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lebe deinen Traum!

Mann, wie geht’s dir?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 3. November 2009

Fotalia

Fotalia

In den Stuttgarter Nachrichten macht sich Rainer Wehaus heute (polemische) Gedanken zum Weltmännertag, der im Jahr 2000 zum ersten Mal an der Universität in Wien begangen worden ist.

Am 3. November ist Weltmännertag. Muss man nicht kennen, den Tag braucht auch keiner. Und trotzdem schreibe ich jetzt einen Artikel darüber. Ja, das ist ein Widerspruch. Und? …

Ja, ich bin der mittelalte Männerrechtler hier in der Redaktion. Um das Thema hat sich einfach keiner gekümmert. War so eine Art Marktlücke. Und die Sache hat ja auch was: Da huschen inzwischen Tausende Frauenbeauftragte durch die Republik, doch das wirkliche Problem sind die Jungs. Viele wachsen ohne Vater auf, schmieren in der Schule ab und kriegen dann einen Hass. Das sind in der Regel die, die eines Tages in der U-Bahn zuschlagen. Dann herrscht jedes Mal große Aufregung und Empörung. Aber niemand tut was dagegen. Stattdessen hegen und pflegen die Bürokraten weiterhin ihre Mädchenprogramme, als könnte man Geld immer zweimal ausgeben.

Zugegeben: Es gibt Männerrechtler, die tappen in die gleiche Falle wie Frauenrechtlerinnen. Sie listen seitenlang angebliche Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen auf und wollen den ganzen Unsinn, den sich die Frauenrechtlerinnen im Lauf der Zeit ausgedacht haben, nun auch auf Männer angewendet sehen. Dieses Aufrechnen nervt. Man verschwendet Energie und Geld. Ich will keine Männerquoten, ich will auch keine Männerpartei und erst recht kein Männerministerium. Mir reicht, wenn beide Geschlechter gleiche Rechte haben – und jeder selbst dafür Verantwortung übernimmt, was er mit seinem Leben anstellt. Ist das zu viel verlangt?

Den Weltmännertag haben sich Andrologen der Universität Wien ausgedacht. Andrologen sind so was wie Gynäkologen, nur halt für Männer. Sie machen sich Sorgen um unsere Gesundheit. Wir sterben im Schnitt 5,5 Jahre früher als die Frauen und liegen bei vielen Krankheiten vorn. Wenn man all die Heimsuchungen aufgelistet sieht, die uns Männer im Lauf der Jahre ereilen, könnte man fast meinen: Das Wort „Mann“ bezeichnet kein Geschlecht mehr. Es ist eine Diagnose.

Und weil es schon seit ewigen Zeiten einen Internationalen Frauentag gibt, musste auch ein Weltmännertag her. Seit 2001 gibt es den nun schon. Hat’s jemand bemerkt?

In der Folge des ersten Weltmännertags haben gebildete Geschlechtsgenossen gleich einen Vorstoß für einen Männergesundheitsbericht unternommen, weil: Einen Frauengesundheitsbericht gibt es ja auch! Die Gesundheitsbürokraten in Bund und Land lehnten das Ansinnen ab, und wahrscheinlich war das ganz gut so.

Ich jedenfalls brauche keinen voluminösen Bericht, um zu wissen, warum Männer früher sterben. Mir reicht ein blöder Witz: „Der liebe Gott erschuf den Mann und sah, dass es gut war. Der liebe Gott erschuf die Frau, und als er sah, was er angerichtet hatte, sorgte er für Alkohol und Tabak.“

Okay, das ist jetzt natürlich nicht die ganze Wahrheit. Es gibt noch andere Faktoren, die uns Männer umbringen. Aber so genau wollen wir das gar nicht wissen. …

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Vorlesende Väter fördern Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 2. November 2009

Väter bevorzugen beim Vorlesen einen monologisch-dozierenden Stil, es fällt ihnen schwerer, sich an die noch geringer entwickelten Fähigkeiten des Kindes anzupassen. Ihr Ziel ist mehr die kognitive Weiterentwicklung des Kindes als empathische Leistungen, hat Sabine Elias, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien der Universität Köln in einer Studie herausgefunden.

