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Männer zwischen Tradition und Emanzipation

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 10. Juni 2010

‚Männer- und Väterpolitik heute?’ ist das Thema im Väterradio am Donnerstag, den 17. Juni, von 19:00 bis 19:50 Uhr, auf Radio Corax.

Gäste der Sendung sind:

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Erwerbstätige Väter beziehen 1.114 Euro Elterngeld im Monat

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 10. Juni 2010

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten Eltern, die den Elterngeldbezug im ersten Quartal 2010 beendeten, im bundesweiten Durchschnitt Anspruch auf 699 Euro Elterngeld für den ersten Bezugsmonat. Bei Vätern lag der Elterngeldanspruch durchschnittlich bei 967 Euro, Mütter hatten im Schnitt Anspruch auf 632 Euro.

Fast zwei Drittel der Elterngeldberechtigten (62 %) waren vor der Geburt erwerbstätig. Zudem nehmen sich mit dem Elterngeld immer mehr Väter Zeit für ihre Kinder: Mit dem erneuten Anstieg des Väteranteils auf 19,9 % (Bezug im 1. Quartal 2010 beendet) gegenüber 18,6 % im Durchschnitt des Jahres 2009 setzt sich diese positive Entwicklung fort.

In den unterschiedlichen Durchschnittswerten des Elterngeldanspruchs spiegeln sich neben den individuellen Entscheidungen zur Inanspruchnahme von Elterngeld auch Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung von Eltern wider. Rund acht von zehn Vätern (81%) und knapp sechs von zehn Müttern (58%) waren vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig. Der durchschnittliche Elterngeldanspruch lag bei erwerbstätigen Vätern im ersten Bezugsmonat im Schnitt bei 1.114 Euro monatlich, für erwerbstätige Mütter hingegen bei 855 Euro. Bei sozialversicherungspflichtig beschäftigten Müttern wird das Mutterschaftsgeld (in der Regel in den ersten beiden Monaten nach der Geburt gezahlt) auf den Elterngeldanspruch angerechnet.

Eltern, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren, erhalten den Elterngeldgrundbetrag in Höhe von 300 Euro monatlich. Erwerbstätige wie nicht erwerbstätige Eltern erhalten je nach Familiensituation noch einen Geschwisterbonus und/oder einen Mehrlingszuschlag. Diese beiden möglichen Aufstockungsbeiträge sind in der Berechnung des Gesamtdurchschnittsbetrags und der Elterngeldansprüche von erwerbstätigen Vätern und Müttern enthalten. Für nicht erwerbstätige Eltern erhöht sich der durchschnittliche Elterngeldanspruch hierdurch bundesweit auf 329 Euro.

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Papa nimmt den Flieger ins Büro

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. Juni 2010

Leben in Berlin, arbeiten in New York? Heute keine Seltenheit mehr. Berufspendler gab es zwar schon immer, aber nie zuvor waren Menschen so weltumspannend mobil wie heute. Für Familien eine Zerreißprobe. Das Online Magazin urbia.de we are family porträtiert zwei Familien, in denen die Väter häufig aus Berufsgründen abwesend sind, beschreibt die Folgen für die Kinder und die Herausforderungen für die Partnerschaft

Thomas P., Vater zweier Söhne, ist selbstständiger Unternehmensberater und arbeitet für wechselnde Kunden in Deutschland und im europäischen Ausland. Oft kann er einen ganzen Monat lang nur samstags und sonntags bei seiner Familie sein. Genauso gibt es aber auch Phasen, in denen er nur die halbe Woche unterwegs oder zwischen zwei Aufträgen ganz zu Hause ist. Unter noch extremeren Bedingungen arbeitet Oliver G., Vater eines Vierjährigen: Als Kameramann beim Film ist er etwa 25 Wochen im Jahr zu Dreharbeiten unterwegs. Die Saison geht von April bis Oktober und erlaubt ihm nicht mehr als eine oder zwei Wochen Pause zwischen den mehrwöchigen Arbeitseinsätzen. Den Winter verbringt er dafür komplett bei seiner Familie.

