der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Protest-Steine ebnen den Weg

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 16. November 2011

Sechs Tonnen schwer war die Post, die Simonetta Sommaruga seit Februar erhalten hat. Der Inhalt: rund 1700 Pflastersteine. Verärgerte Männer sendeten diese über die Website Schickenstei.ch an die Justizministerin und protestierten so dagegen, dass der Bundesrat die Vorlage für ein gemeinsames Sorgerecht verzögerte. Jetzt haben die Pflastersteine einen neuen Verwendungszweck: Sommaruga ließ mit ihnen auf einem Spielplatz eine Fläche pflastern, die als Begegnungsort für Eltern und Kinder dienen soll.

Christine Stähli, Sprecherin des Justizdepartements, bestätigte, dass Frau Sommaruga den Ort am Donnerstag einweihen wird. Er zeigt sinnbildlich, wie gemeinsam der Weg geebnet werden kann für eine politische Lösung, in der das Wohl des Kindes im Zentrum steht. Für Oliver Hunziker, Präsident des Vereins VeV und Mitinitiant der Aktion, hat diese damit einen erfreulichen Abschluss gefunden: „Es ist toll, dass die Steine nicht einfach auf einem Haufen landeten.“

Es bleibt morgen aber nicht bloß bei einer Einweihung: „Es gibt noch eine Überraschung“, so Stähli. Details will sie nicht nennen. Hunziker hofft, dass Sommaruga die sehnlichst erwartete Vorlage des Bundesrats zum gemeinsamen Sorgerecht präsentiert. «Das wäre ein tolles Überraschungsgeschenk.» Damit ginge die Arbeit für die Väter aber erst richtig los. Hunziker: „Es ist noch ein steiniger Weg, bis die Gesellschaft Frauen und Männer auch wirklich gleichstellt.“

Quelle

Abgelegt unter Politik, Vater bleiben, Väter | Keine Kommentare »

In Dresden leben die aktivsten Väter Deutschlands

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 15. November 2011

In Dresden leben offenbar die aktivsten Väter Deutschlands. Das Männer-Lifestylemagazin „Men’s Health“ hat bei einer Auswertung von Daten der Statistischen Landesämter herausgefunden, dass in keiner anderen Großstadt so viele Männer das Elterngeld in Anspruch nehmen: ganze 38,7 % aller Elterngeld-Bezieher, deren Kinder im Jahr 2009 geboren wurden. Ganz am Ende des Rankings finden sich ausschließlich westdeutsche Städte – mit Gelsenkirchen (9,9 %) als Schlusslicht.

Die auffälligen Unterschiede zwischen West und Ost erklärt die Soziologin Katrin Menke vom Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer in Berlin damit, dass die Männer in den neuen Ländern „ein moderneres Familienbild und ein moderneres Verständnis von den Geschlechterrollen“ hätten als viele im Westen. „Das beruht auch auf ihrer DDR-Vergangenheit. Beispielsweise wurde dort, anders als im Westen, politisch gefördert, dass Mütter berufstätig sein können“, betont die Expertin in „Men’s Health“.

Die Top Ten der 50 Städte umfassenden Liste:

  1. Dresden 38,7*
  2. Freiburg (Breisgau) 32,0
  3. Münster (Westfalen) 30,9
  4. München 30,6
  5. Berlin 29,6
  6. Chemnitz 29,4
  7. Stuttgart 28,7
  8. Leipzig 28,5
  9. Bonn 28,4
  10. Rostock 28,3

*Prozentualer Anteil der Männer an dem Personenkreis mit Elterngeldbezug. Die Daten beziehen sich auf Eltern, deren Kinder im Jahr 2009 geboren wurden.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elterngeld, Elternzeit | 1 Kommentar »

Männer gestalten eine zukunftsorientierte Gleichstellungspolitik

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 14. November 2011

Vor einem Jahr wurde das Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V. in Berlin gegründet. Anlässlich seines einjährigen Bestehens wendet sich das Bundesforum Männer mit einer Erklärung an die deutsche Öffentlichkeit und bezieht damit in der aktuellen geschlechterpolitischen Debatte Position.

