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Europäische Kinderbetreuungskulturen im Vergleich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 14. September 2014

In dem neuen Working Paper Nr. 82 des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) werden die unterschiedlichen Kinderbetreuungskulturen für Kinder unter sechs Jahren in Österreich, Deutschland, Frankreich und Schweden untersucht – vier Länder mit teilweise sehr unterschiedlichen Schwerpunkten in ihrer familienpolitischen Ausrichtung.

Im Fokus der Studie stehen die jüngsten Reformen in den Kinderbetreuungspolitiken der vier Länder sowie deren Auswirkungen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden beleuchtet und dabei ergänzend auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur familialen Betreuung (Elternkarenz) in die Analyse einbezogen. Diese Publikation ist eine Aktualisierung des 2007 erschienenen Working Papers Nr. 57 „Kinderbetreuungskulturen in Europa“.

Download: Working Paper Nr. 82

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Mannsbilder – Was Väter und Söhne verbindet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 12. September 2014

37 Grad begleitet Heiko (73), seinen Sohn Thomas (48) und dessen Sohn Emil (17). Vater, Sohn und Enkel: Was hat sie geprägt, welches Bild haben sie von sich, welche Vorstellung voneinander? In den drei Generationen – Väter und Söhne einer Familie – zeigt sich ein verändertes Rollenverständnis. Welche Gefühle, Probleme und Freuden verbinden die Männer miteinander?

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Als Heiko 1941 geboren wurde, war sein Vater an der Front. Nach dem Krieg bekam er einen Montagejob und war nur alle paar Wochenenden zu Hause. „In der Zeit hat er dann versucht, alles an Erziehung in mich hineinzubekommen, was ihm wichtig war, das ging natürlich schief.“

Bei seinem Sohn Thomas wollte Heiko es anders machen, ein richtig guter Vater sein. Ist ihm das gelungen? „Ich habe mein Bestes gegeben“, sagt der 73-Jährige heute, „aber ob ich ein guter Vater war? Zu Thomas habe ich immer gesagt, mit spätestens 40 musst du deinen Weg gefunden haben. Dann musst du der Mann sein, der du sein willst. Beruflich und privat.“ Ob Thomas diese Worte seines Vaters geholfen haben?

Trotz bester Absichten kam es zwischen Thomas und seinem Vater Heiko auch immer wieder zu heftigen Konflikten. Es gab sogar Zeiten, in denen sie wegen all der Auseinandersetzungen keinen Kontakt mehr hatten. Heute gerät Thomas selbst öfter mit seinem Sohn aneinander. „Jetzt, wo mein Sohn erwachsen ist, verstehe ich meinen Vater in vielen Dingen besser. Ich merke, ich habe manchmal genau die gleichen Probleme mit Emil, wie er damals mit mir. Es ist schwierig, eine gute Balance zu finden als Vater.“

Als Thomas Freundin damals schwanger wurde, entschlossen sie sich, das „Abenteuer Kind“ zu wagen. Aber die Beziehung hielt nur ein paar Jahre, das Paar trennte sich, die Kinder blieben bei der Mutter. Vor zwei Jahren musste Thomas noch mal ganz anders in die Vaterrolle schlüpfen, als seine beiden Söhne Emil (18) und Anton (15) von der Mutter zu ihm zogen. „Ich habe nicht wirklich absehen können, was es bedeutet, plötzlich wieder mit den Jungs zu leben, aber ich bin froh um diese Erfahrung.“

Sendetermin: ZDF, Dienstag, 16. September von 22:15 bis 22:45 Uhr

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Sex während der Schwangerschaft

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 10. September 2014

Wie verändert sich der Sex, wenn ein Kind unterwegs ist? Wir wollten es genau wissen und fragten unsere User. Fast 97% der werdenden Väter finden ihre Partnerin mit dem Babybauch schön. Vor allem Frauen berichten von positiven Veränderungen beim Orgasmus. Den Männern hingegen fällt es schwerer, Wünsche zu äußern.

