der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Gleichstellungsstelle sucht Männerbeauftragten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 5. Dezember 2011

Die Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich sucht per 1. März 2012 oder nach Vereinbarung einen

Männer-Beauftragten (60% – 80%)

In dieser neu geschaffenen Funktion mit dem Zielpublikum junge Männer und Väter sind Sie in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten verantwortlich für die Umsetzung des Gleichstellungsauftrags des Kantons Zürich. Mit zielgerichteten Projekten und deren Umsetzung betreiben Sie Sensibilisierungsarbeit in der Privatwirtschaft, in NGO’s und in der kantonalen Verwaltung. Als Fachperson mit Interesse an aktuellen und zukünftigen Gleichstellungsthemen, an Arbeitszeitmodellen, an Lebensentwürfen für Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, Väter und Mütter entwickeln Sie Programme und Projekte für den Kanton Zürich.

Ihr Aufgabengebiet beinhaltet das Verfassen von Berichten, Konzepten und deren Umsetzung sowie Medien- und Kommunikationsarbeit. Sie sind vertraut mit Evaluationen, Controlling und Monitoring. Die Initiative, Leitung und Vernetzung von Pilotprojekten macht Ihnen ebenso viel Freude wie Projektberatung und -besuche vor Ort. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit internen und externen Ansprechpartnern.

Sie verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder langjährige Erfahrung in der Männer- bzw. der Chancengleichheitsthematik. Sie haben Ihre Projektleiter-Qualitäten bereits unter Beweis gestellt. Sie verfügen über ein gutes Netzwerk  in der Privatwirtschaft und/oder der kantonalen Verwaltung oder sind motiviert, sich ein solches aufzubauen. Zudem haben Sie Interesse an sowie ein gutes Gespür für die kantonale Politik.

Ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen zeichnen Sie besonders aus. Zu Ihren speziellen Fähigkeiten gehören ein ausgeprägtes analytisches und vernetztes Denken sowie ein außerordentlicher schriftlicher und mündlicher Ausdruck. Ihr selbstständiges Arbeiten ist ebenso gefragt wie Ihr Organisationstalent, Eigeninitiative und Teamfähigkeit. In dieser sehr exponierten Aufgabe werden besondere Anforderungen an Loyalität, Dienstleistungsbereitschaft und Belastbarkeit gestellt.

Wir bieten attraktive Anstellungsbedingungen, gute Sozialleistungen, flexible Teilzeit-Arbeitszeit und eine äußerst herausfordernde und spannende Aufgabe mit hoher Eigenverantwortung. Weiterlesen »

Abgelegt unter Frauen, Männer | 1 Kommentar »

Elternzeit von Vätern hat Norwegen verändert

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 4. Dezember 2011

Bei seiner Rede auf dem SPD Parteitag ist der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg auch auf das Thema Gleichberechtigung und was diese mit den Männern zu tun hat, eingegangen:

‚… Ich möchte Ihnen eine kurze Geschichte aus Norwegen erzählen. Vor 30 Jahren waren 50 % aller norwegischen Frauen berufstätig. Heute arbeiten fast 75 % der Frauen. …

Das ist natürlich nicht von alleine entstanden. Das ist entstanden, weil wir in die Bildung für Männer und Frauen investiert haben und- was noch wichtiger ist- weil wir eine progressive Familienpolitik verfolgt haben. Das erlaubt den Männern und Frauen, erwerbstätig zu sein und gleichzeitig Kinder zu haben.

Meine erste offizielle Verantwortung 1986 war die Übernahme des Vorsitzes einer norwegischen Kommission, die sich mit der Rolle der Männer befasst hat. Das war eine eigenartige Aufgabe, aber es war eigentlich die wichtigste Arbeit, die ich übernommen habe. Denn in Norwegen waren wir alle für die Gleichberechtigung der Geschlechter, solange das mit den Frauen zu tun hatte, ohne – wie soll ich das sagen – dass es uns Männer betroffen hätte. Dann haben wir diese Kommission gegründet und viele Vorschläge gemacht. Ein Vorschlag war, die Elternzeit auf ein Jahr zu erhöhen. Aber was noch wichtiger war: Zehn Wochen von dieser Elternzeit sind für den Vater reserviert. …

Bevor wir diese Reform hatten, hat fast kein Mann Elternzeit in Anspruch genommen. Jetzt bleiben fast alle norwegischen Väter ohne die Mutter zu Hause, wenn ein Kind geboren wurde. Das hat Norwegen verändert. Zumindest hat es mich verändert. Denn ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Vaterschaftsurlaub. Alle Frauen auf diesem Parteitag wissen es, ich aber wusste es damals nicht: Sich um Kinder zu kümmern, ist harte Arbeit.