Im Rahmen der auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag beschlossenen Erklärung wurden auch vier gleichstellungspolitische Forderungen erhoben:

‚Männer als Adressaten von Vereinbarkeitspolitik. Vereinbarkeit von privater Lebens- und Arbeitswelt ist auch ein Thema für Söhne, Väter und Männer. Betriebliche und politische Gleichstellungsbemühungen müssen dies stärker berücksichtigen. Wir fordern Politik und Tarifpartner auf, strukturelle Maßnahmen zu ergreifen, die es allen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ermöglichen ihre Verantwortung in Kindererziehung, Partnerschaft und Pflege wahrzunehmen.

Männer und Frauen als Gleichstellungsbeauftragte. In diese, sensiblen Handlungsfeld ist eine besonnene Bündnispolitik wichtig. Anstatt die Institution hauptamtlicher Gleichstellungsbeauftragten in Frage zu stellen fordern wir eine Aufstockung der Gleichstellungsstellen für paritätisch besetzte Teams. Dafür ist die Reform der Gleichstellungsgesetzgebung in Bund und Ländern notwendig, um Männern zukünftig das aktive und passive Wahlrecht in den Gleichstellungsstrukturen zu eröffnen.

Flächendeckende Angebotsstrukturen für Jungen, Männer und (Groß-)Väter. Beratungs- und Bildungseinrichtungen für Männer und Jungen sind rar. Das muss sich ändern. Das Spektrum muss breit sein, angefangen von Lebensberatung über Familienberatung bis hin zur Arbeit mit gewalttätigen Männern und männlichen Opfern von (sexualisierter sowie häuslicher) Gewalt. Wir fordern den Aufbau solcher Strukturen und ihre stabile Finanzierung. Die finanzielle Ausstattung darf aber nicht zu Lasten von analogen Angeboten für Frauen gehen. Bestehende Angebote müssen ihre Geschlechter- und Männerperspektive ausbauen.

Regelmäßige geschlechtssensible Berichterstattung und Begleitforschung. Wir begrüßen den Ersten Gleichstellungsbericht und weisen auf die Notwendigkeit hin, den Blick auf Jungen, Männer und Väter noch zu vertiefen. Das BUNDESFORUM MÄNNER fordert eine regelmäßige Berichterstattung und Begleitforschung. Nur so kann eine zukunftsweisende Gleichstellungspolitik gestaltet werden, wenn sie auf belastbaren Daten und Fakten über die Geschlechterverhältnisse und ihren Wandeln gründet. Für künftige Gleichstellungs- und Männergesundheitsberichte bieten wir unsere Beratung an.‘

Quelle

Abgelegt unter Gender, Männer, Politik | Keine Kommentare »

Familien Sleepover im Zuccotti Park

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 13. November 2011

Warum Väter und Mütter die Occupy Bewegung unterstützen:

Abgelegt unter Krise, Politik | Keine Kommentare »

Väter mit Zuwanderungsgeschichte sprechen über ihre Vaterrolle

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 12. November 2011

Wie entwickeln Väter mit Zuwanderungsgeschichte einen eigenen Erziehungsstil „zwischen den Kulturen“? Gibt es auch Gemeinsamkeiten, die Erziehungstraditionen in allen Kulturen durchziehen? Diesen Fragen wollte das vaeter.nrw.de-Redaktionsteam auf den Grund gehen und holte die Meinungen von elf Vätern mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln ein.

Die Ergebnisse der – nicht repräsentativen – Befragung zeigen: Pauschale Aussagen lassen sich kaum treffen. Vermutungen, dass die Väter sich als „zwischen den Kulturen stehend“ erleben, bestätigten sich nicht. „Die Väter fühlen sich in ihrer familiären Herkunftskultur ebenso Zuhause, wie in der deutschen“, berichtet Väterexperte Antonio Diaz aus Dortmund, der Vätergruppen leitet und mit den meisten der Väter sprach. „Einige integrieren sogar weitere kulturelle Einflüsse aus den Herkunftsländern ihrer Partnerinnen.“ Dabei träfen sie jedoch auch eine Auswahl, was sie übernehmen wollten und was nicht, sagt er.

