Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 7. Januar 2011
Nach Informationen der „Passauer Neuen Presse“ sind bundesweit ca. 275.000 Väter und Mütter von den zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Einsparungen beim staatlichen Elterngeld betroffen. Dazu zählen nach bisherigen Schätzungen des Bundesfamilienministeriums knapp 80.000 Hartz-IV-Empfänger, die künftig kein Elterngeld mehr zusätzlich zu Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld erhalten. Das Elterngeld wird seit dem 1. Januar 2011 auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet.
Von der Absenkung der Lohnersatzquote beim Elterngeld von 67 auf 65 % ab einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.240 Euro sind nach Auskunft des Ministeriums etwa 195.000 Väter und Mütter betroffen. Das entspreche rund einem Viertel der etwa 800.000 ElterngeldbezieherInnen.
Die Kürzungen bei der Familienförderung sind Teil des ersten Sparpakets der schwarz-gelben Bundesregierung. Im Etat sind dadurch etwa 650 Millionen Euro für das Elterngeld gestrichen worden. Der weiterhin steigende Anteil der Väter beim Elterngeld erfordert aber auf der anderen Seite eine Ausweitung des Elterngeldbudgets, im Jahr 2010 um einen ebenfalls dreistelligen Millionenbetrag.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 6. Januar 2011
In den vergangenen fünf Jahren hat Andreas Gerts den Vater-Kind-Fotokalender mit dem Titel „Zusammen wachsen – Väter und ihre Kinder“ finanziert und herausgegeben. Der Kalender 2011, der 6. Kalender in Folge konnte leider nicht erscheinen. Die Kosten für den Druck in einer Druckerei waren leider zu hoch bzw. im letzten Jahr für den Herausgeber nicht zu stemmen.
Der Kalender für das kommende Jahr 2012 wird aber wieder erscheinen und ist bereits in Arbeit. Die Auswahl der Vater Kind Fotos ist noch nicht abgeschlossen und bis zum 28.2.2011 können noch originelle s/w oder Farbfotos, möglichst hochauflösend, eingesandt werden. Bitte mailen Sie Ihre Bilder direkt an Andreas Gerts.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 5. Januar 2011
Die Berliner Klinik Charité ist das einzige Unternehmen in Deutschland mit einem offiziellen „Väterbeauftragten“ – oder besser: sie war es. Zwei Jahre war der Oberarzt Dr. Jakob Hein Väterbeauftragter -ehrenamtlich. Jakob Hein konnte sich vor Anfragen kaum retten – Beratung zur Elternzeit, zur Teilzeitarbeit, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie viele Anfragen für Fachtagungen waren seine Haupttätigkeiten.
Waren? Nun, die Arbeit ließ sich ehrenamtlich nicht mehr bewältigen. Und Geld wollte die Charité für die Arbeit des Väterbeauftragten nicht bewilligen. Deshalb hat die Charité seit dem 31. Dezember 2010 keinen Väterbeauftragten mehr.
Schade um eine so zukunftsweisende, beispielhafte und öffentlichkeitswirksame Aufgabe! Trotzdem kann man(n) demonstrieren, wie wichtig der Väterbeauftragte war und und auch zukünftig sein könnte: Mit dem Voting für die „Hochschulperle des Jahres 2010„.
Mit der Stimmabgabe für den Väterbeauftragten der Charité können Sie ein Zeichen setzen. Das Online-Voting läuft nur noch bis zum 15. Januar 2011. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 5. Januar 2011
Kittihawk hat das Urteil zum Sorgerecht für nichteheliche Väter mal konsequent aus der Perspektive des Kindes betrachtet:

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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 5. Januar 2011
Im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der WU Wien mit dem Arbeitstitel „Persönlichkeit und die Bereitschaft von Vätern bei Virtuellen Communities teilzunehmen“ werden Teilnehmer für eine Onlinebefragung gesucht.
Die Umfrage richtet sich an Männer, die einmal Kinder haben möchten und Männer, die bereits Väter sind. Sie setzt sich aus vier Teilen zusammen:
- Soziodemographische Daten
- Fragen zur Internet- und Communitynutzung
- Fragen zu Rollenbildern
- Fragen zur Persönlichkeit
Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, ob die Persönlichkeit von Vätern und Männern, die einmal Kinder haben möchten, einen Einfluss auf die Nutzung von Virtuellen Communities hat.