Ich war vier Monate zu Hause. Nach vier Monaten Breikochen und Windeln wechseln habe ich es als Erleichterung empfunden, als ich wieder zur Arbeit zurückgehen konnte und mich dort erholen konnte.

Ja, Elternzeit, reservierte Wochen für den Vater, Kinderbetreuung und andere Maßnahmen zur Familienförderung ermöglichen es jungen Frauen, sich nicht zwischen Karriere und Kindern entscheiden zu müssen. Sie können sich für beides entscheiden. Norwegische Frauen haben im Durchschnitt mehr als 1,9 Kinder. Das ist eine der höchsten Geburtenraten in Europa. Gleichzeitig haben wir bei den Frauen auch die höchste Erwerbstätigenrate in Europa.

Ich will Ihnen jetzt nicht sagen, wie man Kinder macht. Das muss ich euch ja nicht beibringen. Aber ich möchte sagen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem, was die Gesellschaft macht – investieren in Kindergärten, Elternzeit -, und einer hohen Geburtenrate. …‘

Quelle

Abgelegt unter Elternzeit, Männer, Politik | Keine Kommentare »

Man sollte auch die Männer einbeziehen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 3. Dezember 2011

Susanne Ruoff, 53, wird ab September 2012 neue Konzernchefin der Schweizer Post. Im Interview mit der Sonntagszeitung äußert sie sich zu ihrem beruflichen Werdegang und ihrem Führungsstil.

‚… Warum sind Sie einst Lehrerin geworden und wollten es dann nicht mehr sein?

Für mich war schon als Kind klar, dass ich einmal Lehrerin werde. Nach sieben Jahren, in denen ich als Primarlehrerin unterrichtet hatte, reizte mich aber eine neue Herausforderung.

Hat Ihnen der Schulbetrieb nicht mehr zugesagt?

Nein, ich bin einfach ein sehr neugieriger Mensch und möchte auch beruflich immer wieder Neues kennen lernen. Als die Informatik aufkam, wollte ich dieses Wirtschaftsumfeld entdecken. Und so fasste ich den Entschluss, zu IBM zu gehen.

Anders als bei IBM wird Ihnen bei der Post künftig jeder dreinreden – schließlich gehört die Post irgendwie jedem Schweizer.

Auch das kenne ich noch vom Schulbetrieb her, da sind auch viele der Meinung, sie wüssten besser als die Lehrkräfte, wie der Unterricht funktionieren sollte. Und obwohl die Pädagogen die Fachleute sind, hat auch jeder das Recht, bei der Strategie der öffentlichen Schulen mitzureden.

Viele wollen gar keine neue Post-Strategie.

Auch die Post muss sich anpassen. Aber es gibt sicherlich keine Veränderungen um der Veränderungen willen. …

Als junge Mutter haben Sie bei IBM früher Teilzeit gearbeitet. Ist es möglich, eine Führungsposition ohne Vollzeitpensum auszuüben?

Natürlich geht das. Es ist ein volkswirtschaftlicher Unsinn, dass wir so viele Frauen ausbilden und dann deren Wissen nicht nutzen. Ich fördere Teilzeitarbeit ganz bewusst – übrigens auch bei Männern. Man sollte nicht immer nur von Frauenförderung sprechen, sondern auch die Männer einbeziehen. …‘

Quelle

Abgelegt unter Führung, Unternehmen, Work - Life - Navigation | Keine Kommentare »

Väter unterliegen besonderen beruflichen Belastungen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 2. Dezember 2011

Das Institut für Gesundheitsplanung hat den 1. Oberösterreichischen Gender-Gesundheitsbericht ‚Gesundheit von Männern und Frauen in Oberösterreich‘ erstellt. „Der Gender-Bericht hilft uns, die Gesundheitsversorgung und die Prävention noch besser auf die Bedürfnisse der Männer und Frauen in OÖ abzustimmen – und damit noch wirksamer zu machen“, sind sich Gesundheitsreferent LH Dr. Josef Pühringer und OÖGKK-Obmann-Stellvertreter Albert Maringer einig.