Erstmals hat sie die Lesesozialisationsforschung mit den Bezugsdisziplinen der sozialwissenschaftlichen Väterforschung verknüpft. Entscheidend seien die Vaterschaftskonzepte: Ob traditioneller Ernährer mit eindeutiger Rollenverteilung und geringem Engagement des Vaters, ob moderner Ernährers, tagsüber abwesend aber generell verfügbarer, ob familienzentrierter Vater, engagiert, verfügbar, verantwortlich oder ein egalitär-partnerschaftliches Familienkonzept, in dem beide Eltern etwa gleiche Anteile an der Erwerbs- und Erziehungsarbeit übernehmen.

Bei den Fallbeispielen der Studie stellte sich heraus, dass die größere Abwesenheit eines Elternteils nicht zwangsläufig mit einem Nicht-Vorlesen verbunden sein muss. Im Gegenteil wurde etwa ein abendliches Vorleseritual als gelungene Möglichkeit genutzt, eine exklusive Beziehung zum Kind herzustellen und den Verlust auszugleichen.

Stärker als die Mütter wollen Väter Wissen vermitteln, sie reden länger auf das Kind ein, wollen auch eine Geschichte ohne größere Unterbrechungen und Abschweifungen vorlesen, wobei wichtige Momente der Kommunikationsanbahnung verschenkt werden, zumal Kinder Interaktivität beim Vorlesen sehr schätzen.

Insgesamt hat das väterliche Vorlesen aber einen fördernden Einfluss auf Gedächtnisfunktionen: „Positiv unterstützen Väter Prozesse der wahrnehmung, sprachlichen Encodierung und Speicherung von Informationen mit der häufigen Nutzung von Text-Bild-Korrespondenzen“, so die Autorin der Studie.

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‚Das Wichtigste wäre ein richtig guter Vater’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 1. November 2009

Der Hirnforscher Gerald Hüther fordert im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bessere Vorbilder für Jungs. Dafür aber müssten Männer umdenken.

„… Ein Teil der Jungs bleibt auf der Strecke. Die Erfolgreichen landen in gesellschaftlich akzeptierten Positionen. Die anderen enden als Landstreicher, Drogenabhängige, Kriminelle, Schläger. Aber auch Nobelpreisträger und Hirnforscher sind letztlich nur Menschen, die gelernt haben, eine Rolle zu spielen. Männer sind, wie sie sind, weil sie innerhalb ihres Kulturkreises schon als kleine Jungs immer wieder eingeladen werden, genau solche Rollen zu übernehmen, die für die jeweilige Kultur wichtig sind – schon seit der Steinzeit. Es gibt keine Jahrtausende alten Programme, die unseren Männern Steinzeitverschaltungen ins Hirn bauen. In jeder neuen Generation muss jeder Junge, der auf die Welt kommt, die schmerzhafte Erfahrung machen, dass er den nötigen Halt nur findet, wenn er gewisse Erwartungen erfüllt. Aber das ist kein Wachstum, sondern Verbiegung oder Selbst-Abrichtung. Wenn man das weiter so machen will – meinetwegen. Ich würde mir für unsere Jungs allerdings wünschen, dass sie statt Rollenspielern authentische Männer werden.

Brauchen die keinen Halt von außen mehr?

Die haben Halt in sich. Ein authentischer Mann ist einer, bei dem Denken, Fühlen und Handeln eine Einheit sind. Neurobiologisch spricht man von Kohärenz. Menschen, die diese Kohärenz verkörpern, haben eine besondere Ausstrahlung. Das nennt man Charisma.

Wer sind solche Männer?

Nelson Mandela. Albert Schweitzer. Obama sieht ein bisschen danach aus, aber das wird sich mit der Zeit erst zeigen. Solche Männer sind selten.

Was also müssen Männer Ihrer Meinung nach tun?