Thomas und Oliver sind keine Einzelfälle. Laut der laufenden Studie „Job Mobilities and Family Lives in Europe“, die die Umstände beruflicher Mobilität in mehreren Ländern Europas untersucht und von der Universität Mainz koordiniert wird, ist derzeit jeder fünfte deutsche Vollzeiterwerbstätige aus beruflichen Gründen mobil: Er oder sie pendelt täglich (Fernpendler), kommt nur am Wochenende nach Hause (Shuttle), ist für den Job in eine weit entfernte Stadt gezogen (Umzugsmobiler) oder übernachtet unregelmäßig an verschiedenen Arbeitsorten (Varimobiler).

Bei 36 % der mobilen Deutschen leben Kinder im Haushalt. Tendenz: steigend, und daran zeigt sich, dass dieses Lebensmodell ein sehr modernes ist: Immer mehr Familien probieren es freiwillig oder unfreiwillig aus, weil neue Arbeitsplätze vor allem im Dienstleistungs- und Informationssektor entstehen. Und ob Tourismus- oder IT-Branche, Freiberufler- oder Beratertätigkeit: ohne Flexibilität läuft hier gar nichts.

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Moderne Väter wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Juni 2010

… und Politik und Wirtschaft sollen Voraussetzungen schaffen, dass ihnen dies auch möglich ist: Das hat die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) am Montag in einer Aussendung anlässlich des Vatertages am kommenden Sonntag, 13. Juni, gefordert. Wenn fast die Hälfte der Väter sich vorstellen kann, Elternkarenz in Anspruch zu nehmen, jedoch nur 2,3 Prozent dies tatsächlich tun, seien strukturelle Hindernisse in der Arbeitswelt offensichtlich, so KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer.

Vor allem die Ängste vor finanziellen Einbußen und Jobverlust hielten Väter davon ab, in Karenz zu gehen. „Es sind daher die Voraussetzungen zu schaffen, die es Männern ermöglichen, an der Erziehung ihrer Kinder partnerschaftlich mitwirken zu können, ohne ihre Arbeitsstelle zu verlieren“, so Wimmer. Die Vorbehalte gegen die Männerkarenz würden zwar allmählich schwächer, es bedürfe aber dennoch neuer Arbeits- und Arbeitszeitmodelle, etwa reduzierter Arbeitszeiten für beide Partner, um Familienleben und Arbeitswelt in Einklang zu bringen.

„Der Blickwinkel der Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren vom ‚abwesenden‘ zum ‚anwesenden‘ Vater hin verändert“, Männer sollten daher „ihr Kind nicht nur einen Monat betreuen, sondern wirklich die Erziehung ihrer Kinder mit gestalten können“. Viele Väter würden heute erkennen, dass sie sich selbst in ihrer Entwicklung als Mensch und Persönlichkeit beschränken, wenn sie nur Beruf und Karriere sehen.

„Moderne Väter wünschen sich daher mehr Zeit für ihre Kinder und ihre Familie – und das nicht nur am Vatertag oder an den Feiertagen. Sie wollen ihre Kinder groß werden sehen und zur Erziehung nicht nur mit der Gute-Nacht-Geschichte beitragen“, bekräftigte Wimmer.

Gerade Buben profitierten von dem Zusammensein mit ihren Vätern. Die KMBÖ fördert deshalb die Vater-Sohn-Beziehung mit spezifischen Angeboten in mehreren Bundesländern wie z. B. ein „Väterfrühstück“ oder „Vater-Kind-Wochenenden“.

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Angst der Väter vor der Karenz ist berechtigt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Juni 2010

Wenn Männer in Karenz gehen, heften sich die betroffenen Unternehmen gerne allerlei positive Attribute an die Brust: Familienfreundlichkeit, Flexibilität und womöglich noch Gender – Bewusstsein. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus.

Männer hören von den Chefs, Karenz sei ‚in Projektpausen’ möglich oder ‚unter Umständen ein paar Wochen lang’. Viele Firmen vermitteln gar den Eindruck, dass die Karenzzeit kein grundlegendes Recht der Männer ist, sondern möglicherweise gnädig gebilligt wird. Viel klarer als bei Frauen wird dabei kommuniziert: Wer in Karenz geht, verzichtet freiwillig auf Gehaltserhöhungen und Karrieresprünge.