Zur Umfrage gelangen Sie mit diesem Link: www.voycer.de/umfrage.html?sid=34453. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 10 Minuten.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 4. Januar 2011
Auch in Österreich stehen die Themen Sorgerecht und Elternzeit oben auf der familienpolitischen Agenda. Im Interview mit ‚Der Standard’ offenbart die Ministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek ihre Grundsätze zu diesen Themen. Mindestbesuchszeiten statt gemeinsamen Sorgerecht und Pflichtmonate für alle Väter. Welches Männerbild hat diese Frau?
‚… Standard: Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) will die automatische gemeinsame Obsorge …
Heinisch-Hosek: Die verpflichtende gemeinsame Obsorge kommt für mich nicht in Frage.
Standard: … stattdessen machen Sie sich für eine Beratung für unverheiratete Paare und – im Scheidungsfall – für eine rasche Einigung auf Mindestbesuchszeiten für Väter stark. Ein Arbeitskreis sollte bis Jahresbeginn Expertisen dazu abgeben. Gibt es schon irgendwelche neuen Erkenntnisse?
Heinisch-Hosek: Es liegen Vorschläge vor, aber auch viele Gegenargumente zu dem, was meine Regierungskollegin vorhat. Ich kann eine automatische gemeinsame Obsorge absolut nicht akzeptieren, solange Väter sich ihrer Pflichten nicht bewusst sind. 45.600 Kinder etwa werden vom Staat unterhaltsmäßig bevorschusst, weil ihre Väter keinen Unterhalt zahlen. Solange da keine Disziplin der Verantwortung und des Zahlens einkehrt, brauchen wir nicht von einer verpflichtenden Obsorge reden.
Standard: ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm will Emanzipationskurse für Männer. Eine gute Idee?
Heinisch-Hosek: Ich bezweifle, ob das funktionieren kann, denn: Die Machos kriegt man sowieso in keinen Kurs für Emanzipation, die Vernünftigen leben ohnehin eine gleichberechtigte Partnerschaft.
Standard: Laut Ihrer Kampagne gehen ja „echte Männer in Karenz“. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 3. Januar 2011
Ab Anfang diesen Jahres steht australischen Müttern und ab dem 1. Juli auch den Vätern eine bezahlte Elternzeit von 18 Wochen zu. Die Reform der Regelung zum Elterngeld wurde von Australiens Premierministerin Julia Gillard und ihrer Labor Regierung als historisch bezeichnet. Die 18 Wochen lange bezahlte Elternzeit soll dafür sorgen, dass Familien besser finanziell unterstützt werden. Die Geburt eines Kindes stellt Familien und besonders junge Väter und Mütter oft vor große finanzielle Herausforderungen.
Die berufliche Karriere steht meist noch am Anfang und es konnten noch keine hohen Rücklagen gebildet werden. Wurde bislang eine längere Auszeit genommen um das Kind zu Hause zu betreuen, musste der Wegfall des Gehalts hingenommen werden. Das Elterngeld soll den Ausfall des Gehalts überbrücken.
Mit dem neuen familienpolitischen Programm der australischen Regierung kommen aber noch weitere Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Flexible Regelungen beim Elterngeld sollen dafür sorgen, dass australische Väter und Mütter nicht den Anschluss an ihren Beruf verlieren. So können während der bezahlten Elternzeit Fortbildungen und Kurse absolviert und Rücksprache mit dem Arbeitgeber gehalten werden. Der Anspruch auf Elterngeld verfällt durch diese berufsbezogenen Aktivitäten nicht. Auch für selbstständig Berufstätige wurden flexible Regelungen getroffen.
Wer das neue Elterngeld nicht nutzen möchte, dem stehen als Alternative ein Baby Bonus oder spezielle Steuererleichterungen für Familien zur Verfügung, soweit bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die australische Regierung will durch das neue Programm Familien und Wirtschaft gleichermaßen fördern.