Peter, der aus Polen nach Deutschland kam, wurde zum Beispiel selbst streng katholisch erzogen. Er distanziert sich aber von dieser Tradition. „Mir ist das nicht wichtig und ich gebe dies dementsprechend auch nicht an meine drei Kinder weiter“, berichtet er. Der türkeistämmige Orhan hält bewusst an Erziehungsgrundsätzen fest, die in seinem Herkunftsland einen hohen Stellenwert besitzen. Er zählt auf: „Familienzusammenhalt, respektvoller Umgang in der Familie und in der Gesellschaft, Tradition und die muslimische Religion.“ …

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Väterbilder | Keine Kommentare »

Mein Vater und ich in einem schneeweißen 51er Kapitän

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 12. November 2011

Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar »

Umgangsrechte für Großeltern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 11. November 2011

Scheiden sich die Eltern, werden oft auch die Großeltern von ihren Enkeln getrennt. Ein Problem, das bei Sorgerechtsstreitigkeiten selten Beachtung findet. Am vergangenen Mittwoch befasste sich die Kinderkommission in dem Expertengespräch „Trennung von den Großeltern durch Trennung der Eltern“ mit diesem Thema.

Der Gesetzgeber regelt die Rechte und Pflichten zwischen Großeltern und Enkeln nicht. „Im Regelfall wird das Verhältnis durch die Eltern moderiert“, erläuterte Christian Alt vom Deutschen Jugendinstitut. Einen Rechtanspruch auf Umgang gebe es nicht. Der Sachverständige stellte fest, dass mit der Abnahme traditioneller Familienmodelle die Mannigfaltigkeit der Generationenbeziehungen steige. Also nach Scheidung und Wiederverheiratung oder Trennung unverheirateter Paare die Anzahl der Großeltern die Anzahl der Enkel im Regelfall übersteigt.

Durch neue Partnerschaften kämen auch neue Großeltern in die neuen Familienzusammenschlüsse dazu. „Es kann vorkommen, dass einem Kind bis zu acht Großeltern gegenüberstehen“, sagte Alt. Doch dieser Fall trete selten ein. Der Wissenschaftler erklärte, dass in der Praxis oft nur „die Großeltern mütterlicherseits eine enge Beziehung zu ihren Enkeln pflegen, während das Verhältnis väterlicherseits oft verhalten ist“. Das liegt nach Ansicht Alts aber nicht an den Großeltern: „Der Antrieb ist da, den Kontakt zu halten.“ Doch es bedürfe einer Kultur des Umgangs, die sich die Eltern erarbeiten müssen, um mit den Konsequenzen einer Trennung umgehen zu lernen. Das gelinge jedoch nicht immer und führe schließlich zum Entzug familiärer Bindungen zu den Verwandten der Ex-Partner.

Aus diesem Grund sah Christian Alt eine Aufgabe der Politik darin, das Recht der Großeltern auf Umgang mit den Enkeln zu regeln. Als mögliches Vorbild nannte er die bereits in der Familienpolitik umgesetzte Stärkung der Umgangsrechte geschiedener Väter mit ihren Kindern gegenüber den Müttern.

Rita Boegershausen von der Bundesinitiative Großeltern sah eine Ursache des Entzugs der Enkel von ihren Großeltern darin begründet, dass die Kinder nicht im Mittelpunkt bei Scheidungsfragen stehen, sondern Mittel seien. Weiterlesen »

Abgelegt unter Politik, Rechtssprechung | 2 Kommentare »

Kommission für Frauenfragen fordert 12 Wochen bezahlte Elternzeit für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 10. November 2011

Väter und Mütter sollen nach der Geburt eines Kindes je 12 Wochen bezahlte Elternzeit beziehen dürfen. Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF) fordert Bundesrat und Parlament in einem am Donnerstag veröffentlichten Positionspapier auf, eine gesetzlich geregelte bezahlte Elternzeit zu schaffen.

Aus Gründen der Gleichstellung sei es wichtig, dass beide Elternteile zu gleichen Teilen Elternzeit beziehen könnten, schreibt die EKF in einem Positionspapier. Dieser paritätische Anspruch auf Elternzeit müsse vorgeschrieben werden.

Denn Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass es einen verbindlichen Anspruch sowie einen starken Anreiz brauche, damit sich Väter tatsächlich stärker an der Kinderbetreuung beteiligten und damit die Arbeitgeber bereit seien, ihren männlichen Angestellten Elternurlaub zu gewähren.

Die EKF orientiert sich mit ihrer Forderung teilweise an einem Vorstoß der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen (EKFF) zur Schaffung einer Elternzeit. Ginge es nach der EKFF, beträgt die Elternzeit für ein Paar insgesamt maximal 24 Wochen. Väter und Mütter haben dabei einen individuellen Anspruch auf je vier Wochen Elternzeit. Den Rest kann sich das Paar nach eigenem Gutdünken und in Absprache mit dem Arbeitgeber aufteilen.