„Der runde Bauch der Schwangeren hat keinen Einfluss auf ihre Attraktivität für den Partner. Das finde ich ein sehr schönes Ergebnis“, freut sich Dr. Jörg Signerski-Krieger, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Ambulanz für Sexualmedizin und Sexualtherapie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Göttingen. Dass laut einer Online Befragung des kidsgo-Verlages in Göttingen fast 97% der werdenden Väter ihre Partnerin schön finden, hält er für eine „beeindruckende Zahl“. Auf dem Portal www.kidsgo.de hatten 126 junge Mütter und auf www.väterzeit.de 57 frischgebackene Väter den Fragebogen beantwortet.

Die Frauen selbst sind mit ihren runderen Formen jedoch nicht ganz so glücklich, ein knappes Viertel hält sich mit Bauch nicht für attraktiv. „Das passt zum Bild, dass Frauen mit ihrem Körper allgemein nicht so zufrieden sind“, interpretiert Signerski-Krieger das Ergebnis. „Für Frauen ist Schönheit sehr wichtig und sie machen sich darüber sehr viele Gedanken. Umso erfreulicher, das die Partner da offenbar nicht mitziehen.“

53% der Männer und 40% der Frauen geben an, die Qualität der sexuellen Beziehung habe sich während der Schwangerschaft negativ verändert. Dr. Signerski-Krieger kennt das Problem aus seiner Erfahrung in der Klinik: „Vor allem nach der Geburt, wenn die Rollenveränderung von Frau und Mann zu Vater und Mutter deutlich wird, wird eine negative Veränderung der Sexualität wahrgenommen. Aus meiner klinischen Praxis kann ich sagen, die meisten Paare geben an, das Problem habe schon während der Schwangerschaft begonnen.“

Offenbar gibt es jedoch noch weitere Stressoren, die auf die Intimität des Paares einwirken. „Je runder der Bauch wird, desto stärker ändert sich auch die sexuelle Praxis“, so Dr. Signerski-Krieger. „Das Paar muss passende Stellungen oder andere Arten der intimen Begegnung ausprobieren. Das kann schon zu Unsicherheiten führen.“ weiterlesen

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Männer, Väter – Nur Mut!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 8. September 2014

„Das Thema insgesamt finde ich schwierig, meine eigene Haltung kann ich in Wahrheit schwer formulieren, ich kann es nur versuchen. Ich bin der Ansicht, dass die größten Widerstände nicht in die der Gesellschaft oder den Unternehmen sind, sondern bei den Männern und Vätern selbst.“ So fasste Till Raether, einer der 8 Väterexperten, die am 2. September im Kanzleramt mit Angela Merkel über das Thema „welche besonderen Widerstände Väter bei ihrem Arbeitgeber, aber auch in der Gesellschaft zu überwinden haben, wenn sie Elternzeit nehmen oder … Teilzeit beantragen“ diskutierten.

Ja, hinter den großen Befürchtungen ‚verbergen‘ sich auch meiner Erfahrung nach oft weit geöffnete Scheunentore und es braucht Ermutigung, damit Männer den Mut aufzubringen das zu tun, was dem eigenen Lebensentwurf entspricht und Zufriedenheit bringt, eigene und in der Partnerschaft. Einen Beitrag zu einer Mutkampagne möchte die Unternehmensberatung ATKearney mit der Broschüre ‚Männer, Väter – Nur Mut‘ leisten, in der sie Ergebnisse ihrer gleichnamigen Studie veröffentlichen:

Noch immer stehen den Wünschen und Bedürfnissen von Vätern nach Neuerleben der Familie tradierte Rollenbilder und väterfeindliche Unternehmenskulturen gegenüber. Dabei sehen sich Männer gar nicht mehr in erster Linie als materielle Versorger, sondern möchten auch an der Erziehung ihrer Kinder teilhaben. Der Studie  zufolge würde sogar fast ein Drittel aller Vollzeit arbeitenden Männer ihre Arbeitszeit verkürzen.

