der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Online, Sex und Sucht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 5. Juni 2010

… ist der Schwerpunkt der neuen männerzeitung. In seinem Editorial schreibt Ivo Knill:

‚Dem nüchternen Blick präsentiert sich die Sexflut aus youporn & co. als ziemlich banal. Man staunt, wie viele Hausfrauen und knackige Blondinen sich mit allerhand Hilfsmitteln zum Höhepunkt bringen und dabei filmen lassen. Man liest das Bekenntnis der Sekretärin, dass sie ihren SM-Meister gefunden hat, dem sie sich voll und ganz auszuliefern bereit ist. Für immer, oder auch etwas kürzer. Banal, wie gesagt. Man klickt auf Bilder und Texte, die einen ästhetischen Reiz haben, die in eine Zone von Lust und Schmerz führen, eigentlich ins Religiöse: Erlösung des Fleisches durch Schmerz. Man klickt weiter, stösst auf Bilder, die brutal sind, monströs. Und die doch reizen. Der Finger auf dem Mauszeiger folgt der Spur einer Erregung, die offenbart, dass Sexualität nicht harmlos und schön ist, sondern eine Kraft, die jenseits aller Moral steht.

Befreien diese Lustbilder aus dem Internet? Inspirieren sie mich zu einer freieren Sexualität? Sind sie ganz einfach Junkfood für die Sinne oder künstliche Paradiese?

Der Feminismus der 80er Jahre verurteilte Pornografie als Akt der patriarchalen Unterdrückung und postulierte ganz nebenbei, dass nur die männliche Lust auf Abwege geraten kann. Heute entdecken auch Frauen die Paradoxien der sexuellen Lust, die zum Beispiel Unterwerfung als einen Akt der Befreiung erlebbar machen. Mir stellt sich eher die Frage: Verlieren wir Männer uns beim ständigen Gaffsex hoffnungslos im weiblichen Feuchtgebiet? Die Zahlen sprechen dafür, dass die Betrachtung von Sexbildern sowohl in Bezug auf die Zeit als auch in Bezug auf die Intensität die bedeutendste Form männlicher Zuwendung zu Frauen ist: Gaffen statt Quatschen. Und wie sexy finden wir denn unseren Männerkörper?’

Auf diese und andere Fragen versuchen die Autoren in verschiedenen Fachbeiträgen Antworten zu geben.

Quelle

Abgelegt unter Männer | Keine Kommentare »

Ohne Worte weiter kommen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 4. Juni 2010

Sonntags reden, Montags Meeting, das neue Buch von Erich Feldmeier. Angelegt als Innovations- und Karriere-Führer und geschrieben aus der MINT -Perspektive (Mathematiker, Ingenieure/Informatiker, NaturWissenschaftler, Techniker/Tüftler), eignet sich dieses Buch für jedermann und jede Frau.

Ein leidenschaftliches Plädoyer für Individualisten und Querdenker, auf deren Innovationen die Menschheit nicht länger verzichten kann – wenn wir von Fortschritt und nachhaltigem Wirtschaften reden. Entscheidungen in Wirtschaft und Gesellschaft werden oft entgegen unserem gesunden Menschenverstand getroffen. Monokausale Erklärungsansätze greifen zu kurz. Themen wie (Organisations-)Psychologie, Philosophie, Entscheidungsverhalten und Neurobiologie und noch mehr:

Eine interdisziplinäre Herangehensweise wird bereits in der Ausbildung und in den Lehrplänen vernachlässigt. „Soziale“ Probleme werden dem Menschen bereits mit in die Wiege gelegt und brechen als „unerklärliche“ Symptome hervor. Die vielschichtigen Angelegenheiten werden mit wohlbekannten alltäglichen Beispielen illustriert – „Vormachen Statt Nachäffen“.

Das kleine SonntagsReden-abc – eine Idealisten/Rationalisten-Übersetzungshilfe. Realismus ist der goldene Mittelweg zwischen Utopismus und Zynismus, fälschlicherweise oft mit Pessimismus verwechselt.