Der vorliegende Bericht liefert wichtige Daten über Gesundheit und Krankheit von Männern und Frauen wie Lebenserwartung, häufigste Todesursachen und Medikamentenverbrauch. Daneben werden aber auch weitere für die Gesundheit wichtige Einflussfaktoren wie die soziale Lage, Lebensstil oder unterschiedliche Lebenslagen betrachtet. Der Bericht endet mit Schlussfolgerungen und Ansatzpunkten für Maßnahmen, die gemeinsam mit einem Fachbeirat erarbeitet wurden. Für den Bericht wurden nicht nur vorhandene statistische Daten, beispielsweise die Krankenhausaufenthalte, analysiert, sondern auch eine eigene Befragung mit mehr als 3.500 Personen durchgeführt.

Oberösterreich ist damit das erste Bundesland das einen fundierten Bericht über die geschlechtsspezifischen Unterschiede und Herausforderungen erarbeitet hat.

Bei der Analyse der Daten hat sich eine neue Problemgruppe herausgestellt: ‚Berufstätige Männer mit familiärer Bindung‘ achten zu wenig auf ihre Ernährung, bewegen sich weniger als andere Männer und geben häufiger berufliche Belastungen an. Bei den beruflichen Belastungen spielen Stress, Zeitdruck, Umweltbelastungen, Überforderung und unregelmäßige Arbeitszeiten die größte Rolle.

Gerade für die Gruppe der berufstätigen Männer mit familiären Bindungen scheint die Betriebliche Gesundheitsförderung das Mittel der Wahl zu sein. Dadurch könnte diese Gruppe verstärkt zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil motiviert werden.

Nur von einer kleinen Gruppe werden gezielte Aktivitäten zum Stressabbau und zur Entspannung gesetzt, wobei dies bei Männern (mit 6 %) noch weniger geschieht als bei Frauen (11 %). Die Veränderungsbereitschaft bezüglich Umgang mit Stress ist aber sehr groß: 60 % der Frauen und 45 % der Männer würden gerne künftig einen besseren Umgang mit Stress und Belastungen pflegen.

Quelle

Abgelegt unter Gender, Gesundheit, Politik | Keine Kommentare »

Werdende Väter und Sexualität in der Schwangerschaft

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 1. Dezember 2011

Angebliche medizinische Gründe, die gegen Sex in der Schwangerschaft sprechen, beruhen auf Mythen. Womöglich sind sie aber eine gute „Ausrede“ für den Mann. Denn in der Schwangerschaft ist die Welt ein wenig verdreht: Sie will mehr als sonst, er weniger. Darauf wies heute Dr. Babett Ramsauer beim 25. Deutschen Kongress für Perinatale Medizin hin.

Schon ein Blick in entsprechende Internetforen bringe Erstaunliches zu Tage, sagte die Frauenärztin. Entgegen der sonst passiveren Rolle, dem im Vergleich zu Männern nicht so häufigen sexuellen Verlangen der Frauen, äußern Schwangere in den Foren ein lustvolles, „unersättlich“ erscheinendes Bedürfnis, das von ihren Männern nicht befriedigt werde. Die Schwangerschaft scheint die sexuelle Welt auf dem Kopf zu stellen.

Frau Dr. Ramsauer hat zahlreiche Paare zu dem Thema befragt. Dabei stellte sich heraus, dass sich Frauen in der Schwangerschaft als attraktiver und anziehender empfinden. Sie scheinen endlich einmal mit ihrer Figur zufrieden zu sein und sich wohl zu fühlen, trotz der Veränderungen ihrer körperlichen Proportionen: kein Lamentieren über „zu“ große oder „zu“ kleine Brüste, runde Formen und eingeschränkte Beweglichkeit, sogar dicke Füße gehören halt dazu. Dieses Selbstbewusstsein scheint einen weitreichenden Einfluss auf das sexuelle Verlangen zu haben. Die Frauen fühlen sich anziehend und sind lustvoll.

Die Rolle des Mannes hingegen ist zunehmend von Angst gesteuert. Werdende Väter reden gerne von Gefahren wie vermeintlich mögliche Verletzungen des Kindes, Auslösen von Blutungen, Verursachung eines Blasensprunges oder Auslösen von Wehentätigkeit durch Sex. Spätestens mit der ersten Wölbung des Babybauches kommt es bei nicht wenigen Männern zu einer vollständigen sexuellen Blockade. Und das zu einem Zeitpunkt, wo eventuelle anatomische Besonderheiten, die eine gewisse Kreativität bei Sexualpraktiken verlangen, überhaupt nicht akut sind.