Es ist nicht mein Anliegen, Menschen mit erhobenem Zeigefinger zu erzählen, wie sie ihr Leben zu gestalten haben. Ich stelle meine Erkenntnisse als Hirnforscher und Biologe zur Verfügung. Aber daraus ergibt sich eine banale Schlussfolgerung: Man kann sich das Hirn im Laufe der eigenen Entwicklung ruinieren und das seiner Kinder obendrein. Dann reifen Kümmerversionen dessen heran, was hätte werden können. Man kann aber auch versuchen, Bedingungen zu schaffen, damit angelegte Potentiale tatsächlich zur Entfaltung kommen. Dass ein Ausmaß an Vernetzung im Hirn hergestellt wird, mit dem man ein reicheres, offeneres, begeisterteres und gestaltungsfreudigeres Leben führen kann.

Und wie, bitte schön, geht das?

Zunächst müsste man sich mit sich selbst beschäftigen. Sich etwa die wunderbare Frage stellen: Warum bin ich eigentlich so geworden, wie ich bin? Welche Erfahrungen haben mich zu diesem Menschen gemacht? Dann würde man schnell darauf kommen, dass man als Erwachsener die Erfahrungsräume der nächsten Generation günstiger beeinflussen könnte, als das in der eigenen Entwicklung der Fall war. Aber wenn ich keine Lust habe, mein Leben zu ändern, setze ich mich vor den Fernseher, mache weiter wie bisher und sage, das sei genetisch. Männer sind so, alles angeboren, nichts zu machen. Dann bleibt wirklich alles, wie es ist.

Was braucht ein kleiner Junge?

Das Wichtigste wären ein richtig guter Vater und noch ein paar andere Männer Weiterlesen »

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Bitte nicht bügeln!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 30. Oktober 2009

Väter können viel. Und stehen heftig unter Stress. Denn alle wollen etwas von ihnen: Der Arbeitgeber wünscht ständige Verfügbarkeit, für die Kinder ist er das tollste Spielgerät und die Partnerin verlangt Entlastung. Und nebenbei einen Rosenkavalier. Wie gehen Väter mit diesen Ansprüchen um? Was erwarten sie selbst vom Leben als Mann und Vater?

Antworten auf diese Fragen gibt Männerforscher Dr. Rainer Volz. Im Mai ist seine Studie „Männer in Bewegung: Zehn Jahre Männerentwicklung in Deutschland“ erschienen (in Zusammenarbeit mit Paul M. Zulehner). Der Düsseldorfer Soziologe und Männerbeauftragte der evangelischen Kirche ist seit 14 Jahren in der Männerforschung tätig. An Studien wie „Männer im Aufbruch“ und „Männer – weder Paschas noch Nestflüchter“ hat er maßgeblich mitgearbeitet.

Die Veranstaltung ‚ Wofür setzen Väter ihre Zeit ein – in Familie, Partnerschaft und Beruf?’ am 19. 11. 2009, in Göttingen, läuft in der pädagogischen Verantwortung des VNB (Verein Niedersächsischer Bildungsträger) und wird unterstützt von der Männerarbeit der ev. Kirche im Sprengel Göttingen, vom ev. Kirchenkreis Göttingen und www.väterzeit.de.

Weitere Informationen

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Wenn die Elternzeit die Karriere kostet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 30. Oktober 2009

In der Theorie hört sich alles wunderschön an: Seit 2007 bekommen frischgebackene Eltern 14 Monate lang Elterngeld, wenn auch der andere Elternteil, meistens der Vater, eine berufliche Auszeit nimmt. Durch diese ‚Vätermonate’ sollte ein Umdenken in Gang gesetzt werden: Weg vom bloßen Ernährer – hin zum Familienmenschen, der seine Kinder nicht nur am Wochenende sieht. Doch die Realität vor allem bei Führungskräften aus dem mittleren Management ist oft ganz anders: Einige von ihnen müssen sogar um ihren Job bangen, wenn sie auf die Vätermonate bestehen. …

Doch nicht nur der Extremfall, auch der Alltag ist ernüchternd: „In manchen Firmen werden die zwei Monate mit Ach und Krach bewilligt, später erleben die Führungskräfte – vor allem Abteilungs- und Teamleiter – große Nachteile.“ Werden kritisiert, versetzt, oder fliegen aus Programmen zur Karriereförderung.