Anthroposophie: Irren Ist Affig
Alltag: ist unbestechlich
Belehrung der Masse(n): kurzfristig & kurzsichtig erfolgreich, langfristig hoffnungslos gescheitert
Cato: Die Macht des Arguments
Charisma: ist (nicht) alles
Cocktail-Gossip: nein danke!
‚Die Anderen‘: sind und bleiben anders
Dilemma-Situationen: werden im Alltag spiel-‚theoretisch‘ vorhersagbar ‚gelöst‘
Diversity: Gleich, Gleicher, Am Gleichesten
Eigen-Artig: INF & INT
Effektiv: Hau Ihn Um
Erfolgreich: aus dem Nichts
Extrovertiert: kann nicht schaden
Fachidiot: zudem introvertiert
Frauen: längst effektiv, wegen besserem Stil
Weiterlesen »

Abgelegt unter Visionen | Keine Kommentare »

Was macht heute einen guten Vater aus?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 3. Juni 2010

Trägt er die Kinder in Tüchern vor dem Bauch? Kennt er Güte? Ist er streng? Die Zeit hat vier Frauen und drei Männer, SchriftstellerInnen und WissenschaftlerInnen dazu befragt:

Jakob Hein, Schriftsteller und Arzt: Bloß kein Dinkelmehl nach Hause bringen

Kindheit und Vaterschaft scheinen auf den ersten Blick ganz natürliche Dinge zu sein. Und doch ist es nicht so. Klar ist es technisch heute so simpel wie vor Tausenden Jahren, ein Kind zu zeugen. Aber so wie die Kindheit eine soziale Konstruktion ist, die sich erst vor ein paar Hundert Jahren durchgesetzt hat, ist auch die Vaterschaft eine Konstruktion, die einem ständigen Wandel unterliegt.

Die heutigen Vorzeigeväter, die sich ihre Kinder mit bunten Tüchern vor den Bauch binden, hätten vor hundert Jahren manches werden können, aber mit Sicherheit nicht Vater. Keine Frau hätte sich mit einem Mann vermählen wollen, der sabbernd mit kleinen Kindern auf dem Boden herumliegt und nach der Geburt ein paar Monate zu Hause bleiben möchte. Einem Mann, der stolz ist auf seine Fertigkeiten beim Wickeln und der statt mit vernünftigem Weizenmehl plötzlich mit Dinkel nach Hause kommt, obwohl man sich doch den Weizen problemlos leisten könnte.

Ebenso wünschen sich heute nur wenige Mütter für ihre Kinder einen Vater, der sich von den Kindern siezen lässt, der sich nach den Mahlzeiten in seine Gemächer zurückzieht und bereit ist, gelegentlich mit den Kindern ein Gespräch zu führen, wenn sie denn alt und reif genug sind, mit dem Herrn Vater ein solches Gespräch führen zu können. Bestimmt gibt es irgendwo noch ein paar Männer, die gern so Vater wären, aber es gibt keine Frauen mehr, die sie zu Vätern machen.

Das Vatersein ist also der Preis, den man für seine eigene Fortpflanzung bezahlt. Man sollte zusehen, sich dabei möglichst wohlzufühlen, um das Ganze als erdenklich schönen Teilabschnitt von der immer zu kurzen Reise, die das Leben ist, in Erinnerung zu behalten. Mann wird davon überzeugt sein, es besser zu machen als die Väter vor ihm, und er kann sicher sein, dass die Nachwelt über ihn und seine Bemühungen bestenfalls mild lächeln wird.

Weitere Antworten von:

Dieter Thomä, Philosoph: Der gute Vater ist nicht wahllos gütig

Eva Menasse, Schriftstellerin: Alltagsfähig, aber kein Weichei

Marianne Leuzinger-Bohleber, Psychoanalytikerin: Identifikation schafft einen Werteraum

Julia Franck, Schriftstellerin: Gemeinsam Alleinerziehende

Barbara Vinken, Literaturwissenschaftlerin: Die Herrlichkeiten des Lebens ausbreiten

Martin Walser, Schriftsteller: Zehn Sätze, die von meinem Vater blieben

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Rolllenbilder | Keine Kommentare »

Forgetting Dad

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 2. Juni 2010

Wenn sich Dein Vater nicht mehr an Dich erinnert, ist er dann trotzdem noch Dein Vater?