Eigentlich könnte doch dabei jetzt ein anderer Aspekt in den Vordergrund treten: Sexualität nun endlich unbeschwert zu genießen. Es ist passiert, was vielleicht das Ziel der letzten Monate war; oder es ist das passiert, was zwar nicht gewollt, aber nun Realität ist – eine Schwangerschaft ist eingetreten. Weiterlesen »

Abgelegt unter Gender, Gesundheit, Rolllenbilder, Sex | Keine Kommentare »

Arbeiten wann und wo Väter wollen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 30. November 2011

Unternehmer und Experten sind sich einig: In den nächsten zehn Jahren wird sich die Arbeitswelt revolutionieren. Das Gehalt wird sich nach den konkreten Erfolgen richten, Angestellte arbeiten wann und wo sie wollen.

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Diese Frage beschäftigte Alison Maitland, Journalistin und Gastprofessorin an der Londoner Cass Business School und Peter Thompson, Leiter des Future Work Forum am Henley Management College. Sie befragten 366 Manager weltweit, wie diese sich die Zukunft der Arbeit, der Arbeitszeit und des Arbeitsplatzes vorstellen.

Die Mehrheit erwartet eine regelrechte Revolution: Angestellte sollen selbst entscheiden, wann und wo sie arbeiten, Büros werden zu Treffpunkten für Besprechungen, gezahlt wird für Produktivität und nicht für abgesessene Stunden.

Und diese Vision bereitet den Unternehmern keine schlaflosen Nächte: Etwa 90 % glauben, dass ihre Mitarbeiter produktiver sind, wenn sie ihre Arbeit selbst organisieren können. Und mehr als 80 % glauben, dass sich neue Arbeitsformen positiv auf ihr Unternehmen auswirken würden.

„Das wird nicht überall gelten und auch nicht auf einmal passieren. Aber natürlich gibt es bereits jetzt viele Unternehmen, die ihre Einstellung zu Arbeit und auch deren Organisation verändern“, sagt Maitland, Co-Autorin des Buches „Future Work„.

Die darin propagierte These besagt, dass mehr Flexibilität den Unternehmen mehr Produktivität, motivierte Mitarbeiter und geringere Kosten beschert.

Quelle

Abgelegt unter Arbeitszeiten, Visionen, Work - Life - Navigation | Keine Kommentare »

Väter und der Wiedereinstieg der Partnerin

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 29. November 2011

Zeit für Wiedereinstieg – ohne den Partner geht es nicht! Ein perspektivreicher Wiedereinstieg kann nur gelingen, wenn der (Ehe-) Partner die Wiedereinsteigerin unterstützt – verbal, mental und tatsächlich. Doch welche Rahmenbedingungen benötigen Männer, um sich stärker im Haushalt und bei der Kinderbetreuung zu engagieren?

Dieser Fragestellung ist der Organisationsberater Hans-Georg Nelles von „Väter und Karriere“  im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der hessenstiftung – familie hat zukunft in „Väter und der Wiedereinstieg der Partnerin – Ergebnisse qualitativer Interviews“ nachgegangen.

Die Broschüre ist jetzt erhältlich.

Quelle

Abgelegt unter Partnerschaft, Wiedereinstieg | 1 Kommentar »

Verlierer oder Helden? – Jungen-Bilder in den Medien

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 28. November 2011

Vorträge, Diskussion und Präsentation neuer Illustrationen am Donnerstag, 1. Dezember 2011, um 19.00 Uhr in der Katholischen Akademie Hamburg.

In den Medien sind Jungen seit einiger Zeit meist ein Problem: sie unterliegen im Bildungswettstreit und führen die Kriminalstatistiken an. In Kinderbüchern finden sich gleichzeitig noch immer die klassischen Rollen von Pirat, Indianer und Fußballer. Beide Modelle – Verlierer und Held – könnten gegensätzlicher nicht sein. Doch entspricht weder das eine, noch das andere der Wirklichkeit.

Jungen brauchen Bilder, die sie nicht auf Klischees reduzieren. Dagmar Gausmann-Läpple hat in der Ausstellung »Junge, Junge« solche Bilder zusammengestellt. Neben diesen werden wir auch jüngste Illustrationen von Studierenden der HAW präsentieren und dem medialen Hype um das »Problem« Junge auf den Grund gehen. So wollen wir die verschiedenen Jungenbilder, die in unserer Gesellschaft kursieren, hinterfragen. Wie prägen diese unterschiedlichen Bilder unsere Vorstellungen vom »kleinen Mann«? Wie und wo werden die alten und neuen Verzerrungen schon überwunden?