Bereits im Vorfeld wird vielen ein schlechtes Gewissen gemacht. Da heißt es dann: ,Wenn Du was in der Firma werden willst, dann lass’ lieber die Finger davon’. Wer nach oben will, so die Überlegung der Chefs, wird auf den Gang zum Arbeitsgericht eher verzichten.

Hinter der Haltung sieht Volker Baisch, Geschäftsführer von Vaeter e.V. in Hamburg, ein Mentalitätsproblem des oberen Managements. „Viele fühlen sich mit ihrer eigenen Biografie konfrontiert und denken: ,Ich konnte mir das damals doch auch nicht erlauben’.“ Daneben spiele die Angst eine Rolle, dass bald alle Abteilungsleiter in Elternzeit gehen, wenn einer es vormacht. Schließlich fürchten die Chefs, dass Einsatzfreude und Loyalität unter den zwei Monaten ‚Nichtstun‘ leiden. …

Eine Umfrage des Deutschen Führungskräfte Verbands (ULA) zeigt die Realität und die Perspektiven auf: Demnach halten es zwar 90 % der Manager für wünschenswert, im Anschluss an die Geburt eines Kindes befristet aus dem Beruf auszusteigen – doch nur 6 % von ihnen glaubt, dass das in ihrem Unternehmen neuerdings auch leichter machbar ist; ein eklatanter Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Fast 60 Prozent der Führungskräfte meinen, dass Elternzeit in ihrem Unternehmen Nachteile für die Karriere bringt. …

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… von Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 29. Oktober 2009

Jeder hat einen. Jeder kennt einen. Aber kennt man den seinen wirklich? Väter. Was bewegt sie und wie bewegen sie uns? 13 Jugendliche machen sich auf die Suche nach dem, was Vatersein ist oder sein könnte.

In märchenhaft-schrägen, witzigen und ernsten Bildern erzählen sie dabei neue und zugleich vertraute Geschichten von Liebe und Geborgenheit, von Unglück und Verlust. So trifft König Lear auf Mzee Kabeya und Don Carlos auf junge Männer, die ihre Qualitäten beim Vätercasting noch unter Beweis stellen müssen.

Kein Mustervater in Sicht – stattdessen kreisen Lebensspuren. Bilder geraten in Bewegung, der Kreis schließt sich und etwas Neues wird sichtbar. Ein Stück für alle, die einen Vater haben oder einer sind.

Es spielen Esther Adom, Burçu Akbaba, Emine Demirdag, Nana Hrdjan, Diana Kines, Eva Schlößer, Burak Akbaba, Ayuk Bobga, Emmanuel Edoror, Raphael Edoror, Ari Nadkarni, Jan Platzcke, Franklyn Ufford vom Cactus, Junges Theater. Vorstellungen sind vom 18. bis 22. November im Pumpenhaus in Münster.

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Starke Väter – Fachtagung in der Ruhruniversität Bochum

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 28. Oktober 2009

Nicht zufällig hat das nordrhein-westfälische Familienministerium die Ruhr-Universität als Veranstaltungsort der Fachtagung „Starke Väter“ ausgewählt: Ist die Bochumer Uni doch als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert und berücksichtigt dabei auch besonders junge Väter.

Da immer mehr Väter eine Elternzeit nehmen, unter anderem durch die „Partnermonate“ beim Elterngeld, verändern sich auch die Anforderungen an Arbeitgeber und die Träger von entsprechenden Beratungs-, Betreuungs- und Bildungsangeboten.

Auf der Tagung in der RUB am kommenden Donnerstag, 29. Oktober, geht es um bereits realisierte, erfolgreiche Konzepte zur Unterstützung der „starken Väter“ sowie um den weiteren Handlungsbedarf und neue Lösungsansätze. Alle Interessierten und die Medien sind herzlich willkommen

Veranstalter der Tagung ist das Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration des Landes NRW und zehn weitere Organisationen, die in NRW Angebote für Väter bereit halten. Die Tagung beginnt um 10 Uhr im Veranstaltungszentrum der RUB im Mensagebäude (Ebene 04). Das ausführliche Programm und weitere Informationen stehen im Internet.

