die Partnerin Vollzeit erwerbstätig, erhöht sich die Chance, dass der Vater in Elternzeit geht, um etwa 150 % im Vergleich zu einem Paar, bei dem die Partnerin nicht erwerbstätig ist. Bei zwei erwerbstätigen Partnern erhöht sich die Chance der Elternzeit-Inanspruchnahme des Vaters ebenfalls um etwa  150 %, wenn die Partnerin das höhere Nettoeinkommen bezieht.

Außerdem stellt die Sicherheit der Arbeitsplätze beider Elternteile wichtige Faktoren der Inanspruchnahme der Elternzeit durch Väter dar. Das zeigen die Ergebnisse bezüglich des Arbeitsvertrages, des Sektors (öffentlich oder privatwirtschaftlich), der Firmengröße und der Position im Unternehmen. So erhöht sich die Chance der Elternzeit-Inanspruchnahme bei als erwerbstätig geltenden Vätern um mehr als 50 %, wenn das Arbeitsverhältnis des Vaters unbefristet ist, er eine Führungsposition inne hat oder in einem großen Unternehmen tätig ist. In Doppelverdienerfamilien ist die Chance in den Kategorien Arbeitsvertrag und Arbeitsmarktsektor am höchsten, wenn beide Elternteile über einen unbefristeten Vertrag verfügen oder im öffentlichen Dienst tätig sind. Sie ist in Doppelverdienerfamilien auch besonders hoch, wenn nur die Frau oder beide Partner eine Führungsposition innehaben. Weiterlesen »

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Ein Gesetz alleine wirkt nicht,

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. September 2010

… es braucht eine gesellschaftliche Werteänderung und diese braucht Vorbilder. Personalchefs und Politiker, die in Elternzeit gehen. Väter müssen sich nicht rechtfertigen, wenn sie mehrere Monate Elternzeit nehmen, im Gegenteil, sie müssen begründen, wenn sie es nicht tun. Das ist eine der Kernaussagen in dem Beitrag des ZDF Auslandsjournals zur Elternzeit in Schweden.

Porträtiert wird der Wirtschaftsprofessor Peter Dobers, der nach drei Jahren Väterzeit bei der Rückkehr an die Universität mit einer Beförderung belohnt wird.

Elternzeit in Schweden

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Mutige Väter braucht das Land

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. September 2010

MaennerTrau Dich, nimm dir die Zeit! Wie hätten Sie es denn gerne: Mutig, Überkommenes in Frage stellend, oder angepasst, den Umständen gehorchend?

Innovativ, ganz vorn dabei, oder abwartend, dem Trott folgend? Selbstbewusst, ein Stück Freiheit gewinnend, oder resignierend, als Persönlichkeit auf der Stelle tretend? Einen Trend setzend, oder nur Mitläufer sein?

Mit der Broschüre ‚ Mutige Männer braucht das Land – Mehr Chancen durch eine lebenslaufbezogene Tarifpolitik’ möchte die Gewerkschaft ver.di Männern Mut machen, sich Zeit für ihr Leben zu nehmen und ihre Arbeitszeiten den biografischen Anforderungen entsprechend anzupassen. Neben einigen rechenbeispielen gibt es zahlreiche Hinweise auf weiterführende Informationen.

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Familienbewusste Unternehmen gewinnen qualifizierte Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. September 2010

Für 90 % der Beschäftigten mit Kindern ist Familienfreundlichkeit bei der Arbeitgeberwahl ebenso wichtig wie das Gehalt. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Personalmarketingstudie des Marktforschungsinstituts Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Somit ist der Wert wie schon in der ersten Befragung 2007 unverändert hoch. Für ganze 77 % der Eltern zwischen 25 und 39 Jahren ist Familienfreundlichkeit zudem ein Grund, die Arbeitsstelle zu wechseln. „Für Unternehmen wird ihre Attraktivität als Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftebedarfs immer wichtiger. Wer dabei auf Familienfreundlichkeit setzt, wird von den Wettbewerbsvorteilen spürbar profitieren!“, kommentiert Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder die Ergebnisse.

