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Väter als Teilzeit – Manager

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 19. April 2007

Marcel Widmer berichtet heute in seinem JobBlog über zwei Artikel (”Väter sind die besseren Manager” und “Teilzeit im Namen des Vaters”) der Schweizer Wirtschaftszeitschrift CASH:

‚Die Journalistin Manuela Specker geht dort der Frage nach, ob Väter die besseren Manager seien und ob sich Management und Teilzeit miteinander verbinden lassen.

Specker stützt sich unter anderem auf eine Studie der amerikanischen Clark University und auf Datenmaterial des Schweizerischen Bundesamts für Statistik.

Kinder großziehen bringt mehr als jedes Leadership-Seminar. […] dass Vorgesetzte mit Kindern effizienter sind. […] So schätzen Väter als Chefs die Fähigkeiten anderer Mitarbeiter besser ein, sie sind stressresistenter, geduldiger, können besser mit Konflikten umgehen und Kompromisse finden. […] dass ‘Kinder Manager sozial kompetenter machen’

Die Gemeinsamkeiten der Aufgaben “Kinder erziehen” und “Mitarbeiter führen” sind nicht von der Hand zu weisen. Zumindest dann nicht, wenn man(n) sich in beiden Rollen an Maximen wie “Entwicklungsmöglichkeiten bieten”, “Lernfelder schaffen” und “Entscheidungs- und Handlungsspielräume gewähren” orientiert.

Ob Führungskräfte allerdings durch ihre Vaterrolle stressresistenter, geduldiger, konflikt- und kompromissfähiger werden (ist das nicht eher eine Frage des Älterwerdens?) und ihre Effizienz besser wird (sollten Manager nicht effektiver statt effizienter sein?) – da bin ich mir nicht so sicher.

Dass die Sozialkompetenz durch das (aktive) Begleiten von Kindern (und von Mitarbeitenden) zunimmt, daran wird wohl niemand zweifeln wollen. Ebenso wenig wird wohl niemand bestreiten wollen, dass die Sozialkompetenz einer Führungskraft ein entscheidendes Qualitätsmerkmal ist.‘

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Technokraten an der Spitze

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 17. April 2007

So umschreibt die FAZ den Umstand, dass heute nur noch 2 von 5 Führungskräfte über die erforderlichen sozialen Kompetenzen verfügen.

Das Beratungsunternehmen Saaman Consultants hat in einer Studie die Profile von 250 Managern aus den Jahren 1997 mit solchen von Führungskräften aus den gleichen Unernehmen im Jahr 2007 verglichen.

Ein Ergebnis: Management im Sinne von „Machen“, „Erledigen“ und „An der Organisation arbeiten“ beherrschen die Führungskräfte von heute besser als vor zehn Jahren, bei sozialen Kompetenzen wie der Beziehungspflege hapert es dagegen.

Während beispielsweise im Jahr 1997 noch 137 von 250 Führungskräfte gute Noten für ihr Einfühlungsvermögen erhielten, waren es im Jahr 2007 nur noch 94 aus 250.

„Manager arbeiten heute deutlich sachorientierter als vor zehn Jahren. Auf den richtigen Umgang mit ihren Mitarbeitern legen sie dagegen weniger Wert als früher“, sagt Saaman.

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Norbert bolzt gegen die Umerziehung der Männer

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 17. April 2007

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wirft sich Norbert Bolz mit der verbalen Brechstange Deutschlands angeblichem Weg in die geschlechtsneutrale Gesellschaft in die Quere:

Die Familienpolitik der Bundesregierung hat seiner Ansicht nach zwei Ziele: die Verstaatlichung der Kinder und die Umerziehung der Männer. Was das für die Seelen der Kinder bedeutet, wird man wohl erst in Jahrzehnten beurteilen können.

Aber die Folgen für die Männer liegen schon heute auf der Hand. Zum ersten Mal, seit sich der moderne Staat als Anstalt der Daseinsfürsorge versteht, sollen erwachsene Menschen umerzogen werden. Es geht um die „reeducation“ des Macho zum fürsorglichen Mann.

In der modernen Gesellschaft erwerbstätiger Frauen genügt es offenbar nicht, wenn sich ein Vater als Versorger seiner Familie versteht. Aus dem Versorger soll ein Fürsorger werden.

In der klassischen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau sorgte sie dafür, dass der Handel für beide profitabel war. Die Solidarität der Eheleute, dieses stärkste aller altruistischen Gefühle, entstand aus der geschlechtlichen Arbeitsteilung. Die Frau übernahm dabei die emotionale Führung, der Mann übernahm die instrumentale Führung.

Und so weiter und so weiter … zurück in die Vergangenheit. Herr Bolz hat wohl noch nicht mitbekommen, dass ein Großteil der Männer und Väter mehr sein will als der nur ein Versorger. Für Geld kann Mann schließlich nicht alles kaufen.