Familiengerechte RUB
Wenn es der Familie gut geht, studiert und forscht es sich unbeschwerter. Die Ruhr-Universität sorgt dafür, dass sich Familie und Beruf bestmöglich verbinden lassen. Sie ist als „familiengerechte Hochschule“ bereits seit 2006 zertifiziert und hat in diesem Jahr die Re-Auditierung durch die Hertie-Stiftung erfolgreich gemeistert.

Studierende und Beschäftigte der RUB können umfangreiche Betreuungsangebote für ihre Kinder nutzen. Mit Blick auf wissenschaftliche Karrieren verwirklicht die RUB zudem das Dual-Career-Konzept: Wird ein Partner eines wissenschaftlich hochqualifizierten Paares an die Ruhr-Universität berufen, bemüht sich die Universität, auch dem anderen eine Berufsperspektive zu bieten.

Durch die Unterstützung studierender Eltern können zudem die Studienabbruchsquoten gesenkt und die Studienzeiten verkürzt werden.

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Kleiner Mann – na und!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 28. Oktober 2009

Der Durchschnittsmann in Deutschland misst rund 1,80 Meter. Alles was drunter liegt, ist Frau zu wenig. Das ist kein Gerücht, sondern das belegen auch zahlreiche Umfragen und Partnerwahlstudien. Der Ruf von kleinen Männern ist in der Frauenwelt schon lange ruiniert. Sie gelten als unerotisch, unmännlich, wadenbeißerisch, komplexbehaftet und müssen sich noch mit einer ganzen Reihe anderer Vorurteile rumschlagen.

Umfragen zeigen, dass 90 Prozent der deutschen Frauen Männer attraktiv finden, die über 1,70 Meter groß sind. Die Hälfte davon träumen sogar von einem Mann, der mit einer Körpergröße zwischen 1,80 Meter bis 1,90 Meter gesegnet ist.

Fakt ist, genauso wie Frauen ihren Traumpartner unbewusst nach der Körpergröße aussuchen, tun es Männer mit ihrer Traumpartnerin. Wie eine Untersuchung der Universität Breslau an 600 Frauen und Männern ergab, lässt sich die unbewusste Partnerwahl sogar anhand einer einfachen Formel berechnen:

Die Größe des Mannes in Meter geteilt durch die Größe der Frau. Ist das Ergebnis 1,09 herrscht quasi ein körperlicher Idealzustand zwischen Mann und Frau. Die Studie hält auch ein überraschendes Ergebnis bereit: Große Frauen suchen sich, zum Wohle ihrer Kinder, einen kleineren Mann, so die Aussage. Grund: die Nachkommen würden sonst zu hoch wachsen.

Kleine Männer sind besser im Bett

Der ewige Kampf, sich gegen die Großen zu behaupten, findet auch im Bett statt – besagt ein Gerücht. Kleine Männer sollen sich angeblich mehr Mühe beim Sex geben. Zärtlicher, einfallsreicher, besser sein. Hat der kleine Mann es geschafft, seine Herzensdame in die Kissen zu kriegen, will er sie dort auch halten.

frauTV klärt über dieses und andere „Kleine Männer-Klischees“ auf und stellt einen charmanten 1,60 Meter-Mann vor, bei dem man alle Studien sofort vergessen möchte.

Sendetermine: Donnerstag, 29. Oktober 2009, 22.00 – 22.30 Uhr und Montag, 2. November 2009, 11.30 – 12.00 Uhr (Wdh.)

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Wie viel Frau muss sein? – Die Illusion von der Gleichstellung.

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 27. Oktober 2009

Wie steht es weltweit um die Gleichstellung von Mann und Frau? Der neue Bericht des Weltwirtschaftsforums, der ‚Global Gender Gap Index 2009’ wird 134 Länder der Welt mit diesem Focus in eine Reihenfolge bringen, Chancen von Männern und Frauen in Wirtschaft, Bildung und Politik vergleichen.

Und wo steht Deutschland? Schließlich haben wir eine Kanzlerin. Aber beeinflusst das auch die Arbeitsteilung an Windeleimer und Waschmaschine? Und wie lange noch bleibt die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau automatisch mit Klischees und Stigmatisierung verbunden?