Die Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftskammer Niederösterreich zum Thema ‚Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter’ überraschen deshalb wenig:  Zwei Drittel der Väter will in Karenz gehen, tatsächlich machen es derzeit – trotz Verbesserungen beim Kinderbetreuungsgeld – aber nur etwa 4%. Die Gründe sind Angst vor einem Einkommensverlust und ein Sturz von der Karriereleiter. Das sind durchaus reale Ängste, wenn man Berichte von jener kleinen Minderheit hört, die tatsächlich für einige Zeit die Kinderbetreuung übernimmt. Denn aus den Führungsetagen kommt oft Unverständnis nach dem Motto: Warum geht der in Karenz, als Mann muss er das ja nicht.

So spielen traditionell orientierte Rollenbilder eine große Rolle. Viele Männer verstehen die Argumente ihrer Chefs und lassen sich so von einer Karenz abbringen. Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, sagt dazu im ORF: „Ich lehne es ab, die Verantwortung, ob Väter in Karenz gehen oder nicht, alleine auf die Wirtschaft abzuschieben. Es gehört ein Umdenken her.“ Hier sei soziale Kompetenz der Vorgesetzten gefragt, so Zazl. Im Rahmen des Projekts wurde dazu auch ein Leitfaden entwickelt.

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Düsseldorfer Hochschule entdeckt ihre Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Juni 2010

„Dass immer mehr Mütter arbeiten gehen, ist längst allgemein bekannt. Dass Väter nicht nur arbeiten, sondern auch Zeit für ihre Familie haben wollen, wird dagegen immer noch viel zu wenig beachtet“, sagte Familienminister Minister Armin Laschet anlässlich des Starts des ersten Gewinnerprojektes „Väter im Fokus – VäterZeit“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Wettbewerb familie@unternehmen.NRW.

In den letzten Jahren haben immer mehr Unternehmen und auch Hochschulen erkannt, dass mehr für Familien angeboten und getan werden muss. Dabei zeigt sich, dass Väter die gleichen Probleme haben, Familie und Beruf oder Studium zu vereinbaren wie Mütter“, so Minister Laschet weiter.

Im Projekt „Väter im Fokus“ setzen sich Studierende und Beschäftigte mit ihrer Rolle als Vater oder werdender Vater auseinander. Hochschulen und Männer finden gemeinsam heraus, wie (Zeit)Räume eröffnet werden, die es ermöglichen, neben der beruflichen Identität auch eine Identität als Vater zu entwickeln, wie der Spagat zwischen Karriere und Kind gelingen kann.

„Väter sollen direkt angesprochen werden, damit sie von väterspezifischen Angeboten auch tatsächlich profitieren können. Langfristig soll erreicht werden, dass Männer in Führungspositionen Vorbilder für eine gelungene Vereinbarkeit werden“, erläuterte die Projektleiterin der Heinrich-Heine-Universität, Frauke Ullrich.

Laschet betonte: „Mit einer kompetenten Väterarbeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf will die Hochschule attraktive Arbeits- und Studienbedingungen für interessierte Väter und solche, die es werden wollen, schaffen. Dieses Projekt und auch alle anderen Sieger des Wettbewerbs stehen für vorbildliche Projektideen im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zeigen eindrucksvoll, wie passgenaue und professionelle Angebote aussehen sollen.“

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Die Vätermonate sind gerettet! Oder?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 7. Juni 2010

Die Meldungen am Wochenende klangen dramatisch: Der Höchstbetrag des Elterngeldes soll drastisch gesenkt werden. Bisher beträgt das Elterngeld 67 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens, maximal 1.800 Euro. Es soll zwar bei den 67 Prozent bleiben. Maximal wird aber künftig nur noch rund 1.200 Euro gezahlt. „Dadurch wird nicht nur die zukünftige Finanzierung des Elterngeldes gesichert, sondern vor allem auch die Unterstützung von Erwerbstätigen im unteren und mittleren Einkommensbereich gesichert“, lautet die Begründung in dem der Presse vorliegenden Eckpunktepapier zu den Sparplänen.

