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lebe deinen Traum!

Mehr Einkommen, mehr Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 14. März 2007

In einer Längsschnittuntersuchung zum ‚Einfluss beruflicher Unsicherheiten auf die Familienerweiterung‚ des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) analysieren Sarah Bernhard und Karin Kurz die Auswirkungen von Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt auf die Entscheidung für oder gegen ein zweites Kind bei Müttern und Vätern in Deutschland.

In deutschen Familien sind immer noch die Männer die Ernährer und Hauptverdiener. Vor allem vom Einkommen des Mannes hängt daher die Entscheidung ab, ob Paare noch ein zweites Kind bekommen. Je höher das Einkommen ist, desto eher wollen diese Familien weiteren Nachwuchs.

Gleichzeitig entscheiden sich Frauen, die nicht erwerbstätig oder teilzeitbeschäftigt sind, eher für das zweite Kind als vollzeiterwerbstätige Frauen. Andererseits lockert sich die traditionelle Rollenverteilung einer neuen Studie zufolge aber auch langsam: Wird es beruflich für die Frau unsicher, schiebt sie die Entscheidung über ein zweites Kind auf, obwohl sie einen gut verdienenden Partner hat. Frauen in befristeter Beschäftigung sind ebenfalls eher weniger geneigt, sich für ein zweites Kind zu entscheiden als unbefristet beschäftigte Mütter.

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Das Bild des idealen Mannes

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 13. März 2007

In der letzten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist ein Auszug aus Karl Otto Hondrichs neuem Buch „Weniger sind mehr. Warum der Geburtenrückgang ein Glücksfall für unsere Gesellschaft ist“, abgedruckt worden. Er beschäftigt sich mit dem ‚fragwürdigen Siegeszug der Doppelverdiener‘. In einem Abschnitt setzt er sich mit dem Idealbild des ‚Neuen Manns‘ auseinander:

‚Er wird endlich all das tun, was berufstätige Mütter auch machen, und zwar zu gleichen Teilen: 50 Prozent der Hausarbeit, 50 Prozent der Besorgungen, 50 Prozent der Kinderbetreuung, 50 Prozent der Krankenpflege, 50 Prozent des Berufs. Diese partnerschaftliche und Gleichstellungsvision hat nach wie vor etwas Berückendes wie alle Utopien. Sie hat nur einen Nachteil: Obwohl seit mindestens 40 Jahren von niemandem als Norm des zeitgenössisch-guten Lebens bestritten, verwirklicht sie sich nicht.

Die in dieser Zeit empirisch registrierbaren Änderungen des Mannes sind gering. Die wirklichen Änderungen der Frau sind auch nicht viel größer. Ob das an genetisch-anthropologischen Konstanten liegt oder an den hartnäckigen Hochleistungsforderungen, die das Berufssystem in erster Linie an den Mann, die Mutterschaft in erster Linie an die Frau stellt, mag dahingestellt bleiben.‘

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Nicht ohne meinen Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 12. März 2007

Thomas Pany berichtete am 8. März in telepolis über die in diesem Blog bereits vorgestellte britische Langzeitstudie zur Bedeutung der Väter für die Entwicklung von Kleinkindern.

Dass der Vater generell wichtig für die Entwicklung der Kinder ist, daran zweifelt wohl niemand ernstlich … . Etwas anders liegt der Fall bei sehr kleinen Kindern, bei Babys. Die Aussage einer klugen und gebildeten Mutter, von Beruf Ärztin, die mir einmal erklärte, dass der Vater für Kinder erst ab einem Alter von drei oder vier Jahren „wirklich interessant und wichtig“ werde, dürfte von einigen unterschrieben werden, die sich dabei auf ihren gesunden Menschenverstand berufen und vergessen, dass er vom Zeitgeist mitbestimmt wird.