Quelle

Abgelegt unter Gender, Jugend | Keine Kommentare »

Mehr Väter bleiben bei ihren Kindern und werden nicht selten gemobbt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 27. November 2011

Immer mehr Männer bleiben wie Alexander Tomanek, ehemaliger Eishockeyprofi, bei ihren Kindern zuhause. Vor allem die kürzeren Bezugsvarianten der Karenz kommen gut an. Wie lange die Männer im Schnitt Kindergeld beziehen, ging bislang aus der Statistik nicht hervor. Nun liegen diese Zahlen vor. Die Untersuchung über einen Zeitraum von zehn Monaten zeigt: Die Väter bleiben im Schnitt länger daheim, als die Mindestdauer für den zweiten Elternteil beträgt.

Die Auswertung ist für Familienminister Reinhold Mitterlehner ein Beweis für die richtigen Rahmenbedingungen: „Immer mehr Väter beteiligen sich an der Karenz. Die Richtung stimmt also, auch wenn wir uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben und die Väterbeteiligung weiter erhöhen wollen.“ Die verschiedenen Kindergeldmodelle, mehr Kinderbetreuungsplätze und die Unternehmen stärker ins Boot holen ist das Rezept des Ministers.

Nicht alle Unternehmen sind jedoch von diesem Trend begeistert. Männer, die in Karenz gehen wollten, berichten von Kündigungsdrohungen oder Mobbing, auch auf dem Tisch der Gleichbehandlungskommission sind schon Fälle gelandet. Dabei haben Väter das gleiche Recht auf Karenz wie Mütter. Heinisch-Hosek: „Wir müssen Bedenken aufseiten der Arbeitgeber abbauen.“

Die Angst vor dem Karriereknick ist nur ein Hindernis – und ein Problem, mit dem freilich auch Frauen zu kämpfen haben, die in Karenz gehen. Der Unternehmensberater Christian Rudolf betreibt den Blog www.vaeterkarenz.org und weiß, dass auch die Finanzen ein Thema sind. Weiterlesen »

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elterngeld, Elternzeit, Politik | Keine Kommentare »

Aktive Väter mit Zuwanderungsgeschichte stärken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 26. November 2011

Staatssekretärin Zülfiye Kaykin hat eine neue Broschüre des Integrationsministeriums über Initiativen von Vätern mit Migrationshintergrund vorgestellt. „Väter sind wichtige Vorbilder für ihre Kinder. Wir wollen deshalb Väter mit Zuwanderungsgeschichte dabei unterstützen, sich aktiv und verantwortlich an der Kindererziehung zu beteiligen“, sagte die für Integration zuständige Staatssekretärin am 25. November in Düsseldorf.

Die Broschüre enthält gelungene Beispiele aus Bonn, Düsseldorf, Herne, Köln, der Städteregion Aachen und dem Kreis Unna. Bei allen Unterschieden im Detail setzen alle Projekte auf gemeinsames Erleben, Werken und Sporttreiben von Vätern mit ihren Kindern und wollen Väter mit Migrationshintergrund dabei unterstützen, eine aktive Rolle im Leben ihrer Kinder zu übernehmen. Neben Beispielen guter Praxis behandelt die Broschüre das Thema auch aus wissenschaftlicher Sicht und gibt Tipps für eigene Aktivitäten.

„Wir stehen am Beginn einer spannenden Entwicklung“, so Staatssekretärin Kaykin weiter. „Ich bin sicher, dass alle Beteiligten – Väter, Mütter, Kinder und auch die Arbeitgeber – dabei gewinnen werden, wenn Väter eine wichtigere Rolle im Leben ihrer Kinder übernehmen.“

Für den 3. Dezember lädt das Integrationsministerium zum Kongress „Mein Papa ist cool“ nach Dortmund ein. Dort werden sich die Projekte vorstellen und mit Fachleuten sowie Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft über ihre Ansätze und Erfahrungen diskutieren. Integrationsminister Guntram Schneider wird die Tagung eröffnen.

Die Broschüre „Väter mit Migrationshintergrund“ sowie das Programm der Veranstaltung am 3. Dezember stehen auf den Internetseiten des Ministeriums zum Download zur Verfügung und können auch kostenfrei bestellt werden.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Migration, Politik | Keine Kommentare »