Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 28. November 2007
Eine kurze Geschichte der Väter, heute um 20:15 bei Phoenix.
Drei Vätergenerationen erzählen vom Vatersein, von Erziehungsidealen, von Enttäuschungen und Glücksmomenten. Drei Generationen – mehr als ein Jahrhundert – in denen sich nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Vaterrolle gewandelt hat.
„Was ich gesagt habe, das wurde gemacht. Das war mit allem so“, sagt Rudolf Dressel, Jahrgang 1920. Sein Sohn Gerd hat unter dem strengen Vater gelitten. Er ist 1954 geboren und gehört zu einer Generation, die vieles anders macht als ihre Väter: „Ich versuche meinem Sohn das zu geben, was ich nicht hatte“, sagt er. Die Zeit, in der das Ideal vom strengen Patriarchen galt, der mit eiserner Hand die Familie regierte, ist zwar vorbei, aber die guten Vorsätze der jungen Väter bleiben auch heute noch oft auf der Strecke.
Und was früher undenkbar war, nämlich das Mütter arbeiten und Väter auch zu Hause mit anpacken, ist noch immer nicht selbstverständlich. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 27. November 2007
Diese Ansicht vertritt Ursula von der Leyen im Gespräch mit WELT ONLINE. Sie präsentierte neue Zahlen zum Kinderwunsch von Männern und führte auch die Inanspruchnahme des Elterngelds als Beleg für ihre These an.
„Wir haben genau das Richtige getan“, erstmals nach Jahren steigt auch bei jungen Männern der Wunsch nach einem Kind. Während 2001 Männer die „ideale Kinderzahl“ noch mit 1,66 angaben, liegt dieser Wert jetzt bei 2,17.
Neben den Hilfen für berufstätige Frauen ist die Werbung um engagierte Väter die zweite große Säule der Familienpolitik von der Leyens.
Das Elterngeld wird nach Einschätzung der Ministerin gerade von Männern angenommen: „Junge Väter nehmen mit dem Elterngeld die Chance wahr, sich ihren Kindern zu widmen“. Die Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen, habe sich seit April verdoppelt und bis Sommer verdreifacht.
Andere Untersuchungen zeigten, dass Väter „die öffentliche Stärkung der Vaterrolle als befreiend wahrnehmen – gerade in den höheren Bildungsmilieus“.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 25. November 2007
Vier von fünf Deutschen sind laut einer Umfrage dagegen, geschiedene Väter zum Umgang mit ihrem Kind zu zwingen. Laut einer vorab veröffentlichten repräsentativen Erhebung im Auftrag der «Bild am Sonntag» plädierten 19 % der Befragten für einen erzwungenen Kontakt.
Das Bundesverfassungsgericht prüft seit Mittwoch erstmals, ob ein Vater zum Umgang mit seinem Kind gezwungen werden darf.
Ein Brandenburger hatte Verfassungsbeschwerde gegen ein Zwangsgeld von 25 000 Euro eingelegt. Dies war ihm für den Fall angedroht worden, falls er sich weiterhin weigert, seinen achtjährigen, nicht ehelichen Sohn zu sehen. Das Urteil wird im Frühjahr 2008 erwartet.
Unter den befragten Frauen sprachen sich den Angaben zufolge 18 % für Zwangsbegegnungen aus. Bei den Männern war es genau jeder fünfte.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 23. November 2007
Da lese ich doch in der aktuellen Ausgabe von ‚kurz und bündig‘ dem Newsletter des ‚Deutschen Führungskräfte Verbandes‘ ULA in einem Beitrag zum Thema ‚Familienfreundlichkeit ist Standortfaktor‘:
‚Führungskräfte mit ihrer Vorbildfunktion haben entscheidenden Anteil daran, ob ein Unternehmen familienfreundlich ist oder nicht. Sie selbst nehmen aber ihre eigenen Rechte, zum Beispiel auf Vaterschaftsurlaub, viel zu selten in Anspruch.‘
Diese Aussage kann ich nicht oft genug unterstreichen.
Da liegt der ‚Hund in den meisten Unternehmen begraben‘, die neuen Väter brauchen erfolgreiche Vorbilder und die ‚Erlaubnis‘ die Potenziale aktiver Vaterschaft auch im Unternehmen zu entfalten.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 19. November 2007
Im Gespräch mit den Aachener Nachrichten äußert sich der Familienforscher Fthenakis zu den aktuellen Zahlen von Vätern in der Elternzeit und nennt die Rahmenbedingungen, unter denen das angestrebte Ziel von 25% in den nächsten drei Jahren erreicht werden kann.
Vehement weist er die von vielen JournalistInnen geäußerte Ansicht, die aktuelle Zahl von 9,6% sei enttäuschend, zurück.
‚ Viele Männer scheinen also mehr in der Familie tun zu wollen, aber sie tun es nicht.
Fthenakis: Diese Formulierung ist nicht zutreffend. Nicht die Männer sind verantwortlich dafür, sondern das System. Die zehnjährigen Untersuchungen der LBS-Familienstudie haben ergeben, dass die Familie nach der Geburt des ersten Kindes zu einer Traditionalisierung der Geschlechterrollen gezwungen wird. Und zwar deshalb, weil das Einkommen der Mutter wegfällt und derjenige, der mehr verdient, noch stärker in den Beruf einsteigen muss – also in der Regel noch der Mann.
Was läuft falsch im «System»?
Fthenakis: Die jungen Männer und Frauen bevorzugen ein Modell, das auf Gleichberechtigung aufbaut. Sie wollen beide arbeiten und Geld verdienen, beide im Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 19. November 2007
Im Interview mit vaeter-nrw äußert sich Volker Baisch, Geschäftsführer des Vaeter e.V. in Hamburg zum betriebswirtschaftlichen Nutzen einer väterbewussten Personalpolitik.