Fürsorglichkeit für die Kinder, die Partnerin und die eigenen Eltern tut echter Männlichkeit keinen Abbruch.

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Kinder sind Zukunft

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 16. April 2007

Im Rahmen der Themenwoche ‚Kinder sind Zukunft‚ der ARD werden am Freitag, den 20. April in der Sendung ‚Planet Wissen‚ Väter unter die Lupe genommen.

Jeder Mensch hat einen Vater und jeder Mann ist ein potentieller Vater. Um Vater zu sein muss man nichts lernen und keine Prüfung ablegen, dabei ist Vaterschaft ein Geschäft, das den ganzen Mann fordert – besonders in heutigen Zeiten, in denen die Rolle des Vaters längst nicht mehr so eindeutig definiert ist wie in früheren Epochen.

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In dem Beitrag ‚Väter – Vom Patriarch zum Kuschelpapa‘ werden ganz normale und Überväter vorgestellt, wird die Vaterrolle in der Geschichte und ihr Stellenwert in der Gegenwart beleuchtet:

Welche Veränderungen erwarten den frisch gebackenen Vater, welche Rolle spielt er in der Entwicklung seiner Kinder und was macht einen guten Vater aus?

Gast im Studio ist der Pädagoge und  Väterforscher Hermann Bullinger.

Sendetermin: Freitag 20. April, 15:00 Uhr, SWR/SR und WDR Fernsehen

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Was Kinder an ihren Vätern lieben

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 15. April 2007

Für 14 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist Mama die Beste, 4 % nennen ihren Vater – aber die große Mehrheit von 78 % sagt, dass sie beide Elternteile gleich stark lieben. Diese und weitere Ergebnisse einer Exklusiv-Umfrage im Auftrag von ELTERN FAMILY stellt das Magazin in seiner neuen Ausgabe vor.

Für die Umfrage beantworteten 1814 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 18 Jahren die Frage „Was liebst du an deiner Mutter und was an deinem Vater ganz besonders?“ Am meisten Nennungen erhält mit 52 % die Mama mit der Begründung: „Sie ist immer für mich da“. 25 % der Befragten sind am glücklichsten darüber, dass ihre Mutter ihnen Geborgenheit und Liebe gibt. 22 % nennen als Grund Nummer eins, dass ihre Mutter „eine sehr gute Köchin und Hausfrau ist“, 16 %, dass sie heiter und gelassen bzw. verständnisvoll ist (12 %).

An der Spitze bei den Ergebnissen für Deutschlands Väter steht, „dass Papa seine Freizeit mit mir teilt“ (29 %). Anders als bei der Mutter mit 52 % sagen hier nur 26 % der Kinder, „dass Papa immer für mich da ist“. 15 % lieben den Witz und die Herzlichkeit ihres Vaters, 14 %, dass er so viel weiß, vor allem technisch, handwerklich und in schulischer Hinsicht. Ebenfalls 14 % lieben besonders, dass ihr Vater mehr erlaubt als die Mutter.

Trotz der Konflikte, die es zwischen Eltern und Kindern manchmal gibt, sagen in der ELTERN FAMILY – Umfrage übrigens nur 0,9 % der befragten Kinder und Jugendlichen, dass sie ihre Eltern nicht mögen.

Quelle

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Work – Life – Balance ‚Trend-Thema` bei deutschen Personalern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 14. April 2007

Die Wertschätzung von Work – Life – Balance steigt bei Personalem ständig, während das Thema ‚Mitarbeiter 50 plus’ immer noch vernachlässigt wird – das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Kongressveranstalters IIR Deutschland.

Der Ausrichter der Personalmesse ‚MUWIT’, die am 17. und 18. April in Mainz stattfindet, befragte 114 Fach- und Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen. Dabei stuften 106 Befragte die Ausgewogenheit von Beruf und Privatleben als ‚wichtig’ oder ‚sehr wichtig’ ein. Das Wertungsmerkmal „irrelevant“ fand keine Befürworter.

Dagegen wird das Thema „Mitarbeiter 50 plus“ in deutschen. Unternehmen noch stiefmütterlich behandelt – in rund 60 Prozent der befragten Unternehmen gibt es noch keine Maßnahmen fas ältere Mitarbeiter Die übrigen befanden sich nach eigenen Angaben noch in der Planung, führten bereits erste Vorstudien durch oder berichteten von einem ‚ersten Herantasten an das Thema‘.

Quelle

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Das Privatleben der Jungmanager

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 13. April 2007

Unter der Überschrift ‚Neue Deutsche Welle‘ berichtet das Manager Magazin in seiner aktuellen Ausgabe darüber, wie die nächste Generation von Managern Wirtschaft und Gesellschaft verändern wird.