Rick Minnichs Vater verliert mit 44 Jahren nach einem scheinbar harmlosen Autounfall sein Gedächtnis. Er verlässt seine Frau und seine Kinder und nennt sich fortan „New Richard“. Er beginnt ein neues Leben mit einer neuen Frau, weit weg von seiner früheren Familie, die sich wundert wo „Old Richard“ geblieben ist.

Fast 20 Jahre später begibt sich Rick Minnich auf die Suche nach der Identität seines Vaters und macht verblüffende Entdeckungen, die die Ereignisse in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Ist es so wie Richard alle glauben lässt oder steckt mehr hinter seinem Gedächtnisverlust?

Forgetting Dad ist eine bewegende Mischung aus Familiengeschichte und Krimi, die den Zuschauer auf eine Achterbahn der Gefühle entführt und die universelle Frage nach der Konstruktion der eigenen Realität und Identität aufwirft.

„Der abwesende Vater wird stärker, als der anwesende Vater je gewesen ist.“ (Sigmund Freud) Der Dokumentarfilm von Rick Minnich und Matt Sweetwood läuft am 3. Juni in den Kinos an.

Abgelegt unter Söhne, Vater bleiben | Keine Kommentare »

Familienleistungen fördern Wachstum, Stabilität und partnerschaftliches Verhalten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 1. Juni 2010

Dies erklärte  Bundesfamilienministerin Kristina Schröder heute in Berlin bei der Vorstellung des zweiten Familienreports in Berlin. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Familie das stabile Fundament unserer Gesellschaft, … wir müssen gemeinsam alles dafür tun, dass dies auch so bleibt. Eine aktive, an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern ausgerichtete Familienpolitik ist wichtiger denn je. Der Familienreport zeigt, wo in Krisenzeiten wichtige Kräfte schlummern – nämlich in den Familien selbst und in einer familienfreundlichen Arbeitswelt. Diese Potenziale können wir nur entfesseln, wenn wir den Familien faire Chancen eröffnen und Zeit für Verantwortung geben – sowohl für die Kindererziehung als auch für die Pflege von Angehörigen. Wir sind auf dem richtigen Weg und dürfen uns davon nicht abbringen lassen“.

Ergebnisse des Familienreports sind unter anderen:

  • Monetäre Maßnahmen leisten in Deutschland einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung von Armutsrisiken: Die Kinderarmut ist nicht weiter angestiegen. Die Armutsrisiken von Kindern liegen seit etwa 2004 auf einem Niveau von knapp 18 Prozent. Ohne die staatlichen Leistungen wären in Deutschland etwa doppelt so viele Kinder armutsgefährdet. Für mehr als 1,7 Millionen Kinder hat z.B. das Kindergeld eine armutsreduzierende Wirkung.
  • Das Elterngeld stützt nicht nur die Einkommen junger Familien, es trifft auch den Nerv der heutigen Elterngeneration: Jeder fünfte Vater nimmt mittlerweile Partnermonate in Anspruch, darunter überproportional viele Väter in Führungspositionen. 60 Prozent der Männer geben an, Elternzeit nehmen zu wollen, wenn sie Kinder haben.
  • Flexible Arbeitszeiten sind zentral für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagen 87 Prozent der über 16 Jährigen. Es existieren aber große Unterschiede zwischen der gewünschten und tatsächlich realisierten Arbeitszeit. Ein Viertel der Bevölkerung gibt an, zu wenig Zeit für Familie zu haben.
  • In Partnerschaften werden berufliche und familiäre Aufgaben heute fairer geteilt. Immer mehr Paare erwirtschaften das Familieneinkommen zu gleichen Teilen. Die Hälfte der Bevölkerung hält Kindererziehung für eine Aufgabe beider Elternteile, auch Väter sollten ihre Berufstätigkeit dafür unterbrechen.

Vor diesem Hintergrund sind Meldungen, dass Schröder sich von ihrem Vorhaben, zwei zusätzliche Partnermonate zu finanzieren, verabschiedet hat und dem Finanzminister vorschlägt, 200 Millionen beim Elterngeld einzusparen, völlig unverständlich.