Väter und Mütter bekommen Zeit für die Kinderbetreuung, ohne sich Sorgen über ihre finanzielle Situation machen zu müssen. Anschließend können sie schnell wieder in ihren Beruf einsteigen. Die Wirtschaft profitiert von gut gebildeten Fachkräften, die nicht den Anschluss an die aktuelle Entwicklung verloren haben.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 3. Januar 2011
Schon kleine Kinder nehmen nicht nur das Verhalten anderer, sondern auch deren Absichten wahr. Das haben jetzt Forscher aus Leipzig gezeigt. Wer selbst hilfsbereit ist, kann auf die Hilfe von Kindern zählen – und das sogar, wenn er unbeabsichtigt anderen geschadet hat.
Dagegen müssen Menschen mit unlauteren Motiven auf die Unterstützung der Kleinen verzichten: Die Hilfsbereitschaft von Kindern sinkt, wenn sie beobachten, dass jemand anderen mutwillig schadet. Schon wenn derjenige nur böswillige Absichten hegt, zeigen sich Kleinkinder weniger entgegenkommend.
Die Beobachtungen werfen ein neues Licht auf die Entstehung von Moralvorstellungen und deren Bewertungen bei Kindern, berichtet das Forscherteam um Amrisha Vaish vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie im Fachjournal „Child Development„.
Die Wissenschaftler konfrontierten in zwei Studien 100 Dreijährige mit unterschiedlichen Szenarien. So beobachteten die Kleinen beispielsweise, wie hilfsbereite Erwachsene eine Zeichnung zusammenklebten, die ein Dritter zuvor mutwillig zerfetzt hatte. In einem anderen Test mussten die Kinder mit ansehen, wie jemand absichtlich die Arbeit eines anderen zerfledderte. Außerdem beobachteten die Kleinen Erwachsene, die offensichtlich ein bemaltes Blatt Papier zerreißen wollten, das aber nicht schafften. Und schließlich sahen sie Personen zu, die aus Versehen die Zeichnung eines anderen zerstörten. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 2. Januar 2011
‚Hey kennt jemand ne Seite für Väter die gut ist? …
… Da gibt es keine, darum sind ja so viele Väter hier. Sorry, ich meinte es gibt Seiten für Väter, aber die kannste vergessen!’
Das kann nicht so stehen bleiben! Ich werde an dieser Stelle in den kommenden Wochen, die Seiten für Väter im Netz mit ihren Stärken und Schwächen vorstellen. Was Mann den Damen auf netmoms aber neidlos zugestehen muss, ein aktives ‚Väterforum’ gibt es außerhalb der bekannten Mütterportale leider nicht. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 1. Januar 2011
In der Silvesterausgabe des ‚Hamburger Abendblatts’ hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ihre Eckpunkte der geplanten Sorgerechtsreform vorgestellt, die ledigen Vätern nach dem Urteil des EGMR zu mehr Rechten verhelfen sollen.
“Ich kann mir eine Regelung vorstellen, die der Mutter bei der Geburt des Kindes zunächst das alleinige Sorgerecht gibt. Erklärt der Vater allerdings, dass er mit der Mutter gemeinsam die Sorge ausüben will, soll das gemeinsame Sorgerecht gelten – es sei denn, die Mutter legt innerhalb einer Frist von acht Wochen Widerspruch ein.“
Dann müsse ein Familiengericht entscheiden, ob das gemeinsame Sorgerecht dem Kindeswohl entspreche oder nicht. Leutheusser-Schnarrenberger hob den Wert der geplanten Fristenlösung hervor. “Von der Mutter kann in einer für die ganze Familie so entscheidenden Frage erwartet werden, dass sie sich innerhalb von acht Wochen eine Meinung bildet“, sagte sie. “Lässt die Mutter die Frist verstreichen, halte ich es für gerechtfertigt, dass dann automatisch die gemeinsame elterliche Sorge entsteht.“
In dieser Frage gebe es allerdings “noch keine vollkommene Übereinstimmung mit der Union – obwohl wir dem Koalitionspartner bereits erhebliche Zugeständnisse gemacht haben“. Die Justizministerin bezeichnete ihren Vorschlag als Kompromiss, der den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts Rechnung trage.
‚Fristenlösung’
Mit dieser Bezeichnung verschleiert die Justizministerin, Weiterlesen »
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