Einer von drei Aspekten ist die Bedeutung der Familie. Die Antworten auf die Frage, ‚Welche Rolle spielen Familie und Work-Life Balance für sie?‘ ergaben folgendes Bild:

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Bayer Chef Werner Wenning schätzt die Bedeutung einer Work-Life Balance für die nächste Manager Generation folgendermaßen ein:

Die bedeutung von Work-Life Balance wird zunehmen. Die Firmen müssen reagieren, sonst werden sie als Arbeitgeber unattraktiv. Flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, Elternzeiten oder die Einrichtung von Home-Offices … helfen, Firmen- und Mitarbeiterinteressen zu verbinden.

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Jetzt sind die Männer dran

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 12. April 2007

Meint Christian Tretbar heute im Tagesspiegel und fährt fort:

Es gibt nicht viele männliche Politiker, die aus eigener Erfahrung über Kinderbetreuung sprechen können. Denn die wenigsten haben eine berufliche Auszeit genommen, um sich der Kindererziehung zu widmen. Dirk Niebel, der FDP-Generalsekretär, ist so ein Exemplar. Zwei Jahre Erziehungsurlaub hat er vor seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter genommen. „Ich habe mir die Betreuung mit meiner Frau geteilt, und von Urlaub kann keine Rede sein“, sagt Niebel. Ihn ärgert die Tendenz der aktuellen Debatte um einen Ausbau der Kinderbetreuung. „Es muss in der Diskussion um die Wahlfreiheit der Eltern gehen, nicht nur um die Rolle der Frau“, sagt Niebel.

Für ihn war es eine besondere Erfahrung, deshalb fordert er, dass mehr Väter für die Kinderbetreuung eine berufliche Auszeit nehmen. „Aber in vielen Betrieben ist es immer noch nicht schick, wenn Männer wegen der Kinder zu Hause bleiben“, sagt Niebel. Besonderen Anstoß nimmt der FDP-Generalsekretär an den neuerlichen Äußerungen von Bischof Walter Mixa, der es als „inhuman“ und eine Verletzung der „Würde“ bezeichnet hat, wenn Frauen sich entscheiden, nach einem Jahr Kinderbetreuung wieder in den Beruf einzusteigen. Vor allem die Tonlage stört ihn: „Damit trägt er nicht zur Versachlichung der Diskussion bei.“

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Karriere + Ehe + Familie

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 7. April 2007

Dieter Schnaas schreibt in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche wie das gelingen kann.

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Die erfolgreiche Vereinbarkeit von Karriere und Familie ist seiner Ansicht nach keine Frage der individuellen Organisation, sondern der geteilten Freiheit. Paare haben zwei Persönlichkeiten und 48 Stunden täglich, um ihr gemeinsames Glück zu finden.

Er widerspricht der Aussage von Mohamed Al-Fayed, ‚Familie und Beruf sind nicht vereinbar, sie schließen sich gegenseitig aus.‘ Der Begriff der ‚Work-Life Balance‘ enge die Frage auf die individuelle Organisation und die Selbstdisziplin ein. Karriere und Kinder, Gesundheit und Gesellschaft, Freizeit und Kultur, Erholung und Schlaf, jeder kann das alles in 24 Stunden unter einen Hut bringen, er/ sie muss es nur wollen.

Schnaas  bezeichnet diese Perspektive als ‚Ego – Falle‘. Für Ihn haben Paare 48 Stunden Zeit und zudem zwei Persönlichkeiten und Lebensentwürfe um die Herausforderungen partnerschaftlich anzugehen.

In dem Beitrag werden die Lebensentwürfe von sieben erfolgreichen Paaren vorgestellt und vor dem Hintergrund aktueller (familien-) soziologischer Forschungsergebnisse analysiert.

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Wie der Vater mit dem Sohne

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 6. April 2007

In den Familien gerät vieles in Bewegung. Und das liegt nicht nur an den Frauen, auch der Schrei nach den Männern wird immer lauter. Drücken sie sich vor dem Vaterwerden und Vatersein oder engagieren sie sich mehr?

Manche Männer werden von ihren Frauen und von der ökonomischen Situation verpflichtet, sich mehr an der Kindererziehung zu beteiligen. Andere wünschen sich sehnlichst, ihr Vater-Sein stärker auskosten zu können. Dabei gibt es nicht nur heiß und kalt: Väter, die sich im gleichen Ausmaß wie die Mütter engagieren oder die, die das Geld verdienen und ansonsten ihre Ruhe wollen.

Die Rollensuche bringt neue Vätertypen und Paarmodelle hervor. Zeit Online hat die sechs, von Andrea Bambey und Hans-Walter Gumbinger in ihrer Untersuchung ermittelten Vätertypen ’schildhaft‘ dargestellt.

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Die Ergebnisse der Untersuchung stehen hier zum Download bereit.

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