Zu wenige Vorbilder unter den Führungskräften

„In vielen Unternehmen fehlen schlichtweg Vorbilder, also Führungskräfte, die ihren Mitarbeitern Mut machen, mehr Flexibilität einzufordern und dies auch umzusetzen“, sagt Dr. Martin Sonnenschein, Managing Director Central Europe on A.T. Kearney und Mitbegründerr der 361° Familieninitiative. Demnach kommen sich Männer, die familienfreundliche Maßnahmen in Anspruch nehmen, oft wie Exoten vor und befürchten berufliche Nachteile: Nur 35 % der Männer geben an, dass Vereinbarkeit in ihrem Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sei. 4 von 10 kinderlosen Männern in der Rush-Hour des Lebens, also zwischen 25 und 40 Jahren, vermissen für eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie Glaubwürdigkeit bei Vorgesetzten. 28 % der Väter und 29 % der kinderlosen Männer haben kein Vertrauen, mit ihrem Arbeitgeber über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sprechen. Weiterlesen »

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Bewegung im Geschlechterverhältnis? – Zur Rolle der Männer in Österreich im europäischen Vergleich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 4. September 2014

Was wissen wir über die Rolle von Männern im Prozess der Geschlechtergleichstellung in europäischen Ländern? Entlang zentraler Themen – Bildung, Erwerbsarbeit, unbezahlte Arbeit, Gewalt, Gesundheit und Politik – geht der vorliegende Band der Frage nach, in welchen Bereichen sich Bewegung, in welchen sich Stagnation und Persistenz im Geschlechterverhältnis ausmachen lässt.

Nadja Bergmann, Christian Scambor und Elli Scambor suchen Antworten auf die Frage, ob Geschlechter- und Gleichstellungspolitik neu diskutiert werden kann, wenn Männer aktiv als Adressaten und Akteure derselben wahrgenommen werden. Auf der Grundlage der EU Studie ‚The Role of Men‘ werden in diesem Band auf Österreich bezogen folgende Themenbereiche eingehender betrachtet: die Rolle von Jungen und jungen Männern im Bildungssystem, die sich langsam verändernden Rolle von Männern im Erwerbssystem, neue Trends im Erwerbssystem, Gewalt im Geschlechterverhältnis, Männergesundheit sowie die Einbeziehung von Männern in den Gleichstellungsdiskurs.

Die AutorInnen verstehen das gesellschaftliche Geschlechtersystem als Geflecht von wechselseitigen Beziehungen, Veränderungen in einer Geschlechtergruppe bleiben nie ohne Konsequenzen für die andere. Aus dieser wechselseitigen Verwobenheit ergibt sich für sie, „Dass im Prozess der intentionalen Veränderung der Geschlechterverhältnisse und bei der Förderung von faktischer Geschlechtergleichstellung beide Geschlechter angesprochen werden müssen, um vorherrschende geschlechterbezogene Ungleichgewichte und Ungleichheiten nachhaltig verändern zu können und um ‚Schub anstelle von Widerstand‘ hervorzurufen.“ Dabei erweisen sich „traditionelle Modelle“ von Männlichkeit wie zum Beispiel das der „hegemonialen Männlichkeit“ als wenig hilfreich.

In ihren abschließenden Gedanken plädieren sie dafür, nicht einfach mit den Geschlechtergruppen als solchen zu argumentieren und zu arbeiten, sondern auch Dimensionen wie die soziale Lage miteinzubeziehen um jegliche Diskriminierung zu überwinden.

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Zu Besuch im Garten Schweden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 2. September 2014

Die Köpfe der Schweizer Männerbewegung haben das Gleichstellungsparadies Schweden unter die Lupe genommen. Ihre überraschende Erkenntnis: Nicht die Geschlechterpolitik Schwedens ist ein Vorbild für die Schweiz. Aber die Familienpolitik.

Oh, wie oft haben wir es gehört: Schweden, die haben echte Gleichstellung, ein Modell, ein Vorbild – auch und gerade für die Schweiz. Irgendwann reifte der Entschluss, vor Ort die Probe aufs Exempel zu wagen. An diesem kühlen Sommertag treffen sich nun führende Köpfe der Schweizer Männerbewegung am Flughafen Zürich-Kloten: Ivo Knill, Chefredaktor der Schweizer Männerzeitung, Andreas Borter, Leiter des Schweizerischen Instituts für Männer- und Geschlechterfragen, Markus Theunert, männer.ch-Präsident und ehemaliger Männerbeauftragter, Männerarbeits-Pionier Christoph Walser und Martin Schoch, Berater beim Männerbüro beider Basel, begleitet von Männerzeitungsredaktor Adrian Soller und Fotograf Luca Bricciotti. Wir haben eine Woche lang mit Fachleuten und den Menschen auf der Straße gesprochen, in schwedischen Wohnzimmern Kaffee getrunken und sind auch in Amtsstuben stets der einen Frage nachgegangen: Ist Schweden in Geschlechterfragen ein Modell für die Schweiz?