Zwar halten Arbeitgeber Familienfreundlichkeit für wichtig, jedoch bisher nur für junge Beschäftigte. Deutlich unterschätzt wird dagegen die Bedeutung für ältere Beschäftigte zwischen 40 und 49 Jahren. Dabei sind es bei ihnen 72 %, für die Familienfreundlichkeit bei der Arbeitgeberwahl wichtig ist. Damit verschenken Unternehmen großes Bindungspotenzial für erfahrene Beschäftigte, die noch ein rund 20-jähriges Berufsleben vor sich haben.

Nach wie vor wird Familienfreundlichkeit nicht ausreichend im Personalmarketing beziehungsweise in der internen Kommunikation eingesetzt: Weiterlesen »

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Neue Väter hat das Land?!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. September 2010

Väter sind in der Öffentlichkeit sichtbarer geworden und sie sind in das Blickfeld der Politik gerückt. Die Zahl der Väter, die sich bei der Geburt eines Kindes eine Auszeit nehmen, ist deutlich gestiegen.

Nahmen 2006 noch 3,5% der Väter Erziehungsgeld in Anspruch, so liegt der Anteil der Väter, die Elterngeld beanspruchen, heute bei 21%. Doch für Männer ist es nicht einfach, neue Rollenmodelle zu entwickeln. Auf dem Spielplatz werden sie entweder angehimmelt oder ausgegrenzt. Sie sind (noch?) Exoten, „Desperate Househusbands – Verzweifelte Hausmänner“, so eine ORF Radiosendung.

Hat das Land „neue Väter“? Väter, die sich aktiv um Erziehung und Entwicklung der Kinder kümmern und dabei auch berufliche Nachteile in Kauf nehmen? Verändert sich damit die Arbeitsteilung in den Familien hin zu mehr Gleichheit in Rechten und Pflichten für Mütter und Väter? Wie wirkt sich eine steigende Beteiligung der Väter an der Erziehung auf die Entwicklung von Kindern aus? Welche Unterschiede gibt es zwischen Vätern? Wie wird damit umgegangen? Welche Maßnahmen zur differenzierten Förderung von Vätern werden angeboten?

Das sind die Themen der Fachtagung ‚ Neue Väter hat das Land?!’ am 23.11.2010 in der Fachhochschule Frankfurt am Main. Das detaillierte Programm und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie im Programmflyer.

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Ein Vater will sich ändern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. September 2010

Uwe kann seine Aggressionen kaum kontrollieren. Er ist gewalttätig, hat Ex-Frau und Stiefsohn geschlagen. Jetzt möchte der 34-Jährige endlich mit dem Prügeln aufhören und lernen, seine Wut zu steuern. Vor allem aber will er wieder mehr Kontakt zu seinen Kindern haben und er weiß, dass er sich professionelle Hilfe holen muss. Uwe nimmt an dem speziell für gewalttätige Väter eingerichteten Trainingsprogramm „Caring Dads – Fürsorgliche Väter“ der Diakonie Düsseldorf teil.

Hier soll Vätern geholfen werden, eine stabile, gewaltfreie Beziehung zu ihren Frauen und Kindern aufzubauen. Dieses Programm ist in dieser Form einmalig in Deutschland. Wöchentlich treffen sich die Väter zum Anti-Gewalt-Training, das insgesamt 17mal stattfindet.

Die Filmemacher Martin Pfahl und Patrick Waldmann begleiten Uwe über sechs Monate und wollen wissen, ob er an seiner Situation und seinem Verhalten etwas ändern kann. „Ich bereue, was passiert ist. Und ich will mich öffnen, damit man mir auch helfen kann“, sagt er selbstbewusst.

Wird er lernen, Verantwortung für sein damaliges Handeln zu übernehmen und es auch schaffen, entspannter mit seinen Kindern und seiner Ex-Frau umzugehen? Uwe scheint fest entschlossen zu sein, sich wieder ein Stück verlorenes Vertrauen zurückzuholen.

Sendetermin: WDR Fernsehen, tag7, Samstag, den 18. September 2010, 9:30 – 10:00 Uhr Weiterlesen »

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