Beide Kommissionen sind der Meinung, dass der aktuelle 14-wöchige Mutterschaftsurlaub und die in einzelnen Kantonen und Unternehmen gewährte Vaterschaftszeit nicht ausreichen. Die zeitliche Belastung der Eltern sei besonders in den ersten Lebensjahren eines Kindes enorm.

Damit Frauen und Männer Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen könnten, brauche es ergänzend zu diesen Regelungen eine bezahlte Elternzeit für Mütter und Väter.

Quelle

Abgelegt unter Elterngeld, Elternzeit, Politik | Keine Kommentare »

Was Väter bewegt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 10. November 2011

In SWR2 Leben erzählen Menschen über Erfahrungen und Wendepunkte in ihrem Leben, über Erlebnisse, die sie geprägt und dazu gebracht haben, scheinbar Bekanntes aus einer neuen Perspektive zu sehen. Vom 14. bis zum 25. November gibt es verschiedene Beiträge zu Themen, die Männer und Väter bewegen.

Montag, 14. November: Mannsbilder, Männerbilder. Eine Zoologie des 21. Jahrhunderts  Von Martin Hecht

Dienstag, 15. November: Über das Auslöschen der Gefühle von Männern. Eine negative Folge der feministischen Bewegung. Von Astrid von Friesen

Mittwoch, 16. November: Väter und Söhne. Ein Männerbund für’s Leben?  Von Stephanie Dittebrandt

Donnerstag, 17. November: Der mit dem Koffer kam. Bericht einer männlichen Initiation. Von Luke Hofmeister

Freitag, 18. November: Den Mann zur Sprache bringen. Ein Reiseführer durch Männerseelen und Therapie. Rudolf Linßen im Gespräch mit Björn Süfke

Sendezeit von 10.05 Uhr bis 10.30 Uhr in SWR2. Skripte und Sendungen gibt es nach nach der Ausstrahlung online zum Nachlesen oder Nachhören.

Quelle

Abgelegt unter Männer, Radio, Rolllenbilder, Väter | Keine Kommentare »

Auch Jungen und Männer sind von Zwangsverheiratung betroffen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. November 2011

Rund 95 % der zum Jawort genötigten in Deutschland seien Frauen und Mädchen, berichtet die Süddeutsche heute über eine Studie des BMFSFJ. Wie solche Zahlen zustande kommen und warum sie nur ein Teil der Wirklichkeit sind, ist in der Studie selbst nachzulesen. Die Mühe hat sich die Süddeutsche offensichtlich nicht gemacht.

‚Dass Frauen so deutlich das Bild prägen, sollte nicht zu dem Schluss führen, Zwangsverheiratungen stellten für Jungen und Männer kein Problem dar. Eine mögliche Erklärung liegt vor allem in der Tatsache, dass für diese keine entsprechende Beratungsstruktur zur Verfügung steht.

Auch wenn die verfügbaren Daten nur auf 5 bis 8 % betroffener Männer hinweisen, so ist hier von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen. Nicht zuletzt aufgrund traditionell ausgelegter Männlichkeitsrollen ist der „Graubereich“ zwischen „arrangierter Ehe“ und einer „Zwangsverheiratung“ hier noch schwerer zugänglich als bei den betroffenen Frauen.’

Die fast 160 Seiten umfassende Studie war im Auftrag des Bundesfamilienministeriums entstanden und federführend von der Hamburger Lawaetz-Stiftung und der Frauenorganisation Terre des Femmes erstellt worden. Sie fußt auf Angaben aus bundesweit 830 Beratungseinrichtungen, die im Jahr 2008 etwa 3400 Menschen betreut hatten, der Dokumentation von Einzelfällen sowie Informationen von Schulen und Migrantenorganisationen.

Der Untersuchung liegt somit keine repräsentative Befragung von Betroffenen zugrunde, sondern erfasst die Daten mit Hilfe von Opfer-Beratern und Lehrern. Sie ist dennoch die umfassendste deutsche Studie zu Zwangsverheiratungen der vergangenen Jahre.

Quelle

Abgelegt unter Frauen, Gender, Männer | 1 Kommentar »