Im Vorfeld hatte die Familienministerin ‚ohne Not’ die von allen Parteien vor der Bundestagswahl angekündigte Weiterentwicklung des Elterngelds, allen voran die Ausweitung der Vätermonate und die Einführung eines Teilelterngeldes ad acta gelegt. Quasi als Vorabzugeständnis zur Abwehr von ‚Schlimmerem’.

Bei der Vorstellung des Familienreports in der vergangenen Woche hatte Schröder erklärt: Der Bedarf sei noch größer: 60 % der Männer – kinderlose wie auch Väter – wären bereit, Elternzeit zu nehmen. «Dies würden wir kaputtmachen, wenn wir an der Höhe des Elterngeldes herumschrauben würden», sagte sie. Das Elterngeld müsse ein wirklicher Einkommensersatz bleiben.

Heute Mittag kam dann eine ‚Erfolgsmeldung‚ aus dem BMFSFJ: ‚ Im Etat des Bundesfamilienministeriums (Einzelplan 17) soll es Einsparungen von jährlich 630 Millionen Euro geben. Gemessen am Gesamtetat des Ministeriums ist das ein hoher Sparbeitrag, dafür soll er in den Folgejahren jedoch gleich bleiben und nicht weiter steigen. Ursprünglich lag der Haushaltsansatz des Bundesfamilienministeriums für 2011 bei rund 6,5 Milliarden Euro. Das Elterngeld nimmt mit 4,5 Milliarden Euro davon etwa 70 Prozent ein.

Erreicht wird die Einsparsumme durch Modifizierungen beim Elterngeld. Sowohl das Mindestelterngeld von 300 Euro als auch der Höchstsatz von 1800 Euro bleiben dabei unangetastet.’

Das mit der Höhe hat also geklappt, aber was ist, wenn die Tendenz weiter in Richtung 60 % geht. Weiterlesen »

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Männer – Väter – und Jungen – Vereine wollen Dachverband bilden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 6. Juni 2010

Deutschlands Männer sollen künftig durch einen eigenen Lobby-Dachverband vertreten werden. Wie das Magazin ‚Focus’ berichtet, soll der Verband, der vermutlich „Bundesforum Männer“ heißen werde, Anfang November in Berlin gegründet werden – quasi als Gegenstück zum seit 1951 bestehenden Deutschen Frauenrat. Mit dem Bundesforum Männer soll erreicht werden, dass die Männer ihre Interessen in der Politik stärker durchsetzen.

„Der Zeitpunkt ist gekommen, wo auch Männer für Gleichstellung kämpfen müssen, vor allem in der Familienpolitik“, sagte Mit-Initiator Martin Rosowski. Etwa 20 Männer-Vereine wollen sich demnach zu dem bundesweit agierenden Netzwerk zusammenschließen. Das Projekt mit dem Untertitel „Interessenvertreter für Jungen, Väter und Männer“ wird vom Bundesfamilienministerium finanziell gefördert.

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Immer mehr Väter und Mütter ohne Trauschein

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 6. Juni 2010

Ein uneheliches Kind hat eine alleinerziehende Mutter – diese Gleichung stimmt nach einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock nicht mehr.

Vielmehr lebten heute auch uneheliche Kinder meist bei Vater und Mutter statt bei einem alleinerziehenden Elternteil, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ aus der noch unveröffentlichten Studie des Instituts. Grund sei der Trend junger Paare zu einer Partnerschaft ohne Trauschein. Die Forscher hatten dazu Familienstand und Geburten bei 12.000 Frauen der Jahrgänge 1971 bis 1973 erhoben.

Das Ergebnis: In nichtehelichen Gemeinschaften lebten bei der Geburt des ersten Kindes 25 % der West-Frauen und 45 % der Ost- Frauen. Das waren deutlich mehr als jene, die bei der ersten Geburt alleinerziehend waren – 12 % im Westen und 20 % im Osten.