Folgende Beiträge sind jetzt schon online zu lesen:

Im Familienland Martin und Eva Lerjen sind nach Schweden ausgewandert. Sie profitieren von staatlich finanzierter Elternzeit. Das schätzen sie enorm – zurück in die Schweiz wollen sie trotzdem. Von Ivo Knill und Christoph Walser

Exportschlager Prostitutionsverbot? Als erstes Land überhaupt hat Schweden im Jahr 1999 ein Gesetz erlassen, das die Prostitution verbietet. Die schwedische Regierung feiert das als Erfolgsmodell. Doch es gibt auch Kritiker. Von Markus Theunert, redaktionelle Mitarbeit Christoph Walser

Gemeinsame elterliche Sorge: Wie muss ich vorgehen? Seit diesem Sommer gilt in der Schweiz die gemeinsame elterliche Sorge. Doch wie und wo können Betroffene diese geltend machen? von Dominic Nellen

Im Schatten der Sorgerechtsdebatte Während die Revision des Sorgerechts zehn Jahre dauerte, treiben die Verantwortlichen die Revision des Unterhaltsrechts im Eiltempo voran. Und das obwohl der Gesetzesentwurf noch gravierende Mängel hat. Von Oliver Hunziker

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Väter zahlen drauf – beim Kindesunterhalt leben überholte Rollenbilder fort

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 28. August 2014

Der Mann zahlt, die Frau kümmert sich um die Kinder! Auch wenn dieses Rollenbild in der Praxis überwunden scheint, beim Kindesunterhalt lebt es fort. Egal, ob der Vater sich nach einer Trennung zu 30 oder 40 Prozent um seine Kinder kümmert, er zahlt immer 100 Prozent Unterhalt. Jetzt fordern Familienrichter das Unterhaltsrecht flexibler zu gestalten und den Kindesunterhalt gerechter zwischen Väter und Müttern aufzuteilen.

Männer zahlen drauf - beim Kindesunterhalt leben überholte Rollenbilder fort

Der Mann arbeitet und zahlt, die Frau kümmert sich um Kinder und Haushalt. Das war bei uns das Rollenbild der 50er Jahre, das wir längst überwunden glaubten. Eigentlich. Doch im deutschen Unterhaltsrecht lebt dieses Klischee munter weiter! Bei einer Trennung blecht meist der Mann, egal ob er sich um die Kinder kümmert oder nicht. Doch das geht an der heutigen Lebenswirklichkeit in der Regel vorbei. Lisa Wandt und Markus Pohl trafen Väter, die das nicht mehr hinnehmen wollen.

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Väter wünschen sich, dass der Job mehr Zeit für Familie, Partnerin und Freunde lässt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 25. August 2014

Welche Rolle spielt der Job im Leben der Berufstätigen in Deutschland? Wie wichtig ist ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Wie relevant die Höhe des Gehalts? Antworten liefert eine aktuelle repräsentative Umfrage, die vom führenden beruflichen Online-Netzwerk XING bei Forsa in Auftrag gegeben wurde. Das Meinungsforschungsinstitut befragte hierzu im August 1.011 Angestellte und Beamte mit Fach- bzw. Hochschulabschluss, die als Fach- oder Führungskraft tätig sind.
Es zeigt sich: Der Job ist weitaus mehr als nur ein Mittel zum Zweck. So findet die überwältigende Mehrheit (88 %) der Befragten, dass Arbeit und Leben zusammen gehören und der Job zu einem selbst und den eigenen Bedürfnissen passen sollen. Lediglich jeder Neunte (11 %) trennt Arbeit und Leben strikt voneinander und ist der Meinung, dass es zweitrangig ist, ob der Job zu den eigenen Lebensumständen passt.