Das Kopfschütteln mancher Großväter über Söhne, die zur Geburt ihres Kindes eine ganze Woche oder gar mehr frei nehmen, ist ein weiterer, anekdotischer Beleg für den Wandel des Vaterbildes. Auch wer in Ratgeberbüchern älteren Datums zur Entwicklung des Kindes im ersten Jahr blättert, merkt schnell, dass vor allem von einer Bezugsperson die Rede ist: der Mutter. Väter sind dort vor allem Support im Hintergrund und Bademeister der Kleinsten. Weiterlesen »

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Wollen die Frauen den neuen Mann?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 12. März 2007

Ein weiteres Kapitel zur Beantwortung dieser Frage schlägt die Zeitschrift Brigitte in der aktuellen Ausgabe auf. Wie Spiegel Online vorab meldet, finden Frauen bei Männern Karriere wichtiger als Sex.

Bei einer Umfrage zum Thema „Was ist heute männlich?“ mussten sich die Teilnehmerinnen jeweils für eine Alternative entscheiden: „Gut im Job oder gut im Bett? Mutig oder verantwortungsbewusst? Belesen oder handwerklich geschickt?“

Wie das Blatt mitteilte, ziehen zwei Drittel der Frauen einen Karrieristen dem guten Liebhaber vor. 78 Prozent finden es wichtiger, dass der Mann mit Schlagbohrer und Flex umgehen kann, als dass er weiß, was Proust mit Madeleine zu tun hat. Und nur jede siebte Frau findet Mut männlich. Viel wichtiger, sagen 86 Prozent, sei doch Verantwortungsbewusstsein.

„Der Idealmann der Frauen ist eher kompromissbereit anstatt durchsetzungsfähig, eher bodenständig anstatt romantisch und zeigt Stärke anstatt Schwäche“, fasste die Zeitschrift zusammen. Die Frage ist, ob die Männer das alles hören wollen. Gute Zuhörer wünschen sich nur 40 Prozent der Frauen, wenn sie als Alternative entscheidungsfreudige Männer hätten. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos befragte 520 Frauen ab 14 Jahren.

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… die beknackt enge Rolle erweitern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 11. März 2007

Den Kommentar von Heide Oestreich aus der taz zum 8. März zitiere ich an dieser Stelle gerne.

… Heute muss der Feminismus pragmatischer daherkommen. Das Ziel ist nicht mehr, die Frau emphatisch von ihren Fesseln zu befreien, sondern Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu leben. Es ist ein konkretes Ziel, das sich schnell mit Inhalten füllen lässt.

Dazu gehört die gemeinsame Verantwortung für Kinder genauso wie der Abbau von Diskriminierungen im Berufsleben. Aber diese Benachteiligungen muss man tatsächlich wieder benennen. Es ist ein Ziel, das auch für Männer attraktiv ist, weil es auch ihnen erlaubt, ihre beknackt enge Rolle zu erweitern.

Man muss nicht erst ein Glaubensbekenntnis ablegen und auch nicht in feministischen Schwitzhütten geläutert werden. Aber es gilt, das Private wieder politisch produktiv zu machen. Und so ist es zwar ein bisschen schade, aber kein Unglück, dass Angela Merkel sich nicht zum Feminismus bekennt. Hauptsache, sie kriegt die Sache mit der Kinderbetreuung geregelt. Es muss nicht mal Feminismus heißen, wenn der Begriff so wehtut. Demokratie reicht völlig aus.

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Supermama sucht Superpapa

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 9. März 2007

In der Netzzeitung kommentiert die französische Journalistin Pascale Hugues die surrealistische Familiendebatte, die in Deutschland um die Krippenfrage tobt und gibt Tipps zur Entspannung.

Sprechen wir von der Idealfamilie. Die Sehnsucht der Deutschen konzentriert sich auf zwei Modelle: 1. Die Kleinfamilie: Papa sportlich, Mama hübsch, Sohn mit Brille, Tochter mit Zahnlücke, großer Hund. 2. Die solidarische Großfamilie mit Onkeln, Tanten, Großmutter und zahlreichen Brüdern und Schwestern, die füreinander da sind.

Es gibt den idealen Vater. Das ist aber wirklich seltsam: In Deutschland spricht man nur über die Mütter. In seltenen Fällen darf der Vater mal eine Windel wechseln, aber sonst tritt er eigentlich nicht in Erscheinung.