Mit dem Elterngeld und den Partnermonaten ist ein Kulturwandel, in den Familien und den Betrieben eingeleitet worden, der weiterer Unterstützung bedarf und nicht je nach Kassenlage weiter verfolgt oder zurück gefahren werden darf. Die Erfolge in den Nachbarländern, die eine ausreichende Geburtenrate haben, sind nicht kurzfristig bzw. kurzsichtig in wenigen Jahren sondern kontinuierlich über Jahrzehnte erreicht worden.

Quelle

Abgelegt unter Familie, Politik | 1 Kommentar »

Kinderspielplätze sind wie Affenzoos …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 31. Mai 2010

… Drinnen die Affen – also die Kinder – und draußen die Mütter, die wie Hyänen bissig andere Mütter beäugen und überflüssige Ratschläge an ihre Kinder verteilen.

Diese Aussage von Jan Uwe Rogge Familienberater und Buchautor bei einer Veranstaltung zum Thema “Ohne Chaos geht es nicht” veranlasste Bettina Schilling für ihren Blog Spielplatztreff nachzufragen, wie das gemeint war.

Herr Rogge, bei diesem Vergleich kommen Mütter nicht gut weg. Ist Ihr Affenzoovergleich provozierend oder ernst gemeint?

Rogge: Das ist schon ernst gemeint. Es gibt in der Tat viele Mütter, die sich durchaus wie Hyänen verhalten. Da herrscht häufig Kleinkrieg. Aber was ich damit sagen will, ist, Mütter sollten Kinder Kinder sein lassen. Mütter sollten Kinder nicht ständig miteinander vergleichen, sondern akzeptieren, dass Kinder unterschiedlich sind. Mütter sollten untereinander solidarischer sein und sie sollten ihre Kinder nicht ständig mit ihren Ratschlägen nerven: „Kevin mach dies.“ „Laura lass das sein.“

War das früher anders?

Rogge: Während früher Kinder meistens unter sich in Wäldern und auf Wiesen spielten, spielen sie heute zunehmend auf Kinderspielplätzen. Dort gibt es zwar auch immer noch Büsche, aber hinter jedem Busch steckt eine Mutter. Das heißt, wo das Kinderauge hinschaut, überall Mütter. Und diese Mütter gucken andauernd auf ihre Kinder. Sie gehen sozusagen in der Erziehung auf wie die Hefe im Kuchen.

Welche Nachteile entstehen Kindern daraus?

Rogge: Prinzipiell sind Kinder ja Anarchisten genug, sich immer wieder Freiräume und Zeiten zu erkämpfen. Diese kindliche Anarchie ist ja nicht stillgelegt. Aber die ständige Beobachtung im „Affenzoo“ macht es Kindern insgesamt schwerer. Kinder brauchen heute sehr viel Kraft und Energie, um ihre Freiräume gegen ständig glotzende und analysierende Eltern, die es natürlich nur gut meinen, zu verteidigen. Und wenn Kinder nicht die Möglichkeit haben, unbeobachtet zu sein, dann werden sie auch ein Stück weit unselbstständig, weil ständig Erwachsene da sind, die Probleme für sie lösen.

Dazu passt auch, dass Sie generell für mehr Gelassenheit in der Erziehung plädieren…

Rogge: Genau. Gelassenheit meint, nicht immer sofort einzugreifen, die Kinder auch ihre Konflikte beispielsweise selber miteinander austragen zu lassen, auch wenn es mal heftig wird. Gelassenheit meint auch, Kinder nicht ständig miteinander zu vergleichen. In Gelassenheit steckt auch zulassen. Ich lasse zu. Ich lasse auch Erfahrungen meiner Kinder zu, auch vielleicht nicht so tolle Erfahrungen.

Weiterlesen

Abgelegt unter Kid's, Mütter | Keine Kommentare »

Zeit für Verantwortung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 30. Mai 2010

Wie wirkt die Krise sich auf das Verhältnis von Staat und Wirtschaft aus? Wieviel gesellschaftliches Engagement von Unternehmen brauchen wir? Darüber diskutieren Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und weitere Referenten beim Globalen Wirtschafts- und Ethikforum (GWEF) am 1. Juni 2010 in Berlin.