Die Mehrzahl unehelicher Kinder lebe damit in eheähnlichen Partnerschaften, erklärten die Forscher die Daten. Als eine Ursache nannten sie die Reform des Kindschaftsrechts 1998, die auch unverheirateten Eltern das gemeinsame Sorgerecht ermögliche.

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Präventionsfaktor Vater – Schweizer Vätertag

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 6. Juni 2010

Am 6. Juni 2010 findet der vom Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen ins Leben gerufene «Schweizer Vätertag» zum vierten Mal statt. «Vatersein in einer multikulturellen Schweiz» heisst der diesjährige Themenschwerpunkt. Ein Pionierprojekt in der Väterarbeit mit Migranten belebt das Motto ganz konkret.

«Es gibt in der ganzen Schweiz bisher kein einziges Projekt, das sich gezielt den Herausforderungen annimmt, mit welchen sich Väter mit einem anderen kulturellen Hintergrund –und entsprechend auch einem anderen Verständnis von Väterlichkeit – konfrontiert sehen», sagt Andreas Borter. Der Vätertagskoordinator und Fachmann für Väterarbeit leitet ein Pionierprojekt, in dessen Rahmen in der deutschsprachigen Schweiz ca. 20 interkulturelle Väterrunden stattfinden – moderiert von eigens geschulten Vätern mit entsprechender kultureller Verwurzelung.

Die Teilnehmer können in diesen Väterrunden unter Männern mit verwandten Biografien achtungsvoll ansprechen, was sie beschäftigt. «Ich bin der Meinung, dass ein Vater, der mit den Ängsten des Machtverlusts konfrontiert wird, sobald seine Frau erwerbstätig ist oder die Kinder besser Deutsch sprechen als er, in diesen Gefühlen verstanden werden muss, damit er diese Gefühle überwinden kann», sagt beispielsweise der türkischstäm-mige Mesut Gönç, einer der Moderatoren transkultureller Väterrunden aus Anlass des diesjährigen Vätertags.

Väterprojekte wie dieses stärken nicht nur die Väter, sondern auch deren Beziehungen zu ihren Kindern. Das wiederum erleichtert diesen die Integration in der neuen Heimat – und ist damit nicht zuletzt ein Beitrag zur Prävention, z.B. von Jugendgewalt.

Der diesjährige Themenschwerpunkt «Vatersein in einer multikulturellen Schweiz» ergänzt das Konzept des Schweizer Vätertags, der unter dem Motto «Aus 365 Gründen» in jedem Jahr auf die Bedeutung alltagsnahen väterlichen Engagements hinweist. «Der Schweizer Vätertag soll nicht – wie der Muttertag – ein Geschenkanlass sein», erklärt männer.ch-Präsident Markus Theunert. «Wir wollen die Leistungen der Väter in ihrer ganzen Breite und Vielfalt sichtbar machen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen».

Damit der Vätertag nicht das Klischee des «Sonntagsvaters» bestärkt, legen die Organi-satoren grossen Wert auf die Verbindung zwischen Familienbereich und Berufswelt. Denn alltagsnahes väterliches Engagement braucht Zeit und Flexibilität – und damit ent-sprechende Unterstützung seitens der Arbeitgeber. Das rechnet sich für beide Seiten. Untersuchungen zeigen: Betriebliche Angebote für eine gewinnbringende Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die auch auf Ebene der Unternehmensleitung abgestützt sind, tragen zur Vertiefung der Mitarbeiterbindung bei, verbessern das Betriebsklima, vermitteln Vertrauen und stärken die Leistungsmotivation.

Konsequenterweise sucht der Schweizer Vätertag gezielt die Zusammenarbeit mit famili-enfreundlichen Wirtschaftsunternehmen. In diesem Jahr sind die Bank Coop, die Zürcher Kantonalbank sowie die Versicherungsgruppe Sympany die drei Partner und Sponsoren des Vätertags.

«Unser Unternehmen unterstützt den Schweizer Vätertag aus der Über-zeugung heraus, dass die Männer in der Familienarbeit gefragt sind. Mit unserem Sponsoringbeitrag möchten wir die Väter ermuntern, ihre Möglichkeiten zu entdecken», sagt Anne Zimmerli, Mediensprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation von Sympany.

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