Es gibt die ideale Zahl: 3. Bis zum dritten Lebensjahr einschließlich sind die Kleinen ausschließlich auf ihre Mütter angewiesen. Und danach? In der Pubertät? Es gibt das ideale Au-Pair-Mädchen: Osteuropäerin, tüchtig und willig. Die Kinder lieben sie.

Es gibt die ideale Erziehungsmethode: Nach der Doktrin der antiautoritären Erziehung ist «Disziplin» das neue Zauberwort. Jeder hat seine eigene unanfechtbare Wahrheit, seine mit großer Gewissheit vorgetragene Ansicht. Der Ton ist rigide wie die Moral und oft aggressiv.

Entspannen Sie sich

Kein Wunder, dass man in einem solchen Klima keine Kinder mehr in die Welt setzen mag! Hören Sie auf, Standards zu verlangen, die ebenso hoch und unüberwindlich sind wie Gefängnismauern.

Ja, entspannen Sie sich und sagen Sie sich, dass nichts vollkommen ist und dass das Leben … aus vielen kleinen, mehr oder weniger gelungenen Kompromissen mit der Realität besteht.

 

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Mehr Mann. Ganz Mensch.

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 9. März 2007

So lautet der Claim des Dachverbands der Schweizer Männer- und Väterorganisationen.

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So weit sind wir in Deutschland (leider) noch nicht.

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Vorstoß für Vaterschaftsurlaub in der Schweiz

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 9. März 2007

Der Nationalrat hat im Rahmen der Gleichstellungsdebatte eine SP-Motion für einen zukünftigen gesetzlich garantierten Vaterschaftsurlaub überwiesen, der mehrere Wochen dauern soll. Der Bundesrat hatte sich gegen diese Pläne ausgesprochen. Von weiteren 14 Vorstössen zum Thema Gleichstellung wurden deren fünf angenommen.

Die Motion von Roger Nordmann aus Waadt für einen Vaterschaftsurlaub genehmigte die Grosse Kammer als Erstrat knapp mit 78 gegen 74 Stimmen. Der Bundesrat soll demnach das Obligationenrecht und das Erwerbsersatzgesetz so ändern, dass der Vater im Anschluss an die Geburt eines Kindes Anrecht auf einige Wochen Vaterschaftsurlaub erhält. Diesen kann er unmittelbar nach der Geburt oder auch innerhalb von zwölf Monaten danach beziehen. Der Bundesrat hatte die Motion zur Ablehnung empfohlen.

Der Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen männer.ch reagierte erfreut auf die Forderung nach einem Vaterschaftsurlaub. Dieser sei ganz im Sinn einer zukunftsorientierten Familienpolitik und trage dazu bei, einseitige Rollenkorsette zu verlassen. Väterliches Engagement für die Kinder sollte nicht länger als Luxus betrachtet werden.

Quelle

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Was Arbeitgeber wollen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 8. März 2007

Das Zeitarbeitsunternehmen jobs in time hat im ersten Quartal 2007 knapp 2400 Jobofferten von rund 500 Unternehmen analysiert. Die Kernfrage lautete: Was sind die gefragtesten Qualifikationen von Bewerbern?

Das Ergebnis…

85,0 % Soziale Kompetenz
68,6 % Teamgeist
30,3 % Flexibilität
27,9 % Analytisches Denken
22,6 % Eigeninitiative
21,6 % Kunden/Serviceorientierung
18,9 % Durchsetzungsvermögen
14,0 % Organisationstalent
11,5 % Verantwortungsbewusstsein
11,2 % Kreativität
04,5 % Zuverlässigkeit

Häufigkeit der genannten Anforderungen an Berufseinsteiger (Mehrfachnennungen möglich)

Quelle

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Väter sind sportlich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 8. März 2007

Kinderbetreuung von der sportlichen Seite her betrachtet. Dieses kurze Video beleuchtet den ‚Sportgeist‘ der Väter.sportliche_Vaeter.jpg

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