Die Vorträge und Diskussionen im Berliner Ernst-Reuter-Haus können per Livestream verfolgt werden

Das Programm im Livestream:

  • 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr: „Nachhaltigkeit in Zeiten der Wirtschaftskrise“ Dr. Harald Schwager, Vorstandsmitglied, BASF
  • 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr: „Zeit für Verantwortung“ Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • 10.30 Uhr bis 11.00 Uhr: „Corporate Responsibility in den Medien: Mehr als ein Feigenblatt der Wirtschaft?“ Dr. Christian Ramthun, Stv. Leiter Hauptstadtbüro, WirtschaftsWoche

Das Globale Wirtschafts- und Ethikforum wird seit 2008 gemeinsam von den Magazinen politik&kommunikation und pressesprecher in Berlin veranstaltet. In diesem Jahr unter dem Titel „Verantwortungsvolles Wirtschaften zwischen Kontinuität und Krise“.

Abgelegt unter Politik, Zukunft | Keine Kommentare »

Elternorientierte Personalpolitik – Focus Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 29. Mai 2010

Am Montag, den 7. Juni, wird in St. Pölten zwischen 10 und 12 Uhr eine Enquete zum Thema „Elternorientierte Personalpolitik – Focus Väter“ abgehalten. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus der Öffentlichen Verwaltung sowie aus der Privatwirtschaft.

„Für mich wird die gelungene Verbindung von Familie und Beruf zur Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft, die wir nur durch ein gutes Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft, von Vätern und Müttern erreichen können“, meint dazu im Vorfeld die Landesrätin Johanna Mikl-Leitner.

Bei der Veranstaltung wird der Frage nachgegangen, welche Herausforderungen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern sowie für ArbeitgeberInnen mit sich bringt. Das Land Niederösterreich legt schon seit Jahren größten Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 2005 wurden mit der Initiative „Ein Land macht’s vor“ konkrete Schritte gesetzt, zu denen etwa der tageweise Einsatz, das Freijahr oder das Rückkehrrecht auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz zählen.

Das Projekt „Elternorientierte Personalpolitik – Focus Väter“, das von Herbst 2008 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich durchgeführt wurde und den Großteil der  Landesdienststellen sowie Gemeinden und Betriebe einbezog, liefert nun weitere Ansatzpunkte für vereinbarkeitsfördernde Maßnahmen.

Diese sollen im Rahmen der besagten Enquete vorgestellt werden. Weiters geben dabei ExpertInnen, Personalverantwortliche und auch Väter Einblicke in die Praxis. Der Vortrag eines Familien- und Entwicklungspsychologen thematisiert die Wichtigkeit der Väter für die Entwicklung der Kinder, und in einer Interviewrunde kommen Personalverantwortliche und Betriebsräte des Landes sowie der Wirtschaft zu Wort.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Politik, Unternehmen | Keine Kommentare »

Das Trauma des Vaterverlusts

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 28. Mai 2010

Nach einer Trennung verlieren Kinder oft den Kontakt zum Vater. Im Interview mit Ralf Ruhl erläutert der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Horst Petri was das für die Kinder bedeutet.

väterzeit: Kinder verlieren bei einer Trennung oft den alltäglichen Kontakt zum Vater. Was fehlt ihnen, wenn der Vater nicht da ist?

Petri: Ihnen fehlt das Grundgefühl von Schutz und Sicherheit, die zu den Urbedürfnissen des Menschen gehören. Dadurch gehen ihnen innerer Halt und Orientierung verloren. Ihre eigene Entwicklung stagniert, weil sie auf ein männliches Vorbild verzichten müssen.

väterzeit: Was sind die hauptsächlichen Folgen des Vaterverlustes für die Kinder?

Petri: Abhängig von den günstigen oder ungünstigen Einflüssen des sozialen Umfeldes … kann das Trauma ohne schwerwiegende Folgen verarbeitet werden. Oder aber der Verlust führt zu chronischen Leiden, intellektuellen Entwicklungshemmungen, Beziehungsstörungen in Freundschaften und Partnerschaften und nicht selten zu sozialem Scheitern.

väterzeit: Wie reagieren sie auf den Verlust des Vaters, wie verarbeiten sie ihn?