Erst wenn das vorbei ist, beginnt die Gerechtigkeit – sagt DER TAG auf HR2. Die Sendung können Sie hier nachhören.

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Die ga-ganz perfekten Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 26. Oktober 2009

Mit der ihm eigenen und aus seinem Buch ‚Wickelpedia’ bekannten provozierenden Art, setzt sich Constantin Gillies, selbst Vater von zwei Kindern mit dem Drang nach Perfektion mancher neuen Väter auseinander und plädiert für eine neue Sicht – Weise.

‚ … Es sind eben nicht normale Väter, die da auf dem Gang fachsimpeln, sondern sogenannte Neue Väter – angeblich die letzte Stufe in der Evolution des Mannes. Sie haben sich viel vorgenommen, wollen Windeln wechseln, Zäpfchen abfeuern und sich nicht wie ihre alten Herren auf Dienstreisen absetzen. Immer getreu dem bekannten Lied von Herbert Grönemeyer: „Männer machen alles ga-ganz genau.“ Übrigens steckt nicht zufällig das Wort „ga-ga“ in diesem Satz. Wie ga-ganz genau es der Neue Vater nimmt, lässt sich auf Spielplätzen beobachten.

Bepackt wie auf dem Weg zum Nanga Parbat rücken die Väter Version 2.0 hier jeden Morgen an, im Gepäck die Tupperdose mit Karottensticks, natriumarmes Mineralwasser und natürlich Sonnenschutz. Vor allem Sonnenschutz, denn ein Kind darf heutzutage nur noch so viel Sonne abkriegen wie Darth Vader aus „Star Wars“.

Als Erstes fischt der Neue Vater aus seinem Rucksack die obligatorische UV-Schutzmütze, natürlich mit umlaufendem Nackenlappen. Dann folgt die Sonnenbrille mit Gummizug, die auch für Schweißarbeiten zugelassen ist. Apropos Schweiß: Zum Schluss zwängt der Vater seinen kleinen Sonnenschein in eine Art Taucheranzug, der von Kopf bis Fuß Lichtschutzfaktor 80 verspricht. Und Spaßfaktor Null. …

Aber muss der ganze Zirkus wirklich sein? Sicher nicht. Im Gegenteil: Die meisten neuen Überpapis täten gut daran, sich auf die traditionelle Hauptaufgabe eines Vaters zu besinnen – für ein gesundes Maß an Vernachlässigung sorgen. Auf dem Spielplatz zum Beispiel: Die ganze Achttausender-Ausrüstung kann in Wirklichkeit zu Hause bleiben, tatsächlich gebraucht werden nur eine Windel, eine kleine Packung feuchte Taschentücher und im Sommer Sonnenmilch. Das passt locker in die Innentasche eines Jacketts und trägt nicht auf. Alles andere lässt sich an der Tankstelle beschaffen. …

Selbst beim größten, ja fast heiligen Thema aller Neuen Eltern, der Erziehung, schadet ein bisschen Laisser-faire nicht. Vor allem Väter reiben sich oft völlig auf, um Regeln durchzudrücken, die sie im Fernsehen bei der Supernanny aufgeschnappt haben. Totale Energieverschwendung. Wer als Vater die Elternzeit stressfrei überstehen will, sollte ab und zu die sogenannte Sicht-Erziehung betreiben.

Es gilt das Prinzip: Was der Schiri nicht sieht, muss er auch nicht pfeifen. Taktisches Weggucken ist gefragt, etwa in Situationen wie dieser: Die Kinder essen mit den Händen statt mit dem Löffel. Wie reagiert der erprobte Sicht-Erzieher? Er studiert während der Mahlzeit einfach den Katalog vom Elektronikmarkt. So sieht er den Regelverstoß nicht – und muss ihn auch nicht ahnden.

Und so geht es weiter: Butterkeks sticht Reiswaffeln, Hüpfburg schlägt Baby-Yoga, und die gute alte Autorunde um den Block schläfert Kleinkinder schneller ein als die gleiche Runde im ökologisch-korrekten Fahrradanhänger. Manchmal lohnt es sich eben auch für Neue Väter, die Dinge ein bisschen wie die Alten zu handhaben – und nicht alles ga-ganz genau zu nehmen.

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