‚Väter sind deshalb so wichtig, da in den vergangenen Jahren in den Unternehmen das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft nur von Seiten der Frauen diskutiert wurde.
Für Männer gab es zwar auf dem Papier auch die Möglichkeit, die familienfreundlichen Maßnahmen der Unternehmen zu nutzen, doch es gab in den meisten Unternehmen nicht die Absicht bzw. die Kultur, dass auch Männer Elternzeit nehmen konnten oder Telearbeit nutzen.
Erst in den letzten 5 Jahren haben Unternehmen – natürlich auch durch die Diskussion um das neue Elterngeld – erkannt, dass sich die Bedürfnisse der Männer hinsichtlich der Wahrnehmung ihrer aktiven Vaterschaft stark verändert haben.
77% aller Männer möchten heute nach aktuellen Umfragen weniger arbeiten und mehr Zeit für die Familie haben. Das Vaterbild hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, weg vom Mann als „Ernährer“ hin zu dem des „Erziehers“ der Kinder. Väter verbringen heute acht Mal so viel Zeit mit ihnen wie Väter vor 10 Jahren.’
Das ganze Interview können Sie hier lesen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 18. November 2007
„Der vaterlosen Gesellschaft (Mitscherlich) folgt die mutterlose und dann die kinderlose“.
Von den Ursachen, Auswirkungen und Konsequenzen einer vaterlosen Gesellschaft, ein Tagesseminar zum Thema Familienpolitik, Konrad-Adenauer Stiftung Mainz
Am Samstag, den 8. Dezember 2007, von 9.30 Uhr bis 18:00 Uhr im Erbacher Hof, Mainz, Grebenstraße 24-26.
Mit Eckard Kuhla, Gender-Experte; Patricia Haun, Journalistin; Dr. Bau-Jelinek, Dozentin, Wien; Prof. Dr. Walter Hollstein, Soziologe, Männerforscher; Prof. Dr. Matthias Franz, Universität Düsseldorf; Jürgen Liminski, Journalist.
Auf Wunsch wird eine Kinderbetreuung sichergestellt. Weitere Einzelheiten zu dem Seminar finden Sie hier.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 17. November 2007
Um die Erwerbs- und die Familienarbeit gerechter zwischen Männern und Frauen aufzuteilen, reicht es nicht, auf die „Wahlfreiheit“ von Eltern zu setzen. Im Gegenteil: Erfahrungen aus Nordeuropa zeigen, dass unter diesem Motto eingeführte Betreuungsgeldsysteme eine traditionelle Rollenverteilung fördern.
Eine echte Innovation stellte die Einführung eines den Vätern vorbehaltenen Elternurlaubs dar – die sogenannte Väterquote. Diese Regelung wurde zuerst 1993 in Norwegen eingeführt, 1994 folgte Schweden, 1997 Dänemark. Finnland hat die Väterquote seit 2003.
Die nordischen Staaten gingen dann aber unterschiedliche Wege. Während Schweden die Väterquote auf zwei Monate verlängert hat, schaffte Dänemark sie bald wieder ab. Das Ergebnis: Schwedische Väter nahmen 2004 rund 20 Prozent des Gesamtelternurlaubs in Anspruch, dänische dagegen nur 5 Prozent.
Die Quotenregelung könne helfen, auch für Väter neue Normen von Männlichkeit auszuprägen, Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 14. November 2007
Stark sein und gleichzeitig Schwächen zugeben. Geld verdienen, aber zugleich viel Zeit mit den Kindern verbringen – viele Väter sind keineswegs sicher, wo ihr Platz zwischen Kindern und Karriere sein könnte.
Woran sollen sie sich orientieren? Gibt es den einen idealen Vatertyp? Vielleicht in einer Wunschwelt. Aber in der Realität gibt es sehr verschiedene Vätertypen – und alle haben Stärken und Schwächen.
In einem kleinen Test bei eltern.de können Väter herausfinden, welchem Typ sie am ehesten entsprechen. Sie erfahren darüber hinaus, welche Probleme für ihr Kind aus ihrer Vaterrolle entstehen kann und wie sie dagegen steuern können.
Außerdem berichten im aktuellen Heft eine Mutter, die nicht in Deutschland lebt, und ein Vater, der seine Rolle sucht, über das Leben mit ihren Kindern und fragen sich, warum in Deutschland Eltern so hohe Erwartungen an sich haben.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 13. November 2007
4 Jenaer Studenten bzw. Doktorandinnen haben den erstmals vergebenen Demografie-Preis der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen gewonnen. Das Thema des am 9. November in Berlin in der Landesvertretung Sachsen in Berlin verliehenen Preises lautete „Wege zu mehr Kindern in Deutschland unter den Rahmenbedingungen einer liberalen Gesellschaftsordnung?“
Unter der Überschrift ‚Changing minds and politics haben sie ein Policy Paper mit einem Plädoyer für eine nachhaltige Familienpolitik verfasst.
Auf der Grundlage der in den letzten Jahren verfassten Studien formulieren sie Vorschläge, die die Verfasser der jeweiligen Studien (mit Rücksicht auf ihre Auftraggeber) in dieser Klarheit nicht zu Papier gebracht haben.
Im Kern drehen sich die Vorschläge um die Aufteilung von und die Souveränität über die Zeit. Die Lebens- und die konkrete Arbeitszeit.
‚Die Entzerrung der „Rushhour“ würde jedoch am wirkungsvollsten erreicht, wenn der Staat die ökonomische Unabhängigkeit junger Erwachsener fördern würde, statt sie in der finanziellen Abhängigkeit ihrer Eltern zu belassen. Weiterlesen »
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