Prof. Dr. Horst Petri: Kinder reagieren kurzfristig mit Verlassensängsten, Verlustschmerz, Trauer und sozialem Rückzug. Diese Gefühle verwandeln sich auf Dauer in Wut, Trotz, Einsamkeit und Gleichgültigkeit und führen, besonders bei Jungen, zu sozialen Verhaltensauffälligkeiten. Verarbeiten können sein den Verlust nur, wenn der Vater von der Umwelt nicht negativ stigmatisiert wird, sondern als ausreichend positives Vaterbild verinnerlicht werden kann.

väterzeit: Gibt es in dieser Hinsicht Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen?

Prof. Dr. Horst Petri: Jungen agieren die mit dem Vaterverlust verbundenen Konflikte stärker nach außen aus, was nicht selten zu dissozialem und kriminellem Verhalten führt. Mädchen verarbeiten die Konflikte stärker nach innen und reagieren mit psychischen und psychosomatischen Symptomen. Bei beiden ist die Vaterentbehrung mit Störungen der psychosexuellen Reifung und Identitätsfindung verbunden. …

väterzeit: Wie können Väter die Folgen abmildern und den Kontakt verbessern?

Petri: Der „Kampf“ um die Kinder, insbesondere gerichtliche Auseinandersetzungen, führen in der Regel in die Sackgasse und verhärten die Fronten. In strittigen Situationen ist viel Geduld und Toleranz von den Vätern verlangt. …

Quelle

Abgelegt unter Vater bleiben | Keine Kommentare »

Väter- und Männerthemen bei der SWR Teleakademie

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 27. Mai 2010

Ab dem kommenden Sonntag  laufen bei der Teleakademie im SWR Fernsehen Beiträge zu aktuellen Väter- und Männerthemen. Den Anfang macht am 30. Mai Walter Hollstein mit dem Thema ‚Was vom Manne übrig blieb … Buben und Männer nach vierzig Jahren Feminismus’

Im Ankündigungstext heißt es dazu:

‚Männer verfügen über Macht, verdienen mehr Geld als Frauen, sind hart, leistungsbereit und potent. Längst bröckelt dieses noch immer gängige Männlichkeitsbild in einer weiblicher werdenden Welt. Das starke Geschlecht ist – jenseits der Manager- und Machorolle – in die Krise geraten.

Obdachlosigkeit, Suchtkrankheiten und Suizid treffen deutlich mehr Männer als Frauen, und vor allem die männlichen Jugendlichen sind zum Problemfall geworden. Sie sind unsicher in ihrem Selbstverständnis und in ihren Beziehungen, werden häufig verhaltensauffällig, schneiden in Ausbildung und Studium meist schlechter ab als Mädchen.

Der Themenschwerpunkt beschreibt und analysiert die Situation, in der sich Jungen und Männer in modernen Gesellschaften heute befinden. Professor Dr. Walter Hollstein lehrte Soziologie am Institut für Geschlechter- und Generationenforschung der Universität Bremen. Er war Mitglied der Enquête-Kommission für Jugendfragen des Deutschen Bundestages und Gutachter des Europarats für Jugendkriminalität und für Männer- und Geschlechterfragen.’

Die weiteren Themen sind am

  • 6. Juni 2010 Prof. Dr. Matthias Franz: Der vaterlose Mann
  • 13. Juni 2010 Prof. Dr. Klaus Hurrelmann: Der neue Mann? Befunde und Desiderate aus sozialwissenschaftlicher Sicht und am
  • 20. Juni 2010 Prof. Dr. Martin Dinges: Hoffnungen für den neuen Mann? – Alternativen aus der Geschichte

Sendetermin im SWR –Fernsehen jeweils von 8.00 bis 8.45 Uhr, eine Wiederholung erfolgt jeweils eine Woche später auf 3sat um 6:45 Uhr

Quelle

Abgelegt unter TV | Keine Kommentare »