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82 % wünscht sich, dass der Job mehr Zeit für Familie, Lebenspartner oder Freunde lässt

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Familie bei Deutschlands Fach- und Führungskräften ein. Nahezu einstimmig sind sie der Meinung, dass es wichtig ist, die berufliche Tätigkeit auch mit der Familie vereinbaren zu können (95 %). Dabei ist die Zustimmungsrate bei den Verheirateten und jenen mit minderjährigen Kindern am höchsten (je 99 %). Die Zufriedenheit mit dem Ausmaß an Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihrer tatsächlichen Arbeitssituation lässt bei vielen allerdings zu wünschen übrig. So geben acht von zehn Befragten an, dass sie sich in ihrer derzeitigen Tätigkeit mehr Zeit für ihre Familie, Lebenspartner oder Freunde wünschen (82 %). Rund die Hälfte von ihnen wünscht sich das oft bzw. sehr oft (39 %).

Forderung an Arbeitgeber: Flexible Arbeitszeiten für Mehrheit ein Muss

Im Zuge des Wertewandels, des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels müssen sich Unternehmen verstärkt auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer einstellen. Besonderen Wert legen die Fach- und Führungskräfte in Deutschland dabei auf flexible Arbeitszeiten. So können sich nahezu zwei von drei Befragten (64 %) gar nicht vorstellen, bei einem Unternehmen anzufangen, das diese Option nicht bietet. Insbesondere trifft dies auf jene zu, die minderjährige Kinder im Haushalt haben (72 %). Nur die Jüngeren bis 29 Jahre können gleichermaßen sowohl mit flexiblen als auch mit fest vorgegebenen Arbeitszeiten umgehen (jeweils 49 %).

Frauen suchen Sinn in der Arbeit, Männer ein gutes Gehalt.

Ein ausgeglichenes Bild zeigt sich auf den ersten Blick bei der Frage, ob den Berufstätigen ein hohes Gehalt oder ein sinnvoller Job wichtiger ist, der zum Gemeinwohl beiträgt (je 42 %). Dabei finden sich jedoch stärkere Abweichungen zwischen den Altersgruppen: Für mehr als jeden zweiten über 50-Jährigen ist eine sinnvolle Tätigkeit wichtiger (54 %), während es bei den Jüngeren bis 29 Jahre nur rund ein Drittel ist (32 %). Ebenfalls auffällig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während für jede zweite Frau (51 %) eine sinnvolle Tätigkeit im Vordergrund steht, gilt das Gegenteil für Männer: Bei 49 % steht das Gehalt an erster Stelle. 36 % bevorzugen dagegen eine sinnvolle Tätigkeit.

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Väter arbeiten Teilzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 22. August 2014

Mehr Zeit für den Nachwuchs – das bedeutet meistens, weniger Zeit für den Beruf einzuräumen. Doch dieser Verzicht auf berufliches Engagement ist in Deutschland immer noch hauptsächlich Frauensache. Denn berufstätige Väter nehmen hierzulande viel weniger Teilzeitangebote in Anspruch als Mütter. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes, die Statista für ZEIT ONLINE in der unten stehenden Infografik aufbereitet hat.

Von den erwerbstätigen Vätern mit minderjährigen Kindern waren danach im Jahre 2012 rund 94 % in Vollzeit beschäftigt und nur sechs Prozent in Teilzeit. Dagegen arbeitet die überwiegende Mehrheit der Mütter in Teilzeit. Mit 69 % sind es sogar mehr als zwei Drittel. Nur 31 % der Frauen mit minderjährigen Kindern gingen einer Vollzeit-Beschäftigung nach.

Diese Arbeitszeitpräferenzen bedingen sich gegenseitig und was fehlt ist eine gesellschaftliche Wertschätzung für teilzeitarbeitende Männer. Daran kann man arbeiten wie eine Kampagne in Basel zeigt:

Foto: zVg

Foto: zVg

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Wenige Väter aus dem Ruhrgebiet in Elternzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 20. August 2014

Seit 2007 können nicht nur Mütter, sondern auch Väter in Elternzeit gehen. In NRW nimmt immerhin jeder zweite Vater Elternzeit. Nur im Ruhrgebiet scheint das Angebot bei den Papas nicht so gut anzukommen. Hier nimmt nur jeder zehnte Vater Elternzeit. Und wenn überhaupt, dann gehen viele von ihnen auch nur zwei Monate aus dem Job.

Lokalzeit Ruhr Weniger Väter in Elternzeit

Lokalzeit Ruhr fragt nach den Gründen, der Beitrag der vom 20. August2014 kann in der Mediathek nachgesehen werden.

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